Episode 4x09 - The Watchers on the Wall

      Hmm habe auch irgendwie das ungute Gefühl, dass wenn sie alle Handlungsstränge bis zu einem Cliffhanger-artigen Punkt bringen wollen, dass eine ganz schön vollgestopfte Folge werden könnte, bei der wichtige Sachen zu kurz kommen. Andersrum wäre es auch schade, wenn Dinge, die ich für diese Staffel erwartet hatte nicht mehr kommen würden. :S
      Hmm seltsam, dass diese Folge so polarisiert (nicht nur hier).

      Wenn man auf Westeros.org nachguckt, sind diesmal sogar viele sonst kristische Buchpuristen zufriedengestellt und ich weiß echt nicht, was man hier groß für Vorwürfe anbringen kann (außer dass Rayders Armee sich ein wenig arg zurückhaltend verhält). Trotzdem gibt es viele, denen die Folge gar nicht zugesagt hat.

      Ich fands klasse, dass man trotz der vielen Action bereits sehen kann, wie wichtig dieses Ereignis für die Charakterentwicklung besonders von Sam und Jon ist. Auch Slynts und Thornes weiterer Werdegang wird hier bereits angedeutet.

      Zum ersten Mal seit langem gefiel mir auch Kit Harringtons Schauspiel, auch wenn im Alliser Thorne ein wenig die Show stiehlt.
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      Also ich fand die Folge im Gegensatz zu den meisten hier doch eher weniger gut.
      Positiv: Die Inszenierung war großartig, manche Bilder haben mich einfach umgehauen: die Riesen mit ihren Mammuts, dieser Anker an der Wall, dieses Panorama von Castle Black mit all den Kämpfen... diese sind übrigens auch wirklich gut gewesen und haben für mich definitiv mehr Spannung als der Kampf zwischen Oberyn und dem Mountain in der letzten Folge vermittelt.
      Ygrittes Sterbeszene fand ich gut umgesetzt und Kit Harington hat meiner Ansicht nach toll geschauspielert. Auch muss ich sagen, dass ich hier die Hervorhebung von Thornes Person großartig fand, da er hier im Gegensatz zu den Büchern aus Jons Perspektive nicht wie ein kompletter Fiesling rüberkommt, sondern auch Führungsqualitäten beweist, sodass man sich denkt: Es hatte schon einen Grund, dass Mormont ihn die Lehrlinge im Kampf ausbilden lässt.

      Negativ: Die Wildlinge nördlich der Mauer kamen mir nicht sonderlich wie eine Bedrohung vor (bis auf die Riesen). Generell finde ich deren Umsetzung viel zu lieblos, sie werden ja doch eher als ungehobelte, sadistische Barbaren dargestellt, was GRRM in seinen Büchern gerade nicht bezwecken wollte, oder?
      Das Vorgeplänkel war mir ein wenig zu langatmig, aber vor allem zwischen Sam und Aemon eigentlich sehr schön. Sam und Gilly nerven mich mittlerweile ganz schön.
      Und warum mussten Grenn und Pyp sterben? Das fand ich ziemlich überflüssig, selbst GRRM war nicht so fies. Okay, ich kann verstehen, dass man mit Donal Noye nicht eine weitere Figur kurz einführen und dann abschlachten lassen wollte, aber trotzdem war das zu viel des Guten - oder Bösen.
      Außerdem finde ich, dass gerade in dieser Episode ein Schauplatzwechsel mehr Spannung hervorgerufen hätte - da tobt an der Mauer der Kampf und man fragt sich natürlich, wie es weitergeht, und dann hätten sie zu Tyrion in King's Landing schalten können und einen anderen Handlungsstrang aufregend weiterführen können, so wie das GRRM stilistisch auch in den Büchern macht, das wäre bombe gewesen und man hätte wohl die eigenen Hände beim Zuschauen aufgegessen. ;)
      Am meisten aber stört mich, dass Jon Snow hier derart zu einem tragischen Superhelden gemacht wird, dass ich schon sehr entnervt war. Neeeeiiin, er ist natürlich der tollste, schönste, mutigste Kämpfer und geht natürlich freiwillig zu Mance, um es mit ihm aufzunehmen. Und er allein hat Castle Black gerettet. Nein, also das ist wirklich blöd, da hätte die Bedrohung vonseiten der Wildlinge deutlicher gezeigt werden müssen. Schließlich stand die Nachtwache kurz davor, zu sterben. Generell lassen dir Serienmacher meiner Meinung nach dem Zuschauer zu wenig Freiraum zu entscheiden, wen man favorisiert. Stannis ist für diesen Kampf essentiell und wird sicher keinen so grandiosen Auftritt kriegen, wie ich es mir erhoffe, weil er schon in der gesamten Serie und vor allem jetzigen Staffel viel zu kurz kommt und zu oberflächlich inszeniert wird.

