Ist die deutsche Übersetzung wirklich so schlecht?

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      Ist die deutsche Übersetzung wirklich so schlecht?

      Hallo, ich hab keinen solchen Thread gefunden, deswegen hab ich einfach mal einen eröffnet.

      Ich hab vor mal in das erste Buch reinzuschnuppern, da mich die Story schon sehr anspricht. Allerdings habe ich überall gelesen wie schlecht die deutsche Übersetzung sein soll. Nun lautet meine Frage, ist sie wirklich so schlecht? Ich beherrsche nur Schulenglisch, wenn auch gutes, aber ich hatte in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit Büchern. Ist das Englisch schwer?, denn ich habe keine Lust immer wieder minutenlange Stopps einzulegen.

      Vielleicht kann mir ja jemand helfen, Danke schon mal im Voraus!
      Ich finde die deutsche Übersetzung sogar ziemlich gut gelungen, muss ich ehrlich sagen. Da hab ich schon deutlich schlimmeres erlebt. So, wie ich das hin und wieder aufgeschnappt habe, scheinen sich viele an der inkonsequenten Übersetzung zu stören, also dass zum Beispiel Namen von Städten, Burgen, Personen- oder Spitznamen usw. teils in Deutsche übersetzt wurden, teils aber auch auf Englisch gelassen.
      Ich finde das allerdings sehr gut gelöst, da man einfach nicht immer alles übersetzen kann oder es dann (wenn man es zwanghaft versucht, was ich schon bei anderen Büchern gesehen habe) nicht mehr gut wirkt/funktioniert.

      Du solltest dich von sowas auf jeden Fall nicht abhalten lassen, die Bücher mal zur Hand zu nehmen. Am besten ist es sowieso, du bildest dir deine eigene Meinung.
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.
      das einzige was ich an der übersetzung auszusetzen hätte, wären die gelegentlichen schreibfehler. diese kann ich jedoch guten gewissens verzeihen, weil sie einen gewissen charme versprühen. :D

      naja, und dann wäre da noch die tansy/reinfarn sache. aber wie man das hätte sinnvoll lösen sollen wüsste ich nicht.

      das heißt also ich bin mit der (inkonsequenten) übersetzung sehr zufrieden. ich kann nämlich auf "Königs Landung", "Sonnenspeer" und "Schlössischer Fels" sehr gut verzichten. :P manche dinge klingen im original/englischen einfach besser und eine übersetzung hätte mir nicht gefallen.
      Das Einzige, was mir aufgefallen ist, ist, daß es einen Bruch im Übersetzungs-Stil vom (dt.) Band 6 zu 7 gibt. Ich glaub, da haben sie jemand neuen genommen.

      Ich finde die Überseztung auch gelungen, also ruhig mal reinlesen.
      Hoody Hoo!! I waste him with my crossbow!! - Knuckles the Sixth, King of the Wallclimbers

      WolfsReign schrieb:

      das einzige was ich an der übersetzung auszusetzen hätte, wären die gelegentlichen schreibfehler. diese kann ich jedoch guten gewissens verzeihen, weil sie einen gewissen charme versprühen. :D

      naja, und dann wäre da noch die tansy/reinfarn sache. aber wie man das hätte sinnvoll lösen sollen wüsste ich nicht.

      das heißt also ich bin mit der (inkonsequenten) übersetzung sehr zufrieden. ich kann nämlich auf "Königs Landung", "Sonnenspeer" und "Schlössischer Fels" sehr gut verzichten. :P manche dinge klingen im original/englischen einfach besser und eine übersetzung hätte mir nicht gefallen.
      Das unterschreibe ich mal so. Ich habe die Bücher sofort (und nur) auf Deutsch gelesen und hatte nichts auszusetzen. Im Gegenteil. :)
      "Doing things that you don't like is like sleeping with people you don't want to sleep with. After a point you lose your self-respect." - Vincent Cassel
      Ich habe die Bücher sofort (und nur) auf Deutsch gelesen und hatte nichts auszusetzen.


      Ohne Vergleich mit dem englischen Original ist es auch schwer, eine Übersetzung zu kritisieren.

      Die schlimmsten Übersetzungen waren für mich "Flickenfratz" und "Goldy". Ich finde, da hat man zweimal arg danebengegriffen. Ansonsten finde ich die Übersetzung bzw. nicht-Übersetzung von Orten und Spitznamen gut gewichtet. Es gibt nichts Schlimmeres als eine Übersetzung, die krampfhaft alles übersetzt, was nicht niet- und nagelfest ist.

