Fussball-News

      Legat ist durch seine Auftritte in bestimmten Trash-Promi-Formaten eigentlich für keinen seriösen Verein tragbar und dann könnte man besser Loddar nehmen. Der mag zwar in allen anderen Kategorien ein geistiger Tiefflieger sein, aber in Sachen Fußball kennt er sich aus. Ist bei ihm so etwas ähnlich wie mit Boris Becker.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Ich finde es immer interessant, dass viele Matthäus als Trainer für unterschätzt halten. Woher kommt diese Meinung? Wenn ich mir sein inhaltloses 0815 Gerede auf Sky anschaue (für mich kein Unterschied zu Effenberg) und es beispielsweise mit Interviews von Nagelsmann oder Tuchel zu taktischen Analysen etc. vergleiche, dann erkenne ich in diesem Punkt Welten zwischen einem Matthäus und Trainern die bewiesen haben, dass Sie einer Mannschaft erfolgreich eine Handschrift verleihen können.
      Wenn man sich die Trainerstationen von Loddar so ansieht, zieht sich Unseriösität einfach wie ein roter Faden durch die Karriere. Wenn irgendwas schief läuft, sind immer die anderen schuld, und seit dem letzten Engagement in Bulgarien greift ihn nicht einmal mehr jemand mit der Feuerzange an.

      Immerhin: Bei Rapid Wien ist er vermutlich unüberbietbare Legende, auch 15 Jahre später. ;)

      In positiver Hinsicht wohl auch bei Partizan Belgrad, aber das ist wirklich der einzige Ausreißer nach oben.

      de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Matth%C3%A4us
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Ich warte schon seit Jahren auf den einen Verein, der sich erbarmt Lothar Matthäus als Trainer einzustellen. Seine größte Leistung dürfte wohl sein damals Deutschland mit Ungarn 2:0 geschlagen zu haben.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Tja, wäre Loddar in Belgrad geblieben. Aber er wollte ja unbedingt nach Salzburg. 1. Beckenbauer meinte: Hier entsteht großes.
      2. Loddar dachte, Trappatoni wäre Sportdirektor und er Trainer. Oje.

      Das traurige ist ja: Nachdem Loddar kurz nach Saisonende ging, hätte er nur eine kurze Zeit warten müssen, dann hätte er Trap beerben können. 0:7 gegen den Ex-Verein - nämlich Rapid - und die Meisterschaft zu verlieren, obwohl das fünffache Budget zu haben, das hätte Loddar auch geschafft. Und im Gegensatz zu Trap hatte er eine Ahnung von modernem Fußball.

      Meinten damals viele Red-Bull-Jünger.

      Aber so ist Loddar. Vielleicht wäre er heute ein wichtiger Mann im Red-Bull-Geschäft, wenn ER nicht er wäre.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Tja, Stöger holt ein Unentschieden bei Schalke und ist anschließend Geschichte, war angeblich schon vorher vereinbart. (Was hätten die bei einem Sieg gemacht?)

      Liebe Kölner, hättet ihr das nicht schon im Oktober machen können? Dann hätte Österreich jetzt den Wunsch ÖFB-Trainer statt einer Verlegenheitslösung. X(
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Der Zeitpunkt ist jetzt schon seltsam, da hätte Köln schon vor Wochen reagieren müssen. Vermutlich ist es aber wegen dem sehr wichtigen Spiel nächste Woche gegen Freiburg.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Ich bin echt sauer. Was für eine vergeigte Saison. so kann man vier erfolgreiche Jahre einfach mal gegen die Wand fahren. Die Entlassung ist nur der traurige Höhepunkt. Diese lächerliche Aussage „Wir sehen von Spiel zu Spiel“, und dann dieser Zeitpunkt. Eins der besseren Spiele, alle kämpfen und rennen und stehen hinter dem Trainer. Ach manno.
      Wenn jetzt noch Beiersdorfer und Labbadia kommen, kann es ja nur bergauf gehen. /ironieoff
      "Let me tell you something about wolves, child. When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives." -Eddard Stark
      Dieses "Wir schauen von Spiel zu Spiel" ist auch eigentlich Schwachsinn. Denn dann zählt man den Trainer jede Woche neu an und hat solange Unruhe, bis die Mannschaft vielleicht eine kleine Serie hingelegt hat. Unter diesem Gesichtspunkt schont man sogar Peter Stögers Nerven.
      Trotzdem ist die Art und Weise doch ziemlich ungeschickt. Man hat anscheinend keinen Plan B in der Tasche und dann hätte man auch sagen können, dass man mit Stöger in die Winterpause geht. Diese mag sicherlich sehr kurz sein, aber es wären nochmal zusätzliche Wochen gewesen, um nach einem Nachfolger zu schauen. Im Zweifelsfall hätte man dann immer noch eine Interimslösung nehmen können. Oder man hätte die letzte Länderspielpause genutzt, dann hat ein neuer Trainer noch eine kleine Eingewöhnungsphase bevor er sein erstes Spiel hat.
      Neben dem Strategischem scheint aber auch das Zwischenmenschliche etwas gehapert zu haben. Peter Stöger hat da ja sowas angedeutet und wenn die Medienberichte stimmen, war man ja ganz scharf darauf, die marktüblichen Mechanismen greifen zu lassen. Nimmt man dann noch die diffuse Causa Heldt dazu, bekomme zumindest ich den Eindruck, dass es dem Effzeh zu lange etwas zu gut ging und jetzt langsam die Chaostage wieder einziehen.