      Vor allem frage ich mich, wie sie die kompletten Handlungsstränge in einer einzigen Folge zusammenführen und nicht wieder in einem riesigen Cliffhanger enden wollen. Allein die Handlung Tyrions nimmt bestimmt 20 Minuten ein. Und dann noch die Schlacht an der Mauer, sicher auch noch Dany... Hm. :/

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      Apropos, ich frage mich, ob sie die Ermordung eines Kindes von Danys Drachen in der nächsten Folge zeigen, als Ausblick auf die Tatsache, dass sie diese bald nicht mehr unter Kontrolle hat?
      "A mind needs books as a sword needs a whetstone,
      if it is to keep its edge."

      - Tyrion
      also ich fand die Folge gut. Die Spannung war toll aufgebaut und auch die Dialoge toll gespielt und gestaltet. Einzig - Sam und Gilly nerven nur mehr. Da hätten sie Zeit sparen können.
      Spoiler anzeigen
      ich befürchte Schlimmes wenn die beiden dann am Schiff sind - sie nervt ja sogar im Buch schon etwas - das wird in der Serie wohl noch schlimmer

      Das Ende von Ygritte fande ich sehr mitreißend und von beiden super gespielt.

      Auch frage ich mich, wie sie die restlichen Handlungsstränge nun in einer Folge unterbringen wollen - wird von der Zeit her wohl knapp.
      Spoiler anzeigen
      da wäre es mir lieber gewesen, dass die Story an der Mauer - samt Stannis - in der Folge schon endet .....bzw. brauche ich Dany nicht noch in der nächsten Folge - dafür mittlereweile aber undbedingt das Ende mit Cat
      also ich fand die Folge gut. Die Spannung war toll aufgebaut und auch die Dialoge toll gespielt und gestaltet. Einzig - Sam und Gilly nerven nur mehr. Da hätten sie Zeit sparen können.
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      ich befürchte Schlimmes wenn die beiden dann am Schiff sind - sie nervt ja sogar im Buch schon etwas - das wird in der Serie wohl noch schlimmer

      Das Ende von Ygritte fande ich sehr mitreißend und von beiden super gespielt.

      Auch frage ich mich, wie sie die restlichen Handlungsstränge nun in einer Folge unterbringen wollen - wird von der Zeit her wohl knapp.
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      da wäre es mir lieber gewesen, dass die Story an der Mauer - samt Stannis - in der Folge schon endet .....bzw. brauche ich Dany nicht noch in der nächsten Folge - dafür mittlereweile aber undbedingt das Ende mit Cat

      paperwings schrieb:



      Negativ: Die Wildlinge nördlich der Mauer kamen mir nicht sonderlich wie eine Bedrohung vor (bis auf die Riesen). Generell finde ich deren Umsetzung viel zu lieblos, sie werden ja doch eher als ungehobelte, sadistische Barbaren dargestellt, was GRRM in seinen Büchern gerade nicht bezwecken wollte, oder?


      Naja in den Büchern (und in der Serie) wird immer betont, dass die Wildlinge nicht besser oder schlechter sind als die Menschen südlich der Mauer, es gibt eben solche und solche (z.B. Rattleshirt oder der Weiner auf der einen Seite <-> Tormund und Val auf der anderen). So ist es in der Serie auch. Tormund, Mance und Ygritte haben durchaus zivilisierte Züge, während die Thenns eben brutale Schlächter sind (im Gegensatz zu den recht noblen Kriegern aus dem Buch). Als Sadisten hab ich eigentlich nur die arg trashig umgesetzten Thenns empfunden, die restlichen WIldlinge sind eher verzweifelt.



