Was lest ihr gerade oder wollt ihr lesen?

      Das klingt für mich, als würde bei dir die Kurzgeschichte Alpha&Omega fehlen. Die war in meiner Ausgabe des Buches vorne drin enthalten und sollte auf jeden Fall zuerst gelesen werden.

      Ich persönlich fand es klasse, was deine Kritikpunkte angeht, kann ich nur sagen, dass das ganze Dominanzthema eine massive magische Komponente hat. Es geht eben um Werwölfe, und für mich ergab es alles Sinn. Wenn dich sowas stört, ist das Buch vielleicht wirklich nichts für dich.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.
      Das fand ich selbst auch am schwersten zu schlucken, hatte mit der Suspension of Disbelief aber keine Probleme.

      Potentielle In-Story-Erklärungen
      Anna ist ja nicht wirklich unterwürfig, sondern niedergehalten worden - die Verbindung mit Charles (über die sie auch auf dessen Dominanz zugreifen kann) gibt ihr das Selbstbewusstsein zurück, aber anfänglich eben auf seiner
      Unterstützung basierend.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.
      Zu deinem Spoiler:
      Spoiler anzeigen
      Ja, das ist bei mir auch so angekommen, allerdings sagt sie ja selbst, dass sie Charles erst ein paar Tage kennt und daher finde ich ihre charakterliche Veränderung einfach zu schnell. Wenn ihr 3 Jahre lang eingeprügelt wurde, dass sie unterwürfig zu sein hat, dann finde ich ihre Veränderung einfach zu schnell. Einerseits kann sie sich gegenüber Asil und der Frau von Bran behaupten, andererseits bekommt sie eine Panikattacke, wenn sie den schlafendene Charles mit einem Finger berührt. Irgendwie passt das für mich (noch) nicht ganz zusammen. Aber wie gesagt, ich lese die Vorgeschichte, vielleicht ergibt dann alles viel mehr Sinn.
      Ich les grad die letzten Bücher der Pretty Little Liars Reihe. Auch wenn es sich am Ende schon sehr langzieht, finde ich die Buchreihe nicht schlecht. Nur hätte man nach Band 8 eigentlich aufhören können, anstatt noch 8 weitere Teile dazuzuschreiben.

      Spoiler anzeigen
      ​Wobei es schon beeindruckend ist, wie Alison den Liars immer um mindestens einen Schritt voraus ist. Wäre sie nicht eine skupellose Psychokillerin, die sogar Leute tötet (bzw. töten lässt), um besser ihre eigentlichen Ziele töten zu können, würde ich sie wirklich toll finden.


      Danach werde ich wohl einen Reread von American Gods angehen.
      Real stupidity beats artificial intelligence every time.

      Hogfather (Terry Pratchett )
      @Shatiel Huch!
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      Das unterscheidet sich ja ganz schön von der Serien-Alison. Klingt interessant(er). Ich denke jeder Seriengucker hatte Alison mehr als einmal im Verdacht. Hast du die Serie auch verfolgt und kannst da was zu den Unterschieden sagen? Habe eh nicht vorgehabt die Bücher jemals zu lesen, da die Serie für mich eher unter Kategorie "Trash-Fernsehen" lief...
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

      Alraune schrieb:

      @Shatiel Huch!
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      Das unterscheidet sich ja ganz schön von der Serien-Alison. Klingt interessant(er). Ich denke jeder Seriengucker hatte Alison mehr als einmal im Verdacht. Hast du die Serie auch verfolgt und kannst da was zu den Unterschieden sagen? Habe eh nicht vorgehabt die Bücher jemals zu lesen, da die Serie für mich eher unter Kategorie "Trash-Fernsehen" lief...


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      Die Serie hält sich (bis auf einige Abweichungen betreffend Charakteren) in den ersten ein - zwei Staffeln noch an die ersten vier Bücher. Danach kann man allenfalls Motive aus den Büchern erahnen.

