Eigenes Buch

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      Oj, das war jetzt keine böse Absicht. :blackeye:
      Ich weiß, es ist unheimlich schwer da ein vernünftiges Gleichgewicht zu wahren.

      Aufrichtigste Hochachtung, dass du das Schreiben so weit durchgezogen hast.
      Ich laufe seit ich vierzehn bin mit zwei plottechnisch eigentlich ziemlich fortgeschrittenen Konzepten im Kopf rum, habe es aber nicht geschafft mehr als zwanzig Seiten davon zu Papier zu bringen. Es macht irgendwie deutlich mehr Spaß weiterzugrübeln als loszuschreiben. Ich wünschte es gäbe eine Art Kopf-zu-Papier-Telepadingsi, es entmutigt nämlich auch immer ganz schön wenn die Dinge aufgeschrieben so viel platter und klobiger wirken als im Kopf.

      Was ich IÜ ziemlich klasse finde, ist Stephen Kings Buch über das Schreiben. Mal als Tipp für alle die noch nicht so weit sind.
      Es steht zwar erstaunlich wenig über.. naja.. Schreiben drin, aber was drin steht macht unglaublich Sinn. Insbesondere Floskeln wie "sagte wutentbrannt" treibt King einem aus wie kein zweiter. :)

      Ich drück dir auf jeden Fall vollstens die Daumen und wüsste auch gern bescheid, wenn du "an die Börse" gehst. :)
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.
      Ach ja, das Kopftelepadingsi hätte ich auch gerne! *träumt*
      Deswegen hatte ich mir mal ein Diktaphon gekauft, war mir aber dann doch zu peinlich, es laut draufzusprechen, wenn ich mal wieder eine Szene im Kopf hatte. (Auch wenn das vornehmlich für mich alleine im Auto war) ;)

      Ideen für Bücher oder Themen habe ich auch viele und die reichen dann von Fantasyplots bis hin zu aktuellen Themen oder tatsächlich eher experimentell anmutenden Stoffen die abseits von Buchformat, 3 Person singular und ähnlichem sind. Meine größten Leistungen diesbezüglich auf Papier liegen aber in ca. 500 Seiten handgeschriebener Story, die ich mit Neetyanna vor ca. äh gefühlten 100 Jahren mal angefangen habe, und die im Rückblick mehr ein Spaßprojekt waren und vermutlich literarisch nicht unbedingt der Höhepunkt der Fantasyliteratur darstellen würden. Ah, und dann hatte ich mal ein sich ziemlich gut anfühlendes DSA-Projekt, von dem auch ca. die ersten 60-70 Seiten umgesetzt wurden, die Story schon ganz fertig geplant war und das wirklich Potential gehabt hätte. Aber DSA ist mittlerweile so weit weg für mich, dass ich auch keine Lust mehr hätte, es zu schreiben (auch wenn ich denke, die Geschichte war gut und komplex und spannend).
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)
      Ach ja...das liebe Schreiben... :) Mehr als eine in einer anderen Geschichte eingebettete Kurzgeschichte und ein Anfang der anderen Geschichte hab ich bisher nicht geschafft. Im Nachtdienst damals ging das Schreiben ganz gut. Aber Nachtdienst hab ich ja keinen mehr, und die Geschichte verändert sich permanent wabernd und so... deswegen bleibt sie wohl für immer und ewig in meinem Kopf, weil das mit dem im Kopf schön auf dem Papier ( im Rechner) platt, das ist das allergrößte aller Probleme. Und die Disziplin und so...
      "Be realistic", said the unicorn.
      Außerdem bin ich der Meinung, dass die Red Apple Fossoways von New Barrel Spalter sind!
      Ich schreibe schon sehr lange. Vor allem während des Unterrichts. Fertiggestellt habe ich bis jetzt zwei Geschichten, ich habe aber noch zahlreiche weiter Ideen im Kopf. Meine Geschichten spielen in meiner ausgedachten Welt, von der es auch schon mehrere Karten gibt. Mit Verlag und so hat es leider noch nicht geklappt. Den Großteil meiner Freizeit (und meiner Schulzeit) verbringe ich damit, zu schreiben, die Charaktere zu zeichnen oder meine Welt weiter auszuarbeiten (Sprachen, Kulturen, Geschichte, Karten und sowas).
      Mein größtes Problem ist ja, dass ich mich so lange daran aufhalte, die Geschichten am PC abzutippen...
      L'inverno sta arrivando - Der Winter naht - Winter is Coming - Se acerca el invierno - Vintern närmer sig - Зима близко - L’hiver vient