      Das Vorgeplänkel war mir ein wenig zu langatmig, aber vor allem zwischen Sam und Aemon eigentlich sehr schön. Sam und Gilly nerven mich mittlerweile ganz schön.
      Und warum mussten Grenn und Pyp sterben? Das fand ich ziemlich überflüssig, selbst GRRM war nicht so fies. Okay, ich kann verstehen, dass man mit Donal Noye nicht eine weitere Figur kurz einführen und dann abschlachten lassen wollte, aber trotzdem war das zu viel des Guten - oder Bösen.


      Naja ohne Grenn und Pyp wäre bei der Schlacht gar niemand bekanntes gestorben, was ihr einiges an Effekt genommen hätte. Das Problem liegt eher am Versäumnis, an der Mauer interessante Charaktere aufzubauen. Außer Jon, Sam, Thorne, Slynt, Edd und Aemon gibt es ja mittlerweile keine echten Charaktere mehr, denn Grenn und Pyp wurden auch nur in Season 1 wirklich beleuchtet und waren danach wenn überhaupt Stichwortgeber.


      Außerdem finde ich, dass gerade in dieser Episode ein Schauplatzwechsel mehr Spannung hervorgerufen hätte - da tobt an der Mauer der Kampf und man fragt sich natürlich, wie es weitergeht, und dann hätten sie zu Tyrion in King's Landing schalten können und einen anderen Handlungsstrang aufregend weiterführen können, so wie das GRRM stilistisch auch in den Büchern macht, das wäre bombe gewesen und man hätte wohl die eigenen Hände beim Zuschauen aufgegessen. ;)


      Puh mich hätte ein Schauplatzwechsel total rausgerissen, ich fand den Spannungsbogen der ersten 40 Minuten nämlich grandios. Deswegen war ich auch etwas geschockt, als plötzlich Tag war und wieder alles in Butter zu sein schien. Schon das wirkte antiklimatisch, ein Schnitt zu Tyrion hätte mich erst recht gestört.

      Ich fand dass z.B. die Rote Hochzeit letztes Jahr im Effekt total abgeschwächt wurde, weil es auch noch jede Menge Danyszenen gab, die von der Atmosphäre her viel zu locker wirkten (während die Bran/Jon und Arya-Szenen einigrmaßen dazupassten).


      Am meisten aber stört mich, dass Jon Snow hier derart zu einem tragischen Superhelden gemacht wird, dass ich schon sehr entnervt war. Neeeeiiin, er ist natürlich der tollste, schönste, mutigste Kämpfer und geht natürlich freiwillig zu Mance, um es mit ihm aufzunehmen. Und er allein hat Castle Black gerettet. Nein, also das ist wirklich blöd, da hätte die Bedrohung vonseiten der Wildlinge deutlicher gezeigt werden müssen. Schließlich stand die Nachtwache kurz davor, zu sterben. Generell lassen dir Serienmacher meiner Meinung nach dem Zuschauer zu wenig Freiraum zu entscheiden, wen man favorisiert. Stannis ist für diesen Kampf essentiell und wird sicher keinen so grandiosen Auftritt kriegen, wie ich es mir erhoffe, weil er schon in der gesamten Serie und vor allem jetzigen Staffel viel zu kurz kommt und zu oberflächlich inszeniert wird.



      Wo hat Jon alleine die Nachtwache gerettet? Das Kommando auf der Mauer hatte Edd und im Hof hat Alliser für Stimmung gesorgt. Die einzigen Lorbeeren, die sich Jon verdient hat ist dass er insgesamt einen kühlen Kopf bewahrt und außerdem den Anführer der Thenns aus dem Spiel genommen hat. Viel mehr hat er nicht getan. Er ist nur allgemein eine Führungspersönlichkeit, u.a. weil er sich bei Crasters Keep bewährt hat.

      Im Buch hat sich Jon übrigens auch bewiesen, u.a. durch die Geschichte mit den Pappkameraden (die angesichts einer 200 Meter hohen Mauer aber ziemlicher Quatsch waren...so hoch kann kein Bogen schießen).
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      Faulpelz schrieb:

      Naja in den Büchern (und in der Serie) wird immer betont, dass die Wildlinge nicht besser oder schlechter sind als die Menschen südlich der Mauer, es gibt eben solche und solche (z.B. Rattleshirt oder der Weiner auf der einen Seite <-> Tormund und Val auf der anderen). So ist es in der Serie auch. Tormund, Mance und Ygritte haben durchaus zivilisierte Züge, während die Thenns eben brutale Schlächter sind (im Gegensatz zu den recht noblen Kriegern aus dem Buch). Als Sadisten hab ich eigentlich nur die arg trashig umgesetzten Thenns empfunden, die restlichen WIldlinge sind eher verzweifelt.

