Sammeltopic: Sagen und Legenden

      Sammeltopic: Sagen und Legenden

      Heute bin ich per Zufall beim Schmökern über Maester Pyrcelle auf die Legende vom ewigen Sommer gestoßen und dachte, dass ich die gerne behandeln würde. Da der entsprechende Thread bisher fehlt, wird er halt jetzt zu den üblichen Konditionen eröffnet :) .

      Grün: Auf der Website
      Blau: Fertig im Forum
      Rot: In Bearbeitung
      Schwarz: Noch nicht bearbeitet

      - Das Nachtford - Das Wesen, das in der Nacht kommt
      - Das Nachtford - Die 97 Deserteure
      - Das Nachtford - Der RAttenkoch
      - Das Nachtford - Der Nachtkönig
      - Azor Ahai
      - Bael der Barde (der Norden)
      - König Tristifer von den Flüssen und Hügeln (die Flusslande)
      - Duran der Sturmkönig (die Sturmlande)
      - Alyssas Tränen (das Tal von Arryn)
      - Der letzte Held (die Sieben Königslande/ der Norden)
      - Symeon Sternenauge (der Norden?)
      - Der geflügelte Ritter (das Tal von Arryn)
      - Der Graue König und Nagga (die Eiseninseln)
      - Vom Ursprung der Drachen (Dothraki)
      - Vom Ursprung der Menschen (Dothraki)
      - Die Sage von Garin dem Großen (Dorne)
      - Florian der Narr (die Sieben Königslande)
      - Harren (die Flusslande) = Kait
      - Brandon der Erbauer (der Norden)
      - Die Wehrholzbäume (der Norden)
      - Die Kinder des Waldes (die Sieben Königslande)


      Ich fänd es auch ganz gut, wenn noch das ein oder andere hinzu kommen würde. Vielleicht wie die Sagen über die Hörner (die der Wildlinge zum Fall der Mauer, oder die der Drachenhörner).
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

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      [fertig]Legende oder Volksglaube: Der ewige Sommer

      So, ein erster kurzer Text. Bin mir nicht ganz sicher, ob man überhaupt was damit anfangen kann (ich meine inhaltlich), aber ich fand es interessant. Was mein ihr?:


      Es gibt in 'Die Herren von Winterfell' (S. 304/5) einen Hinweis auf eine Legende, die besagt, dass es nach Glauben des einfachen Volkes eines fernen Tages einen Großen Sommer geben soll, der anders als die bisherigen Sommer in Westeros, nie wieder enden wird. Auskunft darüber gibt an eben genannter Stelle der Grand Maester des Königs, Maester Pycelle: "Ganz sicher war König Maekars Sommer heißer als dieser, und beinah so lang. Es gab Narren, selbst in der Citadell, die es als Zeichen dafür nahmen, dass der Große Sommer endlich gekommen sei, der Sommer ohne Ende, doch im siebten Jahr brach er plötzlich ab, und wir hatten einen kurzen Herbst und einen schrecklich langen Winter.[...]"
      Sehr wahrscheinlich entbehrt dieser Volksglaube jeglicher Grundlage, wirft aber ein interessantes Bild auf die Hoffnungen und Wünsche der einfachen Bevölkerung.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

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      [fertig]Die Sage von Tristifer, dem König der Flüsse und Hügel

      Die Sage von Tristifer, dem König der Flüsse und Hügel:

      DkdD, erstes Catelyn-Kapitel, S. 124-144
      Als Robb auf dem Weg zu den Freys ist um sein Bündniss zu erneuern und zu bekräftigen, muss er mit seinem Heer wegen des Wetters einen Umweg in Kauf nehmen. Dieser führt ihn durch Siebenbächen und Hexensumpf an der Ruine der Burg Altenstein vorbei. Das Heer schlägt dort sein Lager auf und Catelyn besucht die Ruine, die auf einem Hügel liegt, von dem aus man den blauen Arm des Triedent überblicken kann. Hier findet sie Robb, den sie gesucht hatte. Die Ruine wird folgendermaßen beschrieben:

