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      Dennis E. Taylor - All these Worlds (Bobiverse #3)
      Ich habe nicht viel neues zu sagen, was nicht schon bei Teil 2 gestimmt hat. Liest sich ganz nett, hat mich gut unterhalten, aber ist nichts besonderes, behält auch die Schwächen von Teil 2. Eine Storyline war vielleicht etwas besser als die meisten Sachen vorher (weil etwas weniger vorhersehbar). 3/5

      Stefan Harbort - Wenn Kinder töten

      Wie durch den Titel schon beschrieben, werden Fälle geschildert (insgesamt 10), in denen Kinder zu Mördern wurden (oder sonstwie töten). Die einzelnen Fälle sind naturgemäß meist sehr erschreckend. Man sollte aber (natürlich?) nicht erwarten, viel aus dem Buch zu lernen: Allenfalls im Anhang wird auch etwas systematischer auf die Gesamtheit an Fällen eingegangen. Für sich genommen ist jeder Fall durchaus "interessant", wenn man so etwas denn lesen will. 3/5
      Ich habe mit der Nimmerherz-Reihe von Erik Kellen angefangen. Nachdem ich ewig einen großen Bogen um Fantasie-Reihen gemacht habe (außer LotR, ASoIaF und HP habe ich nichts angefasst, ganz früher habe ich noch Hohlbein gelesen ...), wage ich es jetzt, nachdem ich von "Seelenflackern" neulich recht begeistert war.
      Das erste Buch habe ich beinahe durch. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich an den Schreibstil des Autors gewöhnt hatte. Aber inzwischen fällt es mir echt schwer, mich wieder loszureissen. Ganz schlecht für den Haushalt. Ganz schlecht. :whistling:
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.
      Walter Schlegel - Recht verrückt - Die skurrilsten & unglaublichsten Fälle aus deutschen Gerichtssälen
      Die Fälle waren durchaus skurril und durchaus interessant. Wenn auch eher auf dem Level, dass man darüber schmunzelt bzw. denkt "Ach, interessant/absurd, dass das so geht", nicht auf dem Level, an dem sie wirklich aufsehenserregend sind. Der Inhalt ist also solider Durchschnitt. Die Form ist leider deutlich schlechter: Kein guter Stil, einiges an Fehlern und auch die Interpretationen sind nicht immer logisch. Manchmal dachte ich sogar "Ja, dieser Fall ist absurd, aber genau in die umgekehrte Richtung wie der Text suggerieren will". Kann ich also nicht als gutes Buch bezeichnen, wenn man auch in den einzelnen Fällen (sehr leichte) Unterhaltung finden kann. 2/5

      Isaac Asimov - Foundation (Foundation #1)

      Ein sehr, sehr ungewöhnliches Buch. Das Ungewöhnlichste zuerst: Es gibt keine Charaktere. Natürlich nicht in jeder Auslegung des Begriffs, es kommen schon handelnde Personen vor, aber diese sind so wenig mit Tiefe versehen, dass ich sie nicht guten Gewissens als Charaktere bezeichnen kann. Diejenigen, die etwas mehr beschrieben sind, sind dann auch noch öfter (außer vielleicht im "ersten Teil") Klischees und dann auch noch sehr ähnliche Klischees (Seldon/Mallow). Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Und normalerweise sind gute Charaktere für mich eines der wichtigsten Gütekriterien einer Geschichte. Warum hat es mir gefallen? Einerseits werden einige interessante (wenn auch aus heutiger Sicht nicht sehr überraschende) soziopolitische Thesen und Ideen vorgestellt. Es werden Teile unserer Geschichte nachgebildet bzw. deren wichtigste Stellen herausgearbeitet. Andererseits mag ich an den einzelnen "Teilen", in die das Buch aufgeteilt ist auch die Art wie ein Szenario/Rätsel präsentiert wird und man am Ende die Lösung (die man auch selbst hätte finden können) erfährt - fast wie in einem klassischen Whodunit-Murder-Mystery-Book. Am besten gelungen für mich im zweiten Teil des Buchs. Durch diese Struktur liest sich das Buch aber auch eher wie fünf (thematisch verbundene) Kurzgeschichten - dann fallen auch die fehlenden Charaktere weniger auf. Und das passt soweit ich informiert bin auch gut zur Entstehungsgeschichte des Buchs, das wohl zunächst in Form der einzelnen Teile in Magazinen veröffentlich wurde. Erwähnen sollte man wohl auch noch, dass dieses Buch sicher sehr wegweisend für viele Ideen der SciFi-Literatur, die wir heute kennen war (z.B: Trantor als "Stadt-Planet"). 4/5
      Hab mir in Prag "The Lies of Locke Lamora" gekauft und die ersten Bücher dann recht schnell beendet gehabt.
      War extrem beeindruckt und hab die Bücher dann auch auf recht vielen Fantasy-Rating-Seiten gefunden, was mich im Nachhinein überrascht hat, da ich vorher noch nie was von Scott Lynch gehört hatte.
      Hat einer von euch die Reihe gelesen?
      "Rhaegar fought valiantly, Rhaegar fought nobly, Rhaegar fought honorably. And Rhaegar died."

