Terry Pratchett

      Würde auch mit "Wachen! Wachen!" anfangen. Die Stadtwache-Teile sind auch mein absoluter Favorit (danach würden „Helle Barden“, „Hohle Köpfe“, „Fliegende Fetzen“, „Der fünfte Elefant“, „Die Nachtwächter“, „Weiberregiment“ und „Klonk!“ folgen). Wobei das Weiberregiment nicht nur von der Stadtwache handelt. Klonk hab ich noch nicht gelesen. :)
      I wouldn't be here without you... 'cause you drove. 8)
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      The first sign of the zombie apocalypse has come to pass...no more twinkies and shelf after shelf full of snowballs.
      Also wenn Du über kurz oder lang eh ALLE Scheibenweltromane lesen willst (was Du dann tun wollen wirst... :D ), dann empfehle ich Dir, die Erscheinungsreihenfolge einzuhalten. Es kommen immer wieder (manchmal sehr versteckte...) Anspielungen und Querverweise auf die anderen Geschichten. Und über die kann man nur lachen, wenn man diese gelesen hat...
      Und falls Du gutes Englisch beherrscht, ließ sie im Original - hab mir sagen lassen, es sei noch ne Klasse besser...(was ich nie erfahren werde, mein Englisch reicht gerade aus, um der Story zu folgen - den Wortwitz würd ich leider in den seltensten Fällen kapieren... :S ).

      S.
      Wer liest denn hier so Scheibenwelt Romane auf Englisch und wie kommt ihr damit klar?

      Ich habs vor ein paar Jahren mal mit Soul - music probiert, aber ich habe nach ein paar seiten schon nichts mehr verstanden und ich fürchte, dass mir die Wortwitze auch völlig entgehen würden.
      Von daher meine Frage: Denk ihr man sollte die Romane eher auf englisch lesen mit der Gefahr nur recht wenig zu verstehen, oder dann doch lieber auf deutsch?
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      Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.
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      Ryuu schrieb:

      Wer liest denn hier so Scheibenwelt Romane auf Englisch und wie kommt ihr damit klar?


      Ich lese mittlerweile alles auf Englisch, was von englischsprachigen Autoren kommt.

      Ryuu schrieb:

      Von daher meine Frage: Denk ihr man sollte die Romane eher auf englisch lesen mit der Gefahr nur recht wenig zu verstehen, oder dann doch lieber auf deutsch?


      Ich finde da die Antwort eindeutig: Wenn Du kaum der Handlung folgen kannst, dann lass erstmal die Finger davon. Warum dadurch quälen, wenn man eh nicht versteh, worum es geht und was da witzig sein soll?

      Genau wie Dir ging's mir am Anfang mit The Long Dark Tea-Time of the Soul von Douglas Adams. Auf Englisch probiert, kaum was verstanden und weggelegt. Was schade ist, ist nämlich ein super Buch und sehr witzig.

      An Deiner Stelle würde ich erstmal was einfacheres suchen. Etwas handlungsorientierteres. Bei Pratchett (und bei Adams) wird die Handlung immer wieder unterbrochen, um über einen etwas schrägen Ansatz über ein bestimmtes Thema zu philosophieren, garniert mit schwer übersetzbaren Wortspielen und Witzen. Das ist schwerer zu verstehen als ein handlungsorientierter Roman, wo der junge Held in Welt hinaus zieht, einen Drachen besiegt/zähmt, irgendein magisches Artefakt(Ring/ Horn/Schwert/ Klobürste) findet, König wird und die Prinzessin flachl...äh heiratet.

      Später kannst Du Dir dann Pratchett auf Englisch reinziehen.

