Fussball-News

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      Da wird uns seit zwei Jahren erklärt dass Absicht keine Rolle spielt wenn die Körperfläche vergrößert und dadurch ein Handspiel verursacht wird und dann kommt der Schiedsrichter tatsächlich mit dem "keine Absicht" und sieht nicht das beim Freistoß die Körperfläche ganz klar vergrößert wird. Hat der Trottel in Köln sich einen Kaffee geholt? Oder Tetris gespielt? Auch wenn Bayern vermutlich trotzdem gewonnen hätte, dass waren zwei klare Elfmeter.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      "Abgespreizter Arm" soll diese Saison immer geahndet werden. Nur bei den Bayern heißt es anscheinend "er kann sich den Arm ja nicht abschneiden". Und wenn ein Schiri bei Perisic behauptet, der Arm wäre angelegt, kann man auch direkt ohne Schiedsrichter spielen.
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      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Die Entscheidungen gestern waren in den Zeiten des VARs schon skandalös genug, aber das Interview mit dem Schiedsrichter nach dem Spiel hat dem Ganzen wirklich noch die Krone aufgesetzt. Voller Widersprüche. Er beginnt damit einzugestehen, dass er nun nach Ansicht der Bilder wohl anders entscheiden würde, nur um später zu sagen, dass es ja keine klaren Fehlentscheidungen waren und er sich deswegen nicht nochmal vom VAR, der angeblich alle drei Szenen geprüft hat, zur Seitenlinie gebeten werden musste. Die Ausführungen zu Perisics Arm beim Freistoß sind dazu schlicht lächerlich. Bei Pavards Handspiel kann ich sogar einerseits noch mitgehen, da es eine kurze Distanz ist und er den Ball nicht sieht, allerdings dachte ich es gäbe die Vorgabe, dass ein Arm in dieser Höhe nun auch konsequent geahndet werden soll.
      Die zweite Handszene (wie bei der Dritten auch Perisic) sah für mich ziemlich eindeutig aus, das Sportstudio hat das aber nicht nochmal groß wiederholt, da das Handspiel angeblich egal war, weil Caligiuri als möglicher Passempfänger im Abseits stand. Das ist für mich auch eine Witzerklärung vom Sportstudio. Abseits wäre es erst wenn der Ball auch tatsächlich zu Caligiuri (oder in seine Richtung) kommt. Wenn der Ball aber vorher schon an Perisics Arm geht ist das ja wohl zu ahnden.
      Wenn man sieht was die letzte Saison alles für Handelfmeter gepfiffen wurden, dann kann ich die Vorgaben des DFB verstehen, da eher weniger zu pfeifen. Den regeltechnischen Spielraum dafür sehe ich hier aber nicht gegeben.

      Naja an sich egal, da es gegen Bayern ohnehin Bonuspunkte gewesen wären. Dafür, dass die Manschaft sich im neuen System noch findet, sah das schon recht ordentlich aus. Bayern hat das Spiel auch nur durch einen Elfmeter und einen Freistoß entschieden und recht viel zugelassen, was ein konsequenterer Gegner auch nutzt. Aber mal schauen, wie sich die Saison noch entwickelt.

      EDIT: Ich habe den Wortlaut der Regelauslegung für diese Saison mal nachgeschaut. Vor diesem Hintergrund werden die Aussagen des Schiedsrichters noch unfassbarer:
      Absichtliche Handspiele bleiben strafbar. Unabhängig von der Absicht liegt nun aber "in der Regel" auch dann ein Vergehen vor, wenn der Spieler seine Körperfläche unnatürlich vergrößert oder wenn sich der Arm über der Schulter befindet und vom Ball touchiert wird. Das gilt auch, wenn der Ball aus kurzer Distanz kommt.

      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

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      "Wenn sie wüssten, was wir alles schon sicher haben, für die nächste Saison."
      Eventuell bezog sich Uli H. mit dieser Aussage auf das Schiedsrichter-Wesen, und nicht auf Transfers, wie vom Sport-Boulevard in naiver Weise angenommen. Hatte mich schon gewundert, warum der Verein in BaVARia München umgenannt werden soll.

