Sansa Stark

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      Maegwin schrieb:

      Ich würde dir in so ziemlich allen Punkten vollumfänglich zustimmen.
      Aus meiner Sicht hat sich zumindest an ihren Standesdünkeln bis zum aller aktuellsten Zeitpunkt auch noch nicht wirklich allzu viel geändert.
      Allein: Sie hat gebüßt, in Kings Landing. Sehr, sehr ausdauernd. Und wenn ich Jaime seine Katharsis anrechne und auch dem Bluthund, finde ich es richtig es auch bei ihr zu tun.
      Zumindest ein guter Teil der Selbstsucht und der Naivität scheint ja nun doch verflogen zu sein.


      ...endlich :hail: Und ich dachte schon ich steh allein auf weiter Flur !
      I have been called many things, my lord, but kind is seldom one of them [Aemon Targaryen]
      Nein, bist du nicht. :)
      Ich freue mich ziemlich auf die Kapitel, weil es einer der POVs ist, denen ich wohl noch am meisten abgewinnen kann.

      Andererseits war ich auch noch im fortgeschrittenen Sansa-Stadium ein bisschen angenervt von ihr. Da flieht sie Hals über Kopf aus KL aus ihrer unglücklichen Ehe, ihr Mitretter überlebt auch nicht so recht. Sie steht im Verdacht bei Joffs Ermordung eine Hand im Spiel zu haben. Großes Drama! Dann kommt sie im Tal an und es geht los: Bastardtochter sein ist voll mäh, kann es nicht lieber ein niedrigerer Ritter sein. Oh, Haare färben! Und auf der Eyrie ist es voll langweilig, bei Myranda Royce unten geht ja angeblich voll die Party ab..

      Da denk ich mir schon: Ach komm Schnecki, hast du gerade keine anderen Probleme? Oder besser: Angesichts der Probleme die du schon hattest, sollte das jetzt eher ein kleines sein. :|
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      ixh finde sansa ist bis jetztviel zu naiv und ein kleines zuckerpüppchen.arya hat da viel mehr durchmachen müssen.für mich ist sie auch keine richtige stark

      Rincewind schrieb:

      Ich bin auch einer von denen, die Sansa nicht leiden können. Schön wäre doch gewesen, wenn sich vor der Tür ein schwarzel Loch aufgetan hätte, welches LF, Sansa, Lysa, den Liederknaben und den verwöhnten Balg noch zazu rausgesogen hätte. Dann hätte ich endlich Ruhe vor denen.
      Wobei eine Schöne Aktion hat Sansa schon gerissen. Als der Balg ihr "Schloss" angegriffen hat.

      Yobuye schrieb:

      Gibt es Gerüchte hinsichtlich ihrer Abkunft?


      ???? Warum? Also ich habe bis jetzt nichts gehört, außer natürlich wilde Spekulationen....

      Ganz im Gegenteil. Ich glaube, dass Sansa noch eine wichtige Rolle spielen wird. Immerhin befinden sich sowohl Bran, als auch Ayra, als auch Sansa derzeit in relativer "Sicherheit" und stecken alle drei mitten in ihrer Ausbildung. Da ist es sehr unwahrscheinlich, dass einer der drei so schnelle ins Gras beißt.

      Mercedes_de_Polla schrieb:

      ???? Warum? Also ich habe bis jetzt nichts gehört, außer natürlich wilde Spekulationen....

      Das bezieht sich auf den Beitrag über Yobuyes ;)

      Natürlich verhält Sansa sich anders, als ihre Geschwister, aber das ist auch dem Umstand geschuldet, dass sie als junge Lady eine ganz andere Rolle in der Gesellschaft einnimmt und dies, im Gegensatz zu ihrer Schwester, auch gerne macht. Das hat natürlich auch zur Folge, dass sie anfangs das naive Prinzesschen darstellt, aber ihr Leben war auch bis dahin verdammt unbeschwert.
      Ihren Reifeprozess in KL finde ich aber gut erzählt und auch ihre Entwicklung auf der Eyrie gefällt mir sehr. Mit der Zeit haben sich bei mir die Sympathien für die Stark-Schwestern komplett gedreht, weshalb ich dann auch in der aktuellen Runde von Lanns Turnier für Sansa gestimmt habe.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      [/quote] Natürlich verhält Sansa sich anders, als ihre Geschwister, aber das ist auch dem Umstand geschuldet, dass sie als junge Lady eine ganz andere Rolle in der Gesellschaft einnimmt und dies, im Gegensatz zu ihrer Schwester, auch gerne macht. Das hat natürlich auch zur Folge, dass sie anfangs das naive Prinzesschen darstellt, aber ihr Leben war auch bis dahin verdammt unbeschwert.
      Ihren Reifeprozess in KL finde ich aber gut erzählt und auch ihre Entwicklung auf der Eyrie gefällt mir sehr. Mit der Zeit haben sich bei mir die Sympathien für die Stark-Schwestern komplett gedreht, weshalb ich dann auch in der aktuellen Runde von Lanns Turnier für Sansa gestimmt habe.[/quote]

      Bin mal gespannt, wie sich das entwickelt. Ich spekuliere eigentlich schon seit dem Tod von Lady, dass "die Lady in Sansa" stirbt.

