Meine Gedanken zu LvEuF

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      „Bei Martin ist das anderst. Es gibt nicht den guten und den bösen, es gibt kein Schwarz oder Weiss (wartet mal ab was über Ned noch ans Tageslicht kommt - eine Anspielung darauf gabs ja schon zu erfahren),“

      Was meinst Du damit? Hat unser edler Ned etwa Dreck am Stecken? *schockiert ist*
      So wie es scheint sind die Fans einer Meinung


      Aber Tyrion _74, es sollte wirklich kein Angriff in Deine Richtung sein, falls man dies herauslesen könnte, so wie du in Deiner Eröffnung ganz ehrlich warst, war ich es eben auch, mit den geringfügigen stilistischen Mitteln die mir zur Verfügung stehen !!

      Ich finde, wie ArtFantasy, auch, dass dies hier zu einer gelungenen Diskussion gekommen ist, die aber wohl abschliessend nie entschieden werden kann, da es ja um Geschmäcker geht.
      Und die sind ja bekanntlich verschieden *gottseidank*

      Auch ich habe diverse Rezi´s gelesen, die dieselben Vorwürfe vorgebracht haben und die ich eigentlich nicht verstehen kann. Jetzt ist es sicher so, dass ich nicht der Übergrosse Phantasy-Kenner bin und viel quer Beet lese und mir vielleicht deshalb Dinge nicht auffallen die "Branchenunüblich" sind. Aber ich werde an mir arbeiten ............... meine Lebensgefährtin hat diverse Zyklen und Serien und ich werde mich da durch diverse durchackern um besser mitreden zu können.

      Vielleicht liegt meine Begeisterung an ASoIaF aber genau an dem, dass ich, ausser die grossen Fantasy Sachen, noch ziemlich unbelastet in die Romane gehen konnte.

      Also, mir gefällt der Erzählstil ausserordentlich, auch wenn ich, wie viele andere auch, schon mal ziemlich enttäuscht war, als es gerade spannend wurde Schluss war und der nächste dran war. Irgendwann ist es aber dann so, dass fast in jedem Kapitel eine Auflösung oder Fortentwicklung kommt und es somit ziemlich komplex wird. Ausser Sansa´s Kapitel, die ich im grossen und ganzen langweilig finde, aber ich mir sicher bin, dass da noch eine Menge passieren wird.

      Zum Thema Gewalt kann ich jetzt so auch nix neues hinzufügen, ausser dass es tausende von Romanen gibt, die wesentlich ausführlicher sind in der Beschreibung dessen was da vor sich geht.

      Ich weiss noch, es war 1991 glaub ich, da hab ich mir mal im Bahnhof vor einer längeren Fahrt "American Psycho" gekauft (ist inzwischen ziemlich lasch verfilmt) da war Gewalt drin. *wardannauchindiziert*



      Was meinst Du damit? Hat unser edler Ned etwa Dreck am Stecken? *schockiert ist*


      Obs nun Dreck am Stecken ist, weiss man noch nicht so genau. Aber es war doch glaube ich diese Geschichte, die der Junge (Name grad weg *zuck*) mit den grünen Träumen Bran erzählt hat ............ oder wars doch Sam, der Jon eine erzählt hat.
      Auf jeden Fall war es eine Episode aus Ned´s Vergangenheit, die *halt* ich weiss, es ging doch auch um Jon´s Mutter, also ich glaube, das war nur eine Anspielung auf eine Story die noch kommt

      Weil wenn man es genau sieht, hat Ned ja auch gezwungener Massen heiraten müssen, er ist ja an Bran´s Stelle gerückt und Catelyn war ja auch schon mit Brandon verlobt.

      Wer weiss, vielleicht liebte Ned ja doch eine Targaryen und Jon´s Mutter war gar keine Magd und er wäre einer der zwei Drachenköpfe die Daenerys noch suchen und finden wird.

      *aber das gehört ja alles ganz woanderst hin*

      Mit den Kindern hat er aber irgendwie recht, sicher darf man das Alter nicht so ernst nehmen. Es ist eine andere Welt und vielleicht ist man dort mit 16 schon ein/e Mann/Frau. Wobei auch bei Jon´s Wahl zum Lord Commander erwähnt wird, dass er noch ein halber Knabe sei. Aber wahrscheinlich würden das die alten Krähen auch über einen dreissigjährigen sagen!

      Ich hoffe dass es hier noch viele derartige Diskussionen geben wird und dass Tyrion fleissig dabei bleibt !!

      Okay?

      Grüsse
      Pekko


      Was ich noch zu den vielen Details sagen wollte.. Die wirklich grossen Fantasywerke sind alle sehr detaillastig. Kuckt Euch "Herr der Ringe" an. Vielleicht werden dort nicht ganz so viele Namen erwähnt wie in ASOIAF, aber es gibt dennoch mörderisch viele Details. Ein Kapitel handelt nur von Pfeifenkraut..und lest euch mal das Silmarillion durch. Ich bin zu aufgewühlt, um weiterzuschreiben.

      Zu viel gerede!
      ASOIAF ist einfach geil! Wir alle sind wohl Georges´ allergrößte Fans!
      Frühmittelalter auch nicht ganz. Dazu ist der Entwicklungsstand tlw. zu weit fortgeschritten. Eher ein Mischmasch. Fantasy eben
      George ist halt nicht einer dieser verklemmten Autoren, die sich nicht trauen, die Leser mit Sex und roher Gewalt zu konfrontieren.
      Ausserdem ist das Maß an Gewalt und Sex in einem Werk mit diesem Ausmaß nicht wirklich viel! Wer den DarkFantasy Roman "Kriecher" von Marc-E. Alastor gelesen hat, weiss das ASOIAF dagegen ne kleine Nummer ist.
      Andere Romane leben von Magie oder von einer klassischen Fantasy-Umgebung, wiederrum andere von heroischen Heldengruppen oder zahlreichen, aktionlastigen Kämpfen und Schlachten. Das Lied von Eis und Feuer lebt, weil ein gewisser George R. R. Martin es hervorragend verstanden hat, all diese Fantasy-Elemente in einer einzigartigen Saga zu mixen!
      Jetzt fang ich auch schon an zuviel zu schreiben!

