Grand Northern Conspiracy

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      Grand Northern Conspiracy

      Also wie angekündigt der erste Teil der Grand Northern Conspiracy in der deutschen Übersetzung. Jeder, der halbwegs englisch kann, sollte das Original vorziehen ( hier zu finden), da ich in der Sprache nicht sonderlich begabt bin. ;)

      Der Norden erinnert sich
      Unter den einprägsamsten großartigen Höhepunkten in ADWD befinden sich die Nordmänner, welche ihre unsterbliche Liebe und Loyalität für das Haus Stark darbieten, ungeachtet dessen, dass das Haus am Rande der Vernichtung steht – die Erben tot, vermisst oder in Gefangenschaft, der Stammsitz in Trümmern und von Feinden besetzt.

      Die zehnjährige Lyanna Mormont lehnt Stannis als ihren König rundherum ab:

      Die Bäreninsel anerkennt keinen anderen König außer dem König des Norden, und dessen Name lautet STARK. (Der Sohn des Greifen, S. 83 [Jon I])


      Wylla Manderly, ein Mädchen von gerade einmal 15 Jahren, empfindet die verräterischen Lügen der Freys als unerträglich und prangert diese für den gesamten Hof ihres Großvaters hörbar an.

      „Tausend Jahre vor der Eroberung wurde ein Versprechen gegeben, und Eide wurden im Wolfsbau geschworen, vor den alten und den neuen Göttern. Als wir in großer Bedrängnis waren und keine Freunde mehr hatten, als wir aus unseren Häusern gejagt wurden und in Lebensgefahr waren, da haben die Wölfe uns aufgenommen, uns zu essen gegeben und uns vor unseren Feinden beschützt. Diese Stadt wurde auf dem Land erbaut, das sie uns geschenkt haben. Im Gegenzug haben wir geschworen, auf ewig die Ihren zu sein. Männer der Starks!“ (Der Sohn des Greifen, S. 379 [Davos III])


      Männer der nördlichen Bergstämme ertragen sowohl den Tod durch den Winter als auch durch das Schwert, hunderte unternehmen einen grausamen Marsch nach Winterfell für die Möglichkeit, Ned Starks Tochter zu retten.

      „Der Winter ist fast über uns, Junge. Und der Winter ist der Tod. Lieber will ich mit meinen Männern im Kampf um Neds kleines Mädchen fallen, als einsam und hungrig im Schnee zu verrecken., während die Tränen auf meinen Wangen zu Eis gefrieren. Keiner singt Lieder über Männer, die so sterben. Und was mich betrifft, so bin ich alt. Das wird mein letzter Winter sein. Lasst mich in Bolton-Blut baden, ehe ich sterbe. Ich will spüren, wie es mir ins Gesicht spritzt, wenn sich meine Axt tief in den Schädel eines Bolton beißt. Ich will es mir von den Lippen lecken und dann mit dem Geschmack auf der Zunge sterben.“ (Ein Tanz mit Drachen, S. 102 [Asha II, Des Königs Beute])


      Und natürlich Wyman Manderly, der so wagemutig ist, seine Feinde in Frey-Pasteten zu verarbeiten und sie den unrechtmäßig herrschenden Boltons auf einer Hochzeit zu servieren.

      „Ich bin umgeben von Feinden und falschen Freunden, Lord Davos. Sie sind über meine Stadt hergefallen wie die Küchenschaben, und des Nachts spüre ich, wie sie auf mir herumkrabbeln.“ Die Finger des fetten Mannes ballten sich zur Faust, das vielfache Kinn wabbelte heftig. „Mein Sohn Wendel kam als Gast auf die Zwillinge. Er hat Lord Walders Brot und Salz gegessen und sein Schwert an die Wand gehängt, um mit Freunden zu feiern. Und sie haben ihn ermordet. Ermordet, sage ich, und mögen die Freys an ihren Lügenmärchen ersticken. Ich trinke mit Jared, ich scherze mit Symond, ich verspreche Rhaegar die Hand meiner geliebten Enkeltochter... Aber denkt niemals, das hieße, ich hätte irgendetwas vergessen. Der Norden erinnert sich, Lord Davos. Der Norden erinnert sich, und der Mummenschanz ist fast vorüber.“ (Der Sohn des Greifen, S. 589 [Davos IV])


      Das alles ist ziemlich anregend, und nach der Erkenntnis von Manderlys Täuschung und wie stark der Hass auf die Boltons und Freys ist , haben sich manche zu fragen begonnen, ob da nicht mehr dahintersteckt. So wurde die Grand Northern Conspiracy geboren. Wie die Theorie besagt, ist nahezu jedes Haus im Norden miteinander verschworen, um die Starks wieder an die Macht zu bringen, wobei sie Stannis und die Boltons gegeneinander ausspielen, mit dem willkommenen Zusatz, etliche Freys töten zu können. Darüber hinaus wird vermutet, dass die Verschwörer nicht nur wieder einen Stark auf Winterfell sondern erneut einen König des Nordens haben wollen. Und die Nordmänner haben sich bereits geeinigt, wessen Kopf Robbs Krone schmücken soll, wobei sie den glücklichen Bastard noch nicht infomiert haben.

      Jon Stark, König des Winters

      Rufen wir uns in Erinnerung, dass zwei Bücher und fünfzehn Jahre vorher Robb wahrscheinlich Jon legitimiert und seinen Halbbruder als König des Nordens benannt hat, sollte er kinderlos sterben.

