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      HappyTime wrote:

      Heute wurde "Feuer und Blut" meiner E-Book App hinzugefügt. Dann werde ich nebenher darin lesen können, ohne meinen Vorsatz, keine Bücher von Martin bis TWOW mehr zu kaufen, zu brechen.



      Oh hervorragend, dann werd ich mir "Feuer und Blut" nachher auch mal runterladen :thumbup:
      Manche Sachen kann man nicht verstehen, man kann sich nur darüber wundern.
      Agatha Christie - Hercule Poirot's Christmas
      Ein Buch, das schon ewig zu meinen absoluten Favoriten zählt. Seit ich das Buch als junger Teenager zum ersten Mal gelesen habe, hat sich der Teil der Auflösung, der
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      ungefähr geht "Auch Polizisten haben Töcher und Frauen... und Väter!

      bei mir eingebrannt.
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      Das Konzept war damals für mich so schockierend und überraschend, dass ich von dem Buch sehr geflashed war: In allen Krimis, die ich kannte, waren die Polizisten nicht nur "die guten", sondern sie waren abseits des Hauptcharakteres oft Nichtentitäten, die nur Funktion, aber keinen Charakter hatten.

      Aber auch bei Wissen um die Auflösung (habe es noch ein paar Mal seitdem gelesen), ist das Buch sehr stark.
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      Man könnte tatsächlich zur Lösung kommen, wenn man wirklich gut aufpasst (Ähnlichkeit der Männer wird schon oft betont.

      Ein sehr gutes Buch. 5/5

      Agatha Christie - Sad Cypress
      Noch ein Buch von Agatha Christie, das mir sehr gut gefallen hat. Der Beginn und die Struktur war etwas ungewöhnlich (am Anfang nicht chronologisch), aber viel hat das gefühlt nicht geändert. Außer vielleicht, dass man schon von Anfang an wusste, was der Fall sein würde und dass
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      durch die klare Fokussierung auf Eleanore als von allen vermutete Täterin die erdrückende Indizienlage betont wurde.

      Hat eine nette Auflösung und liest sich gut. 4/5

      Außerdem habe ich wieder mal ein Hörbuch gehhört:

      Andreas Föhr - Eifersucht
      Ich hab nochmal geschaut, was ich zum ersten Buch des Autors, Eisenberg, geschrieben habe. Vieles davon könnte man wörtlich übernehmen: Der Schreibstil ist sehr einfach, der Fall ist okay, die Hauptperson ist interessant genug, um dranzubleiben und der besondere Fokus auf deutschem Rechtssystem ist für mich der wichtigste positive Aspekt. Das Ende ist diesmal vielleicht nicht ganz so weit hergeholt, wie ich es aus dem ersten Buch in Erinnerung habe, ist aber auch nicht umwerfend. Ist okay. Insgesamt kann man das Buch lesen, vor allem wenn man eine (in Teilen - teilweise ist das Buch eben auch ein Thriller) so weit man das beurteilen kann vernünfitge Integration von (deutscher) Justiz in einen Krimi/Thriller möchte. In allen anderen Aspekten ist es ziemlich durchschnittlich. 3/5

      Und ich lese natürlich weiter Ward von Wildbow, bin jetzt am Ende von Arc 4. Gefällt mir bisher sogar noch etwas besser als mir Worm zum entsprechenden Zeitpunkt gefallen hat. Der Stil kommt mir etwas routinierter vor (macht auch Sinn, könnte aber natürlich auch Einbildung sein), vor allem gefällt mir aber, dass der Fokus bisher viel mehr auf den Charakteren und weniger auf klassischen Kämpfen liegt. Das Worldbuilding ist immer noch überragend und es sind immer noch faszinierende Themen im Hintergrund des Stoffs (Traumaverarbeitung, Rehabilitierung) und diese erweitern auch noch sinnvoll die Themen von Worm. Auf der anderen Seite war ich von den Charakteren in Worm an dieser Stelle noch etwas mehr gehooked (nicht falsch verstehen, Victoria ist ein extrem spannender Charakter und auch die anderen Hauptcharaktere sind interessant und vor allem sehr einzigartig in ihrer Anlage. Allerdings habe ich mich gerade mit Rachel und Lisa/Tattletale damals noch etwas verbundener gefühlt. Vielleicht ist dieser Blick aber auch gefärbt, da ich mit den beiden ja mittlerweile mehrere Tausend eiten verbracht habe und nicht nur ein paar Arcs).

      Auch hier kann ich den begleitenden Podcast We've got Ward absolut empfehlen!

      hodor wrote:

      Finnigan wrote:

      Ich versuche mich mittlerweile ein drittes Mal an der Reihe, bisher bin ich nie über Band 5 hinausgekommen :whistling:

      Ich finde das Setting genial, die Komplexität der Welt und der Charakter...eigentlich ist das eine grandiose Reihe. Trotzdem schaffe ich es irgendwie nicht, mal durchzukommen, weil ebendiese Komplexität und dass man eigentlich auch in Band 5 noch keine Ahnung hat, um was es geht, sind auf Dauer dann doch irgendwie ermüdend.
      Das kann ich unterschreiben. Ich bin bis Bonehunters gekommen, oder genauer dem ersten Esslemont-Buch, dann war Wartezeit, dann hab ich vergessen, weiterzulesen, und jetzt müsste ich noch mal von vorne anfangen, und das ist mir irgendwie zuviel.
      Ich würde das Zeug trotzdem empfehlen, es hat super Charaktere, die Warrens sind genial und man kann sich in dieser Welt verlieren.
      Aber wenn man was ähnliches lesen will, das viel besser geschrieben ist, würde ich R. Scott Bakker 's Prince of Nothing empfehlen.


