Sansa Stark

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Genau, die Quelle ist Elio Garcia, der die Bücher wohl für GRRM "korrektur-liest".

      "... he's read parts of book six, The Winds of Winter — including a Sansa chapter that is sure to be controversial."

      Mehr wird allerdings nicht verraten, was natürlich jetzt Raum für die wildesten Spekulationen lässt. :D

      Die meisten der bisher diskutierten Vermutungen finde ich allerdings nicht so aufregend, dass sie unter die Rubrik kontrovers fallen würden. Ausser vielleicht LF heiratet Sansa und die zwei bekommen auch noch Nachwuchs. Das wäre schon etwas schräg.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nightwalker“ ()

      Zu Sansas ehe mit Tyrion da die beiden nicht miteinander geschlafen haben und so mit die Ehe nicht vollzogen. Könnte die Ehe auch als nicht gültig beachtet werden. Da das zumindest zeit weiße im Mittelalter zwingend nötig war, damit die Ehe rechtmäßig ist. Daher ja auch der Brauch mit dem blutigen Laken. Ist halb nur die frage ob GRRM dieses auch in das Lied einfliesen lässt.

      1.3.1. DER ZUSAMMENHANG VON EHEUND SEXUALITÄT
      von Christina Rolf

      Die Institution Ehe war sowohl im Mittelalter
      als auch in der Frühen Neuzeit unmittelbar an die Sexualität geknüpft:
      Erst der Vollzug des Geschlechtsverkehrs zwischen den Partnern
      verwandelte das Eheversprechen in eine rechtsgültige Ehe; die
      praktizierte Sexualität machte eine Ehe also überhaupt erst zu einer
      Ehe.
      Quelle: [uni-muenster.de/FNZ-Online/soz…erpunkte/zusammenhang.htm]
      Das "Eherecht" von Westeros haben wir hier schon vor ein paar Seiten besprochen. Es gibt eine geschlossene Ehe zwischen einem Baby und einem Lannister, der seit dem Aufstand in der Hauptstadt vermisst wird. Logischerweise wurde hier keine Erste Nacht vollzogen und beide sind nicht in der Lage, in einer Septe den Eheschwur zu sprechen. Kümmert den Eisernen Thron nur herzlichst wenig. Wenn natürlich eine Partei ins Spiel kommt, die ein Interesse an einer Annullierung von Sansas Ehe hätte, wäre das wieder möglich. Kandidaten wären neue Könige und der Hohe Septon. Die andere Frage ist halt inwieweit eine Ehe Sansas derzeit noch bestand haben könnte. Tyrion mag zwar auf der Flucht sein, aber wenn er gefunden wird, wird Sansa eh zur Witwe.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      ...Woher soll die älteste Tochter eines hoch angesehenen Hauses auch einen Blick für die Wirklichkeit haben? Den braucht sie als Frau in Westeros praktisch nicht. ....


      Wozu brauchten den Catlyn Tully, Cersei Lannister, Olenna Redwyne....... ? Frauen aus adligen Häusern waren hoch gebildet und wurden dahingehend vorbereitet, einen großen Hausstand eines Gutes, einer Burg.... vorzustehen. Sie benötigten Organisationstalent und Führungsqualitäten, weil sie für die Dienerschaft und alles Lebensnotwendige zuständig waren...... Dabei würde Wirklichkeitsferne enorm hinderlich sein. Somit liegt das auch in ihrer Natur begründet und dass Ned und Cat Stark ihren Mädchen recht viel Freiraum gewährten...... Außerdem war nach Meinung ihrer Eltern die Vorbereitung und Ausbildung auf diese Pflichten noch nicht abgeschlossen, da Ned von vornherein klargestellt hat, dass Sansa noch zu jung zum Heiraten sei. Dem hatte Robert zugestimmt.
      Ich muss sagen, ich war nach der heutigen Auswertung des "Charakter-Popularität-Tuniers" doch recht überrascht, wie viele Stimmen Sansa bekommen hat. Auf meine Aussage in diesem Tread bekam ich auch einige Antworten:

      Ren schrieb:

      dass sansa gewonnen hat,liegt wohl daran,dass sie ein POV -Charakter ist,


      Luna_Stark schrieb:

      Sansa begleiten wir hingegen schon von Beginn an auf ihrer Reise.


      Esmeralda schrieb:

      Nach dem ersten Lesen ist mir Sansa auch ziemlich auf den Senkel gegangen. Hätten wir da das Turnier gemacht, hätte sie von mir keine Stimme bekommen.
      Ich muss aber sagen, dass sie durch unseren Reread unheimlich gewonnen hat. Daher stimme ich jetzt wirklich gerne für sie.