      [Robb:] „Ein König braucht einen Erben. Wenn ich in meiner nächsten Schlacht falle, darf das Königreich nicht mit mir sterben. Dem Gesetz nach wäre Sansa die Nächste in der Thronfolge, also würden Winterfell und der Norden an sie übergehen.“ Er presste die Lippen aufeinander. „An sie und ihren Hohen Gemahl. Tyrion Lannister. Das darf ich nicht zulassen. Ich werde es nicht zulassen. Dieser Zwerg darf den Norden niemals in die Finger bekommen.“
      „Nein“, Stimmte Catelyn zu. „Du musst einen anderen Namen benennen, bis Jeyne dir einen Sohn geschenkt hat.“ Sie dachte einen Augenblick nach. „Der Vater deines Vaters hatte keine Geschwister, doch sein Vater hatte eine Schwester, die einen der jüngeren Söhne von Lord Raymar Royce aus dem jüngeren Zweig geheiratet hat. [...]“
      „Mutter.“ Robbs Ton klang scharf. „Du hast etwas vergessen. Mein Vater hatte vier Söhne.“
      Sie hatte es nicht vergessen; sie wollte es nicht wahrhaben, obwohl es auf der Hand lag. „Ein Schnee ist kein Stark.“
      „Jon ist mehr ein Stark als jeder dieser kleinen Lords aus dem Grünen Tal, die Winterfell nie zu Gesicht bekommen haben.“
      „Jon ist ein Bruder der Nachtwache, der geschworen hat, kein Weib zu nehmen und kein Land zu besitzen. Diejenigen, die das Schwarz anlegen, dienen ein Leben lang.“
      „Die Ritter der Königsgarde auch. Das hat die Lannisters jedoch nicht davon abgehalten, Ser Barristan Selmy und Ser Boros Blount die weißen Mäntel zu entreißen, nachdem sie keine Verwendung mehr für sie hatten. Wenn ich der Nachtwache hundert Mann als Ersatz für Jon schicke, werden sie bestimmt eine Möglichkeit finden, ihn von seinem Gelübde zu entbinden.“
      Er hat sich entschieden. Catelyn wusste, wie starrsinning ihr Sohn sein konnte. „Ein Bastard kann nicht erben“
      „Es sei denn, er würde durch königlichen Erlass legitimiert“, erwiderte Robb. […]
      „Hast du an deine Schwestern gedacht? Was ist mit ihren Rechten? Der Norden darf nicht an den Gnom gehen, da stimme ich dir zu, aber was ist mit Arya? Dem Gesetz nach steht sie hinter Sansa in der Erbfolge... Deine eigene, legitime Schwester...“
      „ … die tot ist. Niemand hat Arya mehr gesehen, seit sie Vater geköpft haben. Warum belügst du dich selbst? Arya lebt nicht mehr, genau wie Bran und Rickon, und Sansa werden sie ebenfalls töten, sobald der Zwerg ein Kind von ihr hat. Jon ist mir als einziger Bruder geblieben. Sollte ich ohne Nachkommen sterben, möchte ich, dass er mir als König des Nordens nachfolgt. Ich hatte gehofft, du würdest meine Entscheidung unterstützen.“
      „Das kann ich nicht“, sagte sie. „Alles andere, ja Robb. Alles. Aber nicht diese... diese Torheit. Bitte mich nicht darum.“
      „Das muss ich nicht. Ich bin der König.“ Robb wandte sich ab und ging davon, Grauwind sprang von dem Grabmal herunter und setzte ihm nach. (Die Königin der Drachen, S. 136 ff. [Catelyn V])


      Nun haben advocati diaboli argumentiert, dass Robb möglicherweise seine Meinung ändert, Jon als Erben zu bennen, nachdem ihn Catelyn in dieser Unterhaltung an sein fälschlicherweise in Theon gesetztes Vertrauen erinnert - noch jemand, den er einmal als Bruder angesehen hat. Nebenbei scheinen die Lannisters nur schwerlich als Vorbild herhalten zu können, wie man jemanden ehrenvoll von seinem Eid entbindet, und der Norden bringt der Nachtwache im Allgemeinen wesentlich mehr Hochachtung entgegen als zu was sich der Rest von Westeros herablässt.
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      Ich denke, der Wille der Lords im Norden, Jon von jahrealten Gesetzen und Traditionen freizustellen, verhält sich proportional dazu, wie sehr sie die Vorstellung an Sansas Kind mit Tyrion, (fake)Aryas Kind mit Ramsey oder an einen kleinen Lordling aus dem Tal verabscheuen, der Winterfell und ihre Lehnstreue erhält. Weiterhin gibt es einen Präzedenzfall für einen Rat von Adeligen, einen Maester von seinem Eid zu befreien – sehr ähnlich zum Eid der Nachtwache hinsichtlich der Punkte Enthaltsamkeit, politischer Neutralität und lebenslangem Dienst – mit dem Wohlwollen einer anerkannten religiösen Institution.

      [Mormont:] „Weißt du, dass er fast einmal König geworden wäre?“
      Das überraschte Jon. „Er hat mir erzählt, sein Vater sei König gewesen, aber nicht... Ich dachte, er wäre einer der jüngeren Söhne gewesen.“
      „So war es auch. […] Aemon saß also bereits über seinen Büchern, da starb der älteste seiner Onkel, der rechtmäßige Erbe, bei einem Unfall während eines Turniers. Er hatte zwei Söhne, doch diese folgtem ihm bald ins Grab, während der Großen Frühjahrsseuche. König Daeron fand ebenfalls den Tod, und so ging die Krone an Daerons zweiten Sohn Aerys. […] Aemon legte sein Gelübde ab und trat in die Dienste eines kleinen Lords... bis sein königlicher Onkel ohne Nachkommen verschied. Der Eiserne Thron ging an den letzten von König Daerons vier Söhnen. Das war Maekar, Aemons Vater. […] Kaum ein Jahr danach [ein Jahr nachdem Aerion Leuchtflamme Seefeuer drinkend starb] fiel König Maekar in einer Schlacht gegen einen abtrünnigen Lord.“
      Jon war in der Geschichte seines Landes durchaus bewandert; dafür hatte sein Maester gesorgt. „Das war das Jahr des Großen Rates“, sagte er. „Die Lords übergingen Prinz Aerions kleinen Sohn und Prinz Daerons Tochter [welche schwachsinnig war] und gaben die Krone an Aegon [V, der Unwahrscheinliche] weiter.“
      "Ja und nein. Zuerst haben sie die Krone in aller Stille Aemon angeboten. Und in aller Stille hat er sie abgelehnt. Die Götter hätten ihn zum Dienen bestellt, nicht zum Herrschen, sagte er ihnen. Er habe ein Gelübde abgelegt und würde es nicht brechen, obwohl der Hohe Septon ihn davon entbinden wollte.“ (Der Thron der Sieben Königreiche, S. 130 ff. [Jon I])


      Robbs loyale Gefolgsleute könnten möglicherweise das gleiche für Jon tun, da sie den Norden als unabhängiges Königreich deklarieren. Dass Jon seine Eide bei den Alten Göttern schwört, ist entweder eine Erschwernis oder eine Hürde weniger, die man bewältigen muss. Bran und Blutrabe, welcher ein besonderes Interesse daran hat, Jon als gekrönten König zu sehen, würden den Nordmännern ohne Zweifel ein Zeichen senden, wenn es das ist, was diese oder Jon voraussetzen.

      Das alles außen vor gelassen vermittelt Robbs Grundhaltung in seinen Entgegnungen auf Catelyns Vorbehalte mir den Eindruck, dass er seine Entscheidung bereits getroffen hat. Er wird Jon als seinen Erben benennen, ganz unabhängig was seine Mutter oder irgendjemand sonst dazu zu sagen hat. Dass Robb Jon formal als wahren Sohn von Eddard Stark anerkennt, bringt ebenso den Vorteil, dass endlich der Handlungsbogen für Jons Charakter aufgelöst wird, der in ASOS begonnen hat, als Stannis ihm angeboten hat, ihn zu legitimieren.

