E-Book oder Print?

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      E-Book oder Print?

      Wollte mal hören, wie Ihr zum Thema E-Books steht.

      Ich kann es eigentlich gar nicht erwarten, dass es endlich vernünftige Reader zu einem vernünftigen Preis und ein vernünftiges, einfaches E-Book-Angebot in Deutschland gibt.

      Meine Bücherregale platzen sowieso schon aus allen Nähten und jeden Schmöker muss ich da nicht mehr reinstellen. Außerdem schleppe ich jedes Buch, das ich gerade lese, ständig mit mir rum. Wenn da gerade ein dickes Hardcover ansteht, ist das alles andere als leichtes Gepäck. Erst vor kurzem stand ich in der Buchhandlung vor einem neu veröffentlich Dumas-Roman, der gefühlte fünf Kilo schwer war. Im E-Book-Format hätte ich wahrscheinlich sofort zugeschlagen.

      Ich frage mich allerdings, warum besonders Sony in Deutschland immer nur Reader-Modelle anbietet, die in den USA schon wieder aussortiert worden sind. Meinen die wirklich, wir kaufen den alten Schrott auf? Sowieso läuft es für E-Books irgendwie schleppend an, weil Verlage und Händler nicht das ganz große Interesse haben. Ist wie bei der Musikindustrie, die in Sachen MP3 jahrelang am Kunden vorbeigearbeitet hat.

      Ganz aufhören Bücher zu kaufen, würde ich zwar nicht, aber bestimmt bei vielen Titeln aufs E-Book umsteigen.

      Wie seht Ihr das?
      *wicked*
      Ich hab schon mal ein paar Bücher als E-Book gelesen, allerdings am Computerbildschirm. Meist bei der Arbeit, in Mittagspause, aber lieber ist mir doch schon ein richtiges Buch aus Papier. Wenn ich das mit mp3 Vergleiche, sind ja Bücher, für die Zeit die man damit verbringt, auch eher günstig und man hat nicht so den Ersparnisvorteil.

      Ich denke allerdings schon, das in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Anzahl von E-Books zunehmen wird im vergleich zum klassischen Buch, mir sind allerding im Moment die Reader-Technologien viel zu beschränkt, da kauf ich mir für teuer Geld einen Kindle & Co und hab im Endeffekt aber auch nur eine Spielerei mehr die ich mit mir rumschleppen kann und bei der ich drauf achten muss das der Akku nicht schlappmacht. Wenn sich ein E-Book-Reader durchsetzen will dann muss es eine Lösung geben, die sich Nahtlos in Kombination mit Smartphone, Navi, USB-Stick, MP3-Player und Co nutzen lässt, grob gesagt, ein großer Bildschirm für's Handy, wie auch immer das dann funktioniert (Taschenbeamer, photoelektrisches Papier, Displaybrille). Ein extra E-Book-lesegerät werde ich mir jedenfalls nicht kaufen.
      Ich kenne nicht den Namen, ich kenne nur das Geräusch das es macht, wenn es ein Leben auslöscht.
      Für Ebooks konnte ich mich bisher auch nicht erwärmen. Ein komplettes Buch am PC-Bildschirm zu lesen ist mir deutlich zu anstregend, vor allem da ich (wegen Studium und Nebenjob) sowieso schon genügend Zeit vor dem Monitor verbringe. Das geht bei mir nach einer Weile einfach zu sehr auf die Augen.

      Und ein extra Gerät zu kaufen, um diese Ebokks dann unterwegs lesen zu können ... neee, da kann ich auch gleich ein richtiges Buch mitnehmen. Das ist dann (abhängig von der Ausgabe) vielleicht mal etwas größer und schwerer, dafür braucht ein klassisches Buch aber auch keine Batterien/Akkus. Ich bin ohnehin kein Freund von Geräten die Batterien/Akkus brauchen ... was wohl auch einer der Gründe dafür sein könnte, dass ich mich recht zügig wieder von meinem Mp3-Player getrennt habe. ?(
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.
      Als Buchhändler muss ich ganz klar sagen -> PRINT.
      Wir vertreiben zwar inzwischen auch eBooks und die entsprechenden eBook-Reader dafür,
      aber das alles kann einfach kein richtiges Buch ersetzen. Und diese Pseudobegeisterung ala
      "toll dann kann ich 300 'Bücher' mit in den Urlaub nehmen - das konnte ich vorher nie", kann ich
      schon nicht mehr hören. Die meisten schaffen nicht mal ihr eines Taschenbuch im Urlaub durch.

