Grand Maester Pycelle

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      Ich finde Pycelle jetzt auch nicht gerade sympathisch doch mich wunderst doch sehr das ihn einige hier gerade zu verachten. Wie kann man ihn so Charakterisieren: unprofessionell, schlecht, armselig, dilettantisch, charakterloser Speichellecker, widerwärtiger Opportunist.

      Pyelle ist vollkommen Loyal und zwar Tywin gegenüber. Und das laut eigener Aussage aus Überzeugung da er Tywin für den fähigsten Herrscher hält. Pycelle sieht sich also dem Reich und nicht den König gegenüber verpflichtet was ich persönlich für eine wunderbare Eigenschaft halte. Ich erkenne auch nicht Pycelle persönlich Vorteile durch sein handeln erhält. Als Grandmaster hat er schon das Maximum seiner Möglichkeiten erreicht.

      So nehmen wir zum Beispiel die Ermordung Jon Arryn. Soweit ich mich richtig erinnere begann er diese Tat aus eigner initiative und erzählte auch keinen etwas davon. So hat er durch diese Tat keinen persönlich vorteil erhalten. Was diese Tat aber verhinderte war das die wahre Vaterschaft der Kinder von Cercei herauskam. Und wie wir alle Wissen führte diese Wissen zum Bürgerkrieg in Westeros. Pyelle vermoderte so mMn Jon Arryn um die Stabilität des Reiches zu gewährleisten. So verachtenswert ich die Ermordung Jon Arryn auch finde muss ich zugeben, dass das Motiv gut war.
      Jeder darf seine/ ihre eigene Meinung haben und ich vearachte ihn eben... Pycelle dient dem Reich? Mitnichten... Er dient ausschließlich den Lannisters. Der Krieg wurde mMn hauptsächlich ausgelöst durch die Hinrichtung Neds, denn darauf hat Robb reagiert....
      Dilettantisch kannst du rausnehmen, denn das habe ich revidiert....

      Ein Grand Maester hat dem Reich zu dienen und nicht einer einzigen Partei...., er hat dem Wohle der Menschen zu dienen, zu heilen und nicht Hilfe zu verweigern oder Schlimmeres.... Er hat geschworen!
      Speichellecker deshalb, weil er Tywins Speichel aufleckt..., was du ja auch bemerktest.... Du nennst es eben Loyalität. Er überredete den verrückten König, die Stadttore für Tywin zu öffnen, was zur Plünderung der Stadt und der Tötung der Familie des Kronprinzen führte... Er ließ, entgegen seines Eides, Arryn sterben , indem er den Maester wegschickte.... Das bezeichne ich als unprofessionell oder schlecht oder widerwärtig oder... unehrenhaft oder......

      @Esmeralda: :crazy:

      Lord Tywin wrote:

      So nehmen wir zum Beispiel die Ermordung Jon Arryn. Soweit ich mich richtig erinnere begann er diese Tat aus eigner initiative und erzählte auch keinen etwas davon. So hat er durch diese Tat keinen persönlich vorteil erhalten. Was diese Tat aber verhinderte war das die wahre Vaterschaft der Kinder von Cercei herauskam. Und wie wir alle Wissen führte diese Wissen zum Bürgerkrieg in Westeros. Pyelle vermoderte so mMn Jon Arryn um die Stabilität des Reiches zu gewährleisten. So verachtenswert ich die Ermordung Jon Arryn auch finde muss ich zugeben, dass das Motiv gut war.

      Dass er die Vergiftung begonnen hat, weiß ich jetzt so gar nicht mehr,es wäre schön ,wenn du da eine Textstelle nennen könntest,aus der das hervor geht.

      Shanara wrote:

      Er überredete den verrückten König, die Stadttore für Tywin zu öffnen, was zur Plünderung der Stadt und der Tötung der Familie des Kronprinzen führte...

      Da denke ich einfach mal so ganz blauäugig,dass er da in erster Linie das Ende der Herrschaft von Aerys im Auge hatte,dass er damit dann auch noch Tywin zu Diensten war hat ihn aber bestimmt nicht gestört.

      Shanara wrote:

      Ein Grand Maester hat dem Reich zu dienen und nicht einer einzigen Partei...., er hat dem Wohle der Menschen zu dienen, zu heilen und nicht Hilfe zu verweigern oder Schlimmeres.... Er hat geschworen!
      Speichellecker deshalb, weil er Tywins Speichel aufleckt..., was du ja auch bemerktest.... Du nennst es eben Loyalität. Er überredete den verrückten König, die Stadttore für Tywin zu öffnen, was zur Plünderung der Stadt und der Tötung der Familie des Kronprinzen führte... Er ließ, entgegen seines Eides, Arryn sterben , indem er den Maester wegschickte.... Das bezeichne ich als unprofessionell oder schlecht oder widerwärtig oder... unehrenhaft oder......