      Spoiler anzeigen
      Es kündigt sich im Vorab-Kapitel ja auch an. Und ich denke, Sansas Entwicklung ist noch lange, lange nicht abgeschlossen.

      Da Sansa in euren Beiträgen über den kürzlich verlinkten Blog ziemlich gut wegkommt,habe ich darüber nachgedacht,warum sie bei mir als Charakter doch eher bescheiden abschneidet. Ich möchte euch meine Überlegungen mitteilen,und bin gespannt auf eure Reaktionen.

      Ich möchte noch festhalten,dass ich meinen Beitrag hier poste,da ich mich lediglich mit dem Charakter Sansa beschäftigen möchte,und dies keine "Gegenrede" zu dem Blog-Beitrag an sich ist.

      Wenn wir Sansa am Anfang betrachten,stimmen wohl die meißten von uns überein. Ein vornehmes Mädchen aus gutem Hause,und sich dessen auch sehr bewusst,erhält sie die Erziehung einer hohen Lady.Sie ist sehr verträumt,hängt Fantasien nach und hat von der Härte des Lebens (insbesondere in Westeros) noch nichts mitbekommen.

      Dies ist sicherlich teilweise ihrer Erziehung geschuldet.Ich könnte mir z.B. nicht vorstellen,dass Eddard sie mal zu einer Hinrichtung mitnehmen würde,so wie er es mit seinen Söhnen und Jon macht.

      Als sie von ihrer Verlobung mit Joffrey und dem Umzug nach KL erfährt,glaubt sie den Beginn ihres persönlichen Märchens zu erleben.

      So weit so gut. Standesbewusstsein kann man ihr in der Welt von Westeros mMn nicht vorwerfen,genauso wenig wie ein verträumtes Kind zu sein,dass Geschichten und Fantasien nachhängt.

      Dies ist also die Ausgangslage,von der aus ich Sansa beurteilen möchte. Ich werde mir bestimmte Punkte der Handlung vornehmen die mit Sansa zusammenhängen, und versuchen sie danach zu beurteilen.

      Als erstes wäre da der Vorfall mit Sana,Joffrey,Arya und Micah. Sansa wird Zeugin,wie Joffrey grundlos damit beginnt beginnt den Jungen zu verletzen. Arya geht dann auf Joffrey los um ihren Freund zu beschützen.Aus der folgenden Schilderung können wir mMn schließen,dass Joffrey ernsthaft auf Arya los geht,sie verletzt und womöglich sogar getötet hätte,wenn Nymeria nicht dazwischen gegangen wäre.Wie geht Sansa damit,und den daraus entstehenden Folgen um? Sie scheint hauptsächlich Arya die Schuld zu geben. Die Schuld an Lady`s Tod,und die Schuld daran,dass Joffrey sich ihr gegenüber abzuwenden scheint.An den Metzgerjungen "verschwendet" sie meiner Erinnerung nach keinen Gedanken mehr,schon gar keine Gedanken des Bedauerns oder Mitleids. Das ist kein Standesbewusstsein mehr,dass ist eine mMn verachtenswerte Kälte einem Menschen gegenüber,der für sie einfach nur unwichtig ist,da er nicht in ihre Traumwelt passt. Hinterfragt sie Joffreys,Cerseis oder gar ihr eigenes Verhalten? Fragt sie sich sebst,ob sie mit einer wahrheitsgemäßen Aussage womöglich Lady oder Micah hätte retten können? Beginnt sie ernsthaft ihre Vorstellungen vom Leben und den Menschen um sie herum zu hinterfagen? Meine Antwort darauf;Nein,tut sie nicht.Ein solch einschneidenes Erlebnis sollte doch eigentlich Einfluss nehmen,doch sie träumt mehr oder weniger unreflektiert weiter ihren Fantasien hinterher.

      Als nächstes,die Lage in KL spitzt sich zu,und auch Sansa muss das bemerken.Was macht Sansa als sie erfährt,dass ihr Vater sie und ihre Schwester fortschicken möchte? Sie wird trotzig und erzählt es Cersei,deren Bruder erst vor kurzem Mitglieder ihres Haushalts getötet und ihren Vater schwer verletzt hat.Clever,nicht wahr? Man kann von einem Kind in diesem Alter keine uneingeschränkte Uneigennützigkeit oder absolute Vernunft erwarten,aber dies ist für mich schon schmerzhaft dämlich. Ungefähr so,als würde ich den Leuten die bei mir zu Hause eingebrochen sind und meine Familie verprügelt haben, noch freiwillig mitteilen,wann das nächste mal unsere Hintertür unverschlossen ist.