      Danke für den Tipp, das kenne ich noch gar nicht. Werde ich mal auf die Liste setzen :)

      Maegwin wrote:

      Man ist gezwungen ganze Absätze und Passagen zu lesen ohne zu verstehen, was darin passiert. Sagen wir Hans, Heumeuthairos und Würsteldieb gehen durch ein Gurgerldrummsi und werden klyptogerüffelomatet wobei Hans auf episch-tragische Weise explodiert. In Band 126 wird dir vielleicht nach einem beiläufig eingestreuten Halbsatz aufgehen, was ein Gurgeldrummsi überhaupt ist und in Band 139 wirst du merken, dass du doch Unrecht hattest.
      Oder auch nicht.
      Dann fängst du mit einem ReRead an und versuchst diesmal rauszufinden was "klyptogerüffelomatet" ist.


      Das ist die beste Zusammenfassung der Erikson-Leseempfehlung, die ich mir vorstellen kann. Chapeau! :D
      "Dann geh. Es gibt andere Welten als diese."
      So, nachdem ich letzte Woche kaum zum Lesen gekommen bin, konnte ich gestern endlich den Trafikanten ("Der Trafikant" von Robert Seethaler) beenden. Wien in den 30ern. Es geht um den 17-jährigen Franz, der aus dem Salzkammergut nach Wien kommt, um eine Lehre zum Trafikanten bei einem alten Bekannten seiner Mutter zu machen. Dort lernt er die Böhmin Anezka und Sigmund Freud kennen, während die politische Lage sich langsam zuspitzt.

      Mir wurde das Buch von einem Kollegen ans Herz gelegt. Es sei eines der 10 besten Bücher, die er je gelesen hätte. Vielleicht war meine Erwartungshaltung dementsprechend hoch. Es ist wirklich schön geschrieben. Da kann man nichts sagen. Und die Geschichte ist jetzt auch nicht schlecht ... aber auch nicht neu. Allerdings hätte ich Sigmund Freud nun als Figur nicht gebraucht. Das Buch hätte auch mit einer fiktiven Figur funktioniert. Vielleicht hätte so doch noch ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut werden können, da man eigentlich weiß, dass Freud in London gestorben ist. Das hätte dem kleinen Büchlein, das so ein wenig vor sich hinplätscherte, nicht geschadet.
      Was mich auch etwas verwundert hat: Es wirkt fast so, als würden nur vereinzelt ein paar Nazis in Wien herumlaufen und diese würden auch nur unter Argwohn geduldet. Der Großteil der Bevölkerung gehörte aber zu den "Guten". Aber war die Begeisterung für den Anschluss nicht recht groß, damals?
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      Post was edited 1 time, last by “Narannia” ().

      Ich hab zum ersten Mal ein Comic für Erwachsene gelesen, "Mercy on me" heißt es und es geht um Nick Cave. Ich fand es sehr unterhaltsam, es ist oft aus der Perspektive von Personen aus seinen Songs geschrieben und die Zeichnungen mag ich auch. Und seitdem möchte ich ständig seine Musik hören.
      Jetzt brauche ich Lesestoff für den Urlaub. Welches Buch in diesem Jahr fandet Ihr bisher am besten?

      penelope wrote:

      Ich hab zum ersten Mal ein Comic für Erwachsene gelesen, "Mercy on me" heißt es und es geht um Nick Cave. Ich fand es sehr unterhaltsam, es ist oft aus der Perspektive von Personen aus seinen Songs geschrieben und die Zeichnungen mag ich auch. Und seitdem möchte ich ständig seine Musik hören.
      Jetzt brauche ich Lesestoff für den Urlaub. Welches Buch in diesem Jahr fandet Ihr bisher am besten?


      In welche Richtung soll es denn gehen?
      Meine Buchauswahl dies Jahr war noch nicht prickelnd, letztes Jahr waren aber ein paar gute dabei, z.B. Glennkill - Ein Schafkrimi, fand ich saukomisch :D und die Bücher von Sandra Lessmann um Jeremy Blackshaw habe ich verschlungen. Es sind mehr oder weniger historische Krimis, angesiedelt in England um 1670, mit geschichtlichem Hintergrund.Ähnlich wie bei Gable gibt es historisch verbürgte Personen und fiktive Charatere.
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett

      penelope wrote:

      h hab zum ersten Mal ein Comic für Erwachsene gelesen, "Mercy on me" heißt es und es geht um Nick Cave.
      Das habe ich noch vor mir. Ich hab vom selben Autor das Comic über Johnny Cash gelesen, das war schon mal sehr gut.
      Mein Lieblingscomicautor ist inzwischen Jeff Lemire. Seine Spezialität sind herzzerreissende Comics mit oder ohne phantastischen Elementen. (Nebenher arbeitet er für DC und Marvel). Ich empfehle zum Einstieg die Essex-County Trilogie. Ein guter Artikel über den Autor liegt hier.
      HODOR !
      Ich habe mit "Die Terranauten" angefangen von Boyle. Kennt das jemand von euch?

      Die Thematik finde ich sehr spannend, aber der Anfang liest sich sehr oberflächlich und den Protagonisten geht es bisher nur um Sex, Liebe und darum, ob die anderen Terranauten besser aussehen als man selber :fie:

      In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
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