Fussball-News

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      Abwarten. So wirklich viel gerissen hat der Titz zumindest auf dem Papier nicht. Spiele vom HSV hab ich natürlich nicht gesehen, aber wenn die Spielweise keine Hoffnung auf Besserung macht, kann man schonmal reagieren. Daß man nur 2 Punkte auf Platz 1 zurückliegt, liegt halt auch daran, daß die anderen Favoriten ebenfalls nicht sonderlich überzeugen.
      Ein Punkteschnitt von 1,8/Spiel hat in den letzten 10 Jahren nur einmal zum direkten Aufstieg gereicht. In ca. der Hälfte der Saisons wäre man damit nichtmals auf Platz 3 gekommen.

      Rein statistisch finde die Entscheidung daher nicht so komplett absurd. Spielweise kann ich wie gesagt nicht beurteilen, aber sich mit dem Kader 0:5 von Regensburg abschiessen zu lassen oder die Tatsache, daß nur die Abstiegsränge weniger Tore geschossen haben, ist für mich jetzt auch kein Anzeichen, daß Titz einen Spielplan hat, der auch wirklich funktioniert.
      Mainstream commercial nihilism can't be trusted?!
      Ich sehe das zumindest in Ansätzen wie SerSeppel. Klar sind 2 Punkte auf Platz 1 nicht viel - aber das kann halt nicht der Anspruch sein. Mit dem Kader muss der HSV die 2. Liga eigentlich dominieren - so wie Hertha vor einigen Jahren im Prinzip 2x. Die sind auch quasi mit einem Erstliga-Kader angetreten und da bestand von Anfang an kein Zweifel daran, wer das Maß der Dinge in der Unterklasse ist. Und das ist beim HSV einfach nicht zu sehen, obwohl eben der Kader eigentlich auch mehr oder weniger zusammengehalten wurde und auf dem Papier um Klassen besser ist als der Rest.
      "Dann geh. Es gibt andere Welten als diese."
      Nicht schlecht, Dortmund, wirklich nicht schlecht. Zumindest schon mal sieben Punkte in der CL-Gruppenphase mehr als letztes Jahr. ;)

      Und Atletico muss man erst mal vier Tore machen, Glück hin oder her, es ist ja nicht so, dass die in Spanien eine grottenschlechte Saison spielen würden.

      Das unterhaltsamste bei der Sky-Konferenz war aber trotzdem für mich das Schalke-Spiel. Wie der Kommentator permanent durch die Decke gegangen ist - sehr lustig. Der dürfte im königsblauen Dress kommentiert haben, weil obwohl die natürlich tatsächlich nur mit Pech und wenigstens einer zweifelhaften Schiri-Entscheidung nur mit einem Punkt aus Istanbul abgereist sind - so darf man ein Spiel eigentlich nicht kommentieren.
      Weltverschwörung überall, wo nicht Schalke ist.

      Im Abstiegskampf wäre es vielleicht eh besser, wenn Schalke im Frühjahr nicht allzuviel Mehrfachbelastung hat.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Da spielen heute zwei französische U-19 und U-21 Innenverteidiger, und ein Griezmann kriegt keinen Stich. Costa fällt auch mehr mit Fouls und Pöbelei auf.
      Selbst ein Götze spielt wieder ganz gut.
      Ich gehe jetzt leicht euphorisch zu Bett, Morgen heißt es dann wieder: Das nächste Spiel ist immer das schwerste.

      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      HappyTime wrote:

      Da spielen heute zwei französische U-19 und U-21 Innenverteidiger, und ein Griezmann kriegt keinen Stich.