      Dann erfolgt der Angriff auf den Stark Haushalt,im Zuge der Lennister Machtergreifung. Sansa wird zusammen mit ihrer engsten Freundin Jeyne eingesperrt. Jeyne merkt,dass die Kacke ordentlich am dampfen ist,Sansa hingegen hängt trotz "Blut und Morde" noch immer ihren Fantasien nach,glaubt an ein "Missverständnis" welches sich schon irgendwie aufklären wird.Wie reagiert Sansa, als sie merkt,dass Jeyne an einen für sie unbekannten Ort mit ungewissem Schicksal gebracht wurde? Sie ist erleichtert,weil sie das Flennen ihrer "Freundin" nicht mehr ertragen muss.Stellt sie zu einem späteren Zeitpunkt mal Nachforschungen darüber an,was mit Jeyne geschehen ist? ZB als sie mit Tyrion verheiratet ist und zumindest relative Freiheiten hat? Nein,denn Jeyne ist ihr egal. Einfach ein weiterer Mensch, der in der Welt der Sansa Stark bestenfalls eine Mini-Nebenrolle ausfüllt.Aus den Augen,aus dem Sinn. Sehr sympathisch,nicht wahr?

      Nach der Hinrichtung Eddards erleben wir zum ersten mal eine wirkliche Änderung in Sansas Verhalten. Jetzt hasst sie die die Lannisters. Ähm,"Wuppdiiduu!"?Sie erlebt Mord und Gewalt, unmittelbar und "über Eck",mehrfach. Doch aus ihrer Prinzessinen-Traumwelt bricht sie erst aus,nachdem ihr Vater vor ihren Augen hingerichtet wird, und sie seinen geschändeten Leichnam betrachten muss. Hat ja nicht viel gebraucht,um sie mal etwas wachzurütteln.

      Hier beginnt also die Entwicklung von Sansa,von der ich in anderen Beiträgen lesen konnte. Wird sie dabei sympathischer?

      Das Turnier an Joffreys Namenstag. Sansa schreitet ein,als Joffrey Ser Dontos hinrichten lassen möchte. Das ist natürlich lobenswert,ohne das Eingreifens des Bluthundes wohl erfolglos,aber trotzdem lobenswert. Was passiert danach? Erstmal nicht viel,was von Sansa ausgeht.Sie ist ein Spielball,und lässt sich auch so behandeln. Sie erwartet von anderen eine Verbesserung ihrer Lage. Zunächst von ihrem Bruder Robb,wenn sie hofft,dass dieser den Krieg gewinnt,Joffrey tötet und sie nach Hause holt. Als einzige aktive Handlung bleibt,dass sie aufgrund einer Nachricht in den Götterhain geht. Das reicht für mich nicht aus,hier einen starken Charakter zu sehen,oder auch nur die Entwicklung dahin.

      Als nächstes kommt der Angriff von Stannis auf KL. Sansa versucht die anderen Frauen zu beruhigen,zumindest zu Beginn. Was macht sie,als die Kämpfe näher kommen? Sie will sich in ihrem Zimmer verkriechen,in der Hoffnung die Erstürmung und Plünderung dort zu überstehen.In ihrem Zimmer angekommen,trifft sie auf den Bluthund.Sie wird nun vor die Wahl gestellt,versuchen mit dem Bluthund ins Ungewisse zu fliehen,oder darauf warten das Stannis die Stadt einnimmt und alles für sie in Ordnung gebracht wird (Stannis tötet die Lannisters,schließt Frieden mit Robb und schickt Sansa nach Hause). Sie entscheidet sich auf Stannis zu hoffen,anstatt mit dem Bluthund zu gehen.Kann man ihr das wirklich vorwerfen? Ich denke schon,aber das ist wohl sehr subjektiv. Mich stört einfach Sansas bereitwillige Passivität.Sie will sich nicht selbst helfen,sie wird nur ein wenig aktiv wenn sie glaubt,dass andere ihre Angelegenheiten für sie regeln können,wie bis hier hin Cersei und Ser Dontos.

      Als nächstes ihre Begegnung mit den Tyrell-Frauen. Wieder schöpft Sansa Hoffnung,wieder verlässt sie sich auf andere sie aus ihrer Misere zu befreien. Sie soll Willas heiraten? Super! Sie weiss zwar nichts über den Mann, seine Familie oder Rosengarten,aber was solls. Sie kann sich wieder in Fantasien flüchten,und anderen ihr Schicksal überlassen. Diese Aussicht ist so toll,dass sie Ser Dontos mitteilt,er könne sich seine Fluchtpläne in die Haare schmieren. Ja,eine tolle Figur des Lieds. Verlässt sich immer auf andere,ist planlos und sonst ist nicht viel mit ihr los.

