Klimakrise

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      Dritter Grund:

      Ökologie der Viehwirtschaft
      Auszug aus dem Jahresbericht 1992 des WORLD WATCH INSTITUTE
      ???Ein extraterrestrischer Ökologe, der ... die Erde [betrachtete], könnte zum Schluß kommen, Rinder seien die dominante Tierart unserer Biosphäre", schreibt der Biologe David Hamilton White an der Universität von Georgia. Rinder und andere Wiederkäuer weiden auf der Hälfte der Landfläche des Planeten. Zusammen mit Schweinen und Geflügel fressen sie auch Futter von einem Viertel des Ackerlandes. Das allgegenwärtige und vertraute Vieh hat gewaltige und weithin unerkannte Auswirkungen auf die globale Umwelt.
      Seit Jahrhunderten und in manchen Gegenden selbst heute noch diente die Viehhaltung als notwendiges landwirtschaftliches Gegenstück des Pflanzenanbaus, das die Betriebe ökologisch ausgeglichen hielt. Der Anbau von Heu, Hülsenfrüchten und anderem Viehfutter verlangt ökologisch sinnvolle Fruchtfolgen. Weiden und Futterfelder erleiden weniger Bodenerosion und nehmen mehr Wasser auf als Äcker, und stickstoffbindende Futterpflanzen wie z.B. Luzerne verbessern die Bodenfruchtbarkeit.
      Jedoch entstehen ökologische Belastungen durch moderne intensive Viehproduktionsmethoden - z.B. Hühner- und Schweinemastbetriebe und Rinderweiden — wie auch durch extensive Formen wie Viehzucht und Weiden. Die Auswirkungen auf die Umwelt durch intensive Viehbetriebe reichen von Getreidefeldern bis zu Misthaufen. Und ökologisch nicht dauerhaften Weidemethoden fallen Wälder, Trockenländer und wilde Arten zum Opfer. Vielfältige Kräfte haben die ökologisch sinnvollen Viehsysteme der traditionellen Hirten beeinträchtigt und drängen diese mit ihren Tieren in Gebiete, wo das Land rasch verwüstet wird.
      Die konzentrierten Mastanlagen der industrialisierten und neuindustrialisierten Länder verbrauchen Unmengen an Getreide und Soja, wie auch Energie, Wasser und Agrarchemikalien, die die Bauern zum Anbau dieser Pflanzen verwenden. Die Produktion von Schweinefleisch verbraucht weltweit mehr Getreide als jede andere Fleischindustrie. Zusammen mit der Geflügelproduktion macht sie mindestens zwei Drittel des Futtergetreidekonsums aus. Milchkühe und Schlachtrinder verzehren einen Großteil des verbleibenden Drittels.
      Wie effizient die Viehindustrie Futter in Fleisch, Milch oder Eier umwandelt, variiert je nach Tier und Land. Die Vereinigten Staaten, einer der effizienteren Produzenten, verbrauchen 6,9 Kilo Mais und Sojabohnen, um ein Kilo Schweinefleisch auf die Tafel zu bringen (s. Tabelle). US-Rinder für die Fleischproduktion verzehren weniger Getreide und Sojabohnen als Schweine und gewinnen drei Viertel ihres Gewichts durch Gras, Heu und anderes Rohfutter. Landwirte in anderen Ländern, vor allem der Sowjetunion, sind weniger effizient. Im Falle vom Hühnerfleisch verwenden sie zweimal soviel Getreide pro Fleischeinheit.
      Weitere Ressourcen tragen zu der Umweltbelastung der Vieh- und Futterindustrie bei, wie z.B. die zur Versorgung mit Futtergetreide aufgewendeten fossilen Brennstoffe. Einschließlich des Brennstoffs zum Antrieb landwirtschaftlicher Maschinen und zur Herstellung der Düngemittel und Pestizide erweist sich Futtergetreide als ein energieintensives Produkt. David Pimentel an der Cornell-Universität, ein Experte in Fragen für landwirtschaftlichen Energieverbrauch, schätzt, daß 30.000 Kilokalorien Energie aus fossilen Brennstoffen verbrannt werden, um in den USA ein Kilo Schweinefleisch zu erzeugen — entsprechend der Energiemenge von fast vier Litern Benzin. Insgesamt geht fast die Hälfte der in der US-Landwirtschaft aufgewendeten Energie in den Viehsektor. Die Herstellung der gesamten Fleischmenge, die der durchschnittliche Amerikaner im Jahr verzehrt, erfordert das Äquivalent von 190 Litern Benzin.
      Tabelle:
      Vereinigte Staaten:
      erforderliche Hilfsmittel zur Produktion eines Kilos Fleisch, Eier oder Käse, 1991 Produkt Getreide1 Energie Kilogramm Tausend Kilokalorien Schweinefleisch
      Rindfleisch
      Hühnerfleisch
      Käse
      Eier 6,9
      4,8
      2,8
      3,0
      2,6 30
      17
      13
      10
      10 1 Einschließlich Soyamehl.
      Der Anbau von Futtergetreide verschwendet auch Wasser. In Kalifornien, inzwischen der US-Staat mit der größten Milchproduktion, erfordert die Viehhaltung fast ein Drittel des Bewässerungswassers. Das Zentrum der Nation, was Rinderweiden angeht — Colorado, Kansas, Nebraska und der ???Pfannenstiel" von Texas —, verwendet Futterpflanzen, die mit Wasser aus dem Ogallala-Grundwasservorkommen bewässert werden, in dem sich manche Bereiche schon gravierend abgesenkt haben. Da die Hälfte des an US-Rinder verfütterten Getreides und Heus auf bewässertem Land angebaut wird, werden mehr als 3000 Liter Wasser verbraucht, um ein Kilo Rindfleisch zu produzieren. Das zur täglichen Fleisch-, Milch-und Eierversorgung eines typischen Amerikaners aufgewendete Wasser entspricht wahrscheinlich in etwa dessen häuslichen Wasserverbrauch, nämlich rund 380 Litern. Fleischproduktion in anderen wohlhabenden Ländern bedingt ähnliche Kosten an Ressourcen. Der Bedarf an Energie der getreidegefütterten Schweinefleisch- und Geflügelproduktion in Europa übersteigt jenen in den USA wegen der großzügigen Verwendung von Düngemitteln in Europa. Japanische Rindfleischproduzenten füttern ihre Tiere gewöhnlich mit doppelt soviel Getreide wie die amerikanischen, im Bemühen, das butterweiche Rindfleisch zu produzieren, um das sich die Japaner reißen. In Neuseeland werden dagegen Schafe und Rinder ausschließlich von Gras ernährt: der Energieverbrauch pro Kilo Schafs- oder Rindfleisch beträgt dort ein Viertel von dem in Großbritannien.
      Die Auftrennung des Nährstoffkreislaufes, der einst Feldfrüchte und Vieh miteinander verband, verursachte der Landwirtschaft an beiden Enden Probleme: hohe Rechnungen für Düngemittel und hohe Kosten für die Abfallentsorgung. Mist ist in beschränkten Mengen ein wertvolles organisches Düngemittel und Bodenzusatz, im Übermaß aber ein gefährlicher Schadstoff. Die Nährstoffe in verschwendetem Mist aus amerikanischen geschlossenen Mastbetrieben könnten geschätzte 12 Prozent des Stickstoffs, 32 Prozent des Phosphors und 30 Prozent des Kaliums ersetzen, die von US-Farmern in Form von Kunstdüngern aufs Land gebracht werden.
