Was lest ihr gerade oder wollt ihr lesen?

      Das klingt für mich, als würde bei dir die Kurzgeschichte Alpha&Omega fehlen. Die war in meiner Ausgabe des Buches vorne drin enthalten und sollte auf jeden Fall zuerst gelesen werden.

      Ich persönlich fand es klasse, was deine Kritikpunkte angeht, kann ich nur sagen, dass das ganze Dominanzthema eine massive magische Komponente hat. Es geht eben um Werwölfe, und für mich ergab es alles Sinn. Wenn dich sowas stört, ist das Buch vielleicht wirklich nichts für dich.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.
      Das fand ich selbst auch am schwersten zu schlucken, hatte mit der Suspension of Disbelief aber keine Probleme.

      Potentielle In-Story-Erklärungen
      Anna ist ja nicht wirklich unterwürfig, sondern niedergehalten worden - die Verbindung mit Charles (über die sie auch auf dessen Dominanz zugreifen kann) gibt ihr das Selbstbewusstsein zurück, aber anfänglich eben auf seiner
      Unterstützung basierend.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.
      Zu deinem Spoiler:
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      Ja, das ist bei mir auch so angekommen, allerdings sagt sie ja selbst, dass sie Charles erst ein paar Tage kennt und daher finde ich ihre charakterliche Veränderung einfach zu schnell. Wenn ihr 3 Jahre lang eingeprügelt wurde, dass sie unterwürfig zu sein hat, dann finde ich ihre Veränderung einfach zu schnell. Einerseits kann sie sich gegenüber Asil und der Frau von Bran behaupten, andererseits bekommt sie eine Panikattacke, wenn sie den schlafendene Charles mit einem Finger berührt. Irgendwie passt das für mich (noch) nicht ganz zusammen. Aber wie gesagt, ich lese die Vorgeschichte, vielleicht ergibt dann alles viel mehr Sinn.
      Ich les grad die letzten Bücher der Pretty Little Liars Reihe. Auch wenn es sich am Ende schon sehr langzieht, finde ich die Buchreihe nicht schlecht. Nur hätte man nach Band 8 eigentlich aufhören können, anstatt noch 8 weitere Teile dazuzuschreiben.

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      ​Wobei es schon beeindruckend ist, wie Alison den Liars immer um mindestens einen Schritt voraus ist. Wäre sie nicht eine skupellose Psychokillerin, die sogar Leute tötet (bzw. töten lässt), um besser ihre eigentlichen Ziele töten zu können, würde ich sie wirklich toll finden.


      Danach werde ich wohl einen Reread von American Gods angehen.
      Real stupidity beats artificial intelligence every time.

      Hogfather (Terry Pratchett )
      @Shatiel Huch!
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      Das unterscheidet sich ja ganz schön von der Serien-Alison. Klingt interessant(er). Ich denke jeder Seriengucker hatte Alison mehr als einmal im Verdacht. Hast du die Serie auch verfolgt und kannst da was zu den Unterschieden sagen? Habe eh nicht vorgehabt die Bücher jemals zu lesen, da die Serie für mich eher unter Kategorie "Trash-Fernsehen" lief...
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

      Alraune schrieb:

      @Shatiel Huch!
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      Das unterscheidet sich ja ganz schön von der Serien-Alison. Klingt interessant(er). Ich denke jeder Seriengucker hatte Alison mehr als einmal im Verdacht. Hast du die Serie auch verfolgt und kannst da was zu den Unterschieden sagen? Habe eh nicht vorgehabt die Bücher jemals zu lesen, da die Serie für mich eher unter Kategorie "Trash-Fernsehen" lief...


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      Die Serie hält sich (bis auf einige Abweichungen betreffend Charakteren) in den ersten ein - zwei Staffeln noch an die ersten vier Bücher. Danach kann man allenfalls Motive aus den Büchern erahnen.