      Darin,dass er nicht nur einer einzigen Partei dienen ,bzw. zu seinem eigenen Nutzen agieren sollte, sondern in erster Linie dem Reich zu Diensten sein sollte,gebe ich dir Recht.Aber ich denke,dass er mit der unterlassenen Hilfeleistung an Jon Arryn einfach in erster Linie verhindern wollte,dass der Inzest ans Licht kommt und damit das Reich in große Aufruhr geraten wäre. Tywin war ein guter Politiker,dass bei ihm wohl das Volk und die Menschlichkeit zu kurz gekommen wäre,wollte Pycelle meiner Meinung nach nicht sehen,er wollte in erster Linie, ein möglichst angenehmes Leben haben und stellte dieses über seine Aufgaben als Maester,das ist ihm anzulasten.Dennoch empfand ich ihn nie als rücksichtslos oder grausam.
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      @Shanara

      Ja ich nenne Pycelle verhalten gegen über Tywin Loyalität. Er unterstütz ihn nicht weil er Angst vor ihm hat oder er von ihm bezahlt wird sondern weil er der Meinung das Tywin seit der Zeit als Tywin als Hand gedient hat der fähigsten Regeten ist. Und indem er den Mann unterstützt den er für den fähigsten Regenten hält dient erfüllt er seinen Schwur dem Reich und eben nicht einem verrückten König wie Aerys zu dienen. Damit nimmt er seine Pflichten als Grand Maester wahr.

      Dass Robert umgebracht wurde und Ned erst eingekerkert und dann umgebracht wurde ist doch eine direkte Folge aus der Enthüllung der Vaterschaft Cerceis Kinder.


      @onyx234

      Pycelle hat keinen gesunden Jon vergiftet falls du das meinst. Sondern er hat einen bereits erkrankten Jon Arryn in den Tod befördert.

      Lord Tywin wrote:

      Pycelle hat keinen gesunden Jon vergiftet falls du das meinst. Sondern er hat einen bereits erkrankten Jon Arryn in den Tod befördert.

      Genaugenommen trifft" in den Tod befördert" meiner Meinung nach nicht wirklich zu.Er hat ihn "lediglich" sterben lassen und eine eventuelle Heilung durch einen anderen Maester verhindert...was die Sache an sich natürlich auch nicht besser oder ehrbarer macht ;) .

      Ich bin ja ein absoluter Fan von Loyalität,bis zu einem gewissen Maß,Pycelle war in dieser Hinsicht jedoch ,selbst meines Erachtens nach Tywin zu sehr zugetan,da er auch in erster Linie den Lannisters diente, als Jon Arryn und Ned Stark unter Robert die Hände waren.
      Dass er gegen Aerys agierte war für mich durchaus verständlich und gut,nach dem Regierungswechsel wäre es jedoch seine Aufgabe gewesen dem Regenten zu dienen,solange dem Reich unter diesem kein Schaden drohte.Sonst sehe ich an seinem Verhalten allerdings keine Fehler.
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      Post was edited 2 times, last by “onyx234” ().

      Aber Robert war ein schlechert Regent, denn Pcelle jedoch nie sabotiert hat. Er war zwar kein paranoider
      Tyrann wie Aerys aber er hat das Reich in den Bankkrott getrieben. Von Ned haben wir erfahren das Aerys eine prallgefüllte Schatzkammer hinterlassen hat. Und nach Roberts ist die Krone mit über 6 Millionen Golddrachen verschuldet und das obwohl wir in einem Tyrion Kapitel erfahren das LF durch Reformen im Verwaltungswesen und kluger Anlagen die Einnahmen
      des Staates gewaltig erhöht hat. Ich glaube es hieß sogar LF habe sie verzehnfacht.

