Malazan Book of the Fallen - Stand engl. Bücher -> SPOILER!

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      Noch mal zu Rake Ned Vergleich

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      Als Familien Menschen mit Ned Stark kann man Rake nun wirklich nicht gleichsetzen. Er bekämpfte seine Brüder in dem/den Bürgerkrieg/en der Tiste Andii. Auch ist sein Verhältnis zu seiner Mutter aufgrund der neuen Tiste Völker auf den 0 Punkt gefallen. Dass Rake die Schuld daran trägt will ich nicht sagen aber diese Familienverhältnisse sprechen auf jedenfalls gegen Rake als Familienmenschen. So hat er auch nicht versucht seinen Bruder Silchas aus den Fängen des Azath Hauses zu befreien und in somit dazu verdammt Jahrtausende lebendig begraben zu sein. Auch sein Verhältnis zu seinen Kinder ist alles andre als das eines Ned Starks. Seine Kindern und Enkel leben nicht bei ihm sonder auf einer Insel und fühlen sich von ihrem Vater/Großvater ungeliebt und verlassen. Falls irgendwann im Werk ein guter Grund dafür genannt wird das Rake seine Nachkommen allein und im Glaube das sie ihm völlig gleichgültig sind zurücklässt hat habe ich ihn noch nicht entdeckt oder hab bis dahin noch nicht gelesen bin gerade auf dem Stand des zuletzt erschienen deutschen Bandes "die Stadt des blauen Feuers".

      Die Stelle in der Rake sagte dass, das Imperium gut für die Freien Städte ist ist doch wieder ein Zeichen dafür dass, Rake eher prakmatisch veranlagt ist als einem Ehrenkodex zu Folgen. Die Annexion würde wirtschaftliche Vorteile wie Einheitliches Münz- und Gewichtsystem mit sich bringen dafür würden sie ihre Souveränität verlieren und von einem Fremden Volk regiert werden.

      Ohne Grund kämpft bekämpft Rake das Imperium auch nicht. Ein Grund ist das er für sein Volk einen Existenzgrund sucht und die Verteidigung von freien Städten gegen eine Inversion der Supermacht Malazan scheint ihm eine vorübergehenden Grund zu liefern. Einen weiteren Grund erfahren wir in einem Gespräch zwischen Rake und Caladan Bruth im dem sie sich eingestehen das in einer Welt in der ein Imperium wie Malazan immer mehr Reiche in sich vereinigt kein Platz für Aufgestiege Warlords mehr ist und das dies ein Grund dafür war wieso sie den Kampf gegen das Imperium begonnen haben.
      Warnung: SPOILER zu DUST OF DREAMS

      Ich muss mir mal ein wenig Luft machen. Vorsicht, es könnten Fluchwörter benutzt werden! :|

      Mir gehen Eriksons Charaktere auf den Sack, aber so richtig. Ich kenne glaube ich kein anderes Werk von solch einem Kaliber in dem so viele Charaktere absolut nicht nachvollziehbar handeln, sich wie die letzten Volltrottel anstellen und lieber "mysteriös" schweigen, statt das ganze Problem beim Namen zu nennen und damit Leben zu retten. Gott, kotzt mich das an.

      Dieses Phänomen zieht sich zwar durch die gesamte Reihe, mir gehts hier aber nur um Folgenden Handlungsstrang: Tool, Hetan und die Barghast.

      Tool weiß von Anfang an wie alles enden wird: Mit seinem Tod und dem Tod (oder schlimmerem) seiner Familie. Er bleibt dennoch schweigsam, selbst nach wiederholtem flehen von Hetan doch mal Tacheles zu reden. Auch Sie weiß dass sein Schweigen ein Todesurteil darstellt.
      Ich war während dem Lesen sehr unangenehm an den Handlungsstrang in der Wüste von Felisin die Jüngere, Heboric, Karsa und Bidithal erinnert worden. Ich dachte mir:" Der kann die gleiche Scheiße doch nicht schon wieder durchziehen!" Doch er kann. Schon wieder haben wir Protagonisten die genau wissen was auf sie zukommt und die NICHTS dagegen unternehmen. In ihren inneren Monologen wird dann so Geschwaffelt als wäre alles "unausweichlich" gewesen. :ill:

      Ich bin gerade an der Stelle wo Hetan vergewaltigt und verstümmelt wird und ich kann es einfach nicht verstehen.