      Die Millionen Tonnen tierischer Exkremente, die sich in modernen Produktionsanlagen ansammeln, können Flüsse und Grundwasser verschmutzen. Stickstoff und Phosphor im Mist überdüngen Algen, die rasch wachsen, den Sauerstoff aufbrauchen und Wasserökosysteme ersticken. Von den Hunderten italienischer Seen, die von Algen verstopft sind - bis zur schmutzigen Chesapeake Bay —, tragen tierische Exkremente das ihre zu den Nährstofflasten aus Düngemitteln, menschlichen Abwässern und städtischer und industrieller Verschmutzung bei.
      In den Niederlanden, dem Zentrum der Schweineproduktion Westeuropas, ist Dung eine große ökologische Gefahr. Die 14 Millionen Tiere in Mastbetrieben im Süden des Landes scheiden so viel Mist aus, daß in vielen Fällen Nitrat und Phosphat die Oberflächenschichten des Bodens gesättigt und das Wasser verseucht haben. Die Europäische Gemeinschaft bezeichnet inzwischen die Niederlande, Belgien und Teile Frankreichs als ???Dünger-Überschußregionen", denn sie produzieren davon mehr, als das Land aufnehmen kann. Stickstoff aus dem Mist verflüchtigt sich auch in die Luft als gasförmiges Ammoniak, ein Schadstoff, der sauren Regen und Niederschlag verursacht. Ammoniak aus der Viehindustrie ist die größte Einzelquelle der auf holländischen Boden niedergehenden Säure und richtet mehr Schaden an als die Autos oder Fabriken des Landes, sagt das Nationale Institut für Gesundheit und Umweltschutz.
      Nicht nur Ökosysteme sind gefährdet. Ins Grundwasser sickernde Nitrate aus Düngerstickstoff können Beeinträchtigungen des Nervensystems, Krebs und Methämoglobinämie oder das ???Blaue-Säugling"-Syndrom, eine seltene, aber tödliche Säuglingskrankheit, verursachen. Nitratverseuchung ist in Westeuropa sehr weit verbreitet, und ein amtlicher Bericht aus der Tschechoslowakei spricht von einer ???Nitratwolke", die das Grundwasser unter landwirtschaftlichem Boden verseucht.
      Auch Viehhaltung außerhalb moderner Intensivanlagen hat ökologische Nebenwirkungen. Viele der Weideländer der Welt, ein Drittel der Landfläche der Erde, zeigen Narben: ausufernde Unkräuter, erschöpfte Böden und erodierte Landschaften. In Afrika konzentrierten sich eine steigende Zahl von Menschen, schrumpfendes Weideland und fehlgeleitete Entwicklungspolitik, um Rinder rund um die Wasserstellen zu sammeln und so das Land zu schädigen. Anderswo leiden Weiden an Überweidung, während durch Subventionen und Spekulationen geförderte Rinderhaltung im tropischen Lateinamerika Wälder und Böden erschöpft.
      Rinder spielen eine große Rolle in der globalen Ausbreitung der Wüsten - der Schädigung der ökologischen Gesundheit der Trockenländer. Zuerst überweiden Rinder die mehrjährigen Gräser und ermöglichen die Ausbreitung einjähriger Unkräuter und widerstandsfähigerer Büsche. Diese Arten Verschiebung ist die weitestverbreitete Form der Weideschädigung. Die neuen Unkräuter verankern den Boden nur schwach und lassen ihn empfindlich gegen Huftritte und die erosiven Einwirkungen von Wind und Regen werden. Unter fortdauernder Beweidung wird der nackte Boden für Regenwasser undurchlässig, das dann über die Oberfläche davonrinnt, fruchtbaren Boden davonträgt und Strombetten zu tiefen Gräben auswäscht. Flußaufwärts werden die Wasserspiegel nicht wieder aufgefüllt; flußabwärts werden Fluten häufiger, und Sedimente verstopfen Wasserwege, Dämme und Mündungsgebiete. In trockeneren Gegenden fegen Winde die gelockerten Böden fort.
      Das
      Gewissen, das schlechte Gewissen“, flüsterte sie ihm ins
      Ohr. „Schlaft mit dem Rücken zum Feuer und nehmt Euch in Acht vor
      dunklen Ecken, denn es wird Euch finden - so wie ich.“
      :whistling:
      Schätzungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen deuten an, daß 73 Prozent der weltweit 3,3 Milliarden Hektar Weideland zum mindesten mittelgradig sich in Wüste umzuwandeln beginnen, d. h. über 25 Prozent ihrer Tragfähigkeit eingebüßt haben. Manche Beobachter warnen allerdings, Berechnungen des Viehbestands, der von einer Region unterhalten werden kann, seien ein schlechter Indikator der Schädigung in den dürregefährdeten afrikanischen Weideländern, weil die Dürre mit oder ohne Rinder die Vegetation zerstört. Doch werden dort, wo der Regenfall regelmäßiger ist, einheimische mehrjährige Pflanzen leicht durch Rinder geschädigt; Tonböden werden leicht verdichtet; und Regen kommt oft als ein starker, plötzlicher Platzregen, der unstabile Böden wegspült.
      Hirten wurde irrtümlicherweise vorgeworfen, sie überweideten und zerstörten Weideland, weil es im Gemeinbesitz ist. Doch herkömmlicherweise vermehrten sie ihre Herden während regenreicher Jahre, damit einige wenige Tiere bei Rückkehr der Dürre überleben konnten. Zudem verfügen sie über Systeme zur Kontrolle der Nutzung des Weidelands. Die Zaghawa in Niger z.B. wandern auf getrennten parallelen Pfaden nordwärts zu den Weiden der Regenzeit in der Sahara und lassen unbeweidete Streifen für den Rückmarsch. Häufiger beschränken Hirten den Zugang zu Weiden für die Trockenzeit, damit das Futter dann verfügbar ist, wenn es am dringendsten benötigt wird.
      In Wahrheit sind Hirten Opfer, nicht Täter der Umweltzerstörung. Das menschliche Bevölkerungswachstum ist eine Hauptursache. In der südlichen Sahelzone hat sich seit 1960 die Zahl der Menschen mehr als verdoppelt, und das Ackerland nahm um ein Drittel zu. Ein Großteil dieser Ausbreitung erstreckte sich auf Weiden, die Hirten einst während der Trockenzeit nutzten. In Tansania haben die Barabaig-Hirten über 40000 Hektar ihrer Trockenzeitweiden an eine mechanisierte Weizenfarm verloren. Auch private Rancher haben traditionelles Weideland in Besitz genommen. Die auf kärgere Böden gezwungenen Hirten und ihre Tiere haben dann die Schädigung des Landes verschlimmert.