      Jeden Morgen hatten sie [Jon und Robb] zusammen geübt, seit sie groß genug waren, um laufen zu können; Schnee und Stark wirbelten durch die Höfe von Winterfell, schlugen mit den Schwertern aufeinander ein, schrien und lachten und weinten manchmal, wenn niemand anderes in der Nähe war. Wenn sie kämpften, waren sie keine kleinen Jungen mehr, sondern Ritter und mächtige Helden. „Ich bin Prinz Aemon der Drachenritter!“, rief Jon, und Robb antwortete: „Und ich bin Florian der Narr.“ Oder Robb sagte: „Ich bin der Junge Drache“, worauf Jon erwiderte: „Und ich Ser Ryam Redwyne.“
      An diesem Morgen war er der Erste. „Ich bin der Lord von Winterfell!“ rief, wie er schon hunderte Male zuvor einen Titel für sich beansprucht hatte. Nur dieses Mal, dieses Mal hatte Robb geantwortet: „Du kannst nicht Lord von Winterfell werden, du bist ein Bastard. Meine Hohe Mutter hat gesagt, du kannst niemals Lord von Winterfell werden.“
      Ich dachte, ich hätte das vergessen. (Die Königin der Drachen, S. 728 [Jon XII])


      Weder Jons Verlangen nach Winterfell noch seine Scham- und Schuldgefühle dafür, dass er seinen geliebten Geschwistern, wenn auch indirekt, Böses wünscht, haben in ADWD nachgelassen.

      In dieser Nacht träumte er […]
      Jon war in schwarzes Eis gerüstet, doch seine Klinge brannte rot in seiner Faust. Als die toten Männer oben auf der Mauer ankamen, schickte er sie zum Sterben wieder hinunter.. Er erschlug einen Graubart und einen bartlosen Knaben, einen Riesen, einen hageren mann mit spitzgefeilten Zähnen, ein Mädchen mit dichtem rotem Haar. Zu spät erkannte er Ygritte. Sie verschwand so schnell, wie sie aufgetaucht war.
      Die Welt löste sich in einem roten Nebel auf. Jon stach zu, schlug zu und teilte Hiebe aus. Er hackte Donal Noye in Stücke und schlitzte dem Tauben Dick Follard den Bauch auf. Qhorin Halbhand taumelte auf die Knie und versuchte vergeblich, das Blut aufzuhalten, das ihm aus dem Hals sprudelte. „ich bin der lord von Winterfell“, schrie Jon. Jetzt stand Robb vor ihm, sein Kopf war nass von geschmolzenem Schnee. Langklaue trennte ihm den Kopf von den Schultern. (Ein Tanz mit Drachen, S. 414 f. [Jon XII])


      Was Jon wirklich ersehnt, ist ähnlich wie Theon die Bestätigung, dass er trotz seiner unehelichen Geburt ein Stark ist. Robbs letzter Wunsch, dass Jon ihm als König des Nordens nachfolgen soll, würde dieses Bedürfnis befriedigen. [...]

      Nur zwei Faktoren können meiner Meinung nach tatsächlich Jons Anspruch auf Winterfell zunichte machen: 1) Jeyne Westerling ist schwanger mit Robbs Kind und Erben. 2) Diejenigen, die Zeugen von Robbs Beschluss waren, sind tot oder andersweitig verhindert, die Nachrichten zu verbreiten.

      Einige Zeit lang war ersteres eine recht anerkannte Theorie, darauf basierend, dass Catelyn und Jaime Jeynes Hüften unterschiedlich beurteilten. Der Schwarzfisch schmuggelt Jeyne also angeblich aus Schnellwasser mit der Hilfe von Eleyna Westerling, die vorgibt, ihre Schwester zu sein. Ein etwas zweifelhafter Fanbericht besagt, dass GRRM zugegeben habe, dass die unterschiedlichen Beschreibungen ein Fehler seien.

      Dayne fasst den nächsten Absatz kurz und knapp zusammen: In der Serie ist Talisa tot, Benioff und Weiss kennen das grobe Ende => Jeyne als Buch-Äquivalent nicht schwanger

      Ehrlich gesagt habe ich die Jeyne Westerling-Theorie nie sonderlich gemocht. Jedwedes Kind von Jeyne könnte nichts anderes als ein Marionettenkönig sein, auf Jahre hinaus unfähig, selber zu regieren, und es würde Rickon derart überflüssig machen, dass vermutlich jeder damit aufhören sollte, sich daran zu erinnern, dass er ebenfalls ein Stark ist. Daher habe ich keine Gewissensbisse, Jeyne als Hilfsmittel von GRRM zu sehen, um Robb zu töten, und werde sie von weiteren Diskussionen über die politische Perspektive des Nordens aussparen.

      Die Lords, welche Zeugen für Robbs Beschluss waren, sind die folgenden: Großjon Umber, Galbart Glover, Maege Mormont, Edmure Tully, und Jason Mallister (Catelyn V, ASOS). Alle leben noch, aber der Großjon ist eine Geisel der Freys und Lannisters, um den Gehorsam seiner Verwandten sicherzustellen, und Mallister ist ein Gefangener in seiner eigenen Festung mit freundlicher Genehmigung des Schwarzen Walder. (Jaime VI, AFFC). Lord Galbart und Lady Maege? Edmure? Nun, woran diese seit ASOS sind, wird Bestandteil der nächsten Teile sein.
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      Und der zweite Teil, den man im Original hier nachlesen kann.


      Die Flusslande: Wölfische Herzen

      Lady Steinherz' Rache

      Es existiert ein Spion in Schnellwasser, der der Bruderschaft ohne Banner Bericht erstattet. Sein Name ist Tom Sieben (Tom aus Siebenbächen oder auch Tom Siebensaiten) und, seit Jaime Gefallen an ihm gefunden hat, hört er Neuigkeiten von feindlichen Truppenbewegungen direkt aus der Höhle des Löwen und schleicht ebenso durch das Lager und die Festung.

      Ser Ryman [Frey] stapfte die Treppe zum Galgen hinauf, in Begleitung einer strohhaarigen Schlampe, die ihm an Trunkenheit in nichts nachstand. […] Auf dem Kopf der Frau saß schief ein geschmiedeter Bronzereif mit eingravierten Runen und einem Ring aus kleinen schwarzen Schwertern. […]
      [Jaime:] Ein Säufer, ein Narr und ein Feigling. Lord Walder sollte diesen Kerl besser überleben, sonst sind die Freys am Ende. „Ihr seid entlassen, Ser.“
      „Entlassen?“
      „Ihr habt mich gehört. Verschwindet.“
      „Aber... wohin soll ich denn gehen?“
      „Zur Hölle oder nach Hause, ganz wie Ihr mögt. Sorgt nur dafür, dass Ihr nicht mehr im Lager seid, wenn die Sonne aufgeht. Ihr dürft Eure Königin der Huren mitnehmen, aber nicht ihre Krone. Jaime wandte sich von Ser Ryman an seinen Sohn. „Edwyn, ich übergebe Euch den Befehl, den bisher Euer Vatter innehatte. Bemüht Euch, nicht so dumm zu sein wie Euer Erzeuger.“
      „Das sollte nicht allzu schwierig sein, Mylord.“
      „Schickt außerdem eine Nachricht an Lord Walder. Die Krone fordert all seine Gefangenen.“ […]
      Vor dem Galgen hatte sich eine Menschenmenge versammelt, darunter auch ein Dutzend Marketenderinnen in unterschiedlich entkleidetem Zustand. Jaime sah einen Mann mit einer Holzharfe. „Ihr. Sänger. Kommt mit mir.“
      Der Mann lüftete den Hut. „Wie Mylord befiehlt.“
      Niemand sagte auch nur ein Wort, während sie zur Fähre zurückkehrten. Ser Rymans Sänger trottete hinter ihnen her. (Die dunkle Königin, S. 366 ff. [Jaime VI])