      Ich gehe auch davon aus, dass Bayern das Spiel gestern gewonnen hätte, aucv wenn es zwei Elfmeter gegeben hätte. Eigentlich bin ich auch kein Freund von Alu-Hut-Aussagen, aber anders als damit, dass die Beteiligten Schiedsrichter kein Risiko bezüglich eines Bayern-Sieges eingehen wollten, kann ich die Entscheidungen gestern nicht verstehen.
      Die Erklärungen von Fritz setzten dem Ganzen die Krone auf.
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      Manchmal habe ich den Eindruck, dass der DFB den VAR irgendwie sabotieren möchte.

      Vielleicht muss man aber auch das bisherige Nebenjobmodell für Schiedsrichter beim DFB überdenken, zumindest für die oberen Spielklassen. Wenn man betrachtet, wie der Sport immer schneller wird, müssen die Schiedsrichter dieses Tempo nicht mehr nur körperlich mitgehen können, sondern auch 90 Minuten geistig voll da sein. Ich meine in England ist das längst der Fall, dass die Schiedsrichter hauptberuflich Schiedsrichter sind.
      Außerdem muss der Videoschiedsrichter (der gleich mit professionalisiert werden muss) ins Stadion, damit der Schiri sich von der Szene schnell nochmal ein zweites Bild machen kann. Bei der WM hat das ja auch gut funktioniert. In der Bundesliga reden wir jetzt aber schon die dritte Saison über den VAR und die Handregelauslegung.

      Ich wäre ebenfalls von einem Sieg der Bayern ausgegangen, aber das ändert nichts an den Fehlentscheidungen und vielleicht wäre das Spiel ja doch noch gekippt. Im Nachhinein ist das natürlich "hätte, hätte...", aber möglich wäre so was immer.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Zum Thema VAR: es geht auch immer noch schlimmer, wie dieses Wochenende das Spiel von Florenz gegen Neapel gezeigt hat. Schaut euch mal den zweiten Elfmeter bei Minute 1:38 an (oder die ganze Spielzusammenfassung, es lohnt sich). Das macht einen wirklich komplett fassungslos. Wie kann man die Elfmeterentschiedung stehen lassen? Spoiler: Es ist eine Andy Möller Gedächtnisschwalbe.

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      Vor kurzem habe ich hier noch behauptet, vielleicht wäre der Fehler im System beim DFB. Ich rudere zurück: Der Fehler im System liegt wohl bei der FIFA.

      Beim ersten Videobeweis, der in Linz auf öst. Boden zur Anwendung (LASK- FC Brügge, CL-Quali) kam, wurde ein Elfer bestätigt, obwohl es eher eine Schwalbe war, aber vor allem, der VAR übersah, dass der nachher "gefoulte" aus klarer Abseitsposition gestartet war. "Technische Probleme" nannte das die UEFA. Geht ja nur um 15 Millionen für den Einzug in die Gruppenphase ...was z.B. für den LASK eine verdoppelung des Jahresbudgets wäre.

      Das lustige an der Geschichte: Wer war denn eigentlich der VAR? Noch fünf Tage davor stand er selbst auf dem Feld und gab bei Apollonion Nikosia - Austria Wien in der EL-Quali einen Elfmeter, der auch eine deutliche Fehlentscheidung war... (was die indiskutable Leistung der Austria nicht schönreden soll)

      Und damit kommen wir zum springenden Punkt: Warum ist ein Feldschiedsrichter ein paar Tage später als VAR tätig? Wann übt der, was er als VAR üben sollte, nämlich Kamerapositionen auszuwählen?

      Das schaut dann in dem Fall so aus, dass ein Verteidiger den Schiedsrichter auch fragt, ob auch die Startposition des Stürmers punkto Abseits geprüft wird, der Ref im guten Glauben antwortet, das werde selbstverständlich gemacht, dem ist nicht so - und am Ende ist dann der Feldschiedsrichter der Blamierte.