      Leider verschlimmerten gutgemeinte Entwicklungspläne oft die ökologische Lage. Von den fünfziger Jahren an unterstützten z.B. die Weltbank und andere Organisationen die Bohrung tiefer Brunnen in trockenen, zuvor für Rinder unzugänglichen Gebieten. In Botswana erweiterten diese Brunnen das Weideland auf das Zweieinhalbfache. Wegen des ungeregelten Zugangs zu den Brunnen entblößten Rinder die umgebenden Flächen aller Vegetation und zertraten sie zu Mondlandschaften. Kreise windgefegten Sandes dehnen sich im Umkreis von über 10 km von Brunnen im Kgalagadi-Distrikt in Botswana aus.
      Außerhalb Afrikas sind Schäden des Weidelands häufigerunmittelbar auf Mißwirtschaft und Überweidung zurückzuführen. Obwohl Savannen und offenes Buschland in Südamerika nur Weide niederer Qualität bieten, lassen sie die Rancher gewöhnlich überweiden, was zur Verbreitung von Unkräutern und
      Erosion führt. In den gemäßigten Weideländern Argentiniens, Paraguays und Boliviens hat der Verlust der Pflanzendecke die Verdunstung vom Boden verstärkt und zur Versalzung des Bodens geführt.
      Wohlhabende Nationen sind gegen die Wirkungen der Überweidung auf Weideland nicht gefeit. Spanien und Portugal tragen noch immer die Narben von einer die Schafe begünstigenden Landpolitik, die vor Jahrhunderten begann. Auch die westlichen USA müssen mit einer betrüblichen Hinterlassenschaft auskommen: Der große Rinderboom des letzten Jahrhunderts zerstörte viele einheimische Ökosysteme, bestehend aus gemischten Gräsern. Weiterhin werden ein Großteil der 110 Mio. Hektar staatlichen Landes, das die Regierung an Rancher verpachtet, überweidet, oder Rinder werden zu lange auf dem gleichen Land gehalten.
      Das US-Bureau of Land Management (BLM, Amt für Landverwaltung), das zusammen mit dem US-Forest Service (Waldamt) für die Überwachung des staatlichen Weidelandes zuständig ist, berichtete 1990, lediglich 23 Mio. Hektar - 33 Prozent seines Besitzes im Westen — seien in gutem oder hervorragendem Zustand. Andere Studien zeigen an, daß die Hälfte des US-Weidelandes mit einer um mindestens 50 Prozent herabgesetzten Tragfähigkeit schwer geschädigt ist und daß die schmalen Lebensräume entlang der Ströme, die für die Ökologie der Trockengebiete von kritischer Bedeutung sind, im bisher schlimmsten Zustand sind.
      Wie in den westlichen USA geschah in Australien die schlimmste Überweidung vor einem Jahrhundert durch unkontrollierte Rinderzüge, doch die Schäden bleiben, und die Überweidung dauert fort. Auf den trockenen Ebenen haben etwa 56 Prozent der Fläche eine Verschiebung der Vegetation erlitten; 13 Prozent sind schwer geschädigt. Und in den Trockengebieten Südafrikas hat das Vordringen von Holzpflanzen nach der Überweidung 3 Mio. Hektar für Rinder unbrauchbar gemacht.
      Schäden des Weidelandes sind nur ein Maß der Zerstörung durch heutige Weidepraktiken. Wälder leiden auch durch die Viehproduktion, wenn Äste als Futter abgeschnitten werden oder ganze Bestände flachgelegt werden, um Weiden zu schaffen. Kritische Wassereinzugsgebiete werden geschädigt, Tier- und Pflanzenarten gehen verloren, und Kohlendioxid wird in die Atomsphäre freigesetzt und trägt zur Klimaerwärmung bei. In Indien geht der Waldverlust zugunsten der Rinder auf Mangel an Weideland zurück. Die 12 Mio. Hektar ständigen Weidelands der Nation reichen bei weitem nicht aus für die 196 Mio. Rinder. (Im Vergleich -das Rinderland von Uruguay beträgt 13 Mio. Hektar für 10 Mio. Tiere.) Zudem ist das für die Tiere der Armen bedeutsame Gemeindeland Indiens in den letzten 40 Jahren um etwa ein Viertel geschrumpft. Staatswälder, Straßenränder und Brachländer kompensieren einen Teil des Futtermangels, doch die meisten Kühe hungern trotzdem, und der Druck auf die Wälder nimmt zu.
      Lateinamerika erlitt die dramatischsten Waldverluste infolge unangepaßter Viehproduktion. Seit 1970 wandelten Bauern und Rancher über 20 Mio. Hektar der feuchten Tropenwälder der Region in Rinderweide um. Im brasilianischen Amazonas sind rund 10 Mio. Hektar für Rinder gerodet worden, während der kolumbianische Amazonas 1,5 Mio. Hektar einbüßte und Peru eine halbe Million verlor. In Mexiko waren 18 Mio. Hektar Weideland einst Wald, davon geschätzte 5,5 Mio. Tropenwald.
      Laut UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) hat Zentralamerika seit Anfang der sechziger Jahre mehr als ein Drittel der Wälder verloren; währenddessen nahm das Weideland um 50 Prozent zu. Fast 70 Prozent des entwaldeten Landes in Panama und Costa Rica sind nun Weideland. Rancher in Darien (Panama) entlohnen Bauern für die Rodung der Wälder und Anpflanzung von Gräsern, während in Costa Rica Rancher ???Zaunkriechen" betreiben — d.h. sie schieben im Wortsinne ihre Zäune über die Grundstückslinien hinaus in Nationalparks hinein vor.
      Die Abholzung der Bäume setzt die Räder der Verschlechterung des Landes in Gang. Seichte, saure und nährstoffarme tropische Böden verlieren rasch ihre wichtigen Nährstoffe, wenn der Wald in Weideland umgewandelt wird. Unkräuter und Büsche dringen bald ein, und innerhalb eines Jahrzehnts werden die meisten Weiden zugunsten von neuerlich aus dem Wald gerodetem Land aufgegeben. Wo Wälder vor vordringenden Weiden zurückweichen, tut dies auch die biologische Vielfalt.
      Schließlich trägt Vieh durch den Ausstoß von Methan, dem zweitwichtigsten Treibhausgas, zur Klimaerwärmung bei. Wiederkäuer setzen jährlich um die 80 Mio. Tonnen dieses Gases durch Rülpser und Blähungen frei, während tierische Exkremente in Mastanlagen und fabrikartigen Farmen weitere 35 Mio. Tonnen emittieren. Dies geschieht, wenn Abfälle in der sauerstoffarmen Umgebung von Abwasserbecken und Dunghaufen gelagert werden, wo Methan während des biologischen Abbaus entsteht. Das Vieh macht 15-20 Prozent der globalen Methanemissionen aus — etwa 3 Prozent der Erwärmung durch alle Gase zusammen.
      Von den unmittelbarsten Auswirkungen — Verseuchung mit Stickstoff und zurückgehende Gräser bis zu den weitreichendsten Artenverlusten und Klimaveränderungen — erheben die heutigen Methoden der Viehhaltung rund um die Welt einen hohen Zoll von der Natur. Die übergroße und ressourcenintensive Viehwirtschaft ist nicht an die Ökosysteme der Erde angepaßt.
      Entnommen aus:
      Zur Lage der Welt 1992
      Daten für das Überleben unseres Planeten
      WORLD WATCH INSTITUTE
      Fischer-TB, DM 14,80



