Martinsche Zahlenfantasie

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      Martinsche Zahlenfantasie

      Martin verhaut sich immer wieder, was meint ihr?
      Mal bei den Distanzen von Westeros, bei den Einwohnerzahlen, oder viel schlimmer unrealistische Alterstufen der Protagonisten z.B. Kinderkrieger Rob und Jon.

      Jetzt gerade der verwüstete Norden im schon extrem harten Winterbeginn, da kann eigentlich schon bald keiner mehr leben. Eine riesige Wildlingsarmee die alles überfluten kann, dann ganz schnell von ein paar Rittern zerschlagen wird. Es gibt wahrscheinlich noch viele Beispiele, die größte Fantasie ist da manchmal bei Zurechtrücken der Perspektiven gefragt und nicht beim Nachvollziehen von magischen Elementen.
      Mit den Distanzen und der Reisezeiten hat Martinklar gesagt, dass er sich da keinen Schuh von Anzieht. Kann ich durchaus nachvollziehen.



      Mit dem Alter der Kinder... wird ja schon im anderen Post besprochen und wurde dargelegt, dass dies das Alter der Volljährigkeit war. Wer damals 16 war, hatte schon die Verpflichtung und Verantwortung eines heutigen 18 Jährigen... Wenn ich mir die Jugend aber so anschau, mag ich das gern noch um ein paar Jährchen hochschrauben :crazy:

      Die Einwohnerzahlen sind hoch? Kann doch gar nicht, sons würde Hinz und Kunz sich nicht ständig über den Weg laufen. :whistling:

      RE: Martinsche Zahlenfantasie

      pafo300 wrote:

      Eine riesige Wildlingsarmee die alles überfluten kann, dann ganz schnell von ein paar Rittern zerschlagen wird.
      Ähm, naja, die Wildlinge hatten ja eher sowas wie ein Camp, unbewacht nach 3 Seiten, denn ihre Konzentration galt der Mauer.
      Ihre Ostflanke war vollkommen offen, da reichen dann ein paar duzend echte Ritter + hunderte Soldaten, um durch ein weit verstreutes 20 k MannFrauKindCamp durchzumarschieren und direkt das einzige niederzumachen, was diese undisziplinierte wilde Horde zusammenhält, Mance Raider und die paar Getreuen von ihm.
      Die Riesen hatten mig Mag ja schon ihre Führung verloren.

      Ich jedenfalls halte das Szenario für vollkommen unübertrieben.

      Du darfst auch nicht vergessen: zerschlagen =/= vernichtet. Es sind ja noch immer fast 20 k Wildlinge, nur eben demotiviert und zerstreut.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!

      Turgon wrote:

      An sich ist der ganze Wildlingszug schon vollkommen übertrieben. Die Nachtwache geht ja IIRC eher von 100k Wildlingen aus. Eine solche Gruppe unter den Umständen zu versorgen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das ist wohl alles GRRMs Hang zur Gigantomanie anzurechnen.
      Es ist ja wie gesagt ein ganzes Volk, sämtliche Menschen jenseits der Mauer, die Mance über einen ziemlichen Zeitraum hinweg zusammen zieht. Das geht ja zeitlich gesehen schon vor dem Prolog von Band 1 los. Von daher - hunderttausend Wildlinge finde ich als reine Zahl jetzt nicht sonderlich übertrieben, geschweige denn gigantomanisch. Schwierig ist allerdings in der Tat die Versorgung, aber... da kann man dann doch eher drüber wegsehen, finde ich. Das scheint ja generell nie ein Problem zu sein. Besonders auffällig ist das bei den diversen Khalasars, finde ich, die zu Hunderttausenden durch karges Grasland ziehen.

