Identifikation mit Charakter

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      Narannia schrieb:

      aber im Grunde wurden wahrscheinlich viele Menschenleben dadurch auch gerettet. Wenn man mal anders denkt und nicht nur an die liebgewonnenen Charaktere.


      tut mir leid das ich mich hier einklinke, aber diese Aussage verliert jede Glaubwürdigkeit, weil Tywin und die Freys ja alle Soldaten auf der Roten Hochzeit umbringen liessen. Welche Tausenden von Menschen haben sie denn damit gerettet? Die Landbevölkerung? Da war keiner mehr, weil erst Tywin und sein Pack und dann die Stark Truppen dadurch sind. Als Tywin diesen Spruch in der Serie brachte hab ich ihn auch angeschrien^^.
      Elender Dreckskerl der Typ (Tywin)
      nur Schlampei...ähm sry Cersei und Arschfinger... Kleinfinger sind schlimmer


      ​und zu dem anderen ich fands dämlich das die Wildlinge hinter der Mauer als normale Menschen dargestellt wurden um sie 2 Folgen später vor der Mauer als mordende Irre darzustellen.
      ​Aber an sich find ich den ganzen Konflikt naja und Olly war Inkonsequent, er bringt Jon um weil dieser die Wildlinge gerettet hat, aber Thorne hat das Tor geöffnet und sie reingelassen. Mit dem verschwört Olly sich? Mit Thorne... sehr konsequent kleine Kackbratze.
      ​Jon hatte keine andere Wahl als ihn hinzurichten. Gefängnis geht nicht, die Nachtwache hat weder die Ressourcen noch die Räumlichkeiten dafür, zur Mauer schicken.... mist er ist ja schon an der Mauer, ihn freilassen... super also wird Mord am LC nicht geahndet. Ich glaube Jon tat es unendlich leid das er ihn hinrichten musste aber er hatte keine alternative
      Egal was ich vorher war, jetzt bin ich müde.

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      Nabu schrieb:

      Daenerys I schrieb:

      Demzufolge war die Rote Hochzeit Deiner Ansicht nach zwar "nicht so schön", aber dennoch legitim, da sie ja einen politischen Hintergrund hatte und Menschenrechte dort ohnehin nicht existieren.

      Nein, sie war u.a. schon deshalb nicht legitim, weil sie das Gastrecht verletzte. Was allerdings ebensowenig direkte politische Folgen hat wie in unserer Welt Bomben auf ganze Hochzeitsgesellschaften als Kollateralschaden abzuwerfen.
      Keine Menschenrechte nach unserer Version heißt nicht, daß es in Westeros gar keine Normen und Werte gibt, sondern daß sie sich halt von unseren in teilweise gravierenden Punkten unterscheiden. (Ohne jetzt auch noch diskutieren zu wollen, was "wir" oder "unser" en détail wirklich bedeutet.) Und falls ich mich recht erinnere, gab es auch in der Serie das kurze Gespräch zwischen Tywin und Tyrion über die Legitimität solchen Handelns.

      Was hätte ihn denn Deiner Meinung nach vom Töten abhalten sollen? Menschenrechte gibt es in Westeros schließlich nicht! Und dass Empathie, Mitgefühl und ein aktives Über-Ich in deren Welt hemmende Faktoren darstellen, hast Du in Deinen vorherigen Beiträgen ja immerzu dementiert! Denn als ich argumentierte, dass es eigentlich nur eines empathischen Herzens bedarf, um solche Gräueltaten zu verhindern, antwortetest Du, dass "dieser Ansatz in Westeros nicht funktioniert".

      Hätte ihn denn in unserer Welt irgendeine Deklaration der Menschenrechte davon abgehalten? Oder die Existenz von Empathie und Mitgefühl bei anderen Menschen? Auch wenn sich in unserer Welt die Chance, sexuelle Sadisten durch Erbfolge als absolute Herrscher zu bekommen, derzeit auf andere Erdteile beschränkt. Soziopathen und Machiavellisten gibt es aber auch hier genug.
      Und andererseits hat Joffrey auch in Westeros keinem (durchaus vorhandenen) Ideal eines guten Herrschers entsprochen.

