Wer beherrscht das "Game of Thrones" am besten?

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      @ssnake, finde nicht das Renly auf Platz eins, oder gar auf die Liste gehört.
      Ok, er ist langsam nach KL gezogen, aber doch nur weil er alle Trümpfe in der Hand hielt. Schließlich wollte er nicht nur Lannister schlagen, sondern auch die Starks die immerhin einen großen Teil seines Königreiches beanspruchten.
      So konnten beide sich gegenseitig ausbluten, für Eile bestand meiner Meinung nicht der geringste Grund.

      Auch das er nicht seinen Bruder unterstützt, kann ich nicht zu seinem Nachteil auslegen.
      Gründe können persönlicher Ehrgeiz oder mangelndes Vertrauen in die Fähigkeiten des Bruders sein. Schließlich hat der Anspruch des Bruders auch nur eine dünne Tragefähigkeit. Da es mit den gegebenen Möglichkeiten, die Beweise nicht 100% aussagekräftig waren.
      Warum sonst hat sich Stannis verschanzt und ist nicht mit seinen Beweisen zu Robert gegangen.
      Auch die zukünftige Thronerbenlosigkeit von Stannis, ist meiner Meinung noch nicht sicher, schließlich erfordert der Akt, nicht unbedingt Leidenschaft, sonder kann auch mit „Arbeit“ erledigt werden, wenn es sein muss. Ich denke dass so ein Typ wie Stannis, zu Opfern bereit ist wenn es dem Wohl des Königreiches dient. :D

      Die Umstände Renlys Ermordung, konnten von niemanden, also auch nicht von Renly selbst strategisch einkalkuliert werden.
      Also ohne die „Zauberei“ war Renlys Strategie, zwar kein Instant-Sieg aber durchaus Tragfähig den Thron zu erobern.
      Ich würde sagen, dass der Plan von Renly eher unglücklich gescheitert ist, als durch Unfähigkeit.

      Zwar mag seine Motivation, zum Griff nach der Krone, für viele nicht nachvollziehbar sein, aber ich denke das ist bei dieser Frage eher nebensächlich. Ich denke sein Plan hätte durchaus mit Erfolg enden können.
      FREE CERSEI !!!
      Naja, ich sehe das ein bißchen anders, was das langsame Tempo von Renly betrifft.

      Fakt ist, dass er die mit Abstand größte Armee mit der kürzesten Distanz zu Kings Landing hatte.
      Und kein Recht auf den Thron, wie er selbst unumwunden zugab.

      Renly war ein freundlicher, aber ungeheuer selbstverliebter Mensch.
      Und nicht gerade die große Weisheit in Person.

      Denn anstatt sofort zuzuschlagen, so wie er es in Kings Landing noch machen wollte in der Nacht, in der Robert starb, spielte er auf Zeit, ließ seine Riesenarmee Feiern und Turniere
      abhalten und kümmerte sich nie auch nur ansatzweise dafür, was eigentlich Stannis zu unternehmen gedachte.

      Geht er nach Kings Landing, nimmt Cersei und ihre Brut gefangen, sitzt er unangreifbar am Eisernen Thron. Renly sah sich selbst als Usurpator, und ein Usurpator sollte so schnell wie möglich die Gegner ausschalten, bevor das gängige Regime seine geamten Ressourcen ausschöpfen kann.

      So war er ja von der Belagerung von Storms End völlig überrascht.

      Renly dürfte seinen Bruder kaum für unfähig gehalten haben, er mochte ihn einfach nicht und handelte aus Trotz und Überheblichkeit.
      Die Belagerung von KL hätte für Renly leichter sein können, da er den Blackwater an einer anderen Stelle hätte überqueren können und keine Schiffe benötigt hätte.

      Und die Stadtwache? Die wäre vermutlich um ihr Leben gerannt bei der schieren Größe seines Heeres.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Post was edited 1 time, last by “ssnake” ().

