"Wen könnt ihr am wenigsten leiden?" Zum Zweiten...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Wie gesagt, "sympatisch" ist jetzt auch bei mir nicht das Wort der ersten Wahl, wenn es um Cersei geht. Was sie tut und warum sie tut, was sie tut ... klar, das ist alles schon ziemlich "unschön". Nur kann ich eben bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, wie aus ihr sein solcher Mensch werden konnte.

      Nur glaube ich eben, dass man ihr nur sehr bedingt die Schuld daran geben kann, ein solcher Mensch geworden zu sein. Und von daher empfinde ich für Cersei eben eher Mitleid als Abscheu.
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.
      Das wandelt sich so schön wenn man Buch für Buch liest.

      Ich fand Sansa anfangs furchtbar, aber seit dem Tod ihres Vaters bessert sie sich, sie ist zwar immernoch etwas verträumt, aber bei weitem nichtmehr so blind, also insgesamt viel kontrollierter, was man ua an ihren Monologen sieht in denen sie sich überlegt wie sie sich Verhalten soll.

      Lysa Arryn ..... Der Alptraum schlechthin ... find ich nun nichtmehr so schlimm, denn sie ist ja tot :D Also so gefällt sie mir schon sehr gut ^^

      Bei fast allen kann man sich das Verhalten immer noch irgendwie erklären ... nur bei Joeffrey fand ich da nix objektives (mal abgesehen dass er ein Inzucht-Kind ist und nunja, das ist ein höchst spannendes Thema für Genetiker und Juristen glaube ich) das sein Verhalten rechtfertigen könnte, der ist einfach ein Arsch .. und drum gefällt der mir tot auch sehr viel besser.
      Hab grad nochmal angefangen zu lesen (schockierender weise musste ich feststellen, dass ich mich ans letzte buch kaum noch erinnern kann ...)

      Der blödeste, mieseste, unsympathischste Charakter ist meiner Meinung nach Joeffrey... der Junge hat einfach nicht alle Nadeln an der Tanne, man, hat der mich aufgeregt, war ich froh, als er endlich auf qualvolle weise starb... dicht gefolgt in meiner "Hass-Liste" folgt Cersei (die hat sicher auch viel dazu beigetragen, dass ihr Sohn so ein A**** geworden ist)... gut, die Frau hats ja quasi auch nicht leicht gehabt... mit Robert verheiratet zu sein war sicher kein Zuckerschlecken, ob man ihn dann gleich umbringen muss ist so ne Sache... dann noch die ganze Verantwortung für ihre Kinder und das Reich.. bla bla bla...ja, aber das rechtfertigt meiner meinung nach immernoch nicht die taten dieses jähzornigen weibsstücks... bin mal gespannt, wie es mit ihr nun zu Ende geht... ich hoffe ja immernoch auf Jaime als Valonqar (obwohl... würde nicht irgedwas fehlen, wenn sie plötzlich nicht mehr da wäre?? ich glaub ich würde sie irgendwie vermissen... immerhin machts ja auch Spaß jemanden hassen zu können ;) )... hm... sonst kann ich mit allen anderen leben, theon nervt ein bisschen, aber ich find seine geschichte eigentlich recht gut, catelyn hat mich schon immer aus unerfindlichen gründen genervt und jaime hat sich vom Idioten zu einer meiner größten Sympathie-Personen entwickelt
      was habt ihr nur alle gegen Sansa? Es gibt keinen in der gesamten Serie der sich so tapfer durch die ganzen Gemeinheiten und Kriegsgreuel schlägt wie Sie. Die Szene auf der Eyrie, wo sie Klein-Robert den Pass hinunter über die Brücke hilft ist eine ihrer stärksten Szenen. Sie wird noch eine große Rolle in den Büchern spielen, denkt an meine Worte :).
      Und da ich Sansa-fan bin, bin ich natürlich auch Sandor-Fan, den wir garantiert wiedersehen werden, und schon gesehen haben (glaube ich).

      meine worst-3-Charaktere:
      -Walder Frey (der wird nicht im Schlaf sterben - hrhrhr)
      -Ser Gregor (auch wenn nicht in der Liste vorhanden)
      -Roose Bolton

      PS.: Ich bin bisher etwas enttäuscht von dem ganzen Bran-Part der Bücher, ich hoffe das ändert sich in den nächsten Bändern.
      erst einmal.... Hallo zusammen

      Also ich versteh die Frage mal so, dass nicht nach der "schlimmsten" Person gefragt ist sondern nach dem jenigen der beim Lesen am meisten nervt.

