Sapkowski - Hexer-Saga

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      Sapkowski - Hexer-Saga

      So,

      oft und lange wurde schon über diese Fantasy-Reihe gesprochen, nur einen passenden Thread konnte ich noch nicht finden.
      Da ich aktuell die Saga lese, nutze ich mal die Eröffnung eines solchen Threads zum gemeinsamen Austausch.

      Kommen wir nun erstmal zu den Büchern, welche die Saga beinhaltet bzw. welche Bände voraus gehen, damit sich ein jeder daran orientieren kann:

      Kürzgeschichtensammlung:
      Der letzte Wunsch
      Das Schwert der Vorsehung

      Geralt-Saga
      Das Erbe der Elfen: Roman
      Die Zeit der Verachtung: Roman
      Feuertaufe: Roman
      Der Schwalbenturm: Roman
      Die Dame vom See: Roman

      Hier ist zu unterscheiden, dass die eigentliche Romanserie mit "Das Erbe der Elfen" beginnt, allerdings beide Kurzgeschichten m.M.n. zwingend notwendig sind, um die Beweggründe und Zusammenhänge komplett zu verstehen.

      Fangen wir nun mit meiner persönlichen Meinung zu den Bänden an, ohne Inhalte zu erwähnen:

      Die Kurzgeschichten-Sammlung sind schon unterschiedlich zu den Romanen geschrieben und sind lose Sammlungen, obwohl Sie nach und nach dennoch eine einigermaßen abgeschlossene Gesamthandlung umreißen.
      Gerade "Der letzte Wunsch" konnte mich auch trotz der relativ losen Verknüpfung der Geschichten fesseln und überzeugte mit einen einfachen aber durchaus netten Schreibstil.
      Der Hexer wird schnell zum Sympahtiträger und die Geschichten spielen gerne auf verschiedenste Märchen/Geschichten an mit einer guten Portion Galgenhumor.

      Der zweite Kurzgeschichtenband "Das Schwert der Vorsehung" konnte mich leider aber bei weitem nicht mehr fesseln.
      Die Art der Geschichten haben mir auf einmal nichtmehr zugesagt und ich musste das Buch auch mehrfach für einige Tagen weglegen, weil ich keine Motivation zum Lesen spüren konnte. Genau kann ich nicht beziffern warum, aber es packte mich nicht mehr.
      Gott sei dank habe ich durchgehalten und dennoch mit der Romanserie angefangen.

      Das Erbe der Elfen:

      Hier wird relativ schnell deutlich, dass nun die komplexe Romanreihe beginnt. Die Fäden von den Kurzgeschichten werden aufgenommen und in eine Gesamtstory eingebunden.
      Die ganzen Zusammenhänge werden komplexer und verworrener, was das ganze wirklich interessant macht.
      Das Buch habe ich wirklich in einem durchgelesen.

      Die Zeit der Verachtung:

      Hier kommt nach und nach mehr Aktion in den Storylauf und die verschiedenen Machtpositionen spielen ihr Spiel.
      Der Leser kann auch nur erahnen oder selbst spekulieren, auf welcher Seite nun wer steht.

      Die nächsten Teile sind bestellt und warten darauf gelesen zu werden.
      Ich werde auch nachher nochmal etwas inhaltiches Schreiben, wollte bewußt als Einstieg des Threads erstmal recht spoilerfrei darauf verzichten.

      Für mich persönlich ist die Reihe bis jetzt sehr gut gelungen(gerade die Romane).
      Es ist literarisch nicht mit Rothfuss zu vergleichen und von der Komplexität her nicht mit dem Lied oder das Spiel der Götter, dennoch unterhaltsame Fantasykost.
      Meiner Meinung nach mit mehr Niveau als die Klingenromane von Abercrombie.

      Zum Inhalt nachher mal mehr.
      Die Hexer-Saga ist nach EuF und Rothfuss' Kingkiller meine Lieblingsreihe. Der Hexer war das Erste das ich nach EuF gelesen habe, was ganz gut war, weil es sich so schlecht damit vergleichen lässt.