      Es kommen auch in den Büchern wichtigere Charaktere in der Serie nicht vor und viceversa (Caleb beispielsweise ist ne Serienerfindung). Oder Charaktere, die in den Büchern sterben sind in der Serie noch am Leben (gilt auch umgekehrt). Und natürlich sind doch einige Charaktere ganz anders als in der Serie (z.b. Noel).
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      Hogfather (Terry Pratchett )
      Stephen Deas - The King of the Crags & Stephen Deas - The Order of the Scales
      Haben mir beide ein gutes Stück schlechter gefallen als der Anfang der Trilogie. Die Stärken und Schwächen sind nicht so verschieden, aber die Prämisse mit den
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      "Monsterdrachen", die durch Tränke unterdrückt werden

      ist zwar interessant, gibt aber auch nicht unendlich viel Stoff her, so dass Kemirs Storyline irgendwann etwas ermüdend wird. Vor allem weil Kemir selbst auch lange Zeit vieles wiederholt. Dafür findet dort auch ein sehr intensiver Moment statt, der Beginn von Buch 2.
      Ansonsten sind die Vorteile weiterhin die kurzen, actionreichen Kapitel (in Buch 2 passiert gefühlt etwas weniger) sowie die immer noch interessanten Intrigen, wenn diese vorkommen. Letzteres wird aber auch davon untergraben, dass einige Charaktere zwar etwas mehr ausdifferenziert werden, das aber nicht immer glaubwürdig wird (z.B. Jehal wirkt manchmal etwas sehr weißgewaschen). Andere (hust, Zafir, hust) werden nicht ausdifferenziert sondern bleiben reine Klischees, andere werden inklusive Motivation komplett im Dunkeln gelassen, etwa
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      der King of the Crags.

      Das Ende der Hauptstoryline fand ich durchaus gelungen, leider wurde nicht alles, was sonst passierte, aufgelöst.
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      Was ist mit den Taytakei?Was war jetzt mit dem weißen Drachen?

      Außerdem war ein anderes Problem
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      der belanglose Umgang mit dem Tod von Hauptcharakteren. Dass jeder sterben kann ist ja gut, aber beiläufig behandeln sollte man das trotzdem nicht.

      Immer noch unterhaltsam genug, dass ich drangeblieben bin, aber mehr auch nicht. 3/5
      James Smythe - The Explorer
      Ein Science-Fiction-Roman, der in der sehr nahen Zukunft spielt. Protagonist ist ein Journalist, der den ersten durch private Unternehmen finanzierten bemannten Weltraumflug begleitet, dessen Ziel es ist, dass Menschen weiter (raus ins All) kommen, als bisher je ein Mensch gekommen ist.
      Spoiler anzeigen
      Sehr früh wird klar, dass die Crew im Laufe des Flugs stark dezimiert wurde (der erste Satz des Buchs beginnt "One of the first things I did when I realized that I was never going to make it home - when I was the only crewmember left,..." - das ist also wirklich kein Spoiler)
      . Den Satz in der Klammer habe ich nicht nur zitiert, um mich von Spoilervorwürfen freizuwaschen, sondern auch um eine große Stärke des Buchs zu illustrieren: der packende Anfang. Es ist in letzter Zeit selten vorgekommen, dass ich so schnell so interessiert und gespannt in ein Buch vertieft war.
      Nach nicht allzu langer Zeit
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      nimmt die Handlung dann eine unerwartete Wendung - es geht nicht wirklich um das Erkunden des Alls, und auch nur mittelbar über den Flug dieser Crew (der am Anfang des Buches ja schon vorbei ist/oder auch nicht), sondern es geht um den Protagonist, der in einer Zeitschleife festsitzt.

      Dieses Thema mag ich sehr, daher konnte ich dem Buch ab der Zeit noch einiges abgewinnen. Eingeflochten sind Rückblicke auf die Zeit vor dem Flug, die etwas weniger spannend sind, aber Hintergrundinformationen liefern und so die Beziehungen der verschiedenen Crewmitglieder plastischer machen.
      Das Buch leidet ein wenig darunter,
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      dass der Protagonist einen Großteil der Zeit zu absolutem Nichtstun verdammt ist. Dadurch und da man die Ereignisse ja prinzipiell nicht kennt, passiert lange Zeit nicht viel.