      Was das Alter der jüngeren Protagonisten angeht... Ich habe irgendwie das Gefühl, die Leute legen da moderne Maßstäbe an. Klar, ein 14-Jähriger geht heute zur Schule, hat viel Freizeit und wird typischerweise doch sehr behütet und von aller schwerer Arbeit ferngehalten. Vor ein paar hundert Jahren war das aber absolut nicht so, eine Bauernfamilie konnte sich das überhaupt nicht leisten, womöglich mehrere Heranwachsende untätig durchzufüttern, bis sie denn mal am Stichtag zum 18. endlich eine Heugabel in die Hand nehmen durften. Ich wage zu behaupten, dass entsprechend harte körperliche Arbeit den Körper auch bereits mit 14 weitaus kräftiger macht, als wir das heute von Jugendlichen kennen. Im Fall von Robb und Jon ist es halt nicht die Heugabel, sondern das vermutlich tägliche Training mit Schwert und Schild. Und wenn die Jungs mit 14 "erwachsen" waren, gilt das logischerweise auch für die Mädels. Wenn man außerdem noch bedenkt, dass die meisten Menschen nicht gerade das Alter eines Methusalems erreichten, Finde ich das eigentlich nicht so schwer nachzuvollziehen. ^^

      Traumwandler wrote:

      Also MArtin würde ich keinen Hang zur Gigantomie vorwerfen....

      Du findest also eine mehrere hundert Kilometer lange, durchgehend 300 m hohe Mauer aus Eis, 500 m hohe Gebäude, die Eyrie, die Twins und Burgen, die so mir nichts dir nichts tausende von Leuten aufnehmen können, normal?

      Da ist ein ganzes Volk auf dem Marsch.
      Das sind halt ein paar Leute.

      ... in einem Gebiet, in dem Ackerbau und Viehzucht in nur geringem Maße überhaupt möglich sind, und dann wird das Volk auch noch zu einem Zeitpunkt zusammengezogen, zu dem versorgungstechnisch gar nichts mehr geht?

      Arrakir wrote:

      Turgon wrote:

      An sich ist der ganze Wildlingszug schon vollkommen übertrieben. Die Nachtwache geht ja IIRC eher von 100k Wildlingen aus. Eine solche Gruppe unter den Umständen zu versorgen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das ist wohl alles GRRMs Hang zur Gigantomanie anzurechnen.
      Es ist ja wie gesagt ein ganzes Volk, sämtliche Menschen jenseits der Mauer, die Mance über einen ziemlichen Zeitraum hinweg zusammen zieht. Das geht ja zeitlich gesehen schon vor dem Prolog von Band 1 los. Von daher - hunderttausend Wildlinge finde ich als reine Zahl jetzt nicht sonderlich übertrieben, geschweige denn gigantomanisch.

      Wenn's das Land schlicht und einfach nicht hergibt, dann schon.

      Schwierig ist allerdings in der Tat die Versorgung, aber... da kann man dann doch eher drüber wegsehen, finde ich. Das scheint ja generell nie ein Problem zu sein. Besonders auffällig ist das bei den diversen Khalasars, finde ich, die zu Hunderttausenden durch karges Grasland ziehen.

      Wie oben bereits geschrieben: Sowas interessiert Martin nicht :)

      Was das Alter der jüngeren Protagonisten angeht... Ich habe irgendwie das Gefühl, die Leute legen da moderne Maßstäbe an.

      Der einzige Maßstab, der zählt, ist, ob es zu der geschaffenen Fantasiewelt passt und in sich konsistent ist. Und da sehe ich keine Probleme.
      Vielleicht bin ich in Sachen Gigantomie anderes gewöhnt...

      Wie zum beispiel einen ca. 2 mtr. großen Schwarzen Mann, der ein Zweihandschwert auf dem rÜcken trägt, das Seelen verschlingt und diese vor einen Karren ankettet, damit der Karren vor dem Chaos flüchten kann.
      Und nebenher fliegt dieser Kerl auch noch ne Fliegende festung die es von der Größe her mit einigen großen Städten aufnehmen kann.
      Ach, und der typ ist auch noch geschätzte 300.000 Jahre alt......
      (Und das ist nur das erstbeste Beispiel das mir einfällt.)
      Da wären noch Echsen die Fliegende Festungen bauen und Rassen die ganze Eisgletscher enstehen lassen um vor einer untoten Armee zu flüchten.....

