Daenerys Targaryen

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      Da hier derzeit wenig los ist, habe ich mal etwas im allgemeinen Serienbereich geschnüffelt, und bin über diese Perle gestolpert.

      Beren Stark wrote:

      Dany ist eine aufgeblasene Masturbationsfantasie, die einen eigenen Handlungsstrang bekommen hat, weil Gründe.

      Da ich die verbreitete Antipathie gegenüber Dany sowieso nicht ganz nachvollziehen kann, nehme ich den konkreten Fall mal als Anlass, um eine Gegenrede zu verfassen. Wahrscheinlich alles schon mal da gewesen, aber was solls. Wer Lust hat, kann gerne darauf eingehen.

      Erstmal zu "aufgeblasene Masturbationsfantasie"... Wow, starker Tobak.
      Warum diese Bezeichnung? Wieso wird ausgerechnet Dany von Beren (und womöglich anderen) so gesehen? Ich möchte im folgenden mal mögliche Gründe benennen, und versuchen darzustellen, warum ich das anders sehe.

      1. Schönheit
      Dany wird uns als schön präsentiert. Wie viele Targs hat sie besondere Merkmale, die sie attraktiv, außergewöhnlich, und für viele Männer begehrenswert macht. Na und?
      Mal abgeshen davon, dass Schönheit subjektiv ist, Jon, Robb, Theon, Renly, Gendry und andere werden auch als attraktiv beschrieben. Jaime und Loras sogar als außergewöhnlich "schön", was für männliche Charaktere wohl noch einmal eine andere Stufe ist. Bei diesen Charakteren höre ich nichts in der Richtung wie oben. Vielleicht weil sie männlich sind?
      Cat ist attraktiv, Cersei ist wie ihr Zwilling außergewöhnlich schön. Sansa ist ein ungewöhnlich hübsches Mädchen, welches während der Geschichte ihr "sexuelles Erwachen" hat, und zu einer schönen jungen Frau wird, die in ihrer Umgebung Begehren weckt. Keiner dieser weiblichen Charaktere wird meines Wissens nach mit ähnlichen Phrasen bedacht wie Dany. An ihrem Aussehen, bzw. Schönheit kann man es wohl nicht festmachen.

      2. Sex-"Allgemein"
      Dany hat Sex. Unterscheidet sie das irgendwie von den anderen Charakteren? Jon, Tyrion, Jaime, Cersei, Cat (quasi), Victarion, Asha, Theon, alles POV`s die Sex haben. Und bei den anderen POV`s spielt Sex ebenfalls eine Rolle. Sei es zB. Bran entwickelt eine romantische Verehrung für Meera, oder Barristans schmachtende Erinnerung in Richtung Ashara Dayne. Bei Feuchthaar und Arya (indirekt) wird sexuelle Gewalt und Missbrauch geschildert.
      Sex spielt also für so ziemlich alle Charaktere eine Rolle. Ist für mich auch nur natürlich, da menschlich.
      Ist hier also ein Hinweis darauf zu finden, dass Dany derart harsch und gesondert beurteilt wird? Ich finde nichts.

      3. Sex-"Häufigkeit"
      Da braucht man nicht viel zu schreiben, Dany hat viele sexuelle Erlebnisse. Ich habe es nicht genau abgezählt, aber Pi mal Daumen dürfte sie die meißten haben. Oder? Tyrions zahlreiche Erlebnisse mit Shae, dazu die beiden Sklavinnen in Essos, da müsste er mit Dany quantitativ in etwa gleich ziehen.
      Wird Tyrion deswegen zu einer "aufgeblasenen Masturbationsfantasie"? Wohl eher nicht. Daran kann es also auch nicht liegen.

