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      Ich habe mir mal wieder die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson vorgenommen. Nach einigen Jahren Pause sind die Bücher für mich wieder absolute page-turner, auch wenn ich sie bereits zum dritten Mal lese.
      Hat hier jemand den 4 Teil gelesen? Meinungen dazu?
      Da ein anderer die Serie fortgesetzt hat, habe ich bislang von dem Buch abgesehen.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Also ich habe letztens was zuendegelesen und das war Pu Yi Ich war Kaiser von China.
      Besonders das letzte Drittel war 99% rote Propaganda was halt auch auf den Rest bezogen einen etwas schlechten Nachgeschmack hinterließ aber ansonsten war es wirklich sehr interessant und lesenswert. Such zur Zeit verzweifelt nach der neuesten (weil überarbeiteten & ergänzten) Ausgabe davon sowie nach der Autobiographie der Frau seines Bruders sowie nach der seiner vierten Ehefrau&letzten Konkubine, hat mich halt gepackt und will noch mehr darüber wissen. :)
      Zuletzt gelesen: "Der Marsianer - Rettet Mark Watney", also die Buchvorlage für den Film.

      Die Filmhandlung folgt dem Buch zu hundert Prozent, allerdings gibt es noch ein paar zusätzliche Ereignisse im Buch, die im Film keinen Platz fanden. Vor allem der Zynismus und die witzigen Bemerkungen Mark Watneys, denn der Roman ist ein Briefroman und besteht zu 85% aus den Logbucheinträgen des einsamen Astronautens.

      Der Autor Andy Weir bietet auch sehr gute Einblicke in den Alltag der NASA, obwohl er nie für die gearbeitet hat, scheint er doch sehr viel Zeit dort verbracht zu haben und auch seine Einblicke in die technischen Abläufe sind schlicht brilliant. Das ganze ist dermaßen gut geschrieben, dass es sogar Spannung erzeugt, obwohl man das Ende kennt.

      Mr. Weir ist zu beneiden: Grandioses Buch geschrieben, das auch noch schnörkellos und finanziell erfolgreich verfilmt wurde, das können nicht viele behaupten. Lustiger Zufall: Morgen abend/ übermorgen nachmittag wird der Film mal wieder im Fernsehen gezeigt.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Kennt hier noch jemand anderes "Worm" von Wildbow. Lese ich gerade und bin extrem zufrieden. Wird wahrscheinlich sogar auf Platz 1 meiner persönlichen Topliste an besten fiktiven Werken landen(hat sich vorher The Wire und Undertale geteilt).

      Es geht um Taylor Hebert, die Insekten kontrollieren kann. Sie wird mit dieser Fähigkeit im Laufe der Zeit immer kreativer und irgendwann wird klar, dass es die OPste Fähigkeit ever ist. Taylor ist ein 15-jähriges Mädchen, dass in der Schule von ihrer früheren besten Freundin gemobbt wird und ihre Mutter bei einem Autounfall verloren hat. Ihre Träume davon, ihre Kräfte als Superheldin zu nutzen, gehört zu den wenigen Dingen, auf die sie sich freut. Bei ihrem ersten Einsatz trifft sie auf die Undersiders. Eine Superschurkengruppe aus 4 Leuten, die eine gefährliche Mischung aus liebenswerten Idioten und gruseligen Superhirnen ist. Die denken, dass Taylor auch eine Superschurkin ist, weil ihr Kostüm schwarz ist und wollen sie dabei haben. Taylor macht mit, weil sie denkt, dass sie so Informationen über die Undersider und ihre Kontakte und Auftraggeber sammeln kann und sie später an die Superhelden weitergeben kann. Allerdings ist es für ein einsames Mädchen natürlich nicht leicht, sich selbst dazu zu bringen, eine Gruppe von Leuten, die sie zum ersten Mal seit langem wie eine Freundin behandeln und die auch ihre liebenswerten Seiten haben, zu verraten.