      Was ändert sich, wenn ich einen Straßenhund aufnehme? - Mein Vater kann mich nicht mehr besuchen kommen (Tierhaarallergie), ich muss mich um den Kerl kümmern, es wird ein Hund weniger misshandelt. Gut, würde ich mir überlegen, wenn mein Vater nicht wäre.




      Das richtet sich eher an Menschen, die ohnehin mit dem Gedanken spielen, einen Hund aufzunehmen, aber unbedingt zum Züchter wollen.
      Ich halte natürlich keinem vor, sich kein Tier anschaffen zu wollen



      Was ändert sich wenn ich Fahrrad statt Auto fahre? - Im innerstädtischen Verkehr bin ich oft schneller, bleibe fitter, sehe besser aus und bezahle weniger Geld. Großes Problem: Ich bin sehr limitiert wieviel ich mitnehmen kann (für 5 Leute Essen auf Vorrat kaufen ist nicht) und im Arbeitsleben ist Zeit nunmal geld und da sind gelegentlich einfach längere Strecken nötig.



      Ok, vielleicht habe ich mir über die Formulierung nciht genug Gedanken gemacht, aber ich hatte diesen Beispielsätzen keine soo hohe Bedeutung beigemessen.

      Damit meine ich, das Auto vielleicht öfter mal stehenzulassen, sich dazu zu überwinden, mal zufuß oder mit dem rad irgendwohin zu fahren. Viele sind nämlich mittlerweile so bequem, dass sie fast alles mit dem Auto machen
      Das
      Gewissen, das schlechte Gewissen“, flüsterte sie ihm ins
      Ohr. „Schlaft mit dem Rücken zum Feuer und nehmt Euch in Acht vor
      dunklen Ecken, denn es wird Euch finden - so wie ich.“
      :whistling:
      @Tyrion: Alles völlig richtig, auch das mit der Zunahme des Osstschildes der Antarktis.
      Nur liegt der Teufel mal wieder im Detail. Es ist nicht kälter geworden, warum also wachsen einzelne Gebiete?
      Der Eisschild ist gewachsen, weil es mehr Niederschläge gab.
      Warum wohl gibt es in einer der niederschlagsärmsten Gegenden der Welt plötzlich mehr Niederschläge?
      Weil es wärmer geworden ist in den umliegenden Gewässern und mehr Wasser verdunstet ist ...