      "Die verbliebenen Fundamente im wuchernden Unkraut verrieten noch, wo Mauern und Bergfried gestanden hatten, doch das einfache Volk hatte schon vor langer Zeit die meisten Steine geholt [...]. In der Mitte des alten Burghofs jedoch war ein Grabmal zurückgeblieben, das halb verborgen im hüfthohen Gras zwischen ein paar Eschen stand.
      Der Deckel des Grabes hatte vermutlich ein Bildnis des Mannes dargestellt, der bestattet worden war, doch Regen und Wind hatten ganze Arbeit geleistet. Der König hatte einen Bart getragen, so viel konnte [man] noch erkennen, doch ansonsten war sein Gesicht glatt und ohne Züge, nur Mund, Nase, Augen und die Krone waren vage angedeutet. Die Hände hielten den Schaft eines Kriegshammers, der auf der Brust lag. Einst war die Waffe mit Runen versehen gewesen, die von Namen und Taten kündeten, im Laufe der Jahrhunderte waren sie jedoch ausgewaschen worden.Der Stein selbst war gesprungen und bröckelte an den Ecken, hier und dort breiteten sich weiße Fleckten aus, und die wilden Rosen krochen über die Füße es Königs fast bis zu seiner Brust." [DKdD, S. 132/3]

      Robb fragt seine Mutter nach der Burg und ihrem Namen und dem Bildnis aus Stein und Catelyn, die das Land früher mit ihrem Vater, Lord Hoster Tully, bereiste, erzählt ihrem Sohn, dass die Burg im Volksmund Altenstein genannt wird aber früher sicherlich einen anderen Namen hatte, und von dem König Tristifer von den Flüssen und Hügeln, der hier seine Burg hatte.
      König Tristifer, der Vierte seines Namens, hatte das Land tausende von Jahren vor der Sage um Jenny von Altenstein und ihrem Prinzen der Drachenfliegen das Land zwischen Trident und Neck beherrscht, in der Zeit, als die Länder der Ersten Menschen unter dem Ansturm der Andalen fielen.
      König Tristifer wurde der Hammer der Gerechtigkeit genannt und kämpfte in 100 Schlachten. In 99 davon gewann er seinen Krieg. Er baute die Burg Altenstein, von der die Sänger sangen, sie sei die mächtigste Burg ihrers Zeitalters gewesen. In seiner hundertsten Schlacht kämpfte König Tristifer jedoch gegen ein Aufgebot von sieben Andalenkönigen, die sich gegen ihn verbündet hatten. In dieser Schlacht fiel der König und sein Sohn, der Fünfte Tristifer folgte ihm. Er war jedoch kein großer Mann und sein Königreich und die Burg verlohr er schließlich. Als er starb, starb auch die Linie des Hauses Mudd aus, das tausend Jahre die Flusslande regiert hatte, ehe die Andalen kamen.[DKdD, S. 132-134]
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

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      [fertig]Legende und Bestattungsritus der Familie Tully