      Vielleicht möchte der ein oder andere (oder die eine oder andere) mir mal erzählen, weshalb Sansa ein toller/interessanter/liebenswerter Charakter ist.
      Ich persönlich fand Sansa von anfang an unglaublich naiv selbstsüchtig realitätsfremd unbelehrbar und überheblich.
      • nennt Jon nur ihren Halbbruder, seit sie weiß was Bastard bedeutet, obwohl sie mit ihm zusammen aufwächst.
      • stellt in Frage, dass Arya ihre Schwester ist, weil sie in ihren Augen nicht hübsch genug ist. Sie hätte lieber eine Schwester wie Myrcella.
      • ist schon verliebt in Joffrey, obwohl sie ihn garnicht kennt, "er war alles was sie sich von ihrem Prinzen erträumt hatte" - rein optisch
      • denkt oft "ihre dämliche Schwester" wird alles verderben
      • als Joffrey Arya und Mycah "erwischt" und Mycah bedroht und verletzt "Ich werde ihm nicht wehtun ... nicht sehr" tut sie nichts, fordert Arya sogar auf sich rauszuhalten.
      • Sie sieht schon da wie "ihr Prinz" sich verhält (Joffrey schlug mit dem Schwert nach Arya, schrie Obzönitäten, schreckliche Worte. Arya wich zurück, voller Angst, doch Joffrey folgte ihr...) trotzdem kommt kein Versuch ihre Schwester zu schützen
      • als Arya die Oberhand gewinnt schreit sie allerdings, Arya solle ihn in Ruhe lassen. "Oh mein armer Prinz[...] ich hole Hilfe" Er schlug die Augen auf und sah sie an, und in diesen lag nichts als Abscheu, nichts als tiefste Verachtung. Das alles sieht sie, ohne Konsequenzen daraus zu ziehen.
      • dann lügt sie bezüglich dieser Geschehnisse (den König an) und verursacht so den Tod ihres eigenen Wolfes.
      • kaum in Königsmund sind aber gleich ganz andere Dinge wichtig : "Ein Tunier[...]wird man uns erlauben es zu besuchen [...]oh bitte ich möchte es sehen" Als Arya ablehnt hinzugehen(da sie Joffrey nicht begegnen will) kommt von Sansa : "Es wird ein prächtiges Ereignis.Da bist du wohl kaum erwünscht"
      • nach dem ersten Tuniertag (an dem direkt vor ihr jemand stirbt, sie aber nur denkt "Nie zuvor hatte sie gesehen wie ein Mensch starb[...] doch wollten die Tränen nicht kommen[...] der junge Ritter bedeutete ihr nichts [...] man würde keine Lieder über ihn singen. Das war traurig") ist sie wieder ganz angetan von Joffrey (es war nicht sein Werk gewesen. Die Königin hat es getan, sie war die Hassenswerte, sie und Arya.Sie konnte Joffrey nicht hassen. Dafür war er zu hübsch)
      • Nachden Eddard verletzt wurde (und Jory starb - an den sie übrigens nie wieder denkt, warscheinlich weil er bei dem Tunier zwischen all den prächtien Rittern wie ein Bettler ausgesehen hat und einfach nicht hübsch genug war) und er Beric und co. losschickt (unter anderen Alyn, auf den Sansa so stolz ist, weil er viel hübscher ist, als Jory je war) Gregor zu ergreifen, ist es ihr wichtig mit Jeyne über ihren angeblichen Traum von Joffrey zu reden, und insgeheim ihre beste Freundin für albern zu halten, die sich in Beric verliebt hat, aber weit unter seinem Stand ist.
      • kurz darauf beim Essen mit Arya (bei dem es sie wieder einmal kaltlässt, als Arya erwähnt, Jaime hätte Jory, Heward und Wyl umgebracht und Sandor habe Mycah getötet) lügt sie wieder und behauptet Mycah habe Joffrey angegriffen. (Nenn mich wie du willst, erwiderte Sansa blasiert.Das wirst du nicht mehr wagen, wenn ich mit Joffrey verheiratet bin. Dann wirst du dich vor mir verneigen und mich Eure Hoheit nennen[...] Du bist grässlich [...] dich hätten sie töten sollen, nicht Lady)
      • als Eddard kurz danach mit ihr und Arya sprechen möchte und ihnen mitteilt, sie werden nach Winterfell zurückkehre, will sie nichts davon hören "Ich liebe ihn, ich liebe ihn so sehr [...] Ich will seine Königin sein und seine Kinder bekommen " und verrät seine Pläne an die Königin (genau, an die Hassenswerte die an Ladys Tod schuld ist)
      • Nachdem Eddard verhaftet wurde und sie mit der völlig verzweifelten und mit blauen Flecken übersäten Jeyne (die ihr erzählt alle werden umgebracht und so kindisch ist sich um ihren Vater zu sorgen) eingesperrt ist, träumt sie "von Joffrey auf dem Thron und sich selbst neben ihm. Sie trug eine Krone auf dem Kopf und alle, die sie je gekannt hatte, traten vor sie, um auf die Knie zu fallen"
      • Als sie dann von Ser Boros (dem sie natürlich erstmal ein schönes Kompliment machen muss) zur Königin gebracht wird (genau, die Hassenswerte, deren Lächeln aber das hübscheste und traurigste war, das Sansa je gesehen hat) distanziert sie sich von ihrer Familie. Erst versucht sie zwar Neds Verhalten als Missverständniss auszulegen, als Cersei allerdings anführt, sie könne Joffrey nicht heiraten, ist das aber schnell vergessen ("Ich bin nicht wie Arya.Sie hat das Verräterblut") und sie schreibt wie von Cersei gewünscht, Briefe an ihre Familie um sie aufzufordern Joffrey die Treue zu schwören.
      • das Jeyne verschwunden ist, als sie wiederkommt ist nicht schlimm "Kein Heulen mehr dachte sie dankbar" (man wundert sich ja nicht, wenn die beste Freundin verschwindet und erkundigt sich auch nie nach ihr) Sansa ließt lieber ein Buch über Ritter und Liebe ! Ach ja und abends fällt ihr dann doch noch ein, dass sie ja eine Schwester hat, aber auch nach ihr fragt sie nie!
      • als Joffrey dann das erste mal Hof hält (Sansa hat sich mal wieder so hübsch wie möglich gemacht - ist ja auch immens wichtig, wenn der Vater im Kerker ist) tritt sie dann tatsächlich für ihn ein und ist natürlich überzeut, dass Ihr Prinz gnädig ist (genau, der mit nichts als Abscheu, nichts als tiefste Verachtung in den Augen, der kurz zuvor den ehrenwerten Lord Kommandanten seiner Königsarde mir nichts dir nichts entlassen hat, ihn verspottete und Janos Slynt losschickte ihn zu ergreifen)
      Sicher hat es Sansa, nach Neds Enthauptung und der Erkenntnis wie "Ihr Prinz" wirklich, ist schwer.
      Ich will auch nicht sagen, dass sie mir nicht das ein oder andere Mal leid tat, aber hat sie wirklich mal reflektiert, wie viel von diesem ganzen Schlamassel auf ihr Konto geht ? mMn nicht, sie sieht sich die ganze Zeit als unschuldiges Opfer. Auch nach den ganzen schlimmen Erlebnissen mit Joffrey, ist sie immernoch so naiv, sich in den nächsten gutaussehenden Kerl zu verlieben, von dem sie so gut wie nichts weiß (Loras) und später, in ihrer Traumwelt, von einer Zukunft mit dessen Bruder zu träumen.
      "Sie malte sich aus, wie sie zu zweit in einem Garten saßen und Welpen auf dem Schoß hielten, oder wie sie einem Sänger beim Spiel auf seiner Laute lauschten, während sie in einer Lustbarke den Mander hinuntertrieben.Wenn ich ihm Söhne schenke, wird er mich vielleicht lieben. Die würde sie Eddard und Brandon und Rickon nennen ..." - übrigends mMn das einzige Mal, das sie an ihre "toten" Brüder denkt, um sie trauern hat man sie nie gesehen - anders als später, da trauert sie um Robb und ihre Mutter (liegt aber vielleicht auch daran, dass sie sich von denen Hilfe und Rettung erwartet hat).