      Ich kann nicht verstehen wie sie von 3 mehr oder weniger "Hausfrauen" durch einen tritt in den Bauch überumpelt werden konnte. WIE?
      Wir lernten sie als willesnstarke und sehr fähige Kriegerin kennen, die als Schamanin auch zugriff auf Magie hatte. Und dann sitzt sie da in ihrem Zelt, bläßt Trübsal, weiß das Tool Tod ist und weiß auch das ihr und ihren Kindern in Kürze das gleiche blüht UND IST NICHT EINMAL BEWAFFNET. WHAT THE FUCK !?!

      Tja und jetzt liegt sie mit abgehackten Füßen auf dem Boden und wird von ihrem kleinen Neffen vergewaltigt. Super...

      Mir geht dieses Fatalistische, dass 95% der Charaktere mit sich rumtragen langsam echt auf die Nerven. Mir kommts mitlerweile einfach wie eine Ausrede vor damit Erikson wieder irgendeine Horrorszene schildern kann.

      So, bis hierhin erstmal. *ausatmen"
      Hetan war keine Schamanin, das war Ihr Bruder. Den sie bei der Reise nach Capustan beschützt hat.

      Ich geb dir aber in der Hinsicht recht, dass ich das auch nicht nachvollziehen konnte.
      Ich hab mich die ganze Zeit gefühlt als würde ein Zug auf die zukommen, im Tunnel, mit eingeschalteten Licht und die weigern sich von den Schienen zu springen.

      Evtl. hatte Tool damit recht, dass ihm keiner glauben wird, wenn er erzählt was da in der Wüste wartet, aber verdammt nochmal, dann macht man sich in der Nacht mit der Familie davon und gut ist.
      Dieses fehlgeleitete Verantwortungsbewusstsein......

      Na immerhin sorgt das, was danach passiert für ein paar interessante Dinge, und ist für das große Finale eigentlich absolut notwendig......
      You don´t shoot Bambi, Jackass.
      You shoot Bambi´s Mother.
      - Bobby Singer -

      Traumwandler schrieb:

      Hetan war keine Schamanin, das war Ihr Bruder. Den sie bei der Reise nach Capustan beschützt hat.

      Ja, das ist auch etwas was mich stört. Es ist alles ein wenig undurchsichtig. Klar, in Dust of Dreams ist nur Cafal ein Schamane, aber in Memories of Ice werden allen drei Kindern Humbrall Taurs Schamanistische Fähigkeiten nachgesagt. So wird Hetan dem Leser zumindest vorgestellt und auch Gruntle denkt so nach dem nächtlichen Angriff der Kell-Hunter.

      Naja, bin weniger verärgert eher tierisch angenervt. Wie du sagtest benimmt sich Hetan wie ein Reh auf nächtlicher Fahrbahn. Es macht einfach keinen Sinn. Außer eben für den Plot. Ist halt aber sehr unelegant geschrieben, aber das bin ich ja mitlerweile gewöhnt von Erikson. :cursing:
      Tjo, bin gestern mit der kompletten Reihe fertig geworden und wollte kurz ein kleines persönliches Fazit hier reinbringen.

      Ich bin was MBotF angeht sehr, sehr zwiegespalten. Ich halte es leider nach wie vor für maximal durchschnittlich gut geschrieben. Damit meine ich meine Wortwahl, Beschreibungen, Charakterzeichnung, sowas eben.

      Zu oft wird mit Superlativen um sich geworfen und zu oft will Erikson eine Szene episch/tragisch/rührend machen zu denen der Leser einfach kaum im Vorfeld Bezug bekommt, sodass von alleine Spannung aufgebaut werden könnte. Das kommt einfach sehr grob, unelegant und mit dem Holzhammer rüber und verfehlt in 8 von 10 Fällen seine Wirkung.
      Gleiches gilt für die Charaktere. Viele haben vom Konzept her sehr viel Potential was durch Erkisons schlechte Charakterbeschreibungen und fehlende Nachvollziehbarkeit leider immer wieder zunichte gemacht wird. Sehr schade, gerade für mich persönlich, weil mir nachvollziehbare, "echte" Charaktere sehr wichtig sind und wesewgen das Lied in der Hinsicht für mich immernoch das höchste der Gefühle ist.