      Obrac schrieb:


      Ich habe die Bücher sofort (und nur) auf Deutsch gelesen und hatte nichts auszusetzen.


      Ohne Vergleich mit dem englischen Original ist es auch schwer, eine Übersetzung zu kritisieren.


      Ist sicher richtig. Mir aber vollkommen egal. Ich schwimme nämlich nicht im Geld, kann (und werde) mir also nicht zwei Ausgaben von ein und demselben Buch zulegen. Fände ich das Buch auf Deutsch unlesbar, würde ich mir vermutlich die englische Ausgabe irgendwo ausleihen, um mal reinzuschnuppern. Da es aber sehr gut zu lesen ist, brauche ich auch nicht den Vergleich, um die Übersetzung kritiklos hinzunehmen.

      Mir persönlich geht das Rumgereite auf dem "englisches Original ist ja sowieso immer viel besser" (auch bei Filmen) ja sowieso auf den Sack und wird langsam langweilig. :sleeping:
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      Obrac schrieb:

      Die schlimmsten Übersetzungen waren für mich "Flickenfratz" und "Goldy". Ich finde, da hat man zweimal arg danebengegriffen.
      Stimmt, aber noch ärger fand ich die "Ohrenbläser" für Varys "Whisperers" 8|
      Bin auch ein Vertreter des 'lieber im Original lesen', nachdem ich festgestellt hab, daß die Übersetzung einen Gutteil der Stimmung aus dem Buch verändert.
      First lesson: Stick them with the pointy end!

      Obrac schrieb:


      Mir persönlich geht das Rumgereite auf dem "englisches Original ist ja sowieso immer viel besser" (auch bei Filmen) ja sowieso auf den Sack und wird langsam langweilig.


      Stimmt aber meistens.
      Siehst Du, und gerade das halte ich für ein Gerücht. Im Gegenteil, es gibt sogar Fälle (gerade bei Serien und Filmen), die durch die deutsche Übersetzung massiv gewonnen haben.

      Gehört hier aber nicht her, und ich habe eh keine Lust mehr darüber zu diskutieren.
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      Stimmt, aber noch ärger fand ich die "Ohrenbläser" für Varys "Whisperers"


      Oh ja, absolut schlimm. Was zum Geier soll ein Ohrenbläser sein? :dash:

      es gibt sogar Fälle (gerade bei Serien und Filmen), die durch die deutsche Übersetzung massiv gewonnen haben.


      Schade, hätte mich mal interessiert, wo das der Fall sein soll. Ich kenne da nämlich nichts, außer vielleicht Al Swearengen bei Deadwood, mal abgesehen davon, dass ich es generell für unmöglich halte, dass etwas durch eine Synchro massiv an Qualität gewinnt. Synchronisationen sind allein schon deswegen schlechter, weil sie nie das ausdrücken können, was die Macher, sprich, die Künstler, beabsichtigt haben, allein schon aufgrund der Stimmklänge.

      Eine Ausnahme fällt mir noch ein, nämlich die alten Bud Spencer- und Terence Hill-Filme. Das waren mal geile "Übersetzungen".
      Ich finde die Übersetzungen passabel und gut zu lesen. Ich habe zwar den Vergleich nicht, da ich die englischen Ausgaben ebenfalls nicht gelesen habe, kann hier aber einige Kritik nicht nachvollziehen.

      Das Wort Ohrenbläser ist historisch belegt für einen Spion/ Denunzianten. Ich persönlich finde die Verwendung absolut passend und gelungen. Es ist die inhaltlich richtige Übersetzung für whisperer.

      textlog.de/38389.html



      Und Beispiele, wo die deutsche Übersetzung "besser" ist gibt es zuhauf. Die Simpsons würden mir da spontan einfallen.

      Und grade historische, im Mittelalter und dessen Adel angelegte Geschichten bekommen im deutschen meiner Ansicht nach eine feinere Note, da dort das "Ihr" und "Euch" verwendet wird statt "you" und "you".
      Rechtschreibfehler sind, solange sie nicht zu inhaltlichen Missverständnissen führen, nicht zu kommentieren. Alles andere ist bildungsbürgerliche Arroganz.
      Das Wort Ohrenbläser ist historisch belegt für einen Spion/ Denunzianten. Ich persönlich finde die Verwendung absolut passend und gelungen. Es ist die inhaltlich richtige Übersetzung für whisperer.