      Legenden und Riten der Familie Tully
      Sturm der Schwerter, S. 587-591

      So wie die Könige des Winters ihre kalte Gruft unter der Erde haben, so ziehen die Tullys ihre Kraft aus dem Fluss, zu dem sie zurückkehren, wenn der Lauf ihres Lebens sein Ende gefunden hat. Ein Tully von Riverrun wird nach seinem Tod in einem schmalen Holzboot bestattet, dass in den Tumblestone geschoben wird, um brennend auf den Roten Arm des Trident hinauszutreiben. Die Barke wird von sieben ausgewählten Männern, die für die sieben Gesichter des einen Gottes stehen, in die Fluten geschoben und von dem Erben des Hauses Tully mit einem Pfeil in Brand gesetzt.
      Es ist nicht ganz klar, ob dieser Bestattungsritus nur für den verstorbenen Lord von Riverrung gilt oder auch auf seine Frau oder Kinder ausgeweitet wird. Aus Sicht Bryndon und Catelyn Tully ist nur zu erfahren, dass diese Bestattungsform schon bei Lord Hosters Vater vorgenommen wurde.
      Eine Bemerkung Robbs ("Solche Männer sollen die Flüsse meines Hohen Onkels nicht verunreinigen. Mögen sie den Krähen als als Futter dienen." SdS, S. 347) bei seiner Auseinandersetztung mit dem Lord Karstark nach der Flucht/Freilassung Jaime Lannisters aus den Kerkern Riverruns lässt jedoch darauf schließen, dass alle rechtschaffenen und höhergestellten Menschen der Flusslande so bestattet werden.
      Der Sage nach sinken die Körper der toten Tullys in ihre letzte Ruhestatt in die Hallen des Wassers, wo die Tullys bis in alle Ewigkeit bei ihren letzten Untertanen, den Fischen, Hof hielten.
      Es ist nicht ganz klar, ob der Einschub „bei ihren letzten Untertanen, den Fischen“ ein depressiv-ironischer Zusatz von Catelyn ist, die die Bestattung beobachtet, oder ob dies tatsächlich verbreiteter Volksglaube oder Familiensage der Tullys ist.


      Vielleicht könnte einer von euch mal was dazu sagen, wie sinnvoll diese Beiträge hier eigentlich sind. Bin grade sehr am zweifeln. Einerseits finde ich es wichtig die Welt Westeros anhand von einzeln rausgepickten Sagen und Geschichten, Bräuchen und Volksglauben plastischer werden zu lassen ganz gut, aber ich habe keine Ahnung, ob das überhaupt jemanden interessiert...?(
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

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      Es gibt noch eine recht interessante Legende über die Boltons. Ich weiß zwar nicht mehr, wo es steht, aber ein Bolton soll doch mal das Gastrecht verletzt haben und dafür zu einem Anderen geworden sein. Ist das der Grund für Rooses bleiche Haut und seine seltsamen medizinischen Maßnahmen? Vielleicht fließt noch immer das Blut eines Anderen in ihm.
      @Obrac: Kann schon sein, vielleicht suchst du mal die Stelle raus und schreibst was dazu *hmmm?* ;)
      (Jaaaa, ich versuche es immer noch den ein oder anderen hier zur Mitarbeit zu bewegen)
      Ich selbst kann mich aber grade nicht daran erinnern und wüsste auch nicht, wo das stehen könnte...
      Aber gut, dass dir das eingefallen ist!
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      [fertig]Die Sage von Alyssas Tränen/Tal von Arryn

      Die Sage von Alyssas Tränen, Das Erbe von Winterfell, Catelyn VII, Kapitel 40, S. 9.

      An den Flanken des Berges Gigant Lance, des höchsten Berges im Tal von Arryn, stürzt ein Wasserfall die lange Wand hinab in Richtung des Tales, den man Alyssas Tränen nennt. Von diesem sagt man, es seinen die Tränen der Lady Alyssa aus dem Hause Arryn, die dort fallen.
      Einst musste sie erleben, wie man ihren Mann und ihre Kinder erschlug, doch sie weinte keine einzige Träne darum. Da beschlossen die Götter, dass sie keine Ruhe finden sollte, bis nicht eine ihrer Tränen die schwarze Erde des Tals benässte, in der die Menschen, die sie geliebt hatte, begraben lagen.
      Und obwohl Alyssas Tod bereits 6000 Jahre zurück liegt, hat bis heute kein einziger Tropfen des Wasserfalls je den Weg ins Tal hinab gefunden.