      Hab allerdings vor 'nem halben Jahr oder so mir vorgenommen, die Reihe nochmals an einem Stück zu lesen, weil mir damals mit den Wartezeiten dazwischen einiges an Info entgangen ist, aber irgendwie..ich weiß nicht was in der Zwischenzeit passiert ist, aber ich hab nicht mal den ersten Roman fertig bekommen. Vielleicht hätte ich wieder zuerst mit den Kurzgeschichten anfangen sollen, um überhaupt wieder reinzukommen, weil ich glaube, dass ist mein Hauptproblem. Damals haben mich die extremen Fantasyelemente nicht gestört, eben weil sich dadurch keine Vergleiche zu EuF ziehen liesen, aber jetzt stört es mich einfach so massiv über Zwerge, Hexen und Elfen zu lesen. Und den hervorstechenden, schwarzen Humor hatte ich irgendwie auch stärker in Erinnerung. :(
      "What if all the equipment is in Mexican instead of English?"
      Habe mich seit einigen Wochen durch den zweiten Kurzgeschichtenband gequält. Fand den schon ziemlich langweilig. Nicht schlecht geschrieben, aber inhaltlich totaler Fantasyeinheitsbrei. Kann den Namen Yennefer einfach nicht mehr hören. Der erste Band war aber ok, mit einigen gut unterhaltenden Geschichten.
      Habe den ersten regulären Band schon hier liegen, habe aber jetzt erstmal genug von Sapkowski.
      Hey Obrac,

      so ging es mir mit Band 2 der Kurzgeschichten auch.

      Ich fand den ersten Romanband wesentlich stärker als die Kurzgeschichten.
      Ist schon eine andere Nummer.
      Band 2 fand ich dann allerdings nochmal um längen besser.
      Wenn du also den ersten Kurzgeschichtenband nicht soooo schlecht fandest, wird der erste Roman wesentlich besser gefallen
      Erstaunt mich eigentlich auch, dass der erste Kurzerzählungsband besser weg kommt als der zweite. Der erste beschäftigt sich doch in erster Linie damit, diverse alte Märchen zu verarschen. Schon mal jemand aufgefallen, dass der Hexer das moderne Rumpelstilzchen ist? ;)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Nein, eigentlich nicht. ;P
      Aber ich habe den ersten Kurzgeschichtenband sehr gerne gelesen. Musste manchmal zwischendurch laut lachen und fand die absolute Abwesenheit von Märchenklischees, auch wenn es sich hauptsächlich um eine märchenähnliche Erzählung handelt, absolut erfrischend. Dabei gelingt es Sapkpwski mMn ziemlich gut, manchmal mit nur wenigen Strichen (bzw. Worten) einem Charakter eine Tiefe zu geben, die anrührend, wenn auch nicht immer unbedingt sympathiegebend ist. Ich mag ja Geschichtenerzählungen die nicht in unendlichen Reihen enden bzw. auch gut für sich allein stehen können, wie z.B. die Hexenprinzessin, sowieso sehr gerne. Der letzte Wunsch war daher für mich ein wunderbares, schnell weggeschmökertes Buch. Die restlichen Bücher stehen jedenfalls auf der Liste.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)
      Mich beruhigt es etwas, dass es anderen offenbar auch so erging. Ich dachte schon, es läge an mir. Den ersten Kurzgeschichtenban fand ich recht unterhaltsam, den zweiten aber wirklich mehr als langweilig. Habe mich da echt durchquälen müssen. Hat mir nicht wirklich gefallen. An die Romanreihe hab ich mich noch nicht herangewagt, möchte dies aber irgendwann nochmal ändern, nachdem ich hier im Forum hörte, dass sie nur bedingt mit den Kurzgeschichtenbänden vergleichbar ist.
      "Dann geh. Es gibt andere Welten als diese."
      "Bedingt vergleichbar" ist eine krasse Untertreibung. Vom Stil her völlig unterschiedlich. Nur die Geschichten, die Geralt, Yennefer und Ciri betreffen, sollten nicht gänzlich vergessen werden. Auf denen basieren dann die 5 Romane. Den bis jetzt letzten (8.) Hexerband habe ich noch gar nicht gelesen - der dürfte eher aus den Abfällen bestehen.