      Edit: Um die Frage komplett zu beantworten: Wenn Du's nicht abwarten kannst, lies Pratchett erstmal auf deutsch. Ehrlich gesagt finde ich das Herumgedresche auf der Pratchettübersetzung teilweise etwas übertrieben. Das ganze ist nämlich wirklich nicht leicht zu übersetzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „dirtyblack7“ ()

      Deutsche Versionen von ihm habe ich schon eine Menge verschlungen :D
      Ich überlege mir nur mich nochmal an eine englische zu wagen. Aber danke für deinen Ratschlag. Vermutlich wäre die beste Taktik eins auf englisch zu lesen, das ich auf deutsch schon kenne.
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      Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.
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      jo, Pratchett is definitiv nicht der einfachste Lesestoff auf Englisch. Als ersten Ausflug in fremdsprachige Gefilde würde ich auch eher erstmal was anderes empfehlen.
      Auf der anderen Seite: Mehr als schiefgehen kanns nicht :p, und englische Taschenbücher sind idR fürn Appel und nen Ei zu haben ...

      Pratchett hat auch mehrer Bücher für jüngeres Publikum geschrieben: Nations, Only You Can Save Mankind, und noch nen paar andere(wikipedia hilft weiter ;)). hab zwar keins davon gelesen, aber ich würde mal vermuten, dass die von der Sprache her einfacher gehalten sind. Sind allerdings keine Scheibenweltromane.
      Also Pratchett auf Englich, da kann ich eigentlich "Eric" empfehlen. Es ist recht dünn und ich hab es prima verstanden. Im Moment liest es sogar mein Mann. Ich glaube, es ist das erste englische Buch, das er je gelesen hat :D
      Damit kriegt man dann einen netten Einstieg und hilft einem bei den nächsten ein bisschen weiter ;)
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Ich hab' mir ein "Mängelexemplar" (der einzige Mangel ist, dass das unten draufgestempelt wurde) von "Wachen! Wachen!" vom Wühltisch geholt.
      Ich habe jetzt fast die Hälfte durch, und verstehe bisher nicht wirklich was daran so unglaublich lustig sein soll. Entweder bin ich zu blöd dafür oder humoristische Fantasy geht i-wie an mir vorbei.
      Ich hoffe es ist letzteres. :hmm:

      Beren Stark schrieb:

      Entweder bin ich zu blöd dafür oder humoristische Fantasy geht i-wie an mir vorbei.
      Da du bisher nicht den Eindruck gemacht hast, blöd zu sein, muss es wohl letzteres sein. ;)
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Humoristische Fantasy?
      Eine Weile fand ich die Xanth-Bücher von Piers Anthony ganz lustig. Da beruht der Witz vor allem auf Kalauern und ähnlichem. Wurde dann nach Band 12 oder 13 langweilig und irgendwann wiederholte sich einfach alles. Dazu kam, dass der Autor versuchte, alle möglichen von Fans eingesandten Wortwitze irgendwie in die Bücher einzubauen, was dann nervte. Aber bis dahin fand ich die Bücher recht kurzweilig.
      Die "Songs from a Seashell"-Bände von Elisabeth Scarborough fand ich auch ganz süß, aber ein bisschen kindlich. Die werden allerdings auch auf deutsch nicht mehr aufgelegt, aber manchmal kann man bei Amazon gebraucht die Bände für schmales Geld schießen.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Der "Bannsänger"-Zyklus von Alan Dean Foster, ist lustig.
      Der "Dämonen"-Zyklus von Rober Asprin, hat auch etliche Lacher.
      "Ritter kämpfen für die Ehre, Söldner kämpfen für Gold - jeder halt für das was er nicht hat! "

      "We do not sow"