      Also, wie immer! Wenn es Textstellen zum ergänzen oder Verbesserungsvorschläge gibt, dann immer her damit!
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

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      [fertig]Das Lied/die Sage von Bael dem Barden

      Das Lied/die Sage von Bael dem Barden oder Das Lied der Winterrose

      Die Saat des goldenen Löwen, Jon VI, Kapitel 23/51, S. 330-333

      Jon ist mit Quorin Halbhand und den Brüdern der Wache Stonesnake, Knappe Dalbridge, Ebben und anderen jenseits der Mauer unterwegs um die Bewegungen des Königs hinter der Mauer nachzuvollziehen. Als sie auf ein Lager der Wildlinge aufmerksam werden, meldet sich Jon zusammen mit dem Grenzer Stonesnake um sie auszukundschaften und zu töten. Dabei stellen sie fest, dass einer der Wildlinge ein Mädchen mit dem Namen Ygritte ist, die Jon gefangen nimmt um sie auszufragen. Jenseits des Verhörs entspannt sich aber eine Unterhaltung zwischen Jon und Ygritte. Sie fragt ihn, ob er das Lied von der Winterrose vorgesungen bekommen habe, da er ja von Winterfell sei, doch Jon gibt zu, dass er das Lied nicht kennt und drängt Ygritte ihm die Geschichte zu erzählen. Ygritte vermutet, dass man das Lied im Süden wohl nicht kenne, da Bael der Barde es gedichtet habe, der jenseits der Mauer einst König gewesen war. Seine Lieder sein bei dem Freien Volk aber heute noch gut bekannt. Und so erzählt sie Jon die Geschichte:

      „Der Stark auf Winterfell wollte Baels Kopf (da er ein großer Bandit war), bekam ihn aber nicht zu fassen, was ihn sehr ärgerte. Eines Tages nannte er Bael in seinem Zorn einen Feigling, der sich nur über die Schwachen hermache. Als Bael davon erfuhr, schwor er sich, dem Lord von Winterfell eine Lektion zu erteilen. Er kletterte über die Mauer, wanderte die Kingsroad hinunter, und marschierte nach Winterfell hinein, wo er sich als Sygerrik von Skagos ausgab. Sygerrik bedeutet ‚Täuscher’ in der Alten Sprache, die noch von den ersten Menschen gesprochen wurde und die noch heute von den Riesen gesprochen wird.
      Da Sänger sowohl im Norden als auch im Süden überall gern willkommen geheißen werden, saß Bael am Tisch von Lord Stark und spielte die halbe Nacht für den Lord. Er sang die alten Lieder und die neuen, die er selbst verfasst hatte, und er sang so schön, dass der Lord ihm nach Beendigung des Gesanges anbot, er möge sich selbst eine Belohnung aussuchen. ‚Ich bitte um eine Blume’, antwortete Bael, ‚die schönste Blume, die in den Gärten von Winterfell blüht’.
      Da zu dieser Zeit grade die Winterrosen (von denen man sagt, keine andere Blume sei so selten und wertvoll) zu blühen begonnen hatten, schickte der Stark einen Diener in den Glasgarten von Winterfell und ließ die schönste Winterrose für den Sänger pflücken. Doch am nächsten Morgen war der Sänger verschwunden. Und mit ihm Lord Brandons jungfräuliche Tochter, deren Bett leer und kalt war. Auf dem Kopfkissen lag die hellblaue Rose, die Bael dort zurückgelassen hatte.
      Lord Brandon hatte keine anderen Kinder und so wurden auf sein Geheiß die schwarzen Krähen zu Hunderten ausgeschickt, man konnte jedoch nirgendwo eine Spur von Bael oder der Jungfrau finden. Man suchte sie fast ein Jahr lang, dann verlor der Lord den Mut und erkrankte, denn für ihn erschien es so, als müsse die Linie der Starks mit ihm enden. Aber eines Nachts, während der alte Stark dalag und auf den Tod wartete, hörte Lord Brandon das schreien eines Kindes. Er folgte den Schreien und fand seine Tochter schlafend und mit einem Säugling an der Brust in ihrem Zimmer.
      Sie und Bael hatten sich die ganze Zeit unter der Burg bei den Toten versteckt. Es heißt, die Jungfrau habe Bael so sehr geliebt, dass die ihm einen Sohn schenkte (doch in Baels Liedern liebten ihn immer alle Jungfrauen). Bael jedoch ließ das Kind als Bezahlung für die Rose zurück, die er gepflückt hatte.
      Der Junge wuchs zum nächsten Lord Stark heran, und so endet das Lied von Bael. Die Geschichte jedoch geht weiter. Dreißig Jahre später (Bael der Barde war König-jenseits-der Mauer geworden) führte Bael das freie Volk Richtung Süden. An der Gefrorenen Furt stellte sich ihm sein Sohn, der junge Lord Stark entgegen. Als sie sich Auge in Auge gegenüberstanden konnte Bael seinem Sohn kein Leid zufügen. Und so tötete ihn sein Sohn.
      Die Götter lieben Vatermörder nicht sonderlich, selbst wenn die Tat in Unwissenheit geschieht. Und so hat die Geschichte ein trauriges Ende. Als der junge Stark nach Winterfell zurückkehrte und seiner Mutter den abgeschlagenen Kopf seines Vaters präsentierte, stürzte sich vor lauter Trauer von einem Turm. Der junge Lord überlebte sie nicht lange. Ihm wurde von einem seiner Lords die Haut abgezogen, die dieser fortan als Mantel trug.

