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      Ich habe da so einen Thread erstellt... Gerne mal reinschauen und was schreiben. :)
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Ich habe da so einen Thread erstellt... Gerne mal reinschauen und was schreiben.

      Die Beteiligung an diesem Thread nach einer Woche spricht Bände. :rofl:
      Scheint so als würde doch einige mehr dem dicken, sicher nicht immer faulen, aber doch leicht ablenkbaren und teilweise unstrukturierten Autor mit Missachtung strafen, dass er da diese eine Reihe mit dem Mittelalterzeug und den Schlangenwesen partout nicht fortsetzt, sondern nur unbedeutende Pseudohistorik veröffentlicht.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Ach weiß nicht, glaube nicht, dass es allein daran liegt. Halte das eher für eine logische Entwicklung dieses Forums (welche natürlich wieder durch GRRM anhaltende Verzögerung geprägt ist). Ist ja nicht so, als ob in den Unterforen abgesehen vom Spambereich in den letzten Monaten mehr losgewesen wäre. Ich kenne durchaus den ein oder anderen hier, der sich das Buch angeschafft hat oder noch anschaffen wird. Und von denen fanden auch welche das Buch jetzt nicht unbedingt grottig. Von daher bin ich nicht hoffnungslos, in kleinem Kreise noch ein paar Meinungen austauschen zu können. :)
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Ich fange dann jetzt damit zum Lesen an, Wasserstandsmeldungen sind durchaus möglich.

      Spoiler möchte ich halt vermeiden, obwohl ich denke, ich habe so eine Grundahnung wie es im Groben ausgeht. ;)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Ich habe da so einen Thread erstellt... Gerne mal reinschauen und was schreiben. :)

      gerne, wollte nur nicht die erste sein.

      Hildegunda schrieb:

      Und was sagen die, die es schon gekauft und gelesen haben? Lohnt sich das? (Klingt bei @crannogwoman ja schon so :) ) Ich wollte mich dem dicken, sicher nicht immer faulen, aber doch leicht ablenkbaren und teilweise unstrukturierten Autor diesmal eigentlich komplett verweigern.

      spoiler - ich hab mich sehr unterhalten gefühlt und es an 2 Tagen ausgelesen.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Von daher bin ich nicht hoffnungslos, in kleinem Kreise noch ein paar Meinungen austauschen zu können.
      also ich bin dabei
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

      Erbauer schrieb:


      Illustrationen in Fantasy - und Märchenbüchern, aua, autsch, aua. Hat die Bücherei auch andere Ausgaben?


      Hmmn, naja, es ist ein Kinderbuch, da finde ich das jetzt nicht völlig abwegig.
      Gab aber doch sogar von diesem Tokienbuch letztens eine illustrierte Ausgabe.

      Narannia schrieb:



      Nein, nicht gerade anspruchsvoll aber gut zu lesen und mit viel Humor.
      Die Rubinrot-Reihe ist mit Zeitreisen. Und in der Silber-Serie geht es darum, dass es manche Menschen gibt, die in die Träume anderer hinein können. Also auch ein wenig fantasylastig.
      amazon.de/erste-Buch-Tr%C3%A4u…TF8&qid=1541342032&sr=1-6


      Ich habe mir das erste Buch der Silberreihe letztens mitgenommen, nach einer Woche hochintensiver Kopfarbeit brauchte ich was möghlichst fesselndes und es hat funktioniert. Ich fand es echt ganz nett und meine Tochter liest es jetzt auch. Hoffentlich wird ihr das Dämonengesummse nicht zu unheimlich.

      Grunkins schrieb:


      Ich befürchte fast, das ist ihr zu oldschool, ich finde es ganz witzig, erinnert etwas an den Hobbit, der Verfasser war wohl auch mit Tolkien befreundet, deshalb vielleicht nicht verwunderlich. Ist es hier auch so, dass der erste Band nur die Grundstory ist und die weiteren dann so eine Art HdR bilden? Also gibt es dann auch sprachlich und stilistisch solche Brüche wie bei Hobbit und HdR?