      [i]Summer friends will melt away like summer snows, but winter friends are friends forever.[/i]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „wilwric the halfelv“ ()

      ja ich hatte mal angefangen. und dann wieder aufgehört und dann wieder angefangen. Dann die geschichte in den digitalen Mülleimer gekloppt und neu angefangen.
      Die Geschichte kann ich schwerlich beschreiben, da ich sie ständig abwandle, die Figuren verwische, neu definiere etc. Alles etwas chaotisch. Hab oftmals einen
      Inspirationsschub und dann wochenlang gar nix mehr. Nach nem halben Jahr les ichs dann nochmal durch und mir fällt auf, dass die Namen der Figuren mir irgendwie
      bekannt vorkommen.
      Das ist dann immer etwas ärgerlich. Vielleicht nehm ich mir mal in den Semesterferien Zeit, um das ganze zu strukturieren und zu konzeptieren. Denke mit n
      bisschen mehr Ordnung wäre mir da schon sehr geholfen.

      Sonnenfalke schrieb:

      Die Geschichte spielt in einer mittelalterlichen Fantasywelt, wobei nur die
      Welt fiktiv ist. Der Rest ist absolutes LowFantasy mit eigentlich gar keiner Fantasy,
      außer dass die Welt zwei Monde hat (einer war mir zu "gewöhnlich" Wieso hat eigentlich
      _jede_ Fantasywelt immer nur _den_ Mond? - langweilig!).

      Die Welt, in der Guy Gavriel Kays Romane spielen, wird von zwei Monden umrundet. Allerdings fand ich seine Bücher bislang nicht sonderlich prickelnd.

      Deine Bücher würde ich mir mit ziemlicher Sicherheit kaufen. Klingt wirklich komplex, durchdacht und enorm umfangreich. Gerade historische und religöse Schwerpunkte sind genau nach meinem Geschmack.

      Ich wünschte, ich wäre auch nur annähernd so weit wie du. Mir geht es in dieser Hinsicht ähnlich wie Maegwin, wobei ich an meinem derzeitigen Konzept erst seit etwa vier Jahren arbeite. Eine klare Handlung zeichnet sich auch erst seit ungefähr anderthalb bis zwei Jahren ab, seit ich das Szenario von "Altlasten" wie etwa unnötigen Fabelwesen und übermäßig viel Magie befreit habe.



      Zu den Grundzügen der Handlung: Die Geschichte spielt in einer Welt an der Schwelle zur Renaissance. Der Übergang von der Spätantike ist dabei fließend (ein klassisches Mittelalter, in dem die Zivilisation einen Rückschritt erlebte, gab es nicht; die Entwicklung ging allerdings relativ langsam vonstatten, weil diese Region meiner Welt von einem Dauerkonflikt zwischen progressiven und Beharrungskräften geprägt ist), so dass man nicht unbedingt von einer Wiederentdeckung antiken Wissens, sondern von dessen Weiterentwicklung sprechen sollte. Das ganze ist ein wenig byzantinisch angehaucht. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, wie ein theokratisches System widerspruchslos funktionieren könnte, ohne dass die Gesellschaft auf das Niveau des tiefsten Mittelalters zurückfällt. Gerade bei Kearneys Monarchies of God habe ich mich gefragt, wie es sein kann, dass eine Kirche ohne ein solides Fundament, nur auf Basis der ideologischen Oberhoheit, eine derartige Macht ausüben kann.
      Der Dreh- und Angepunkt ist in meiner Geschichte die Heilige Schrift und deren Auslegung, und da sie überwiegend symbolisch ausgelegt wird, hat sich über Jahrhunderte hinweg ein empfindliches Gleichgewicht eingestellt, das nun aber zu kippen droht, da sich bedeutende Regionen in der Peripherie des kirchlichen Machtbereiches endgültig verselbständigt haben. Das ist vor allem neuen Erfindungen und Entdeckungen im Zuge des expandierenden Seehandels (verbesserte Navigationsmethoden, ein aufblühendes frühes Bakenwesen, ...) sowie dem Buchdruck zu verdanken. Ja, erinnert natürlich an die Renaissance, aber ich versuche, die politische und gesellschaftliche Entwicklung möglichst eigenständig zu gestalten.