      Man Ich konnte mit keinem einzigen Charakter irgendwie ein Bindung aufbauen, ihn nachvollziehen (Nachvollziehbarkeit ist ,man merkts vermutlich, mein größter Negativpunkt) geschweige denn mich mit ihm identifizieren. Mit keinem!
      Am nächsten kam bei mir noch Karsa Orlong, aber auch nur weil Erikson ihm als einzigen Charakter eine gescheite, sorgfältige Vorgeschichte spendiert hat. Das war ein Experiment (hat er selbst in Bezug auf "House of Chans" gesagt) und bleibt in der Reihe einmalig.

      Auch neigt Erikson gerne dazu haufenweise unnötige POVs vorzustellen. Wird oft benutzt um eine Szene gewichtiger erscheinen zu lassen. Kommt ebenfalls jedesmal sehr gezwungen rüber.
      Charaktere sind in seinem Epos einfach ganz klar Sekundär.
      Darüber habe ich mich am Anfang unglaublich geärgert, aber man gewöhnt sich dran und obwohl es mich immernoch stört kann ich mitlerweile gut damit leben. :)

      Alles muss sich hier seiner Weltenschaffung und dem Plot beugen (Egal wie unsinnig die Leute sich verhalten, es it eben notwendig für den Plot)
      Hier wären wir dann auch bei der großen Stärke der Reihe angelangt. Erikson hat ein wirklich interessantes und in sich stimmiges Universum erschaffen mit einem wirklich einzigarten Magiesystem, bei dem man bis zum schluss nicht wirklich durchblickt. :D Cool ist es dennoch auf jeden fall.
      Manche wird das vielleicht stören aber mir gefallen seine Interpretationen von typischen Fantasyrassen sehr, sehr gut. (Orks/Jaghut, Hoch- Wald- Dunkelelfen/Tiste-Liosan-Edur-Andii) Aber natürlich auch seine Eigenkreationen wie K'Chain Che'Malle und Forkrul Assail (von denen man leider viel zu wenig zu sehen bekommt :( )
      Ich bewundere auch wie er den Überblick über dieses ungeheuerlich große Werk nie verliert und alles mehr oder weniger seinen Platz hat. Ein paar kleine Ungereimtheiten hier und da gibt es zwar, sind bei so einem Werk aber einfach unvermeidbar und vollkommen ok. Die warscheinlich größte Leistung war dieses Werk stimmig und gut Abzuschließen. Ich bin mit dem Ende wirklich sehr zufrieden. Respekt!
      Aber naja, ich bin halt ein Softy und immer für Happy Endings zu haben. :P

      Die Story insgesamt ist gut. Nicht superspitze oder besonders genial, aber gut. Und sobald man sich an Eriksons sehr eigenen Schreib und Erzählstil gewöhnt hat, hat man auch wirklich Spass an dran, weil es sehr viel "Forshadowing" gibt und man über viele mysteriöse Szenen und Auftritte von Personen sehr schön und spassig rätseln kann.