      Ich konnte mit Narnia insgesamt nicht so viel anfangen. Soweit ich weiß, war der "König von Narnia" ("The Lion, the Wardrobe and the Witch") der erste geschriebene und veröffentlichte Band, auch wenn in-world "Das Wunder von Narnia" zuerst kommt. Im Grunde kann man es mit dem "König" auch belassen, der macht sehr viel Spaß und transportiert viel märchenhafte Magie. Der einzige Folgeband, den ich noch wirklich im Gedächtnis habe, ist "Der Ritt nach Narnia". Den würde ich als eher etwas lustiger bezeichnen und habe damals die vier Kinder aus dem ersten doch sehr vermisst. An den Rest kann ich mich praktisch nicht mehr erinnern, "Prinz Kaspian" und die "Reise auf der Morgenröte" habe ich nur in der Filmversion vor Augen. Daher: Wenn Narnia, mit dem "König" anfangen!

      Artemis Fowl und Percy Jackson sind tolle Jugendfanatasyserien, aber insbesondere Artemis Fowl hat düstere Aspekte und der Humor ist für eine Zehnjährige auch nur begrenzt verständlich, denke ich.

      Ein typischer HP-Abklatsch der mir einfällt wäre Charlie Bone. Die Reihe ist denke ich auch ziemlich altersgemäß (würde sie was den Aspekt angeht am ehesten mit dem ersten HP-Band vergleichen). Ich kenne die Bände 1 - 5 und die fand ich als Kind toll.
      de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Bone


      Also, Narnia kam bei ihr nicht so an. Artemis Fowl hatte ich mal begonnen und das fand ich auch unpassend für 10 jährige. Das war zu unheimlich und zu abstrakt.
      Percy Jackson guck ich mal und Charlie Bone auch, das klingt ja total nach HP!
      Ich lese gerade "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell.

      In einem Kapitel hat Uhtred ja neue Bogenschützen bekommen, in dem er in ein Dorf gegangen ist, nen Schießwettbewerb veranstaltet hat und dann die ca. 30 besten mitgenommen hat.

      Ich habe von dem Zeug keine Ahnung, aber es kommt mir sehr unwahrscheinlich vor, auf die Weise 30 brauchbare Bogenschützen zu bekommen. Aber auf dem Buch steht auch überall, wie historish authentisch das ist. Kann das jemand erläutern?
      Als die Engländer den Wert ihrer Bogenschützen erkannten, sollen sie die Bevölkerung wohl zu regelmäßigen Training angehalten haben.

      Jetzt habe ich keine Ahnung, in was für einem Setting das Buch spielt, aber wenn es in diesem ein gewisses Training für Milizen gibt, könnten die schon einigermaßen brauchbar sein.
      Außerdem wäre noch interessant zu wissen, bis wann die einsatzbereit sein müssen. Muss dieser Uhtred seine Truppen nur wieder aufstocken, mustert er eben die besten und verleiht diesen den Feinschliff. Das wäre sinnvoll. Braucht er unmittelbar 30 Legolas, sollten die Männer schon etwas Übung haben.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Brigthroar“ ()

      Uhtred braucht ein paar Schützen pro Schiff, die während des enterns die gegnerische Besatzung beschießen. Und da nicht mehr als für drei oder vier Schiffe.
      Die Romane spielen vor der Zeit, in der, meines Wissens nach, das Bogenschießen in der englischen Bevölkerung hoch populär wurde.
      An die Zahl 30 erinnere mich grade nicht, aber ich finde es schon einigermaßen glaubhaft, dass er genug Schützen zwangsrekrutieren konnte.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      Lann schrieb:


      Ich habe von dem Zeug keine Ahnung, aber es kommt mir sehr unwahrscheinlich vor, auf die Weise 30 brauchbare Bogenschützen zu bekommen. Aber auf dem Buch steht auch überall, wie historish authentisch das ist. Kann das jemand erläutern?


      An sich ist das nicht so ungewöhnlich. Tatsächlich wurden die Bogenschützen in England, wenn ein Feldzug anstand, aus den freien Bauern rekrutiert, die vorher von den zuständigen lokalen Funktionsträgern gemustert wurden. Stutzig macht mich da aber eher die zeitliche Einordnung. Denn "Das letzte Königreich" spielt ja am Ende des 9. Jahrhundert, während die Zeit der englischen Bogenschützen...

