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      penelope schrieb:

      Ist es hier auch so, dass der erste Band nur die Grundstory ist und die weiteren dann so eine Art HdR bilden? Also gibt es dann auch sprachlich und stilistisch solche Brüche wie bei Hobbit und HdR?


      Erbauer schrieb:

      Zwischen dem ersten und den weiteren Teilen gibt es schon einen Stilbruch, aber die Reihe bleibt bis zum Ende märchenhaft. Der letzte Teil ist da noch mal besonders.
      Bei der Geschichte mit dem Stilbruch bin ich beim Erbauer, aber ehrlich gesagt, ist mir der letzte Band zu schwülstig-christlich.
      Ich finde allerdings, dass die Bände ab "Der König von Narnia" lockerer geschrieben ist. Vielleicht findet deine Tochter die Bände dann etwas besser. Wobei es natürlich immer alles noch ein bisschen altmodisch ist, weil die Rahmengeschichte ja während bzw. kurz nach dem 2. Weltkrieg handelt.
      (Der Löwe Aslan ist eine Art Christus-Figur)
      Die anderen Bände finde ich aber toll und habe sie als Kind geliebt. (Die letzten beiden Bände habe ich erst als Erwachsene gelesen.)
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Erbauer schrieb:


      Wenn du mit "so einer Art HdR" eine lange, epische Erzählung meinst, ist das nicht der Fall. Jedes Buch hat verschiedene Hauptcharaktere und auch wenn die Bücher nacheinander spielen und immer mehr oder weniger miteinander verbunden sind, gibt es keinen durch die komplette Reihe führenden Handlungsstrang.
      Zwischen dem ersten und den weiteren Teilen gibt es schon einen Stilbruch, aber die Reihe bleibt bis zum Ende märchenhaft. Der letzte Teil ist da noch mal besonders.


      Ok, also könnte man jeden Teil auch unabhängig lesen?
      Wenn alles märchenhaft ist, ist es ja für die Altersklasse ganz gut geeignet, HdR würde ich ihr jetzt noch nicht anbieten im Gegensatz zum Hobbit.

      Narannia schrieb:



      Hm, meine Schwester hat in dem Alter gerne diese Rubinrot-Reihe von Kerstin Gier gelesen. Oder die Tintenwelt-Bücher von Cornelia Funke. Die sind wohl ab 12. Weiß nicht, ob die schon was wären. Aber wenn sie HP schon durch hat ...
      Ich hab' da auch einige von diesen Trilogien gelesen ... hab' mir die immer von meiner Schwester geliehen ... und fand die auch ganz gut.


      Ja, Cornelia Funke, das hatte mir auch schon mal eine befreundete Mutter empfohlen, stimmt, danke! Bisher kennen wir da nur die Gespensterjägerreihe, die war ihr zu gruslig.
      Kerstin Gier, hmm, ist das die mit der Müttermafia? Die habe ich mal so weggelesen, ist jetzt nicht grade Hochliteratur. Hat die auch Kinderbücher geschrieben?

      Chopsticks schrieb:

      Habt ihr schon mal Artemis Fowl angesehen? Könnte ev. auch was sein.


      Stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht. Ich kenne es auch nicht direkt, aber soll ja sehr ähnlich zu HP sein?

      Esmeralda schrieb:

      Bei der Geschichte mit dem Stilbruch bin ich beim Erbauer, aber ehrlich gesagt, ist mir der letzte Band zu schwülstig-christlich.
      Ich finde allerdings, dass die Bände ab "Der König von Narnia" lockerer geschrieben ist. Vielleicht findet deine Tochter die Bände dann etwas besser. Wobei es natürlich immer alles noch ein bisschen altmodisch ist, weil die Rahmengeschichte ja während bzw. kurz nach dem 2. Weltkrieg handelt.
      (Der Löwe Aslan ist eine Art Christus-Figur)
      Die anderen Bände finde ich aber toll und habe sie als Kind geliebt. (Die letzten beiden Bände habe ich erst als Erwachsene gelesen.)


      Sie fand zumindest die Ausgabe, die ich hatte ganz gut, weil da auch Bilder drin sind. Und sie ist auch icht so dick, das liest sich schnell weg. Wir probieren es mal aus.

      @all, danke nochmal für die Tipps, ich gehe demnächst mal mit ihr in der Bücherei schmökern. ^^

      penelope schrieb:

      der Verfasser war wohl auch mit Tolkien befreundet


      Als C.S. Lewis starb, hielt Tolkien folgendes schriftlich fest:

      "Bisher habe ich mich gefühlt, wie es für einen Mann meines Alters normal ist, wie ein alter Baum, der all seine Blätter verliert, eines nach dem andern - dies aber fühlt sich an wie ein Axthieb dicht bei den Wurzeln."

      Lewis verfaßte die Literaturkritiken für die Times, in denen die einzelnen Bände von HdR abgehandelt wurden, meist mit hymnischen Lob - keine Selbstverständlichkeit damals! Umso größer der Streit, als Tolkien die Welt von Narnia als zu seicht beurteilte (natürlich nicht in der Öffentlichkeit). Beide lehrten an der selben Universität und waren Jahrzehnte im selben Autorenzirkel tätig.

      Genug vom Exkurs, wie wäre es mit der Unendlichen Geschichte? Ich las die mit zehn und liebe sie bis heute.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Hab jetzt den ersten Teil von Sandersons Mistborn-Reihe gelesen, war recht begeistert, bin mir aber über das Ende nicht sicher. Irgendjemand hier der Auskunft über die weitere Qualität der Reihe geben kann?
      "Rhaegar fought valiantly, Rhaegar fought nobly, Rhaegar fought honorably. And Rhaegar died."