      Da das Ganze aber gut geschrieben ist und das Innenleben des Protagonisten gut dargestellt wird, fällt das nicht allzu sehr ins Gewicht, und ich habe das Buch trotzdem mit Spannung gelesen.
      Ein großer Schwachpunkt sind dann leider die Logikfehler. Wissenschaftliche Ungenauigkeiten, die viele bemängeln (warum gibt es Gravitation gerade, wenn das Schiff stoppt? u.ä.) stören mich nicht allzu sehr. Aber mit größeren Unglaubwürdigkeiten
      Spoiler anzeigen
      Die überraschende Information, dass die Frau des Protagonisten sich kurz vor Abreise umgebracht hat, erhält man als Leser sehr spät. Da man den ganzen Roman im Kopf des Protagonisten verbringt, wirkt das nicht ehrlich.

      und vor allem einem Logikloch (bzw. präziser einer ausgelassener Erklärung) in der Haupthandlung (wenn ich nichts falsch verstehe)
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      Cormac gerät beim ersten Mal in die Anomalie und macht dadurch die Zeitreise mit. Dann durchlebt er alles noch einmal (und löst vieles durch seine erneute Anwesenheit erst aus) und sorgt am Schluss immer wieder dafür, dass sein junges Alter Ego wieder in die Anomalie gerät (oder verhindert das zumindest nicht).
      Wie funktioniert das Ganze? Bei der ersten Zeitreise behält er sein Gedächtnis, reist aber zurück. Bei allen weiteren reist er in den gleichen Körper (?!) zurück, in den er schon einmal zurückgereist ist, erinnert sich bewußt nur noch an alles vor der ersten Zeitreise, hat aber vermutlich auch die anderen Durchgänge im Unterbewußtsein?
      Und wer reist jetzt am Ende? Wenn es bisher (bis zum Ende des Buchs) immer der junge Cormac war, macht es keinen Sinn, dass sich die Narben sammeln - da ja dann immer der junge wieder zurück reist, der von der bisherigen Zeitreiseerfahrung nichts mitgekriegt hat. War es aber bisher immer der alte, der reist, so machte es keinen Sinn, dass das Gedächtnis an die Erlebnisse des jungen Cormac da ist, das an die Erlebnisse des älteren aber eben weg.
      Oder ist es wilkürlich so, dass man bei der zweiten solchen Reise sein Gedächtnis nicht behält?
      Also alles in allem - es kann vielleicht sein, dass man dem ganzen ein logisches Konzept aufsetzen kann (es gibt ja immerhin Folgebände), aber bisher sehe ich dieses nicht...

      komme ich leider nicht klar... Daher bleibe ich bei 3/5. Gefällig, aber hält einer näheren Überprüfung nicht stand. Falls ich selbst einen Denkfehler habe und doch alles Sinn macht, würde ich das Buch wohl sogar etwas besser sehen...

      Agatha Christie - Murder in Mesopotamia

      Schönes Ende. Die ganze Prämisse vom
      Spoiler anzeigen
      verschollenen, aber im Hintergrund präsenten ersten Ehemann
      und
      Spoiler anzeigen
      damit auch das Mordmotiv

      ist sicher etwas "übertrieben"/versponnen (aber in einer Art, wie es bei Christie immer mal wieder vorkommt), aber wenn man das einfach mitgeht, macht alles Sinn.
      Auf dix Täterix (hier machen geschlechtsneutrale Formen mal Sinn) hatte ich zwar getippt, aber die Gründe sowie die Art der Tatausführung bin ich nicht gekommen und vor allem letzteres war sehr interessant.
      Hat mir gut gefallen. 4/5