      Ortswechsel: Im Westen des "Kirchenreiches" beobachtet dessen großer Gegner, das Ashata-Reich, die Entwicklung mit großer Neugier. Strukturell erinnert das Ashata-Reich dem Abbasiden-Kalifat, an dessen Spitze ein symbolisches, religiös-politisches Oberhaupt steht, das zunehmend zum Spielball mächtiger Provinzfürsten wird und nun versucht, seine alte Stellung zurückzuerlangen. Die auf den ersten Blick monotheistisch erscheinende Religion ist dabei allerhöchstens indirekt an den Islam angelehnt, sondern vor allem kosmisch-pantheistisch-universalistisch geprägt. So existiert keine strikte Trennung zwischen Gut und Böse, Gott und dem Teufel, Himmel und Hölle usw. - alles wird als Teil eines großen Ganzen begriffen. Auch fremde Kulte konnten in der Vergangenheit gut integriert werden. Kulturell ist das ganze ein wenig an das spätmittelalterliche Persien sowie das Mogzlreich angelehnt.

      Das Verhältnis zwischen den beiden Großreichen ist nicht durch Glaubenskriege vergiftet, sondern von gegenseitigem Respekt geprägt, aber durchaus angespannt, weil sich auch hier in den letzten Jahrhunderten ein empfindliches Gleichgewicht zwischen Expansion bzw. Rückeroberung auf der einen, Kultur- und Wissenstransfer auf der anderen Seite entwickelt hat. Sie wissen, dass sie nicht ohne einander auskommen können, versuchen aber stets, den Rivalen zu übertrumpfen. Nun stürzen beide Reiche in eine innenpolitische Krise, da sich die gegenwärtigen Machtverhältnisse als nicht mehr zeitgemäß erweisen. Provinzfürsten, Ordensmänner, reiche Händler und Bankiers sowie Militärs streben wahlweise nach der Macht und versuchen, ihren Herrschaftsanspruch durch Expansion zu legitimieren, aber irgendwie will das keinem so recht gelingen, was beide Reiche in eine nicht enden wollende Spirale an inneren und äußeren, meist kriegerischen Konflikten verwickelt. Die mehr oder weniger unabhängigen Reiche in der Peripherie bzw. zwischen den Fronten wollen da nicht länger mitmachen und streben nach vollständiger Unabhängigkeit, was seinerseits die konservativen religiösen Kräfte auf den Plan ruft, die befürchten, dass die progressiven, in Religionsfragen schon immer eigensinnigen Regionen endgültig vom wahren Glauben abfallen. Und so erhält der eigentlich gesellschaftlich-politische Konflikt einen ganz starken religiösen Anstrich.