      Ich bewundere Taylor sehr. Sie tut vieles, was ich nicht unbedingt für richtig halte, aber es ist zumindest immer nachvollziehbar und sie bringt mich auch dazu, mich selbst zu hinterfragen, wenn ich eine von ihren Taten zuerst als falsch beurteile. Sie bleibt aber ein unglaublich cleveres, unglaublich mutiges und unglaublich willensstarkes Mädchen.
      @Lann: Ich habe davon vorher noch nie gehört, aber sowohl deine Beschreibung als auch deine Qualitätseinschätzung hört sich sehr interessant an. Ich habe mal ein wenig danach gesucht. Es scheint aber so zu sein, dass man nur eine Variante davon findet, die man lediglich online lesen kann. Hast du es in dieser Form gelesen? Man findet auf der Homepage der Autorin an manchen Stellen Hinweise von 2013, dass es irgendwann als eBook erscheinen soll. Aber da schein nichts mehr passiert zu sein? Oder doch?
      Ich habe es selbst gelesen, aber nur bis Arc 26 geschafft. Es ist auf jeden Fall sehr gut geschrieben, aber ich mochte die Entwicklung der Story nicht (kann für mich ein Dealbreaker sein.) Dann bin ich in den Fandom gerutscht und habe eine ganze Reihe Fanfictions konsumiert - das Setting ist in der Hinsicht sehr ergiebig.

      Ich habe es selber auch online gelesen, habe mir aber sagen lassen, es gebe ein paar handgemachte E-Book-Versionen zum Download - wer nicht online lesen will, kann da sicher was ausfindig machen.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.
      Ich sitze gerade an "Testament of Youth" von Vera Brittain. Ich hätt's tatsächlich lieber auf Deutsch gelesen, aber leider ist es anscheinend nie ünersetzt worden. Zumindest habe ich nichts gefunden. Jetzt kämpfe ich mich durch die englische Originalversion. ABer obwohl es für mich nicht ganz einfach ist, habe ich noch nicht aufgegeben. Es interessiert mich zu sehr und ich finde es eigentlich auch toll geschrieben. Vera Brittain schreibt hier über ihre Erfahrungen aus der Zeit kurz vor dem 1. Weltkrieg und währenddessen. Da sie selbst das Buch erst später geschrieben hat, geht sie immer wieder auf ihre eigenen Tagebucheintragungen und Briefe aus der Zeit ein.

      Außerdem liegt hier noch "Drood" von Dan Simmons auf dem Regal. Die Hälfte habe ich schon, aber der "Unvergleichliche" (Charles Dickens) geht mir gerade etwas auf den Zeiger.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      Tolotos schrieb:

      Hast du es in dieser Form gelesen?


      Ja, habs online gelesen. Mir persönlich fällt das leichter. Soweit ich weiß, hatte der Autor(ist wohl doch männlich) nie Glück mit nem Verlag. Ein Editor wollte bsw. von ihm, dass Taylor ganz oft von ihren Gegnern und Klassenkameradin Wurm genannt wird und das hat ihm nicht gefallen.

      Ser Garlan Tyrell schrieb:

      Ich habe es selbst gelesen, aber nur bis Arc 26 geschafft. Es ist auf jeden Fall sehr gut geschrieben, aber ich mochte die Entwicklung der Story nicht (kann für mich ein Dealbreaker sein.) Dann bin ich in den Fandom gerutscht und habe eine ganze Reihe Fanfictions konsumiert - das Setting ist in der Hinsicht sehr ergiebig.


      Ich bin am Ende von Arc 24. Ist es möglich, die Gründe ohne Spoiler für mich zu nennen?


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lann“ ()

      Lann schrieb:

      Ich bin am Ende von Arc 24. Ist es möglich, die Gründe ohne Spoiler für mich zu nennen?

      Es war schon vorher ein Auf und Ab für mich, wo ich immer wieder mal zeitweise abgesprungen bin. Wenn du bisher noch keine Beschwerden hattest, wirst du mein Problem vermutlich weniger haben. Explizit war es allerdings ein schlecht abgehandelter Zeitsprung*, der für mich die Luft rausgenommen hat, und als nächstes war die
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      Rückkehr der Slaughterhouse 9
      (Dürfte für Lann kein Spoiler sein, weil es ja schon in der Geschichte selbst angekündigt wurde) dran, die ich gar nicht mochte. Da bin ich dann weg gewesen, und nachdem ich mich über den Rest habe spoilern lassen, hatte ich gar nicht das Bedürfnis, wieder einzusteigen. Am ehesten war es mir zu viel Horror.