      Tom erfährt in dieser Situation zwei Dinge: 1) Ryman Frey, Erbe von Lord Walder, verlässt Schnellwasser, um wahrscheinlich zu den Zwillingen zurückzukehren. 2) Die Gefangenen von der Roten Hochzeit, die in den Zwillingen festgehalten werden, dürften wohl bald an die Lannisters übergeben und wahrscheinlich nach Königsmund gebracht werden. Eine mögliche dritte Erkenntnis könnte darin bestehen, dass der Königsmorder ein fähiger Kommandant ist, der einzige Mann mit genügend Einfluss, um die zänkischen Freys gefügig zu machen. Tom verliert wenig Zeit – nicht mehr als zwei Tage braucht es, um Schnellwasser zur Aufgabe zu bewegen – um seine gesetzlosen Kameraden über Rymans Reisepläne zu unterrichten. In Jaimes nächstem Kapitel hat Lady Steinherz Ryman und seine Gesellschaft überfallen.

      [Jaime] kehrte nicht gleich zur Burg zurück, sondern überquerte den Trommelstein, um Edwyn Frey einen Besuch abzustatten und die Übergabe der Gefangenen seines Urgroßvaters zu besprechen. Das Frey-Heer hatte schon Stunden nach der Aufgabe von Schnellwasser begonnen, das Lager abzubrechen, da Lord Walders Vasallen und freie Ritter nach Hause wollten. Die Freys, die noch geblieben waren, bauten die Zelte ab, doch Jaime fand Edwyn mit seinem Bastardonkel im Pavillon von Letzterem.
      Die beiden hatten sich über eine Karte gebeugt und waren in ein hitziges Gespräch vertieft, das sie unterbrachen, als Jaime eintrat. „Lord Kommandant“, sagte Strom höflich und kalt, aber Edwyn platzte heraus: „Das Blut meines Vaters klebt an Euren Händen, Ser.“
      Das bestürzte Jaime ein wenig. „Wie das?“
      „Ihr wart es, der ihn nach Hause geschickt hat, oder nicht?“
      Jemand musste es ja tun. „Ist Ser Ryman etwas zugestoßen?“
      „Er wurde mitsamt seiner Gesellschaft gehängt“, berichtete Walder Strom. „Die Geächteten haben ihn sechs Meilen südlich von Schönmarkt erwischt.“
      „Dondarrion?“
      „Er oder Thoros oder diese Frau, diese Steinherz.“
      Jaime runzelte die Stirn. […] Diese Geächteten werden übermütig, wenn sie es wagen, Lord Walders Erben zu hängen, und das nicht einen Tagesritt von den Zwillingen entfernt. „Wie viele Männer hatte Ser Ryman bei sich?“, fragte er.
      „Drei Ritter und ein Dutzend Soldaten“, sagte Strom. „es ist fast, als hätten sie gewusst, dass er zu de Zwillingen zurückkehren wollte und nur eine kleine Eskorte hatte.“ […]
      „Wenn Ihr mir verzeiht, Euch in Eurer Trauer zu stören“, sagte [Jaime] trocken, „es gäbe da noch andere Angelegenheiten zu besprechen. Wenn Ihr zu den Zwillingen zurückkehrt, teilt Lord Walder mit, dass König Tommen alle Gefangenen verlangt, die Ihr bei der Roten Hochzeit genommen habt.“
      Ser Walder runzelte die Stirn. „Diese Gefangenen sind wertvoll, Ser.“
      „Seine Gnaden würden sie nicht fordern, wenn sie keinen Wert hätten.“
      Frey und Strom wechselten einen Blick. Edwyn sagte: „Mein Hoher Urgroßvater wird Entschädigung erwarten.“
      Und sie erhalten, sobald mir eine neue Hand gewachsen ist, dachte Jaime. „Jeder von uns erwartet das eine oder andere“, erwiderte er milde. (Die dunkle Königin, S. 504 ff. [Jaime VII])


      Viele der Flusslords haben nur deshalb widerwillig das Knie gebeugt, weil ihre Verwandten noch immer Gefangene sind, ähnlich wie Manderly Lippenbekenntnisse für die Boltons abgibt und sogar die Anwesenheit von Freys an seinem Hof duldet, bis sein ältester Sohn und Erbe, Wylis, zu ihm zurückgekehrt ist. Lord Piper beispielsweise, der aus Jaimes Kriegsrat stürmt, will wahrscheinlich nichts mehr als Edwyn mit seinem Schwert zu durchstechen, sofern es eine Heimkehr für seinen erstgeborenen Sohn Marq gibt. Kein Frey wäre mehr sicher vor blutiger Rache, sollten die Gefangenen von der Roten Hochzeit auf dem Weg nach Königsmund fliehen. Und die Bruderschaft ohne Banner dürfte bald in der Lage sein, solch einen Ausbruch zu unterstützen, da sie über die Absichten von Tom informiert worden sind.
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      Das ist aber nicht die einzige Aktion, die die BoB durchführen könnte, da Tom am Ende von AFFC in Schnellwasser bleibt.

      Lord Emmon [Frey] versammelte ganz Schnellwasser im Hof, Lord Edmures Volk und seine eigenen Leute, und sprach fast geschlagene drei Stunden darüber zu ihnen, was nun, da er ihr Lord und Herr war, von ihnen erwartet wurde. Von Zeit zu Zeit wedelte er mit seinem Pergament, während Stallburschen und Schmiede und Dienstmädchen mürrisch und schweigend zuhörten und leichter Regen über allen niederging.
      Der Sänger lauschte ebenfalls, der, den Jaime von Ser Ryman Frey mitgenommen hatte. Jaime traf ihn in einer offenen Tür, wo es trocken war. […] Ich hätte gedacht, Ihr würdet mit den Freys ziehen.“
      „Da oben ist ein Frey“, erwiderte der Sänger und deutete mit dem Kopf auf Lord Emmon, „und seine Burg macht den Eindruck, als könne man hier gemütlich überwintern. […]
      „Da solltet Ihr hervorragend mit meiner Tante auskommen“, sagte Jaime. „Wenn Ihr hier überwintern wollt, muss Euer Spiel Lady Genna gefallen. Sie ist diejenige, auf die es ankommt.“
      „Nicht Ihr?“
      „Mein Platz ist beim König. Ich werde nicht mehr lange hierbleiben.“
      „Das höre ich nicht gern, Mylord. Ich kenne bessere Lieder als „Regen von Castamaer“. Ich hätte sie Euch vortragen können... oh, alles Mögliche.“ (Die dunkle Königin, S. 512 f. [Jaime VII])