      Tja, nichts muss geiler für les garcons gewesen sein als dieser Trikottausch. Nicht nur einem Idol begegen, sondern es auch abmontieren.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Endlich bin ich auch einmal in den Genuss gekommen ein Europacupspiel zu sehen und was Besseres ging fast gar nicht, als natürlich bei der Eintracht, dazu noch mit zypriotischer Beteiligung, nach dem WM-Spiel schon der zweite große Wunsch im Fußball, den ich mir erfüllt habe.
      Wunderbare Choreo vor dem Spiel, tolle Stimmung durchgehend, ausverkauftes Stadion. Der Sieg war absolut verdient gegen einen sehr offensivschwachen Gegner mit Apollon Limassol und mit 2:0 vielleicht sogar zu niedrig, denn in Halbzeit 2 gab es genügend Chancen, um wieder 7 Tore zu schießen. Limassol hatte nur eine Dreifachchance mit Pfosten, Latte und auf der Linie geklärt, ansonsten kam von denen überhaupt nichts.
      Und verrückterweise ist Frankfurt schon fast durch, wo doch fast jeder geunkt hat, dass die sowieso keine Punkte für Deutschland holen.
      Ist schon lustig, Ser Erryk, dass du dich doch noch für den "Cup der Verlierer" (Zitat Hoeneß) erwärmen kannst.

      Ich finde die Europa League schon deswegen gut, weil es Fans gibt, die das mal zu einer Auswärtsfahrt nützen können, die sonst nicht permanent die Möglichkeit dazu haben. Und statt Mainz oder Freiburg plötzlich nach Athen, Vilnius, Krakau, Bordeaux oder Trondheim fahren. Und vielleicht was lernen.

      Was allerdings die mit mir befreundeten Rapid-Fans aus dem Debakel in einer Kleinstadt namens Villareal in der Nähe von Valencia geistig mitgenommen haben, weiß ich nicht. Da der heutige Freitag unser Nationalfeiertag ist, kann ich nur hoffen:
      Einen Badetag! Ende Oktober im Mittelmeer.

      Hoch die Europa League!
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

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      Das ging damals 2009 los, als sich Anorthosis Famagusta als erstes Team überraschend für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert hat und eine äußerst erfolgreiche Gruppenphase gespielt hat und nur aufgrund von Kleinigkeiten am Achtelfinale gescheitert ist. Seitdem habe ich irgendwie ein Herz für zypriotische Mannschaften, die es doch recht oft durch starke Defensivleistungen geschafft haben auch die ganz Großen zu ärgern. Höhepunkt war natürlich APOEL, die 2011/12 bis ins Viertelfinale der Champions League kamen.
      Deswegen war das noch was ganz Besonderes, jetzt auch ein zypriotisches Team sehen zu können.
      Das war beim BvB wieder so ein Hauch der letzten Saisons, was die Chancenverwertung angeht. Dann auch noch ein wenig Pech, sowohl das Aberkannte Tor als auch die Situation die zum Elfmeter führten waren glaub ich schon auch Auslegungssache - wie es halt läuft wenn man gegen ein Team wie die Hertha die Chancen nicht reinmacht. Trotzdem wieder viele gute Ansätze, vielleicht lernt das Team ja auch daraus-und hoffentlich auch Zagadou, der mir in den letzten Spielen immer sehr gut gefiel. Jetzt wird es vor dem Spitzenspiel in 2 Wochen aufjedenfall wieder eng und spannend...
      Der Grund, warum ich soviel Verständnis für den Titz-Rauswurf habe: Ich bin seit vielen Spieltagen mit Markus Anfang unzufrieden. Ich erkenne keine Spielidee, keine taktische Überlegenheit, und sehe nicht, wo er aus dem Spielermaterial tatsächlich das Maximum rausholt. Statt dessen viele taktische Fehler, ein konzeptloses Offensivspiel und eine Defensive, die es ums Verrecken nicht hinkriegt, auch gegen harmloseste Gegner mal zu Null zu spielen.

      Ohne Teroddes unfassbaren Lauf (der scheinbar langsam seinem Ende zugeht), würde Köln derzeit im Tabellenmittelfeld rumdümpeln. Und das mit dem teuersten Kader der 2. Liga. Wahrscheinlich könnte ich als FC-Trainer das selbe rausholen, wenn ich vor dem Spiel "Gehts raus und spielt Fussball" sage. Das kann nicht das Ziel sein, wenn der Kader doppelt so teuer ist wie der des HSV und fünfmal so teuer wie der Durchschnitt der Liga.