      Brigthroar schrieb:

      Als die Engländer den Wert ihrer Bogenschützen erkannten, sollen sie die Bevölkerung wohl zu regelmäßigen Training angehalten haben.



      ...erst einige hundert Jahre später im hohen Mittelalter begann.

      Ich kann deswegen nicht mit Gewissheit sagen, wie weit die Bogenschützentradition und ihre Einberufung tatsälich schon zur Zeit Alfred des Großen gewesen ist.
      "Dann geh. Es gibt andere Welten als diese."
      ...erst einige hundert Jahre später im hohen Mittelalter begann.

      Ich kann deswegen nicht mit Gewissheit sagen, wie weit die Bogenschützentradition und ihre Einberufung tatsälich schon zur Zeit Alfred des Großen gewesen ist.

      Das stimmt.
      Doch auch wenn die Hohezeit der englischen Bogenschützen erst viel später kommt, wie sonst rekrutierst du welche?
      Du lässt sie Probeschießen und nimmst die Besten mit. Egal zu welcher Zeit und in welchem Land.
      Das die 30 Besten zu Uthreds Zeit vermutlich viel schlechter sind als 30 zu Zeiten der Schlacht von Agincourt steht ja auf einem anderen Blatt.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Ich habe mich letztens an Fitzek versucht und "Passagier 23" und etwa die Hälfte von "Der Augensammler" gelesen, dann habe ich beschlossen, dass der Autor mir scheinbar einfach nicht liegt und es sich für mich nicht lohnt weiter zu lesen. Auch wenn ich Thriller eigentlich sehr mag, sagt mir sein Stil irgendwie nicht zu.
      Da ich dringend etwas abgeschlossenes zum Lesen brauchte , habe ich dann mal wieder "Die Sturmhöhe" herausgekramt. Immer wieder mal sehr, sehr gerne. Ich liebe es und habe es sehr genossen und jetzt mache ich mit "Jane Eyre" weiter. Geplant ist danach, mich wieder ans Lied zu machen aber mal schauen...
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      Ich nehme mir derzeit John Ajvide Lindqvist vor. Er schreibt in Richtung Horror, erinnert mich vom Stil her ein wenig an den späteren Stephen King (zB Kings "Wahn"). Wer spannende Romane mit übernatürlichen Motiven, die sich trotzdem in der Realität verankert anfühlen, mag, sollte bei ihm mal reinlesen.
      Zum zweiten mal habe ich "So finster die Nacht" gelesen. Ein Vampir-Roman, klare Empfehlung. Wurde bisher zweimal verfilmt, und die Filme sind auch sehenswert. Wobei die schwedische Originalversion den Geist der Vorlage besser einfängt, als das amerikanische Remake.
      Außerdem hat mir "Menschenhafen" sehr gut gefallen. Schwer etwas darüber zu schreiben, ohne zu spoilern. Ein junges Mädchen verschwindet im Winter spurlos auf einer Schäreninsel.
      "So ruhet in Frieden" ist seine Variante über das Zombiegenre. Nicht schlecht, aber von seinen Werken bisher das was mir am wenigsten gefällt.
      Morgen beginne ich mit "Wolfskinder".
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Wow, ich habe hier ja schon ewig nichts mehr reingeschrieben. Ich habe nicht gar nichts gelesen in der Zwischenzeit, aber weniger, weil ich viel
      weniger Zeit hatte und entsprechend hatte ich auch weniger Zeit, Kurzbeschreibungen der gelesenen Bücher zu schreiben... Ich versuche
      trotzdem mal zusammenzufassen, was ich noch in Erinnerung habe, ausführlicher, je kürzer es her ist, dass ich die enstprechenden Bücher
      gelesen habe. Bewertungen kann ich mit dem Zeitabstand zwar nicht mehr seriös abgeben, aber sie stehen zum Glück auf goodreads.

