Identifikation mit Charakter

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      Ich kann mich ganz klar am meisten mit Jon identifizieren.
      Ich war auch früher immer ein Außenseiter,
      den keiner Ernst genommen hat und dem keiner Respekt gab.
      Aber irgendwann habe ich es geschafft mir Respekt zu verdienen und
      mich hochzuarbeiten.
      Und trotz allem was mir im Leben schon alles schlimmes passiert ist,
      habe ich trotzdem immer versucht ein guter Mensch zu sein und anderen zu helfen.
      Es gibt zwar auch noch andere Charakter wo ich Züge von mir sehe,
      aber mit ihm habe ich am meisten gemein.
      Death
      Ich denke, dass ich eine Mischung aus Arya und Bran/Jojen bin.
      Zuerst klingt das ziemlich komisch denke ich, aber ich denke einfach, dass ich von jedem gewisse Charakterzüge habe.
      Manchmal bin ich so aufbrausend, dickköpfig und cholerisch wie Arya,
      aber ich bin teils genauso wie Bran/Jojen. Ruhig und nachdenklich.

      Früher war ich eine Art reine Arya,
      was meine Mutter teils zum Verzweifeln brachte ^^`
      Niemand hatte es leicht mit mir.
      Weder Lehrer noch meine Freunde noch meine Familie.

      Aber mit der Zeit bin ich etwas ruhiger geworden. Man kann nicht stets Handeln ohne darüber
      nachzudenken ob das jetzt gut oder schlecht war. Ich denke meist nur noch nach.
      Aber manchmal denke ich auch zu viel nach.

      _Fox

      Esmeralda schrieb:

      Lady [quote= schrieb:

      Lady Baelish schrieb:

      Also wenn das die beabsichtigte Botschaft ist, ist GoT wirklich nichts für Kinder oder Jugendliche, dann wäre es nämlich Anstiftung zu unsozialem Verhalten.
      Nun ja, ob da nun irgendeine Botschaft hinter steckt, wage ich mal zu bezweifeln. Aber das GoT nichts für Kinder ist, sollte wohl nicht zu bezweifeln sein. :)

      :D na mal in Ernst es zeigt den Realismus der auch im RL funktioniert.
      "Rhaegar fought valiantly, Rhaegar fought nobly, Rhaegar fought honorably. And Rhaegar died."

      "Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit"

      Kofi Annan
      Traurigerweise gilt man für Frauen schon mit 1.75m als Gnom. Und Zurückweisungen wie Spott diesbezüglich lassen schon eine gewisse Identifikation mit Tyrion zu.


      Ich lebe jedenfalls mit dieser Last, so wie Tyrion mit seiner. Ob du nun klein oder behindert bist, das ist beinahe dasselbe. Die Persönlichkeit spielt keine Rolle, wenn du dieses eine Stigma trägst. Ich konnte mit Frauen lachen, mit ihnen schlafen und vieles mehr - doch geliebt werden, das nicht.



      ...
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      Japp. Tyrion. Eins zu eins Tyrion.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Narannia schrieb:

      Hab' ich da jetzt irgendwas nicht mitbekommen ...?
      Maegwin will sich tatsächlich die Serie mal antun und traut sich von daher jetzt auch in den Serienteil des Forums. ;)
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Es hat schon seine Gründe, dass Tyrion so beliebt ist. Er ist derjenige, mit dem man sich als Zuschauer grundsätzlich am Meisten identifizieren kann, aus einem ganz einfachen Grund: Da seine "Statur" ihm nicht (oder kaum) erlaubt, zu kämpfen, ist er in dieser Welt genauso gefährdet wie ein moderner Mensch es wäre, der auch -im Gegensatz zu den restlichen Charakteren, ob sie jetzt edle Motive haben und bereit sind, sich zu opfern, ODER bösartige Psychopathen sind- einem bewaffneten Konflikt nach Möglichkeit eher aus dem Weg geht. Außerdem ist Tyrion meist derjenige, der ausspricht, was der Zuschauer auch denkt, was aber von den meisten Charakteren nicht reflektiert wird. Usw..
      Ich teile die Auffassung, dass Jons Herz generell am rechten Fleck sitzt. Kein Mensch ist vor Fehlern und Missgeschicken gefeit, da niemand perfekt und unfehlbar ist. Unmittelbar vor der Schlacht der Bastarde reagierte Jon zu affektiv und emotional, als er allein seinem rennenden "Bruder" entgegenritt. Das war meines Erachtens ein Fehler.

      Die Exekution von Olly empfand ich nicht als gerechtfertigt, denn a) kann man einen Minderjährigen wohl nicht wie einen erwachsenen Menschen behandeln und b) muss man im Falle von Olly auch noch Verständnis für seine spezielle psychische Situation aufbringen, denn zuvor musste dieser die brutale Ermordung seiner Eltern durch Wildlinge leibhaftig miterleben. Dieser Wildlingsüberfall wurde außerdem von Tormund angeführt, welchem Jon später die Pforten der Schwarzen Festung öffnete.