      Das wiederum eröffnet eine neue Dimension: Die historische. Meine bisherigen "Projekte" spielten in früheren Epochen derselben Welt, kamen aber nie über das Anfangsstadium hinaus. Ich habe das zu meinem Vorteil genutzt und die Hintergrundgeschichte auf diese Weise ausgebaut, so dass ich mittlerweile ein recht genaues Bild der kulturgeschichtlichen Entwicklung der letzten 3500 Jahre habe. Und natürlich stimmt so manches nicht an der Version, die als kanonisch gilt. Das bezieht sich nicht zuletzt auf die Entstehungsgeschichten der Religionen, die vom blutigen Ringen um den richtigen Weg geprägt sind und in deren Folge die Sieger unwillkommenes Wissen vernichtet oder unterschlagen haben. Hier kommt nicht nur Magie ins Spiel - auch meine Leidenschaft für das Lösen geschichtlicher Rätsel tritt zu Tage. Hier hat mich der Gezeitenwelt-Zyklus seinerzeit maßgeblich beeinflusst, so dass ich seitdem nicht daran vorbeikomme, die Geschichte auch als eine historische Spurensuche anzulegen.



      So viel erst einmal zum Grundkonzept. Noch befindet sich die Geschichte in der Konzeptionsphase. Ich habe erst ein paar von Anfang an feststehende Kapitel geschrieben, deren Gesamtlänge etwa 100 Seiten in den deutsprachigen Ausgaben des Liedes entspricht. Ich weiß, wie die globale Handlung verlaufen und wo sie enden wir, und auch die handlungstragenden POVs, ihre Hintergründe und ihr Werdegang stehen ebenfalls größtenteils fest. Allerdings äußert sich das noch nicht in konkreten Kapiteln, da die POVs überwiegend Getriebene oder Spielfiguren sind, die sich ihre eigene Stellung erst erkämpfen müssen und analog dazu versuchen, die HIntergründe zu durchblicken. Noch bin ich mir nicht sicher, wie ich die Geschichte der "Großen" aus ihrer Sicht erzählen soll und wie sich das dann in konkreten Kapiteln äußert.

      So viel erst einmal von meiner Geschichte, die wahrscheinlich nie ein Ende zu sehen bekommen wird... :whistling:

      ADIS SEV ... TE ROSEVM TITANA VOCARI
      GENTIS ACHAEMENIAE RITV SEV PRAESTAT OSIRIN
      FRVGIFERVM SEV PERSEI SVB RVPIBVS ANTRI
      INDIGNATA SEQVI TORQVENTEM CORNVA MITHRAM.


      Statius, Thebais

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Mithras“ ()

      Klingt ziemlich interessant ... vor allem der Evolutionssprung über das Mittelalter hinaus bzw. das Auslassen desselbigen.
      Was mich interessieren würde ... gibt es in deiner Welt/deiner Zeitepoche schon Schusswaffen und wenn ja, wie beeinflussen
      sie das Militärwesen, wenn es im Gegenzug dazu ja noch Magie gibt/geben soll?

      Mich hat Magie an sich damals immer vor sehr große Probleme erstellt - nicht konzeptionell, da hatte ich gute Ideen, aber es lief immer
      darauf hinaus, dass bei militärischen Auseinandersetzungen die Magie entweder zu schwach war (Hauptaugenmerk mehr auf gerüstete
      Krieger, Klingenwaffen usw.) und somit sinnlos, bzw. zu stark/imba (alá "Spiel der Götter"), was die komplette Existenz von Armeen/Flotten
      in der Welt in Frage gestellt hat, wenn ein Magier allein ganze Heere auslöschen konnte mit einem Handstreich.

      Deshalb hatte ich mich entschieden komplett auf Magie zu verzichten und im gleichen Atemzug, sind auch sämtliche Fantasyelemente verschwunden,
      die sonst mit Magie einhergehen.

      Mich würde interessieren, wie du das Problem gelöst hast bzw. deinen Ansatz dazu?
      ^`v´^ Licht tötet Schatten ^`v´^

      Eddard: "I hear your sister can't close her legs."
      Jaime: "I hear the same about Bran."
      Eddard: "..."

      @Maegwin: GwwpwpdmbswTbihvhcpcacff ftw! \o/

      Dieses Spielzeug wurde von Psychologen speziell dafür geschaffen, Kinder auf das Leben vorzubereiten:
      egal wie man es benutzt - es ist falsch.