      Mavric24 schrieb:

      Das freie Volk wollte sich nur vor den WW verstecken, anscheinend können Sie auch zivilisiert leben, zumindest hat man nichts gegenteiliges gehört, nach dem Jon Sie reingelassen hat. Aber genau durch solche Aktionen wurde der Eindruck bestärkt, dass Sie sich eben nicht zivilisiert benehmen können. Man hätte als Wildling das Hirn einschalten sollen und überlegen welche Kriegshandlung notwendig und welche vollkommen Banane ist.

      Ohne das in irgendeiner Weise entschuldigen zu wollen, ist auch unsere Geschichte selbst der jüngsten Zeit voll davon, daß eigentlich zivilisietrte Menschen im Krieg auf die Idee kommen, sich auf grausamste Weise am "Erbfeind" oder dessen Verbündeten rächen zu wollen.



      Durch Erbfolge kommt man hier und heute zwar nicht an die Macht, dafür setzt man einfach den größten Abschaum und Dreck hier auf den Thron.

      Thinkerbelle schrieb:

      Das finde ich jetzt aber etwas weit her geholt. Woher sollten die Wildlinge wissen, dass das Dorf die Nachtwache versorgt? Und überhaupt, wenn sie eine Wut auf jemanden hatten, dann sollte das eher die Nachtwache sein. Aber um die anzugreifen waren sie zu feige. Der Angriff auf das Dorf war unnötig und hat höchstens dazu geeignet den Blutdurst einzelner zu stillen.


      Esmeralda schrieb:


      Der Name des Dorfes ist "Die Schenkung". Dieses Stück Land wurde von Brandon dem Erbauer, König des Nordens, an die Nachtwache gegeben und die Dorfbewohner geben ihre Steuern in Form von Lebensmitteln an die Nachtwache und sind damit der Haupt-Lebensmittel-Lieferant der NW.

      Das wusste ich und das wissen wahrscheinlich die Leute südlich der Mauer, aber ob es die Wildlinge wussten, das möchte ich bezweifeln.


      Nein, das wusstest du nicht und in deinem Rückzugsversuch zeigst du noch mehr mangelndes Wissen.
      Mance Rayder darfst du dir jetzt auch noch googeln.
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      Ich fand den ganzen Plot um die Wildlinge in der vierten Staffel total daneben. In der dritten Staffel schleichen sie sich über die Mauer, um heimlich von der südlichen ungeschützten Seite aus Castle Black anzugreifen und wollen genau aus diesem Grund, den alten Pferdezüchter töten, damit der die NW nicht warnt.
      Und in der vierten Staffel metzeln sie sich durch alle Dörfer südlich der Mauer auf ihrem Weg Richtung Castle Black. Und nicht nur das: ganz bewusst lassen sie Olly leben und schicken ihn zur Mauer mit dem Auftrag die Brüder von ihrem Gemetzel zu berichten! WTF?

      Und nach der Schlacht in Castle Black durfte dann Olly eigentlich nur noch mufflig Jon anstarrend in der Gegend rumstehen, bis jeder Serienfan ihn hasste. Und um ihn loszuwerden, wurde er dann in den Plot der Verräter eingebaut und dann hurtig per Erhängen entsorgt.

      Letztendlich hat seine Hinrichtung gar nichts mit Jons Güte oder Härte zu tun, sondern nur damit, dass sich die Showrunner eines weiteren vermurksten Charakters entledigen wollten.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      @Nabu, @Narannia

      Aber Ygritte hat es doch auch nicht fertig gebracht, Jon umzubringen.


      1. Ygritte schoss drei Pfeile auf Jon ab, die ihn tödlich hätten verletzen können (billigende Inkaufnahme seines Todes, bereits ausdiskutiert).

      2. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ygritte den Jon bei der ersten Begegnung getötet hätte, da zu jenem Zeitpunkt noch keine intensivere Bindung zwischen den beiden entstanden war.

      Und die gegrillten Tarlys ... auch wenn den Vater keiner mochte ... nur, weil sie nicht knien wollten. Die hätte man auch einkerkern können. War bei adligen Gefangenen eigentlich eher üblich.


      Das kann man nicht vergleichen!!! Ygritte massakrierte friedliche Dorfbewohner aus dem Hinterhalt, während Daenerys den Tarlys die freie Wahl ließ, ob sie sich ihr anschließen oder sterben wollen. Die Tarlys waren sich folglich der Konsequenzen bewusst - und sie entschieden sich! Nicht, dass ich deren Exekution nun rechtfertigen möchte, aber es lässt sich schlichtweg nicht vergleichen!!!