      *Das Pacing, muss man sagen, ist in der ganzen Geschichte nicht so das Wahre.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ser Garlan Tyrell“ ()

      Ich habe Worm auch zu einem Großteil gelesen und obwohl ich das Universum nett und Taylor auch ganz interessant finde, stört mich das wechselhafte Pacing in der Geschichte. Die Slaughterhouse 9 sind mir auch einfach zu überdrüber. Irgendwann ist es mir so vorgekommen, als gäbe es nur noch härter, schlimmer, böser, gestörter und v.a. Bonesaw finde ich viel zu übertrieben.

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      Vor allem diese unendlich langen Abhandlungen über diese außerirdischen Wesen, die die Fähigkeiten bringen, haben mich irgendwann nur noch genervt


      Grundsätzlich finde ich die idee aber gut und wenn man stark kürzen und den Text überarbeiten würde, könnte ich mir vorstellen, dass das auch wirtschaftlich recht erfolgreich sein könnte.
      Versteh auch, wenns nicht für jedermann ist und andere Probleme damit haben, dass es zu düster ist oder es zuviel Action ohne Pause gibt. Ist aber alles in allem ziemlich genau auf meinen Geschmack zurecht geschnitten. Es ist, als hätte Simurgh seinen Gesang benutzt, um mich zu analysieren und die Geschichte mit dem Ziel geschrieben, mir persönlich möglichst gut zu gefallen.

      Ich glaube nicht, dass ich blind gegenüber den "Makeln" der Geschichte bin, eher, dass alle "Makel", die ich bisher finden konnte, Dinge sind, die mich kaum stören, auch wenn ich verstehe, wenn sie anderen stören.

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      Ich mochte bsw. Accord überhaupt nicht, aber der hat zum Glück keine große Rolle gespielt.


      Ich hätte aber sehr gerne eine Adaption. Einfach weil ich die Kampfszenen gerne auch mal sehen würde. Die Kampfszenen sind zwar alles andere als schlecht, aber Schriftform ist ein bisschen unvorteilhaftes Medium für Kampfszenen.

      Und Bonesaw ist niedlich! :cursing:
      Jeff VanderMeer - Authority
      Jeff VanderMeer - Acceptance

      Habe jetzt also Southern Reach zu Ende gelesen. Weiß nicht genau, ob ich die Trilogie wirklich empfehlen kann. Weiter gilt, dass der Schreibstil sehr stark ist. Weiter gilt, dass VanderMeer sehr gut darin ist, Atmosphäre zu erzeugen. Außerdem werden einige interessante Themen angeschnitten (etwa die Perspektive von GhostBird). Leider bleiben nicht nur die Antworten auf die übernatürlichen Fragen aus (das ist denke ich nur folgerichtig, denn es gehört zu dem, was die Bücher erzählen, dass nicht alles erklärt werden kann), sondern auch auf einige "menschlichere Fragen". Damit meine ich - warum hat wer wann was gemacht? Da hätte ich mir etwas mehr Aufklärung erwartet. So fühlt man sich am Ende ein wenig wie am Ende von Lost, nur dass man dort etwas mehr Vorwarnzeit hatte. Außerdem ist schade, dass in beiden Teilen relativ wenig passiert. Sie leben vor allem von Introspektive in verschiedene Charaktere, von myteriösen Ereignissen und Fragen und eben von Atmosphäre. Trotzdem hat mir Authority noch gut gefallen, Acceptance etwas schlechter. Vielleicht aber auch deshalb, weil ich in einem dritten Teil einfach eher Antworten erwarte und daher eine andere Perspektive hatte... Ich bleibe jeweils bei 3/5, fand den letzten Teil dabei am schwächsten und den ersten mit Abstand am besten. Vielleicht hätte dieser als Einzelwerk auch doch eine etwas höhere Bewertung verdient als ich oben gegeben habe, aber eben mit der Warnung "Erwarte keine Antworten".