      Dem einzigen Menschen in Königsmund der nett und höflich zu ihr ist und sie vor Joffrey schützt, begegnet sie mit Ablehnung - Tyrion (ist ihr wahrscheinlich nicht hübsch genug)
      Als sie die Möglichkeit hat, mit Sandor zu fliehen (der sie ja auch mehrmals gerettet bzw. ihr geholfen hat) lehnt sie ab (ist ihr wahrscheinlich auch nicht hübsch genug)
      Dafür traut sie Dontos Hollard (der ist zwar auch nicht hübsch genug, nennt sich aber ihr "Florian" - Hach ich bin Jonquil).

      Als ihr schließlich die Flucht gelingt und sie zu Alayne wird finde ich sie weitaus erträglicher, auch wenn ich mich frage, weshalb sie Littlefingers Absichten, nicht einmal nach Lysas "Sturz", mehr hinterfragt.
      Sie hat doch gehört, was ihre Tante über Jon Arryns Tod gesagt hat ? und mitbekommen, dass Petyrs Grund Lysa zu heiraten nicht wirklich Liebe war.
      Aber vielleicht kommt das ja noch, wie gesagt - Alayne trau ich mehr zu als Sansa 8)
      I have been called many things, my lord, but kind is seldom one of them [Aemon Targaryen]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Lady Forlorn“ ()

      Lady Forlorn schrieb:

      Dem einzigen Menschen in Könismund der nett und höflich zu ihr ist und sie vor Joffrey schützt, begegnet sie mit Ablehnung - Tyrion (ist ihr wahrscheinlich nicht hübsch genug)
      Als sie die Möglichkeit hat, mit Sandor zu fliehen (der sie ja auch mehrmals gerettet bzw. ihr geholfen hat) lehnt sie ab (ist ihr wahrscheinlich auch nicht hübsch genug)

      Und du würdest einem Mann vertrauen, dessen Familie gegen deine kämpft, oder dich einem Mann in einer Situation anschließen, wo dieser gewalttätig und völlig betrunken ist? ^^
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
      ________________________________________________________________________________________________________

      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Und du würdest einem Mann vertrauen, dessen Familie gegen deine kämpft, oder dich einem Mann in einer Situation anschließen, wo dieser gewalttätig und völlig betrunken ist?

      Um von dem Mann wegzukommen, der meinen Vater enthaupten ließ, mich regelmäßig verprügeln lässt, meine restliche Familie töten will, mich demütigt und unter Kontrolle hält ?
      Klar - da würde ich mit fast jedem mitgehen ! Was soll denn noch schlimmeres passieren :blackeye: ?

      ... und was Tyrion betrifft, hat Sansa ja mitbekommen, dass er anders als die übrigen Lennisters ist und von ihnen auch nicht viel besser behandelt wird als sie selbst.
      I have been called many things, my lord, but kind is seldom one of them [Aemon Targaryen]

      Lady Forlorn schrieb:

      ... und was Tyrion betrifft, hat Sansa ja mitbekommen, dass er anders als die übrigen Lennisters ist und von ihnen auch nicht viel besser behandelt wird als sie selbst.

      Und sie hatte stets die Befürchtung, dass es eine Fassade ist und er sein wahres Gesicht zeigt, wenn sie ihm vertraut. ;)

      Lady Forlorn schrieb:

      Um von dem Mann wegzukommen, der meinen Vater enthaupten ließ, mich regelmäßig verprügeln lässt, meine restliche Familie töten will, mich demütigt und unter Kontrolle hält ?
      Klar - da würde ich mit fast jedem mitgehen ! Was soll denn noch schlimmeres passieren?

      Rational gesehen kann das sein. Aber wenn dir jemand ein Messer an die Kehle hält und dich ziemlich heftig bedroht, sagst du vielleicht nicht unbedingt: "Endlich werde ich gerettet." Habe aber selber wenig Erfahrungen mit solchen Situationen.
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
      ________________________________________________________________________________________________________

      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Schade, dass es schon so spät ist und ich diesmal wirklich früh rausmuss, ich sehe hier eine interessante Diskussion aufkommen.
      Deshalb erstmal kurz: Nach dem ersten Lesen war Sansa für mich so ziemlich das größte Hassobjekt im Lied: ein dummes, naives Mädchen, die ihre Familie in den Ruin stürzt und danach in eine langweilige Passivität versinkt und ständig nur darüber schwadroniert, wie unfair doch das Leben jetzt zu ihr ist.