      Zu Fritz Aussagen kann ich nur sagen, dass die neuen Regeln, die ein unabsichtliches Handspiel gar nicht mehr kennen, verpflichtend auch für jeden Nachwuchsschiedsrichter mit Kurs und anschließender Prüfung bis Ende Juli bestanden sein musste, widrigenfalls die Spielleitungsberechtigung eingefroren würde. Vielleicht war der da krank und diese unglückselige Erkrankung hat sich bis einschließlich des Interviews gezogen?

      Mit den neuen Regeln wird es noch mehr Handselfer geben (gefällt mir nicht, ist aber so), es ist ganz klar die Intention, die Grauzonen abzuschaffen.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Die Grauzonen abzuschaffen ist ja auch richtig.
      Der VAR lenkt die Aufmerksamkeit auf spielentscheidende, aber recht schwammig auslegbare Entscheidungen, aktuell in erster Linie Elfmeter und Handspiele. Über Abseits diskutieren Fußballfans seit dem VAR praktisch gar nicht mehr, die Entscheidung ist zu 99% komplett binär (Ab und an spielt "Hat den Torwart abgelenkt" eine Rolle, aber halt sehr selten) und wird daher vom VAR so gut wie immer richtig bewertet.

      Das Bewerten von Fouls und insbesondere Handspielen ist dagegen eine Ermessensfrage und da zeigt der VAR in ungeschönter Deutlichkeit, wie unterschiedlich sehr ähnliche Situationen bewertet werden. Das fängt schon damit an, wann der VAR überhaupt eingreifen soll:
      "Der Schiedsrichter darf ausschließlich in folgenden Situationen bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheidungen oder schwerwiegenden Vorfällen, die übersehen wurden, von einem VSA unterstützt werden:"
      Was genau eine klare Fehlentscheidung ist, wird aber nicht näher definiert. Ich finde schon die Formulierung extrem hampelig. Wenn es klare und offensichtliche Fehlentscheidungen gibt, muss es ja auch unklare, bzw. nichtoffensichtliche Fehlentscheidungen geben. Was schlicht Unsinn ist, denn eine unklare Fehlentscheidung wäre ja überhaupt keine Fehlentscheidung. "Klar und offensichtlich" sind also klare und offensichtliche Füllwörter, die den Rahmen, in dem der VAR agiert nicht hilfreich eingrenzen, und statt dessen jedem die Möglichkeit geben, das Eingreifen des VARs negativ zu bewerten: "War schon Elfer, aber so klar fand ich die Fehlentscheidung auch nicht ...". Und mit der selben Begründung kann ein VAR dann in vergleichbaren Situationen das eine Mal eingreifen und das andere Mal nicht. Konsistenz bekommt man so nicht.