      Die Hochzeit mit Willas platzt,und sie wird mit Tyrion zwangsverheiratet.Sie will nicht,doch Cersei sagt ihr,dass Widerstand sinnlos sei. Was macht Sansa? Sie fügt sich. Natürlich,was auch sonst? Sie zeigt doch bestimmt Widerstand,nicht wahr? Ja,und wie! Bei der Hochzeitszeremonie blamiert sie den anwesenden Lannister,vor dem sie sich am wenigsten fürchtet.Starke Geste eines starken Charakters,wirklich. Und als sie dann in der Hochzeitsnacht alleine sind? Sie will Tyrion nicht. Sagt sie ihm das?Vielleicht sogar Drohungen,was sie mit dem Gnom machen würde,sobald dieser einschläft,sollte er sie anfassen? Mal irgendeine Form des Widerstands? Nein,sie lässt ihn lediglich spüren,dass sie keine Lust hat sich beim vollziehen der Ehe aktiv einzubringen.

      Dann konspiriert sie wieder mit Ser Dontos,um aus KL weg zu kommen.Purple Wedding,Joffrey stirbt und Ser Dontos schleift Sansa mit sich. Jetzt also Kleinfinger. Ein Mann der von den Lannisters belohnt wurde,weil er ihren Vater reingeritten hat. Na und? Sansa braucht ja jemanden,an dessen Rockzipfeln sie sich festhalten kann. Kleinfinger bringt sie ins Tal,und ihr wird sehr schnell klar gemacht,dass sie weiterhin nichts weiter als ein Spielstein ist,auch von ihrer Tante.

      KF tötet ihre Lysa,und nebenher erfährt sie so manches über Kleinfingers Ränke,eine recht große Sache sollte man meinen.Im Tal gibt es viele Stark-Sympathisanten und alte Freunde ihres Vaters,zB Bronze-John Royce. Hat Sansa wenigstens mal einen Gedanken,sich das zu nutze machen,um sich selbst zu helfen? Nein,weiterhin macht sie eifrig mit um dem Mann zu helfen der eine gewichtige Rolle beim Sturz ihres Vaters hatte. Spitze.

      An der Stelle beende ich das Ganze mal. Mein Fazit, Sansa ist zu Beginn sehr abgehoben,lebt in ihrer eigenen Welt,in der für sie unwichtige keinen Platz haben. Als sie merkt,dass die Welt nicht ist, wie sie es gerne hätte,flüchtet sie sich in Passiviät vertraut stets auf andere.Mich stört dieses Verhalten. Ich kann nichts entdecken,was mir den Charakter irgendwie sympathisch machen würde.Genau so wenig kann ich eine Charakterentwicklung erkennen,die auf etwas vielversprechendes hindeutet.

      Soweit meine Gedanken zu Sansa. Habe ich etwas übersehen oder eurer Meinung nach falsch verstanden?
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      HappyTime schrieb:

      Sie entscheidet sich auf Stannis zu hoffen,anstatt mit dem Bluthund zu gehen.Kann man ihr das wirklich vorwerfen? Ich denke schon,aber das ist wohl sehr subjektiv.


      Das sehe ich anders. Sansa hat ihr gesamtes Leben in einer Burg verbracht, ein luxuriöses Leben genossen. Ich hätte mich wohl in ihrer Situation auch dagegen entschieden in Kriegszeiten mit einem gewalttätigen Mann durch den halben Kontinent zu reisen.
      Abgesehen davon war es zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich, dass Stannis Kings Landing einnimmt, was ihre Situation schon einmal stark verbessert hätte.

      HappyTime schrieb:

      KF tötet ihre Lysa,und nebenher erfährt sie so manches über Kleinfingers Ränke,eine recht große Sache sollte man meinen.


      Der Leser erfährt hier viel. Für Sansa ist das in dem Moment nur wirres, zusammenhangloses Gerede von Lysa. Und sie kann nicht wissen wofür LF von den Lannisters belohnt wurde.

      Gerade mit der Geschichte mit Jeyne kann ich dir aber recht geben. Wenn ich mir Sansas Verhalten da noch einmal ansehe schockiert es mich schon ein bisschen.
      Zunächst einmal ein sehr guter Beitrag ,wie ich finde und sehr,sehr nüchtern gesehen,könnte man Sansa auch durchaus auf diese Weise betrachten.

      HappyTime schrieb:

      Wie geht Sansa damit,und den daraus entstehenden Folgen um? Sie scheint hauptsächlich Arya die Schuld zu geben. Die Schuld an Lady`s Tod,und die Schuld daran,dass Joffrey sich ihr gegenüber abzuwenden scheint.An den Metzgerjungen "verschwendet" sie meiner Erinnerung nach keinen Gedanken mehr,schon gar keine Gedanken des Bedauerns oder Mitleids

      Sansa befürchtet schon zuvor immer wieder,dass Arya durch ihr Benehmen "alles verdirbt".Für Sansa werden gerade ihre Träume wahr und sie möchte,dass alles perfekt ist und genau so läuft,wie sie es sich ausmahlt.Arya gefährdet das immer wieder.Was in der Realität nicht ihren Träumen entspricht,wird "zurechtgebogen" oder ausgeblendet.Sie lässt hier m.E. das Geschehen gar nicht wirklich an sich heran und weigert sich,das widerwärtige Verhalten ihres Prinzen als solches zu erkennen.
      Mycah ist für sie nicht nur unwichtig,er fällt ihr sogar unangenehm auf:
      Sansa knew all about the sorts of people Arya liked to talk to: squires and grooms and serving girls, old men and naked children, rough-spoken freeriders of uncertain birth. Arya would make friends with anybody. This Mycah was the worst; a butcher's boy, thirteen and wild, he slept in the meat wagon and smelled of the slaughtering block. Just the sight of him was enough to make Sansa feel sick, but Arya seemed to prefer his company to hers.