      Sonnenfalke schrieb:

      Klingt ziemlich interessant ... vor allem der Evolutionssprung über das Mittelalter hinaus bzw. das Auslassen desselbigen.

      Ist eigentlich nichts Besonderes. Wie gesagt: Die zentrale Region meiner Welt ist byzuantinisch geprägt, und in Byzanz sah das Mittelalter nun einmal ganz anders aus als in Westeuropa. Liegt nicht zuletzt daran, in der Realität ebenso wie in meiner Welt, dass diese Kultur nicht an der Integration von "Barbaren" gescheitert ist, weil es eben keine Barbaren zu integrieren gab.

      Sonnenfalke schrieb:

      Was mich interessieren würde ... gibt es in deiner Welt/deiner Zeitepoche schon Schusswaffen und wenn ja, wie beeinflussen sie das Militärwesen, wenn es im Gegenzug dazu ja noch Magie gibt/geben soll?

      Die Magie funktioniert ein wenig anders, aber darauf werde ich gleich noch zurückkommen. Um eine Antwort auf die Schwarzpulver-Frage habe ich mich immer ein wenig herumgedrückt und damit genau das Gegenteil von dem erreicht, was ich erreichen wollte. Na ja, sei's drum. Ja, es gibt Feuerwaffen, allerdings stehen sie erst in der Entwicklungsphase und sind in großen Schlachten bisher kaum zum Einsatz gekommen. Man wartet auf den richtigen Zeitpunkt und hält das Projekt noch geheim. Wie gesagt, die Entwicklung steht noch am Anfang, und deshalb hat man es noch nicht geschafft, die Waffen in eine handlichere Form zu bringen. Ich gestehe hiermit, ein Star Wars-Fan zu sein. Große Raumschlachten haben ohren besonderen Reiz. In einer weniger futuristischen Welt kommen ihnen eigentlich nur Seeschlachten, die mit schwerem Geschütz geführt werden, halbwegs nahe.

      Sonnenfalke schrieb:

      Mich hat Magie an sich damals immer vor sehr große Probleme erstellt - nicht konzeptionell, da hatte ich gute Ideen, aber es lief immer
      darauf hinaus, dass bei militärischen Auseinandersetzungen die Magie entweder zu schwach war (Hauptaugenmerk mehr auf gerüstete
      Krieger, Klingenwaffen usw.) und somit sinnlos, bzw. zu stark/imba (alá "Spiel der Götter"), was die komplette Existenz von Armeen/Flotten
      in der Welt in Frage gestellt hat, wenn ein Magier allein ganze Heere auslöschen konnte mit einem Handstreich.

      Deshalb hatte ich mich entschieden komplett auf Magie zu verzichten und im gleichen Atemzug, sind auch sämtliche Fantasyelemente verschwunden,
      die sonst mit Magie einhergehen.

      Mich würde interessieren, wie du das Problem gelöst hast bzw. deinen Ansatz dazu?

      Erikson ist auch für mich ein abschreckendes Beispiel, nicht nur aus den von dir genannten Gründen, sondern auch, weil Magie mMn etwas Geheimnisvolles, Undurchschaubares sein sollte, das ein Normalsterblicher nie völlig verstehen, geschweige denn meistern kann. Für mich ist Magie eher eine mit der Realität verschränkte Sphäre, deren Wirken die Wirklich beeinflussen und zutiefst erschüttern kann. Allein deshalb trauen sich die wenigsten Magiekundigen überhaupt, ihr Wissen anzuwenden, weil die Risiken unkalkulierbar sind. Dass der Zaubernde dabei umkommt ist noch das geringste Risiko - im schlimmsten Falle hat er nie existiert und mit ihm alles, was er gezeugt oder geschaffen hat. Es existiert allerdings nur eine Handvoll Personen, die überhaupt dazu in der Lage ist, bewusst Zauber zu wirken. Unbewusst sieht's da schon anders aus. Der Glaube kann in meiner Welt tatsächlich Berge versetzen, ohne dass es den Gläubigen klar wäre.