      Weiß aber auch nicht was Pycelle jetzt alles für die Lannister getan haben soll. Neben der Beihilfe zum Sturz Aerys hat er meines Wissens noch Jon ermordet um das Geheimnis um Cerceis Kinder zu schützen. Womit er auch den Erbfolge Krieg zumindest hinausgezögert hat. beide Aktionen sind im zwar überaus vorteilhaft für die Lannister, dienen aber auch gleichzeitig den Interessen des Reiches. Den Speichellecker den einige in ihm sehen kann ich nicht finden.
      Ich eigentlich auch nicht so wirklich,zumal er auch seine eigenen Ansichten z.B. im Fall von Gregors Heilung selbst Tywin gegenüber äußert und sich nicht sofort vom ersten "Nein" Tywins einschüchtern lässt.Von Speichellecken kann ich da eigentlich auch nichts erkennen.
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      Wie man ihn auch immer bezeichnen mag, es liegt nicht in seiner Befugnis, Entscheidungen zu treffen und eigenmächtig zu handeln. Seine Aufgabe als Maester ist es, zu beraten, nicht mehr. Und vor allem, gute Ratschläge zu geben. Wenn er Aerys verraten will (was ihm auch erstaunlich früh einfällt), kann ich das noch verstehen, aber einen Ratschlag zu geben, der eine Stadt der Plünderung freigibt, lässt sich nicht mit seinem Amt vereinen.
      Ebenso ist es nicht seine Aufgabe, die Hand sterben zu lassen, weil er vermutet, dass das den Lannisters gefällt.
      Als Glegane bereits plündernd durch die Riverlands zieht und alles totschlägt, was ihm in die Quere kommt, und damit die Lannisters den Krieg begonnen haben, labert er wieder nur dämliches Zeug und drängt indirekt darauf, die ganze Sache fallen zu lassen. Er ist ganz klar parteiisch für die Lannisters und nicht für das Reich.
      Wenn es ihm um das Reich gegangen wäre, hätte er schon Jahre früher etwas gegen Aerys unternommen und nicht bis dahin gewartet, als die Sache eh schon gelaufen war. Er hätte dafür eintreten müssen, in Bezug auf die Riverlands eine diplomatische Lösung zu finden, anstatt zu versuchen, es einfach unter den Teppich zu kehren. Er ist einfach nur ein Geschöpf der Lannisters, weswegen ich auch glaube, dass er Tywin auch loyal bliebe, wenn es nicht das Beste für das Reich wäre.
      Die Arryn-Geschichte ist ein Artmutszeugnis für seine Amtsausführung und mag kurzzeitig einen Bürgerkrieg verhindert haben. Allerdings sehe ich nicht, dass er irgendetwas für das Reich tun wollte. Wenn ich meinen Nachbarn, der in diesem Moment eine Bombe zünden will, ohne das zu wissen auf Geheiß seiner Freundin wegen einer Beziehungsgeschichte umbringe, bin ich moralisch gesehen immer noch ein Mörder. Und so sehe ich das auch bei Pycelle.
      Zu der "Maester und Frauen"-Geschichte: dass sie nicht heiraten dürfen, ist wohl klar, aber ich meine mich auch an eine Stelle erinnern zu können, wo recht deutlich gesagt wird, dass sie eigentlich im Zölibat leben sollen.
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      also,ich fand zum beispiel den verrat von pycelle an aerys nicht schlimm. :rolleyes:
      ich meine,er wird wohl erkannt haben,dass aerys einfach nicht fähig war zu regieren .
      und,dass er sich dann tywin angeschlossen hat,kann man schon verstehen ,in ihm hatte er einen fähigen mann gesehen,der ein reich regieren konnte .
      in pycelle sehe ich weder grausame anzeichen noch sadistische ,nur dass er sich bei den lennisters so einschleimt. :D
      pycelle war schon ein guter maester gewesen,wenn man bedenkt,wie lange er in diesem amt war.
      Zum einen ist ein Großmaester dem Reich und somit dem regierenden König verpflichtet. Seine Aufgabe ist nicht der Politikwechsel sondern durch seinen Rat dem König zu ermöglichen gut zu regieren. Nun gut, hat bei Aerys nicht funktioniert, aber seinen König zu verraten und sich den Lannisters anzubiedern ist ein Verrat an seinen Eiden.

      Darüber hinaus verursachte er durch den Verrat die Öffnung der Tore von King's Landing und somit den freien Zugang Tywins und die Plünderung der Stadt, inklusive Mord und Vergewaltigung an den unschuldigen Bewohnern. Und natürlich ermöglichte er dadurch, dass Tywin Gregor und Lorch zu Elia und ihren Kindern schicken konnte...
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      Esmeralda wrote:

      Nun gut, hat bei Aerys nicht funktioniert, aber seinen König zu verraten und sich den Lannisters anzubiedern ist ein Verrat an seinen Eiden.

