Sansa Stark

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      Mich würde mal eure Meinung zu Sansa's angeblichem Kuss von Sandor Clegane während der Schlacht am Blackwater interessieren.
      Jedes mal, wenn ich in den Büchern an den entsprechenden Seiten angelangt bin, denke ich minutenlang darüber nach. HappyTime's Beitrag hat mich wieder daran erinnert.

      Redet sie sich das nur ein? Hat sie den Kuss in dem Moment ausgeblendet und "akzeptiert" ihn erst später? Handelt es sich möglicherweise um eine Art Blackout? Warum baut Martin so ein Element ein?
      Au revoir, Shosanna!
      Mich stört daran überhaupt nichts :)

      Das 'Warum' interessiert mich. Warum erzählt sie sich selbst mehrere Wochen später, dass er sie amgeblich geküsst hätte? Welche Ziele verfolgt Martin, wenn ein POV Character dem Leser Geschichten erzählt, obwohl der Leser doch weiß, dass diese nicht stimmen. "Gewöhnliche" Autoren machen so etwas nicht (ohne Martin oder andere Autoren damit angreifen zu wollen)
      Au revoir, Shosanna!

      Daisy Domergue wrote:

      Warum erzählt sie sich selbst mehrere Wochen später, dass er sie amgeblich geküsst hätte? Welche Ziele verfolgt Martin, wenn ein POV Character dem Leser Geschichten erzählt, obwohl der Leser doch weiß, dass diese nicht stimmen.

      Ist das so? Kann sein,ich muss die entsprechende Stellen nochmal lesen.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      LordSerry wrote:

      Für Sansa ist das in dem Moment nur wirres, zusammenhangloses Gerede von Lysa. Und sie kann nicht wissen wofür LF von den Lannisters belohnt wurde.


      onyx wrote:

      Sansa weiß aber gar nicht,dass LF in irgendeiner Weise zum Schicksal ihres Vaters beitrug.

      Ist das wirklich der Fall? Ich kann hier keine Textstelle zitieren,die das Gegenteil belegt,aber ich habe Zweifel. Viele Menschen waren versammelt, als es zur Konfrontation Ned gg Cersei/Joffrey kam. Sansa soll später nichts davon erfahren haben? Fällt mir schwer zu glauben,ist aber wie gesagt Textferne Spekulation meinerseits. Sansa ist aber bewusst,dass KF Titel und Land von den Lennisters erhält,zusammen mit dem "wirren Gerede" von Lysa sollte dies die gute Sansa schon zum Nachdenken über KF bringen.

      Brigthroar wrote:

      Bei Sansas Verhalten muss man aber auch immer beachten wie sie erzogen wurde. Aus dieser Erziehung entwickelt sich ihre ganze Überlebensstrategie

      Sie wurde im gleichen Haushalt erzogen wie Jon,Robb,Arya und Bran. Würden diese an Sansas Stelle ebenfalls so untätig bleiben? Ich meine nein.
      Ich glaube,Sansa dient lediglich als "Nicht-Lennister-POV" in KL,und später als Beobachterin für KF im Tal. Bis jetzt halte ich ihren Charakter und ihre Entwicklung,für darüber hinaus gehendes für relativ unwichtig.Eine Art Rickon,der aufgrund seiner Lokalität aber etwas zu erzählen hat.
      Meine Vermutung ist,dass Sansa irgendwann einen "Ausbruch" erfahren wird,die Pläne eines "Spielers" (Edit,wahrscheinlich KF) empfindlich stören,bzw zunichte machen wird,und danach wird der Charakter "aufgelöst".
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      HappyTime wrote:

      Sie wurde im gleichen Haushalt erzogen wie Jon,Robb,Arya und Bran. Würden diese an Sansas Stelle ebenfalls so untätig bleiben? Ich meine nein.
      Nein, da hast du recht. Aber Jon, Robb und Bran wurden zu Männern und Kriegern erzogen. An Arya ging die gesamte weibliche Erziehung aufgrund ihres rebellischen Tomboy-Charakters völlig vorbei. Sansa hat diese Erziehung zur Lady mit allen Facetten von Stickerei, Tanz und Höflichkeit eingesogen. Und gerade letzteres nutzt sie als ihren Panzer.
      Also kann man die Geschwister bzw. deren Erziehung in diesem Punkt nicht miteinander vergleichen.
      Daher hat Brigthroar mit seiner Einschätzung doch wieder recht.
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I
      Arya zeigt uns doch,dass Erziehung nicht (ultimativ) bestimmend für eine Charakterentwicklung ist. Und auch wenn man die Erziehung berücksichtigt, Sansa's Mutter ist keine "ertrage dein Schicksal mit Würde/Höflichkeit ist eine Rüstung" Frau. Sollte sie sich daran nicht ein Beispiel nehmen können? Dazu gehört natürlich einschränkend,dass wir Cat nicht wirklich als Alltags-Ehefrau kennenlernen.
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      HappyTime wrote:

      Sie wurde im gleichen Haushalt erzogen wie Jon,Robb,Arya und Bran. Würden diese an Sansas Stelle ebenfalls so untätig bleiben? Ich meine nein.

      Die Jungs sind für einen Vergleich denkbar ungeeignet, weil sie zu ganz anderen Aufgaben erzogen werden (Erziehung ist in dieser Welt auch immer ein Stück Ausblidung). Arya wäre in Gefangenschaft wohl auch nicht so aktiv gewesen und wahrscheinlich hätte sie KL auch nicht so lange wie Sansa überlebt. Selbst wenn Joffrey ihr die Demütigung bei der Rubinfurt nicht nachgetragen hätte, hätte sie sich sicherlich irgendwann in Schwierigkeiten gebracht. Das beste Szenario, das ich für Arya in KL sehe, wä;re, dass sie irgendwann in eine Turmzelle gesperrt wird und überhaupt nichts mehr ausbrüten kann.
      Bei Arya scheint es aber auch  so zu sein, dass sie ihre Ausbildung zur Lady nicht wirklich annimmt, weil sie gewisse Dinge nicht so beherrscht, Sansa jedoch immer als Gradmesser dient.

      HappyTime wrote:

      Und auch wenn man die Erziehung berücksichtigt, Sansa's Mutter ist keine "ertrage dein Schicksal mit Würde/Höflichkeit ist eine Rüstung" Frau.

      Es wurde aber in Sansas Zeit auf Winterfell kein Gedanke daran verschwendet, Sansa beizubringen, was sie in solchen Situationen zu tun hat. Wazu auch? Westeros war ja relativ friedlich und der Norden sogar noch mehr. Wie Catelyn sich in extremen Situationen verhalten würde, erfährt Sansa nicht.

      Als sie dann in Schwierigkeiten kommt, kann sie sich deshalb nur auf das verlassen, was sie auch beherrscht. Zusätzlich muss sie außerdem immer damit rechnen, dass sie hereingelegt wird und Joffrey ihr eine fiese Falle stellt. Ich will das nicht als Verfolgungswahn bezeichnen, denn verfolgt wurde sie ja fast überall. Grade deshalb kann sie sich auch nicht viel Aktivismus herausnehmen. Zum einen verschlechtert sich ihre Lage nur, wenn sie etwas undurchdacht durchzieht und zum anderen hat sie auch keine Vorstellung, wie sie irgendwas ohne Hilfe durchziehen soll. Ich gebe nochmal zu bedenken, dass sie sich in einer Burg befindet, diese sind als Festung konzipiert. Diese Burg ist voller Menschen, denen sie nicht trauen kann. Sollte sie es dennoch aus der Burg schaffen, müsste sie auch noch durch die Stadt, die ebenfalls von ihren Feinden kontrolliert wird. Sollte sie es aus der Stadt schaffen, müsste sie sich selber durchschlagen. Sie kann weder angeln, jagen, Feuer machen, oder sich selber verteidigen. Sie würde damit eine sehr schlechte Situation, die sich aber noch irgendwie überleben lässt, gegen einen Sicheren Tod tauschen. Selbst Arya wäre ohne Hilfe nicht so weit gekommen, nur hatte sie von Anfang an das Glück (Syrio ermöglicht ihr die Flucht), dass sie diesen Leuten begegnen konnte.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

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