      Und da kann meiner Meinung nach nur einer ganz oben auf der Liste stehen, nämlich Samwell (auch wenn er garnicht auf der Liste steht).
      Ein Kapitel mit dem Typen konnte bei mir wirklich den schönsten Lesefluss ruinieren. Das gleiche gilt im übrigen für Sansa und Bran in den ersten Büchern, aber über die hat man dann wenigsten andere charakter wie Cersei oder Joffrey kennengelernt.
      :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D
      Ich finde Sams ganze selbstmitleidige Art sehr anstrengend.

      Natürlich gehört er vom Character her zu den besten Figuren aber genau das stört auch irgendwie.

      Z.B. hat Arya nicht nur bei Töten eine erstaunlich geringe Hemmschwelle, Tyrion ist ein Sarkastiker und legt teilweise die gleiche Skrupellosigkeit wie sein Vater an den Tag und Walder Frey ist der Inbegriff des miesen alten Sacks.

      Bei Sam fehtl meiner Ansicht nach diese kleine Prise Bösartigkeit die ihn Interessant machen würde.
      :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D
      Da muß ich, denke ich, auch zustimmen.

      Sam ist zwar sicherlich ein herzensguter Mensch, der ideale Schwiegersohn für Mitteleuropa in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, bloß in der kargen Welt hinter oder vor der Mauer, dürfte er eigentlich nicht mal das Knabenalter erreichen. Angst vor dem eigenen Schatten zu haben ist nicht so ganz Teil meiner Idealvorstellung eines Wächters, einer Figur zu der man hochblicken, oder die man zumindest leiden könnte.

      Jene Kapitel, die ihn beschreiben sind für mich definitiv jene, mit denen ich am schnellsten fertig bin, nicht vor Spannung, sondern vor Motivation es hinter mich zu bringen. Ohne Jons Hilfe wäre er schon längst als Fischfutter einer sinnvolleren Verwendung zugeteilt worden. Ist mir schon klar, daß man einen quasi "Quoten"-Schwächling benötigt, also eine Daseinsberechtigung möchte ich ihm schon zuerkennen, bloß leiden . . .

      Nein, leiden kann ich ihn nicht. :meinung:
      I G N O R E

      T H I S

      S I G N
      Es kann ja nicht jeder als großer Kriger auf die Mauer kommen, gerade das macht Sam eigentlich erst interessant, weil er sich durchbeißt obwohl er viel schlechtere Voraussetzungen hat als die anderen.

      Er ist anfangs total fehl am Platz und wird aber mit der Situation immer besser fertig. Und ich glaube auch dass er wichtig ist, nicht mit dem Schwert in der Hand aber er wird Maester und dann für die Nachtwache wichtig werden.


      Zum lesen ... ich fand ihn anfangs auch nervig und anstrengend, hab mich jedesmal geärgert wenn er wieder so feige war ... aber das ändert sich ja mit der Zeit, er fügt sich Stück für Stück ein und wird dann fortgeschickt bevor er ganz angekommen ist. Im übrigen ist es ja quasi Bedingung dass er so ist, sonst käme er niemals an die Mauer .. wenn er der Erbe von Randyll Tarly wäre wohl kaum.
      Ich finde Sams ganze selbstmitleidige Art sehr anstrengend.


      Geht mir genauso. Das Selbstmitleid nervt, und auch die Tatsache, das Sam vor fast allem Angst hat. Aber der endgültige Ausschlag, das ich ihn furchtbar finde (und im echten Leben bestimmt dissen würde....*hust*), war die Geschichte mit dem Hirschen.

      Ach, der arme kleine Sam bringt es nicht über sich, auf Geheiß seines Vaters einen erlegten Hirschen auszunehmen...Auch wenn das vermutlich nicht besonders appetitlich ist, ist diese Tätigkeit nichts wovor man Angst haben muß und gehörte wahrscheinlich mehr oder weniger zum Alltag eines jungen Mannes in Westeros. Er hätte es einfach hinter sich bringen sollen, anstatt sich (mal wieder) als Feigling zu outen und sich mit seinem Vater zu streiten.

      Und außerdem - der dicke Sam Tarly ist sicherlich einer der ersten, die hinterher kräftig zulangen, wenn die Hirschkeule in lecker Sauce auf dem Tisch steht. Wenn er das Tier essen kann, soll er es auch ausnehmen.