      Da finde ich eine Mauer die über mehrere Jahrhunderte, evtl. sogar Jahrtausende, gebaut wurde fast schon erfrischend realistisch.^^



      Hach, wir reden hier über Fantasy, verdammt.
      Von mir aus können seine Festungen aus Glas sein und trotzdem Felsbrocken abprallen lassen, solange mir die geschichte drum rum gefällt.^^
      You don´t shoot Bambi, Jackass.
      You shoot Bambi´s Mother.
      - Bobby Singer -

      Post was edited 1 time, last by “Traumwandler” ().

      Hach, wir reden hier über Fantasy, verdammt.

      Von mir aus können seine Festungen aus Glas sein und trotzdem
      Felsbrocken abprallen lassen, solange mir die geschichte drum rum
      gefällt.^^
      Amen, Bruder.

      Grundsätzlich finde ich es auch wichtig, dass eine Geschichte insofern realitisch ist, als dass sie in sich schlüssig ist. Aber ein Buch kann noch so realitätsnah sein, wenn die erzählte Geschichte mir nicht gefällt, dann hilft auch der ganze Realismus nichts mehr.
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.

      Turgon wrote:

      Traumwandler wrote:

      Also MArtin würde ich keinen Hang zur Gigantomie vorwerfen....
      Du findest also eine mehrere hundert Kilometer lange, durchgehend 300 m hohe Mauer aus Eis, 500 m hohe Gebäude, die Eyrie, die Twins und Burgen, die so mir nichts dir nichts tausende von Leuten aufnehmen können, normal?
      Da ist ein ganzes Volk auf dem Marsch.
      Das sind halt ein paar Leute.
      ... in einem Gebiet, in dem Ackerbau und Viehzucht in nur geringem Maße überhaupt möglich sind, und dann wird das Volk auch noch zu einem Zeitpunkt zusammengezogen, zu dem versorgungstechnisch gar nichts mehr geht?

      Arrakir wrote:

      Turgon wrote:

      An sich ist der ganze Wildlingszug schon vollkommen übertrieben. Die Nachtwache geht ja IIRC eher von 100k Wildlingen aus. Eine solche Gruppe unter den Umständen zu versorgen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das ist wohl alles GRRMs Hang zur Gigantomanie anzurechnen.
      Es ist ja wie gesagt ein ganzes Volk, sämtliche Menschen jenseits der Mauer, die Mance über einen ziemlichen Zeitraum hinweg zusammen zieht. Das geht ja zeitlich gesehen schon vor dem Prolog von Band 1 los. Von daher - hunderttausend Wildlinge finde ich als reine Zahl jetzt nicht sonderlich übertrieben, geschweige denn gigantomanisch.
      Wenn's das Land schlicht und einfach nicht hergibt, dann schon.
      Es sind nur ca. 200 m Höhe, wir wollen mal nicht übertreiben.

      Und das das Land sowas nicht hergibt stimmt nicht, denn dann gäbe es diese Anzahl wildlinge dort gar nicht. Jäger und Sammler sag ich mal nur.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!
      Und das das Land sowas nicht hergibt stimmt nicht, denn dann gäbe es diese Anzahl wildlinge dort gar nicht.
      Damit zäumst du das Pferd aber irgendwie von hinten auf. Es ist ja nicht so, dass es die Wildlinge in dieser Zahl dort gibt, weil das Land es hergibt, sondern weil George es so schreibt.
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.

      AracheonoXis wrote:

      Und das das Land sowas nicht hergibt stimmt nicht, denn dann gäbe es diese Anzahl wildlinge dort gar nicht. Jäger und Sammler sag ich mal nur.

      Andererseits ist es ein Unterschied, ob ein riesiges wildes Land mit großen Wildbeständen ein Volk ernährt, oder ob die alle auf einen Punkt zusammengezogen werden und sich von da ernähren. Wobei sie bestimmt alles essbare mitgenommen haben.


      Aegon_lebt! wrote:

      Und das das Land sowas nicht hergibt stimmt nicht, denn dann gäbe es diese Anzahl wildlinge dort gar nicht.
      Damit zäumst du das Pferd aber irgendwie von hinten auf. Es ist ja nicht so, dass es die Wildlinge in dieser Zahl dort gibt, weil das Land es hergibt, sondern weil George es so schreibt.

      Wenn George schreibt, dass es die gibt, dann können die auch ernährt werden. Er hat diese Welt zusammengeschrieben, deswegen funktioniert es.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.