      Naja, was bleibt abschließend zu sagen... ist es ein Meisterwerk? Für mich persönlich nicht, in Bezug auf die Weltenschaffung vielleicht schon ja, aber alles zusammen betrachtet... nein. Dafür hat es mir persönlich einfach zu viele Schwächen auf Charakterebene und im Erzählstil.
      Dennoch, ich glaube es ist schon ein muss für jeden Fantasyfan. Das Niveau der Reihe ist durchweg konstant, (wo nur Toll the Hounds und Dust of Dreams ein wenig aus der Reihe tanzen, aber nicht sehr) und es ist komplett und würdig abgeschlossen. Ich glaube das allein ist in diesem Genre eine Seltenheit, die es zu würdigen gilt.
      Gerade für uns ASoIaF-Fans :whistling:
      Ein schönes Fazit, das ich bezogen auf Story, Welt- und Magieerschaffung sowie Interpretation bekannter Rassen auch voll unterschreiben kann.
      Die Kritik am Schreibstil kann ich teilweise nachvollziehen, bewegt sich aber durchgehend über dem Fantasydurchschnitt.
      Die herbe Kritik an der Charakterzeichnung teile ich dagegen nicht. Ja, man muss damit leben können das die Charaktere zum großen Teil nicht sehr tief gezeichnet sind, aber ich habe dennoch zu vielen von ihnen Bezug gefunden und mit Ihnen gezittert, gewütet und getrauert.
      Das dies bei keinem einzigen der Fall sein soll kann ich wirklich überhaupt nicht nachvollziehen. Für mich gibt es genügend Zwischentöne, Einblicke und Zweitpersonenbetrachtungen um meine Fantasie arbeiten zu lassen.
      Aber wie schon von dir gesagt, Geschmäcker sind halt verschieden.
      Einen der wenigen Charaktere die ich absolut nicht ausstehen kann und zwar von der ersten Seite an ist Karsa Orlong. Einer der unsymphatischsten Fantasycharaktere aller Zeiten.
      Was mich am meisten und vor allem nachhaltig gestört hat und immer noch sauer aufstößt ist die immer weiter ansteigende Welle von Grausamkeiten und Brutalität, die mich zum Ende hin schon sehr mitgenommen hat. Zeitweise musste ich das Buch eine Weile beiseite legen bis ich weiterlesen konnte, bzw. wollte.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      Dreenan Kel Zalan schrieb:


      Was mich am meisten und vor allem nachhaltig gestört hat und immer noch sauer aufstößt ist die immer weiter ansteigende Welle von Grausamkeiten und Brutalität, die mich zum Ende hin schon sehr mitgenommen hat. Zeitweise musste ich das Buch eine Weile beiseite legen bis ich weiterlesen konnte, bzw. wollte.

      Ja, das hat mich auch gestört, wie in meinem Post zu Hetans Schicksal weiter oben vielleicht auch deutlich wurde. :whistling:
      Erikson wurde irgendwie mit der Zeit immer expliziter in der Gewaltbeschreibung und hebt dann auch nochmal jedes kleine grausame Detail hervor. Weiß nicht ob das immer so sein musste, aber ok.

      zu den Charakteren: Ich muss vielleicht ein wenig relativieren. Wenn ich sage ich konnte mit keinem so richtig was anfangen heißt das nicht, dass mich keine Passage emotional berührt hat. Das stimmt so natürlich nicht. Aber das hat irgendwie, zumindest bei mir, nicht viel mit guter Charakterzeichnung zu tun, sondern eher damit, dass ich die Charaktere schon gefühlte Ewigkeiten kenne und deren Schicksal mich darum nicht kaltgelassen hat und/oder weil Eriksons gezwungen-epischer Erzählstil an bestimmten Stellen überaschenderweise einfach sau gut gepasst hat.
      Seltsam ist auch, dass Erikson einige Charaktere einführt die geradzu danach schreien Identifikationsfiguren zu sein, aber nie wirklich ausgebaut werden oder zumindest nicht genug. Ich denke da z.b. vor allem an Ganoes Paran und Whiskeyjack(vielleicht noch Kalam und Quick Ben). Aber er verweilt nie lange bei diesen Figuren, gibt ihnen nie die nötige hm ja.. Farbe?, weiß grad nicht wie ich es nennen soll, man kriegt sie halt einfach nie so richtig zu fassen. WJ stirbt viel zu früh und abrupt und Paran ist später kaum noch zu sehen. Ich verstehe einfach nicht warum.
      Gut, gegen Ende haben wir dann Fiddler, der sich dann so ein bisschen zur geheimen Hauptfigur mausert, aber es ist mir dann einfach zu wenig, zu spät.