      Ich bin der Meinung,dass sie sich mit seinem Tod gar nicht auseinandersetzt,sondern ihn schlichtweg komplett zur Seite schiebt und eben verzweifelt versucht alles zu rechtfertigen,was da von Seiten Joffs und ihrer "Schwiegermutter",die es ja zunächst schon versteht das Mädchen einzuwickeln,passiert.Das kann man natürlich als Gleichgültigkeit sehen,da bist du mit Sicherheit nicht im Unrecht.

      HappyTime schrieb:

      Wie reagiert Sansa, als sie merkt,dass Jeyne an einen für sie unbekannten Ort mit ungewissem Schicksal gebracht wurde? Sie ist erleichtert,weil sie das Flennen ihrer "Freundin" nicht mehr ertragen muss.

      Das war ein Punkt,der mich auch recht fassungslos gemacht hat.Aber auch hier denke ich Sansa weist einfach von sich,dass Jeyne etwas Schlimmes passiert sein könnte.Ich bin mir jetzt nicht sicher,aber wird Sansa da nicht auch irgendwie erzählt,dass Jeyne in Sicherheit sei?Aber auch hier kann ich dir nicht widersprechen.

      HappyTime schrieb:

      Stellt sie zu einem späteren Zeitpunkt mal Nachforschungen darüber an,was mit Jeyne geschehen ist? ZB als sie mit Tyrion verheiratet ist und zumindest relative Freiheiten hat? Nein,denn Jeyne ist ihr egal. Einfach ein weiterer Mensch, der in der Welt der Sansa Stark bestenfalls eine Mini-Nebenrolle ausfüllt.Aus den Augen,aus dem Sinn. Sehr sympathisch,nicht wahr?

      Ich für meinen Teil kann ihr das hier nicht vorwerfen.Sansa befindet sich in einer für sich absolut schrecklichen Situation,ist traumatisiert für sie ist es alles andere als ein schönes und sicheres Gefühl mit Tyrion verheiratet zu sein.Warum sollte sie seiner Freundlichkeit und Rücksichtnahme vertrauen,nach allem was passiert ist.
      Ich bin mir auch ziemlich sicher,dass es da eine Stelle gibt,an der Sansa traurig an Jeyne und ihre Septa denkt,das mag nicht viel sein,aber sie tut es.

      HappyTime schrieb:

      Das Turnier an Joffreys Namenstag. Sansa schreitet ein,als Joffrey Ser Dontos hinrichten lassen möchte. Das ist natürlich lobenswert,ohne das Eingreifens des Bluthundes wohl erfolglos,aber trotzdem lobenswert.

      ...und riskiert wissentlich Joffreys Zorn,nach allem was sie diesbezüglich schon erlebt hat,aber sie tut es trotzdem.Dontos könnte ihr egal sein,ist er aber nicht.Das ist ein Punkt,den ich an Sansa liebe,ihr Mitgefühl und ihr Einfühlungsvermögen,das nun zum Vorschein kommt,das sieht man auch an ihrem Gebet in der Septe ,bevor die Schlacht ausbricht.
      Außerdem fasst sie sogar den Mut,sich auf der Balustrade Joffrey entgegenzustellen und ihm ihre Abscheu ihm gegenüber zu offenbaren...und vielleicht wäre es ihr sogar gelungen ihn in den Tod zu stoßen,wäre Sandor nicht gewesen,die Konsequenzen waren ihr zu dem Zeitpunkt egal.

      HappyTime schrieb:

      Sie wird nun vor die Wahl gestellt,versuchen mit dem Bluthund ins Ungewisse zu fliehen,oder darauf warten das Stannis die Stadt einnimmt und alles für sie in Ordnung gebracht wird (Stannis tötet die Lannisters,schließt Frieden mit Robb und schickt Sansa nach Hause). Sie entscheidet sich auf Stannis zu hoffen,anstatt mit dem Bluthund zu gehen.Kann man ihr das wirklich vorwerfen?

      Wir als Leser,verstehen Sandors Verhalten Sansa gegenüber doch zumeist anders als es auf sie selbst wirken muss.Auf sie muss die Art,wie er mit ihr umgeht schon bedrohlich und verwirrend wirken und obwohl er ihr beisteht,wirkt er auf sie nicht gerade vertrauenerweckend.Er ist ruppig,spricht grob und versucht ihr die Augen zu öffnen,die sie mit aller Kraft geschlossen halten möchte.
      Zudem ist Sandor in dieser Nacht komplett betrunken,blutverschmiert und riecht nach Blut und Erbrochenem.Draußen toben Lärm und Feuer...schon die Vorstellung die Burg zu verlassen muss schrecklich für Sansa sein,die ja so etwas noch nie erlebt hat....ansonsten kann ich deine Einstellung aber auch hier gut verstehen.