      Ähnlich ist es beim Bewerten des Handspiels. Vor dem VAR war das "absichtliche" Handspiel eine nette Krücke, um die Unmöglichkeit der absolut korrekten Bewertung zu umgehen. Seitdem der VAR aber mit Zeitlupe und 5 Perspektiven jede Situation komplett auflösen kann, kann eine Bewertung aufgrund von unterstellten Gedankenspielen nicht zu konsistenten und damit fairen Bewertungen führen.
      Der Fussball kommt also nicht drumrum, das Handspiel genauer zu defnieren und sich dabei weg von Formulierungen wie "Absicht" oder "unnatürlichen Bewegungen" zu bewegen. Die Zeitlupe zeigt an, wo genau sich der Arm befindet und ob der Ball diesen berührt, aber halt nicht wieviel Absicht der Spieler dabei hatte und wie realistisch es gewesen wäre, den Arm anders zu bewegen.
      Die Schwierigkeit besteht darin, eine Regelung zu finden, die nicht zuviel Interpretationsspielraum gibt, aber auch keine blöden Verhaltensweisen forciert (z.B. die Arme möglichst weit auszustrecken um die Chance zu erhöhen, aus kurzer Distanz angeschossen zu werden, oder zu versuchen, den Arm des Gegenspieler absichtlich anzuschiessen). Das wird vermutlich die ein oder andere Iteration erfordern.
      Mainstream commercial nihilism can't be trusted?!
      "Unnatürliche Handbewegung" ist ohnehin mein liebster Regelausdruck. Was soll das überhaupt sein? Ob eine Bewegung "unnatürlich" (was ein bescheuertes Wort in dem Zusammenhang) ist, kann sich meines Erachtens nach sogar von Spieler zu Spieler unterscheiden.
      Die Abseitsentscheidungen sind übrigens auch zu heutiger Zeit nicht so exakt, wie man uns weiß machen will. Bzw. wird einem eine Genauigkeit vorgegaukelt, die aufgrund von Messfehlern gar nicht existiert.
      Da der Zeitpunkt des Abspiels bei Abseits ausschlaggebend ist und dieser per Kamera-Frame festgelegt wird, kann es durchaus sein, dass ein Spieler dort noch auf gleicher Höhe ist, während er einen Frame weiter schon knapp im Abseits ist. Beim tatsächlichen Abspiel zwischen den Frames wäre er aber knapp nicht im Abseits. Aber das menschliche Auge ist da gerade bei solch schwierigen Situationen mit gegenläufigen Bewegungen auch nicht genauer, von daher passt es schon.
      Generell ist es so, dass man Schiedsrichterfehler früher meiner Meinung nach leichter akzeptieren konnte. Menschen machen nun einmal Fehler. Während VARs zwar auch nur Menschen sind, fällt es dennoch deutlich schwieriger zu akzeptieren wenn eine Fehlentscheidung trotz der technischen Hilfen nicht korrigiert wird.
      Früher hätte man z.B. bei der obigen "Elfmeter"-Situation bei Florenz gegen Neapel sagen können, dass der Schiedsrichter aus seinem Blickwinkel diese Schwalbe nicht erkennen konnte. Aber nun würde ich mir als Fiorentina Fan wohl das ganze Jahr betrogen vorkommen, wenn so eine Jahrhundertschwalbe trotzdem mit einem Elfmeter belohnt wird.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

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      Also gerade Abseitsentscheidungen (ich will nicht wissen, wie oft ich als Linienrichter schon daneben gelegen bin bei schnellen Kontern) sind ideal, um sie bei Toren oder Strafstossentscheidungen durch die Kamera nochmals auflösen zu lassen. Ein falsch zurückgepfiffener Stürmer - das wird's leider immer geben.

      Aber Abseitstore oder eben auch Elfer oder in Folge zu Unrecht gegebene rote Karten wegen Notbremsen in der ganzen Entstehung ("absichtliches Verhindern einer guten Tormöglichkeit ohne Möglichkeit den Ball zu spielen") anzusehen, das ist laut Definition ganz klar die Aufgabe des Video Assistant Referees (deswegen rede ich immer vom VAR).

      Tore, Strafstöße, Feldverweise - das muss doch immer alles bis ins letzte überprüft werden. Das sind die spielentscheidenden Situationen. Wozu gibt's denn sonst die Kameras?

      Nicht jedes Abseits, Eckball, Out kann die selbe Sorgfalt erwarten. (Bei letzterem habe ich heute meine erste gelbe Karte als Schiri einem Trainer gezeigt. "Du brauchst Brillen. Furchtbares Pfeifen." Wie man sich denken kann, habe ich diverse Dialektausdrücke und Fäkalverben verniedlicht. Und das nur deshalb, weil ich einen Outeinwurf nicht gegeben habe. In der totalen B-Liga U16. :D )
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      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      The Dragonknight wrote:


      Die Abseitsentscheidungen sind übrigens auch zu heutiger Zeit nicht so exakt, wie man uns weiß machen will. Bzw. wird einem eine Genauigkeit vorgegaukelt, die aufgrund von Messfehlern gar nicht existiert.
      Da der Zeitpunkt des Abspiels bei Abseits ausschlaggebend ist und dieser per Kamera-Frame festgelegt wird, kann es durchaus sein, dass ein Spieler dort noch auf gleicher Höhe ist, während er einen Frame weiter schon knapp im Abseits ist. Beim tatsächlichen Abspiel zwischen den Frames wäre er aber knapp nicht im Abseits. Aber das menschliche Auge ist da gerade bei solch schwierigen Situationen mit gegenläufigen Bewegungen auch nicht genauer, von daher passt es schon.