      Einblicke, Zwischentöne: Ich verstehe was du meinst. Ich hatte hier aber immer meine Probleme. Für mich war manchmal das gezeigte Innenleben nicht mit den Handlungen der Charaktere in Einklang zu bringen. Alles ist immer so schwammig und geschwollen und aufgebauscht... ach ich weiß auch nicht. Es hat bei mir einfach nicht gewirkt. Das wirds einfach sein.

      zu Karsa... hm ja... Ich fand ihn wegen seiner Geradlinigkeit sehr spassig. Er ist so stur das es schon lachhaft ist. Kann aber sehr gut nachvollziehen ihn nicht zu mögen. :D

      Oh, mir fällt gerade ein, dass ich etwas sehr wichtiges in meinem Fazit vergessen habe: den Humor! Ja, ich musste tatsächlich das ein oder andere mal auflachen beim lesen. Es ist zwar oft ein eher holpriger Humor, aber es gibt auch echt geniale Stellen. Und die sehr einzigartige weise wie Charaktere in Eriksons Welt fluchen ließ mich auch sehr oft schmunzeln. "Hoods Ball on a burning Stick!" Super! Tehol und Bagg sind wohl die offensichtlichsten Beispiele für Eriksons Humor, aber dies ist ein Merkmal was sich durch die gesamte Reihe hindurchzieht und für mich ein fester Bestandteil der Saga ist. Fand ich ebenfalls gut.
      Ich habe im Februar den 'The Crippled God' fertig gelesen und muss sagen, ich war sehr zwiegespalten.
      Zum Einen fand ich es fantastisch, wie Erikson einen Großteil der Handlungsstränge zu einem für mich recht angenehmen und ausreichend schlüssigen Ende führen konnte. Ein paar Details haben mich an diesem Ende zwar etwas gestört.
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      Warum musste der Crippled God nun sterben? Hab ich da irgendwas nicht mitbekommen?
      Warum ist Hetan auf einmal wieder lebendig? Was hat das für einen Zweck? Warum überhaupt so eine grausame Hinrichtung, wenn sie sowieso vergessen, alle Beteiligten tot und die Hingerichtete wieder lebendig wird?
      Und, warum müssen die malazanischen Soldaten so ein rührseliges Ende-Gut-Alles-Gut-Ding bekommen?


      Außerdem hatte ich bei einigen Figuren das Gefühl, dass hastig noch irgendein Ende für den Handlungsstrang her musste, Crokus und Sorry zum Beispiel, das fand ich so lala, da hätte ich mir entweder mehr, oder gar nichts gewünscht.

      Ein paar Handlungsstränge bleiben offen, gerade die vielen Figuren, die im vorangegangenen Roman in Darujistan platziert wurden, im Finale aber keine große Rolle spielten. Envy und die Seguleh, Karsas Töchter usw.

      Ich habe gelesen, es soll eine Toblakai-Trilogie von Eriksson geplant sein. Weiß irgendjemand etwas darüber?
      Wenn die sich um Karsa Orlong drehen und nach dem MBotF einsetzen sollte, dann würde mich das natürlich über die offenen Handlungsstränge hinwegtrösten.

      WolfsReign schrieb:

      Ja, das hat mich auch gestört, wie in meinem Post zu Hetans Schicksal weiter oben vielleicht auch deutlich wurde. :whistling:
      Erikson wurde irgendwie mit der Zeit immer expliziter in der Gewaltbeschreibung und hebt dann auch nochmal jedes kleine grausame Detail hervor. Weiß nicht ob das immer so sein musste, aber ok.
      Die Gewalttätigkeit, da muss ich auf jeden Fall zustimmen, war zuweilen recht krass. Ich würde aber nicht sagen, dass sie zum Ende zugenommen hat, schon der zweite und dritte Band waren da sehr kompromisslos. Gerade das Ende der Chain of Dogs und der Kannibalismus, Dead Seed usw. hat mich schon mitgenommen.
      Ich bin aber nicht sicher, ob mich das wirklich gestört hat, oder ob ich nur die Vorstellung davon schlimm fand. Im Prinzip hatte ich immer wieder vergleichbare historische Ereignisse vor Augen, von denen wie ich glaube ja auch einiges in den Büchern inspieriert ist. Da kommt der Anthropologe in Erikson quasi zum Vorschein. Nunja ich wage mal kein Urteil, nur meine Meinung, wie gesagt, dass die Gewalt in den Büchern konstant gegenwärtig war.
      Spatzen werden nie verstehen, warum Adler höher fliegen als Kirschbäume wachsen.