      Naja, so 100%ig trifft Ohrenbläser nicht den Punkt, da es ja anscheinend ein Synonym für "Denunziant" ist. Das wäre dann aber nur die halbe Wahrheit (wäre vielleicht ein guter Spitzname für Varys selbst gewesen). Was aber vor allem auch an dieser Übersetzung schlecht ist, ist, dass es sie überhaupt gibt. Im Original wird Varys als "Master of whisperers" bezeichnet, im Deutschen als "Meister der Flüsterer und Ohrenbläser". Wenn Martin einen zweiten entsprechenden Beinamen gewollt hätte, hätte er sich einen ausgedacht. Es obliegt nicht dem Übersetzer, Charaktere auszubauen, besonders wenn dieser Name doch mit "Flüsterer" schon perfekt übersetzt wurde.

      Und Beispiele, wo die deutsche Übersetzung "besser" ist gibt es zuhauf. Die Simpsons würden mir da spontan einfallen.

      Gerade bei den Simpsons geht doch sauviel an Wortwitzen verloren. Ich will niemandem zu nahe treten, aber solche Argumente kommen oft von Leuten, die nicht bereit sind, sich wirklich mit Originalausgaben zu beschäftigen, weil sie keine Lust haben, sich an eine andere Sprache oder andere Stimmen zu gewöhnen.

      Wir haben in Deutschland eigentlich viele gute Synchronsprecher, aber auch viele mittelmäßige. Einen Sean Connery oder einen Clint Eastwood finde ich z.B. nach dem Tod ihrer Synchronsprecher auf deutsch nur noch unhörbar, weil der entsprechende Ersatz nicht mehr das rüberbringen kann, was den Schauspieler einst ausgemacht hat.

      Narrow schrieb:

      Und grade historische, im Mittelalter und dessen Adel angelegte Geschichten bekommen im deutschen meiner Ansicht nach eine feinere Note, da dort das "Ihr" und "Euch" verwendet wird statt "you" und "you".
      Hm, wenn mans mal sinnvoll übersetzen würde, aber gerade die Verwendung von "Du" und "Ihr" stößt mir in der ASoIaF-Übersetzung immer sauer auf, so schwankt Eddard immer zwischen Du und Ihr, wenn er mit Catelyn spricht, und auch Catelyn spricht Robb des öfteren mit Ihr an...passt beides meiner Meinung und meines Enpfinden nach überhaupt nicht....aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden :rolleyes:
      First lesson: Stick them with the pointy end!
      Hmm, das finde ich eigentlich nicht so schlimm, wenn es einigermaßen konsequent ist (d.h. z.B. in privaten Situationen duzen, öffentlich euchzen), schließlich ist es auch bei uns nicht allzu lange her, dass man die Eltern gesiezt hat, 80 Jahre? Muss allerdings zugeben, dass ich nicht auf die Situationen geachtet habe, in denen gewechselt wird.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.
      Finde ich eigentlich auch. Wie Maegwin schon gesagt hat, kann ein solcher Wechsel zwischen Du und Sie oder Euch durchaus Sinn ergeben, wenn er situationsbedingt erfolgt. Obwohl ich da ebenfalls bisher noch nie drauf geachtet habe. Werde beim nächsten Re-Read mal versuchen drauf zu achten.
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.

      Keladry schrieb:

      Narrow schrieb:

      Und grade historische, im Mittelalter und dessen Adel angelegte Geschichten bekommen im deutschen meiner Ansicht nach eine feinere Note, da dort das "Ihr" und "Euch" verwendet wird statt "you" und "you".
      Hm, wenn mans mal sinnvoll übersetzen würde, aber gerade die Verwendung von "Du" und "Ihr" stößt mir in der ASoIaF-Übersetzung immer sauer auf, so schwankt Eddard immer zwischen Du und Ihr, wenn er mit Catelyn spricht, und auch Catelyn spricht Robb des öfteren mit Ihr an...passt beides meiner Meinung und meines Enpfinden nach überhaupt nicht....aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden :rolleyes:
      Von Ned und Catelyn weiß ich gar nichts vom Duzen. Könntest du das mit Seitenangabe zitieren?
      Und Catelyn muss zwischen ihrem Sohn und ihrem König unterscheiden.

      @Wolfsreign:
      (klugscheiß)
      Casterly Rock kommt nicht von castle, sondern von Haus Casterly, den Erbauern(?) von Casterly Rock. Sie wurden der Legende nach von Lann dem Klugen, dem Stammvater der Lannisters herausgelockt.
      (klugscheiß\)
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.

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