      HappyTime schrieb:

      Sie soll Willas heiraten? Super! Sie weiss zwar nichts über den Mann, seine Familie oder Rosengarten,aber was solls.

      Sansa vertraut hier wieder einmal auf die Menschen,die scheinbar gut zu ihr sind und nur ihr Bestes wollen...schon erstaunlich,dass sie überhaupt noch fähig ist,zu vertrauen.
      ...und klar,wählt sie auch irgendwo immer den "bequemsten,sie am wenigsten ängstigenden Weg" .

      HappyTime schrieb:

      Ein Mann der von den Lannisters belohnt wurde,weil er ihren Vater reingeritten hat. Na und? Sansa braucht ja jemanden,an dessen Rockzipfeln sie sich festhalten kann.

      HappyTime schrieb:

      Hat Sansa wenigstens mal einen Gedanken,sich das zu nutze machen,um sich selbst zu helfen? Nein,weiterhin macht sie eifrig mit um dem Mann zu helfen der eine gewichtige Rolle beim Sturz ihres Vaters hatte. Spitze.

      Sansa weiß aber gar nicht,dass LF in irgendeiner Weise zum Schicksal ihres Vaters beitrug.LF ist für sie der einzige an dem sie sich nun noch festhalten kann.Für sie ein sehr guter Freund ihrer Mutter,der außerdem mehr als geschickt darin ist Menschen zu manipulieren.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „onyx“ ()

      onyx schrieb:

      Zudem ist Sandor in dieser Nacht komplett betrunken,blutverschmiert und riecht nach Blut und Erbrochenem.Draußen toben Lärm und Feuer...schon die Vorstellung die Burg zu verlassen muss schrecklich für Sansa sein,die ja so etwas noch nie erlebt hat....ansonsten kann ich deine Einstellung aber auch hier gut verstehen.

      Außerdem hat sie kurz vorher die (nicht so falschen) Horrorgeschichten von Cersei bezüglich Vergewaltigungen nach einer Schlacht gehört und dann sitzt da auf einmal der Bluthund in ihrem Zimmer.

      Bei Sansas Verhalten muss man aber auch immer beachten wie sie erzogen wurde. Aus dieser Erziehung entwickelt sich ihre ganze Überlebensstrategie. Sie hält sich bedeckt, um ihre Situation nicht noch zu verschlimmern, denn Joffreys Ausbrüche sind nur schwer zu berechnen. Andere großartige Möglichkeiten für einen Fluchtplan hat sie auch nicht. Im Gegensatz zu Arya hat ihr niemand die Flucht aus der Burg ermöglicht und Arya hatte noch zusätzliches Glück, dass sie in ihrer Trainingskleidung geflohen ist, sonst hätten die Goldröcke sie schnell gefunden. Aber zurück zu Sansa.
      Sie wird von den Lannisters ohne Probleme einkassiert und rund um die Uhr überwacht. Wie soll so jemand selber aktiv versuchen aus der Situation zu entkommen? Versucht sie es trotzdem, würde wahrscheinlich das selbe wie nach Tyrions Befreiungsaktion von Jaime passieren. Der wurde auch sehr gut behandelt, wobei er nie Sansas Bewegungsfreiheit innerhalb der Burg hatte. Aus eigener Kraft hätte Sansa ihre Lage nur massiv verschlechtern können.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Trotzdem ist ihr Verhalten doch sehr seltsam.Nachdem Joffrey ihre Schwester angegriffen und ihren Wolf getötet hat steht sie immer noch auf ihn.Tyrion hat sie vor einer Demütigung und Folter bewahrt,aber ihn findet sie ganz schlimm.Warum? Äußerlichkeiten!
      "Rhaegar fought valiantly, Rhaegar fought nobly, Rhaegar fought honorably. And Rhaegar died."

      "Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit"

      Kofi Annan
      Auch wenn ich insgesamt ein besseres Bild von Sansa habe, gefällt mir dein Beitrag insgesamt ganz gut HappyTime.

      Was man Sansa in der ganzen Zeit, seit Ermordung ihres Vater zu Gute halten muss, ist allerdings ihre Einsamkeit. In der Schlangengrube KL weiß sie nie wem sie wirklich trauen kann, sie ist vollkommen Alleine. Selbst bei Leuten die ihr augenscheinlich helfen wollen, ist das Ganze äußerst problematisch, denn sie weiß wie vorsichtig sie sein muss. Der Bluthund ist für eine 11- bzw. 12-Jährige auch nicht gerade eine angenehme Vertrauensperson und die psychische und physische Folter durch Joffrey tut ihr Übriges. Ihre Hoffnung, aus KL wegzukommen und Willas zu heiraten kann man ihr hier ebenso wenig vorenthalten, wie ihre Skepsis vor einer Rettung durch Dontos. oder generell ihre Angst irgendetwas selbst zu tun. Sie lebt in der permanenten Angst vor Bestrafung durch die Königin und Joff, dass lähmt sie offensichtlich. Und sie muss sich obendrein noch permanent vor Vergewaltigung fürchten.
      Die Reaktion gegenüber Jeyne erkläre ich mir dann auch eher so, dass sie mit ihrer eigenen Angst überfordert ist und nicht auch noch die Kraft aufbringen kann, sich um Jeyne zu kümmern.