      Denn anstatt sofort zuzuschlagen, so wie er es in Kings Landing noch machen wollte in der Nacht, in der Robert starb, spielte er auf Zeit, ließ seine Riesenarmee Feiern und Turniere abhalten und kümmerte sich nie auch nur ansatzweise dafür, was eigentlich Stannis zu unternehmen gedachte.


      Die Turniere und Feiern dienten in erster Linie dazu, seine große Armee noch größer zu machen. War schon ein guter Plan. Mit Stannis' etwas unfairer Meucheltaktik hätte niemand rechnen können.
      Ich denke auch das Renly es einfacher hätte KL zu erobern, da er ja die Tullys noch auf seiner Seite hatte, die in der Schlacht bei Blackwater eine entscheindente Rolle gespielt haben.

      Zu seinem Tempo kann ich nur sagen, klar wenn das Ziel "nur" KL wäre, würde ich ssnake Recht geben, aber da er ja anschließend Tywin und Robb stellen will, halte ich sein Tempo für angemessen, um beide Gegner sich gegenseitig schwächen zu lassen.

      Wie gesagt, hatte sein Plan gute Chancen, falls er nicht ermordet wäre.
      FREE CERSEI !!!

      Post was edited 2 times, last by “Bekir” ().

      Original von Obrac


      Die Turniere und Feiern dienten in erster Linie dazu, seine große Armee noch größer zu machen. War schon ein guter Plan. Mit Stannis' etwas unfairer Meucheltaktik hätte niemand rechnen können.


      Ääh, meinst du das jetzt ironisch?
      Bei dir weiß ich ja nie so recht, Obrac! ;)

      Ich denke doch, doch, dass ein wichtiger Grund für das Abhalten von Turnieren Renlys Liebe zu Turnieren war. :D
      Vielleicht nicht der einzige, aber dies als rein taktische Maßnahme zu werten greift in meinen Augen zu kurz.

      So ein bißchen wie Ludwig II. von Bayern wirkt Renly schon auf mich, nehr dem Schönen als der grausamen Realität zugewandt ... (Das würde zwar in einen anderen Thread gehören, aber es bot sich hier gerade an.)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Ääh, meinst du das jetzt ironisch? Bei dir weiß ich ja nie so recht, Obrac! Ich denke doch, doch, dass ein wichtiger Grund für das Abhalten von Turnieren Renlys Liebe zu Turnieren war. Vielleicht nicht der einzige, aber dies als rein taktische Maßnahme zu werten greift in meinen Augen zu kurz.


      Nee, nee, war ausnahmsweise schon ernst gemeint ;)

      Catelyn hatte doch auch erst ernste Bedenken, bzw.konnte ihren Augen nicht trauen, als sie zu Kriegszeiten ein Turnier miterleben durfte. Dann aber hat sie doch auch den Nutzen eingesehen und Renly eingestanden, dass das ziemlich klug war.
      Original von Obrac


      Nee, nee, war ausnahmsweise schon ernst gemeint ;)

      Catelyn hatte doch auch erst ernste Bedenken, bzw.konnte ihren Augen nicht trauen, als sie zu Kriegszeiten ein Turnier miterleben durfte. Dann aber hat sie doch auch den Nutzen eingesehen und Renly eingestanden, dass das ziemlich klug war.


      Also ich habe jetzt extra die 4 Catkapitel in ACOK nachgeblättert, aber dass die jemals ihre Meining über das "Narrenfest" revidiert, ist mir nicht unteragekommen.

      Sie denkt über Renly als "Jungen, der mit einem hölzernen Schwert Krieg spielt", sie weist ihn an, selbst um Weisheit zu beten, bevor sie sich am Vorabend der Schlacht, die nie stattfindet, auf den Weg zur Septe macht, und sie fleht ihn an, das ganze doch sein zu lassen und einen Thronrat einzurichten, was die letzten menschlichen Worte sind, die Renly zu hören bekommt.