      Brandon Sanderson - The Final Empire (Mistborn #1)
      Brandon Sanderson - The Well of Ascension (Mistborn #2)
      Brandon Sanderson - The Hero of Ages (Mistborn #3)

      Habe ich als gute bis sehr gute Fantasy-Trilogie in Erinnerung, die durch ein interessantes Magiesystem, sympathische Charaktere und
      überraschende, aber sehr glaubwürdige Twists besticht in Erinnerung. In dieser Hinsicht und auch allgemein hat mir besonders der zweite Teil
      sehr gefallen. Im ersten Teil war ich nicht ganz so überzeugt vom Plot, zumindest zu Beginn (Achtung, enthält auch Spoiler zum Ende des ersten
      Buches):
      Spoiler anzeigen

      Eine Heist-Idee, zum Umstürzen eines Diktators passt für mich irgendwie nicht und hat meinen Suspension of Disbelief gestört. Vor allem, weil
      der dann erklärte Plot nicht so genial wirkt, dass es zum Heist-Setting passt. Klar steckt später noch ein weiterer Plan dahinter, aber ich fand am Anfang ja auch irritierend, dass die anderen Charaktere diesen Plan für vielversprechend halten und die wissen davon ja nichts.

      Leider weiß ich nicht mehr so viel mehr von meinen Eindrücken. 3/5; 4/5; 3/5.

      Christopher Clark - Die Schlafwandler: Wie Europa in den ersten Weltkrieg zog
      Ein Buch über die Entstehung des ersten Weltkrieges in all seiner Komplexität, das sehr gut recherchiert wirkt. Ich habe mich sehr gut unterhalten und informiert gefühlt. Ich würde das Buch nicht zu sehr "auseinandergezogen" lesen (das habe ich gemacht), weil man dann gegen Ende manche der Hintergründe vom Anfang, die natürlich immer noch wichtig sind, nicht mehr gut kennt und wieder nachlesen muss. 4/5

      Jordan Ellenberg - How not to be Wrong

      Ein Buch darüber, wo mathematische Ideen im Alltag interessante Überlegungen/Argumente liefern. In meiner Erinnerung recht stark auf Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie fokussiert, was aber natürlich auch Sinn macht. War ganz nett zu lesen, ich glaube, ich habe auch was dabei gelernt, wobei es trotzdem für interessierte (!) Laien lesbar war. Allzu viel habe ich aber leider nicht mehr davon in Erinnerung. 3/5

      Leila Schneps - Math on Trial: How Numbers get Used and Abused in the Courtroom
      Das Buch beschreibt 10 Fälle, in denen mathematische/statistische Argumente vor Gericht falsch benutzt wurden (manchmal etwas lose interpretiert: Ponzi). Jedes der Kapitel trägt dabei den Namen des aufkommenden Fehlers, wobei das manchmal etwas lose benutzt wurde (Fehler: "Mathematical Madness"). Als Anekdotensammlung zum beschriebenen Thema funktioniert das Buch gut. 3/5

      Dan Josefsson - Der Serienkiller, der keiner war und die Therapeuten, die ihn schufen

      Der Titel beschreibt das Buch schon: Es geht um aufgedeckte "vergessene Erinnerungen" im Fallbeispiel eines Serienmörderfalls in Schweden. Dass
      man Erinnerungen auch "erzeugen" kann, wenn man sie eigentlich "herstellen" will, hatte ich vorher schon auf dem Schirm. Wissenschaftlich eingeordnet wird das hier nicht, es werden die Geschehnisse und Fehler im Fall "Sture Bergwall" aufgerollt und ausführlich beschrieben. 3/5

      Philipp P. Petersson - Flug 39
      Science-Fiction-Roman über einen Flug in die Vergangenheit, mit dem Ziel, Hitler zu töten
      Spoiler anzeigen
      und den Auswirkungen nachdem das geglückt ist

      In meiner Erinnerung ganz netter Plot, aber keine erinnerungswürdigen Charakter. Weiß leider nicht mehr viel davon. 3/5

      Fredrik Backman - Kleine Stadt der großen Träume
      Ein Buch über eine skandinavische Kleinstadt, die Jugendmannschft des ansäßigen Eishockey-Vereins und verschiedene Person, die mit dieser in Berührung sind (Vorsitzender, Trainer, Tochter des Trainers, verschiedene Spieler), später auch
      Spoiler anzeigen
      über eine Vergewaltigung und den Umgang damit in der Dorf-Atmosphäre und die Freiheiten eines "Stars"