      In den Büchern habe ich Ygritte ,Tormund und Mance auch niemals als sonderlich brutal empfunden.In der Serie empfinde ich das anders.Nicht nur die Thenns wirken auf mich übermäßig brutal,sondern auch Ygritte und Tormund scheinen keine Skrupel zu haben unbewaffnete wehrlose Menschen niederzumetzeln.Zum Beispiel bei dem Überfall auf das Dorf oder das Bordell.Das fand ich ziemlich schockierend,zumahl ich die Beiden zuvor als recht positiv und menschlich empfand.

      Faulpelz schrieb:

      Puh mich hätte ein Schauplatzwechsel total rausgerissen, ich fand den Spannungsbogen der ersten 40 Minuten nämlich grandios. Deswegen war ich auch etwas geschockt, als plötzlich Tag war und wieder alles in Butter zu sein schien. Schon das wirkte antiklimatisch, ein Schnitt zu Tyrion hätte mich erst recht gestört.

      Das fand ich auch,obwohl Jon und der Mauer Strang ansonsten nicht mein Lieblingsthema sind, habe ich in dieser Folge nichts vermisst.

      Um Pyp und Grenn tut es mir auch sehr leid,vermutlich haben sie ihre Rolle aber einfach ausgespielt und es gibt nichts mehr über sie zu erzählen.So haben sie aber ,nicht zuletzt bei mir, für ein paar Tränchen gesorgt.
      Expose yourself to your deepest fear
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      -Jim Morrison
      Hmm wenn ich mich recht erinnere plündern und morden die Wildlinge auch in den Büchern und verschleppen Frauen nach Norden. Da dürften Tormund und Ygritte nicht anders sein.

      Ygritte zeigt immerhin Mitgefühl mit Gilly und Mance empfinde ich auch nicht als sonderlich brutal. Er will halt sein Ziel durchsetzen, ist aber durchaus in der Lage differenziert zu denken.
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      onyx234 schrieb:

      Zitat von »Faulpelz«
      Naja in den Büchern (und in der Serie) wird immer betont, dass die Wildlinge nicht besser oder schlechter sind als die Menschen südlich der Mauer, es gibt eben solche und solche (z.B. Rattleshirt oder der Weiner auf der einen Seite <-> Tormund und Val auf der anderen). So ist es in der Serie auch. Tormund, Mance und Ygritte haben durchaus zivilisierte Züge, während die Thenns eben brutale Schlächter sind (im Gegensatz zu den recht noblen Kriegern aus dem Buch). Als Sadisten hab ich eigentlich nur die arg trashig umgesetzten Thenns empfunden, die restlichen WIldlinge sind eher verzweifelt.


      In den Büchern habe ich Ygritte ,Tormund und Mance auch niemals als sonderlich brutal empfunden.In der Serie empfinde ich das anders.Nicht nur die Thenns wirken auf mich übermäßig brutal,sondern auch Ygritte und Tormund scheinen keine Skrupel zu haben unbewaffnete wehrlose Menschen niederzumetzeln.Zum Beispiel bei dem Überfall auf das Dorf oder das Bordell.Das fand ich ziemlich schockierend,zumahl ich die Beiden zuvor als recht positiv und menschlich empfand.
      Genau so empfand ich es auch. Ygritte wollten sie durch die Szene mit Gillys Baby im Bordell doch noch schnell ein wenig Menschlichkeit einhauchen, aber vorher wirkten sie und Tormund nicht viel besser als die Thenns. Außerdem ist das einzige, worüber sie die Wildlinge reden lassen, Sex oder Mord. Ich meine, ja, sie geraten auch mal schnell aneinander, allerdings sind sie doch viel mehr. GRRM stellte sie gerade nicht als Wilde dar, und das wurde in Staffel 3 auch besser umgesetzt, aber jetzt...