      Sorry für den etwas unstrukturierten Beitrag, ich wollte ihre Situation in KL nur ein bisschen zu umreißen ;)

      Edit: Ergänzend, wenn man sich etwa Arya anschaut, macht sie auch Schlimmes durch, Mit Yoren, Gendry, Heiße Pastete oder gewissermaßen auch Jaquen und Sandor findet sie zumindest immer wieder Freunde oder Verbündete.

      Brigthroar schrieb:

      Aus eigener Kraft hätte Sansa ihre Lage nur massiv verschlechtern können.

      Das denke ich auch.Sie tut alles in ihrer Macht stehende um in ihrer Situation bestmöglich zu überleben.Sie benimmt sich weiterhin wie eine Lady,so wie sie es gelernt hat und klammert sich an diese Verhaltensregeln,alles andere würde ihr wohl den letzten Rest ihrer Beherrschung rauben.Das was sie tut oder eben nicht,scheint mir in ihrer Situation gut und richtig um zu überleben und sich nicht in eine noch unerträglichere Situation zu bringen...und sie behält dabei ihr Mitgefühl.
      Ich denke,Arya könnte weder in den Situationen so bestehen,in die Sansa hier gerät,noch wäre Sansa in der Lage sich in Aryas Situation "erfolgreich" durchzuschlagen.
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      -Jim Morrison

      DANYFORTHEWIN schrieb:

      Trotzdem ist ihr Verhalten doch sehr seltsam.Nachdem Joffrey ihre Schwester angegriffen und ihren Wolf getötet hat steht sie immer noch auf ihn.Tyrion hat sie vor einer Demütigung und Folter bewahrt,aber ihn findet sie ganz schlimm.Warum? Äußerlichkeiten!

      Ich bin mir gar nicht sicher, ob Sansa überhaupt auf die Person Joffrey steht oder jemals stand. Sie steht darauf, einen Prinzen abzubekommen, erst mal Prinzessin und dann Königin zu werden. Sie steht darauf, versorgt zu sein, eine Aufgabe zu haben und die Art von Zukunft zu erhalten, auf die man sie vorbereitet hat und die in ihren Kreisen als erstrebenswert gilt. Wenn die echte Person Joffrey allzu deutlich wird, wehrt sie ja alles ab, projiziert ihr ungutes Gefühl auf die Leute, mit denen z. B. Arya sich umgibt, wie z. B. Micah.
      Willas, den sie nicht kennt, kann sie sich auch wieder als den idealen Traumprinzen vorstellen, der sie aus der vertrackten und für sie auch gefährlichen Situation in Kings Landing retten soll. Sie hat ihre idealistischen Vorstellungen noch nicht ganz verloren. Das ist vielleicht auch der Knackpunkt: Sansa hat immer noch irgendwelche Hoffnungen in sich, die nur sehr langsam verschwinden, sie aber vielleicht auch ein ganzes Stück durch diese furchtbare Zeit tragen. Dadurch wirkte sie auf mich andererseits auch lange nervig, weil sie ja so gar nichts zu lernen schien. Ich denke aber, es ist auch ein immenser innerer Prozess, sich von den ganzen erlernten Idealen und Ideen zu verabschieden, die für sie ja zunächst eine unumstößliche Wahrheit und damit auch eine gewisse innere Sicherheit bedeuteten. Insofern hat sie eine große Entwicklung durchlaufen.
      Insgesamt finde ich sie in Kings Landing noch sehr naivv und ich habe den Eindruck, sie ist mit allem dort hoffnungslos überfordert. Ebenso überfordert ist sie dann auch mit Tyrion als Bräutigam. Dieser ist nun mal in ihren Augen schon ein älterer, um nicht zu sagen alter Mann, hat einen gewissen Ruf, und entspricht natürlich auch optisch nicht ihrem Traumprinzen. Sie hatte ja auch überhaupt keine Zeit, ihn langsam kennen und seine guten Seiten schätzen zu lernen. Für mich befindet sie sich in ihrer Ehe in einer permanenten Schockstarre, in der sie nach außen hin noch irgendwie funktioniert.
      Und daher stimme ich auch dieser Äußerung voll und ganz zu:

      Grunkins schrieb:

      Die Reaktion gegenüber Jeyne erkläre ich mir dann auch eher so, dass sie mit ihrer eigenen Angst überfordert ist und nicht auch noch die Kraft aufbringen kann, sich um Jeyne zu kümmern.