      Aber nirgends revidiert sie ihre Meinung.

      Vor allem die Verhandlung mit Stannis wirft Renly nochmals beim Nachlesen in ein ungeheuer schlechtes Licht, denn außer überheblichen Frechheiten hat er seinem Bruderherz nichts anzubieten.

      Könnte es ergo nicht sein, dass du dich über die positive Bewertung der strategischen Fähigkeiten Renlys durch Catelyn irrst? Er war in ihren Augen liebenswürdig und leutselig, aber klug?

      Renly war sich seiner Sache zu sicher, dabei bleibe ich.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

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      Könnte es ergo nicht sein, dass du dich über die positive Bewertung der strategischen Fähigkeiten Renlys durch Catelyn irrst? Er war in ihren Augen liebenswürdig und leutselig, aber klug?


      Natürlich könnte das sein. kann ich jetzt auch nicht belegen, meine Behauptung. Vielleicht greife ich das Thema bei einem Reread nochmal auf.

      Aber:

      Vor allem die Verhandlung mit Stannis wirft Renly nochmals beim Nachlesen in ein ungeheuer schlechtes Licht, denn außer überheblichen Frechheiten hat er seinem Bruderherz nichts anzubieten.


      Warum sollte er auch? Renly hat über 100.000 Männer unter seinem Kommando, Stannis einen Bruchteil. Stannis hätte ihm nie das Wasser reichen können. Dass er sich dunklen Mächten bedient, hätte niemand ahnen können. Renly hatte allen Grund, sich sicher zu fühlen. Er hatte eine riesige Armee, mit der er wahrscheinlich King's Landing eingenommen hätte. Daran hätte Stannis nichts ändern können.

      Der einzige Grund, warum sich Renly nicht hätte sicher sein dürfen, wäre seine Ahnung gewesen, dass ein Schatten ihm die Kehle durchschneidet. Ich glaube aber nicht, dass irgendeiner der vielen Heerführer und Könige diese Möglichkeit eingeräumt hätte.
      Natürlich ist Renly überheblich und eitel. Seinen Sieg hätte das normalerweise aber nicht gefährdet. Selbst wenn er schneller nach King's Landing gezogen und zu seinem Bruder höflicher gewesen wäre, hätte dieser ihn auf die gleiche Art und Weise aus dem Verkehr gezogen.
      Ich finde man sollte es unabhängig von Cats Meinung sehen.
      Erstens ist sie ja auch nicht ein Meisterstratege und zweitens hat sie auch andere Interessen das Renly Erfolg hat.

      Ich finde halt das Scheitern Renlys Bemühungen sind nicht auf seine schlechte Taktik zurückzuführen.
      Wie ich schon sagte kann sein langsames Vorgehen auch ein taktischer Vorteil sein, aber ob sein langsames Vorgehen nun später ihm zum Verhängnis oder zum Sieg geführt hätte gehört ins Reich der Spekulationen.
      Meiner Meinung wäre es Aufgrund der Kämpfe im Norden die noch weit weg von einer Entscheidung waren, eher sogar ein Vorteil. Aber wie gesagt ist spekulativ, jedenfalls hatte Renly zu dem Zeitpunkt seines Todes alle Trümpfe in der Hand. Auch Verbündete gewinnen und das seine Armee und Gefolge ihn "liebt" gehört meiner Meinung zu Fähigkeiten, deshalb wundert es mich das er bei ssnakes Liste auf Platz ein ist.
      Wie gesagt seine Motivation mag dir nicht gefallen, auch seine Art nicht, aber das sein Plan gescheitert ist, ist keinesfalls aufgrund mangelnder Fähigkeiten gewesen
      FREE CERSEI !!!
      Naja, ganz einig werden wir uns in der Beurteilung nicht mehr werden.