      Und ja, es tut mir leid, daß im Fußball-Thread über Köln schreibe. Dafür bleibe ich im Rest des Forum sehr oft on-topic.
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      Welche Aufsteiger haben in der 2. Bundesliga spielerisch über die ganze Saison überzeugt und komplett dominiert. Wenn ich da an die Aufsteiger der letzten Jahre denke und wie Fans die Leistungen eingeschätzt haben, war meist der Tenor viele Krampfspiele nur dank individueller, besserer Qualität gewonnen.
      Das ist nunmal eine Kampfliga, wo die meisten Mannschaften sehr unbequem zu bespielen sind. Das werden die HSV-Fans und vielleicht auch deren Vorstand im Laufe der Saison noch kapieren, warum das die Kölner nicht wissen, nachdem sie die letzten 20 Jahre mehr 2. Liga als 1. Liga gespielt haben, verstehe ich aber nicht.

      Ser Erryk wrote:

      Welche Aufsteiger haben in der 2. Bundesliga spielerisch über die ganze Saison überzeugt und komplett dominiert. Wenn ich da an die Aufsteiger der letzten Jahre denke und wie Fans die Leistungen eingeschätzt haben, war meist der Tenor viele Krampfspiele nur dank individueller, besserer Qualität gewonnen.


      Mit kleinen Abstrichen imho durchaus Hertha BSC in den Saisons 2010/11 und 2012/13. Da bestand eigentlich von Beginn an nie so wirklich Zweifel daran, dass der Aufstieg nur über die Alte Dame gehen würde. Und deren Situation ist durchaus mit der des HSV vergleichbar. Wie Hertha hat eigentlich auch der HSV nen 1.-Liga-Kader in der 2. Liga. Da darf man sich eigentlich nicht so lange Schwächephasen mit erlauben. Dass es nicht immer super läuft, steht außer Frage. Aber nu ist mittlerweile bald die halbe Saison rum und Hamburg überzeugt einach nicht wirklich in Relation zu dem Spielermaterial, das sie zur Verfügung haben.
      "Dann geh. Es gibt andere Welten als diese."
      Ach, dieses ewige Kampf-Klischee ist mir zu billig. An mangelndem Einsatz liegt es nun wirklich nicht, daß mich die meisten Spiele nur semi-zufrieden zurücklassen. Sondern, wie bereits erwähnt, die taktischen Fehler und die falsche Spielidee.

      Beispielweise versucht die Mannschaft sich aus jeder Situation spielerisch mit kurzen Pässen zu befreien. So eine Art Tiki-Taka-Spielaufbau. Problem: Die Spieler sind technisch nicht gut genug. Wenn man im eigenen Defensivdrittel gepflegt hin- und herpassen möchte, dann ist jeder Fehlpass ein potentieller Gegentreffer. Und selbst nur leicht unpräzise Pässe oder eine dezent mißglückte Ballannahme führen sehr schnell dazu, daß der aktive Spieler in Bedrängnis gerät und die Gefahr auf einen Ballverlust steigt exponential. Man kann halt nicht mit dem Spielermaterial in der 2. Liga einen Fussball wie Barcelona spielen lassen.

      Die Trainer der anderen Mannschaften haben das längst erkannt und lassen alle sehr hoch und aggressiv pressen. Und das relativ risikofrei, weil sie wissen, daß Köln derzeit ums Verrecken keinen langen Ball spielt. Folge: Spielaufbau stockt, es geht kaum vorwärts und alle Nase lang wirds brandgefährlich, weil ein Querpass am eigenen Sechzehner beim Gegner landet. Die Ecke, die zum 0:1 am Samstag geführt hat, ist aus genau so einer Situation entstanden. I-Tüpfelchen: Den Spieler, der für diese Art von Fussball dank seiner Ballsicherheit am besten geeignet wäre (Koziello) hat Anfang praktisch komplett ignoriert.
      Nach vorne geht auch nichts, weil diejenigen, die den Angriff einleiten sollen, permanent unter Druck stehen und nicht die präzisen Pässe spielen können, aus denen die Offensivspieler dann gefährliche Situationen kreieren. Dabei hat man mit Terodde, Cordoba, Guirassy, Clemens, Höger, usw. eigentlich genug Spieler, die körperlich präsent genug sind, auch hohe Bälle zu verwerten. Eine Anpassung dieser offensichtlich disfunktionalen Taktik gibt es nicht. Warum auch, man steht ja auf Platz 1.