      Jorge Cham, Daniel Whiteson - We have no Idea: A Guide to the Unknown Universe

      Einer der Autoren steckt hinter den PHD-Comics, was man an den Illustrationen merkt. Es geht darum, was die Wissenschaft heute alles noch nicht weiß (z.B: Dunkle Materie, dunkle Energie, kleine Teilchen, Urknall, was sind Zeit und Raum usw). Das ist auf sehr flapsige Art gemacht. Den entsprechenden Humor muss man mögen... Ich empfand ihn als "zum schmunzeln" aber selten als wirklich lustig und manchmal auch als etwas bemüht. Trotz diesem flapsigen Stil kam ich mir so vor als würde ich einiges lernen und mit meinen mangelnden Physik-Kenntnissen fühlte es sich so an, als wäre das auch im Kern richtig. Bei ein, zwei Aussagen, die aber auch mal mathematischen Inhalt hatten und die völlig falsch waren (Beispiel: Bei der Zahl "0,0000....00001" würden "unendlich" (!) viele Nullen vor der 1 stehen (bzw. stehen können)), kam ich dann aber ins Grübeln ob nicht bei den anderen Inhalten auch Fehler sind, die ich nur nicht bemerkt habe... Da mir fachliche Korrektheit in einem solchen Buch schon wichtig ist und die beiden Stellen die ich fand, für mich schon eklatant waren, gebe ich daher nur 3/5 statt 4/5 Sternen...

      @Lann: Ich habe jetzt übrigens auch mit Worm aufgefallen und gerade den Interlude vor dem dritten Arc begonnen. Gefällt mir bisher auch sehr, sehr gut, insbesondere hinsichtlich Wordlbuilding, Hauptcharakter, aber auch den anderen Charakteren, soweit man sie überhaupt schon kennt und Kreatitivät bei den Superhelden-Fähigkeiten. Vielen Dank für die Empfehlung!
      Bin mittlerweile mit dem fünften Arc von Worm fertig. Dinge, die mir besonders gut gefallen haben:

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      Das zweite Gespräch von Taylor und Armsmaster. Ich hatte ein bißchen die Befürchtung, dass dieser Undercover-Einsatz so oder so ähnlich durchgeht (Taylor aber später vielleicht trotzdem Probleme mit ihrer Entscheidung hinsichtlich "Verrat" ihrer Gruppe hat). Dass ihr Vorschlag dann so komprimisslos (aber natürlich vernünftig) abgeschmettert wird, war erfrischend und wirkte realistisch. Gleichzeitig sah man gut, dass viele Charaktere in Graustufen gezeichnet sind (denn natürlich hätte Armsmaster das ganze geschickter angehen können: obwohl er recht hat, ist Taylors (gedankliche) Reaktion wiederum auch nicht allzu verwunderlkich). Besser sogar noch als bei der Einführung von Victoria/Glory Girl, da diese deutlich weiter weg von "gut"/"weiß" konzipiert scheint.

      Außerdem das Ende des fünften Arcs und die Erkenntnis über Rachel/Bitch. Den Interlude aus Brutus' Sicht habe ich dort noch als seltsame Fingerübung empfunden, die zwar gut ausgeführt ist, aber etwas unverständlicherweise aus dieser Sicht geschrieben wurde. Durch diese Erkenntnis wurde nicht nur dieser Interlude deutlich interessanter, sondern auch Rachels vorher etwas platter Charakter deutlich vielschichtiger.


      Kurzum: Ich bin noch etwas begeisterter als bei der letzten Rückmeldung.

      penelope schrieb:

      Hab mich mal an Unterleuten gesetzt und es gemocht. Unterschiedliche POVs, das kennen wir von ASOIAF. ^^
      Das Setting fand ich sehr authentisch, die Figuren angemessen nervensägig, sonst alles sehr sehr böse.
      Kennt jemand schon Juli Zehs neues Buch? Leere Herzen? Das reizt mich auch sehr.


      Ich fand Unterleuten grandios, ebenso wie Spieltrieb, aber bei Leere Herzen bin ich etwas skeptisch und warte auf die Taschenbuchversion. Grund ist, dass ich mich in der Schule durch Corpus Delicti quälen musste (bzw. hätte müssen). Das dystopische Szenario war zwar klug gedacht, aber lausig geschrieben.
      Außerdem liegt hier noch "Drood" von Dan Simmons auf dem Regal. Die Hälfte habe ich schon, aber der "Unvergleichliche" (Charles Dickens) geht mir gerade etwas auf den Zeiger.


      Puuuuh, dafür habe ich ewig gebraucht. Das waren gefühlte tausend Seiten warten auf etwas das nie passiert.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.