      Tja jetzt beim zweiten Mal habe ich da etwas genauer gelesen, mir mehr Gedanken gemacht und komme zu dem Schluss; Sansa ist eines der größten Opfer im Lied. Sie wird abrupt aus sämtlichen Schwärmereien und Träumereien über das Leben am Hofe und Ritterlichkeit herausgezogen und sieht sich mit den Launen des größten Psychopathen von Westeros konfrontiert. Und wie sie das meistert, finde ich jetzt wirklich beeindruckend. Aber wie gesagt morgen mehr.

      Habe übrigens gerade das letzte offizielle Kapitel von ihr in AFFC gelesen. (Jetzt Spoilertags, da Seitenhieb gegen Serie):
      Spoiler anzeigen
      ​Und es war eine Wohltat das zu lesen, nachdem Rotz den da die Serie mit Sansa mittlerweile veranstaltet. Ich glaube langsam der einzige Grund die Serie noch zu schauen, ist der, dass mir AFFC und ADWD noch besser gefallen werden als vorher.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Und sie hatte stets die Befürchtung, dass es eine Fassade ist und er sein wahres Gesicht zeigt, wenn sie ihm vertraut.

      Wo wir wieder beim Ausgangsthema sind -ich glaube nämlich, wenn er ein gutaussehender Typ gewesen wäre, hätte Sansa nicht solche Bedenken.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      wenn dir jemand ein Messer an die Kehle hält und dich ziemlich heftig bedroht, sagst du vielleicht nicht unbedingt: "Endlich werde ich gerettet."

      Der Dolch, den er auf ihre Kehle richtet, kommt mMn erst ins Spiel nachdem er ihr das Angebot gemacht hat,sie ablehnt und abgestoßen von seinem Äusseren versucht sich abzuwenden.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Habe aber selber wenig Erfahrungen mit solchen Situationen.

      Wenig ?... ich hoffe mal sehr wenig :whistling: !
      I have been called many things, my lord, but kind is seldom one of them [Aemon Targaryen]

      Ser Erryk schrieb:

      Nach dem ersten Lesen war Sansa für mich so ziemlich das größte Hassobjekt im Lied: ein dummes, naives Mädchen, die ihre Familie in den Ruin stürzt und danach in eine langweilige Passivität versinkt und ständig nur darüber schwadroniert, wie unfair doch das Leben jetzt zu ihr ist.

      So geht`s mir eigentlich immernoch - und ich hab die Bücher mittlerweile schon einige Male gelesen, besser wurde ihr Verhalten für mich deshalb nicht.

      Ser Erryk schrieb:

      Tja jetzt beim zweiten Mal habe ich da etwas genauer gelesen, mir mehr Gedanken gemacht und komme zu dem Schluss; Sansa ist eines der größten Opfer im Lied. Sie wird abrupt aus sämtlichen Schwärmereien und Träumereien über das Leben am Hofe und Ritterlichkeit herausgezogen und sieht sich mit den Launen des größten Psychopathen von Westeros konfrontiert.

      Ich bestreite auch nicht, dass sie ein Opfer ist, aber mMn hat sie vieles davon selbst verschuldet, ohne sich dessen bewusst zu sein ... ich meine im nachhinein die eigenen Fehler anzuerkennen und zu bereuen.

      Ser Erryk schrieb:

      Und wie sie das meistert, finde ich jetzt wirklich beeindruckend.

      Wie genau meistert sie es denn ? Indem sie sich ruhig und ladylike verhält und darauf hofft, das jemand sie rettet ? Selbstständig etwas planen tut sie ja nicht gerade.
      I have been called many things, my lord, but kind is seldom one of them [Aemon Targaryen]

      Lady Forlorn schrieb:

      Der Dolch, den er auf ihre Kehle richtet, kommt mMn erst ins Spiel nachdem er ihr das Angebot gemacht hat,sie ablehnt und abgestoßen von seinem Äusseren versucht sich abzuwenden.

      Habe mir die Stelle noch einmal durchgelesen, hast natürlich recht damit. Allerdings droht er ihr schon vorher, lässt sie nicht los und jagt ihr gewaltige Angst ein. Zumal der Griff nach dem Dolch ja nicht aus heiterem Himmel kommt, sondern Sandor in dieser Situation ja sowieso latent gewaltbereit ist, was Sansa gemerkt haben dürfte. Außerdem war er völlig dicht. Insofern habe ich volles Verständnis für Sansas Entscheidung.

      Lady Forlorn schrieb:

      Wo wir wieder beim Ausgangsthema sind -ich glaube nämlich, wenn er ein gutaussehender Typ gewesen wäre, hätte Sansa nicht solche Bedenken.

      Solange er den Namen Lannister trägt, spielt es meiner Meinung nach keine Rolle. Egal wie er ausieht, nach der Geschichte mit Joffrey sind alle Lannisters offenkundige oder potenzielle Feinde.

      Lady Forlorn schrieb:

      Wenig ?... ich hoffe mal sehr wenig !

      Das letzte Messer an meiner Kehle war glaube ich beim Fasching, als wir Indiander und Cowboy gespielt haben. ;)
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
      ________________________________________________________________________________________________________

      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Ich fühle mich mal angesprochen, da ich Sansa sehr gerne mag und mich auf ihren Handlungsstrang in TWOW mit am meisten freue. (Erstmal nur kurz,weil ich gleich noch weg muss.)