      Daenerys' Zorn brach im Wesentlichen über die Feinde der Menschlichkeit, die andere Menschen versklavten, misshandelten, töteten etc., herein. Sie ließ nicht vorsätzlich Unschuldige ermorden. Dass nicht alle Sklavenherren negativer Gesinnung waren, bedachte sie - leider - schlichtweg nicht. Ygritte hingegen wusste zu jeder Zeit, was sie während des brutalen Überfalls tat!!!

      Nein, sie war u.a. schon deshalb nicht legitim, weil sie das Gastrecht verletzte. Was allerdings ebensowenig direkte politische Folgen hat wie in unserer Welt Bomben auf ganze Hochzeitsgesellschaften als Kollateralschaden abzuwerfen.


      Korrekt, nur brauchst Du mir das nicht mitzuteilen, da ich sowohl den bestialischen Wildlingsüberfall als auch die Rote Hochzeit für (moralisch) verwerflich halte. Alraune sieht es aber offenbar anders... Sie findet all das nur "nicht so schön"...

      Fakt ist, dass es ungeachtet der Quantität der Opfer keine gravierenden qualitativen Differenzen zwischen der Roten Hochzeit und dem Wildlingsüberfall auf das besagte Dorf gibt. In beiden Fällen wurden - aus "politischen Gründen" - arg- und wehrlose Menschen aus dem Hinterhalt ermordet. Ein Messen mit zweierlei Maß lehne ich dezidiert ab.

      Hätte ihn denn in unserer Welt irgendeine Deklaration der Menschenrechte davon abgehalten?


      Nein, das war auch nicht mein Argument, denn ich führte die Menschenrechte gar nicht ins Feld. Im Gegenteil: Ich behaupte, dass es auch ohne die offizielle Deklaration von Menschenrechten sehr positive und soziale Menschen geben kann - sowohl in Westeros als auch in unserer Welt. Joffrey gehörte selbstverständlich nicht dazu, Ygritte ebenso wenig. Das war meine Aussage!

      Oder die Existenz von Empathie und Mitgefühl bei anderen Menschen?


      Empathie, Mitgefühl und ein Schuldbewusstsein vermittelndes Über-Ich bilden die emotionalen Hemmschwellen, die aggressive Eruptionen im Gewande strafrechtlich relevanter Handlungen verhindern können. Das gilt ebenso für den Ausbruch sexueller Triebimpulse. Empathie und Über-Ich stellen zugleich die emotionale Begründung sozialer Normen dar. Das heißt: Wenn Joffrey oder Ygritte empathisch und mit einem hinreichend aktiven Gewissen ausgestattet gewesen wären, hätten sie ihre Gräueltaten wahrscheinlich nicht begangen.

      Jon Snow ist nach meiner Überzeugung ein empathischer Mensch mit einem adäquat entwickelten Schuld- und Unrechtsbewusstsein.

      Das funktioniert wahrscheinlich nicht nur in Westeros nicht. Schau dir doch die reale Welt an.


      Da sehe ich auch, dass viele Menschen nicht zu Tätern werden. Und ich mag nicht unterstellen, dass all die Menschen, die keine Straftaten begehen, sich nur wegen einer Angst vor juristischen Folgen zurückhalten. So ist es auch in Westeros: Auch dort gibt es Menschen, die aufgrund ihres humanen Wesens keine Verbrechen verüben und auch nicht kaltherzig agieren. Ygritte zählt für mich jedoch zu den Figuren, die ich aufgrund ihrer Taten eher dem negativen Lager zuordnen würde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Daenerys I“ ()

      Daenerys I schrieb:

      Alraune sieht es aber offenbar anders... Sie findet all das nur "nicht so schön"...


      Weißt du, ich sehe die rote Hochzeit bezüglich des Gastrechts tatsächlich so wie @Nabu geschrieben hat und habe sie auch mit keinem Wort legitimiert.
      Aber du drehst dir hier eh schon seit vielen vielen Seiten alles so zu recht, wie du es brauchst.