      Bin mal gespannt, wie das Spiel gegen den HSV ausgeht. Die bisherigen Gegner waren teilweise spielerisch zu limitiert, um aus den angebotenen Fehlern konsequent Kapital zu schlagen. Der HSV hat aber die spielerische Qualität, den FC richtig abzuschießen, wenn man es weiterhin mit dem Tiki-Taka versucht, anstatt sich an dem vorhandenen Spielermaterial auszurichten.
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      Das hört sich zusammengefaßt so an, dass Anfang genau den Fußball spielen läßt, den Stöger in Köln nie spielen lassen wollte, obwohl genau das sein Stil in seinem Jahr in Wien war, aber von Anfang an der Ansicht war, dass das mit dem Kölner Kader nicht geht.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      ssnake wrote:

      Das hört sich zusammengefaßt so an, dass Anfang genau den Fußball spielen läßt, den Stöger in Köln nie spielen lassen wollte, obwohl genau das sein Stil in seinem Jahr in Wien war, aber von Anfang an der Ansicht war, dass das mit dem Kölner Kader nicht geht.
      Schon etwas billig alles auf den Kader zu schieben um deinen Landsmann zu verteidiger. ;) Stöger hatte vier Jahre die Möglichkeit den Kader mit zu beeinflussen. Seine geniale Spielidee "alles auf Modeste und ein paar Gebete hinterherschicken" konnte eben nicht ewig gut gehen. Am Ende war er für den Abstieg mitverantwortlich, wenn nicht sogar hauptverantwortlich.

      Adi Hütter beweist momentan übrigens, dass man auch mit einer schwächeren Mannschaft guten Fußball spielen kann. Das ist spielerisch ein riesen Unterschied zwischen Frankfurt unter Hütter und Kovac. Sieht man jetzt auch in München, dass der Kroate überhaupt keine Offensiv - Idee hat. Mit dem Kader muss es erst schaffen so einen ideenlosen Fußball spielen zu lassen.
      Nanana, der Stöger hat die ersten beiden Saisons beim FC keinen Modeste zur Verfügung gehabt (eine davon dann auch in der Bundesliga) und trotzdem erfolgreich spielen lassen ;) Das war zwar nicht immer schön anzusehen, aber halt effektiv. Eine bombensichere Defensive und dann sehr schöne Konter. Da stimmte das Konzept, die Laufwege und die Abstimmung in der Mannschaft. Da steckte schon deutlich mehr hinter als "Alles auf Modeste".
      Daß er in der Zeit nach Modeste die falschen Entscheidungen getroffen hat (Auch hier ging er zu sehr auf Ballbesitzfussball, anstatt weiterhin auf stabile Defensive zu setzen), ist natürlich unbenommen. Ich gebe Schmadtke aber mindestens genausoviel schuld. Wie man die Modeste-Millionen dermassen ineffektiv verbrennen konnte, wird wohl auf ewig ein Mysterium bleiben. Wenn man sich anschaut, welche Perlen andere Mannschaften in der Zeit für deutlich weniger Geld geangelt haben ...
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      War überspitzt formuliert. Ich kann allgemein mit Trainern nichts anfangen, die gar nichts mit dem Ball anfangen können. Kompakt stehen und beim Ballgewinn umschalten ist für mich auf Dauer mäh. Genau so die Bälle nach vorne bolzen und auf die zweiten Bälle gehen, was Tedesco gestern abgefeiert hat. Um eine Mannschaft weiterzuentwickeln muss man irgendwann zwangsläufig Lösungen mit dem Ball finden. Es geht nicht um den Ballbesitz oder dass man zehn Meter vor der Mittellinie steht. Man kann auch mit 40% Ballbesitz etwas gefährliches mit dem Passspiel kreieren. Das unterscheidet halt mittelmäßige und Top Trainer. Weinzierl hatte in Augsburg Erfolg mit dem Umschaltspiel, kommt nach Schalke, muss Lösungen mit dem Ball finden und scheitert grandios. Dortmund unter Stöger war ein spielerisches Armutszeugnis, Bayern unter Kovac jetzt auch. Das alles kommt/kam nicht überraschend. Bei Nagelsmann oder Tuchel z.B sah man nach wenigen Spielen, dass Sie mehr drauf haben.
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