      Außerdem habe ich in Maskenhandlungen die weitere Kurzgeschichte Telefonspiele gelesen. Die war sinnbildlich für Beren Starks Anmerkungen oben: Ganz stark geschrieben, gut charakterisierte Hauptfigur, aber inhaltlich absolut belanglos (obwohl durchaus kreativ). Schade.
      Zu James Smythe. Das mag zwar kein Spoiler im klassischen Sinn sein. Doch wenn der erste Satz eines Buches etwas elementares über den Inhalt verrät möchte ich das selber lesen und nicht vorher wissen.
      Das mag pingelig sein, doch für mich war es ein Spoiler.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Wenn ich ein wenig drüber nachdenke, kann ich deine Haltung gut verstehen und vielleicht würde es mir lsogar ähnlich gehen. Immerhin war ich ja selbst sehr 'gepackt' von dem Satz und dieser Effekt verfliegt vermutlich, wenn man ihm vorher schon irgendwo gelesen hat.
      Tut mir leid, falls ich dir den Spaß an diesem Buch damit geschmälert habe und danke fürs ändern. Ich werde auch darauf in Zukunft achten (war gestern beim schreiben froh mal etwas zum Inhalt ohne spoilertag schreiben zu können und habe dann wohl zu wenig nachgedacht).
      Ich lese gerade Howls Moving Castle. Ist zwar ein Kinderbuch, aber ganz nett zu lesen. Und schön, dass Howl noch um einiges schräger und kindischer ist als im Anime. Nur Sophie ist mir im Buch mit ihrem Selbstmitleid um einiges unsympathischer geworden.
      Real stupidity beats artificial intelligence every time.

      Hogfather (Terry Pratchett )
      Phone Bitch - Schmutzige Nummern vom anderen Ende der Sex-Hotline
      Diesmal geht es also darum, was eine Telefonsexanbieterin so zu erzählen hat. Es ist schon die ein oder andere amüsante Story dabei, aber deutlich weniger davon, als ich bei dem Thema vermutet hätte. Gerade noch so unterhaltsam. 3/5

      Nathan Hill - Geister (Original: The Nix)

      Ein Roman mit einem sehr weiten Handlungsrahmen - es geht im Wesentlichen um je eine Person (Großvater, Mutter, Sohn) aus drei Generationen einer Familie, bei der der Großvater (älteste Generation, die vorkommt) in den 1940ern aus Norwegen in die USA ausgewandert ist. Es geht um die jeweiligen Eltern-Kind-Beziehungen, aber auch um das sonstige Leben dieser drei und einiger zusätzlicher Nebenpersonen. Dabei ist ein Großteil des Buchs ernst und auf sehr zurückhaltende Art tragisch, es gibt aber auch satirische Stellen und immer wieder wird auf den jeweiligen Zeitgeist (in den USA um 1968 oder auch 2011 kurz nach 9/11) eingegangen.
      Die Geschichte des Buchs ist gut, und vor allem clever erzählt (es gibt 10 Kapitel zu verschiendenen Zeitpunkten, die geschickt ineinander greifen). Die größte Stärke des Buchs liegt für mich aber nicht im Plot, sondern in vielen größeren und kleineren Kleinigkeiten, die man im Laufe dieses Plots begegnet - eine Nebenhandlung über einen MMORPG-Süchtigen, die sehr authentisch wirkt; Kommentare zur heutigen Unilandschaft in den USA pointiert in einem Gespräch zwischen Dozent und die Studentin, ob ihre abgeschriebene Hausarbeit nicht doch zu akzeptieren/verzeihen sei; oder auch viele absolut beiläufig erzählte Gegebenheiten am Rande einer gerade erzählten Szene, die manchmal etwas interessantes, manchmal etwas bekanntes, manchmal auch nichts (oder nichts was ich bemerkt habte) zu sagen haben, aber immer (!) interssant zu lesen sind, egal ob es sich dabei nur um ein Musikvideo im Hintergrund einen Kneipengesprächs oder ähnliche Hintergrunddetails handelt. Das liegt vermutlich auch an der Art, wie sie beschrieben werden - auch, wenn ich nur die Übersetzung kenne, hat mir der Schreibstil sehr gefallen. Immer wieder kommen auch interessante Zitate/Beobachtungen vor, die mich zum Nachdenken (oder direktem Zustimmen) brachten
      Schwachstellen sind mir kaum aufgefallen. Der Charakter "Laura Pottsdam" ist etwas sehr überzeichnet, aber da sie vor allem in den satirischen Parts eine Rolle spielt, war das kein Problem für mich... Vielleicht ist es auch ein etwas großer Zufall, dass
      Spoiler anzeigen
      ausgerechnet der Polizist von damals heute Richter ist, der für Fayes Fall in Frage kommt.