      Und was ich schön, oder nicht schön finde, kannst du mal ganz alleine mir überlassen. Danke. :)
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      Weißt du, ich sehe die rote Hochzeit bezüglich des Gastrechts tatsächlich so wie @Nabu geschrieben hat und habe sie auch mit keinem Wort legitimiert.


      Ach, so siehst Du das: Unschuldige Menschen darf man zwar ihrem Dorf niedermetzeln, sofern man damit politische Ziele verfolgt, aber das Gastrecht zu brechen, das ist skandalös, selbst wenn dies Inhalt einer politischen Strategie ist!

      Aber du drehst dir hier eh schon seit vielen vielen Seiten alles so zu recht, wie du es brauchst.


      Das ist gar nicht nötig, da das Meiste doch recht offenbar ist...

      Und was ich schön, oder nicht schön finde, kannst du mal ganz alleine mir überlassen.Danke.


      Hab nichts anderes vorgehabt, ich bezog mich ja lediglich auf Deine früheren Äußerungen.

      Danke.


      Und ich bedanke mich recht herzlich dafür, dass Du Dich so rege an dieser Diskussion beteiligt hast. Mach's gut.^^
      Manchmal frage ich mich schon ein bisschen, wer hier die Serie guckt.

      Als ich von Olly gehört habe, haben sich mir zwei Fragen gestellt:

      Welches verdammte Dorf?
      und
      Warum verdammt lebt der überhaupt noch?

      Das war mit sieben Sekunden Suche eigentlich schon erledigt. Die Schenkung gehört, wie Mance Rayder als ehemaliger Grenzer (und auch jeder andere Wildling im Umkreis von dreitausend Meilen zu Fuß) weiß, zur Nachtwache. Er schickt seine Männer los um durch die Angriffe eine empfindliche unbewachte Nachschubroute zu treffen und, wie auch durch die Überfälle auf die Wachen gen Moles auch die Wache durch die absichtlichen Provokationen (!) aus der Burg zu locken (!) die angegriffen werden soll.


      Aber ne, natürlich steigen die Wildlinge 800 Fuß Eis weil Spontanbock auf Gemetzel. Manchmal ist selbst DD-Logik wohl noch zu komplex.


      Erstaunlich, dass es in Westeros trotz dessen und auch ohne eine Deklaration der Menschenrechte Personen gibt, die sich human und sozial verhalten. Beispiele: Sam, Davos, Jon, Tyrion usw. Sie kennen auch keine offiziellen Menschenrechte und können sich dennoch sehr menschlich verhalten...


      Da fragt man sich natürlich, was da schiefgelaufen ist - mit dem Olly.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Maegwin“ ()

      Maegwin schrieb:

      Er schickt seine Männer los um durch die Angriffe eine empfindliche unbewachte Nachschubroute zu treffen und, wie auch durch die Überfälle auf die Wachen gen Moles auch die Wache durch die absichtlichen Provokationen (!) aus der Burg zu locken (!) die angegriffen werden soll.

      Na also, warum aber nicht gleich? Erst nach dem ich so einen doofen Text verfasst habe, der mich wie den ersten Menschen fühlen lässt.. *traurig guck*
      Mach aber tatsächlich Sinn.. versuchen die Nachtwache rauszulocken um Sie dann auf einem offenen Feld niederzumetzeln.
      Ich finde es beinahe lustig, wie hier nur gegen Ygritte herumgemeckert wird, aber Tormund wird als Beinahe-Sidekick von Jon mal schön außen vorgelassen, ebenso wie Styr. Wir lernen Tormund erst nach der Schlacht um die Schwarze Festung nur als Teils eines Zweckbundes kennen, der zu Respekt und Anerkennung wird, weil er Jons Ziele kennen lernt, seinem Volk zu helfen - . Dabei überwindet Tormund seine Schwierigkeiten mit der Nachtwache, um den wahren Feind (WW) zu schlagen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Jon die Wildlinge zuvor mit Hilfe/im Auftrag Qhorins unterwandert hat, um damit wichtige Informationen über Mankes Heer/Aufstellungen und Taktiken für die Nachtwache zu sammeln und seinen Eid der Nachtwache sogar irgendwie ausgedehnt hat, nicht weil er da bereits vordergründig, dem großen ganzen Guten dient. Diese Erkenntnis entwickelt sich bei Jon wie auch bei vielen Anderen nach und nach. Berichte von der Faust der Ersten Menschen von seinen Freunden als auch eigene Erfahrungen bewegen ihn dazu die Wahrheit zu erkennen und spätestens erst in Hartheim weiß Jon wirklich mit wem sie es zu tun haben.