      Ich finde zwar inzwischen das Lesen mit nem eBook-Reader ganz angenehm, gerade die varianten
      mit "organischem" Display erwecken schon gut den Eindruck einer echten Buchseite. Aber letzlich
      fehlt halt doch etwas.

      Mein Vater hat immer gesagt "Ein Buch muss gelesen aussehen". Bei einem eBook geht das nicht.
      ^`v´^ Licht tötet Schatten ^`v´^

      Eddard: "I hear your sister can't close her legs."
      Jaime: "I hear the same about Bran."
      Eddard: "..."

      @Maegwin: GwwpwpdmbswTbihvhcpcacff ftw! \o/

      Dieses Spielzeug wurde von Psychologen speziell dafür geschaffen, Kinder auf das Leben vorzubereiten:
      egal wie man es benutzt - es ist falsch.

      Sonnenfalke schrieb:

      Als Buchhändler muss ich ganz klar sagen -> PRINT.
      Und diese Pseudobegeisterung ala
      "toll dann kann ich 300 'Bücher' mit in den Urlaub nehmen - das konnte ich vorher nie", kann ich
      schon nicht mehr hören. Die meisten schaffen nicht mal ihr eines Taschenbuch im Urlaub durch.

      Als Buchhändler würde ich wohl auch ganz klar Print sagen ;)

      Ein E-Book am PC zu lesen (wie einige angemerkt haben) wäre für mich auch nix. Wenn ich die Technik richtig verstanden habe, gibts bei den Readern kein beleuchtetes Display. Wenns dunkel ist, braucht man wie beim Buch eine Lichtquelle. Das stell ich mir schon augenschonender vor.

      300 Bücher im Urlaub lesen, ist natürlich Blödsinn. Allerdings sind auf einem MP3-Player beispielsweise auch jede Menge Songs mehr drauf, als man für die Straßenbahnfahrt, die Joggingstunde oder was weiß ich so braucht oder hören kann. Für mich würds eher darum gehen, die Auswahl zu haben.

      Wie gesagt. Wenn der Preis stimmen und es eine unkomplizierte Angebotsplattform geben würde: Warum nicht?
      *wicked*
      300 Bücher im Urlaub lesen, ist natürlich Blödsinn. Allerdings sind auf einem MP3-Player beispielsweise auch jede Menge Songs mehr drauf, als man für die Straßenbahnfahrt, die Joggingstunde oder was weiß ich so braucht oder hören kann. Für mich würds eher darum gehen, die Auswahl zu haben.
      Na ja, bei Musik ist das noch so eine Sache. Aber ein Musiktitel dauert auch nur 3, vielleicht 4 Minuten und ist dann wieder vorbei. Dann hört man was anderes und hat dann vielleicht auch mal Lust auf was anderes, weshalb ich es da dann auch nicht verkehrt finde mehr Musik "dabei zu haben" als man während einer Straßenbahnfohrt oder bei einer Runde Jogging wirklich hören kann.

      Aber bei Büchern ... ich weiß nicht. Selbst wenn man im Urlaub die Auswahl haben möchte, dann sollten mMn doch sechs, vielleicht sieben Bücher reichen. Ich lese ja nicht minutenweise in einem Buch und lege es dann nach drei Seiten wieder weg, weil ich plötzlich Lust auf was anderes habe. Mir jedenfalls geht das nicht so.