      Nun erinnere man sich daran, dass Daven Lannister mit einer Frey verlobt ist: „Ich werde heiraten und mein Wiesel betten, keine Angst. Schließlich weiß ich, was Robb Stark widerfahren ist.“ Die dunkle Königin, S. 249 [Jaime V]) Jaime reitet nach Rabenbaum, wo er in ADWD mit den Brackens und Schwarzhains zu tun hat, Daven aber wird das letzte Mal in Schnellwasser gesehen, und es wird vermutet, dass er dort vorhat zu heiraten, bevor er die Flusstraße nach Hause nach Casterlystein nimmt. Sollte das stimmen, hat Lady Steinherz möglicherweise vor, sich und ihre Männer unangemeldet selber zu einer zweiten roten Hochzeit einzuladen. Lady Genna wird es Jaime nicht danken, dass er eine große, fette Zielscheibe auf ihren Rücken geheftet hat, und Lord Walder selber dürfte die Feierlichkeiten besuchen, um sich nicht die Möglichkeit entgehen zu lassen, sich mit der unterworfenen Burg seiner früheren Lehnsherrn, den Tullys, zu brüsten. Dass Tom von anderen Liedern spricht – besseren als „Regen von Castamaer“, diesem schändlichen musikalischen Signal für Schlachterei und Chaos – ist ziemlich unheilverkündend.
      Dahinter steckt mehr! Und hier beginnen die Dinge meiner Meinung nach wirklich interssant zu werden..

      [Jaime] wandte sich wieder an Lady Mariya [Darry, Frau von Merrett Frey]. „Die Geächteten, die Euren Gemahl ermordet haben... War das Lord Berics Bande?“
      „Das dachten wir zunächst.“ Obwohl Lady Mariya bereits graue Strähnen im Haar hatte, war sie noch immer eine ansehnliche Frau. „Die Mörder hatten sich aufgeteilt, nachdem sie Alsteinen verlassen haben. Lord Vypren verfolgte die eine Bande bis nach Schönmarkt, hat dort aber ihre Spur verloren. Der Schwarze Walder führte Jäger und Bluthunde nach Hexensumpf auf der Suche nach den Übrigen. Die Bauern behaupteten, sie nicht gesehen zu haben, doch als man sie verhörte, sangen sie ein anderes Lied. Sie berichteten von einem einäugigen Mann und einem in einem gelben Mantel... und einer verhüllten Frau mit Kapuze. […] Die Bauern wollten uns einreden, ihr Gesicht sei zerfetzt und vernarbt, und ihre Augen seien gar schrecklich anzusehen. Sie haben behauptet, die Frau würde die Geächteten anführen.“
      „Sie anführen?“ das mochte Jaime kaum glauben. „Beric Dondarrion und der Rote Priester...“
      „... wurden nicht gesehen.“ Lady Mariya klang sehr überzeugt. […]
      „Wie weit hat der Schwarze Walder diese verhüllte Frau und ihre Männer verfolgt?“
      „Seine Hunde haben die Witterung nördlich von Hexensumpf wieder aufgenommen“, erzählte die ältere Frau. „Er schwört, er habe nicht mehr weiter ihnen zurückgelegen als einen halben Tag, doch da sind sie in der Eng verschwunden.“ […]
      „Ich würde es den Pfahlbaummenschen durchaus zutrauen, Geächteten Unterschlupf zu gewähren“, [sagte Ser Danswell Frey]. (Die dunkle Königin, S. 193 ff. [Jaime IV])


      Der einäugige Mann ist Hans im Glück, der andere ist Zit Zitronenmantel und die verhüllte Frau natürlich Lady Steinherz. Und es ist keineswegs das erste Mal, dass […] Catelyn Hexensumpf aufgesucht hat.

      Fünf Tage später kamen ihnen plötzlich [Robbs] Kundschafter entgegen und warnten, dass die Holzbrücke bei Schönmarkt von den steigenden Fluten unterspült worden war. […]
      Robb sah Catelyn an. „Gibt es noch andere Brücken?“
      „Nein. Und die Furten dürften unpassierbar sein.“ Sie kramte in ihrem Gedächtnis. „Wenn wir den blauen Arm nicht überqueren können, müssen wir ihn ungehen, durch Siebenbächen und Hexensumpf.“ (Die Königin der Drachen, S. 133 f. [Catelyn V])


      Am Ende des Kapitels hat Robbs Armee Altensteinen und Siebenbächen passiert, bevor sie in Hexensumpf stecken bleibt. Jason Mallister stößt zu ihnen, und dort ruft Robb seine letzte Ratsversammlung als König des Nordens zusammen. Leser haben sich schon länger gefragt, was mit Robbs unterzeichnetem und bezeugtem Beschluss passiert ist, in dem er seinen Erben benennt, wahrscheinlich einen legitimierten Jon.

      [Robb] nahm ein Pergament zur Hand. „Eines noch. Lord Balon hat ungeordnete Verhältnisse hinterlassen, wie wir hoffen dürfen. Ich möchte dies für den Fall meines Ablebens vermeiden. Doch bislang habe ich keinen leiblichen Sohn, meine Brüder Bran und Rickon sind tot, und meine Schwester ist mit einem Lannister verheiratet. Ich habe lange und gründlich darüber nachgedacht, wer mein Nachfolger werden könnte. Jetzt befehle ich Euch als meinen treuen und loyalen Lords, dieses Dokument als Zeugen meiner Entscheidung mit Euren Siegeln zu versehen. (Die Königin der Drachen, S. 147 [Catelyn V])
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      Der Beschluss geht nicht nach Norden zusammen mit Galbart Glover und Maege Mormont, welche ausdrücklich falsche Briefe mit sich führen. Es wird oft befürchtet, dass er auf den Zwillingen in dem Chaos verloren gegangen ist, welches auf die Rote Hochzeit folgte. Eine andere Möglichkeit wäre, dass das Dokument in Hexensumpf verborgen worden und nun von Lady Steinherz wiedergefunden worden ist. Welche ironischerweise wiederum den vermuteten Beweis hinsichtlich Jons Königtum nach Grauwasserwacht in Sicherheit bei Howland Reed bringt, der dann mehr über die Kronen weiß, auf die Jon einen Anspruch hat, als jeder andere lebende Mensch in der Welt von Eis und Feuer.