      Ebenso wie hier Ygrittes Verhalten, bzw. die Warnung gegenüber Jon unnötig überdramatisiert wird, weil er einer der Hauptcharaktere (POVs) ist.

      Denn in Wahrheit sind es Tormund und Styr, die als "Kommandanten" stellvertretende Anführer von Manke die Befehlsgewalt über die Wildlinge südlich der Mauer haben. Wer es mir nicht glaubst gucke bitte "Weg der Züchtigung" an und Jon hält Tormund teilweise nicht zu unrecht auch für Manke in "Valar Dohaeris". Sie sind dafür sehr viel mehr verantwortlich, was mit den Dörfern passiert. Ygritte muss sich als Teil der Gruppe auch ihm unterordnen. Wenn ich meine Vermutung äußern darf; ich gehe stark aus, dass das Gemetzel etwas mit dem Auftreten der brutalen, kannibalischen Serien-Thenns zu tun hat. Also ordnet sich Tormund z.B. um Streitigkeiten zwischen den Gruppen/Stämmen zu vermeiden (und Mankes Wunsch entsprechend, der die Gruppen vereint hat) Styr unter und es kommt zu dem Gemetzeln in den Dörfern der Schenkung. Es darf nicht vergessen werden, dass alle Wildlinge dabei Blut an den Händen kleben haben die an den Angriffen beteiligt sind. Tormund ist genauso für das Abschlachten der Dörfler verantwortlich, sogar mehr wie noch wie Ygritte, aber weil Tormund ja jetzt "gut" und einsichtig gegen den größeren Feind/für das Leben vorgeht ist, also sein Handeln als Jons Beinahe-Sidekick rein gewaschen wird, sieht man mal gern über die Natur des Krieges und der des Freien Volkes hinweg.

      Ich stimme Maegwin und Esmeralda zu, nämlich dass das Gemetzel nicht besonders gut inszeniert ist. So wäre es Beispielsweise auch interessanter, wenn sich die Wildlinge lautlos fortzubewegen und überraschend zuzuschlagen. Ich kann aber verstehen, dass die Versorgung der Nachtwache abgeschnitten werden soll. Das haben viele Kriegsherren und Parteien auch nicht anders gemacht, sagen wir mal Tywin mit der Plünderung/Brandschatzung der Flusslande, Robbs Feldzug in den Westlanden oder die Absperrung der Rosenstraße durch die Tyrells (das sind mMn die besseren Beispiele um das Vorgehen der Wildlinge zu erklären), als die Rote Hochzeit. Das ist wie viele geschrieben haben, strategisch notwendig, damit der Gegner sein Heer ernähren kann. Wir wissen, aber dass es nicht moralisch richtig ist. Ebenso wie die Rote Hochzeit strategisch wichtig, aber sowohl laut den Gesetzen von Westeros als auch unserer Welt moralisch verwerflich ist. Doch Gewalt und unmoralisches Handeln kommt derzeitig immer noch vor, wenn man an die Konflikte/Bürgerkriege im Nahen Osten sowie Afrika (Syrien, Iran, Irak) oder sogar Konflikte wie den Drogenkrieg in Mexiko denkt. Man wird die Natur des Menschen nicht auf einen Schlag ändern können. Aber es ist trotzdem gut sich für Menschlichkeit/Fortschritt einzusetzen.

      Selbst Buch-Tyrion fragt sich, warum Daenerys vor Meereen die Brunnen noch nicht hat vergiften lassen.

      The fact that there were any good wells at all within a day's march of the city only went to prove that Daenerys Targaryen was still an innocent where siegecraft was concerned. She should have poisoned every well. (Tyrion XI, A Dance with Dragons)


      Und bitte, wer bringt Jon den dazu zu erkennen, dass das Freie Volk auch nur Menschen sind und die Mauer/der Konflikt mit dem Freien Volk auf einem riesigen Missverständnis beruht und die sein Nachtwache Eid auch mit einschließt, doch etwa Ygritte oder nicht? Sie nimmt damit eine extrem wichtige Funktion ein! Also, liebe Daenerys, vergiss das bitte nicht, auch wenn du einen Groll auf Ygritte zu pflegen scheinst.