      Gittes schrieb:


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      Warum musste der Crippled God nun sterben? Hab ich da irgendwas nicht mitbekommen?
      Warum ist Hetan auf einmal wieder lebendig? Was hat das für einen Zweck? Warum überhaupt so eine grausame Hinrichtung, wenn sie sowieso vergessen, alle Beteiligten tot und die Hingerichtete wieder lebendig wird?
      Und, warum müssen die malazanischen Soldaten so ein rührseliges Ende-Gut-Alles-Gut-Ding bekommen?


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      Weil er nicht dorthin gehört. Wäre er frei, verbliebe er jedoch immer noch in der Welt Wu. Und alle die anreisenden Seelen würde auf diese Welt stürzen und sie vielleicht vernichten !? So zumindest hab ich das verstanden.
      Hetan ist wieder on the Road, weil Toc meinte, das seinem Freund Tool schuldig zu sein. Und Toc ist ja zusammen mit Whiskeyjack und co. jetzt für die Deathrealm verantwortlich, oder? Somit stand das in seiner Macht.
      Aber ehrlich fand ich diesen Teil ziemlich blöd. Von mir aus hätte Hetan auch tot bleiben sollen.
      Naja und das Ende-Gut-Alles-Gut haben sich die surviving Malazans ja auch wirklich verdient. Naja ausser Tavore, der hätte ich ein tratagisches "huch, nun auch noch den Bruder erschlagen"-Ende wirklich zugetraut. Würde die Tragik dieser Person nochmal quadrieren.


      Bin ansonsten echt begeistert vom Ende. Hat sich wirklich gelohnt, sich dieses Werk in teils doch schwerem Englisch reinzuziehen.
      Avatare sind auch nur Täuschkörper!
      So, nun bin ich ja auch mitten im letzten Band von Esslemont und muss sagen, dass der zusammen mit RotCG wohl zu Esslemonts besten zählt.
      Das Ende verspricht jedenfalls sehr sehr gut zu werden.
      Ich hab zwar noch keinen Hinweis darauf gefunden, warum nun Assail gerade als der gefährlichste Kontinent gilt, aber zumindest die Vernichtung zahlloser T'Lan Imass durch die menschlichen Assails scheint mir bis jetzt halbwegs plausibel. Mal sehen, was dazu noch kommt.
      Nach dem eher schnöden Orb Szeptre Throne und dem trägen, wenn auch sehr interessanten, Blood and Bone geht Assail von Anfang an richtig gut ab und hält bis jetzt (also Mitte) bei ausnahmslos allen Strängen das Feuer am laufen.

      edit:
      Durch. Es lohnt sich. Das Ende der kompletten bisheriegen Malazan-Reihe bietet wirklich nochmal sehr geniale Enthüllungen, von der mich zum indest eine wirklich überrascht hat. Eine andere ahnt man ja bereits, wenn man aufmerksam mitliesst.
      Abschliessend würd ich sagen, dass ist Esslemonts bestes Buch. Wer sich also neben Erikson noch die Bücher von Esslemont antun möchte, sollte unbedingt durchhalten. Assail lohnt sich sowas von.
      Avatare sind auch nur Täuschkörper!

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      Die Kharkanas-Triologie hab ich noch nicht angefangen, aber mit Deadhouse Landing folgt ja nun der 2. Teil des Prequels zu Kellanved and Dancer.
      Dancers Lament war dabei eines der besseren Bücher von Esslemont und daher hoffe ich auf ein starkes Abenteuer in Malaz-City. Auf jeden Fall werden Surly und Tayshrenn dazukommen, worauf ich sehr gespannt bin.
      Avatare sind auch nur Täuschkörper!
      Durch. Sehr sehr schönes Buch. Man erlebt die Geburtswehen der Malazan Old Guard. Besonders die Verknüpung einzelner Handlungsstränge zu Einzelheiten der späteren Hauptreihe ist hier noch auffallender als in Dancers Lament.
      Ich will nicht zu viel spoilern, aber der Einfluss vom Crippled God und die Handlungen von Hood in der Hauptreihe finden hier bereits ihre ersten erkennbaren Ansätze. Wunderbar angedeutet und sehr kurzweilig geschrieben.
      Avatare sind auch nur Täuschkörper!
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