      Ich interessiere mich überhaupt nicht für Eishockey (was möglicherweise helfen könnte), fand dieses Buch aber extrem gut. Jeder Charakter ist ausgearbeitet, glaubwürdig und interessant, die Interaktionen sind faszinierend und passen zu den gut etablierten Charakteren, das Buch schafft es sehr gut, Emotionen zu wecken.
      Spoiler anzeigen
      (v.a. Wut, aber auch etwas Traurigkeit)

      Am Anfang wusste ich nicht, ob einer so großer Cast an Figuren wirklich notwendig ist (obwohl sie mich alle interessiert haben), aber
      Spoiler anzeigen

      dadurch werden die verschiedensten Reaktionen auf die Vergewaltigung und den Umgang mit den entsprechenden Vorwürfen abgedeckt und dadurch, dass alle Charaktere gut etabliert sind, sind diese glaubwürdig.
      4/5

      Scott Turrow - The Burden of Proof
      Das Erstlingswerk, des Autors, "Presumed Innocent" hat mich wie irgendwann zuvor beschrieben sehr überzeugt. Das zweite Buch kommt für mich (!) daran leider bei weitem nicht ran. Das liegt vor allem am uninteressanten Thema: ein Fall aus der Finanzbranche (Unterschlagung, Insider-Handel oder sowas, weiß nicht mehr genau) ist halt nicht genau so interessant wie Mord. Im Hauptfokus steht auch eher die Familie des Protagonisten, des Anwalts Sandy Stern, der aus dem ersten Teil bekannt ist. Das aber durchaus auf eine interessante und einem Krimi angemessene Art. Ein weiterer merklicher Unterschied zu "Presumed Innocent" war, dass es kaum oder keine Gerichtsszenen gab, die mir dort ja besonders gut gefielen. Trotzdem wurde eine interessante Geschichte mit ein paar Twists erzählt und ich fühlte mich gut unterhalten. Nur halt nicht so gut, wie ich gehofft hatte. 3/5

      Claire North - Touch

      Was ich noch weiß ist, dass die Prämisse faszinierend ist (es gibt Menschen, die durch Berührung in andere Körper übergehen und dann in deren Körper weiterleben können. Diese bilden eine Paralellgesellschaft), die Konsequenzen der Prämisse interessant ausgearbeitet sind, der Schreibstil sehr schön ist, aber der Plot mich nicht allzusehr interessiert/mitgerissen hat. Weiß aber nicht mehr genau, warum bzw. was genau mich gestört hat. 3/5

      Jeffrey Toobin - The Run of his Life: The People vs. O.J. Simpson

      Habe die Serie "The People v.s O.J. Simpson gesehen", in der es um den Mordprozess gegen den schwarzen Footballspieler O.J. Simpson Anfang der 90er geht. Die Serie beruht auf diesem Buch eines in den Fall am Rande involvierten Journalisten. Es beschreibt sehr ausführlich die verschiedenen Beteiligten (Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Zeugen, Richter, Opfer + Umfeld, O.J. Simpson + Umfeld) und den Ablauf des Prozesses. Wenn man sich mit dem Prozess beschäftigt, beschäftigt man sich automatisch auch mit Rassismus, Sexismus (die Staatsanwältin war eine Frau und manchmal stand eher ihre Frisur im Mittelpunkt als ihre Arbeit) und dem amerikanischen Justizsystem (Wie sinnvoll sind Jurys?). Ein sehr interessantes Buch. Manche der sehr objektiv wirkenden Erklärungen/Beschreibungen, gerade von Fehlern einer der Seiten werden aber im als nächstes aufgeführten Buch (geschrieben von der Staatsanwälting des Falls) recht überzeugend (anscheinend) widerlegt. Wer jetzt "recht hat", ist von außen natürlich schwer zu beurteilen. 4/5

      Marcia Clark - Without a Doubt

      Buch der Staatsanwältin aus dem O.J-Simpson-Prozess, größtenteils über diesen Prozess. Man merkt
      Spoiler anzeigen
      die Wut, sowohl über den verlorenen Prozess, als auch über den Umgang mit ihr während und nach dem Prozess.