      Faulpelz schrieb:

      Zitat



      Außerdem finde ich, dass gerade in dieser Episode ein Schauplatzwechsel mehr Spannung hervorgerufen hätte - da tobt an der Mauer der Kampf und man fragt sich natürlich, wie es weitergeht, und dann hätten sie zu Tyrion in King's Landing schalten können und einen anderen Handlungsstrang aufregend weiterführen können, so wie das GRRM stilistisch auch in den Büchern macht, das wäre bombe gewesen und man hätte wohl die eigenen Hände beim Zuschauen aufgegessen. ;)







      Puh mich hätte ein Schauplatzwechsel total rausgerissen, ich fand den Spannungsbogen der ersten 40 Minuten nämlich grandios. Deswegen war ich auch etwas geschockt, als plötzlich Tag war und wieder alles in Butter zu sein schien. Schon das wirkte antiklimatisch, ein Schnitt zu Tyrion hätte mich erst recht gestört.



      Ich fand dass z.B. die Rote Hochzeit letztes Jahr im Effekt total abgeschwächt wurde, weil es auch noch jede Menge Danyszenen gab, die von der Atmosphäre her viel zu locker wirkten (während die Bran/Jon und Arya-Szenen einigrmaßen dazupassten).
      Eine ähnliche Stimmung z.B. hätte sicher auch ein Tyrion im Kerker erzeugt und wie gesagt, fand ich das in den Büchern auch echt gut (und fies), wenn man aus der einen spannenden Erzählung herausgerissen wird und in eine neue Situation geworfen wird, die sich am Ende als ebenso spannend entpuppt und von der man sich auch nicht lösen kann. So etwas wäre mir in der Episode lieber als ein überstürzter, zusammengequetschtes Staffelfinale mit allen möglichen offenen Handlungssträngen.

      Faulpelz schrieb:

      Wo hat Jon alleine die Nachtwache gerettet? Das Kommando auf der Mauer hatte Edd und im Hof hat Alliser für Stimmung gesorgt. Die einzigen Lorbeeren, die sich Jon verdient hat ist dass er insgesamt einen kühlen Kopf bewahrt und außerdem den Anführer der Thenns aus dem Spiel genommen hat. Viel mehr hat er nicht getan. Er ist nur allgemein eine Führungspersönlichkeit, u.a. weil er sich bei Crasters Keep bewährt hat.



      Im Buch hat sich Jon übrigens auch bewiesen, u.a. durch die Geschichte mit den Pappkameraden (die angesichts einer 200 Meter hohen Mauer aber ziemlicher Quatsch waren...so hoch kann kein Bogen schießen).
      Ich denke eher, die Puppen auf der Mauer sollten eher psychologisch auf die Feinde wirken (obwohl da ebenso die Frage entsteht, ob man die überhaupt richtig sehen konnte).

      Jedenfalls finde ich irgendwie, dass es ein wenig merkwürdig ist, wenn ein noch recht frischer Rekrut auf einmal so viel Führung eingeräumt bekommt, obwohl man doch zunächst sehr skeptisch gegenüber seiner Wildlingsgeschichte war. Gut, wahrscheinlich konnte sich die Nachtwache das auch nicht aussuchen, sie brauchte schließlich jeden fähigen Mann.
      Aber zum Beispiel hat er sich auch alleine auf den Weg zu Mance Rayder gemacht, was ihm natürlich gewissermaßen zum Helden macht. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde er im Buch dazu gezwungen, zumindest gab es da einen gewissen Zwiespalt, weil er natürlich beidseitig desertiert war sozusagen. Zusätzlich finde ich es merkwürdig, dass in solch einer militärischen Vereinigung mit Hierarchien solch große Entscheidungen von Mitgliedern getroffen werden können. Irgendwie unlogisch.
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      - Tyrion
      Mance ist mir bei den Aktionen auch nicht aufgefallen und damit,dass die Wildlinge auch in den Büchern, Überfälle begehen und Frauen verschleppen hast du ja auch durchaus Recht.Dort wurde aber nicht beschrieben,wie brutal das von Statten ging und Tormund und Ygritte hat man dabei auch nicht so direkt erlebt.Die Frauen wurden ja in der Serie auch nicht verschleppt,sondern einfach niedergemetzelt.Damit,dass Ygritte Gilly und den Säugling verschont hat,hat sie bei mir gerade noch so die Kurve bekommen.
      Wenn sie gegen bewaffnete Menschen gekämpft hätten,hätte ich das verständlich gefunden,aber die Menschen im Bordell und vor allen Dingen die Dörfler einfach nieder zu metzeln fand ich schon ziemlich hart und da waren eben Ygritte und Tormund voll dabei,wenn ich mich recht entsinne.Zuvor mochte ich alle beide recht gern.
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      paperwings schrieb:


      Jedenfalls finde ich irgendwie, dass es ein wenig merkwürdig ist, wenn ein noch recht frischer Rekrut auf einmal so viel Führung eingeräumt bekommt, obwohl man doch zunächst sehr skeptisch gegenüber seiner Wildlingsgeschichte war. Gut, wahrscheinlich konnte sich die Nachtwache das auch nicht aussuchen, sie brauchte schließlich jeden fähigen Mann.
      Aber zum Beispiel hat er sich auch alleine auf den Weg zu Mance Rayder gemacht, was ihm natürlich gewissermaßen zum Helden macht. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde er im Buch dazu gezwungen, zumindest gab es da einen gewissen Zwiespalt, weil er natürlich beidseitig desertiert war sozusagen. Zusätzlich finde ich es merkwürdig, dass in solch einer militärischen Vereinigung mit Hierarchien solch große Entscheidungen von Mitgliedern getroffen werden können. Irgendwie unlogisch.


      Das stimmt, Jons einsame Entscheidung am Ende ist merkwürdig und könnte leicht als desertieren interpretiert werden, andererseits gab es zu diesem Zeitpunkt einfach keine Anführer mehr (Thorne dürfte irgendwo ohnmächtig rumliegen).

      Dass ihm soviel Führung zugetraut wird, liegt im Serienuniversum daran, dass er sich entgegen aller Erwartungen gegen die Meuterer durchgesetzt hatte..Thorne und Slynt wollten ihn ja auf diese Weise loswerden, so wie sie ihn im Buch erst nach der Schlacht loswerden wollten. Anders als Donal Noye im Buch übergibt Thorne die Verantwortung aber nicht an Jon sondern Slynt. Erst als dieser flieht, kann Jon glänzen.
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      War das nicht so, dass Slint im Buch erst nach der Schlacht ankam? Ich fand das aber auch so gut, weil man somit sehen konnte, was für ein mieser Feigling der Typ ist. Und dieser Blödmann ist teils Schuld daran, dass Ned festgenommen wurde und hat sich auch noch damit gebrüstet. Wenn Jon das wüsste... ;)
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      - Tyrion

      Faulpelz schrieb:

      Hmm wenn ich mich recht erinnere plündern und morden die Wildlinge auch in den Büchern und verschleppen Frauen nach Norden. Da dürften Tormund und Ygritte nicht anders sein.
      Dass tun sie im Buch auch aber sie rotten nicht gleich die ganze Schenkung aus. Dass was die Wildlinge in der Serie machen ist total unlogisch und nebenbei dämlich, weil sie dadurch auffallen. Und würde der Wächter des Nordens davon Wind mitbekommen, dann würden es die Wildlinge niemals zurück über die Mauer schaffen, weil sie alle dem Schwert überantwortet wären. Dass was die Serie macht ist nichts als Effekthascherei um die Wildlinge bedrohlich und grausam aussehen zu lassen. Das ganze Szenario mit den Thenns geht mir derbe auf den Sack, weil die Thenns die vielleicht einzigen annähernd zivilisierten Wildlinge sind und in der Serie verkommen sie zu grausamen unzivilisierten Kannibalen (gibt´s zivilisierte Kannibalen außer Hannibal Lecter?).

      Ich habe Jons Weggehen zu Mance eher so interpretiert, dass er ja gerade
      Ygritte verloren hat - so ganz endgültig - und daher sehr traurig ist
      und vielleicht in so einem Moment sein eigenes Leben nicht mehr so hoch
      schätzt.
      Ne. Er sieht darin seine einzige Chance die Wildlinge aufzuhalten. Ohne Mance sind sie kopflos und würden sich zurück in ihren Höhlen verkriechen.
      “They can keep their heaven. When I die, I’d sooner go to Middle Earth.”
      - George R.R. Martin -
      Hmm beim Kannibalismus geb ich dir recht, der ist völlig unnötig (auch wenn im Buch ebenfalls Kannibalen dabei sind).