      Es kommen auch in den Büchern wichtigere Charaktere in der Serie nicht vor und viceversa (Caleb beispielsweise ist ne Serienerfindung). Oder Charaktere, die in den Büchern sterben sind in der Serie noch am Leben (gilt auch umgekehrt). Und natürlich sind doch einige Charaktere ganz anders als in der Serie (z.b. Noel).
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      Stephen Deas - The King of the Crags & Stephen Deas - The Order of the Scales
      Haben mir beide ein gutes Stück schlechter gefallen als der Anfang der Trilogie. Die Stärken und Schwächen sind nicht so verschieden, aber die Prämisse mit den
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      "Monsterdrachen", die durch Tränke unterdrückt werden

      ist zwar interessant, gibt aber auch nicht unendlich viel Stoff her, so dass Kemirs Storyline irgendwann etwas ermüdend wird. Vor allem weil Kemir selbst auch lange Zeit vieles wiederholt. Dafür findet dort auch ein sehr intensiver Moment statt, der Beginn von Buch 2.
      Ansonsten sind die Vorteile weiterhin die kurzen, actionreichen Kapitel (in Buch 2 passiert gefühlt etwas weniger) sowie die immer noch interessanten Intrigen, wenn diese vorkommen. Letzteres wird aber auch davon untergraben, dass einige Charaktere zwar etwas mehr ausdifferenziert werden, das aber nicht immer glaubwürdig wird (z.B. Jehal wirkt manchmal etwas sehr weißgewaschen). Andere (hust, Zafir, hust) werden nicht ausdifferenziert sondern bleiben reine Klischees, andere werden inklusive Motivation komplett im Dunkeln gelassen, etwa
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      der King of the Crags.

      Das Ende der Hauptstoryline fand ich durchaus gelungen, leider wurde nicht alles, was sonst passierte, aufgelöst.
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      Was ist mit den Taytakei?Was war jetzt mit dem weißen Drachen?

      Außerdem war ein anderes Problem
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      der belanglose Umgang mit dem Tod von Hauptcharakteren. Dass jeder sterben kann ist ja gut, aber beiläufig behandeln sollte man das trotzdem nicht.

      Immer noch unterhaltsam genug, dass ich drangeblieben bin, aber mehr auch nicht. 3/5

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      James Smythe - The Explorer
      Ein Science-Fiction-Roman, der in der sehr nahen Zukunft spielt. Protagonist ist ein Journalist, der den ersten durch private Unternehmen finanzierten bemannten Weltraumflug begleitet, dessen Ziel es ist, dass Menschen weiter (raus ins All) kommen, als bisher je ein Mensch gekommen ist.
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      Sehr früh wird klar, dass die Crew im Laufe des Flugs stark dezimiert wurde (der erste Satz des Buchs beginnt "One of the first things I did when I realized that I was never going to make it home - when I was the only crewmember left,..." - das ist also wirklich kein Spoiler)
      . Den Satz in der Klammer habe ich nicht nur zitiert, um mich von Spoilervorwürfen freizuwaschen, sondern auch um eine große Stärke des Buchs zu illustrieren: der packende Anfang. Es ist in letzter Zeit selten vorgekommen, dass ich so schnell so interessiert und gespannt in ein Buch vertieft war.
      Nach nicht allzu langer Zeit
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      nimmt die Handlung dann eine unerwartete Wendung - es geht nicht wirklich um das Erkunden des Alls, und auch nur mittelbar über den Flug dieser Crew (der am Anfang des Buches ja schon vorbei ist/oder auch nicht), sondern es geht um den Protagonist, der in einer Zeitschleife festsitzt.

      Dieses Thema mag ich sehr, daher konnte ich dem Buch ab der Zeit noch einiges abgewinnen. Eingeflochten sind Rückblicke auf die Zeit vor dem Flug, die etwas weniger spannend sind, aber Hintergrundinformationen liefern und so die Beziehungen der verschiedenen Crewmitglieder plastischer machen.
      Das Buch leidet ein wenig darunter,
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      dass der Protagonist einen Großteil der Zeit zu absolutem Nichtstun verdammt ist. Dadurch und da man die Ereignisse ja prinzipiell nicht kennt, passiert lange Zeit nicht viel.

      Da das Ganze aber gut geschrieben ist und das Innenleben des Protagonisten gut dargestellt wird, fällt das nicht allzu sehr ins Gewicht, und ich habe das Buch trotzdem mit Spannung gelesen.
      Ein großer Schwachpunkt sind dann leider die Logikfehler. Wissenschaftliche Ungenauigkeiten, die viele bemängeln (warum gibt es Gravitation gerade, wenn das Schiff stoppt? u.ä.) stören mich nicht allzu sehr. Aber mit größeren Unglaubwürdigkeiten
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      Die überraschende Information, dass die Frau des Protagonisten sich kurz vor Abreise umgebracht hat, erhält man als Leser sehr spät. Da man den ganzen Roman im Kopf des Protagonisten verbringt, wirkt das nicht ehrlich.