      Wird manchmal so ausschweifend, wirkt auch nicht immer objektiv, bietet aber noch einmal eine interessante weitere Perspektive auf den Fall, wenn man daran interessiert ist. 3/5

      Nicolai Worm - Volkskrankheit Fettleber
      Hat mich sehr geärgert. Hat mein Arzt mir empfohlen, um einer ebensolchen Fettleber entgegenzuwirken. Am Anfang wirkt es auch wie seriöse Information, wobei die eingestreuten Erfahrungsberichte irgendwelcher Leute mit ihrer Fettleber schon seltsam wirken. Im letzten Kapitel entpuppt es sich dann als Werbung für einen speziellen Eiweiß-Shakes des Autors. Auch wenn es gut möglich ist, dass die allgemeinen Informationen der ersten Kapitel trotzdem richtig sind, macht das das Buch so unglaubwürdig, dass man darüber eben nichts mehr sicher sagen kann. Wäre es nicht eine Empfehlung meines Arztes gewesen, hätte ich mir wahrscheinlich schon durch die Aufmachung denken können, dass es eher Werbung ist. 1/5

      Alexander Stevens - Verhängnisvolle Affären - Wenn Online-Dates beim Anwalt landen

      Der Anwalt und Autor des Buches "Sex vor Gericht" schreibt ein paar weitere interessante Anekdoten zu Fällen, die er erlebt hat, die diesmal alle in Verbindung zu Online-Dating im weitesten Sinen stehen. Die Fälle sind alle schöne Anekdoten: Meistens amüsant, manchmal vielleicht auch etwas
      erschreckend. Es geht dabei kaum um die Arbeit eines Anwalts oder die Situation vor Gericht, sondern mehr um die Erzählung größtenteils völligabsurder Fälle. Das Buch ist vielleicht etwas kurz. 3/5

      Dennis E. Taylor - We are Legion, We are Bob (Bobiverse #1)
      Sehr interessante Prämisse: Bob, ein Mensch aus unserer Zeit stirbt, hat sich aber einfrieren lassen. Er erwacht in der Zukunft,
      Spoiler anzeigen

      aber sein Gehirn wurde auf einen PC hochgeladen. Er führt dann ein Leben als von-Neumann-Sonde, die sich dementsprechend auch replizieren
      kann.

      Hard-Sci-Fi, die viel Wert auf die wissenschaftlichen Fakten legt, aber auch interessante Fragen zur Grundsituation aufwirft.
      Spoiler anzeigen

      Ist man noch die gleiche Person? Wie ist die psych. Situation von Bob? Der Umgang mit Einsamkeit? Aber auch die grenzenlosen Möglichkeiten?

      Leider sind die verschiedenen Plotstränge etwas dünn und uninnovativ und außer Bob bzw.
      Spoiler anzeigen
      den Bobs
      kommen nicht wirklich interessante andere Charaktere vor. Trotzdem ist das Setting interessant genug, dass ich weiterlesen werde. 3/5