      4.Sex-"Bedeutung/Sinn"
      Dany ist also attraktiv und hat öfter sexuelle Begegnungen. Aber sind das sinnlose Passagen, die lediglich irgendwelche Fantasien bedienen sollen? Meiner Meinung nach nicht.
      Ihre Entjungferung zeigt ihr (und dem Leser), dass Drogo kein stummer und empathieloser "Wilder" ist, sondern zumindest dazu in der Lage ist, einfühlsam zu sein.
      Der "Unterricht" bei Doreah ist auch nicht bedeutungslos. Dany leidet in ihrer Anfangszeit bei den Dothraki sehr, ihr bleiben nun drei Möglichkeiten. Entweder sie ergibt sich in ihr Schicksal und leidet weiter, mit der Hoffnung dass es von alleine besser wird (von mir auch gerne die Sansa-Variante genannt), Selbstmord, oder sie wird aktiv. Also handelt sie, um ihre Lage zu verbessern. Aufgrund ihrer Stellung/Situation kann das nur über Khal Drogo gehen. Und wie soll sie eine Bindung aufbauen? Da bleiben nur Sprache und Sex. Dany hat bei ihren Zofen übrigens auch Sprachunterricht, aber der Khal zeigt nunmal kein Interesse an einer Diskussion über Poesie oder Politik mit ihr. So nutzt sie lediglich, was ihr möglich ist, um ihre Lage zu verbessern.
      Die lesbische Erfahrung mit einer der Dothraki Zofen vermittelte zumindest mir lediglich ein Gefühl von Einsamkeit und Leere, was mMn auch Sinn der Sache ist. Cersei (die mMn ein weit simplerer und einfallsloser Charakter ist) hat eine ähnlich angelegte Erfahrung mit Taena Sonnwetter, wenn auch weit ausführlicher geschildert. In beiden Fällen geht es den POV`s nicht um Lust (bzw. die Initiative geht bei Dany nicht von ihr aus), und die Szenen werden zur Weiterbildung der Charaktere genutzt. Ist es unbedingt auf diese Art und Weise nötig? Vermutlich nicht. Aber sie sind auch mehr als eine Porno-ähnliche Bedienung von Männerfantasien.
      Daario ist der erste Partner den sich Dany selbst auswählt. Er steht für mich mit dafür, dass Dany nun anfängt ihren eigenen, selbstbestimmten Weg zu gehen. Der Wechsel zu Hizdahr steht dafür, dass sie beginnt Verantwortung zu übernehmen, und ihre eigenen Wünsche hinten an stellt, und im Endeffekt vom ihren Weg abkommt.

      Mein Fazit insgesamt; Wer Dany im Lied irgendwie gesondert herausnimmt, und dann wie weiter oben zitiert bezeichnet, hat mMn ein Problem mit weiblichen Figuren.
      Dany ist zu Beginn eine attraktive junge Frau in einer misslichen Lage,unfrei ihren eigenen Weg zu wählen. Sie entwickelt und befreit sich (über Mary-Sueigkeit, und vermeintliche Perfektion ein anderes mal). Wer einen solchen Charakter als leere, bzw. überzeichnete, Sexfantasie abtut, handelt beinahe sexistisch. Oder darf eine Frau nicht attraktiv und gleichzeitig "aktiv" und "selbstbestimmt" sein? Dabei sogar (eventuell, ist schließlich offen) eine Heldin sein? Muss sie gleich auf eine wandelnde Sexfantasie reduziert werden? Wäre es besser, sie wäre hässlich? Oder ein Mann? Ich vermute, dann hätte niemand von einer "Masturbationsvorlage" geschrieben.

      So, das wurde jetzt weit länger als gedacht...

      Zu Danys Handlung und "Gründe"...
      Ja, Danys Handlung hat auf die vermeintliche "Haupthandlung", das ringen um den eisernen Thron, bislang keinen Einfluss. Höchstens indirekt und ein wenig, durch (f)Aegon und die von Varys betriebene Verschwörerei. Aber wem geht es quasi genau so? Jon Schnee. Über den habe ich deswegen bislang keine Klagen gehört. Aber er ist halt ein junger, attraktiver Mann, der nur noch am Leben ist, weil eine Wildlingsdame sich Hals über Kopf in sein hübsches Gesicht verknallt hat. Aber das ist scheinbar alles nicht so von Bedeutung, da Mann.
      Es ist bis jetzt zwar nur Spekulation, aber ich bin mir sicher, dass Dany im Finale eine tragende Rolle spielen wird. Drachen, Drachenblut/Königsblut, all dies wird bestimmt noch eine Rolle spielen, wenn es um die Anderen geht.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Schöner Beitrag, Happy Time.
      Ausgangspunkt für dieses Urteil von Beren war eine Diskussion mit mir "Was ist ein starker Frauencharakter?" Da hat er mich zuerst an Keely überwiesen und nach dem Lesen seines Posts kam ich zum Schluss, hmm, das Problem mit den starken Frauencharaktern scheint mir ein eher Triviales zu sein, denn es gibt schon genügend "starke Frauencharaktere." Und dann wollte ich ihm beweisen, dass es im Lied mehr als genau gibt und Catelyn und auch Daenerys genannt.
      Ich würde den Begriff "Masturbationsfantasie" jetzt nicht unbedingt benutzen, er ist polemisch (ich mag allerdings Polemik) und ich gehe mal davon aus, man muss ihn im Kontext der Diskussion lesen.