      Bei den anderen Dingen bin ich anderer Meinung, denn

      - Tormund und Co. hatten den Auftrag die Versorgungslinien der Nachtwache zu kappen. Wenn sie einfach nur warten sollten, hätten sie auch von Anfang an in irgendeiner Höhle die Zeit verdaddeln können. Ziel ist es, die Nachtwache auszubluten und das wird auch gesagt. Ob man deswegen auch Frauen töten muss..kA. Wenn sich die Chance bietet Krähen in Mole's Town zu erwischen, dann bleibt die sicher nicht ungenutzt. Auch in der Vorlage fliehen die Bewohner der Stadt vor den Wildlingen

      - Es gibt aktuell keinen handlungsfähigen Wächer des Nordens. Ned ist tot, Robb ebenfalls und er hing im Süden fest, Bran ist verschwunden und Roose Bolton gerade erst mit seiner Armee im Norden eingetroffen..der hat erstmal besseres zu tun als eine kleine Horde Wildlinge zu jagen, mit der die Nachtwache auch selber fertig werden würde

      - Die Nachtwache weiß sowieso dass die Wildlinge dort sind, weil Jon überlebt hat. Sich zu verstecken macht also keinen Sinn.

      Ich denke sowohl Buchtormund als auch Buchygritte hätten genauso gemordet.
      Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von "Ser Twenty of House Goodmen" (Vor einem Moment)
      Ich hab die Folge jetzt noch einmal geschaut und konnte sie diesmal mehr genießen, auch wenn ich immer noch nicht über den Tod von Pyp und Grenn hinweg bin, aber mir hat sie diesmal wesentlich mehr gefallen, weil ich sie nicht unmittelbar mit dem Buch vergleichen musste. Hach ja, und das Wildlingstheme ist wirklich grandios. :)
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      - Tyrion

      Stille Feder schrieb:

      Kann mir mal jemand sagen, wieso Ygritte nicht auch gleich SAM erschossen hat? Der war ja direkt in Ihrem Schussfeld und Pyp hat sie ja auch erwischt. Ansonsten wurde schon alles gesagt, ich habs gemocht ;)
      Ich meine, dass er hinter so nem Zacken der Mauer gesessen hat, dass sah vielleicht so aus, da die Kamera extra so geschwenkt ist, dass man den Schützen (Ygritte) sehen kann. Falls dem nicht der Fall ist war das wohl einfach n Fehler, als Nachlader der Armbrust sollte er natürlich nicht im Schussfeld stehen! :P

      Zu einem anderen Punkt der hier angesprochen wurde :
      Zu aller erst. Ich fand die Folge supe, bloß ein kleiner Punkt:
      Ich finde auch, dass die Widlinge im Norden zu wenig Gefahr entstehen lassen. Wenn ich nur die Serie kennen würde, würde ich fast sagen " Super die Wildlinge sind tot und jetzt noch bisschen Bogenschießen auf die im Norden, hällt schon"... Okay vllt nicht ganz so gelassen, aber dieses zwischen durch mal sagen "Ja da sind immernoch tausende und die haben noch Riesen, reicht mir irgendwie nicht, da hätte vllt. noch ein wenig mehr kommen können.
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      Zum Beispiel eine riesige "Schildkröte" :D



      Ich hoffe einfach (Nachdem ich jetzt auch weiß das der Norden nächste Folge nochmal vor kommt :D ), dass die Gefahr nochmal deutlich wird!
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      Ansonsten wird der Einritt von Stannis leider nicht so wichtig und Stannis ein wenig seiner Rolle geraubt,... Letzenendes wird er warscheinlich "nur" Jon retten und das soll die Spannung aufbauen, mal sehn.