      Im Übrigen nützt es nicht viel, wenn der Ostschilchild der Antarktis wächt, wenn der Westschild abtaut.
      Drin ist drin ...
      Die Teile stützen sich nämlich gegenseitig, ohne die Höhe des Westschildes könnte der Sockel des Osttschildes nicht so hoch klettern - bis auf 2500m Eisdicke. das heißt: Kommt der Westschild ins Rutschen und geht Baden, dann fängt bald auch der neunfach größere Ostschild an, instabil zu werden...
      Der Westschild ist nämlich im Küstengebirge verankert, der Ostschils liegt auf einer Hochebene auf.

      Egal, was getan werden kann, ist die Reduktion der Emissionen.
      Damit wären wir dann übrigens auch schon beim Stichwort Peak Oil.
      @ Hellfairy: Schöne Aufstellung, aber selbst mir schon ein wenig zu lang.;)

      Zusammengefasst: Versteppende Böden können weniger Niederschlag aufnehmen, von den resultierenden regionalen Problemen für die Bevölkerung abgesehen bedeutet das wieder:
      Mehr Wasserdampf in der Atmosphäre.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Post was edited 2 times, last by “ssnake” ().

      letztendlich kann ich Fleischesser im Allgemeinen aber garnicht kritisieren, weil ich einen Hund habe und durch dessen Fütterung die Fleischindustrie unterstütze.

      Aber Stella bekommt aber immerhin Biofleisch, aus artgerechter Haltung, was eben auch seinen Preis hat.
      Wenn alle Menschen nur noch biofleisch essen, könnten sie nur noch viel seltener Fleisch essen und damit wäre der Bedarf an neuen fleischproduzierenden Tieren und der damit verbundene CO2ausstoß bereits reduziert mMn. Obwohl, wenn ich wirklich konsequent wäre, ich sie ebenfalls vegetarisch/vegan ernähren würde, aber das möchte ich halt nicht weil Stella nunmal ein Carnivore ist :/
      Das
      Gewissen, das schlechte Gewissen“, flüsterte sie ihm ins
      Ohr. „Schlaft mit dem Rücken zum Feuer und nehmt Euch in Acht vor
      dunklen Ecken, denn es wird Euch finden - so wie ich.“
      :whistling:
      Vegatarismus als einziges Mittel, um die Welt zu ernähren. Sehr interessant, hört sich auch einleuchtend an. Dass intensive Land- und Viehwirtschaft dem Boden unheimlich schadet, wusste ich, aber den Vergleich von pflanzl. Nahrungsmitteln und Fleisch hatte ich noch nicht gesehen.8o
      Der Fleischkonsum ist im 20. Jhdt. im Westen stark angestiegen, infolge des Wohlstands. Je mehr Fleisch gegessen wird, desto reicher sind die Leute. Der Fleischkonsum wird somit auch zukünftig wahrscheinlich noch ansteigen trotz Gammelfleisch und den anderen alljährlichen "Fleischskandalen.
      Die Umsetzung ist dann nur wieder eine ganz andere Sache. Ob ich als Fleischliebhaber auf mein leckeres Cordon BLeu verzichten könnte... ich weiß nicht. Ich halte mich da aber für anpassungsfähiger als viele andere Menschen, besonders im Vergleich zu den großen amerikanischen Fleischkonzernen mit ihrem "Wir scheißen auf die Umwelt und die dritte Welt" Slogan ... .
      Bis die ersten größeren Gebiete versteppt sind, wird sich vermutlich so gut wie nichts tun. Man kann es dem normalen Farmer auch nicht verübeln, er will schließlich auch nur überleben! Dasselbe wie mit den Fischfangquoten, die immer überschritten werden. Der Fischer will auch wie jeder andere sein Geld.
      Gier ist menschlich :rolleyes:
      Wie aSoIaF NICHT enden soll: "And all was well."
      Less Flower Power, more Fire Power!
      @Hellfairy:
      Ich halte es ohnehin für nicht sehr artgerecht, Haus(raub)tiere wie hund und Katz, vegetarisch zu ernähren.

      Und was den Homo Sapiens betrifft:
      Fleisch einmal die Woche wäre angemessen, dann aber auch was vernünftiges und nicht den Dreck aus der Massentierhaltung.
      Da müßten wir halt alle unsere Kochgewohnheiten umstellen ...
      Und da muss dann auch wieder gesagt werden: Dann stehen wir wieder so lange wie unsere Großmütter und Urgroßmütter in der Küche.
      Aber wenn sich die Weltwirtschaft so entwickelt, (transporte werden sauteuer) wie vorraussehbar, bleibt dann eh nicht mehr viel anderes übrig.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Original von ssnake
      @The Wolf:
      Und dein Professor für Thermodynamik bezweifelt ernsthaft den Zusammenhang zwischen Mehrausstoß von Methan, Ozon und CO2 mit einer Klimaerwärmung?

      Im übrigen bezweifle ich die Genauigkeit der Recherche der Berichterstattung regelmäßig.


      Die Einschätzung von Svante Arrhenius widerspricht dem derzeitigen Wissen bzgl. der Thermodynamik. Mehr meint er nicht.

      Mein Einwurf sollte auch darlegen, dass man immer bedenken muss, das Kausalität nicht immer offensichtlich ist. Kann hier nur nochmal "Freakonomics" empfehlen.
      I wouldn't be here without you... 'cause you drove. 8)
      __________________________________________________________________________________________________

      The first sign of the zombie apocalypse has come to pass...no more twinkies and shelf after shelf full of snowballs.
      Die Umsetzung ist dann nur wieder eine ganz andere Sache. Ob ich als Fleischliebhaber auf mein leckeres Cordon BLeu verzichten könnte...

      Und für soetwas habe ich eben kein Verständnis! Ich liebe Schnitzel mit Preiselbeersauce und ich vergöttere den cheeseburger von McDonald.