      Ich mochte Sansa auch schon beim ersten Lesen der Reihe, auch wenn ich natürlich an einigen Stellen in AGOT dachte:"Nein, tu das bitte nicht." Je weiter ich die Bücher las, desto mehr konnte ich mit ihr mitfühlen und mich in sie hinein versetzen. Du hast nazürlich Recht; Sansa verhält sich besonders zu Beginn der Reihe häufig sehr naiv und oberflächlich. Allerdings kann ich es einer (zu Beginn) 11-Jährigen auch nicht zum Vorwurf machen, naiv zu sein oder für Ritter zu schwärmen. Genau so wenig, dass sie sich für Dinge wie Nähen oder Lieder interessiert. Sie verhält sich schlussendlich auch in vielen Dingen, wie es von einer jungen Frau und einer angehenden Lady in Martins Welt erwartet wird, wie sie quasi auch von ihrer Septa erzogen wird.

      Nicht falsch verstehen, ich mag viele der kämpfenden/kriegerischen Frauen bzw.Mädchen im Lied (Arya, Brienne, Asha...) sehr gerne, aber bei Sansa finde ich es sehr spannend zu lesen, wie eine weibliche Figur auch anders mit dem Leid umgeht, was ihr widerfährt. Wie sie in KL beispielsweise gerade auf ihr "ladylikes" Verhalten setzt, um durchzukommen.

      Nun da sie im grünen Tal ist, freue ich mich sehr auf ihre weitere Entwicklung. Das Vorab-Kapitel macht schon einmal Lust auf mehr. Wird sie es schaffen selbst eine aktivere Rolle einzunehmen, also von der Spielfigur zur Spielerin zu werden? Schafft sie es schließlich sich von LF zu lösen oder diesen gar mit seinen eigenen Waffen zu schlagen? Ich würde mir es jedenfalls wünschen :)

      Lady Forlorn schrieb:

      Wie genau meistert sie es denn ? Indem sie sich ruhig und ladylike verhält und darauf hofft, das jemand sie rettet ? Selbstständig etwas planen tut sie ja nicht gerade.


      Das ist ihre Rüstung, ihr Schutz und ihre Rückzugsmöglichkeit. Was sollte sie denn selbständig planen dort, umgeben von Feinden und fast hermetisch abgeriegelt. Sie hat ja auch etwas getan, sie wurde aktiv indem sie sich, zwecks versprochener Rettung, an Sir Dontos gewandt bzw. auf ihn vertraut hat... , sich den Tyrells anvertraut hat und die Hoffnung auf Heirat und damit auf Verlassen der Stätte ihrer Pein offeriert bekommt... Mehr Aktivität, verbunden mit nach außen hin demonstrierter Gelassenheit, Würde und höflicher Distanz, kann man von einem 12/13 jährigen Mädchen unter den gegebenen Umständen kaum erwarten, ohne sich selbst in große Gefahr zu begeben. So sehe ich das zumindest.
      Ich mochte Sansa am Anfang auch nicht so gerne, aber ich ziehe mittlerweile wirklich den Hut vor ihr. Wie sie trotz allem schafft, ihre Menschlichkeit und ihr Mitgefühl zu bewahren, finde ich unglaublich stark und bewundernswert. Ich hoffe, dass das so bleibt, trotz ihrer Schulung zur Spielerin.

      Ein Freund von mir hat mal was sehr Interessantes gesagt: "Sansa hätte in Ayras Situation nie überlebt. Aber Ayra hätte in Sansas Situation auch niemals überlebt." Und ich finde, das sagt schon sehr viel aus. Sansa wird langsam zu einer unglaublich starken Persönlichkeit ohne kalt und unnötig grausam zu sein. Ich hoffe, wie bereits erwähnt, dass es so bleibt.
      Hallo an Alle,

      dies ist mein erster Post und es freut mich tatsächlich diesen Sansa zu widmen :)

      Anfangs ging es wahrscheinlich jedem Leser gleich, Sansa war eine verwöhnte Zicke, die durch ihre naivität nur Mist baut. Und zwar recht heftigen Mist, sie hilft so schließlich dabei Lady und Ned zu töten.
      Vor diesem Hintergrund muss man natürlich bedenken, dass Sansa eben ein junges Mädchen ist, welches am Anfang der Pubertät steckt. Sie tut auch nichts, was sie tut, weil sie böse ist, sondern eben naiv. Sie hat noch nicht erkannt wie die Welt läuft (im Gegensatz zu Arya). Sansa entwickelt sich aber weiter. Und das gefällt mir.

      Ähnlich geht es mir bei Jaimie. Der totale Oberar... der ersten Bände, aber mit einer unglaublichen Entwicklung.
      Facit Omnia Voluntas
      Da will ich jetzt einmal ausführlicher eingehen (eine Charakter-Diskussion, in der es einmal nicht um Sandor geht, ist auch nett). Die meisten deiner Kritikpunkte @Lady Forlorn beziehen sich ja auf das erste Buch. Hier tritt Sansa tatsächlich als naives, leichtgläubiges Mädchen auf, die durch Dummheiten ihre Familie in den Abgrund stürzt. Aber man muss das so sehen: Sansa ist recht jung, nur 11 Jahre alt und auch wenn eines junges Alter in Westeros weniger gilt als in der Realität, so ist das gerade im Fall Sansa eine Ausnahme. Sie wächst wohlbehütet in Winterfell auf, es gibt keinerlei Kriege (die Rebellion, als sie zwei Jahre alt war, geschenkt). Noch dazu sind Eddard und Catelyn Eltern, die etwas aus dem üblichen Raster herausfallen, denn sie versuchen nicht ihre erstgeborene Tochter aus Krampf möglichst mit einem geeigneten Mann zu verheiraten, wie es andere Lords machen. Auch geben sie sonst keine ihrer Kinder als Mündel weg. Sansa hat noch dazu eine perfekte Erziehung durch Septa Mordane und ist allgemein sehr begabt. Dabei erhält sie ein verklärendes Bild auf das Leben am Hofe, Rittern und Hochzeiten. Größtenteils kennt sie nur die Geschichten von tapferen Rittern, die die Jungfrauen retten und ihr Vater lebt selbst ein tugendhaftes Leben vor. Sie wird also schnell mit den Höflichkeitsfloskeln vertraut gemacht und der Rollenverteilung. Sie empfindet das als das normalste und schönste auf der Welt und hofft irgendwann in diese Welt eintreten zu können, die sie nur aus Büchern kennt. Deshalb ist es nicht wenig verwunderlich, dass sie jeden dahergekommenen Adligen (z. B. Waymar Royce) anhimmelt und mit einer Person wie Arya, die sich nicht in diese Welt zwängen lässt, in Konflikt gerät und Jon Snow als Bastard ansieht.