      Wäre das alles wahr, würde es bedeuten, dass Lady Steinherz mehr zu rationalen Gedanken fähig ist als gedacht. Wie die Theorie besagt, ist ihr ursprünglicher Blutdurst gestillt worden, UnCat hat begonnen, sich mehr an ihr früheres Leben zu erinnern, insbesondere an Robbs Willen, dass Jon ihm als König nachfolgen soll. Catelyn war knallhart dagegen, aber nach der Roten Hochzeit und da sie durch die Wiederauferstehung aus ihrem Wassergrab fürchterlich verändert ist, hat sie weitaus bessere Ziele für ihren Hass als den Bastard ihres verstorbenen Ehemannes. Jon hat ihre Familie ebenfalls innig geliebt und Ned als Vater und Robb als Bruder gesehen. Er würde Sansa und Arya vor allen beschützen, die diese verletzen wollten, wenn die Mädchen jemals gefunden werden sollten. Und nach eigener Aussage will er Tod und Zerstörung über das Haus Lannister bringen (Samwell I, AFFC / Jon II, ADWD), er wird nur durch seine starrköpfige Ehre und seinen Eiden der Nachtwache gegenüber von seinen Rachegelüsten zurückgehalten.

      Die Zeit läuft gegen die Bruderschaft ohne Banner. Der Winter naht, und sogar mit der Unterstützung durch das einfache Volk wird ein Bandenleben gegen die Lannisters und Freys nur schwer fortzuführen sein. Wer kann Lady Steinherz' Bestreben nach Rache fortführen? Und vielleicht die Hoffnungen der besiegten Lords im Norden und den Flusslanden in die Sache erneuern, für die Robb gestorben ist? Für Unabhängigkeit vom Eisernen Thron, da dieser den Bruch des heiligen Gastrechts gebilligt hat, bei dem ihre Verwandten ermordet wurden?

      Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, dass UnCat in ihrer Schlussszene in AFFC ungewöhnlich nachdenklich scheint. Und auffälligerweise besitzt sie das, was anhand der Beschreibung als Robbs Krone erkannt worden ist, welche von Ser Ryman zurückgeholt worden ist, den keiner vermissen wird.

      Auf der anderen Seite der Höhle war ein Tisch in einer Felsspalte aufgebaut. Dahinter saß eine ganz in Grau gehüllte Frau, in Mantel und Kapuze. In den Händen hielt sie eine Krone, einen Bronzereif, der von Eisenschwertern umringt war. Diese Krone betrachtete sie, während ihre Finger über die kleinen Klingen strichen, als wolle sie die Schärfe prüfen. Unter der Kapuze glommen ihre Augen. (Die dunkle Königin, S. 467 [Brienne VIII])


      Lady Steinherz ist zweifellos aufrichtig in ihrem Verlangen, Jaime tot zu sehen. Man bedenke, dass sie - ob sie ihn ohne Umschweife tötet oder ihn auf ein hoffnungsloses Unterfangen entsendet, weil sie Gerüchte um Sansa gehört hat – den einzig fähigen feindlichen Kommandanten vom Feld genommen haben wird, der ordnungsgemäß als Repräsentant des Eisernen Thrones ernannt worden ist. Und das zu der Zeit, zu der die BoB offensichtlich bereit ist in Aktion zu treten, ein Spion gegenwärtig in Schnellwasser ist, während die Truppen der Lannisters und Freys quer über die Flusslande verteilt sind, im (zu) zuversichtlichen Glauben, dass der Krieg erfolgreich beendet ist.

      Gibt es Vernunft in Lady Steinherz' Wahnsinn? Vielleicht. Beric Donadarrion war dazu fähig, aber UnCat war bereits viel länger tot, als sie wiederbelebt wurde und außerdem wahnsinnig vor Trauer in dem Moment als sie starb. Auf der anderen Seite ist sie rational genug, die BoB anzuführen, ihre Feinde zu erkennen und Brienne an ihr Versprechen zu binden, ihr zu dienen, auch wenn sie es auf grausame Weise tut.

      Unglücklicherweise für die Lannisters und Freys und vielleicht auch Boltons, obwohl diese nördlich der Eng sind, ist sie nicht die einzige, die ihren Untergang plant.
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      :) Zunächst muss ich mal erwähnen,dass das super nett und rücksichtsvoll von dir ist ,das alles zu übersetzen,so dass auch die User mit den nicht ganz so ausgeprägten Englisch-Kenntnissen daran Teil haben können!
      Danke schön!
      Das hört sich im Großen und Ganzen ,so vom ersten Eindruck her,schon mal ziemlich glaubwürdig an,dennoch denke ich irgendwie ,dass das alles so darzustellen,doch ziemlich viel Raum in Anspruch nehmen würde.Nur am Rande erwähnte Charaktere müssten ausgebaut werden und meiner Meinung nach existieren schon so viele Charaktere und Handlungsstränge,deren Geschichten noch zu Ende gebracht werden müssten,dass da für so etwas Komplexes eher weniger Platz sein dürfte...
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      Danke sehr. :)

      Ich würde die Theorie auch nicht in ihrer Gesamtheit als korrekt ansehen (bei der Länge käme es einem Wunder gleich, wenn alle Punkte zuträfen), sondern einzelne Punkte herausgreifen, über die man diskutieren kann. Beispielsweise: Könnte die Bruderschaft wirklich den Angriff auf Schnellwasser planen? Könnte Cat wirklich trotz allem Hass noch logisch vorgehen? Was ist mit Robbs Testament passiert?
      Später kommen noch Diskussionen wie "Wo ist der Schwarzfisch?" oder "Wer ist der Hooded Man in Winterfell?" auf, allerdings in einen größeren Kontext eingebettet, als man es meistens in den bisherigen Diskussionen über diese Fragen hatte.
      Diese riesige Theorie also als Sprungbrett dafür, eine Menge Punkte von einem anderen Blickwinkel heraus zu diskutieren. ;)
      Und da ich ja schon alle Teile überflogen habe, finde ich es gar nicht einmal weit hergeholt, dass es diese Verschwörung wirklich gibt. Nur der Rahmen ist mir vielleicht etwas zu groß angelegt.
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      Ser Arthur Dayne wrote:

      Könnte die Bruderschaft wirklich den Angriff auf Schnellwasser planen? Könnte Cat wirklich trotz allem Hass noch logisch vorgehen?

      Hmm..war das nicht irgendwie so,dass sich die Bruderschaft schon irgendwie geteilt hat?Sozusagen,ein Teil,der mit Uncat unterwegs ist und ein Teil,(war nicht Thoros dabei),der sie nicht als Führerin akzeptiert?Ich traue diesem Wesen auch nicht zu,irgendetwas komplexeres planen zu können,viel mehr als ziemlich schlichte Rachegedanken,sollten da nicht existieren,meine ich.Wenn man bedenkt ,dass sie ziemlich lange tot war,dürfte da meines Erachtens nach nicht mehr viel übrig geblieben sein...und die Männer der Bruderschaft wirken auf mich auch nicht gerade wie die großen Kämpfer und Strategen.Ich hoffe sie und Zombie-Cat werden nicht mehr allzu viel Raum einnehmen.