      HappyTime schrieb:

      anstatt mit dem Bluthund zu gehen.Kann man ihr das wirklich vorwerfen? Ich denke schon,aber das ist wohl sehr subjektiv.

      Hm, ich glaube, da musst Du schon sehr abgebrüht, verzweifelt und vor allem ohne Hoffnung sein, um mit dem betrunkenen, nach Erbrochenem riechenden und blutverschmierten Bluthund mitzugehen. Ich bin etliche Jahre älter als Sansa, aber ich glaube nicht, dass ich mit so einer Figur irgendwohin mitgehen würde. ;(

      onyx schrieb:

      Das ist ,wie HappyTime schrieb wohl wirklich sehr subjektiv,ich nämlich wohl überallhin.
      Auch wenn dieser Typ NICHT Sandor wäre??? :whistling:

      @HappyTime Dein Beitrag gefiel mir sehr gut und ich kann auch wirklich gut nachvollziehen, wie du zu deiner Meinung zu Sansa kommst. Beim ersten Lesen ist mir die kleine naive verwöhnte Prinzessin ganz extrem auf den Senkel gegangen. :rolleyes:
      Beim Reread habe ich dann ein etwas anderes Bild von ihr bekommen. Was mich nicht daran gehindert hat, sie hin und wieder schütteln zu wollen. Gerade die angesprochenen Punkte mit ihrer Lüge für Joffrey nach Aryas Angriff und ihren Gedanken zu Jeyne Poole.
      Ich fand beides alles andere als gut, allerdings kann ich mir gerade ihr Verhalten, als sie vor allen von Robert verhört wird, schon erklären. Natürlich weiß sie, was wirklich geschehen ist. Und nun steht sie da vorm ganzen Hofstaat, alle starren sie an und Robert fragt, wer von beiden nun die Wahrheit sagt, Joffrey oder Arya. Sie weiß, Joffrey hat gelogen. Aber kann sie wirklich den Kronprinzen vor seinen Eltern, vor den wichtigsten Personen des Hofes als Lügner hinstellen? Nein. Das kann sie nicht... Ich denke nicht einmal, dass sie hier im Kopf hat, dass dann ihr Prinzessinnen-Traum vorbei ist. Ich glaube, an den glaubt sie im Moment selbst nicht mehr. Schließlich hatte ihr Joffrey nach Nymerias Angriff ziemlich deutlich gemacht, was er von ihr hält.
      His eyes snapped open and looked at her, and there was nothing but loathing there, nothing but the vilest contempt. "Then go," he spit at her. "And don't touch me."

      Also macht sie das nächstliegende. Sie behauptet einfach, sie könne sich nicht erinnern.
      Wären die einzigen Anwesenden ihr Vater und Robert gewesen, könnte ich mir vorstellen, hätte sie die Wahrheit gesagt.

      Ich glaube zu dem meisten anderen Punkten, haben schon meine Vorposter genug gesagt, ich würde da nur wiederholen. :)

      Ich verstehe, dass ihre Passivität nerven kann. Aber sie hat ja wenig Möglichkeiten, aktiv zu werden. Gerade in KL hätte jede Aktivität ihr nur Schmerz und Demütigung eingebracht. In Joffreys Gegenwart war Passivität ihr einziger Schutz. Bei ihm wusste man nie, was seine nächsten Sadismus auslösen konnte. Sie wurde ja sogar geschlagen für die Handlungen anderer (Robbs Sieg über Lannister-Armeen).
      Das sie selbst nach Lysas Tod immer noch so passiv ist und LF weiter vertraut, liegt wohl daran, dass es niemanden gibt, dem sie sich anvertrauen kann. Zumindest glaubt sie das. Für sie ist LF der einzige, der sie beschützt, der auf sie aufpasst. Jede andere Person, der sie sich anvertrauen könnte, könnte sie an die Lannisters ausliefern.

      Ihre Entwicklung liegt für mich nicht darin, dass sie aktiv wird, dass sie ihre Situation aktiv ändert, sondern daran, dass sich ihre Empfindsamkeit und ihr gutes Herz offenbart, beides wächst und sie sich nicht verhärtet, wie es z. B. Arya passiert.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Esmeralda schrieb:

      Auch wenn dieser Typ NICHT Sandor wäre???

      Du meinst ein anderer fähiger Krieger,der mich schon gerettet und mich mehrfach vor Schlimmerem bewahrt hat,ein anderer der mich weg von den Lannisters und in meine Heimat zu meiner Familie bringen möchte und der auch betrunken ist und nach Blut und Erbrochenem stinkt?
      Hmm...ich weiß nicht so recht. :hmm:
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      Ich denke an einen anderen fähigen Krieger, der dich schon mehrfach gerettet und vor Schlimmeren bewahrt hat, allerdings auch grob und gemein zu dir war und von dem du weißt, dass er brutal und rücksichtslos sein kann, der dich durch ein kriegsgeschütteltes Land an verschiedenen Armeen, Schlachten, Räuberbanden und Plünderern vorbei in deine Heimat bringen will. :D
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
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