      "Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit"

      Kofi Annan
      Fand die Reihe super, der zweite Teil hat ein paar Längen, aber die Wendungen und Enthüllungen sind dann doch wieder überraschend, der dritte Band hat mir eigentlich durchgehend gefallen.
      Und das mit dem Ende vom ersten Band klärt sich noch ganz gut auf.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      penelope schrieb:

      Ok, also könnte man jeden Teil auch unabhängig lesen?


      Ich würde die Reihenfolge so einhalten, sie ist nämlich chronologisch. Auch wenn die Handlungen innerhalb der einzelnen Bände abgeschlossen sind, werden die Hauptcharaktere aus einer einzigen immer älter werdenden Familie rekrutiert, die im 2. Band eingeführt wird. Wenn ihr die Bände durcheinander bringt, ist deine Tochter wahrscheinlich verwirrt und das Erwachsenwerden und Altern, ein wichtiges Thema in Narnia kommt nicht gut zur Geltung.

      edit:

      penelope schrieb:

      Sie fand zumindest die Ausgabe, die ich hatte ganz gut, weil da auch Bilder drin sind.


      Illustrationen in Fantasy - und Märchenbüchern, aua, autsch, aua. Hat die Bücherei auch andere Ausgaben?
      Illustrationen in Fantasy - und Märchenbüchern, aua, autsch, aua. Hat die Bücherei auch andere Ausgaben?


      Warum sollte sie nach anderen Ausgaben fragen wenn die aktuelle gefällt?
      Nur weil du nichts mit Illustrationen anfangen kannst muss das ja nicht allgemeingültig sein.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      penelope schrieb:

      Kerstin Gier, hmm, ist das die mit der Müttermafia? Die habe ich mal so weggelesen, ist jetzt nicht grade Hochliteratur. Hat die auch Kinderbücher geschrieben?


      Nein, nicht gerade anspruchsvoll aber gut zu lesen und mit viel Humor.
      Die Rubinrot-Reihe ist mit Zeitreisen. Und in der Silber-Serie geht es darum, dass es manche Menschen gibt, die in die Träume anderer hinein können. Also auch ein wenig fantasylastig.
      amazon.de/erste-Buch-Tr%C3%A4u…TF8&qid=1541342032&sr=1-6
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      penelope schrieb:


      Außerdem hatte ich mir noch "Das Wunder von Narnia" ausgeliehen, weil ich die Narniawelt noch nicht kenne und dachte, das wäre für mein Kind etwas, um die Lücke nach seiner ersten Harry Potter Komplettlektüre zu füllen. (Bin hier offen für Tipps, Kind ist 10).
      Ich befürchte fast, das ist ihr zu oldschool, ich finde es ganz witzig, erinnert etwas an den Hobbit, der Verfasser war wohl auch mit Tolkien befreundet, deshalb vielleicht nicht verwunderlich. Ist es hier auch so, dass der erste Band nur die Grundstory ist und die weiteren dann so eine Art HdR bilden? Also gibt es dann auch sprachlich und stilistisch solche Brüche wie bei Hobbit und HdR?


      Ich konnte mit Narnia insgesamt nicht so viel anfangen. Soweit ich weiß, war der "König von Narnia" ("The Lion, the Wardrobe and the Witch") der erste geschriebene und veröffentlichte Band, auch wenn in-world "Das Wunder von Narnia" zuerst kommt. Im Grunde kann man es mit dem "König" auch belassen, der macht sehr viel Spaß und transportiert viel märchenhafte Magie. Der einzige Folgeband, den ich noch wirklich im Gedächtnis habe, ist "Der Ritt nach Narnia". Den würde ich als eher etwas lustiger bezeichnen und habe damals die vier Kinder aus dem ersten doch sehr vermisst. An den Rest kann ich mich praktisch nicht mehr erinnern, "Prinz Kaspian" und die "Reise auf der Morgenröte" habe ich nur in der Filmversion vor Augen. Daher: Wenn Narnia, mit dem "König" anfangen!

      Artemis Fowl und Percy Jackson sind tolle Jugendfanatasyserien, aber insbesondere Artemis Fowl hat düstere Aspekte und der Humor ist für eine Zehnjährige auch nur begrenzt verständlich, denke ich.

      Ein typischer HP-Abklatsch der mir einfällt wäre Charlie Bone. Die Reihe ist denke ich auch ziemlich altersgemäß (würde sie was den Aspekt angeht am ehesten mit dem ersten HP-Band vergleichen). Ich kenne die Bände 1 - 5 und die fand ich als Kind toll.
      de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Bone

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Grunkins“ ()

      Grunkins schrieb:


      Artemis Fowl und Percy Jackson sind tolle Jugendfanatasyserien, aber insbesondere Artemis Fowl hat düstere Aspekte und der Humor ist für eine Zehnjährige auch nur begrenzt verständlich, denke ich.


      Ups, ich hatte mir eingebildet, dass es ab 9 Jahren ist. Habe soeben noch einmal nachgesehen und die Empfehlung ist tatsächlich 12-15 Jahre. Sorry! Vielleicht ist es ja was für die Liste für etwas später?

      penelope schrieb:

      Stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht. Ich kenne es auch nicht direkt, aber soll ja sehr ähnlich zu HP sein?


      Ich fand damals beim Lesen schon, dass es einige Parallelen zu Harry Potter gibt, allerdings unterscheiden sich die Welt und auch die Handlung sehr deutlich. Es ist also auf keinen Fall ein billiger Harry Potter Abklatsch.



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