      Und wie oft ist das relevant? Und zur Not nimmt man halt Kameras mit mehr Frames. Oder ganz cheeky: Formuliert die Abseitsregel so um, daß es eine Toleranzschwelle von 0,05 Sekunden gibt 8) Ein totaler Fringe Case, um den man sein Regelwerk meiner Meingung nach nicht aufbauen sollte.

      Generell ist es so, dass man Schiedsrichterfehler früher meiner Meinung nach leichter akzeptieren konnte. Menschen machen nun einmal Fehler. Während VARs zwar auch nur Menschen sind, fällt es dennoch deutlich schwieriger zu akzeptieren wenn eine Fehlentscheidung trotz der technischen Hilfen nicht korrigiert wird.
      Früher hätte man z.B. bei der obigen "Elfmeter"-Situation bei Florenz gegen Neapel sagen können, dass der Schiedsrichter aus seinem Blickwinkel diese Schwalbe nicht erkennen konnte. Aber nun würde ich mir als Fiorentina Fan wohl das ganze Jahr betrogen vorkommen, wenn so eine Jahrhundertschwalbe trotzdem mit einem Elfmeter belohnt wird.


      Das seh ich ähnlich. Der Videobeweis gibt den Schiedsrichtern ein äußerst nützliches Werkzeug in die Hand, nimmt ihnen auf der anderen Seite genau damit jegliche Entschuldigung weg, wenn es dennoch zu Fehlentscheidungen kommt. Ob das unterm Strich den Job des Schiedsrichters leichter oder schwerer macht, kann ich nicht beurteilen.
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      Natürlich macht der Videobeweis des Leben der Schiedsrichter nicht einfacher.

      Wer aber nicht gänzlich bescheuert ist und pfeift, weiß ganz genau, dass es auf Profiniveau als Schiri fast unmöglich ist, ein perfektes Spiel ohne Fehlentscheidung zu treffen.
      Schaffen weder Spieler noch Trainer, warum sollten die Refs perfekt sein?

      Im Endeffekt bei Spielen mit VAR kann der Feldschiedsrichter immer noch sagen: Mir lief gerade einer ins Blickfeld, das Foul habe ich in der Geschwindigkeit anders gesehen und was hinter meinem Rücken und der Linienrichter ist, kann ich sowieso nicht sehen.

      VAR sollte für absolute Gerechtigkeit sorgen, weil halt Schiedsrichter auch nicht unfehlbar sind. Bei einem durchschnitlichen CL-Gruppenspiel läuft ein Ref bis zu 15 km und soll trotzdem alles im Blick behalten-

      Umso frustrierender, wenn trotz 16 Fernsehkameras pro Spiel der VAr immer noch schläft.

      (Habe mich übrigens beworben um die Ausbildung als VAR. Kriege ich nicht. Zu wenig Erfahrung. Was lustig ist, hat doch in Österreich noch überhaupt niemand Erfahrung in der Funktion! Von tatsächlicher Eignung wird besser im vorhinein Abstand genommen.)
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      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Barca
      BVB
      Inter
      Prag

      Das wird kein Selbstläufer. Letzte Saison war ich mir bezüglich des weiterkommens recht sicher, dieses Jahr wird es schwieriger. Mein Problem ist, dass ich Inter nicht einschätzen kann. Neuer Trainer, neue Spieler, etc. Vom Gefühl her würde ich Dortmund aber stärker einschätzen.
      Barca habe ich noch nie live gesehen, aber sind die ohne den Super-Mega-Oberkrassen Weltstar Coutinho überhaupt noch in der CL spielberechtigt?

      Was die anderen Gruppen angeht,...
      Bayern wird mindestens Gruppen-Zweiter. Da gibt es nicht viel Spannung.