      Allerdings geht auch die Dornenkönigin scharf mit Renly ins Gericht, wie auch mit ihrem Sohn Mace Tyrell. (Siehe ASOS, das Kapitel, in dem sie mit Sansa plauscht, währedn der Narr das Lied vom Bär und der Jungfrau hehr singt)
      Sie hielt es für Irrsinn, den Thronanspruch überhaupt zu stellen.

      Was diese gute Dame noch anzubieten hat, wird ohnehin hochinteressant.

      Immerhin könnte sie die einzige sein, die weiß, wo Sansa steckt - nämlich dort wo LF sein muss ...

      Insofern könnte das Auftauchen der Heckenritter bei Littlefinger, die zuletzt bei Lord Tarly, Tyrells wichtigsten Kriegslord geshenen wurden, nicht uninteressant sein.

      Zumal Randyll Tarly möglicherweise Raben mit Nachrichten über Briennes Suche fliegen ließ.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Wie ich schon sagte, ist die Motivation oder der Anspruch egal.
      Ja, unsinniger und unwahrscheinlicher der Anspruch auf die Krone ist, desto größer ist ja dann auch das taktische Geschick, wenn man die Krone aufsetzt.
      Wenn jetzt LF zum Schluss König von Westeros wäre, wäre es eine brillante Leistung, eben weil er null Anspruch hat.
      So ist das auch von Renly, er hat ohne Anspruch die größte Armee gehabt, also eher ein Pluspunkt.


      Aber back to Topic...

      Meiner Meinungwar Tywin, bis jetzt der beste Stratege.
      Auch Tyrion ist super, er ist wohl doch der Sohn seines Vaters und kein Tyrgaryen Bastard.

      Ich finde auch Dany macht sich gut, obwohl sie Fehler macht, erkennt sie diese und versucht sich zu verbessern.

      Der schlechteste ist einer Meinung nach Theon... Das er Winterfell halten wollte, ist doch rational gar nicht zu erklären. Ich denke das hatte psychologische Gründe. Trotzdem, aber eine saublöde Entscheidung.
      FREE CERSEI !!!

      Post was edited 2 times, last by “Bekir” ().

      Hmm..
      Also, nach meiner Defintion (ich halte mich dicht an LF, für den selbst Olenna keine Spielerin war) sind Renly und Robb eigentlich keine Spieler.
      Können wir nochmal zu der Defintion zurück?
      Spieler zu sein, bedeutet doch irgendwie Figuren auf dem Spielfeld zu haben, mit denen man geschickt agiert, den Gegner überrascht und die man strategisch so einsetzt, um den Gegner einzukreisen und auszuknocken. Bestenfalls merken die Figuren gar nicht erst, dass sie welche sind.
      Robb und Renly sind für mich demnach zwar Kriegsherren, aber keine Spieler in LFs Sinne, denn außer ihren (offziellen) Gefolgsleuten haben sie im verborgenen keine Figuren aufgestellt. Gefolgsleute in ihrem Sinne (kämpfende Anhänger), hat aber praktisch jeder Landlord, wenn auch nicht so viele.
      Strategische Heirat würde ich zu normalen Machttaktiken rechnen, es reicht für mich aber nicht, um jemanden zu einem "Spieler" zu machen.

      Tywin war für mich beides: (Kriegs-) Stratege und Spieler (rote Hochzeit, Pakt mit Westerling), denn abgesehen von seinem Heer hat er noch im verborgenen eigene Figuren aufgestellt.

      Auf dem Siegertreppchen für die größten "Versager" in diesem Bereich drängeln sich für mich Cersei, Ned und Tyrion.

      Ned hat sich durch sein Ehrgefühl leiten lassen und auf LF gesetzt, Tyrion hat gegen seine Schwester verloren (da er ohne Hab und Gut als Königsmörder auf der Flucht ist, kann ich ihn einfach nicht als guten Spieler betrachten, da war ihm Cersei im Intrigieren nunmal stellenweise überlegen), Cersei ist psychisch leicht angeschlagen und konnte mit der Macht, die sie sich zusammengekrallt hat, nichts Vernünftiges anfangen.