      An den eigentlichen Problemen wird die Trainerentlassung aber nichts ändern. Grade jetzt mit dem Verletzungspech macht sich die fehlende Breite im Kader doch extrem bemerkbar. Zumal man ja auch noch in 3 Wettbewerben vertreten ist.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      HappyTime schrieb:

      Wer weiß, eventuell arbeitet Stöger ab Januar ein paar Kilometer an der A1 entlang weiter


      Das wäre natürlich der absolute Knaller. Einen Trainer, der auch was von Defensive versteht, könnte Dortmund - ich gehe davon aus, dass das gemeint ist, man verzeihe mir meine mangelhaften Kenntnisses des dt. Autobahnnetzes - gut gebrauchen.

      Und Peter Stöger würde ich das a) zutrauen b) auch vom Herzen gönnen.

      Dass der 1. FC sich im Rekordtempo scheinbar wieder Richtung Karnevalsverein zu entwickeln schein, ist ein anderes Thema. Ich hoffe mal für die vielen treuen Fans, dass das nicht so kommt, aber momentan riecht es schon sehr nach Chaostagen.

      Bleibt nur die Frage, ob er sich mit den Schwarz-Gelben ein sehr ruhiges Arbeitsfeld ausgesucht hätte...
      Die Entlassung von Tuchel und die Verpflichtung von Bosz - was war da die Agenda, Ajax spielte unter ihm Offensivfußball ohne Wenn und Aber, was aber z.B. den Meistertitel in Holland kostete trotz des internationalen Erfolges - lassen da auch ein paar Fragen offen.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      ssnake schrieb:

      ich gehe davon aus, dass das gemeint ist, man verzeihe mir meine mangelhaften Kenntnisses des dt. Autobahnnetzes

      Völlig richtig. Streng genommen kommt noch ein mini-Abschnitt A 45 dazu, aber man muss ja nicht zu genau sein...
      Seit dem Derby ist für mich klar, dass Bosz fertig hat. Stöger dürfte nun eine Alternative sein.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      ssnake schrieb:


      Das wäre natürlich der absolute Knaller.
      Sehe ich nicht so. Stöger hat es in Köln in vier Jahren nicht mal ansatzweise geschafft, ein ordentlichen Ballbesitz-Fußball einzuführen. Oder irgendwas ähnliches, was man in dieser Richtung bezeichnen kann. Ist für mich aber das A und O für ein Verein wie Dortmund, da deren Gegner in der Regel den Bus vor dem Strafraum parken. Hatte kein Spielermaterial dazu? Guckt was Nagelsmann in Hoffenheim aufgebaut hat, eine Top Spielanlage. Er hatte eine Mannschaft übernommen, die unter Stevens den größten Rotz gespielt hat. Ähnlicher Fall wie Stöger ist für mich Kovac. Er leistet gute Arbeit in Frankfurt, lässt aber einen reaktiven Fußball spielen. Bevor er ein Kandidat in Dortmund oder München wird, sollte er am besten nachweisen, dass seine Mannschaft auch mit dem Ball agieren kann. Allgemein wird mir in der Bundesliga viel zu viel wert auf das Spiel gegen den Ball gelegt, anstatt auf das Spiel mit dem Ball. Sehe ich als starken Grund an, warum die spanische Liga in den letzten Jahen International deutlich besser abgeschnitten hat.