      Bayer sehe ich nicht im Achtefinale. Unabhängig von meinen Ressentiments gegenüber Bosz (sehr netter Typ), Juve und Atletico dürften zu schwer sein.
      Und die Dosen,... bei ihrer CL-Premiere spielen sie gg Teams auf EL-Niveau. Na ja, ähnliches Los-Glück wie der FC Gazprom letzte Saison.
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      SerSeppel wrote:

      Und wie oft ist das relevant? Und zur Not nimmt man halt Kameras mit mehr Frames. Oder ganz cheeky: Formuliert die Abseitsregel so um, daß es eine Toleranzschwelle von 0,05 Sekunden gibt 8) Ein totaler Fringe Case, um den man sein Regelwerk meiner Meingung nach nicht aufbauen sollte.

      Ich komme darauf, weil dieser Fall kürzlich relevant war und es meiner Meinung nach ein grundsätzliches Problem mit der Abseitsregel ist.
      Sterling von ManCity wurde zurückgepfiffen, weil seine Schulter minimal im Abseits war. Das hatte in England eine Diskussion über die Genauigkeit des VAR entfacht. Dieses Schaubild, stell das gut dar: Klick.
      Wenn man die gezogenen, kalibrierte Abseitslinie einfach 30cm breit machen würde und solange der Stürmer sie berührt ist er nicht im Abseits, wäre da eine für mich sinnige Lösung (in eine ähnliche Richtung geht ja dein Vorschlag der Zeittoleranz). Solche knappen Dinger zu pfeifen geht für mich nämlich gegen den Geist der Regel, die eingeführt wurde, damit Stürmer nicht vor dem Tor herumlungern und auf lange Bälle warten, sondern die Verteidiger erst spielerisch überwunden werden müssen. Dabei galt stets die Anweisung: im Zweifel für den Stürmer. Die kalibrierten Linien kehren dies aber de facto um und machen sogar quasi gleiche Höhe zum Abseits, da man häufig eine Fußspitze oder eine vorgeneigte Schulter einen Zentimeter im Abseits wähnen kann. Es wird sich daran aber vermutlich in absehbarer Zeit nicht viel ändern.
      Regeländerungen im Fußball brauchen nun einmal seeehr lange. Für mich ist es z.B. immer noch unbegreiflich, warum es keine gestoppte Zeit im Fußball gibt. Dann dauert das Spiel halt nur noch 60 Minuten (dafür auch wirklich), dafür wäre Zeitspiel und viel Schauspielerei mit einem Schlag erledigt.

      ssnake wrote:

      (Habe mich übrigens beworben um die Ausbildung als VAR. Kriege ich nicht. Zu wenig Erfahrung. Was lustig ist, hat doch in Österreich noch überhaupt niemand Erfahrung in der Funktion! Von tatsächlicher Eignung wird besser im vorhinein Abstand genommen.)

      Das wird sich wohl eher auf die Erfahrung als Feldschiedsrichter beziehen.

      HappyTime wrote:

      Na ja, ähnliches Los-Glück wie der FC Gazprom letzte Saison.

      Zenit St. Petersburg war letzte Saison doch gar nicht in der CL. ?(

      Tatsächlich ist die Dortmunder Gruppe ziemlich attraktiv. Schöne Auswärtsfarten für mitreisende Fans (Prag, Barcelona, Mailand) und die Fans von Slavia werden diese Heimspiele wohl ziemlich lange im Gedächtnis behalten.
      Ein Weiterkommen gegen Inter sehe ich noch nicht als gesetzt an, ist aber durchaus möglich.
      Bayern und Leipzig sollten auch weiterkommen, und Bosz kann mit Leverkusen noch einmal versuchen die EL zu gewinnen.
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      The Dragonknight wrote:

      Das wird sich wohl eher auf die Erfahrung als Feldschiedsrichter beziehen.


      Natürlich ist das so gemeint gewesen.

      Zum VAR werden nur Schiedsrichter zugelassen, die öst. Bundesligaerfahrung haben, also die höchsten zwei Spielklassen. Ich bezweifle halt, dass das so extrem hilfreich sein wird für eine gänzlich andere Funktion.

      Im Endeffekt könnte es jeder machen, der den IFAB-Test bestanden hat. Wie schnell und weit einer laufen kann, wie gut einer mit Spielern am Feld auskommt - wird im Regieraum nichts nützen.