      Der Beitrag ist stark an Ygrittes Geschichte im Originalwortlaut angeglichen, jedoch nicht gleich.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kait“ ()

      Arrrgh, ich kriege die Krise! Es wäre schön, wenn ihr euch die Sachen nicht nur anschauen und durchlesen würdet, sonder auch mal drüberlesen würdet und Verbesserungsvorschläge oder Korrekturen anbringt! Ist ja schließlich für die Homepage und nicht fürs Vergnügen gemacht. Wenn sich bis heute Abend niemand meldet, gebe ich die Beiträge zum Hochladen frei!
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      [fertig]Die Sage von Durran dem Sturmkönig

      Die Sage von Durran dem Sturmkönig und Erbauer von Storms End
      Die Saat des goldenen Löwen, Catelyn III., Kapitel 3/31, S. 36/37

      „In den Liedern heißt es, Storm’s End sein in uralten Zeiten von Durran, dem ersten Sturmkönig errichtet worden. Dieser konnte die Liebe der schönen Elenei gewinnen, der Göttin des Windes und Tochter des Meergottes. In ihrer Hochzeitsnacht opferte Elenei ihre Jungfräulichkeit der Liebe zu Durran und wurde dadurch zu einer Sterblichen.
      Vor Trauer und Wut warfen ihre Eltern in dieser Nacht Wind und Wellen gegen Durrans Festung, die schließlich unter dem Ansturm zerbrach. Unter den Mauern wurden Freunde und Verwandte Durrans begraben und viele, die der Hochzeit beigewohnt hatten, wurden aufs offenen Meer hinausgezogen und fanden den Tod. Elenei jedoch barg ihren Mann in ihren Armen und so wurde er verschont. Am Morgen danach schwor Durran den Göttern, er würde die Burg wieder aufbauen und erklärte ihnen den Krieg.
      In den folgenden Jahren baute er fünf weitere Burgen, eine größer und mächtiger als die andere, doch sie wurden alle durch die Fluten der Shipsbreaker Bay zerstört. Seine Lords, die Priester und sogar sein Volk flehten ihn an, die Burg weiter im Landesinneren zu bauen oder sogar seine Frau Elenei den Göttern zurück zugeben um sie zu besänftigen, doch Durran hörte nicht auf sie. Schlussendlich errichtete er eine siebte Burg, und sie war die Mächtigste von allen. Manche sagen, Durran hätte bei der Erbauung Hilfe von den Kindern des Waldes bekommen und die Steine der Burg mit Magie gefertigt. Wiederum andere meinen, ein kleiner Junge Namens Bran (der später zu Brandon dem Erbauer wurde) hätte Durran erklärt, wie er die Burg zu bauen habe, damit sie den Stürmen standhält. Die Burg jedenfalls hielt dem Zorn der Götter stand und Elenei und Durran lebten dort bis zu ihrem Lebensende.