      Ich versuche trotzdem eine Begründung für diese äh "Interpretation" von Dany zu liefern.
      Dein Beitrag reduziert eine, nennen wir es mal etwas freundlicher "Männerfantasie" oder "sexuell aufgeladene Mary-Sue" sehr stark auf Äußerlichkeiten und den Akt an sich und vergleicht dies mit anderen Charakteren. Zunächst aber noch mal zu anderen potentiellen Kandidatinnen für diesen Bereich:
      Sansa: In meinen Augen lässt sie sich nicht als erotischen Charakter betrachten, da sie zu Beginn noch ein Kind und dazu noch ein sehr realitätsfremdes und damit (auf sexueller Ebene) unschuldiges Kind ist. Sex erlebt sie eher als Bedrohung durch den Mörder ihres Vaters, durch Tyrion der sie anwidert oder durch potentielle Vergewaltigung und die Aussicht darauf ist durchgehend negativ besetzt. Ganz persönlich als Leser würde ich eher das Bedürfnis verspüren, Sansa vor jeglicher Form von Sex zu beschützen.
      Arya: Zu jung und später in Braavos zu abgedreht, da nicht mehr wirklich greifbar.
      Cersei: Finde ich ebenfalls schwierig, da der Charakter sehr negativ besetzt ist, bis hin zu wahnsinnig und alle sexuellen Darstellungen abstoßende Elemente enthalten; sei es Robert der besoffen auf sie klettert und sie faktisch vergewaltigt, Jaime mit dem sie Inzucht betreibt, Lancel, ebenfalls Inzucht, dazu noch "Verrat" auf mehreren Ebenen, Taena der gegenüber sie in erster Linie Macht ausübt und selbst nicht wirklich erregt wird. Das ist jetzt nicht die Art von Frau, die beim durchschnittlichen Leser große Zuneigung, gleich welcher Natur, erzeugen dürfte.
      Asha: Denke ich noch am ehesten, allerdings wird ihre Schönheit nicht herausgestrichen, eher eine Frau, die sich durch die Übernahme männlicher Eigenschaften emanzipiert, extrem unabhängig und dominant (nicht im sexuellen Sinne), hat gleichzeitig eine ernüchternde Vernunft (siehe die Szene, als sie ihre Beute von der Küste auskippt).
      Caitlyn: Sex geschieht für sie aus Pflicht und Vernunft, ihre Rolle sieht sie durch und durch als pflichtbewusste Ehefrau und Mutter, mit möglichst vielen Söhnen. Nach Westeros-Maßstäben nicht mehr die jüngste, fest verheiratet, von vermutlich unerschütterlicher Treue. Taugt auch nicht zum nachlechzen, Schönheit hin oder her.
      Arianne/Margaery: Erstere durchaus kurzfristig, aber insgesamt zu wenig präsent und Letztere in den Büchern nicht wirklich greifbar.
      Bzgl. der Männer: Jon ist viel zu nüchtern und unscheinbar, dazu permanent von Unsicherheiten geprägt und im Buch ähnelt er Ned, sicher das er dort besonders attraktiv ist? Ähnliches gilt für Robb, zu pflichtbewusst und auch viel zu selten präsent. Theon ist anfangs ein unappetitliches Arschloch und bald ein Eunuch, Jaime ist anfangs ein unappetitliches Arschloch, vögelt seine Schwester und ist bald ein tollpatschiger Zyniker. Gendry tritt in keiner Weise erotisch in Erscheinung, Attraktivität hin oder her. Renly und Loras sind vielleicht noch eher anschmachtbare Männer, aber mutmaßlich schwul und dazu noch ein ordentliches Stück Klischee-schwul (Renly interessiert sich stark für Mode...).