      Mit der Ankunft Roberts setzt sich das dann alles für sie in die Realität um. Sie kriegt den Prinzen von dem sie immer geträumt hat, darf in King's Landing am Königshof wohnen mit der Aussicht einmal Königin zu werden. Es ist klar, dass sie überglücklich ist und aufgrund ihrer Erziehung und alles was sie über Prinzen gelernt hat, in Joffrey ihren Traummann sieht, die Erfüllung all ihrer Wünsche. Deshalb ist es für mich mittlerweile auch verständlich, warum sie Joffreys Psychopathenverhalten gegenüber Mycah und Arya völlig ignoriert und sogar für ihn lügt. Sie kann sich zunächst nicht vorstellen, dass ein Prinz grausam ist, leugnet diese Tatsache, obwohl es ihr brutal ins Gesicht geschmettert wird. Deswegen verachtet sie auch Arya, da sie die Schuld in ihr sieht, da sie sowieso schon immer aus der Muster herausgefallen ist. Natürlich gibt sie ihr auch die Schuld an Ladys Tod. Ihr Weltbild gerät noch nicht ins Wanken, sie sieht lediglich in Arya jemand, der ihre perfekte Traumwelt stören will und projeziert sämtlichen Hass auf sie. Noch kann sie sich nicht vorstellen, dass auch Ritter und Prinzen grausame Sadisten sein können. Ladys Tod ist aber einschneidend für sie, denn dadurch verliert sie den Bezug zu ihrer Familie, ihre Verbindung zu Haus Stark.

      In King's Landing setzt sich das fort, sie sieht all ihre Träume sich erfüllen und lebt weiter in einer Scheinwelt, obwohl vieles um sie herum bereits marode ist. Ser Loras himmelt sie an, weil er wie einer der hübschen Ritter aus den Träumen wirkt. Der einzige, der ihr eigentlich wenigstens etwas die Augen öffnet, ist Sandor Clegane, der ihr eigentlich als Erstes klarmacht, dass es auch schlechte Ritter gibt, wie seinen Bruder. Sansa nimmt sich das jedoch immer noch nicht zu Herzen, verständlich meiner Meinung nach, Sandor ist zunächst nur ein Leibwächter, der ihr Angst macht.

      Bei dem Verrat an Eddard müssen wir wissen, dass Sansa absolut nichts von den Intrigen in King's Landing mitbekommt. Noch immer hält sie Joffrey für ihren Traumprinzen und Cersei für die nette Königin. Ihr gefällt das Leben bis dahin und es gibt ja auch keinen Grund etwas anderes anzunehmen, die Intrigen finden ja im Hintergrund, weit abseits von ihr statt und Joffrey ist der strahlende, nette Prinz zu ihr. Deshalb sehe ich ihren Verrat auch nicht mehr so kritisch, denn sie wusste gar nicht, dass es Verrat ist. Alles was sie wollte war es, ihr so schönes Leben in King's Landing zu retten, damit ihr Traum nicht so schnell zu Ende geht. Sie hat sich deshalb an Cersei gewohnt, da sie hoffte, dass Cersei ihren Vater umstimmen wird. Sie konnte ja nicht wissen, dass sie damit Cerseis Plänen hilft, Eddard loszuwerden. Nach wie vor konnte sie sich nicht vorstellen, dass Personen wie Joffrey und Cersei auch extrem falsch sein können. Deshalb schreibt sie auch die Briefe, nimmt Eddards Verrat relativ gelassen hin (wird schon nicht so schlimm sein) und versteht nicht warum Jeyne so durch den Wind ist (was sollte denn ihrer Meinung nach einem lieben, netten Mann wie Vayon Poole schon passieren). Dann bittet sie um Gnade für Eddard auch verständlich, da es ihr Vater ist und sie nimmt natürlich an, dass ihr lieber Prinz ihm diese gewähren wird. Sie glaubt ja in dem Fall an seinen Verrat, hofft aber auch, dass er eine milde Strafe erhalten wird. Und dann kommt der Vorschlaghammer, der ihr ganzes Weltbild zu Scherben schlägt, als Joffrey ihren Vater töten lässt. Sie begreift mit einem Mal, dass er ein grausamer Mensch ist, voller Hass und Sadismus und sie eigentlich nie geliebt hat. Ich denke diese Erfahrung muss für Sansa unglaublich traumatisch gewesen sein. Eigentlich fast ein Wunder, dass sie sich nicht umbringen will.