      Ich habe mich bei der "Zusammenfassung" wieder sehr eng an den originaltext gehalten...
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „kait“ ()

      @kait, was soll man denn dazu sagen? Wenn ich jetzt hier jedesmal schreibe, dass des super Klasse ist (was ja stimmt) nutzt sich das erstens irgendwann ab und zweitens wird es spam. Außerdem finde ich kann man so wunderbar direkt hier schon das ganze von dir zusammen getragene Wissen durchsehen. Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler fallen mir eh nicht auf (ich mache her noch welche rein), daher lass ich das lieber.
      Also liebe kait, es ist wirklich fantastisch, was du da zusammen suchst und so fehlerfrei, dass es nichts daran auszusetzen oder zu korrigieren gibt. :meinung:
      Der obige Post ist völlig sinnfrei und nur auf eigene Gefahr zu lesen.

      Ceterum censeo genum humanum esse delendam
      Also, da die Beiträge offenbar kein Wiederspruch hervorrufen und auch nicht ergänzt oder verbessert werden müssen (äh danke für das Lob, Jungs! *erröt*), habe ich die Einträge mal als fertig deklariert.
      Wohin man aber die Tully-Familien-Bestattungs-Legende packen soll, ist mir noch schleierhaft...

      Und das man hier keinen "überflüssigen" Spam reinscheiben soll, damit kann ich leben (solange es sich aber um fundierte Kritik oder Ergänzungen handelt bitte weiterhin hier rein!!! :) )
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      [fertig] Der letzte Held

      AGOT, Bran 4:

      Der letzte Held / Die Legende der Anderen

      Vor abertausenden Jahren kam ein Winter, der so kälter und härter und endloser war als alle, an die sich die Menschen erinnerten. Dann kam eine Nacht, die eine Generation andauerte. Könige froren und starben in ihren Burgen, genau wie die Schweinehirten in ihren Hütten.
      Mütter erstickten lieber ihre Kinder, als sie verhungern zu lassen, und sie weinten und die Tränen gefroren auf ihren Wangen.
      In dieser Finsternis kam das erste Mal die Anderen. Es waren kalte Dinge, tote Dinge, die das Eisen hassten und das Feuer und die Wärme der Sonne und jedes Wesen, in dessen Adern warmes Blut floss. Sie überschwemmten die Festen und die Städte und die Königreiche, sie fällten die Helden und die Armeen, als sie auf ihren fahlen, toten Pferden ritten und Scharen der Gefallenen anführten.
      Alle Schwerter der Menschheit konnten nicht gegen sie bestehen und selbst Frauen und Kinder fanden keine Gnade vor ihnen. Sie jagten die Frauen durch die gefrorenen Wälder und verfütterten das Fleisch der Kinder an ihre toten Diener.
      Das war in den Tagen bevor die Andalen kamen und lange bevor die Frauen aus den Städten der Rhoyne flohen und die hundert Königreiche waren damals die Königreiche der Ersten Menschen, die die Lande von den Kindern des Waldes genommen hatten. Aber hie und da in den Weiten der Wälder lebten noch Kinder in ihren Städten aus Holz und den ausgehöhlten Hügeln und die Gesichter in den Bäumen hielten Wacht.
      Als nun Kälte und Tod über die Erde kamen, machte sich der letzte Held auf die Suche nach den Kindern, in der Hoffnung daß deren uralte Zauber zurückgewinnen konnten, was die Armeen der Menschen verloren hatten. Er brach auf mit einem Schwert, einem Pferd, einem Hund und einem dutzend Gefährten. Lange Jahre suchte er, bis er allen Glauben daran verlor, je die Kinder des Waldes in ihren versteckten Städten zu finden. Einer nach dem anderen starben seine Gefährten, sein Pferd, schließlich sogar der Hund und die Kälte setzte seinem Schwert zu, so daß die Klinge brach, als er sie benutzen wollte. Und die Anderen rochen daß warme Blut in ihm und verfolgten stumm seine Spur, pirschten sich heran an ihn mit Meuten von fahlen weißen Spinnen, groß wie Hunde....
      (über den weiteren Verlauf der Geschichte ist leider nichts bekannt)



      Hab nur Old Nans Erzählung im Original vor mir liegen und habs grad übersetzt, was meint ihr? Kann man es so lassen?
      First lesson: Stick them with the pointy end!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Keladry“ ()