      "I like to life on the edge - I play Peek-A-Boo with Weeping Angels"
      Auf Empfehlungen einiger Freunde hin habe ich mich dann jetzt auch mal an Pratchett gewagt, und mir einfach mal "The Colour of Magic" geholt. Seit ADWD das erste Buch das ich auf Englisch gelesen habe, und komischerweise hatte ich diesmal das Gefühl dass ich öfter ins Stocken kam oder etwas nicht gerafft habe als damals bei ADWD, obwohl man ja meinen müsste dass so ein kleines Büchlein leichtere Kost ist als ein 1000-Seiten-Koloss. Es mag daran liegen dass ich öfter mal über das discworldspezifische Vokabular gestolpert bin und die Handlung allgemein absurder ist, und somit schwerer zu erschließen. Unterm Strich habe ich aber glaube ich alles verstanden, und die kleine Herausforderung hat meinem Lesevergnügen dann auch keinen großen Abbruch getan. Im Gegenteil ist es natürlich sehr erfrischend die vielen Wortwitze im Original zu lesen, ich kann und will mir gar nicht vorstellen wie ein Großteil davon übersetzt wurde, da muss zwangsläufig einiges verloren gegangen sein. So aber musste ich öfter mal über Pratchetts Witzeleien schmunzeln und habe mir sogar das ein oder andere debile Kichern entlocken lassen (meine maximale humoristische Reaktion auf Bücher). Ich bin jetzt schon ein großer Fan von seiner Komik, die albernen Charaktere und ihre Interaktion untereinander führen zu lustigen und grotesken slapstickartigen Situationen, die, kombiniert mit den angesprochenen Wortwitzen, genau meinem Humor entsprechen. Hinzu kommt die äußerst kreative Weltenschöpfung, die zwar das Verständnis beim Lesen in Englisch nicht unbedingt leichter macht, aber dennoch sehr belohnend ist. Werde mir in nächster Zeit sicherlich noch ein paar von seinen Büchern reinziehen, es scheint da ja mehr als genug zu geben.

      Spontan hat Pratchett mich übrigens sehr an Walter Moers erinnert. Ähnlich absurd und grotesk, ebenso kreativ und verrückt, und auch mit einem vergleichbaren Humor, auch wenn "The Colour of Magic" sich dessen wesentlich häufiger bedient als die Zamonienromane. Wobei sicherlich eher Moers von Pratchett inspiriert wurde als umgekehrt, zB das sprechende Schwert (Kring vs Grinzold/Löwenzahn) kam mir sehr bekannt vor, auch wenn es bei Moers eine wesentlich zentralere Rolle einnimmt.
      "Once they figure a way to work a dead horse, we'll be next. Likely I'll be the first too. 'Edd' they'll say, 'dying's no excuse for laying down no more, so get on up and take this spear, you've got the watch tonight.' Well, I shouldn't be so gloomy. Might be I'll die before they work it out." - Edd Tollett

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jalabhar Xho“ ()

      Ich bin gerade dabei, "Die Schäferkrone", Pratchetts letzten Scheibenweltroman zu lesen. Ich lasse mir auch extra Zeit dabei, denn obwohl es gut geschrieben ist, ist es eben doch sein letztes Werk, und das stimmt schon während dem Lesen etwas melancholisch.

      Vor allem weil
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      gleich am Anfang Esmeralda Wetterwachs das zeitliche segnet, da kommt natürlich die Frage auf, ob Pratchett eine der prägenden Figuren der Scheibenwelt praktisch mit ins Grab nehmen wollte.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Neu

      ssnake schrieb:

      Ich bin gerade dabei, "Die Schäferkrone", Pratchetts letzten Scheibenweltroman zu lesen. Ich lasse mir auch extra Zeit dabei, denn obwohl es gut geschrieben ist, ist es eben doch sein letztes Werk, und das stimmt schon während dem Lesen etwas melancholisch.

      Vor allem weil
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      gleich am Anfang Esmeralda Wetterwachs das zeitliche segnet, da kommt natürlich die Frage auf, ob Pratchett eine der prägenden Figuren der Scheibenwelt praktisch mit ins Grab nehmen wollte.


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      Davon bin ich überzeugt


      Ebenso bin ich davon überzeugt, dass (ACHTUNG, ein Spoiler zur Handlung könnte folgen)

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      es sicherlich kein Zufall ist, dass es im ersten (Der Hut des Zauberers) und im letzten Buch, indem Granny vorkommt, auch darum geht, dass uralte Regeln (Zauberer = Mann, Hexe = Frau) aufgebrochen werden und wir einen weiblichen Zauberer und eine männliche Hexe präsentiert bekamen.[/quote]
      Real stupidity beats artificial intelligence every time.

      Hogfather (Terry Pratchett )
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