      Daher kann ich das nicht so ganz nachvollziehen, was an diesen eBook-Readern so toll sein soll. Aber na ja, jedem das seine. Wer's mag soll sich ruhig mit so einem Teil an den Strand legen. Mich störts nicht. Alle Buchhändler dieser Welt können jedoch sicher sein, dass ich auch in Zukunft noch eher das gedruckte Wort bevorzugen werde und ihnen dahingehend treu bleibe.
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.
      Nicht nur, dass ich Kopfschmerzen bekomme, wenn ich zu viel am PC lese, mir wird nach einigen Seiten auch schwindelig dabei.
      Ich lese meine Bücher doch lieber mit Druckerschwärze auf Papier "aus kontrollierter und biologischer Holzwirtschaft". :thumbup:
      "Alles für das Volk, nichts durch das Volk."
      "Kerls, wollt ihr ewig leben?"
      - Der Alte Fritz
      Also ich muss schon zugeben, dass mich die e-ink-Technologie beeindruckt. Im örtlichen Buchhandel liegt ein Sony Reader den man testen kann und die Lesbarkeit ist deutlich höher als bei einem PC-Bildschirm. Eigentlich sogar überhaupt nicht vergleichbar. Es ist eher wie ein Buch auf Umweltpapier. :D

      Ich kann mir schon vorstellen, dass solche Reader über kurz oder lang erfolgreich werden. Gerade im Bereich Zeitungen und Zeitschriften, welche man eigentlich nach dem Lesen wegwirft. Morgens kurz die aktuelle Tageszeitung synchronisieren und sie dann im Zug zu lesen empfinde ich schon als nett. Im Moment ist es aber einfach so, dass sowohl die Auswahl an Readern, als auch an Lesbarem recht dürftig ist. Bei den Readern hat fast jedes Modell gute Ansätze, welche man dann bei anderen (mit anderen guten Ansätzen) nicht wieder findet. Beim Lesematerial sind die Preise des Verfügbaren meiner Meinung nach ziemlich dreist. Es sollte mehr drin sein, als der gleiche Preis wie ein gedrucktes Buch bzw. ein, zwei Euro weniger.
      I wouldn't be here without you... 'cause you drove. 8)
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      The first sign of the zombie apocalypse has come to pass...no more twinkies and shelf after shelf full of snowballs.
      Also in deutsch gibt es auf jeden Fall nichts. Habe vor einiger Zeit auch mal Blanvalet angeschrieben: da ist auch nichts in Planung.
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      Als angehende Buchhändlerin schließe ich mich natürlich Sonnenfalke an: PRINT
      Ist auch ein ziemlich heißes Thema im Unterricht. Für manche Bereiche kann ich mir E- Books vorstellen und da sind die auch sinnvoll. Die von Wolf erwähnten Tageszeitungen zum Beispiel. Für Menschen mit einer Sehbehinderung kann so ein Gerät bestimmt auch eine Erleichterung darstellen. Oder denkt an wissenschaftliche Publikationen, deren Inhalt sich durch Forschung und neue Erkenntnisse laufend verändert.
      Auf der anderen Seite würd ich so ein Ding aber nicht in den Urlaub mitnehmen wollen. Das kann man doch nicht gefahrlos an den Strand mitnehmen und unterm Sonnenschirm liegen lassen.
      Ein Buch muß für mich einfach aus Papier sein. Ich möchte was zum drinblättern, was ich mir ins Regal stellen kann, woran ich vielleicht eine schöne Erinnerung habe, wenn ich es sehe. So ein elektronisches Ding wäre mir zu "seelenlos".

      Früher oder später werden aber sicher brauchbare Gesamtlösungen auf den Markt kommen, man kann das nicht ignorieren. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kunden dann immer noch den Weg zur Beratung ins Geschäft finden und sich nicht alles bei Amazon imd Konsorten besorgen.
      Glücklich ist der Mensch, der mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann
      Ich tu mich mal dem Großteil anschließen. Meine Bücher sollten Seiten haben und nicht nur nen Scrollkey!