      Außerdem habe ich noch eine Podcast-Empfehlung, aber nur für die Leute, die wie ich oben der Empfehlung von @Lann gefolgt sind:
      We've got Worm ist eine Arc-by-Arc-Analyse der Web-Serie Worm, die ich oben schonmal beschrieben und sehr gelobt habe. Der Podcast ist sehr interessant und hat mir wieder soviel Lust auf die Serie (und ihre Fortsetzung) gemacht, dass ich tatsächlich angefangen habe, diese ein zweites Mal zu lesen (bin jetzt bei Arc 22 von 30). Da Worm ca. 5.000 Seiten hat und mein erster Durchgang weniger als ein Jahr her ist, ist das eine beachtliche Leistung. Es gibt auch viele Aspekte (gerade thematischer Art), die ich erst beim zweiten Lesen richtig zu schätzen weiß! Ich schätze Worm jetztnoch etwas besser ein als vorher schon und habe auch meine Bewertung auf 5/5 angepasst. Kann jedem nur empfehlen, diese Serie zu lesen, hier noch einmal spoilerfreie Gründe dafür (auch wenn ich mich vielleicht etwas wiederhole...):
      -Unfassbar komplexes und ausgefeiltes Worldbuilding: Man hat stets das Gefühl, das "im Hintergrund" der Haupthandlung andere Dinge existieren und passieren, wodurch die Welt lebendig wirkt.
      -Ausgefeilte und realistische Charaktere. Wildbow hat ein überragendes Talent dafür, in den Interlude-Auftritten aus der Sicht von Nebencharakteren diese in sehr kurzer Zeit zu nachvollziehbaren, dreidimensionalen (nicht immer, aber oft auch sympathischen) Charakteren zu machen. Da diese dann auch im Lauf der Haupthandlung weiter vorkommen und sich natürlich konsistent zu ihrer Charakterisierung verhalten, sind die vorkommenden Charaktere (und das sind viele) immer ausgereift und interessant.
      - Was auch zum vorherigen Punkt beiträgt: Wildbow schafft es, in fast allem, was er schreibt, kleine Charakter-"Beats" der vorkommenden Charaktere unterzubringen (ohne dass das aufdringlich ist).
      -Realismus: Man hat das Gefühl, dass Wildbow versucht darüber zu schreiben, was in der realen Welt passieren würde, wenn es Superkräfte gäbe. Ein Aspekt davon ist sicher, dass die Superkräfte selbst immer klar definierte Regeln haben (die der Leser aber natürlich nicht immer wissen muss, je nachdem,was die Charaktere wissen, aus deren Sicht man liest!) und dass es im Laufe der Geschichte tatsächlich so wirkt, als würden Dinge zumindest plausibel erklärt (weiß nicht genug über Physik und habe auch nicht genug nachgedacht, um mehr als gefühlte Plausibilität attestieren zu könnne). Der wichtigere Aspekt ist für mich, dass sich das Setting und die Reaktionen der Welt realistisch anfühlen: Es gibt wissenschaftliche Studien über Superkräfte; Organisationen von Superhelden müssen sich um PR kümmern; einige vergleichbare Dinge, die ich wegen Spoilern nicht ansprechen kann.
      -Immer wieder werden interessante (wenn auch nicht unbedingt neue) moralische Fragen angeschnitten (aber selten explizit ausgesprochen). Allein
      urch die vielfältigen Reaktionen von Lesern merkt man auch, dass der Text keine Antwort vorgibt, aber sehr wirkungsvoll zum Nachdenken anregt.
      - Dazu und zu den Charakteren passt auch, dass es im wesentlichen keine "Gut"-"Böse"-Aufteilung gibt. Die vorkommenden Charaktere sind komplexe Personen, die man nicht so einfach auf diese Art sortieren kann. Sicher gibt es davon einzelne Ausnahmen, aber sogar bei den extremeren Fällen schafft Wildbow es, wenner aus deren Sicht schreibt immer mal wieder, doch noch zumindest Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen zu vermitteln.
      - Ein episches, aber nicht übertriebenes und absolut zu den Themen und der Geschichte passendes Ende.
      -Weitereklare Stärken, die aber für mich längst nicht so wichtig sind, wie die Punkte oben: Einzelne, interessante Twists, die aber nicht aus dem Nichts kommen, sondern subtil vorbereitet werden. Extrem kreative Ideen für mannigfaltige Superkräfte sowie Anwendungen dieser. Gut geschriebene, abwechslungsreiche und übersichtliche (mit In-Story-Gründen für die Übersichtlichkeit) Actionsequenzen.
      -Kleine Probleme beziehen sich meistens auf einzelne Passagen und Probleme, die dort dadurch entstanden sind, dass es gemäß des Formats keinen normalen Editing-Prozess gab. Dabei geht es aber eher um Pacing o.ä., nie um logische Konsistenz der Handlung, die immer erhalten bleibt.

      penelope schrieb:


      Percy Jackson guck ich mal und Charlie Bone auch, das klingt ja total nach HP!


      Ich zitier mich mal selbst:
      Charlie Bone konnte mir die Buchhändlerin nicht bestellen, das wird nicht mehr aufgelegt und bei amazon finde ich es auch nur gebraucht. Komisch.
      Wir arbeiten uns gerade durch Percy Jackson. Mir gefällt es total gut, ich habe als Kind die Sagen des klassischen Altertums geliebt, das ist genau das Richtige für mich. ^^ Die Geschichte ist eigentlich so absurd, das gefällt mir und witzig geschrieben ist es auch.
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