      Gewiss hätte Jon all dies unter normalen Umständen auch berücksichtigt, denn er selbst kennt nur zu gut den Schmerz, den der Verlust eines geliebten Elternteils generiert. Eventuell wurde Jon jedoch von mehr oder weniger bewussten Rachegelüsten in seinem Urteil getrübt und zugleich dazu motiviert, Olly am Strang zu töten - denn dieser erschoss während der Schlacht auf der Schwarzen Festung bekanntlich Jons Geliebte Ygritte, was Jon nicht entging.

      Daenerys I schrieb:

      Die Exekution von Olly empfand ich nicht als gerechtfertigt, denn a) kann man einen Minderjährigen wohl nicht wie einen erwachsenen Menschen behandeln und b) muss man im Falle von Olly auch noch Verständnis für seine spezielle psychische Situation aufbringen, denn zuvor musste dieser die brutale Ermordung seiner Eltern durch Wildlinge leibhaftig miterleben.
      Beides sind Dinge, die in Westeros nicht gelten. Weder Jugend noch besondere psychische Belastungen. Der Nachtwachen-Bruder, der von Ned in Folge 1 exekutiert wird, war vor Angst vor den Weißen Wanderern fast verrückt. Das hat nichts daran geändert, dass die Desertation von Nachtwache mit dem Tode bestraft wird.
      Genauso bei Olly. Olly hat mit einigen anderen Brüdern zusammen die Ermordung seines Lord Commanders geplant und durchgeführt. Dafür steht in einer Welt wie Westeros der Tod, egal ob man mit den Handlungen des Vorgesetzten unzufrieden ist, egal ob man alt oder jung ist, krank oder gesund, verstört oder geistig gesund.

      Tormund wurde nicht in die Schwarze Festung gelassen, er wurde nach dem Überfall gefangen genommen. Später, nach Mance Rayders Tod, hat Jon mit ihm Verhandlungen geführt, um die Wildlinge dazu zu bringen, mit der Nachtwache gegen die WW zu kämpfen.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Ich bin der Meinung, als Lord Kommandant der Nachtwache wäre Jon befugt gewesen, Olly zumindest nicht gerade mit dem Tode zu bestrafen. Er hätte sich demnach gegen die Todesstrafe Ollys entscheiden können, denn nach meiner Kenntnis stellt der Lord Kommandant der Nachtwache an der Mauer die höchste Instanz dar. Und eigentlich hätte ich Jon auch zugetraut, dass er in einem solchen Fall Nachsicht walten lassen kann.

      Tormund war zunächst ein Gefangener, bis Jon ihn seiner Fesseln entledigte und gemeinsam mit ihm nach Hartheim segelte. Anschließend gewährte er Tormund und dessen Volk einen ganz normalen Einlass in die Schwrze Festung, wenn ich mich recht entsinne.
      Ich bin mir relativ sicher, dass Olly in Jon den Verräter sah, denn er ging anscheinend davon aus, dass Jon der Schild ist, der ihm Schutz verspricht, musste dann aber mit ansehen, wie Jon (aus Ollys subjektiver Perspektive) den Mördern seiner Eltern, Bekannten und Freunde den Zutritt in die Schwarze Festung genehmigte. Ich kann verstehen, dass Olly darauf mit Aggression, Unsicherheit, Verzweiflung und womöglich auch mit Angst reagierte, zumal ihm als Kind wahrscheinlich noch die nötige Weitsicht fehlte, um die Notwendigkeit der Allianz mit den Wildlingen zu erkennen. Anzunehmen ist darüber hinaus, dass die anderen Meuterer, die allesamt erwachsen waren, zusätzlich einen entsprechenden Einfluss auf Olly ausübten.

      Angesichts dessen hätte ich es für adäquat gehalten, Olly bis auf Weiteres in einem Verlies unterzubringen.

      Jon äußerte, er habe so manche Tat in seinem Leben bereut. Ein anderes Mal erzählte er, dass er bereits Menschen getötet habe, die sogar jünger gewesen seien als Bran. Ich kann mir daher vorstellen, dass Jon die Exekution Ollys im Nachhinein durchaus bedauert.
      In Westeros interessiert es keinen, ob jemand traumatisiert ist. Jon hätte aus diesem Grund an Ansehen und Autorität verloren, wenn er speziell für Olly neue Regeln eingeführt hätte. Ein Kind im Verließ ist auch nicht so toll. Außerdem hat Jon Tormund und seine Leute nicht mal "einfach so" durch die Mauer gelassen. Er wusste nun mal, dass diese bei seinem Angriff der Weißen Wanderer untote Krieger würden. Diese Weitsicht fehlte Olly.
      Mal abgesehen davon hat mich das permanent beleidigte Gesicht von Olly schon genervt.