      Was macht nun eine Fantasie in so einem Epos aus, bzw. welche Eigenschaften hat Dany?
      1. Der Charakter muss zunächst positiv besetzt sein. Dany ist dies am Anfang ausschließlich, wir hatten ja auch schon häufiger die Diskussion, dass sie viel zu wenig negatives Feedback bekommt oder wenn dann von Figuren, deren Urteilsvermögen durch ihre Rolle stark relativiert wird (Sklavenhalter...). Ansonsten tritt Dany immer als Kämpferin für den "gerechten Weg" auf, ihr wird scheinbar Unrecht angetan und man ist als Leser schnell auf ihrer Seite.
      2. Attraktivität; ohnehin keine Frage, aber bei Dany ein außergewöhnliches Äußeres, exotische Eigenschaften die sehr selten sind. Die Schönheit ist nicht verblasst (Cersei), nicht nüchtern (Caitlyn), nicht nur wollüstig (Arianne), nicht kindlich (Sansa). Mehrfach wird sie die schönste Frau der Welt genannt. Sie ist nicht einfach nur schön, wie es typisch für adelige Frauen zu sein scheint, sondern so außergewöhnlich schön und begehrenswert, dass sie wo auch immer männliche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nebenbei ist sie noch jung aber kein Kind mehr.
      3. Sex; für Dany ist Sex etwas (fast) ausschließlich positives. Klar, anfangs hat sie etwas Angst vor Drogo, aber auch das relativiert sich sehr schnell und ist bei weitem nicht vergleichbar mit Sansas Lage. Aber dann? Drogo ist sanft und sie wird trotz ihres Angst erregt, dann lernt sie von Doreah, was ihr auch nicht wirklich unangenehm ist, dann hat sie dieses extreme Erleben mit Drogo, später lesbischen Sex mit Irri (oder wars die Andere), der ihr gefällt, aber bei dem sie sich nach einem Mann sehnt, dann Daario, den sie begehrt und schließlich noch Hizdahr, den sie ursprünglich nicht wollte, aber selbst bei ihm wünscht sie sich "das er sie noch mal fickt" (weil sie nicht schlafen kann).
      4. Abenteuer; Dany hat etwas glamourhaftes, abenteuerliches, das Mädel das um die Welt reist, Städte plündert, Armeen befehligt, sich von unten nach oben kämpft, Widerstände überwindet, als Königin, als Drachenkönigin regiert, auf Drachen reitet, sich Menschen gefügig macht, dadurch für Außenstehende unnahbar und schwer zu erobern ist und im Privaten dann trotzdem "Daddy`s girl", trotzig, manchmal ängstlich, will ihre Wünsche unbedingt erfüllt haben, aber auch sehr sanft (siehe die Behandlung ihrer Geiseln).
      5. Positives Feedback; noch mal detaillierter, Dany erobert sehr schnell Fürsprecher und besonders Männer verfallen ihr permanent. Jorah verliebt sich rasend schnell in sie, Drogo kriegt sie mit der richtigen Stellung, Daario verfällt ihr Ohne Weiteres, Euron will sie, Victarion lechzt nach ihr, wer ihr sexuell nicht verfällt ist schwul (Xaro und der will sie trotzdem heiraten) oder wie Barristan ein alter ehrenwerter Ritter dem sowas natürlich nicht einfällt. Ansonsten sprechen überall auf der Welt Männer von der schönsten Frau der Welt, der Drachenkönigin, manche wollen sie heiraten und ihre männlichen Feinde möchten sie vergewaltigen, sexuell unterwerfen.

      Dieses Gesamtbild ergibt dann eine Männerfantasie, nicht einzelne erotische Szenen oder Schönheit, die im nächsten Kapitel durch wahnsinniges Tun, Inzucht, oder sexuelle Bedrohung relativiert werden.
      mit den worten von Marv aus Sin City-
      "wert für sie zu sterben, wert für sie zu morden, wert für sie zur hölle zu fahren."

      man kann sie wohl nur lieben oder hassen. ich gehöre natürlich zu ersteren, sie ist es die ich am ende auf diesem verdammten stuhl haben will. leider wird der gute GRRM mir diesen wunsch nicht erfüllen, und dafür hasse ich ihn.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      el_drogo wrote:

      mit den worten von Marv aus Sin City-
      "wert für sie zu sterben, wert für sie zu morden, wert für sie zur hölle zu fahren."

      man kann sie wohl nur lieben oder hassen. ich gehöre natürlich zu ersteren, sie ist es die ich am ende auf diesem verdammten stuhl haben will. leider wird der gute GRRM mir diesen wunsch nicht erfüllen, und dafür hasse ich ihn.


