Terry Pratchett

      Esmeralda schrieb:


      Nachdem ich das Buch geschlossen hatte, musste ich es einen Augenblick an mich drücken und mir kurz die Tränen aus den Augen wieder wegzwinkern.


      Das ging mir genauso. Es war ein grässliches Gefühl zu wissen, dass es die letzte Reise in die Scheibenwelt war.

      Und dann habe ich mir "Ein gutes Omen" aus dem Regal geholt, dass mir in den Kopf kam, da ich die Tage gelesen habe, dass der Roman als Mini-Serie mit David Tennant als Crowley gerade gedreht wird. :)


      Oh wirklich? Das fände ich ja super. Ich mag David Tennant wirklich gern :)

      Finnigan schrieb:

      Hat hier jemand Erfahrungen mit Pratchett im englischen Original? Insgesamt habe ich bisher noch nicht viele Scheibenwelt-Romane gelesen, würde die aber schon gerne irgendwann nachholen. Die Bände, die ich bisher gelesen habe, habe ich in der deutschen Übersetzung gelesen, aber eigentlich lese ich (englische) Romane lieber im Original...in der Regel macht mir das eigentlich keine Probleme, nur ist ja Pratchetts Stil durchaus von vielen Wortspielen und anderen Gags geprägt, die man als Non-Native-Speaker vielleicht häufig gar nicht so leicht verstehen kann.

      Kann dazu hier jemand vielleicht etwas sagen?


      Ich habe eins gelesen und hatte unglaubliche Schwierigkeiten. Du sprichst es selbst an, die Sprachwitze und Wortspiele sind unglaublich schwierig zu verstehen. Zum Vergleich, soiaf konnte ich gut im Englischen weglesen, aber für "Snuff" hab ich ewig gebraucht.

      Aber probiere es selbst einfach mal, das ist ja nur meine Meinung :)
      Ich glaub so eine gebrauchte Englische Ausgabe gibt's bei den einschlägigen Secondhand Buch Shops im Internet für unter 5€.
      Manche Sachen kann man nicht verstehen, man kann sich nur darüber wundern.
      Ich hab ein paar auf englisch da, aber ich gestehe, dass ich außer "Eric" keins zuende geschafft habe. Ich sollte es vielleicht mal wieder probieren, vielleicht geht es in der Zwischenzeit besser. Aber "Eric" war ganz gut zu lesen und außerdem ist es ziemlich dünn. :)
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Ich habe zu Weihnachten "Reaper Man" bekommen. Bis jetzt ist es ein Wettstarrwettbewerb, den ich bislang gewonnen habe. Habe es auf deutsch vor dermaßen langer Zeit gelesen, dass ich echt nicht mehr so genau weiß, was drin steht, aber das Englisch hält mich bislang fern.

      Habe die "Unseen Academicals United" mal auf englisch gelesen und hatte meine Schwierigkeiten, die Wortspiele zu verstehen. Mein Englisch ist aber nicht unbedingt der Maßstab. (Und es war auch nicht Pratchetts Meisterwerk.)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Ich habe relativ viele von Pratchetts Romanen im Original gelesen und kann es jedem empfehlen. Ja, der Beginn ist zäh und einige Sachen gehen unter, aber es setzt ein Lerneffekt ein, so dass es immer besser wird. Durchhalten lohnt sich. Und es macht Spaß, ältere Bücher dann noch ein zweites oder sogar drittes mal zu lesen und immer noch neues zu entdecken.

      Davon ab fand ich die Entwicklung der Scheibenwelt in den letzten Romanen nicht so prickelnd. Mir wurden die Geschichten zu modern und das anarchische ging zunehmend flöten, das hat zu viel vom Witz der Bücher genommen.
      "Statt kuschelpädagogischer Aussteigerprogramme halte ich zur Bekämpfung von Nazis große militärische Verbände und schweres Kriegsgerät immer noch für das geeignete Mittel." Björn Högsdal

      coricelesti schrieb:

      Davon ab fand ich die Entwicklung der Scheibenwelt in den letzten Romanen nicht so prickelnd. Mir wurden die Geschichten zu modern und das anarchische ging zunehmend flöten, das hat zu viel vom Witz der Bücher genommen.


      Ich fand gerade diese Weiterentwicklung zum philosophisch-humanistischen Grundansatz von Terry Pratchett sehr gut passend.

      Und gerade bei der Geschichte von "Raising Steam" fand ich persönlich, dass der Witz keineswegs zu kurz kam.

      Nur beim allerletzten Buch, der "Schäferkrone", da merkt man leider überdeutlich, dass wir da eher einen groben Entwurf, vor allem im letzten Drittel, als eine ausgearbeitete Endfassung vorliegen haben.
      Vielleicht hat Pratchett deshalb verfügen lassen, seine PC-Festplatte öffentlich zerstören zu lassen, damit keine weiteren Fragmente das Licht der Öffentlichkeit erblicken können?
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