Wart ihr schon mal im Museum der modernen Kunst von Barcelona?

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      Wart ihr schon mal im Museum der modernen Kunst von Barcelona?

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      Das Museum der modernen Kunst, vielleicht sogar zu modern?
      Als frei zu wählendes Museum entschieden sich meine Zimmerpartner und ich für das Museum der modernen Kunst. Schon allein das Gebäude war modern gebaut, weiße ,frisch gestrichene Wände, viel Lichteinfall und eine spartanische Einrichtung, zeigten deutlich, dass das Gebäude erst neu gebaut wurde. Nachdem man die Eintrittskarten gekauft hatte kamen wir in eine große Halle, in deren Mitte in Glasvitrinen die ersten sogenannten Kunstwerke der modernen Kunst aufbewahrt wurden. Hier konnte man also die zahlreichen Meisterwerke der modernen Kunst entdecken. Keine Idee wurde dem Auge erspart, dass erstreckte sich von einem Drahtgebilde mit aufgestecktem Taschentuch, über ein Drahtgebilde mit aufgesteckter Alufolie, bis hin zu einem Drahtgebilde mit einem aufgesteckten Blatt Papier. Als Laie fragt man sich doch ernsthaft, wieso man nicht selbst einen Haufen Müll mit Farbe bespritzen kann und das Werk , dann als ein Kunstwerk präsentieren kann, um damit viel Geld zu machen. Eine meiner Begleitpersonen erklärte mir, was hinter der modernen Kunst steckt, denn der jeweilige Künstler kann es in Wahrheit natürlich viel besser, macht es aber nicht, dass macht aus diese auf den ersten Blick „Kinderkunstwerke“ dann Meisterwerke. Aber ganz ehrlich, so etwas kann selbst ich besser. Nachdem wir wirklich jedes einzelne der sagenhaften und berühmten Kunstwerke in Augenschein genommen hatten ging es dann in den zweiten Stock der großen Halle. Im zweiten Stock angekommen gab es Eingänge in Nebenräume, in denen die Ausstellung weiterging. Beeindruckend waren die Türen, diese Türen waren genauso hoch, wie ihre Nebenwand(ca. 7 Meter) und waren auch aus genau demselben Material und kamen auf eine beeindruckende Dicke von 15 cm. Ich war kurz davor die Türen mit dem Aufruf „Sesam öffne dich“ zu öffnen, glücklicherweise waren sie bereits geöffnet. Die Räume hinter den Türen waren jedoch weniger beeindruckend. In Glasvitrinen lagen ein Haufen Zeitschriften und Bücher von Deutscher, Spanischer und Englischer Herkunft(Nur diese Sprachen sind mir aufgefallen). Wo genau hier moderne Kunst sein sollte, war meinem ungeübten Auge nicht zu erkennen. Aber der Raum hatte natürlich noch mehr zu bieten, an verschiedenen Ecken des Raumes waren Fernseher aufgestellt mit dazugehörigen Kopfhörern, die sich die Besucher aufsetzen konnten. Meist sah man irgendeine sitzende oder stehende Person in schwarzweiß, die einem etwas Interessantes, oder auch Uninteressantes auf spanisch erzählte. Im hinteren Bereich des Raumes war eine kleine Leinwand aufgebaut, die auch einen schwarzweiß Film zeigte. Die Kamera stand immer still und zeigte eine große Anzahl von Menschen, die vorbeihüpften. Mir persönlich fiel auf, dass einige Menschen bei ihrer Landung mit der Fußspitze zuerst aufkamen, und andere mit dem hinteren Teil des Fußes zuerst den Boden berührten, ob diese Beobachtung von Bedeutung war, wage ich aber zu bezweifeln. Sobald man genug vom zweiten Stock hatte ging es in den dritten Stock und man begegnete einer zweiten Version des zweiten Stockes. Beeindruckend fand ich zum wiederholten Male die Türen, die in die Nebenräume führten. In den einzelnen Räumen gab es wirklich alles mögliche zu sehen, natürlich konnte ich mir nicht jeden einzelnen Raum merken, deswegen werde ich von nun an, von den Highlights sprechen. Meist besuchte man die einzelnen Räume und kam mit einem Stirnrunzeln wieder heraus. Da gab es zum einen, einen großen rechteckigen Raum in dessen Mitte mehrere Diaprojektoren standen, die an jede einzelne Wand jeweils ein großes Dia warfen. Mal war es ein riesengroßer Schuh, und mal war es ein Mensch. In einem anderen dunkleren Raum gab es eine Leinwand, auf der immer und immer wieder dieselbe Szene in einer Art Schleife abgespielt wurde. Eine im Kleid dasitzende Frau, die Selbstgespräche zu führen schien. Vor der Leinwand waren einige Zuschauerplätze für die Besucher aufgestellt und neben der Leinwand stand ein vom Licht bestrahltes Mikrofon. Ob das Mikrofon für Führungen gedacht war, oder ob es zu einem Kunstwerk der modernen Kunst gehörte war ungewiss, ich tendiere zum Zweiten. Ein anderer kleinerer Raum befand sich hinter einem Vorhang und war bis auf einige kleine Lichter komplett abgedunkelt. In dessen Mitte war ein schwarzes Holzgebilde, dass sich mir im Großen und Ganzen nur als Hindernis entpuppte. Gleich ein Raum weiter wurde es aber interessanter, zum einen wurde es heller und zum anderen gab es dort mehrere aneinandergereihte Glasrahmen, mal mit Glas und mal ohne Glas. Ein Stockwerk höher wurde ich erst mal überrascht, als ich etwas Außergewöhnliches entdeckte, die Türen zu den Nebenräumen waren wirklich beeindruckend, ich kann es nicht oft genug wiederholen. Hier gab es jetzt große Bühnen zu sehen. Die erste Bühne war schwarz und weiß gekachelt und ansonsten leer, die zweite Bühne war auch gekachelt, aber auf ihr befanden sich zudem verschiedene Bauklötze in verschiedenen Farben und ein Holzstuhl. Am Ende der Räume des vierten Stockwerkes waren an einer großen Wand eine Vielzahl von Monitoren verteilt, die Aufnahmen zeigten, wie Barbiepuppen, Holzpuppen und andere Puppen menschliche Handlungen durchführten, die eine Barbiepuppe wurde frisiert, eine andere wurde interviewt, eine andere schaukelte und andere wiederum sollten wohl eine Art Porno drehen. Um das Gesamtbild noch skurriler zu gestalten wurde eine düstere und irgendwie kranke Melodie abgespielt, gepaart mit ächzenden Lauten, insgesamt machte mir dieses „Kunstwerk“ einfach nur Angst, weil es einfach total abgedreht war. Ich glaube, dieses „Kunstwerk“ hat sich unvergesslich in meine Erinnerung gebrannt. Fazit: Für mich als Kunst und Kulturbanause hat auch das Museum der modernen Kunst nicht viel zu bieten, aber es war eine Erfahrung wert und die Türen waren wirklich schön!