      Naja,ich denke dass Pycelle da schon eher in Tywin den Menschen gesehen hat,dem er seine Loyalität entgegenbrachte.Vermutlich hat er ebenso wie Jaime gesehen,welche Gefahr da von Aerys ausging.

      Esmeralda wrote:

      Darüber hinaus verursachte er durch den Verrat die Öffnung der Tore von King's Landing und somit den freien Zugang Tywins und die Plünderung der Stadt, inklusive Mord und Vergewaltigung an den unschuldigen Bewohnern.

      Wie hätte das ganze ganze dann wohl funktioniert,wenn Pycelle Tywin die Tore nicht geöffnet hätte?Hätte Jaime das dann getan? Oder wie wäre eine Machtübernahme wohl ansonsten abgelaufen? Ich weiß gar nicht mehr,wusste man,dass Robert unterwegs nach KL ist,war dort schon wirklich bekannt,dass er den Thron besteigen würde?
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      onyx234 wrote:

      Naja,ich denke dass Pycelle da schon eher in Tywin den Menschen gesehen hat,dem er seine Loyalität entgegenbrachte.Vermutlich hat er ebenso wie Jaime gesehen,welche Gefahr da von Aerys ausging.

      Als Gandmaester hat er aber keinem Menschen Loyalität entgegen zu bringen. Bzw. kann er das natürlich fühlen, aber er sollte dem Reich dienen. Mir geht es nicht einmal so sehr darum, dass er sich GEGEN Aerys gestellt hat. Das ist ja sogar mal verständlich, aber er hat sich AUF DIE SEITE der Lannisters gestellt. Und das steht einem Maester nicht zu. Selbst Jaime hat Aerys nicht getötet, um seinen Vater auf den Thron zu hieven, sondern um die Zerstörung an King's Landing zu verhindern und den Tod von Hundertausenden von Menschen.

      onyx234 wrote:

      Wie hätte das ganze ganze dann wohl funktioniert,wenn Pycelle Tywin die Tore nicht geöffnet hätte?Hätte Jaime das dann getan? Oder wie wäre eine Machtübernahme wohl ansonsten abgelaufen? Ich weiß gar nicht mehr,wusste man,dass Robert unterwegs nach KL ist,war dort schon wirklich bekannt,dass er den Thron besteigen würde?

      Ich glaube nicht, dass er das ahnen konnte, aber A führt nun mal zu B. Und auch wenn er nicht die Verantwortung trägt, so ist seine Handlung letztlich die Ursache, die dazu geführt hat. Und das Leid, dass die Lannister-Truppen dem Volk angetan hat, hat ihn ja nie dazu gebracht, darüber mal nachzudenken, ob er seine Loyalität wirklich der richtigen Person schenkt.
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      Esmeralda wrote:

      Das ist ja sogar mal verständlich, aber er hat sich AUF DIE SEITE der Lannisters gestellt. Und das steht einem Maester nicht zu.

      Esmeralda wrote:

      ob er seine Loyalität wirklich der richtigen Person schenkt.

      Nein,das steht einem Maester nicht zu.Ich weiß nicht was Pycelle in Tywin gesehen hat,wahrscheinlich war er aber für ihn die richtige Person.Ich vermute er hat gedacht ,dass Tywin Lannister ein absolut fähiger Mann und gut für das Reich ist...und ich denke, das wohl bis zum Schluss.
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      @Ser Arthur Dayne
      Aus dem Tyrion Thread:
      onyx schrieb:Ich halte Pycelle für einen recht mitfühlenden Charakter

      Ser Arthur Dayne schrieb:
      ​An der Stelle würde mich dann schon interessieren, wie du darauf kommst.


      So,zunächst mal schrieb ich,ich halte ihn für einen recht mitfühlenden Charakter und nicht ich halte ihn für die Ausgeburt der Milde oder Mutter Teresa.
      Beim Lesen,insbesondere beim Reread kam es mir eben ein wenig so vor.Er wirkte auf mich nie grausam oder missgünstig,sondern eher sanft und bedächtig.Ich habe hierfür gerade keine Textstelle,aber soweit ich mich erinnere missfielen ihm die Gerüchte,die da bewusst über Stannis und die Herkunft von Shireen gestreut werden sollten.Das verbuche ich schon als eine Art von Mitgefühl.
      Dann wäre da die Situation im Rat als abgestimmt wurde,ob Daenerys sterben soll oder nicht.Er stimmte zwar für ihren Tod,doch seine Begründung fand ich dann schon auf gewisse Weise "mitfühlend".
      " Mein Orden dient dem Reich,nicht dem Herrscher.Einst habe ich König Aerys so treu beraten,wie ich heute König Robert berate,daher trage ich dieser,seiner Tochter nichts nach.Doch will ich euch eines fragen...sollte es wieder zum Krieg kommen,wieviele Soldaten werden sterben? Wieviele Städte werden brennen?Wieviele Kinder werden ihren Müttern entrissen, um an einem Spieß zu enden?" Er strich sich über seinen üppigen weißen Bart,unendlich traurig,unendlich müde." Ist es nicht weiser,sogar gütiger,wenn Daenerys Targaryen jetzt stirbt,damit zehntausende leben können?"