      Schreib sie nicht zu früh ab. ;) Das letzte Wort ist noch nicht geschrieben, und bis dahin können wir nur mutmaßen.
      Dany ist für mich unfähig und noch dazu grausam. Wenn man die Geschichten der anderen Charaktere durchsieht hat eigentlich jeder so viel erleiden müssen. Ihr fliegt das alles mehr oder weniger zu. Noch dazu ranken sich um sie Prophezeiungen (House of Undying, Quithe, Aemon) die suggerieren sie sei die Retterin. Ich frage mich je weiter die Geschichte fortschreitet was sie denn bitte in Westeros will. Sie ist fremd dort, sie kennt die Gebräuche nicht und nur weil sie der Meinung ist vom Geburtsrecht her stünde der Thron ihr zu will sie Krieg dorthin tragen? Der Winter naht und die Bevölkerung hat eigentlich besseres zu tun als sich für irgendwelche Herrscher die Köppe einzuschlagen.

      Der Thron wurde doch erst von Aegon dem EROBERER erobert bzw. eingeführt. Soweit ich das verstanden habe, waren die 7 Königslande eben wirklich 7 Königreiche? Tja er wurde von Robert Baratheon erobert, für mich wäre somit ein Baratheon nun der rechtmäßige Erbe. Soll sie sich doch den Thron wieder erobern, dann wäre sie aber bis zum Erfolg zunächst eine Aufständische und Invasorin.

      Ich würde mir wünschen dass sie am Ende einsieht dass sie in Westeros nichts verloren hat und lieber wieder in die Sklavenbucht geht und dort einen gerechten Staat aufbaut. Wenn sie Meereen verlässt wird doch früher oder später alles wieder werden wie vorher. Hätte sie sich doch dann ganz sparen können!
      Dany ist weder grausam noch unfähig. sie ist ein Produkt ihres Umfeldes. der drang den eisernen Thron zu erobern ist der Tatsache geschuldet, dass ihr das ihr naiver und schwachsinniger bruder von der wiege an eingebläut hat und dass sie keine konkrete Vorstellung davon hat, was für ein könig ihr vater wirklich war, schließlich glaubt sie ja dass ihre Familie des throns unrechtmäßig beraubt und ermordet wurde (auch wenn sie wohl zum teil die augen vor der Realität verschließt). sie fühlt sich dafür verantwortlich das Vermächtnis zurückzuerobern und trägt diese bürde mit allen Konsequenzen.
      natürlich trifft Dany im laufe der geschichte einige fragwürdige Entscheidungen, doch man darf dabei niemals vergessen dass sie eigentlich noch ein kind ist und nach dem richtigen weg sucht. immerhin ist sie aufrichtig genug um zu reflektieren und sich selbst zu hinterfragen, was man anhand zahlreicher innerer Monologe feststellen kann. wenn man die umstände bedenkt, ist sie dabei letzthin doch im stande, ein meiner Meinung nach einigermaßen akzeptables bild von recht und unrecht im Kontext ihrer zeit und im rahmen ihres grausamen und intriganten umfeldes zu schärfen, sie agiert stets nach bestem wissen und gewissen und nicht etwa aufgrund üblicher Motive wie Habgier, Reichtum oder Macht. ihr hauptantrieb ist ihr Pflichtgefühl.
      Dany ist trotz ihres sehr jungen alters bereit große Verantwortung zu übernehmen und auch zu tragen, das erkennt man auch daran, dass sie bereit ist jemanden zu heiraten der sie nicht interessiert und dieser schritt sie auch wieder um Lichtjahre von ihrem eigentlichen ziel (Westeros) entfernt. sie ist sich durchaus im klaren dass ihre gewonnene macht auch Verantwortung mit sich bringt und diese Konsequenzen trägt sie dann auch.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      el_drogo wrote:

      Dany ist weder grausam noch unfähig. sie ist ein Produkt ihres Umfeldes. der drang den eisernen Thron zu erobern ist der Tatsache geschuldet, dass ihr das ihr naiver und schwachsinniger bruder von der wiege an eingebläut hat und dass sie keine konkrete Vorstellung davon hat, was für ein könig ihr vater wirklich war, schließlich glaubt sie ja dass ihre Familie des throns unrechtmäßig beraubt und ermordet wurde (auch wenn sie wohl zum teil die augen vor der Realität verschließt). sie fühlt sich dafür verantwortlich das Vermächtnis zurückzuerobern und trägt diese bürde mit allen Konsequenzen.
      natürlich trifft Dany im laufe der geschichte einige fragwürdige Entscheidungen, doch man darf dabei niemals vergessen dass sie eigentlich noch ein kind ist und nach dem richtigen weg sucht. immerhin ist sie aufrichtig genug um zu reflektieren und sich selbst zu hinterfragen, was man anhand zahlreicher innerer Monologe feststellen kann. wenn man die umstände bedenkt, ist sie dabei letzthin doch im stande, ein meiner Meinung nach einigermaßen akzeptables bild von recht und unrecht im Kontext ihrer zeit und im rahmen ihres grausamen und intriganten umfeldes zu schärfen, sie agiert stets nach bestem wissen und gewissen und nicht etwa aufgrund üblicher Motive wie Habgier, Reichtum oder Macht. ihr hauptantrieb ist ihr Pflichtgefühl.
      Dany ist trotz ihres sehr jungen alters bereit große Verantwortung zu übernehmen und auch zu tragen, das erkennt man auch daran, dass sie bereit ist jemanden zu heiraten der sie nicht interessiert und dieser schritt sie auch wieder um Lichtjahre von ihrem eigentlichen ziel (Westeros) entfernt. sie ist sich durchaus im klaren dass ihre gewonnene macht auch Verantwortung mit sich bringt und diese Konsequenzen trägt sie dann auch.