      Aber jetzt kommt der Punkt an dem ich Sansa (zumindest beim zweiten Lesen bewundert habe). Statt aufzugeben, stellt sie sich der für sie so grässlichen Situation und lernt damit zu leben. Sie nutzt ihre Höflichkeit als Panzer und Schutz, denn nur diesen hat sie. Sie traut vorerst niemanden, realisiert immer mehr, dass die Ritter nicht die feinen Leute sind, für die sie sie immer gehalten hat. Ja, tatsächlich merkt sie, dass ein Nichtritter wie Sandor Clegane sie als einzige halbwegs freundlich und zart behandelt. Später kommen noch Tyrion und Dontos hinzu. Bei beiden hat sie jedoch zurecht Probleme ihnen zu trauen. Tyrion, weil er ein Lannister ist. Sandor, weil er seine Zuneigung nicht wirklich ausdrücken kann und immer wieder barsch ihr gegenüber wird. Doch ich denke gerade durch Sandor lernt sie die Realität immer mehr kennen. Dass sie dann aber nicht mit ihm mitgeht ist sowas von verständlich, denn Sandor schafft es nicht, wie ein vernünftiger Mensch zu wirken, als er sie fragen will, sondern hält ihr ein Messer an die Kehle und verlangt ein Lied. Verständlich, dass sie nicht mit ihm mitgeht.
      Später dann mit den Tyrells lotet sie ihre Möglichkeiten aus von Joffrey wegzukommen, genauso wie sie auf Dontos' Angebot eingeht, sie zu retten. Ich finde es interessant, wie sie dabei schon dazu gelernt hat. Sie weiß, dass die Tyrells sie nur wegen dem Anspruch auf Winterfell verheiraten wollen.
      Und dann kommt die Hochzeit mit Tyrion, ein weiterer Schock für sie und die Nachricht vom Tod ihrer Mutter und ihres Bruders ein weiterer Schock. Doch beides übersteht sie tapfer, wobei ich es schade finde (das einzige in Sansas Entwicklung), dass sie bis zum Schluss Tyrion verachtet, obwohl er sie trotz Ehe sexuell verschont und er auch versucht sie vor Joffrey zu schützen und tatsächlich immer stärker Gefühle für sie entwickelt. Hier hätte ich mir echt gewünscht, dass Sansa über Tyrions hässliches Äußeres hinwegsehen kann. Egal, dann kommt die Flucht und Petyr führt sie in das Spiel der Throne und da merkt man schon, dass Sansa eine große Auffassungsgabe besitzt und mit ein bisschen mehr Übung daran auch teilnehmen kann. Und das macht Sansa gerade sehr interessant, aber erst beim erneuten Lesen ist mir klar geworden, dass sie ein sehr sympathischer Charakter ist, der einfach nur ätzend anfängt.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Ser Erryk schrieb:

      eine Charakter-Diskussion, in der es einmal nicht um Sandor geht, ist auch nett


      Ach komm, es gab eine ausgiebige und hitzige Debatte über Arya und zu Sansa wurden hier und und da auch schon angeregte Diskussionen geführt....

      Ansonsten gefällt mir dein Beitrag sehr gut, der sich, bis auf deine Meinung zu Sansas ausbleibender Sympathie und nicht eintretendem Vertrauen für bzw. zu Tyrion, mit meinen Ansichten zu Sansa deckt.
      War jetzt nicht so, dass ich das kritisiert hätte, aber gefühlt alle ausgiebigen Charakter-Diskussionen, an denen ich mich die letzten Wochen beteiligt habe, ging es nur um Sandor.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Ich weiß, das ein oder andere wurde in den Posts über mir schon erzählt, aber ich will mich jetzt doch auch mal dazu äußern und versuche mal Punkt für Punkt deiner Einschätzung meiner gegenüber zu stellen. Wie schon im Turnier erwähnt, ging es mir beim ersten Lesen recht ähnlich wie dir, doch im Laufe unseres Rereads habe ich mich dann doch mal sehr viel mehr mit Sansa und ihrem Verhalten und was dahinter stecken mag auseinander gesetzt und plötzlich fand ich sie sehr liebenswert. Das heißt jetzt nicht, dass ich nicht trotzdem ab und an die Augen verdreht hätte, aber ich konnte sie durchaus verstehen.

      Lady Forlorn schrieb:

      nennt Jon nur ihren Halbbruder, seit sie weiß was Bastard bedeutet, obwohl sie mit ihm zusammen aufwächst.
      Catelyn war extrem gegen Jon eingestellt. Zum einen hatte sowieso eine starke Abneigung gegen Bastarde und dieser war ihr ein besonderer Dorn im Auge, da er der Beweis für Neds Betrug war. Das hat sie Sansa schon von klein auf klar gemacht und Sansa hat das ohne zu hinterfragen übernommen. (Etwas, dass ich von einer beim Beginn der Bücher Elfjährigen auch nicht erwarten würde.)

      Lady Forlorn schrieb:

      stellt in Frage, dass Arya ihre Schwester ist, weil sie in ihren Augen nicht hübsch genug ist. Sie hätte lieber eine Schwester wie Myrcella.
      Wenn ich mich richtig erinnere, hat Sansa Catelyn gefragt, ob Arya wirklich ihre Schwester ist, das sie Jon ähnlicher sieht, als der Rest der Geschwister und daher auf den Gedanken gekommen ist, dass sie vielleicht auch eine Halbschwester sei.

      Lady Forlorn schrieb:

      ist schon verliebt in Joffrey, obwohl sie ihn garnicht kennt, "er war alles was sie sich von ihrem Prinzen erträumt hatte" - rein optisch
      Meine Güte, die Kleine ist elf! Mit elf lebt man im Wolkenkuckucksheim mit rosa Einhörnern und stattlichen Prinzen. Sie ist extrem behütet aufgewachsen und findet alle Kleine-Mädchen-Sachen toll. Sie denkt einfach, sie wird ihr eigenes wundervolles Märchen erleben. Und in Märchen sind die guten Prinzen immer hübsch und stattlich und die Bösen sind hässlich. Wenn mir heute ein vorpubertierendes Mädchen ankommt und mir einen von Justin Bieber vorschwärmt, dann denke ich mir auch meinen Teil und frage mich, was man an so einer Kackbratze toll finden kann. Aber deswegen finde ich doch das Mädchen nicht ätzend...