      "Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit"

      Kofi Annan

      DANYFORTHEWIN schrieb:

      Hat einer von euch die Reihe gelesen?


      Ich habe das erste Buch vorletztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen. Muss aber leider sagen, dass ich zumindest zu dem Zeitpunkt nicht ganz warm mit der Geschichte geworden bin.
      Habe noch im ersten drittel aufgehört.
      Muss dazu aber auch sagen, dass ich wenig Zeit und viel Stress um die Ohren hatte, als ich es begonnen hatte und an sich auch nicht wirklich etwas konkretes an dem Buch auszusetzen hatte.
      Besonders die Kapitel rund um die Kinderdiebe haben mir gut gefallen.
      Bei dem älteren Locke und seinen Freunden hatte ich dann irgendwie Probleme mich wieder einzugewöhnen und mich mit den Figuren zu identifizieren.
      Mir waren es bis zu diesem Zeitpunkt auch zu wenig relevante weibliche Charaktere. :whistling:

      Vielleicht sollte ich dem Buch bei Zeiten nochmal eine Chance geben...
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      "Der Stern der Pandora" von Peter F. Hamilton.
      Es handelt sich um das erste Buch einer Serie, und ich bin noch nicht durch (ca zu 4/5 beendet). Bis her würde ich es absolut weiterempfehlen. Die Welt des Romans fühlt sich auf eine gute Art "echt" an, die mMn den Unterschied zwischen guten Sci-Fi Geschichten, und mittelprächtiger Sci-Fantasy macht.
      Die Geschichte wird durch diverse Charaktere erzählt, die zu Beginn meistens wenig bis nichts miteinander zu tun haben. ZB ein Astronom auf Welt X, ein Terrorist auf Welt Y, ein Kleinbürger auf Welt Z.
      Es kommen auch Alien-Völker vor, die zu Beginn allerdings ziemlich rätselhaft bleiben.
      Ausgangspunkt der Story ist ein extrem außergewöhnliches Ereignis 1200 Lichtjahre vom menschlichen Raum entfernt, und der Entschluss erstmals ein Schiff zu bauen, mit dem Menschen zwischen den Sternen reisen können (bis dahin nur per Wurmloch).
      Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht, und würde es bis hier hin allen Sci-Fi Freunden ans Herz legen, soweit sie mit einem Plot leben können, der sich vergleichsweise langsam entwickelt.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Black Matter - Der Zeitläufer von Blake Crouch
      Jason Dessen wird eines abends entführt, betäubt und als er erwacht, ist er woanders. Anstatt verheirateter Familienvater, der als Dozent an der Uni arbeitet, ist er ein erfolgreicher Wissenschaftler und sein ganzes Leben ist anders. Es ist das Leben, dass er geführt hätte, wenn er sich vor 15 Jahren anders entschieden hätte. Oder eins davon...
      Es ist ein bisschen schwierig, mehr zu erzählen, ohne zumindest leichte Spoiler rauszulassen...
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      Nach einigem Ärger schafft er es, aus der Welt zu fliehen und versucht im Multiversum sein altes Leben wiederzufinden, dass ihm von seinem anderen Ich gestohlen wurde. Da jede Entscheidung, die er in seinem Leben getroffen hat, ein neues Multiversum erschuf, wird es schwierig. Vor allem, da er nur 50 Chancen hat.

      Der Roman ist spannend geschrieben und lässt sich gut weglesen. Manchmal raucht einem ein bisschen der Schädel, wenn man mit dem Gedanken der Multiversen beschäftigt ist. Irgendwann in der Mitte hatte ich kurz den Eindruck, dass die Geschichte etwas zerfasert, aber ein Plottwist, der eigentlich sogar sehr logisch war, auch wenn er mich erst etwas verwirrte, macht die Sache wieder spannend.
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      Wieder in der eigenen Welt wird er mit vielen Versionen seiner selbst konfrontiert, die sich erst während der Suche seines eigenen Lebens, abspalteten. Und eigentlich genauso viel Recht auf sein altes Leben haben, wie er selbst.