      Das hat ihn mir so richtig unsymphatisch gemacht.
      "Doing things that you don't like is like sleeping with people you don't want to sleep with. After a point you lose your self-respect." - Vincent Cassel
      Was für ein Grund jemanden unsymphatisch zu finden. Weil er es nicht über sich bringt zu jagen und ein Tier auszuweiden....
      Ich denke doch da gibt es bessere und vielfältigere Gründe Charaktere in dieser Reihe nicht mögen zu wollen.
      Zum Beispiel jeden der freiwillig einen Menschen tötet?
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Was für ein Grund jemanden unsymphatisch zu finden. Weil er es nicht über sich bringt zu jagen und ein Tier auszuweiden....


      Das war der endgültige Ausschlag, ja. Weil, ich wiederhole: erstens war das in Westeros mit Sicherheit völlig alltäglich. Zweitens: er hat keine Probleme es zu essen, also soll er sich nicht anstellen "wie ein Mädchen" (wobei die meisten 'Mädchen' im Roman da sicher kein Problem gehabt hätten).

      Vor vielen Dingen (gerade auch später hinter der Mauer) hat er völlig zu Recht Schiß - da hätte ich auch die Hosen voll. Aber der fürchtet ja selbst harmlose Dinge, und das macht ihn zur Voll-Memme.

      Aber da ist noch mehr. Die Tatsache, das er fett bis zur Unbeholfenheit ist - und daran auch nichts ändert, selbst an der Mauer nicht. Nö, er läßt die anderen lieber ein Pferd suchen, das in der Lage ist, ihn zu tragen. Er fällt nach wie vor allen zur Last und ist nicht einen Deut bereit, was daran zu ändern. Er bemüht sich doch nichtmal wirklich, sondern verlässt sich darauf, das andere ihm helfen. Es ist mir unverständlich, das ihm das nicht selbst zu blöd ist.
      Auch später in den freien Städten verlässt er sich total auf Daeron und rührt selbst kaum einen Finger. Irgendeine Arbeit hätte auch Sam gefunden.

      Von mir aus hätte Samwell Tarly im Schnee jenseits der Mauer erfrieren können - die wilden Tiere hätt's gefreut.
      "Doing things that you don't like is like sleeping with people you don't want to sleep with. After a point you lose your self-respect." - Vincent Cassel
      In Westeros werden auch nur die dafür vorgesehenen Menschen mit der Schlachterei zu tun haben, nicht anders als bei uns. Außer natürlich der Adel der zum Vergnügen jagt.

      (wobei die meisten 'Mädchen' im Roman da sicher kein Problem gehabt hätten).

      Das halte ich für eine gewagte These.
      Mir fallen das mehr weibliche Charaktere ein die sicherlich dasselbe Problem gehabt hätten.

      Und ja, sicher sucht sich Sam ein Pferd das ihn tragen kann. Was soll er sonst tun? Laufen? Oder mal eben 40 Kilo in 2 Wochen abspecken?
      Ich weiß nicht, ja er ist für Andere eine Last und traut sich selten etwas zu. Dennoch ist er offensichtlich für Jon eine wichtige Person. Ganz abgesehen davon, dass er den Widergänger getötet hat. Der wäre nicht ganz so erfreut gewesen wenn Sam hinter der Mauer der Kälte zum Opfer gefallen wäre.
      Mir wäre es auch zu dämlich von allen anderen abhängig zu sein, ihm wohl (noch) nicht. Na und?

      Mich hat Sam auch oft genervt, aber einiges was ihm vorgeworfen wird halte ich für recht übertrieben.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Einiges daran ist sicherlich übertrieben, er versucht sicherlich, alles für ihn mögliche zu unternehmen, um schlicht und einfach überleben zu können. Ist schon klar, daß man vermutlich bei jenen Charakteren, welche man als negativ behaftet ansieht, sehr leicht geneigt ist, mit unterschiedlichem Maß zu messen. Es ist ebenso verständlich, daß Sam weder anders agieren, noch sich grundlegend ändern kann, weder kurz- noch längerfristig. Dazu ist die Angst vor der eigenen Courage, seinem Vater, möglichem Versagen etc. bei ihm einfach viel zu tief verankert.

      Dieser Thread ist aber definitiv mehr als nur eine objektive Betrachtungsweise der unterschiedlichen Charaktere, es schwingen viele Eindrücke und persönliche Meinungen mit, meine ist halt nach wie vor: Ich kann ihn nicht wirklich leiden . . .
      I G N O R E

      T H I S

      S I G N
      @Arth
      Du wirst lachen, mich regt er auch auf und ich mag ihn nicht besonders. Ich sage auch nur etwas weil einige für mich sehr "interessante" Argumente widerlegt bzw. relativiert werden müssen.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."