      Es gibt in meiner Welt tatsächlich Menschen, die als Magier (bzw. Maguš, Pl. Mager) bezeichnet werden. Ursprünglich waren damit ja zoroastrische Priester und Sternendeuter gemeint, d. h. zentrale Figuren der altpersischen Religion, die aber auch gerne als Universalgelehrte auftraten. Diese Funktion kommt ihnen auch in meiner Welt zu; sie werden nicht nur in Theologie, sondern auch in Rhethorik, Philosophie, Mathematik, Atronomie/Astrologie, Geschichte und bisweilen auch in der Medizin und dem Rechtswesen geschult, so dass sie die intellektuelle Elite bilden und dafür verantwortlich sind, dass sich Religion und Wissenschaft nicht widersprechen. Magie im engeren Sinne können sie nicht wirken. Ich habe mich da auf die etymologischen Ursprünge der Begriffe Magier bzw. Magus zurückbesonnen.

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      Statius, Thebais
      Interessant....
      Sollen denn beide Reiche über Schusswaffen verfügen oder wird das der entscheidende Vorsprung eines der Reiche sein?
      “I walked away from the Last Great Time War, I marked the passing of the Timelords, I saw the birth of the universe and I watched as time ran out, moment by moment until nothing remained – no time, no space, just ME! I walked in universes where the laws of physics were devised by the mind of a mad man! And I watched universes freeze and creations burn, I have seen things you wouldn’t believe, I have lost things you will never understand!"
      -The Doctor
      Zitat von »Sonnenfalke« Mich hat Magie an sich damals immer vor sehr große Probleme erstellt - nicht konzeptionell, da hatte ich gute Ideen, aber es lief immer
      darauf hinaus, dass bei militärischen Auseinandersetzungen die Magie entweder zu schwach war (Hauptaugenmerk mehr auf gerüstete
      Krieger, Klingenwaffen usw.) und somit sinnlos, bzw. zu stark/imba (alá "Spiel der Götter"), was die komplette Existenz von Armeen/Flotten
      in der Welt in Frage gestellt hat, wenn ein Magier allein ganze Heere auslöschen konnte mit einem Handstreich.

      Deshalb hatte ich mich entschieden komplett auf Magie zu verzichten und im gleichen Atemzug, sind auch sämtliche Fantasyelemente verschwunden,
      die sonst mit Magie einhergehen.

      Mich würde interessieren, wie du das Problem gelöst hast bzw. deinen Ansatz dazu?

      Erikson ist auch für mich ein abschreckendes Beispiel, nicht nur aus den von dir genannten Gründen, sondern auch, weil Magie mMn etwas Geheimnisvolles, Undurchschaubares sein sollte, das ein Normalsterblicher nie völlig verstehen, geschweige denn meistern kann. Für mich ist Magie eher eine mit der Realität verschränkte Sphäre, deren Wirken die Wirklich beeinflussen und zutiefst erschüttern kann. Allein deshalb trauen sich die wenigsten Magiekundigen überhaupt, ihr Wissen anzuwenden, weil die Risiken unkalkulierbar sind. Dass der Zaubernde dabei umkommt ist noch das geringste Risiko - im schlimmsten Falle hat er nie existiert und mit ihm alles, was er gezeugt oder geschaffen hat. Es existiert allerdings nur eine Handvoll Personen, die überhaupt dazu in der Lage ist, bewusst Zauber zu wirken. Unbewusst sieht's da schon anders aus. Der Glaube kann in meiner Welt tatsächlich Berge versetzen, ohne dass es den Gläubigen klar wäre.