      Lady Forlorn schrieb:

      denkt oft "ihre dämliche Schwester" wird alles verderben
      Erstens: Geschwister... Frag mal meine zwei Jungs von 12 und 9... Furchtbar die Beiden. Wie Feuer und Wasser. Ich möchte manchmal einfach nur ihre Schädel gegeneinander dengeln...
      Arya sind wie Feuer und Wasser, das absolute Gegenteil des anderen. Und da sind dann Geschwister (grade in dem Alter) immer dämlich.

      Lady Forlorn schrieb:

      als Joffrey Arya und Mycah "erwischt" und Mycah bedroht und verletzt "Ich werde ihm nicht wehtun ... nicht sehr" tut sie nichts, fordert Arya sogar auf sich rauszuhalten.
      Sansa versucht an ihrem Traum festzuhalten. Sie will nicht, dass er zerplatzt und verschließt die Augen. Finde ich auch nicht toll. Aber wie gesagt, sie ist 11...

      Lady Forlorn schrieb:

      Sie sieht schon da wie "ihr Prinz" sich verhält (Joffrey schlug mit dem Schwert nach Arya, schrie Obzönitäten, schreckliche Worte. Arya wich zurück, voller Angst, doch Joffrey folgte ihr...) trotzdem kommt kein Versuch ihre Schwester zu schützen
      Ich könnte mir vorstellen, dass Sansa in diesem Moment noch mehr Angst hatte, als Arya. Das ist eine Situation, mit der sie noch nie konfrontiert wurde. Und ich denke, dass sie davor dann im Nachhinein einfach die Augen verschließt und daher Arya die Schuld gibt.

      Lady Forlorn schrieb:

      als Arya die Oberhand gewinnt schreit sie allerdings, Arya solle ihn in Ruhe lassen. "Oh mein armer Prinz[...] ich hole Hilfe" Er schlug die Augen auf und sah sie an, und in diesen lag nichts als Abscheu, nichts als tiefste Verachtung. Das alles sieht sie, ohne Konsequenzen daraus zu ziehen.
      Welche Konsequenzen? Sie ist 11, dass ist der Typ, den sie heiraten soll. Und er outet sich grade als Arschloch.

      Lady Forlorn schrieb:

      dann lügt sie bezüglich dieser Geschehnisse (den König an) und verursacht so den Tod ihres eigenen Wolfes.
      Sie ist in dem Moment unfähig dazu, vor dem gesamten Hofstaat, zu sagen, dass Joffrey das ganze verursacht hat. Also gibt sie vor, sich nicht zu erinnern. Ich bin mir sicher, dass sie, wenn sie nur von ihrem Vater befragt worden wäre, durchaus die Wahrheit gesagt hätte. So hätte ihr Wort gegen das des Kronprinzen gestanden. Sie hatte in diesem Moment einfach nur eine Höllenangst.
      Das ihr vorgebliches Nicht-Erinnern dazu führt, dass Lady getötet wird, konnte sie nun wirklich nicht ahnen.

      Lady Forlorn schrieb:

      kaum in Königsmund sind aber gleich ganz andere Dinge wichtig : "Ein Tunier[...]wird man uns erlauben es zu besuchen [...]oh bitte ich möchte es sehen" Als Arya ablehnt hinzugehen(da sie Joffrey nicht begegnen will) kommt von Sansa : "Es wird ein prächtiges Ereignis.Da bist du wohl kaum erwünscht"
      Ja... Sansa ist ein kleines Prinzesschen und wie Teenager-Mädchen in dem Alter ein wenig oberflächlich. Außerdem waren sich Sansa und Arya seit dem Vorfall mit Joffrey noch weniger grün als sonst. Das war eine Spitze gegen die kleine Schwester.

      Lady Forlorn schrieb:

      nach dem ersten Tuniertag (an dem direkt vor ihr jemand stirbt, sie aber nur denkt "Nie zuvor hatte sie gesehen wie ein Mensch starb[...] doch wollten die Tränen nicht kommen[...] der junge Ritter bedeutete ihr nichts [...] man würde keine Lieder über ihn singen. Das war traurig") ist sie wieder ganz angetan von Joffrey (es war nicht sein Werk gewesen. Die Königin hat es getan, sie war die Hassenswerte, sie und Arya.Sie konnte Joffrey nicht hassen. Dafür war er zu hübsch)
      Es berührt sie durchaus, dass der Junge stirbt. Sie wundert sich ja selbst, dass sie nicht weint. Aber da wird der Schock zu groß gewesen sein. Und vor sich selbst begründet sie das Ausbleiben der Tränen damit, dass er ihr nichts bedeutet hat, da sie ihn ja nicht kennt. Und zu Joffrey: er ist ihr Verlobter. Sich ihn schön (und das jetzt nicht nur optisch) zu reden, ist ihre einzige Chance klar zu kommen. Sie wird ihn heiraten. Wie soll sie jemanden heiraten, der schlecht ist? Also muss er gut sein und Cersei ist Schuld.

      Lady Forlorn schrieb:

      Nachden Eddard verletzt wurde (und Jory starb - an den sie übrigens nie wieder denkt, warscheinlich weil er bei dem Tunier zwischen all den prächtien Rittern wie ein Bettler ausgesehen hat und einfach nicht hübsch genug war) und er Beric und co. losschickt (unter anderen Alyn, auf den Sansa so stolz ist, weil er viel hübscher ist, als Jory je war) Gregor zu ergreifen, ist es ihr wichtig mit Jeyne über ihren angeblichen Traum von Joffrey zu reden, und insgeheim ihre beste Freundin für albern zu halten, die sich in Beric verliebt hat, aber weit unter seinem Stand ist.
      Wiederholung: 11 Jahre alt. Steht auf hübsche Jungs. Lebt in einer Traumwelt. Und von ihrer Mutter wurde ihr ein gewisses Standesbewusstsein eingebleut.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
    • Benutzer online 10

      10 Besucher