      Ygritte: Anstatt dich nackt zu einer Frau zu legen, überfällst du also lieber unser Land?
      Jon Schnee: Ich überfalle euer Land? Wildlinge fallen ständig in unser Land ein. Ihr habt versucht meinen kleinen Bruder umzubringen, einen kleinen Jungen.
      Ygritte: Es ist nicht euer Land! Denn wir haben hier schon immer gelebt. Ihr seid hergekommen, habt diese Mauer gebaut und gesagt, es gehört euch.
      Jon: Mein Vater war Ned Stark. In mir fließt das Blut der Ersten Menschen. Meine Vorfahren stammen von hier, genau wie deine.
      Ygritte: Wieso bekämpfst du uns dann?
      ("Ein Mann ohne Ehre")


      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

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      Daenerys I schrieb:

      1. Ygritte schoss drei Pfeile auf Jon ab, die ihn tödlich hätten verletzen können (billigende Inkaufnahme seines Todes, bereits ausdiskutiert).

      2. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ygritte den Jon bei der ersten Begegnung getötet hätte, da zu jenem Zeitpunkt noch keine intensivere Bindung zwischen den beiden entstanden war.


      1. Weiß nicht, ob das ausdiskutiert war.
      2. Hätte sie wahrscheinlich, weil sie annehmen musste, dass er sie sonst umbringt. Sie hatte nur Glück, dass Jon vorher noch nie jemanden umgebracht hatte und somit Skrupel hatte.
      3. Die Diskussion bringt überhaupt nichts, weil du dir immer alles so hindrehst, wie es dir passt.
      4. Wenn dir GOT zu gewalttätig ist, dann schau' dir lieber die Glücksbärchis oder Regina Regenbogen an.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Narannia“ ()

      Mavric24 schrieb:

      Maegwin schrieb:

      Er schickt seine Männer los um durch die Angriffe eine empfindliche unbewachte Nachschubroute zu treffen und, wie auch durch die Überfälle auf die Wachen gen Moles auch die Wache durch die absichtlichen Provokationen (!) aus der Burg zu locken (!) die angegriffen werden soll.

      Na also, warum aber nicht gleich? (..)


      Weil es pädagogisch wertvoller ist, wenn sich Menschen ihre Informationen auf Grund sanften Schabernacks und freundlicher Hinweise selbst erschließen:
      Gib einem Mann einen Fisch, und er hat einen Tag lang zu essen. Aber gib ihm eine Angel, und er rammt sie sich in den Gehörgang und bastelt aus dem Haken ein Zungenpiercing!
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      Maegwin schrieb:


      Weil es pädagogisch wertvoller ist, wenn sich Menschen ihre Informationen auf Grund sanften Schabernacks und freundlicher Hinweise selbst erschließen

      Dafür danke ich dir, leider hält sich der Erfolg dieser Maßnahme bei mir in Grenzen. Was aber auf keinen Fall an dir, sondern ganz alleine an mir liegt. Ich hoffe du gibst die Hoffnung in mich und andere nicht auf.
      Während ich diesen völlig ernsten und ironiefreien "Beitrag" schreibe, fällt mir auf, dass es eigentlich ganz gut zum eigentlichen Thema passt. Also mit wem kann ich mich am meisten identifizieren? Bisschen doof, geradeheraus und ein wahrer Romantiker.. ganz klar mit Tormund. Bei seiner Bären Geschichte wird mir immer warm ums Herz + seine Blicke für Brienne. Also wenn das nicht romantisch ist, dann ist die Erde eine Scheibe.
      Dafür danke ich dir, leider hält sich der Erfolg dieser Maßnahme bei mir in Grenzen. Was aber auf keinen Fall an dir, sondern ganz alleine an mir liegt. Ich hoffe du gibst die Hoffnung in mich und andere nicht auf.


      Niemals. Hilfsbereitschaft und Hoffnung sind mein neunter bzw. elfter Vorname.