      Fazit: spannende Geschichte, die einen fesselt.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Black Matter hört sich sehr spannend an. Werde ich mir demnächste denke ich auch mal ansehen.

      Isaac Asimov - Foundation and Empire (Foundation #2)
      Hat mir etwas besser gefallen, als der erste Teil der Reihe, obwohl einige der Schwächen erhalten bleiben. Statt fünf Kurzgeschichten waren es dieses Mal zwei (ziemlich unabhängige) Novellen. Diesmal gab es Charaktere, die aber größtenteils recht blass oder klischeehaft blieben. Trotzdem machen die Ideen es wert, das Buch zu lesen. Im ersten Teil geht es vor allem darum,
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      dass Individuen keine große Rolle für Seldons Plan spielen. Das Erwähnen und Ausarbeiten dieser Idee fand ich sehr positiv und das Plotdevice "Psychohistory" wurde für mich damit ins deutlich Glaubwürdigere verschieben.

      Auch nochmal außerhalb des Spoilers: Diese Idee hat mir sehr gut gefallen. Als Geschichte funktioniert der erste Teil gerade wegen seiner Idee für mich nicht sehr gut,
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      da die Charaktere eben im Endeffekt unwichtig sind.

      Der zweite Teil beschreibt dann
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      das erstmalige Abweichen (?) vom Seldon-Plan, zumindest aus Sicht der ersten Foundation. Auch dass ein solches Abweichen stattfindet hat mir sehr gut gefallen, denn dass auch sehr fortschrittliche Wissenschaft über große Menschengruppen eine sehr lange Zeit so akkurat in die Zukunft vorhersagen kann, wie es vorher rüberkam, war für mich vorher schon ein Problem des Konzepts. Außerdem wird auf diese Art wieder Spannung generiert, die beim vorherigen "Die Foundation gewinnt sowieso" durchaus etwas verlorenging...

      Der zweite Teil funktioniert auch als Geschichte deutlich besser. Er endet mit einem sehr vorhersehbaren (aber inhaltlich absolut gelungenen) Twist. 4/5
      Ich habe nun endlich einmal geschafft, den Drachenbeinthron von Tad Williams zu beginnen. Bisher muss ich aber gestehen, überzeugt es mich noch nicht. Der Weltenaufbau war mir zunächst zu viel und zu schnell. Unzählige merkwürdig klingender Namen, die mir als Leser ständig um die Ohren geworfen werden, sind eher verwirrend als erklärend. Außerdem ist bisher - und ich habe schon einige Kapitel gelesen - noch imer nicht wirklich klar, was das Buch eigentlich erzählen möchte. Bisher plätschert es so dahin und berichtet quasi vom Alltag am Hof, wenn man so will, aber der große Spannungsbogen, der mich dazu ermutigt, weiterzulesen, hat sich bisher noch nicht gezeigt. Ich hoffe, das ändert sich bald, immerhin gilt die Osten Ard Saga ja irgendwie zu den besten Fantasyreihen, wenn man den verschiedenen Toplisten hier und woanders glauben schenken darf.
      "Dann geh. Es gibt andere Welten als diese."

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      "Der Outsider", von Stephen King.
      Ein Junge wird Opfer eines Sexualmords, inklusive Kannibalismus. Das Kind wurde kurz vor der Tat mit einem in seiner Stadt ziemlich bekannten Jugend-Coach gesehen, und auch die forensischen Beweise deuten eindeutig auf den Mann als Täter hin. Es stellt sich allerdings heraus, dass dieser ein absolut wasserdichtes Alibi hat...
      Soweit ungefähr die Inhaltsangabe vom Klappentext, mehr möchte ich nicht spoilern.
      Die erste Hälfte des Buchs gefiel mir sehr. Ein guter Page-turner, der sich ähnlich wie "Mr. Mercedes" liest. Die zweite Hälfte lässt dann mMn deutlich nach. Ich mag zwar die beiden Charaktere, die die Story ab hier voran treiben, aber die Story selbst wurde mehr "so lala".
      Wenn man ein King Fan ist, der zur Zeit nichts zu lesen hat, kann man sicher mal reinschauen. Muss man aber nicht zwingend.
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