      Und wie oben angedeutet ist der Plot nicht die größte Stärke bzw. nicht immer im Fokus in dem Sinn, dass nicht alles immer zur Haupthandlung beiträgt. Das brauche ich aber auch nicht, solange ich alles, was erzählt wird, interessant finde.
      Insgesamt klare Empfehlung. 5/5
      Ich lese gerade "Die Geschichte der Bienen". Im Buch erzählen 3 Protagonisten aus unterschiedlichen Zeiten. William ist ein Wissenschaftler Ende des 19ten Jahrhunderts und erforscht die Bienen. George (2007) betreibt eine Bienenfarm in den USA. Und Tao lebt in der Zukunft in China. Die Bienen sind ausgestorben, der Westen kollabiert. In China werden Kinder ab 8 Jahren auf die Plantagen geschickt, um Obstbäume zu befruchten.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

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      @Narannia Oh "Die Geschichte der Bienen" habe ich auch gelesen. muss allerdings gestehen, dass mir nur die Geschichte um Tao gut gefallen hat. Die anderen 2 Geschichten fand ich eher mühsam.

      Hab jetzt gerade einige politische Sachbücher gelesen.
      "Populismus für Anfänger von Walter Ötsch und Nina Horaczek kann ich besonders empfehlen, hier wird anhand aktueller Beispiele erklärt wie der Populismus funktioniert.
      "Laws should be made of iron, not of pudding." Stannis Baratheon


      "Wer mich beleidigen kann, bestimme ich noch selbst" Christian Kern

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      crannogwoman schrieb:

      Die anderen 2 Geschichten fand ich eher mühsam.


      Ja, das stimmt. Ging mir auch so. Die Geschichte um William Savage war einfach nur frustrierend ... auch für den Leser. Fand aber interessant, wie verbohrt er war, dass sein einziger Sohn unbedingt in seine Fußstapfen treten muss, und wie er so lange so blind ihm gegenüber sein hat können.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

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      Narannia schrieb:

      Die Geschichte um William Savage war einfach nur frustrierend ... auch für den Leser.

      genau, so ist auch meine Leseerfahrung. Dabei dachte ich, dass ist die interessanteste der drei Geschichten.
      "Laws should be made of iron, not of pudding." Stannis Baratheon


      "Wer mich beleidigen kann, bestimme ich noch selbst" Christian Kern

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      Bin grade mit The Circle fertig. Ich kann den Hype um das Buch schon verstehen, in Zeiten von Facebook und co wirkt die Dystopie besonders bedrückend.
      Toll geschrieben fand ich es nicht und die Wandlung der Protagonistin war für mich auch nur stellenweise glaubhaft dargestellt.
      Aber es liest sich gut weg, kann man mal machen.

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      Bernard Cornwell - The Winter King
      The Winter King ist der erste Teil der Artus-Trilogie. Gerade wegen des Themas habe ich gar nicht so viel erwartet, weil ich eher mit mystischer Verklärung gerechnet habe, was nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht. Stattdessen hat Cornwell aber (soweit man das als Laie beurteilen kann) versucht, möglichst realistisch darzustellen, wie es damals gewesen sein könnte. Viel mehr ist anscheinend nicht möglich, denn am Ende des Buchs betont Cornwell selbst, dass die Quellenlage sehr dürftig ist, und sogar die Frage ob Personen wie Artus oder Merlin existierten, nicht seriös beantwortet werden kann. Dennoch wirkt dieser Roman realistisch, die damalige Welt inklusive Aberglauben und Gebräuchen wird glaubhaft zum Leben erweckt. Erzählt wird die Geschichte von einem von Artus' Anhängern (fiktiv), der sich Jahre später als alter Mann an die Geschehnisse zurückerinnert und dabei durchaus öfter die kommenden Ereignisse andeutet. Das passiert aber immer so, dass es spannend bleibt, weiterzulesen. Sehr gut umgesetzt fand ich auch die Schlachten-/Kriegsszenen. Ich hatte von diesen schon als eine Stärke des Autors gelesen, war aber vorher unsicher, was ich selbst davon halten würde, da solche Szenen mich auch schnell langweilen. Zumindest in diesem Buch sind sie sehr gut gelungen - gibt es nichts interessantes zu erzählen, so erfährt man mehr die größeren Implikationen und nur gelegentlich erfährt man von Schlachten auch aus nächster Nähe, dann ist es aber immer auch spannend, interessant und gut geschrieben. Es gab auch kleinere Minuspunkte: Einerseits hat mich am Ende
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      die Deus Ex Merlin genervt. Zwar ist es dann doch nicht Merlin selbst, der die Schlacht am Ende entscheidet, aber eben doch sein Einfluss auf die Iren, zumindest klingt das in einem Nebensatz an. Und auch falls das nicht so gedacht sein soll, ist deren plötzlicher Seitenwechsel unmotiviert und unvorbereitet genug, dass er einfach störend ist...