      Ich bekräftige auch nochmal, dass ein solcher Drang durchaus nicht absurd ist. Ich selbst kann den Stammbaum meiner Familie relativ weit zurückverfolgen, wir haben auch ein Familienwappen und viele Mitglieder meiner Familie waren im preußischen Diplomaten- und Staatsdienst und besaßen große Ländereien, einer wurde gar geadelt. Im 2. Weltkrieg ging dieser Reichtum komplett verloren. Aus meinem Familienzweig bin ich sogar der letzte männliche Nachkomme. Wenn man sich sowas durchliest, entwickelt sich von selbst ein Ehrgeiz, diesem Erbe in irgendeiner Form gerecht zu werden, und das dann erst recht in einer Zeit wie im Mittelalter, in der all dies noch viel mehr zählte als heutzutage.
      Wenn ich nicht vom Blut des Drachen wäre, dachte sie wehmütig, könnte das hier meine Heimat sein. Sie war Khaleesi, hatte einen starken Mann, zudem ein schnelles Pferd, Frauen, die ihr dienten, Krieger, die sie schützten, einen Ehrenplatz unter den Dosh Khaleen, der im Alter auf sie wartete... und in ihrem Schoß wuchs ein Sohn, der eines Tages die Welt reiten würde. Das sollte jeder Frau genügen... doch nicht dem Drachen. Nachdem Viserys fort war, blieb nur Dany als Letzte, als Allerletzte. Sie war die Saat von Königen und Eroberern und so auch das Kind in ihr. Das durfte sie niemals vergessen.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      ich weiß nicht genau ob das eher in einen passenden reread-thread soll, ich denke dass es aber auch hier auch ganz gut hinein passt (ansonsten bitte einfach verschieben).

      mir ist am Ende des ersten Bandes (da ich die bücher in der deutschen 2-geteilten version lese also im grunde am ende des zweiten bandes) etwas aufgefallen. als Dany nach den Ereignissen mit Mirri Maz Durr und dem Verlust ihres Sohnes allmählich wieder zu Kräften kommt erkundigt sie sich ja bei Rakharo was mit Eroeh passiert ist (dem Mädchen, dass sie beim Überfall der Lämmermenschen vor weiteren Vergewaltigungen gerettet und zu ihrerer persönlichen "Sklavin" gemacht hat).
      Rhakaro erzählt ihr darauf hin:
      Mago hat sie sich geholt, der jetzt Khal Jhaqos Blutreiter ist... Er hat sie von allen Seiten bestiegen und dann seinem Khal geschenkt, und Jhaqo hat sie an seine anderen Blutreiter weitergeriecht. Sie waren zu sechst. Als sie mit ihr fertig waren, haben sie ihr die Kehle durchgeschnitten... Es war ihr Schicksal, Khaleesi

      Darauf hin antwortet Dany:
      Es war ein grausames Schicksal... und doch nicht so grausam, wie Magos werden wird. Das verspreche ich Euch, bei den Alten Göttern und den neuen, beim Lämmergott und Pferdegott und allen Göttern, die es gibt. Ich schwöre es bei der Mutter aller Berge und beim Schoß der Welt. Wenn ich mit ihnen fertig bin, werden Mago und Ko Jhaqo um die Gnade winseln, die sie Eroeh haben angedeihen lassen.

      nun frage ich mich- da Dany ja am Ende des letzten Bandes von Jhaqo und weiteren Reitern seines Khalasaars gefunden wird- glaubt ihr, dass Dany sich ihres Versprechens noch erinnert und es einhalten wird?
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.