Patrick Rothfuss - "Kingkiller-Chronicle"

      Pff...als ich noch klein war waren 5jährige noch nicht so frech.
      Um nicht zu viel zu spammen:
      Meinst du nicht dass die Probleme, die Kvothe während seiner Kindheit zu bewältigen hat, den Gary Stu ziemlich ausgleichen.
      Ich denke da so an seine frühe Zeit in Tarbean oder seine teilweise mangelnde Sozialkompetenz...
      "Rhaegar fought valiantly, Rhaegar fought nobly, Rhaegar fought honorably. And Rhaegar died."

      "Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit"

      Kofi Annan
      Ich glaube, die harte Kindheit und darüber hinauswachsen ist Teil des klassen Gary Stu. Nicht, dass ich zwangsläufig was gegen Gary Stus hätte, wenn sie gut gemacht sind und das ist er hier auf jeden Fall. Aber es ist mir doch sehr aufgefallen.

      Kothe

      Das war tatsächlich nur ein Tippfehler. Ich habs extra gegoogelt.
      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Kasimir“ (Heute, 17:14)
      Er erfüllt ohne Zweifel viele typische Merkmale, aber ich würde dann doch dafür zurückschrecken in als Inbegriff des GaryStus zu beschreiben...
      Könnte vllt auch am Vergleich mit einigen Charakteren von zb Schwartz liegen die dagegen sehr klassische Sues/Stus sind.
      Letztendlich bemerke ich aber auch bei diesem meinem monatlichen Reread wieder, wie sehr mich Rothfuss wundervolle Sprache von der Haupthandlung ablenkt, daher kann ich das vllt nicht ideal beurteilen.
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      Kofi Annan
      Wobei Kvothe ja ein Fall eines unzuverlässigen Erzählers ist. Da er sehr von sich eingenommen ist, scheint es mir im Bereich des Möglichen zu sein, dass er seine eigenen Fähigkeiten, die zweifelsfrei in den Bereich der Hochbegabung fallen, auch etwas übertrieben beschreibt.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Das ja. Aber warte bis du mit dem zweiten Buch durch bist (kleiner Spoiler dazu im Folgenden, im Spoilertag später dann etwas stärkerer), wo selbst ich seinen Mangel an Schwächen mehr als übertrieben fand. Wobei Arroganz natürlich auch eine Schwäche ist.

      Spoiler anzeigen
      Kvothe hatte für mich neben seiner Genialität im kognitiven Bereich, aus welcher sich alle seine Fähigkeiten ableiten, immer zwei Punkte, die er damit nicht überkommen konnte. Seine körperlichen und somit kämpferischen Nachteile und sein "Ungeschick" mit Frauen. Als er dann nicht nur zum legendären Stecher, sondern auch zum Superkämpfer wird, musste ich schon sehr an mich halten. Das Buch ist dann aber insgesamt zu unterhaltsam und der Weg zu seinem Können auch in jenen Fähigkeiten noch nachvollziehbar und glaubhaft beschrieben.


      Dass Kvothe z.B. bei der unfassbaren Schönheit von Denna übertreibt wird ja sogar von Bast angesprochen, der dies offensichtlich anders sieht. Hier könnte man argumentieren, dass er menschliche Schönheit vielleicht nicht ganz so gut einschätzen bzw. verstehen kann oder sie im Auge des Betrachters liegt. Man könnte aber auch sagen, dass Kvothe dort für den Leser zum "unreliable narrator" gemacht werden soll.
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      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Felurian erwähnt ja, das iax hinter "steinernen Türen" eingeschlossen ist. Denkt ihr also das wir in Doors of Stone direkt von ihm lesen?
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