      Nochmal zur Definition: Ned hat zumindest versucht gegen Cersei zu paktieren und sich über LF im Verborgenen die Goldröcke gesichert (oder auch nicht), hier sollten also seine verborgenen Figuren sein. LF hat ihn schon damals darauf hingewiesen, dass man so etwas nicht nur halbherzig machen kann.

      Cersei benutzt Menschen (unter Einsatz ihrer sexuellen Anziehungskraft oder mit der Aufsicht auf Gold) um gegen Tyrion vorzugehen (Sir Bronn..). Das sind Züge, denen Tyrion nichts entgegensetzen kann.

      Tywin, LF,Varys sind für mich gute Spieler.

      Achja und ich habe nicht nach Sympathie bewertet, sondern nach bisherigen Leistungen und Ergebnis. Deswegen nicht sauer sein, wenn ich Ned als Versager bezeichne, aber mit dem Ergebnis "tot" hat er nunmal nicht so gut abgeschnitten. :)
      I have been despised by better men than you.
      Ich denke, dass Tyrion gegen LF und nicht gegen Cersei verlohren hat. Tyrion hatte das pech, dass LF die Aufführung mit den Zwergen machen ließ, dass Joff sich mit Tyrion nicht verstanden hat und Joff getötet wurde.
      Dass dort schnell ein Angeklagter und "Zeugen" gefunden werden braucht man sich nicht wundern. Schließlich will der/die echte Mörder/in davon kommen.
      Ned Stark und auch Tyrion sind für mich keine wirklichen Spieler. Beide handeln aus anderen Motiven. Ned Stark der Ehre und seinen moralischen Vorstellungen entsprechend. Tyrion Lannister dagegen handelt auf geheiß seines Vaters und tut sein bestes um Kings Landing im Auftrag seines Vaters zu halten. Tyrion ist aus meiner Sicht viel mehr der "Joker" seines Vaters. Nach Anerkennung lechzend, raffiniert, taktisch klug und nicht unnötig grausam.
      "Ich bin ein Getriebener, ich gebe dem Druck nach, ich kann mich für gar nichts frei entscheiden, ich laufe die Linien meines Schicksals ab, und wenn dort ein Glas Bier steht, dann muss ich es eben trinken, sonst stolpert noch jemand darüber." (Aus dem Buch Sternstunden der Bedeutungslosigkeit von Rocko Schamoni)
      @ Pyc_Andy:

      Die Konflikte zwischen Cersei und Tyrion gingen nicht erst mit der Hochzeit los. Schon vorher haben die beiden gegeneinander intrigiert (so hat Tyrion Cersei leichte Bauchkrämpfe beschert um freie Hand bei Myrcella zu haben) und weshalb er bei der Belagerung von KL angegriffen wurde, ist auch noch nicht abschließend geklärt.
      Bronns Beförderung war jedenfalls kein Zufall.

      @ Bedwyr:

      Hm, andere Motive als wer? :)
      Varys möchte den Thron auch nicht für sich selbst, oder handelt zumindest nicht danach, und ich denke, ihn muss man auf jeden Fall als Spieler bezeichnen.
      Eddard wollte letztendlich verhindern, dass Cerseis Inzest-Kinder auf den Thron kommen und somit Einfluss auf die Thronfolge nehmen. Aus edleren Motiven vielleicht, aber praktisch gesehen nichts anderes als es Varys, Doran oder (vermutlich) auch LF versucht:
      Das Spiel um die Throne eben. Ich würde nicht sagen, dass der Spieler zwangsweise aus niederen Motiven handeln muss, oder zumindest kann ich auch bei Doran keine unnötige Grausamkeit erkennen.
      Ich hatte nicht den Eindruck, dass Tyrion KL nur für seinen Vater halten möchte, sondern eher um KLs selbst, bzw zu seiner eigenen Ehrenrettung willen. Er versucht Cerseis und Joffs schädlichen Einfluss einzudämmen, seine eigene Machtpostion zu stärken (das Anheuren der Horde, Myrcellas Verlobung, weitere Beispiele auf Anfrage); es ist zu viel um lediglich Tywin zu gefallen.
      Vielleicht strebt er nicht direkt den Thron an, ist aber bis zu seiner Verhaftung maßgeblich beteiligt an der politischen Lage in KL; er versucht in meinen Augen seinen eigenen Platz in der Welt zu finden.
      I have been despised by better men than you.
      Kurz zu Ned: Die Kinder könnten Boltons, Freys oder sogar Starks sein. Der Punkt ist einfach, dass Ned Stark das Recht in Westeros durchsetzen wollte... Wie gesagt ... wenn du es so willst ist jeder ein Spieler um den Thron und du weisst, dass ich mit dieser Meinung nicht zufrieden bin bzw. mich anschließen kann. ;)

      Tyrion ist wohl einer der kompliziertesten Charaktere in diesem Buch. Irgendwie unberechenbar und von seinen inneren Dämonen getrieben und edler, als die meisten Charaktere.

      Tyrion ein Werdegang:
      - Erster Auftritt bei der Reise von Robert Baratheon I. in den Norden. Die Reise gipfelt in der Ernennun Ned Starks zur Hand.
      - Ohne politische Verpflichtungen reist er aus Wissbegier und Abenteuerlust in zur Mauer.
      - Er gibt Jon Snow wichtige Ratschläge
      - Auf dem Rückweg wird er von Catelyn Stark als Geisel genommen, die ihn für den Mordversuch an Brandon Stark verantwortlich macht (Falsche Hinweise von Littlefinger)
      - Durch ein Gottesurteil "beweist" er seine Unschuld. Er muss in Begleitung von Bronn ohne Schutz den Rückweg antreten.
      - In den Bergen schafft er es die "Stämme" auf seine Seite zu bringen. Besonderheit: Sie verspotten ihn nicht halb so grausam wie die Höflinge ob seiner Größe, auch wenn er immer wieder die Drohung erhält, dass seine "Kronjuwelen" an die Ziegen verfüttert werden
      - Sein Vater stellt ihn auf die gefährlichste Seite der Schlacht. Seine Hilfstruppe der Stämme gelten als undisziplniert und Köder
      - Sein Vater schickt als sein Stellvertreter nach Kings Landing. Er ist der einzige Sohn, weil Ser Jaime als vermisst gemeldet wird. Sein vater traut ihm mehr zu als Cersei
      - In Kings Landing organisiert er die Verteidigung der Stadt und muss sich gegen Cersei und Joffrey behaupten
      - Er entmachtet Teile des Rates. Zum Teil mit Gewalt
      - Er stoppt Projekte seiner Schwester um die Hafenkette zu bauen
      - Er ist beim Volk nicht angesehen, obwohl er besser regiert
      - Er versucht sich durch seine Leistungen bei seinem Vater einzuschmeicheln
      - Sein Vater dankt ihm seine Taten nicht. Er fühlt sich herabgewürdigt. Nach Joffreys Tod und der Heirat mit Sansa (diese wird durch die Hochzeitsnacht legitimiert. Sein Vater würde ihn nie die Stammburg der Lannisters geben, den Norden aber schon)
      - Er ermordet seinen Vater, nachdem er erfährt, dass seine erste Frau keine Hure war und er seine Bettgefährtin, die falsch gegen ihn ausgesagt hat im Bett seines Vaters erwischt.