      @Kelardy: Ahh, schöne Geschichte! :] Die hatte ich fast wieder vergessen! Da weiß man dann, warum die Andere so böse sind! Interessant finde ich ihre weißen Spinnenbegleiter... Brrrr *schüttel*

      Na, dann ein paar kleine Anmerkungen:

      Der Satzteil "...und die hundert Königreiche damals waren die Königreiche der Ersten Menschen,..."
      hört sich wegen dem "damals" irgendwie komisch an.
      Vielleicht könnte man schreiben "... und die hundert Königreiche waren damals die Königreiche der Ersten Menschen..."

      Die Übersetztung ist wirklich sehr gut gelungen! :) Was ich aber noch verändern würde, wäre der Schluss. Es wirkt so abgehackt,was es im Buch ja auch ist, und jeder wartet mit Spannung darauf, dass es endlich weiter geht, aber wenn es dann mal auf der Homepage steht versteht vielleicht nicht jeder, warum die Geschichte nicht weiter geht. Du könntest da ja schrieben, dass Old Nans Geschichte da plötzlich von Maester Luwin unterbrochen wird und leider aufhört, oder das über das Ende der Geschichte nichts weiter bekannt ist.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)
      Original von Obrac
      Es gibt noch eine recht interessante Legende über die Boltons. Ich weiß zwar nicht mehr, wo es steht, aber ein Bolton soll doch mal das Gastrecht verletzt haben und dafür zu einem Anderen geworden sein. Ist das der Grund für Rooses bleiche Haut und seine seltsamen medizinischen Maßnahmen? Vielleicht fließt noch immer das Blut eines Anderen in ihm.


      Also die einzige Legende die was mit Gastrecht zu tun hat an die ich mich erinnern kann ist die Geschichte vom Rattenkoch im Nightfort (eins der letzten Bran Kapitel in ASoS glaub ich).
      Ich wüsste aber nicht dass da erwähnt wurde dass er ein Bolton war.
      Oder meintest du was ganz anderes ?
      Odi profanum vulgos et arceo

      [fertig] Vom Ursprung der Drachen

      So, dann setz ich noch einen drauf: :D

      AGOT, Dany 3

      Vom Ursprung der Drachen

      In Qarth erzählt man sich, der Ursprung der Drachen läge im Mond.
      Einst wanderten nicht einer, sondern zwei Monde über den Himmel. Doch einer kam der Sonne zu nahe und wie bei einem Ei brach seine Schale. Tausende und abertausende Drachen strömten heraus und sie tranken das Feuer der Sonne. Aus diesem Grund atmen die Drachen auch Feuer.
      Eines fernen Tages wird auch der andere Mond die Sonne erreichen und platzen und dann werden die Drachen zurückkehren...
      First lesson: Stick them with the pointy end!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Keladry“ ()

      Der Ursprung der Menschen (Dothraki)

      AGOT, Dany 5

      In der Nähe von Vaes Dothrak gibt es einen See, der der Schoß der Welt genannt wird. Vor abertausenden von Jahren kam der erste Mensch aus seinen Tiefen hervor und ritt auf dem Rücken des ersten Pferdes.

      Könnte jemand im Besitz einer deutschen Übersetzung bitte mal nachschauen, wie der "Womb of the World" dort übersetzt ist?
      First lesson: Stick them with the pointy end!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Keladry“ ()

      @Kel: Die Stelle ist im deutschen in DAS ERBE VON WINTERFELL auf Seite 84 und da ist "Womb of the World" mit "Schoß der Welt" übersetzt.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)
      Danke :D Dann werd ich meinen Wortlaut entsprechend anpassen.

      Noch eine Frage, im selben Dany-Kapitel wie die kleine Legende oben findet sich auch die Prophezeiung vom "Stallion who mounts the World"....soll das auch hier rein, oder gibts noch irgendwo was, wo nur Prophezeiungen gesammelt werden? Hab auf Anhieb zumindest nix gefunden...
      First lesson: Stick them with the pointy end!