      und vor allem einem Logikloch (bzw. präziser einer ausgelassener Erklärung) in der Haupthandlung (wenn ich nichts falsch verstehe)
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      Cormac gerät beim ersten Mal in die Anomalie und macht dadurch die Zeitreise mit. Dann durchlebt er alles noch einmal (und löst vieles durch seine erneute Anwesenheit erst aus) und sorgt am Schluss immer wieder dafür, dass sein junges Alter Ego wieder in die Anomalie gerät (oder verhindert das zumindest nicht).
      Wie funktioniert das Ganze? Bei der ersten Zeitreise behält er sein Gedächtnis, reist aber zurück. Bei allen weiteren reist er in den gleichen Körper (?!) zurück, in den er schon einmal zurückgereist ist, erinnert sich bewußt nur noch an alles vor der ersten Zeitreise, hat aber vermutlich auch die anderen Durchgänge im Unterbewußtsein?
      Und wer reist jetzt am Ende? Wenn es bisher (bis zum Ende des Buchs) immer der junge Cormac war, macht es keinen Sinn, dass sich die Narben sammeln - da ja dann immer der junge wieder zurück reist, der von der bisherigen Zeitreiseerfahrung nichts mitgekriegt hat. War es aber bisher immer der alte, der reist, so machte es keinen Sinn, dass das Gedächtnis an die Erlebnisse des jungen Cormac da ist, das an die Erlebnisse des älteren aber eben weg.
      Oder ist es wilkürlich so, dass man bei der zweiten solchen Reise sein Gedächtnis nicht behält?
      Also alles in allem - es kann vielleicht sein, dass man dem ganzen ein logisches Konzept aufsetzen kann (es gibt ja immerhin Folgebände), aber bisher sehe ich dieses nicht...

      komme ich leider nicht klar... Daher bleibe ich bei 3/5. Gefällig, aber hält einer näheren Überprüfung nicht stand. Falls ich selbst einen Denkfehler habe und doch alles Sinn macht, würde ich das Buch wohl sogar etwas besser sehen...

      Agatha Christie - Murder in Mesopotamia

      Schönes Ende. Die ganze Prämisse vom
      Spoiler anzeigen
      verschollenen, aber im Hintergrund präsenten ersten Ehemann
      und
      Spoiler anzeigen
      damit auch das Mordmotiv

      ist sicher etwas "übertrieben"/versponnen (aber in einer Art, wie es bei Christie immer mal wieder vorkommt), aber wenn man das einfach mitgeht, macht alles Sinn.
      Auf dix Täterix (hier machen geschlechtsneutrale Formen mal Sinn) hatte ich zwar getippt, aber die Gründe sowie die Art der Tatausführung bin ich nicht gekommen und vor allem letzteres war sehr interessant.
      Hat mir gut gefallen. 4/5

      Außerdem habe ich in Maskenhandlungen die weitere Kurzgeschichte Telefonspiele gelesen. Die war sinnbildlich für Beren Starks Anmerkungen oben: Ganz stark geschrieben, gut charakterisierte Hauptfigur, aber inhaltlich absolut belanglos (obwohl durchaus kreativ). Schade.

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      Zu James Smythe. Das mag zwar kein Spoiler im klassischen Sinn sein. Doch wenn der erste Satz eines Buches etwas elementares über den Inhalt verrät möchte ich das selber lesen und nicht vorher wissen.
      Das mag pingelig sein, doch für mich war es ein Spoiler.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

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      Wenn ich ein wenig drüber nachdenke, kann ich deine Haltung gut verstehen und vielleicht würde es mir lsogar ähnlich gehen. Immerhin war ich ja selbst sehr 'gepackt' von dem Satz und dieser Effekt verfliegt vermutlich, wenn man ihm vorher schon irgendwo gelesen hat.
      Tut mir leid, falls ich dir den Spaß an diesem Buch damit geschmälert habe und danke fürs ändern. Ich werde auch darauf in Zukunft achten (war gestern beim schreiben froh mal etwas zum Inhalt ohne spoilertag schreiben zu können und habe dann wohl zu wenig nachgedacht).

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      Ich lese gerade Howls Moving Castle. Ist zwar ein Kinderbuch, aber ganz nett zu lesen. Und schön, dass Howl noch um einiges schräger und kindischer ist als im Anime. Nur Sophie ist mir im Buch mit ihrem Selbstmitleid um einiges unsympathischer geworden.
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      Hogfather (Terry Pratchett )
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