      So eine kurze Zusammenfassung. Ich sehe kein eigenes bestreben, sondern eher den Anspruch dem Vater der Sohn zu sein, den er sich wünscht. Sein Ehrgeiz ist der Erhalt der Macht für die Lannisters im Sinne seines Vaters, aber auch Gleichzeitig die "ErziehunG" Joffreys, der immer grausamer wird. Er spielt deshalb notgedrungen eine Rolle während der Intriegen und wird schnell von seinem Vater ausgebootet und seiner Verbündeten beraubt (Die Stämme, Bronn).

      Im Gegensatz zu Varis, der scheinbar ein Teil einer Verschwörung zu sein scheint, handelt Tyrion im Sinne seines Hauses und des Reiches. Naja das ist meine Meinung. Er gibt halt sein bestes in seiner Position und tut alles um Erfolgreich zu sein.
      "Ich bin ein Getriebener, ich gebe dem Druck nach, ich kann mich für gar nichts frei entscheiden, ich laufe die Linien meines Schicksals ab, und wenn dort ein Glas Bier steht, dann muss ich es eben trinken, sonst stolpert noch jemand darüber." (Aus dem Buch Sternstunden der Bedeutungslosigkeit von Rocko Schamoni)
      Eine Frage, die erst von der Zukunft geklärt werden wird, ist die Frage, eine wie gute Spielerin die Dornenkönigin ist.

      Dass die Frau mit der Abgeklärtheit einer Greisin, die weiß, dass sie im Leben nichts mehr zu befürchten hat, agiert, stelle ich mal außer Frage.

      Und wie sagte Ned Stark doch noch mal über flüchtige Mitglieder der Nachtwache? "Ein Mann, der nichts mehr zu verlieren hat, ist stets am gefährlichsten."
      Das wird wohl auch für eine Frau gelten.

      Was wissen wir bisher über sie?
      Sie erachtete das Einmischen der Tyrells in den Krieg und das Streben nach Macht in Kings Landing als Torheit ihres Sohnes.

      Dennoch tut sie alles, um dessen Fehler zu korrigieren.
      Sie erkundigt sich bei Sansa über Joffreys Natur und glaubt also Littlefingers Einflüsterungen nicht ohne Rückversicherung.

      Sie sorgt persönlich für Joffreys Tod, Tommen ist ja viel angenehmer für Maergery, außerdem wird dann Ser Loras keine Dummheiten machen (dass der im Zorn metzeln kann, hat er schon bewiesen).
      Auch die Beendigung des Interesses einer Verehelichung von Willas mit Cersei hört sich nach ihrem Werk an, vielleicht weil sie nur an echten Enkeln interessiert ist? :D

      Interessant der Münzfund der Tyrell-Münzen bei der Wache - ein Ablenkungsmanöver von Varys?
      Dann das plötzliche Verschwinden der Flotte nach Cerseis Verhaftung, die "allzuerfreuliche" Verwundung von Ser Loras usw.

      Was auch immer noch die Tyrells für die Lannisters für Überraschungen haben mögen:
      Sie sind sicherlich zu einem guten Teil auf dem Mist Oleanna Tyrells gewachsen.

      Sie mag nie die Absicht gehabt haben, um die Throne zu spielen, aber jetzt, wo die Tyrells bis zum Hals mit drin stecken, scheint sie eine höchst begabte Spielerin geworden zu sein.

      Einziger Fehler: Sie ist nicht immer bei ihrem "Trottel-Sohn, dem Lord Rindvieh von High Garden" um ihn von Dummheiten abzuhalten.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Du hast vergeßen, dass sie auch die Überöegung angestellt hat Sansa mit ihrem Enkel (?) zu verheiraten. Dieses wurde durch die schnelle Heirat Sansa-Tyrion vereitelt.

      Das Verschwinden der Flotte bzw. das Abtauchen von Cerseis "Gefolgsleuten" ist nicht nur ihr Werk. Viel mehr hat sich die Gute Mutter des Königs auf Speichellecker verlassen.