      Manderly und Konsorten würde ich allerdings schon so einiges zutrauen und die Andeutung die er da machte, :

      Ser Arthur Dayne wrote:

      ...Der Norden erinnert sich, und der Mummenschanz ist fast vorüber.“

      gab einem schon das Gefühl,dass da noch was im Argen liegt.
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      Auch von mir herzlichen Dank für die wunderbare Übersetzung! :thumbsup:
      Ich finde, diese Verschwörung hört sich nicht ganz verkehrt an. Aber den Teil mit UnCat finde ich dann doch etwas weit hergeholt. Es ist zwar alles durchaus schlüssig geschrieben und nachvollziehbar. Aber so wie ich die BwB beim letzten Mal in Erinnerung habe, sind sie eigentlich doch ziemlich fertig...
      Die Dunkle Königin /Brienne S. 458
      Einer der Schattenmänner schob das Mädchen zur Seite. Er trug ein verrostetes Kettenhemd und ein nietenbesetzten Gurt. (...) Nass und schmutzig klebte ein großer gelber Mantel an seinen Schultern. Darüber ragte ein stählerner Hundekopf mit zu einem Knurren gefletschten Zähnen auf.
      Zit Zitronenmantel. Verrostet, schmutzig und sich nicht zu schade den Helm des verhassten Bluthundes zu tragen.
      Ebenda S. 459
      "Wir haben noch mehr Bäume", warf ein andere Schatten ein, ein Einäugiger mit verrostetem Topfhelm.
      Hans im Glück.
      S. 461
      Der Mann trug die zerschlissenen Überreste einer alten Robe in Rosa und Weiß.Das Haar war lang und grau und verfilzt, die schlaffe Haut an Kinn und Wangen mit rauen Stoppeln überzogen.
      (...)
      Die Hand ihres Kerkermeisters war vernarbt und mit Schwielen bedeckt und dennoch merkwürdig sanft. (...)
      S.462
      (Brienne:) "Warum habt ihr meine Knochen gerichtet und die Wunden gereinigt, wenn ihr mich doch hängen wollt?" "Ja, warum eigentlich?" Er betrachtete die Kerze, als könne er ihren Blick nicht länger ertragen. (...)"
      S. 463
      "(...) Wir waren auch Brüder, doch inzwischen ist unsere Bruderschaft zerbrochen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht,wer wir sind oder wie es mit uns weitergeht. Ich weiß nur, die Straße ist dunkel. Die Feuer haben mir nicht gezeigt,was an ihrem Ende liegt."
      S. 465
      ""Gerechtigkeit." Thoros lächelte matt. "An Gerechtigkeit kann ich mich erinnern. Sie hatte einen angenehmen Geschmack. Gerechtigkeit gab es noch, als Beric unser Anführer war, zumindest haben wir uns das damals eingeredet. Wir waren Männer des Königs, Ritter, Helden... doch manche Ritter sind dunkel und voller Schrecken, Mylady. Der Krieg macht uns allen zu Ungeheuern."

      Ich finde, Thoros macht uns hier ziemlich deutlich klar, dass die Bwb am Ende ist, dass sie nicht ist, was sie einmal war. Einst Rebellen, die gegen die Bösen (oder auch vermeintlich Bösen) kämpften und versuchten Schaden von den einfachen Menschen abzuwenden und zu mildern, sind sie jetzt nicht mehr als das Vehikel der Rache für UnCat. Dreckig, verlottert und verroht oder resigniert, wie Thoros.
      Sollte es eine große Verschwörung des Nordens geben, hat Lady Stoneheart und die BwB nichts damit zu tun.
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      A Game of Thrones, Tyrion I
      Dass sie überhaupt nicht taktisch vorgehen können, würde ich so nicht sehen. Wir sehen Robbs Krone in der Hand eines Frey. Dieser Frey wird vor den Augen eines Mitglieds der Bruderschaft entlassen. Kurze Zeit später wird der Frey samt Gefolge, welches aus Soldaten bestand, überfallen, keiner entkommt. Es wird gemunkelt, dass da doch jemand Bescheid gewusst haben muss. Und die Krone taucht bei UnCat auf. Insofern scheint es durchaus ein funktionierendes Netz und eine funktionierende Kampfeinheit zu geben.
      Und auch die Aussage von unserem Spion, dass er schönere Lieder als "Rains of Castamere" kennt und das gerne Jaime gezeigt hätte, kann man als Drohung verstehen. Ich habe schon das Gefühl, dass in den Flusslanden noch etwas am Laufen ist, wenn auch eher unabhängig von den Geschehnissen im Norden.
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      Fehlende Taktik sehe ich auch nicht. Und grade die Sache mit Tom von den Sieben als Spion klingt auch sehr schlüssig und ist auch gut belegt, wie ich finde. Aber ich sehe das wie du, Ser Arthur, das hat nichts mit einer möglichen Verschwörung zu tun, sondern läuft völlig abseits davon.
      Ein Zusammenspiel der Nordmänner (und -frauen) hingegen, um Jon auf den Thron des Nordens zu bringen, kann ich mir sehr gut vorstellen.

      Ser Arthur Dayne wrote:

      Der Norden erinnert sich, Lord Davos. Der Norden erinnert sich, und der Mummenschanz ist fast vorüber.“ (Der Sohn des Greifen, S. 589 [Davos IV])
      Eine Verschwörung des Nordens würde da auch eine Menge mehr Sinn machen, als nur von Lord Manderly mit seinen paar Hundert (oder so...) Männeken auf Winterfell.
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      Stimmt,sie gehen schon noch taktisch vor und benutzen Tom als Spion,aber es ist schon ein Unterschied den Erben Freys mit seinen drei Rittern und einem Dutzend Soldaten zu überwältigen oder ganz Schnellwasser an sich zu reißen.Allzu viele Männer umfasst die Bruderschaft ja nicht mehr,wenn ich mich recht erinnere und Uncat dürfte auf potenzielle Verbündete nicht grade Vertrauens erweckend wirken....
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      Ser Arthur Dayne wrote:

      Der Beschluss geht nicht nach Norden zusammen mit Galbart Glover und Maege Mormont, welche ausdrücklich falsche Briefe mit sich führen. Es wird oft befürchtet, dass er auf den Zwillingen in dem Chaos verloren gegangen ist, welches auf die Rote Hochzeit folgte. Eine andere Möglichkeit wäre, dass das Dokument in Hexensumpf verborgen worden und nun von Lady Steinherz wiedergefunden worden ist. Welche ironischerweise wiederum den vermuteten Beweis hinsichtlich Jons Königtum nach Grauwasserwacht in Sicherheit bei Howland Reed bringt, der dann mehr über die Kronen weiß, auf die Jon einen Anspruch hat, als jeder andere lebende Mensch in der Welt von Eis und Feuer.