      Keller bei Union Berlin entlassen, der deutlich größere Knalleffekt, als die Entlassung von Stöger.
      Stöger hat mit dem gearbeitet, was er vorgefunden hat. Wo stand denn Köln vor seinem Amtsantritt? Auf Platz 5 der 2. Liga.

      Bevor er nach Köln ging, hat die Wiener Austria unter ihm sehr schön anzuschauenden Offensivfußball gespielt und hat Red Bull hin oder her heute noch den Punkterekord in Österreich (der diese Saison allerdings fallen könnte) mit den meisten geschossenen Toren seit Einführung der öst. Bundesliga 1974. Und die Austria hat er als absoluten Scherbenhaufen übernommen, die nach seinem Abgang auch schlagartig wieder zu einem wurde, bevor Thorsten Fink übernahm.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Also Stöger hat ganz klar den 1. FC Köln verbessert (zusammen mit Schmadtke). Die waren ein Scherbenhaufen nach dem Abstieg und im ersten Jahr unter Stanislawski sah es auch nicht viel besser aus. Stöger hat dann souverän den Aufstieg geschafft und zweimal souverän den Klassenerhalt, Krönung war dann Platz 5 im letzten Jahr. Jeder FC-Fan sagt, dass Stöger der mit Abstand beste Trainer seit dem ersten Bundesligaabstieg gewesen ist (vermutlich sogar seit Daum, denn die Jahre vor dem Abstieg waren jetzt auch nicht der Rede wert).
      Und mit dem Spiel gegen den Ball ist Dortmund sehr erfolgreich gewesen, also das von vornherein zu verdammen und als Grund zu nennen, empfinde ich auch nicht als richtig. Auch andere Teams haben damit Erfolg, Real spielt eigentlich fast nur auf Konter.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Sicher, er hat gute Arbeit in Köln geleistet. Ich sehe aber spielerischen Ansatz als langfristig erfolgreicher an, wie z.b bei Freiburg , die mit ihrem Mini-Etat starke Arbeit leisten. Ich weiß nicht, ob sie sich mit einer destruktiven Spielweise so lange in Bundesliga hätten halten können. Mein bestes Beispiel ist immer Louis van Gaal, der enorm wichtig für die Entwicklung der Bayern war. Er hat ein klares Spielsystem installiert, fortan konnte man Spieler nach diesem Spielsystem kaufen. Bei Köln sehe ich dieses klares Spielsystem nicht.

      Die Wichtigkeit des Spiels gegen den Ball habe ich nicht bestritten, es ist sehr wichtig. Nur ist das Spiel mit dem Ball genauso wichtig, wird aber anscheinend leider hierzulande oft im Training vernachlässigt. Anders als z.B in Spanien, dort können die Teams deutlich mehr mit dem Ball anfangen, das zahlt sich dann auch International aus.

      Ser Erryk schrieb:

      Real spielt eigentlich fast nur auf Konter.

      Das ist falsch. Real Madrid hat in der spanischen Liga durchschnittlich 65% Ballbesitz, da ist es unmöglich fast nur auf Konter zu spielen, auch wenn das von dir überspitzt formuliert war. Die haben einen sehr starken Ballbesitz, genauso spielen die überragende Konter, das eine schließt das andere nicht aus. Guten Ballbesitz kannst du auch mit 50% haben, es müssen keine pepischen 70% sein. Wichtig ist, dass wenn man wenig Raum zu spielen hat, sich trotzdem Torchancen erspielen kann. Bei Stöger bin ich skeptisch, ob er dazu in der Lage ist. Favre wäre mMn für Dortmund passender.

      Neu

      Ich bezweifle stark, dass Favre, der in Nizza auch schon angezählt ist, sich so bald das Abenteuer Bundesliga nochmal antut.
      Der gute Lucien ist auch schon 60 und sollte nach der WM in der Schweiz ein neuer Nati-Trainer gesucht werden, wird er neben Marcel Koller wohl der erste Ansprechpartner sein.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!