      Traumwandler wrote:

      Vielleicht bin ich in Sachen Gigantomie anderes gewöhnt...

      Nur weil es andere Autoren gibt, die noch mehr übertreiben ... ;)

      Ser Garlan Tyrell wrote:

      Wenn George schreibt, dass es die gibt, dann können die auch ernährt werden. Er hat diese Welt zusammengeschrieben, deswegen funktioniert es.

      Ja, natürlich.
      Trotzdem darf ich, wenn seine Welt so unglaublich leistungsfähiger als die unsere ist, das ganze als "gigantoman" bezeichnen.

      Post was edited 1 time, last by “Turgon” ().

      Ich hab da ehrlich gesagt nie viel drüber nachgedacht, da die Story mich zu sehr fesselt.

      Was ich hingegen nie verstanden habe, da m.E. nach vollkommen unlogisch, sind Vampire, die im 18ten Jahrhundert zu dritt pro Kopf nächtlich 2-3 Menschen töten in Städten mit damals vermutlich minimaler Einwohnerzahl und Niemandem fällts auf, obwohl die Stadt doch eigentlich bald menschenleer sein müsste :dash:
      “A hound will die for you, but never lie to you. And he’ll look you straight in the face.”
      Um ein rießiges Heer mit ein paar Geübten Kriegern zu vernichten hat Mertin doch schon einmal am Trident beschrieben wie das geht.
      Denn sobald Raegar tot war ist seine Armee von 10.000 geflüchtet.$ Raegars Heer bestand ja auch zum großteil aus Landwehr& Söldnern die nur für Geld da waren. Also nicht so unrealistisch die Wildlinge auch mit Unterzahl & Taktik zu zerstreuen & plat zu machen.
      www.GalusPeer-Acrylmalerei.com
      In Sachen Kälte:
      Da gibt es eine Stadt mit über 250.00 Einwohnern, und im Winter sind drei Monate wo die -30 die Quecksilbersäule nicht überschritten werden normal. Die Kinder bekommen erst Schuhlfrei, wen es -50 oder noch tiefer. Und das ist im reelem Leben, nicht in Fantasy, oder einer anderen Erfundenen Geschichte.


      In der Tat braucht man garnicht so weit in die Ferne schaun in unserer reelen Welt. Bei den Bauern am Land, ist es normal, das die Kinder mithelfen, und schon frühzeitig mit dem Traktor herum fahren. Zu meiner Kindheit, wars normal, mit sechs auf dem Feld zu stehen.
      Allgemein ist auch so, das die Leute vom Land (speziel von Bauern) eher zur Hand gehen, als die von der Stadt. Ist immerwieder gut zu sehen bei Lehrlingen, wer zugreifen will, oder nicht.
      Wenn sich ein Mann nicht an seine Gesetze erinnern kann, dann gibt es zu viele davon.
      Ragnar in der Saxon Chronik

      Accursed wrote:

      In Sachen Kälte:
      Da gibt es eine Stadt mit über 250.00 Einwohnern, und im Winter sind drei Monate wo die -30 die Quecksilbersäule nicht überschritten werden normal. Die Kinder bekommen erst Schuhlfrei, wen es -50 oder noch tiefer. Und das ist im reelem Leben, nicht in Fantasy, oder einer anderen Erfundenen Geschichte.

      Die müssen sich aber nicht um ihre Nahrungsversorgung kümmern.
      Von irgendwas werden ich Menschen dort auch leben wollen. ;)

      Yo klar, ist mir schon klar was du meinst. Aber deren Versorgung wird bestimmt nicht über Luft oder Bahn gemacht. Es wird vor Ort auch was sein müssen. Viehzucht oder sowas. Russische Dörfer Städt kann man schwer mit solchen wie bei uns vergleichen, in Deutschland oder Österreich.
      Nun, ich bin mir sicher, Yakutsk besteht nicht erst seit ein paar Jahren. Wobei ich mir denke, das es früher zum leben noch viel härter gewesen sein muss als heute, allgemein gesehen.
      Wenn sich ein Mann nicht an seine Gesetze erinnern kann, dann gibt es zu viele davon.
      Ragnar in der Saxon Chronik
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