      Fakt ist, dass es ungeachtet der Quantität der Opfer keine gravierenden qualitativen Differenzen zwischen der Roten Hochzeit und dem Wildlingsüberfall auf das besagte Dorf gibt. In beiden Fällen wurden - aus "politischen Gründen" - arg- und wehrlose Menschen aus dem Hinterhalt ermordet.


      Sich nicht auslöschen lassen zu wollen ist kein "politischer Grund".
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.
      Da fragt man sich natürlich, was da schiefgelaufen ist - mit dem Olly.


      Die von Olly miterlebte Ermordung seiner Eltern, seiner Freunde und seiner Bekannten sowie die gänzlich unerwartete Zerstörung seiner Heimat wirkten sich schwer traumatisierend auf ihn aus. Das ist in seiner Biografie z. B. "schiefgelaufen".

      Die Diskussion bringt überhaupt nichts, weil du dir immer alles so hindrehst, wie es dir passt.


      Das ist doch eine absolut wertlose Aussage, denn Identisches kann ich ebenso Dir unterstellen. Allerdings hege ich kein sonderlich großes Interesse an infantilen Ballspielen auf dem Niveau: "Du warst das!", "Nein, Du warst das!" ... Das ist schließlich keine konstruktive Auseinandersetzung mit der Thematik.

      Wenn Du fortan nicht mehr mit mir diskutieren willst, ist das eine Entscheidung, die ich problemlos akzeptieren kann. Niemand nötigt Dich dazu.

      Kurzfassung: In Jon Snow erkenne ich einen sensiblen, emotionalen und empathischen Charakter. Der Ygritte kann ich hingegen keine besondere Empathie und Sensibilität attestieren, denn sie erscheint mir vielmehr hart und kalt. Diese Einschätzung habe ich mit den brutalen Taten begründet, die sie beging. Politische Motive ändern meines Erachtens nichts an der Grausamkeit und der Gefühlskälte, die sie während des Wildlingsüberfalls aufs besagte Dorf an den Tag legte. Mag sein, dass die Verhältnisse jenseits der Mauer ihre Persönlichkeit entsprechend prägten. Doch auch das ändert nun einmal nichts daran, dass Ygritte "heute" eben ist, wie sie ist. Und meiner Ansicht nach passt sie wegen ihres hier beschriebenen Wesens charakterlich nicht zu Jon Snow.

      Sofern Du willens bist, beantworte doch bitte die simple Frage, ob Du Jon Snow zutrauen würdest, ein schutzloses Wildlingsdorf zu überfallen, dieses bewusst und willentlich zu zerstören und vorsätzlich die dort friedlich arbeitenden, arg- und wehrlosen Männer, Frauen und Kinder abzuschlachten. Solltest Du dies bejahen, haben wir offenbar eine differente Auffassung von Jon Snow, was aber auch nicht illegitim wäre, oder?

      Da ich die Bücher (noch) nicht gelesen habe, beziehe ich mich in meinen Äußerungen nur auf die Inhalte der Serie.
      Die von Olly miterlebte Ermordung seiner Eltern, seiner Freunde und seiner Bekannten sowie die gänzlich unerwartete Zerstörung seiner Heimat wirkten sich schwer traumatisierend auf ihn aus.


      Das würde längst nicht jeden zum Mörder eines an diesen Morden völlig unbeteiligten machen.

      Das ist doch eine absolut wertlose Aussage, denn Identisches kann ich ebenso Dir unterstellen.


      Ja, aber ihr wird ein gutes Dutzend Personen zustimmen.
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      Das würde längst nicht jeden zum Mörder eines an diesen Morden völlig unbeteiligten machen.


      Wie gesagt: Aus meiner Perspektive war Olly kein Mörder. Außerdem habe ich NIRGENDS behauptet, dass seine Aktion akzeptabel war! Ich schrieb dazu, dass ich seine (psychologischen) Beweggründe nachvollziehen, aber nicht ohne Weiteres verzeihen kann.

      Und nur, weil ich diese Position vertrete, die ich im Übrigen auch begründet habe, heißt das nicht, dass ich mir etwas "zurechtrücke". Wenn die von Dir erwähnten Personen der Meinung sind, Olly sei ein Mörder und Ygritte im Grunde doch ein positiver Charakter gewesen, dann kann ich das durchaus hinnehmen. Ich teile diese Auffassungen jedoch nicht.
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