      Irgendwann in der Zukunft werden VARs nach eigenen Kriterien ausgebildet werden, aber bis dahin werden wir noch etliche Diskussionen führen über Unglaublichkeiten aus dem Überwachungsraum.

      Ich bin nicht überrascht, dass ich im Studium eine eigene Ausbildung über Videoschnitt gemacht habe, wollte aber niemand hören.

      Zur CL-Auslosung: Ach, reden wir sportlich im Oktober/November weiter.

      Immerhin treibts den FC Liverpool mal nach Österreich, leider in die falsche Stadt.

      Allerdings: Die Eltern meiner Freundin wohnen 20 km von Salzburg weg ... Hm,
      die Reds mal zu sehen, wäre schon geil.

      Habe nachgeschaut, als Liverpool das letzte Mal zu einem Bewerbsspiel antanzte, war Herbert Prohaska gegen die noch aktiver Fußballer!

      Aber das wird ohnehin schnell ausverkauft sein.

      P.S. In zwei Wochen bin ich Linienrichter bei einem Club, der mal Juventus im Meistercup 7:0 aus dem Stadion geschossen hat. (Vor 60 Jahren). Leider trotzdem nur 3. Liga, aber dafür, dass ich erst vor elf Monaten mit der idiotischen Pfeiferei begonnen habe, nicht schlecht... Da bin ich dann tatsächlich mal in einem richtigen Stadion mit vierstelliger Zuschaueranzahl tätig. Schlecht pfeifende Schiris werden im übrigen von den dortigen Fans als "Enrico Palazzo" bezeichnet. (Siehe "die nackte Kanone", Teil 1).

      Ich hätte den Blödsinn schon vor 20 Jahren anfangen sollen, dann hätte es tatsächlich interessant werden können, wo die Reise endet.

      Andererseits: Wer will schon nach Katar? :D
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      Ich werfe mal eine Frage in die Runde, angesichts des Spitzenspiels der Bundesliga am Wochenende: Was wäre eigentlich unerträglicher?

      Die Bayern ein weiteres Mal mit der Meisterscheibe jubeln zu sehen oder RB Leipzig?
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      Ein FCB-Titel ist business as usual.
      Ein Dosen-Titel wäre ein Tritt ins Gesicht für alle Vereine, die ohne eine ungeheure Wettbewerbsverzerrung antreten. Aber das war schon der Fall, als die Spiel-Genehmigung für den Profibereich erteilt wurde. Also was soll's...
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      Leute, Leute, Leute...
      Einen Punkt hätte ich vorher wohl im Zweifel unterschrieben. Nach den nicht verwerteten Chancen ist es leider zu wenig.
      Hummels sehr stark, das Duo Witsel/Delaney genau so. Guerrero nähert sich wieder seiner Bestform.
      Schade, da war mehr drin.
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      Die Chance, mal Barcelona zu schlagen, war da.

      Und wenn auch der Sky-Kommentator nicht ganz zu Unrecht meinte, den Elfmeter hätte man wiederholen lassen können (Ter Stegen zu früh bewegt, Barca-Verteidiger zu früh im Strafraum) bleibt doch zu sagen, dass das ein ganz schlecht geschossener Strafstoss von Reus war.

      In der ersten Halbzeit hatte ich allerdings mehr das Auge auf den Dosen von Salzburg. Haaland aus Norwegen, erst in der Saison aufgrund der Abgabe von etlichen Stammspielern zum Starstürmer gereift - drei Tore noch in der ersten Halbzeit... Bin gespannt, wo der nächstes Saison spielt, wenn er sich nicht verletzt. Sicher nicht in Salzburg. Vermutlich in England. Erst 19 Jahre!

      Die beiden anderen Teenager mit einem Hattrick in der CL-Geschichte: Rooney und Raul.

      Wenn der CL-Fluch für die Dosen mal gebrochen ist, dann auch gleich im Doppelpack, hätte Leipzig unter Nagelsmann keinen Sieg bei Benfica zugetraut.

      Liverpool enttäuschend, Chelsea erfreulich (weil verloren), Ajax machen da weiter wo sie aufgehört haben, Rest wurscht.
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