      Der Druck Dragonstone zu erobern um die Flotte gegen die Eisenmänner zu verwenden, war aus ausschlaggebend für den leichtsinnigen Sturm der Burgmauern. Der Tod bzw. die Verstümmelung von Ser Loras wurde gerne in Kauf genommen bzw. kalkuliert. Schließlich konnte man so unauffällig ein Mitglied der Königsgarde entsorgen, dass vielleicht nicht loyal dem Hause Lannister bzw. König Tommen unterstützt hätte.

      Der Tod von Joffrey war präzise durchgeführt und ... *jubel*
      "Ich bin ein Getriebener, ich gebe dem Druck nach, ich kann mich für gar nichts frei entscheiden, ich laufe die Linien meines Schicksals ab, und wenn dort ein Glas Bier steht, dann muss ich es eben trinken, sonst stolpert noch jemand darüber." (Aus dem Buch Sternstunden der Bedeutungslosigkeit von Rocko Schamoni)
      @ Bedwyr:

      kurz zu Ned: Die Kinder könnten Boltons, Freys oder sogar Starks sein. Der Punkt ist einfach, dass Ned Stark das Recht in Westeros durchsetzen wollte... Wie gesagt ... wenn du es so willst ist jeder ein Spieler um den Thron


      Wieso soll nach meiner Def jeder Spieler um den Thron sein ? ?(
      Ich habe einigermaßen klar definiert, was für mich ein "Spieler" wäre. Wenn du mit einem Teil davon nicht einverstanden bist, musst du schon ausführen mit welchem.
      Du führst nur die Motivation an und die ist auch bei Varys nach den bekannten Tatsachen nicht bös, nieder und gemein, denn er handelt nicht um sich selbst auf den Thron zu setzen.
      Ned will Recht, Varys nach eigener Aussage Gleichgewicht im Reich. Wieso soll der eine Spieler sein und der andere nicht? Was hat das für dich mit dem Begriff "Spieler" zu tun?

      Ned war Hand des Königs, hatte die Königin selbst kurzzeitig im politischen Würgegriff, sich die Unterstützung der Stadtwache erkauft und somit direkten Einfluss auf die Erbfolge.

      Ich sehe immer noch nicht, warum er nicht als (mieser) Spieler gewertet werden sollte.

      Original von Bedwyr:
      - In den Bergen schafft er es die "Stämme" auf seine Seite zu bringen.
      -In Kings Landing organisiert er die Verteidigung der Stadt und muss sich gegen Cersei und Joffrey behaupten
      - Er entmachtet Teile des Rates. Zum Teil mit Gewalt
      - Er stoppt Projekte seiner Schwester um die Hafenkette zu bauen
      - Er ermordet seinen Vater, nachdem er erfährt, dass seine erste Frau keine Hure war und er seine Bettgefährtin, die falsch gegen ihn ausgesagt hat im Bett seines Vaters erwischt.

      Hmm, da siehst du kein Bestreben nach Macht ?
      Zumindest mit dem Mord an seinem Vater hat er wohl nicht versucht ihm zu gefallen.
      In meinen Augen kämpft er recht offensichtlich für den eigenen Machterhalt gegenüber Cersei, Joffrey und auch gegenüber seinem Vater.
      Die Truppen waren doch genau das, was ihm in KL den Rücken und seine Postion auch gegenüber Tywin gestärkt hat.
      Abgesehen davon machst du das Ganze schon wieder an der Motivation (hier: Not) fest.
      Doran ist ebenso Teil einer Verschwörung wie Varys, Doran will Rache, Varys Gleichgewicht, LF Macht (?) und Rache, Olenna das Wohl ihrer Enkelin...Tyrion sein eigenes Wohl, Ned von mir aus Recht.
      Wieso sollte man nach der Motivation und nicht nach den Taten unterscheiden, bzw. warum soll LF der alles tut um möglichst erfolgreich zu sein anders gewertet werden als Tyrion, der alles macht um möglichst erfolgreich zu sein?
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