      Ser Wolverine schrieb:

      Dass tun sie im Buch auch aber sie rotten nicht gleich die ganze Schenkung aus. Dass was die Wildlinge in der Serie machen ist total unlogisch und nebenbei dämlich, weil sie dadurch auffallen. Und würde der Wächter des Nordens davon Wind mitbekommen, dann würden es die Wildlinge niemals zurück über die Mauer schaffen, weil sie alle dem Schwert überantwortet wären. Dass was die Serie macht ist nichts als Effekthascherei um die Wildlinge bedrohlich und grausam aussehen zu lassen. Das ganze Szenario mit den Thenns geht mir derbe auf den Sack, weil die Thenns die vielleicht einzigen annähernd zivilisierten Wildlinge sind und in der Serie verkommen sie zu grausamen unzivilisierten Kannibalen (gibt´s zivilisierte Kannibalen außer Hannibal Lecter?).


      die wildlinge würden weniger auffallen, wenn sie nur die hälfte der leute umbringen? ich denk mal das ist dann auch irgendwann egal und insbesondere ygritte sieht zwischen der kampfbereitschaft von männern und frauen keinen unterschied, nach dem motto "warum sollte eine frau kein blut sehen können?". es ist dann der einzige überlebende, weil verschonte, junge, der ygritte tötet. ich will damit nicht sagen dass es logisch ist, alle umzubringen, aber es ist wildlings-logisch. ;)

      die thenns fand ich auch nervig, möglicherweise wollte mance die durch dieses suizidkommando im süden selbst loswerden. wenn die mit ihrem kannibalismus nicht so hausieren gehen würden, wärs doch wesentlich eindrucksvoller, als ihn mit jedem satz durchklingen zu lassen.

      @ kimbo
      über den graben bräuchten sie dann früher oder später natürlich noch eine zugbrücke oder ähnliches

      Faulpelz schrieb:


      Hmm seltsam, dass diese Folge so polarisiert (nicht nur hier).
      Wenn man auf Westeros.org nachguckt, sind diesmal sogar viele sonst kristische Buchpuristen zufriedengestellt und ich weiß echt nicht, was man hier groß für Vorwürfe anbringen kann (außer dass Rayders Armee sich ein wenig arg zurückhaltend verhält). Trotzdem gibt es viele, denen die Folge gar nicht zugesagt hat.

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      Naja, die meisten Kritiker dort sind allerdings enttäuschte StanStans :D (Diese süßen Sommerkinder, die tatsächlich dachten man würde Stannis in der Serie auch mal einen großen Moment gönnen :rolleyes: )
      Aber selbst mit Stannis

      ........würde ich zu den Leuten gehören denen die Folge nicht so zugesagt hat. Nicht wegen der Umsetzung, die war toll (bis auf die letzten 5 Min.), aber ich hab mir auch schon bei den Büchern hart getan diese ganzen Wildlinge vs. Nachtwache Kapitel durchzulesen. Mir hätte auch noch ein zweiter Handlungsstrang in der Folge ganz gut gefallen. Egal welchen. So hab ich mich doch ein paar mal dabei ertappt, wie ich auf die Uhr starre und mich frage, ob die sich jetzt noch die ganze restliche Folge kloppen wollen :D
      Aber wie schon gesagt war das ausnahmsweise mal nicht die Schuld der Serienmacher, sonders persönliches Empfinden. Die Mammuts waren trotzdem toll, und die Riesen, und Thorne, und Tormund, und die rießige Sense und Ygrittes Tod, und Aemon und und und.... Trotzdem keine Folge die ich mir in nächster Zeit ein zweites Mal ansehen werde ;)

      An der Umsetzung gestört haben mich eigentlich nur zwei Dinge:
      Erstens natürlich das Ableben von Pyp und Grenn :golly: ;(
      Und zweitens das merkwürdige Ende. Die Nachtwache ist stark geschwächt, das erste Tor durch die Mauer ist offen, Grenn&Co., die die restlichen halten sollten sind erledigt, die Schwarze Festung liegt wie auf den Präsentierteller vor ihnen....und Mance greift nicht an? 8| Feiern die ein Sonnenwendfest? Hat er keine Lust mehr durch die Mauer zu kommen? Ist gerade Teatime?
      Da wäre es schon besser gewesen die letzte, entscheidende Schlacht auch noch gleich mit anzufügen....

      Und für was hat Manke jetzt eigentlich dieses rießige Feuer entzunden? Um Tormund und den anderen mitzuteilen wann sie angreifen sollen? Wäre das nicht auch diskreter gegangen?
      Hat auf mich eher diesen Eindruck gemacht: "Huhu liebe Lords und Könige von Westeros. Hier sind wir. Wir greifen demnächst an. Wäre toll wenn ihr jetzt all eure Streitkräfte vereint damit wir auch wirklich keine Chance mehr haben. Danke. Manke."