      Aber ich stimme skinchanger in so weit zu, daß es einige Bereiche gibt, wo sie sinnvoll sein könnten. Ich denke da z.B. auch an Schulbücher, um den Ranzen zu erleichtern. Ansonsten haben skin und Wolf ja schon gute andere Beispiele genannt.
      Hoody Hoo!! I waste him with my crossbow!! - Knuckles the Sixth, King of the Wallclimbers
      Ich habe mal auf einem Palm (noch in schwarzweiß) ein Buch gelesen, das war ganz ok. Was mir aber an dem Gedanken an E-Books überhaupt nicht gefällt ist, daß ich die Kontrolle über das Buch aus der Hand gebe. So hat Amazon kürzlich ein E-Book von den Lesegeräten der Kunden gelöscht, weil sich im Nachhinein herausgestellt hat, daß der Anbieter gar nicht über das Urheberrecht für das Werk verfügt hat. Ich bin mir sicher, daß Amazon nicht die Mitarbeiter durch Deutschland geschickt hätte, um die verkauften Papierbücher zurückzuholen. So gern ich neue Techniken nutze, aber wenn das bedeutet, daß ich die Genehmigung des Verkäufers benötige, um etwas zu nutzen, ist bei mir Schluß. Ähnlich sehe ich z. B. die Live-Funktionen der Blu-Rays, bei denen Sony inzwischen eine Technik vorgestellt hat, bei der in den laufenden Film lokalisierte Werbung eingeblendet werden kann (während also jemand, der einen Film in Italien sieht, eine Flasche Chianti im Regal sieht, bekommt der deutsche Zuschauer ein kühles Bier auf dem Tresen zu sehen). Das geht mir viel zu sehr in Richtung 1984 von Orwell...

      Viele Grüße,

      Gwyndaf
      Ich denke nicht, dass es eine ausschließliche "oder" Frage werden wird, sondern dass beide Medien nebeneinander friedlich coexistieren werden. Für unterwegs ist das e-book sicher praktisch, aber es ist doch was ganz anderes, ein Buch in der Hand zu haben, als so ein elektronisches Ding. Bücher geben ja auch in der Wohnung ein tolle Atmosphäre, die möchte ich nicht missen (auch wenn ich grad mal wieder aus meinem Regalplatz rauswachse - naja, ich zieh ja bald um...). Ich habe zum Beispiel einen über sechzig Jahre alten Shakespeare-Sammelband, der riecht einfach schon toll, ganz altehrwürdig. Und wo könnte man denn ein e-book signieren lassen?



      Ich stelle es mir auch viel unbequemer vor, mit der Nase auf dem e-book einzupennen, als in einem kuscheligen paperback. Gibt bestimmt fiese Schlaffalten.
      Guter Punkt, Lyanna - spätestens bei mehr als zehn Autogrammen dürfte selbst die Rückseite des Ebooks nicht mehr als Betätigungsfeld für den Edding dienen können. Was den Geruch betrifft, müssen nur genug Nutzer meckern, dann kann man sicher einen Duft-Sprüher einbauen (gibt es ja schon bei einigen Luxuslimousinen).

      Viele Grüße,

      Gwyndaf

      dewell schrieb:

      Kurzer Einwurf: Gibts es SoIaF denn als eBook irgendwo? Deutsch oder englisch, egal ...


      Anscheinend kommt jetzt das Lied als deutsches eBook heraus. Als Erscheinungstermin für Die Herren von Winterfell wird auf der Verlagsseite der 8.2.10 angegeben. Als Preis wird 11,99 Euro angegeben. Also EIN (!) Cent billiger als die Printausgabe. Wenn das mal kein Schnäppchen ist. :D Gekauft wird es vermutlich trotzdem, da normalerweise eBooks durchsuchbar sind. Dann könnte das Suchen nach Textstellen endlich ein Ende haben. ^^
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      Reichlich verspätet, aber auch mit 9,99 € etwas günstiger, ist das E-Book von Band 1 jetzt erschienen. Habe mich noch nicht wirklich mit beschäftigt, aber die Westeroskarte ist schonmal dabei und durchsuchen lässt es sich auch.
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      The first sign of the zombie apocalypse has come to pass...no more twinkies and shelf after shelf full of snowballs.

      The Wolf schrieb:

      Reichlich verspätet, aber auch mit 9,99 € etwas günstiger, ist das E-Book von Band 1 jetzt erschienen. Habe mich noch nicht wirklich mit beschäftigt, aber die Westeroskarte ist schonmal dabei und durchsuchen lässt es sich auch.
      Hat hier einer "Westeroskarte" gesagt? Ist das etwa eine andere, vielleicht sogar detailliertere, Karte als die in den deutschen Printausgaben? 8o
      "The premise of the Takers' story is 'The world belongs to man.' ...The premise of the Leavers' story is 'Man belongs to the world.'"

      "Ishmael" by Daniel Quinn