      Also Kurzgeschichten, die es früher nicht in Geschichtensammlungen geschafft haben, oder ist da auch was neu geschriebenes dabei?
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Es gibt keinen 8ten Hexerband. :huh:
      Ich nehme einfach mal an, ssnake meint "Etwas endet, etwas beginnt", eine Neuerzählung von Tristan und Isolde, die aber angeblich auch Bezug zur Hexer-Reihe haben soll. Das Buch liegt hier neben mir auf dem Schreibtisch, aber ich bin noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Von daher kann ich über die Verbindung von "Etwas endet, etwas beginnt" und dem Hexer nichts sagen. Momentan bin ich noch im Reich der Sieben Städte unterwegs und muss hier erstmal den Ausgang finden. ;)
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.
      Jepp, den meinte ich, in zwei oder drei Geschichten kommt Geralt vor, soviel ich gehört habe.

      Da ich zur Zeit den Reread von ADWD auf deutsch mache, habe ich dafür eh keine Zeit, und das Buch habe ich mir auch noch nicht besorgt.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Ich nehme einfach mal an, ssnake meint "Etwas endet, etwas beginnt", eine Neuerzählung von Tristan und Isolde, die aber angeblich auch Bezug zur Hexer-Reihe haben soll.


      "Etwas endet, etwas beginnt" ist ein Kurzgeschichtenband von Sapkowski.
      Die Kurzgeschichten sind noch nicht mal alle im Fantasy-Genre angesiedelt sondern haben auch Horror- und Sci-Fi-Elemente, haben nichts miteinander zu tun und nur 2 handeln vom Hexer. "Maladie" ist ebenfalls nur eine Kurzgeschichte.

      Weder Tristan und Isolde, noch 8ter Hexer-Band.
      I have been despised by better men than you.
      Hey, da bin ich ja beruhigt, dass es einigen von euch auch so ging: dass die Kurzgeschichten nicht so der Brüller sind. Ich hänge gerade beim 2. Band ("Schwert der Vorsehung") und habe ihn erstmal beiseite gelegt ... Obwohl ich den 2. Band besser als den 1. fand!
      Die Neurochirurgie ist kein Tummelplatz für Schisser!
      Gestern abend die Feuertaufe beendet.

      Mein Resumee:

      Interessante Charakterentwicklung Geralts.
      Die Grenzen zwischen Schwarz/Weiß sind zumindest größtenteils des Buches schon verwaschen und
      die psyschiche Instabilität des Hexers hat mir gefallen.
      Leider ging halt die Story nicht soviel weiter und das Ganze bei den Ratten ist nicht wirklich mein Geschmack.
      Vom Schreibstiel allerdings einer der besten Bände. Inhaltlich und von der Dramaturgie war Teil 2 der Romane natürlich um längen besser.
      Nach kurzzeitiger Leseblockade gestern den Schwalbenturm beendet.

      Die erste Hälfte fand ich wieder sehr sehr gut.
      Die ganze Sachen mit den Druidensuchen hat mich dann aber etwas abgeschreckt bzw. fand ich wirklich langatmig.
      Zum Ende hin wieder ok, auch wenn ich keinen wirklich richtig großen Schritt der Story in diesem Band gesehen habe.

      Was mir in diesem Buch wieder aufgefallen ist und was ich als ungemein störend empfinde, dass keine KArte dabei ist.
      Gerade durch das rumgereise der Charaktere und auch den militärischen Grenzen ist es sehr störend, die Orte immer nur zu lesen und sich selbst
      in der inneren Karte zu verinnerlichen. Das fällt mir nach 20 Namen am Stück recht schwer.

      Gibt es vielleicht irgendwo als Fanware eine KArte ?
      Weiß das zufällig jemand ?