      Aber wenn ich aufgrund von Fakten WEIß, dass für ein ca. 5 Minütiges "Geschmackserlebnis"

      1.) Tiere ein qualvolles Leben verbringen

      2.) ich indirekt dazu beitrage, dass die Erde zerstört wird

      3.) wegen mir irgendwo auf der Welt Menschen verhungern

      (überspitzt formuliert)

      dann kann ich doch nicht ernsthaft abwägen und mit dem Argument "Hmmmmm, aber es schmeckt mir halt" dan doch zum Burger greifen. Ich kapiers nicht.

      Mal davon abgesehen, dass vegetarische/vegane Gerichte nicht unbedingt aus "Beeil dich, sonst wird das Essen welk" Salat und Körnern bestehen!
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      :whistling:
      Original von ssnake
      Egal, was getan werden kann, ist die Reduktion der Emissionen.
      Damit wären wir dann übrigens auch schon beim Stichwort Peak Oil.

      Joa, da haste wohl Recht. Emissionen reduzieren, nur wie?(
      Apropos Peak Oil-ist die Erde nicht schon fast (2009 oder früher ist das Erdölfördermximum erreicht über das Fördermaximum hinaus? Mit erneuerbaren Energien wird man das garantiert nicht ausgleichen können, behaupte ich mal so schnell. Deutschland ist bei ca. 10% Strom aus Windkraftanlagen etc. - da kann man in 50 bis 100 Jahren nicht die restlichen 90% so schnell aufbauen, egal, was manche Idealisten vlt erzählen. Und das Hauptprob wird wohl das Transportwesen sein. Ohne Sprit keine LKWs, keine Frachtschiffe, keine Lastflugzeuge..
      peakoil.de/
      PS: falls ich mich irre, macht mich fertig. Ich weiß, ich mahce manchmal den Eindruck, als wäre ich zu sehr von meiner eigenen Meinung überzeugt.
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      Post was edited 1 time, last by “Tyrion Targaryen” ().

      Ich überlege gerade hin- und her, ob ich etwas zu Fleischverzehr aus Massentierhaltung sagen soll oder nicht. Zum Thema CO2-Ausstoss... Gib mir ein Hybridauto, dass ich mir leisten kann und ich fahr es. Leider seh ich mich in der bedauenswerten Lage mir Umweltschutz und Tierschutz nur in Maßen leisten zu können. Da ich aber auf gewisse Annehmlichkeiten und Genüsse nicht verzichten möchte bin ich eine Umwelt- und Rewefleischess-Sau. Hiemit habe ich mich geoutet, aber es ist nutzlos mich in irgendwelche Diskussionen über die armen Tiere etc. verwickeln zu wollen, weil ich es letztendlich vor meinem Gewissen verantworten muß, was ich esse und wie ich mich fortbewege. In spätestens 200 Jahren hat die Menschheit sich sowieso selber ausgelöscht und Mutter Erde wird die Chance nutzen und wieder erblühen, und so ein Unsinn wie Homo Sapiens bestimmt nicht nochmal evolutionär weiterkommen lassen.
      "Be realistic", said the unicorn.
      Außerdem bin ich der Meinung, dass die Red Apple Fossoways von New Barrel Spalter sind!
      Original von Hellfairy
      Die Umsetzung ist dann nur wieder eine ganz andere Sache. Ob ich als Fleischliebhaber auf mein leckeres Cordon BLeu verzichten könnte...

      Aber wenn ich aufgrund von Fakten WEIß, dass für ein ca. 5 Minütiges "Geschmackserlebnis"

      1.) Tiere ein qualvolles Leben verbringen

      2.) ich indirekt dazu beitrage, dass die Erde zerstört wird

      3.) wegen mir irgendwo auf der Welt Menschen verhungern

      (überspitzt formuliert)

      zu 1. Bei meinem Fertigpack aus dem ALDI weiß ich nicht genau, wie genau das Tier gehalten wurde. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass es aus Massentierhaltung kommt, da haste schon Recht. Dann oute ich mich mal als Arsch, der das Fleisch trotzdem isst.

      zu 2. Das tut man mit so gut wie jedem Fleisch

      zu 3. Das kann man von jedem Nahrungsmittel sagen. "Es hätte ja nach Afrika geliefert können " etc.
      Dass die EU und andere da eine Menge Scheiße bauen mit Obstergen etc, ist mir auch klar, aber bei einem aus Deutschland stammendem Rindfleisch z.B. (ja, es gibt eine Menge Billigfleisch aus der Dritten Welt) mache ich mir keine zu großen Vorwürfe.
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      @Hellfairy:
      Ich halte es ohnehin für nicht sehr artgerecht, Haus(raub)tiere wie hund und Katz, vegetarisch zu ernähren.

      Ist es auch nicht. Aber es ist auch nicht unbedingt artgerecht, einen Hund an einer Leine zu führen und in einer Stadtwohnung zu halten;) Ich füttere jedenfalls Fleisch, weil Trockenfutter und vegetarische Ernährung für hund zum Größtteil aus Getreide besteht und sie das ganz einfach nicht verwerten können. Bei abgepacktem futter kommt noch das Problem hinzu, dass man nicht kontrollieren kann, woher das "Fleisch" (meist sind es nur ABfallprodukte) kommt.Ich "barfe" (Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung) Meine Hündin. Ich muss halt jede Woche frisches Fleisch einkaufen, weil ich nur ein kleines Kühlfach habe. Sie bekommt immer was anderes (Hühnerhälse, Blättemagen, Muskelfleisch, Innereien usw.) und dazu halt püriertes Gemüse, Hüttenkäse, Kräuter usw. Ungefähr so wie sie in der Natur eben auch fressen würde.ist natürlich derbe wiederlich, ein rohes Rinderherz in der wohnung zu haben aber nun ja:rolleyes:
      Dann stehen wir wieder so lange wie unsere Großmütter und Urgroßmütter in der Küche.


      Ich brauche 10 Minuten für
      Ziegenkäse im Zucchinimantel mit Tomaten und bisher war jeder davon begeistert. Und Nudeln in einen Topf schmeissen, geht doch auch recht schnell:)
      Das
      Gewissen, das schlechte Gewissen“, flüsterte sie ihm ins
      Ohr. „Schlaft mit dem Rücken zum Feuer und nehmt Euch in Acht vor
      dunklen Ecken, denn es wird Euch finden - so wie ich.“
      :whistling:
      Dann oute ich mich mal als Arsch, der das Fleisch trotzdem isst.