      Wäre das alles wahr, würde es bedeuten, dass Lady Steinherz mehr zu rationalen Gedanken fähig ist als gedacht. Wie die Theorie besagt, ist ihr ursprünglicher Blutdurst gestillt worden, UnCat hat begonnen, sich mehr an ihr früheres Leben zu erinnern, insbesondere an Robbs Willen, dass Jon ihm als König nachfolgen soll. Catelyn war knallhart dagegen, aber nach der Roten Hochzeit und da sie durch die Wiederauferstehung aus ihrem Wassergrab fürchterlich verändert ist, hat sie weitaus bessere Ziele für ihren Hass als den Bastard ihres verstorbenen Ehemannes. Jon hat ihre Familie ebenfalls innig geliebt und Ned als Vater und Robb als Bruder gesehen. Er würde Sansa und Arya vor allen beschützen, die diese verletzen wollten, wenn die Mädchen jemals gefunden werden sollten. Und nach eigener Aussage will er Tod und Zerstörung über das Haus Lannister bringen (Samwell I, AFFC / Jon II, ADWD), er wird nur durch seine starrköpfige Ehre und seinen Eiden der Nachtwache gegenüber von seinen Rachegelüsten zurückgehalten.
      Sollte Howland Reed dort sein und mit ihr kommuniziert haben, besteht sogar eine winzig kleine Chance, dass UnCat von Howland über Jon aufgeklärt wurde.
      Es gibt für ihn keinen Grund mehr, es vor ihr zu verheimlichen (Ned gab sein Versprechen Lyanna, Howland gab seines vermutlich Ned. Ned tot, Robert tot. Kein zwingender Grund mehr, das zu verheimlichen.)
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!
      [/quote]Sollte Howland Reed dort sein und mit ihr kommuniziert haben, besteht sogar eine winzig kleine Chance, dass UnCat von Howland über Jon aufgeklärt wurde.
      Es gibt für ihn keinen Grund mehr, es vor ihr zu verheimlichen (Ned gab sein Versprechen Lyanna, Howland gab seines vermutlich Ned. Ned tot, Robert tot. Kein zwingender Grund mehr, das zu verheimlichen.)[/quote]

      Sehe ich auch so, zusätzlich hätte Cat keinen Grund mehr Jon zu hassen. Er wäre nicht mehr der Bastard, der die Untreue Ihres Mannes darstellt, sondern ihr Neffe. Im Glauben, dass alle Ihre Kinder tod sind, bzw. Sansa mit einem Lannister vermählt, wäre er somit für die Starks ein würdiger "Thronfolger"

      AracheonoXis wrote:

      Sollte Howland Reed dort sein und mit ihr kommuniziert haben, besteht sogar eine winzig kleine Chance, dass UnCat von Howland über Jon aufgeklärt wurde.
      Es gibt für ihn keinen Grund mehr, es vor ihr zu verheimlichen (Ned gab sein Versprechen Lyanna, Howland gab seines vermutlich Ned. Ned tot, Robert tot. Kein zwingender Grund mehr, das zu verheimlichen.)

      Also,dass sie dann zu so rationalen Gedanken fähig sein könnte würde ich dann doch bezweifeln,denke nicht ,dass dieses tote von Hass zerfressene Ding,dann plötzlich einsieht,dass sie jahrelang falsch lag,womöglich noch bereut und Jon zur Krone verhilft,das würde schon eine Menge Geist und Gefühl erfordern.
      Meiner Meinung nach erlischt ein Versprechen auch keinesfalls mit dem Tod von dem Menschen .dem man es gegeben hat,wenn Howland nur im Entferntesten so tickt wie Ned,"bricht " er das Versprechen höchstens,weil der richtige Zeitpunkt gekommen ist,was vielleicht sogar in dem Versprechen enthalten war und nicht weil Ned tot ist.
      Wäre das alles wahr, würde es bedeuten, dass Lady Steinherz mehr zu rationalen Gedanken fähig ist als gedacht. Wie die Theorie besagt, ist ihr ursprünglicher Blutdurst gestillt worden, UnCat hat begonnen, sich mehr an ihr früheres Leben zu erinnern, insbesondere an Robbs Willen, dass Jon ihm als König nachfolgen soll.

      Ich bin mir hier nicht ganz sicher ,aber wurde nicht von Beric erwähnt,dass je mehr Zeit vergeht,desto weniger die Erinnerungen an das frühere Leben Bestand haben....wenn man dann noch bedenkt wie lange sie "Hirntod" war...
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      onyx234 wrote:

      Ich bin mir hier nicht ganz sicher ,aber wurde nicht von Beric erwähnt,dass je mehr Zeit vergeht,desto weniger die Erinnerungen an das frühere Leben Bestand haben....wenn man dann noch bedenkt wie lange sie "Hirntod" war...

      Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber gings dabei nicht um die Anzahl der Wiederbelebungen (nicht um die vergangene Zeit)?
      Ich meine auch, dass es um die Anzahl der Wiederbelebungen ging. Nach jeder Wiederbelebung gingen Beric mehr Erinnerungen verloren, doch dass seine Menschlichkeit auf der Strecke glaube ich nicht. Er schien mir eher relativ mitfühlend, wenn auch sehr... melancholisch? traurig wegen der verlorenen Erinnerungen? resigniert?... Ich finde den passenden Begriff grade nicht, den ich meine... :wacko:
      Aber er war nicht grausam oder ohne Mitgefühl. Ihm entglitt nur sein Leben...
      Cat hingegen hatte nach ihrer Wiedererweckung keinerlei menschliche Regungen mehr außer Hass und Rache.
      Hasst sie Jon noch? Hat sie ihn überhaupt wirklich gehasst? Sein Anblick war ihr zuwider, weil er der Beweis für Ehebruch und Betrug war.
      Und wie würde sie jetzt zu ihm stehen?
      Vielleicht würde sie ihm wohlwollend gegenüber stehen, da er möglicherweise das letzte Bindeglied zu Winterfell und den Starks ist. Er ist (zumindest glaubt sie das) immerhin der Sohn ihres geliebten Mannes und der Bruder ihrer geliebten Kinder, von denen sie glauben muss, dass außer Sansa alle tot sind.
      Oder sie hasst ihn erst recht, da ER lebt, während fast alle anderen tot sind (offiziell zumindest...)
      Aber wie gesagt, schließe ich Cat und die BwB als Beteiligte aus. UnCat sieht nicht über ihren Rachehorizont hinaus und die BwB ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Mitglieder sind in der Zwischenzeit entweder das geworden, dass sie früher verachtet haben oder resigniert wie Thoros, der meiner Meinung nach nur noch dabei ist, weil er nicht weiß, wo er sonst hin soll.

      Aber ein Zusammenschluss der Nordmänner, um Robbs letzten Willen zu erfüllen, klingt logisch und ist in den Texten auch recht anschaulich begründet.
      Männer der nördlichen Bergstämme ertragen sowohl den Tod durch den
      Winter als auch durch das Schwert, hunderte unternehmen einen grausamen
      Marsch nach Winterfell für die Möglichkeit, Ned Starks Tochter zu
      retten.
      Bei diesen Männern bin ich grade allerdings am Grübeln, wie sie in die Verschwörung passen? Den Stannis hat die Bergstämme aufgesucht und für sich gewonnen, weil Jon ihm erklärt hat wie...
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      A Game of Thrones, Tyrion I
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