      Andererseits fand ich auch den Umgang mit Liebe nicht allzu gut. Sie nimmt keinen großen Raum ein,
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      hat aber durchaus heftige Auswirkungen auf den Plot,

      wird aber mehrfach etwas romantisch verklärt mit Love-at-firs-Sight-Motiven eingebaut. Trotz dieser kleiner Mängel reicht es bei mir für 4/5.

      Sendhil Mullainathan - Scarcity: Why Having too Little Means so Much

      Ein populärwissenschaftliches Buch über Knappheit von Ressourcen und deren Einfluß auf die menschliche Psyche. Es geht darum, dass man einerseits in Zeiten des Überflußes einer Ressource (Zeit, Geld, soziale Kontake sind die wichtigsten Beispiele) [zu] verschwenderisch mit dieser umgeht und durch Knappheit bessere Ergebnisse erzielen kann (jeder kennt ja die erhöhte Produktivität vor Deadlines); vor allem aber auch darum, dass man andererseits in Zeiten der Knappheit an "Bandbreite" verliert und allgemein deutlich weniger leistungsfähig ist. So gibt es wohl Studien, die zeigen, dass Geld-Knappheit oder sogar nur der Gedanke an Geld-Probleme dafür sorgen kann, dass IQ-Werte (der gleichen Personen!) deutlich nach unten abweichen. Das Buch will auf diese Probleme hinweisen und sie empirisch untermauern, sowie auch einige erste Lösungen vorschlagen. Man erfährt dabei wenig, womit man nicht gerechnet hätte, aber es ist interessant, zu diesem Themengebiet gesammelt zu lesen und die Darstellung im Buch gibt einem teilweise einen neuen Blickwinkel. Teilweise fühlt es sich aber auch an, als werden einzelne Sachen etwas häufig wiederholt. 3/5

      Außerdem habe ich auch noch etwas gehört:
      Ernest Cline - Ready Player One
      Dieser Roman schildert die Suche nach einem Easteregg in der OASIS - einer Virtual Reality der nahen Zukunft. Die Suche nach diesem Easteregg ist wichtig und wird sehr ernst betrieben, weil daran viele Millarden Dollar (und die Zukunft der OASIS) hängen: Der Erfinder der OASIS hat in seinem Testament verfügt, dass der Finder des Eastereggs ihn beerben wird. Clou des Romans ist, dass dieser Erfinder ein Kind der 1980er Jahre und ein großer Fan ihrer Popkultur ist. Dementsprechend wimmelt es in der OASIS, in diesem Buch und vor allem in den Rätseln zum Finden des Eastereggs nur so vor Anspielungen auf eben diese Popkultur. Damit wusste ich schon vor Hören, dass ich nicht ganz der Zielgruppe entspreche (Jahrgang 1988). Vor einem musste ich jedenfalls keine Angst haben - dass ich irgendwas nicht verstehe. Alles was vorkommt wird sehr ausführlich erklärt. Leider sind die vielen Anspielungen, für die das Buch so hochgelobt wird weniger Anspielungen, sondern vielmehr Namesdropping in seiner extremsten Form. Das geht bis hin zu "Bei meiner Dusche hörte ich Song XYZ von Künstler ZWY, danach Song ABC von Künstler DCE" oder "Ich benannte ... nach ---, denn bekanntlich war --- ein bekannter /// von ###" usw. Es werden also fortwährend irgendwelche Namen von Computerspielen, Filmen, Serien und gelegentlich auch Liedern erwähnt, beim Erwähnen bleibt es dann aber oft.
      Darüberhinaus hat das Buch leider nicht allzuviel zu bieten. Der Protagonist ist nicht nur so gut in dem, was zum Finden des Eastereggs nötig ist ("den Film hatte ich schon 187-mal gesehen, natürlich kannte ich ihn Wort für Wort auswendig"), dass bei den entsprechenden Passagen kaum Spannung aufkommt.
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      (wobei es sowieso nicht allzu spannend ist, zu lesen, wie ein Film nacherzählt oder ein Spiel nachgespielt oder der Highscore eines Spieles geknackt wird...)