      Dann ist es ja ok. Wenn man wenigstens dazu steht.

      zu 2. Das tut man mit so gut wie jedem Fleisch

      sicher, aber:

      Wenn alle Menschen nur noch biofleisch essen, könnten sie nur noch viel seltener Fleisch essen und damit wäre der Bedarf an neuen fleischproduzierenden Tieren und der damit verbundene CO2ausstoß bereits reduziert mMn


      zu 3. Das kann man von jedem Nahrungsmittel sagen. "Es hätte ja nach Afrika geliefert können " etc.
      Dass die EU und andere da eine Menge Scheiße bauen mit Obstergen etc, ist mir auch klar, aber bei einem aus Deutschland stammendem Rindfleisch z.B. (ja, es gibt eine Menge Billigfleisch aus der Dritten Welt) mache ich mir keine zu großen Vorwürfe.
      Ja, die Geschichte mit dem Fair Trade ist auch ein sehr sehr großes Problem.
      Das
      Gewissen, das schlechte Gewissen“, flüsterte sie ihm ins
      Ohr. „Schlaft mit dem Rücken zum Feuer und nehmt Euch in Acht vor
      dunklen Ecken, denn es wird Euch finden - so wie ich.“
      :whistling:
      In spätestens 200 Jahren hat die Menschheit sich sowieso selber ausgelöscht und Mutter Erde wird die Chance nutzen und wieder erblühen, und so ein Unsinn wie Homo Sapiens bestimmt nicht nochmal evolutionär weiterkommen lassen.


      :D

      Ok, aber möchtest du wirklich deinen Kindern oder enkeln oder Urenkeln eine solche Welt hinterlassen?

      Ist doch irgendwie schon krank, wie scheissegal uns unsere Familien sind. Hauptsache wir können uns noch irgendwie durchwursteln und dann sind wir tot und haben keine Probleme durch den Murks den wir hinterlassen
      Das
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      dunklen Ecken, denn es wird Euch finden - so wie ich.“
      :whistling:
      Ich möchte jetzt eigentlich auch keine Diskussion über meine Kinder anfangen.... Mußte mich an anderen Stellen schon genug zu diesem Thema und meiner Einstellung dazu rechtfertigen. :)
      "Be realistic", said the unicorn.
      Außerdem bin ich der Meinung, dass die Red Apple Fossoways von New Barrel Spalter sind!
      Das war auch nicht unbedingt auf dich gemünzt. Ich kenne deine Einstellung auch garnicht/ weiß etwas über irgendwelche Diskussionen.

      Das meinte ich eher im Allgemeinen und habe ganz bewusst das Wort "uns" im zweiten satz benutzt
      Das
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      :whistling:
      Bin auch überzeugter Fleischesser. Fleisch gehört für mich zu einer ausgewogenen Ernährung, welche mich glücklich macht. :] Wer mich überzeugen will Vegetarier zu werden, diskriminiert mich. :P

      Ich selbst betreibe Umweltschutz, wo es mir nicht weh tut. Öffentliche Verkehrsmittel, zum Beispiel, sind für mich günstiger, auch wenn sie meist langsamer sind. Das damit auch die Umwelt ein ganz kleines bisschen entlastet wird, ist ein netter Nebeneffekt, aber keine Absicht. :D
      Für Umweltengel habe ich tiefsten Respekt. Gegen den inneren Schweinehund in diesem Bereich zu gewinnen ist sehr beeindruckend. Überhaupt, weil es 95 Prozent nicht schaffen.
      Falsch und heuchlerisch finde ich Menschen, die gegen Umweltsünden anderer zetern, aber selbst nicht viel besser sind.
      I wouldn't be here without you... 'cause you drove. 8)
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      The first sign of the zombie apocalypse has come to pass...no more twinkies and shelf after shelf full of snowballs.
      @Tyrion: Nein, da liegst du schon richtig.
      Experten streiten untereinander schon seit Jahren wann der Peak oil, also das Ende der Erfüllung der weltweiten Nachfrage kommt.
      Manche behaupten, es wäre innerhalb der nächsten Jahre soweit (2010), manche glauben, es geschieht erst in dreißig Jahren.
      Ich persönlich halte mich in der Mitte und tippe auf das Jahr 2020.

      Das heißt nicht, dass das Öl dann alle ist, es ist nur nicht mehr genug für alle da.

      Von dem was wir wissen, wurden die größten Erdgas- und Ölfunde in den 20er jahren in Texas und in den 50/60er Jahren im nahen Osten gemacht. Alles was nachher erschlossen wurde - Nordsee, Venezuela,Alaska, Kaukasusregion, Sibirien ...
      waren bei weitem nicht so enorme Reservoirs.


      Das alte Märchen, dass eh immer mehr Erdöl gefunden wird, ist also zum Schmeißen.
      Fakt ist, dass 80% aller weltweit erzeugter Energie auf Erdöl basieren.
      Ein Land wie Österreich, dass sich annähernd zu 100% autark mit Elektrizität aus Wasserkraft u.ä. versorgen kann, und 10% des Bedarfs an Erdöl im eigenem Boden hat, muss immer noch 70% aller produzierten Energie in Form von Gas und Öl importieren. Damit stehen wir international noch gut da ...

      Ach ja, zur Legende der Reserven:
      Mitte der 80er Jahre vereinbarten die OPEC-Staaten, die Fördermenge an diie Erdölreserven zu koppeln.
      Ergo: ein Land darf nur soviel fördern, wie die Reserven hergeben.
      Saddam Hussein war der erste, der innerhalb von zwei Jahren den überraschten Opec-Partnern verkündete, die Reserven des Iraks seien dreimal so groß wie bisher angekommen.
      Schwupps durfte er auch schon mehr fördern und exportieren (er brauchte ja Devisen für seine Armee, um Kuwaiit überfallen zu können).
      Machen wir es kurz: Innerhalb von zwei Jahren vermeldeten alle OPEC-SAtaaten fröhlich, die Reserven bedeutend vermehrt zu haben. Quasi ein Wunder, weil nie irgendwo Medienberichte über die neuen riesigen neuen Ölfelder auftauchten. Alle drehten den Hahn weit auf, und Europäer und Amerikaner warens zufrieden, weil der Ölpreis etwas sank.