      Sicher kann man zu Eriksons extremer Darstellung der Magie unterschiedlich stehen. Mich selbst hat sie zu Beginn, wie übrigens auch das aktive Handeln der Götter, auch abgeschreckt.
      Allerdings sind eure Argumente nur teilweise richtig.
      bzw. zu stark/imba (alá "Spiel der Götter"), was die komplette Existenz von Armeen/Flotten
      in der Welt in Frage gestellt hat, wenn ein Magier allein ganze Heere auslöschen konnte mit einem Handstreich.
      Dies trifft natürlich nur auf Hohemagier zu und die gibt es auch nicht bei Woolworth im Dutzend billiger.
      Außerdem negieren sich für gewöhnlich die Magier auf beiden Seiten, so dass die Soldaten doch wieder die entscheidende Rolle spielen.
      Und wie moderne Waffen und Magie in einer Welt gehandhabt werden können zeigt Erikson eigentlich auch ganz gut. Wenn man noch Feuerwaffen addiert ist eigentlich recht deutlich das beide Systeme durchaus konkurieren können.

      Erikson ist auch für mich ein abschreckendes Beispiel, nicht nur aus den von dir genannten Gründen, sondern auch, weil Magie mMn etwas Geheimnisvolles, Undurchschaubares sein sollte, das ein Normalsterblicher nie völlig verstehen, geschweige denn meistern kann.
      Naja, aber der Leser wird deine Art der Magie schon verstehen? Darin liegt nämlich für mich die grösste Schwierigkeit, dass du dem Leser glaubhaft vermitteln kannst warum man die Magie nicht verstehen kann, es jedoch trotzdem Menschen gibt die sie meistern können.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      Dreenan Kel Zalan schrieb:

      Sicher kann man zu Eriksons extremer Darstellung der Magie unterschiedlich stehen. Mich selbst hat sie zu Beginn, wie übrigens auch das aktive Handeln der Götter, auch abgeschreckt.
      Allerdings sind eure Argumente nur teilweise richtig.

      Ich denke, das ist eher eine Frage des persönlichen Geschmacks. Bei Magie gibt es kein Richtig und kein Falsch.

      Dreenan Kel Zalan schrieb:

      Naja, aber der Leser wird deine Art der Magie schon verstehen? Darin liegt nämlich für mich die grösste Schwierigkeit, dass du dem Leser glaubhaft vermitteln kannst warum man die Magie nicht verstehen kann, es jedoch trotzdem Menschen gibt die sie meistern können.

      Eine mMn einleuchtende Erklärung gibt's, aber damit rücke ich an dieser Stelle natürlich noch nicht raus! ;)
      Magie äußert sich übrigens vor allem in Form von Träumen. Auf diese Weise kann man sie ganz subtil einbauen, ohne dass sie direkt Einfluss auf das Geschehen nimmt. Träume werden normalerweise auch nicht "herbeigezaubert", sondern ergeben sich aus der Situation.

      LordTywin schrieb:

      Interessant....
      Sollen denn beide Reiche über Schusswaffen verfügen oder wird das der entscheidende Vorsprung eines der Reiche sein?

      Letzteres, denn genau darauf soll es hinauslaufen.

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      Statius, Thebais
      Mhmm .. wir hatten hier im Forum mal einen Thread für Autoren, wo man bestimmte Probleme, die sich beim Schreiben ergeben, mit anderen diskutieren konnte.
      Leider finde ich ums Verrecken den Link nicht mehr und auch die SuFu war nicht sonderlich hilfreich.