      Ja und dann war da noch die Sache mit Gregor,bei dem ich schon den Eindruck hatte,dass Pycelle einiges daran liegt ihm zu helfen und die Tatsache,dass er sichtlich bestürzt auf Tywins Härte reagiert.
      Pycelle :"...ich muss wissen,mit was für einer heimtückischen Substanz Prinz Oberyn seinen Speer bestrichen hat.Behalten wir die anderen Dornischen hier,Mylords,bis sie sich ein wenig entgegenkommender zeigen." Lord Tywin hatte ihm das verweigert."Wegen Prinz Oberyns Tod,wird es schon genug Ärger mit Sonnspeer geben.Ich beabsichtige nicht das noch zu verschlimmern,in dem ich seine Begleiter gefangen setze.""Dann wird Ser Gregor sterben,fürchte ich.""Zweifellos wird er das,das habe ich Fürst Doran in dem Brief geschworen,den ich ihm mit der Leiche seines Bruders geschickt habe....Aber es muss das Schwert des königlichen Henkers sein,das ihn tötet,nicht ein vergifteter Speer.Macht ihn gesund."Großmaester Pycelle blinzelte bestürzt."Mylord...""Macht ihn gesund,"wiederholte Lord Tywin verärgert " ihr seid euch doch darüber im Klaren..."
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      Ich muss ja sagen "mitfühlend" hätte ich im Zusammenhang mit Pycelle nie verwendet.
      Pycelle empfand ich beim lesen immer als jemand der recht genau weiss was er sagen und tun muss/kann um seine Stellung zu sichern. Zumindest bis zu seiner Konfrontation mit Tyrion.

      Dabei hatte ich auch immer den Eindruck, das Pycelle nur maximal 50% etwas so meint wie er es sagt.
      z.b. den theatralischen Spruch mit "...gütiger,wenn Daenerys Targaryen jetzt stirbt...", nehm ich ihm null ab.
      Da glaube ich eher, das er sich wieder seinen Zuspruch vom König holt, indem er diesem in der Diskussion Argumente liefert.

      Ihm gehts meiner Meinung nach, einzig um seine Stellung als Großmaester.
      Bei Gregor kommt er einfach unter Druck, weil seine Kompetenz in Frage gestellt ist und der ihm gestellte Auftrag, diesen wieder auf die Beine zu stellen, in Gefahr gerät .
      Bin auch eher bei Ajantis.

      Das einzige Mal, dass ich Pycelle abnehme, mitfühlend zu sein, ist als ihn Tyrion mit seiner Dienstmagd überrascht - kurz davor war er sicher ungemein mitfühlend.

      Ansonsten ein Opportunist reinsten Wassers, hin und her gerissen zwischen seinen Pflichten als Maester, als Kreatur Tywins und seiner eigenen Eitelkeit bzw. Ehrgeiz. Er mag Skrupel haben und eine allgemeine Achtung vor den guten Sitten - zu einem rechtschaffenem Charakter macht ihn das noch lange nicht.

      Für ihn gilt das alte Wort von Ebner-Eschenbach: "So mancher glaubt ein guter Mensch zu sein - dabei hat er nur schlechte Nerven".
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Jaaa...so unterschiedlich nimmt man verschiedene Charaktere wahr. :)

      ssnake wrote:

      zu einem rechtschaffenem Charakter macht ihn das noch lange nicht.

      Aaach rechtschaffen,davon gibt es im Lied wohl auch nicht allzu viele,aber die Worte von Ebner-Eschenbach gefallen mir.
      Ich für meinen Teil halte den alten Mann zumindest für keinen allzu schlechten Menschen und hätte ihm ein angenehmeres Ende im Lied gewünscht.Vielleicht eine gemeinsamen Lebensabend am Kaminfeuer mit Old Nan oder so. :D
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