      Nein, er hat später im Buch
      Spoiler anzeigen
      auch noch genau passende, überragende Hacker-Fertigkeiten. Seine Expertise zur 80er-Popkultur kann man sich noch vorstellen, denn er hat sich ja wirklich jahrelang nur damit beschäftigt. Dass er dann aber mit einigen Passwörtern und Exploits auch das gesamte Firmen-Intranet einer großen Firma hacken kann, kam aus dem nichts und sehr gelegen...

      Dennoch war das letzte Drittel des Buchs der spannendste Teil, vor allem weil man eine Zeitlang wissen wollte und miträtselte was jetzt genau Wades Plan ist. Leider wird die Spannung dann wieder zunichte gemacht,
      Spoiler anzeigen
      indem das Asyl durch Og die "Real Life Stakes" komplett entfernt. Wenn man nicht mehr damit rechnen muss, dass den Protagonisten auch real was schlimmes passiert, nimmt das natürlich einiges an Spannung raus.

      In Bezug auf Virtual Reality hat der Roman nicht viel interessantes zu sagen, einzig "man kann auch virtuell Freundschaften schließen" wird stark betont und ist sicher lobenswert. Das klischeehafte"Am Ende lohnt sich doch vor allem das wirkliche Leben" ist wirklich nicht neu. Viel interessanter wäre hier auch gewesen, damit differenzierter umzugehen - denn, wenn die Realität so ist, wie sie teilweise im Buch geschildert wird, dann ist gar nicht mehr klar, wieviel an diesem Leitspruch stimmt...
      Klar,
      Spoiler anzeigen
      am Ende des Buchs mit viel Geld im Rücken und frischverliebt kann bequem zu diesem Schluss kommen.

      Die Geschichte ist sehr geradlinig, aber immerhin unterhaltsam, die Charaktere sind nicht besonders interessant. Die besten Passagen hat das Buch, wenn es mal die reale Welt beschreibt.
      Ich war nicht überzeugt. Ich denke auch mit Kenntnis über die vielen referenzierten Themen, hätte ich das Buch nicht anders eingeordnet, denn reines Namesdropping ist selten spannend. Eine schwache 3/5, weil es sich immerhin ganz unterhaltsam hören ließ. Ich habe aber eher nach unten als nach oben geschwankt...

      @penelope: Ich glaube, ich habe The Circle damals ähnlich wie du, nur noch etwas schwächer wahrgenommen... Siehe auch Was lest ihr gerade oder wollt ihr lesen?

      Neu

      Ich habe gestern Bioshock: Rapture zu Ende gelesen und muss sagen, ich bin echt begeistert.
      Das Buch erzählt die Vorgeschichte zu den ersten beiden Teilen der Videospielreihe Bioshock.
      Nach und nach wird erklärt, warum wir die Unterwassserstadt Rapure und die Bewohner in ihr in den Spielen so vorfinden, wie sie sind und was dazu geführt hat.
      Wer die Spiele kennt und sich schon immer gefragt hat, was der Ursprung der Little Sisters und Big Daddys ist und wie die Vorgeschichte von Atlas ist... Nun, das Buch ist das richtige für euch :D
      Und man kann es auch gut lesen, ohne die Spiele zu kennen, schließlich spielt das Buch davor. Nur bleibt dann wohl der Mindblow-Faktor weg wenn man nach und nach die Zusammenhänge versteht...

      Da ich gestern mit dem Buch recht früh fertig war hab ich noch mit "Ahsoka" angefangen, das führt die Geschichte von Ahsoka Tano aus der Serie Star Wars: The Clone Wars fort. Da ich den Charakter sehr mag sind die Erwartungen recht hoch, hab bereits 150 Seiten gelesen, aber bisher ist recht wenig passiert. Ich berichte nochmal wenn ich durch bin.
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