      Hat einer ne Idee wo der Thread geblieben ist, oder vielleicht den Link zur Hand?
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      Dieses Spielzeug wurde von Psychologen speziell dafür geschaffen, Kinder auf das Leben vorzubereiten:
      egal wie man es benutzt - es ist falsch.
      Bezüglich der Verlags- Frage: Ein Freund von mir schreibt auch, und der verlegt alles selbst über BoD (Books on Demand). Der Vorteil, neben gestalterischer und mengenmäßiger Freiheit ist, dass BoD- Titel, sofern sie eine ISBN haben auch von diversen Buchgroßhändlern gelistet werden.
      Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass wir in der Buchhandlung immer wieder BoD- Titel bestellen, es mag sich also durchaus lohnen, in den Katalogen aufzutauchen.
      Glücklich ist der Mensch, der mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann
      Hmm.. mein letzter Stand ist, dass man nach einer Veröffentlichung im BoD für reguläre Verlage als Autor verbrannte Erde ist und zwar fürallezeitenbisinalleewigkeitamen. Entsprechend sollte der Schritt wohlüberlegt sein.
      Wenn die Situation inzwischen anders ist, muss es eine Entwicklung der letzten Jahre sein.
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      Tja das mit BoD ist so eine Sache und die Herstellungskosten muss man auch selbst tragen und damit es
      sich _wirklich_ lohnt, muss man entweder a) eine besonders hohe Stückzahl verkaufen, was bei BoD Titeln eher leidlich ist
      oder b) den Verkaufspreis für die doch geringe Buchauflage entsprechend höher kalkulieren - was wiederum doof ist, weil man
      dann weniger verkauft - denn Konkurrenz gibt es genug und wer kauft schon ein Taschenbuch für 16,99 Euro, wenn man ähnliches
      für 9,99 Euro haben kann von einem größeren und vor allem bekannteren Verlag.

      Meine Erfahrung als Buchhändler mit BoD im Verkauf ist folgende, dass sich vor allem bestimmte Sachbücher lohnen mit Themen, an
      die sich große Verlage nicht rantrauen, weil der Absatz doch eher gering ist - was sich aber für einen Selbstverleger durchaus lohnen kann,
      wenn er mit seinem Sachbuch eine kleine, aber kaufwillige Minderheit bedienen kann ;)

      Ansonsten sollte man (weil NEU!), auch mal Amazon Publishing in Betracht ziehen:
      amazon.com/gp/seller-account/m…page.html?topic=200260520
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      Dieses Spielzeug wurde von Psychologen speziell dafür geschaffen, Kinder auf das Leben vorzubereiten:
      egal wie man es benutzt - es ist falsch.
      Eine Mischung aus "weil wir halt können" und Seriositätsgründen nehme ich an.

      Da gabs sogar mal ein Gespräch drüber hier im Forum, der User Dunkle Stimme ist ja Autor. Allerdings habe ich das auch außerhalb des Forums schon sehr oft gelesen.

      Italien ist nicht nur Materazzi: Der Re Di Roma-Verlag stellt sich vor
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      Also, ich kann nach 5 Jahren Betreiben eines BOD-Verlages und 600 veröffentlichten Titeln sagen, dass 1.) man als BOD Autor auch vierstellig im Jahr verkaufen kann und 2.) man als BOD-Autor auch nach einer BOD-Veröffentlichung bei einem Publikumsverlag unterkommen kann. Ob sich die Chancen durch die BOD-Veröffentlichung erhöhen oder verschlechtern, hängt vom Publikumsverlag ab. Gute Verkaufszahlen bei einer BOD-Veröffentlichung wirken sich sicherlich fördernd auf eine Verlagsbewerbung bei einem Publikumsverlag aus, andere mögen das Buch vielleicht deswegen grundsätzlich ablehnen (diese konkrete Begründung habe ich aber noch nie von einem Publikumsverlag gehört).
      Man kann aber darüber so viel lamentieren, wie man will, die Chancen, bei einem großen Verlag unterzukommen, sind leider verschwindend gering. Bei den großen Verlagen dürfte die Wahrscheinlichkeit der eines Lottogewinns gleichkommen. Man kann auch die Verlagssuche zu einem Ganztagsjob machen, Buchmessen abklappern, versuchen, Kontakte zu knüpfen etc. Aber vor allem gilt natürlich, dass das Buch gut sein muss. Es muss nicht unbedingt anspruchsvoll oder originell sein, aber vor allem fehlerfrei und flüssig geschrieben. Die Meisten scheitern daran und merken es nicht einmal.
      Das klingt für mich auch nicht nach einer Begründung, die man überhaupt offiziell zu hören bekommt.
      Sofern man überhaupt etwas hört, ich vermute normalerweise findet man einfach einen dicken Rückumschlag im Briefkasten.
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