      Und die großen Mineralölkonzerne konnten der Welt und ihren Aktionären stolz von den gesicherten Reserven berichten.

      Wenn dann auch Analysten in den letzten drei Jahren das einräumen, was bis vor kurzem noch undenkbar war, nämlich das das Barrell Rohöl den Preis von 100 Us-Dollar bald übersteigen würde, dann ist das nur eine Folge der Spekultationen und eine "künstliche Blase". Nein, es ist nur Mißwirtschaft, wenn die startegischen Erdölreserven in den US so niedrig sind, wie seit 1945 nicht mehr (45 tage)

      Das kann später noch kontroversiell diskutiert werden, aber ich fasse folgendes zusammen:

      Der weltweite Energieverbrauch hängt zu 80% am Erdöl.
      In wenigen Jahren wird der weltweit steigende Bedarf nicht mehr zu decken sein.

      Mit wahnwitzigen Projekten, wie Bohrungen in der Antarktis, in Kanada/Alaska mit irrsinnigen Kosten (vom ökologischen gleichgewicht ganz zu schweigen, ganze Gebirgsschichten müßten in Brtish Columbia abgetragen werden), die die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der Produktion schnell aufwirft, könnte einige Jahre, so bis 2040 eine Stagnation der weltweiten Förderung erreicht werden, vorrausgesetzt, es finden sich auch neue Raffineriemethoden, um z.B. Ölsande, die fröhlich den Reserven zugerechnet werden, sinnvoll zu verwerten - bisher unmöglich.
      In wenigen Jahren kann also mit diesen Mitteln nichts mehr erreicht werden, ein weiteres Ansteigen der Produktivität (die unser kapitalistisches Wirtschaftssystem ja als Grunbdlage der Stabilität verlangt) ist mit den vorhandenen Rohstoffen nicht mehr lange möglich.

      Was tun?
      Zurück ins 19. Jahrhundert, mit Kohle und Holz? Von der ökologischen Katastrophe - siehe Treibhaus - abgesehen, kann auch das keine langfrsitige Lösung sein.
      Wasserkraft? Da ist weltweit nicht mehr viel drin, von Gezeitenkraftwerken vielleicht abgesehen.
      Kernspaltung?
      Ein gangbarer, wenn auch gemeingefährlicher Weg. Haken: Auch Uran und Plutonium sind alles andere als endlich, gegen wahrscheinlich noch schneller zur Neige als das Öl.

      Einer der besten Witze: Biosprit.
      Rechenbeispiel: Um den Energieaufwand Österreichs zu decken, müßten alle Anbauflächen mit Raps bepfanzt werden. Das reicht, um das bisherige Energieverhalten zwei Monate lang zu versorgen, die restlichen 10 Monate steht alles, und zu futtern gibt es auch nichts.
      Auch ein Irrtum: Wasserstoff. das ist ein Energieträger, kein Spender. Ja, ein Auto fährt damit. Nein, ich brauche Energie, um Wasserstoff herzustellen, und zwar sauteure.

      Kernfusion: Eine Lösung der Zukunft. Ein internationales Gremium hofftt, um 2038 in Frankreich den ersten Prototypen in Betreib nehmen zu können.
      Bis zur flächendeckenden Produktion vergehen leider noch mal 20 jahre. wenigstens sind die Dinger harmlos, aber vielleicht funktionieren sie auch in 100 Jahren nicht energiebringend.

      Die Antwort lautet: Grundlegende Umstrukturierung. Eindämmung des Individaulverkehrs bis ztum Geht-nicht-mehr.
      In Hinkunft werden die Menschen wieder in der Nähe des Arbeitsplatzes oder entlang der öffentlichen Verkehrsmittel leben MÜSSEN - wie vor 60 Jahren noch allgemein üblich.
      Strenge Energiesparmaßnahmen, mit Rationierungen von Energie in Stundenblöcken.
      Ausbau von Sonnen - und Windenergie wo immer das ökonomisch Sinn macht.
      Erdwärmepumpen, autarke Energiesparhäuser ...
      Raumfahrtprogramme ankurbeln, mit dem langfristigen Ziel, durch drahtlose Energieübertragung die Sonne direkt anzapfen zu können.
      USW. Die Problem sind mal wieder nicht unlösbar, aber eine Energiekrise, die bis weit in die 2.Hälfte des Jahrhunderts anhalten wird, scheint schwer vermeidbar. Vor allem, weil weltweit so agiert wird, als gäbe es keine.

      Fragt sich, ob es eine globale Solidarität geben wird.
      Oder ob nicht mal wieder einige zu den Waffen greifen, um sich Vorteile anderweitig zu sichern.

      Das wäre - siehe nuklearer Winter - gut für das klimatische Gleichgewicht. Aber ansonsten vergehen sogar mir die blöden Witze.

      Und das ganze ist doppelt schlimm, wenn enorme Infastrukturmaßnahmen wegen der Folgen der Klimaerwärmung ergriffen werden müssen. Statt gewaltigen nationalen und internationalen Antsrengungen - geht plötzlich Sprit und Licht aus.
      dammverstärkungen mit Pferdefuhrwerkn? Oder doch lieber Holzgasautos?

      So schluß für heute, jetzt kippe ich mir einen hinter die Binde!
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Falls gebrütet wird, reicht Uran noch fast "ewig". Aber wer sagt denn, dass in 50 Jahren noch ein Hahn nach den derzeitigen Energiequellen schreit?
      I wouldn't be here without you... 'cause you drove. 8)
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      The first sign of the zombie apocalypse has come to pass...no more twinkies and shelf after shelf full of snowballs.

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