      Zu viel Gerede, stimmt, trotzdem noch (stichwortartig) ein paar Richtigstellungen:

      - Ich finde Eis und Feuer ja auch geil. Gehört sicherlich zu meinen persönlichen Top 5.

      - Argument "Sex und Gewalt, weil es so war". Sicher war das eine schlimme Zeit. Ich finde die vielen Details einfach nur überflüssig (manchmal). Es geht auch nicht nur um die (wenigen) Schlachten, sondern vor allem um die Gewalt dazwischen. Und das häufige Gerede über "Brüste", "Glieder" und "Samen" erwarte ich eher von einem pupertierendem Jungen als von einem erwachsenem Mann, der Martin ja ist.

      - Stichwort Kinder und Frauen: Also wenn Kinder und Frauen zu tollen Kämpfern werden, wie z.B. Arya und Brienne, so ist das nicht realistisch. Sowas paßt eher in eine Komödie. Auch, daß sich Frauen als Männer verkleiden und keiner merkt es. Das hätte Martin echt weglassen sollen, sowas stört einfach.
      Naja, die Aussage, dass es unrealistisch ist, dass Frauen zu Kämpfern werden und sich in einer Männerdomäne einigermaßen gut zurechtfinden, halte ich für absolut nicht richtig. Es gibt zahlreiche Beispiele in der Geschichte, die deine Aussagen widerlegen. Jeanne d'Arc ist dürfte hier wohl als Paradebeispiel auszumachen sein. Die Geschichte belegt schließlich durchaus schlüssig und nachvollziehbar, dass es, trotz der bornierten Haltung des patriarchaischen Gesellschaftssystem Frauen gab, die durchaus „Ihren Mann standen“. Und was Arya angeht, die sich als Junge verkleidet, so fällt mir in diesem Zusammenhang Johanna von Ingelheim ein, die, so vermuten zumindest einige Historiker, von 853 bis 855 Papst war – natürlich als Mann verkleidet. Unrealistisch sind die Aussagen in dem Buch daher keineswegs, aber auch wenn Sie es in letzter Konsequenz wären, bleibt festzuhalten, dass dies ein genial gestrickter Roman ist, dem, wenn überhaupt, nur partiell einen realer Anspruch zugrunde liegt. Immerhin: In dem Roman gibt es Drachen und, wenn wir jetzt eine Diskussion über den Realismusgrad des Buches führen wollen, dann müssten wir konsequenterweiße auch die Existenz von Danys Drachen, den Riesen, den Andren und den Wiedergängern in Frage stellen.
      Wie, du widerlegst meine Aussage mit alten Mythen? Ich bitte Dich!

      Wenn ich die Existenz von Drachen und Zombies in einem Roman erst einmal akzeptiert habe, komme ich einigermaßen damit klar. Aber es ist nunmal so, daß Frauen und Kinder niemals mit den Stärksten der Männer mithalten können, ich halte es auch für unmöglich, daß eine Frau je Lennox Louis umhaut, selbst nicht nach jahrzehnte langem Training mit einem "Tanzlehrer". Es gibt nunmal gewisse körperliche Unterschiede. Martin müßte diese Superfrauen und Kinder IMO etwas glaubwürdiger rüberbringen, z.B. daß sie einen Zaubertrank Marke "Obelix" einnehmen, aber einfach so? Unglaubwürdig.

      Übrigens aus genau dem selben Grund hat mir die "Schachnovelle" nie gefallen. Stefan Zweig gibt sich alle Mühe glaubhaft zu machen, wie ein Mensch in Isulation nur mit einem Buch bewaffnet durch ein paar Wochen intensiver Beschäftigung mit dem Schach besser wird, als der aktuelle Weltmeister. Aber diese Bemühung muß scheitern, weil es niemals möglich wäre.
      Ein Schachweltmeister ist ein Vollzeitprofi und der beste und talentierteste Spieler der Welt. Er wird es aber nicht in ein paar Wochen sondern in Jahrzehnten. Er hat eine riesige Turniererfahrung aus tausenden von Schachpartien unter strengsten Turnierbedingungen gegen die Stärksten der Welt. Ihm stehen zudem zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung (Sekundanten, Bücher, Magazine), die ihn - und das ist auch entscheidend - immer auf dem neusten Stand des Wissens halten. Trainiert ein Weltmeister nur ein halbes Jahr nicht, sinkt seine Spielstärke so ab, daß er keine Chance mehr in der Weltspitze hat.
      Und in Zweig's Geschichte kann ein Anfänger dies alles durch Isulation und Talent ausgleichen!
      Ich habe Probleme mit solchen Dingen. Eine gute Story ist für mich unbedingt 100% glaubwürdig. Und wenn sich ein Autor "unmögliche" Sachen ausdenkt, so muß er diese glaubwürdig rüber bringen. Gelingt dies nicht - am besten weglassen.
      Hehehe du solltest mal so eine Diskussion mit einer Frau vom Marines führen.
      Also Frauen sind sicher körperlich schwächer als Männer. Aber eine Frau kann mit Hilfsmittel, z.B ein Schwert, Lennox Louis töten... Auch wenn selbiger auch mit einem Schwert bewaffnet wäre.
      Hmm was sol ich da noch hinzufügen ?

      Nun erstmal : Ich finde die rundum koplexe erzählweise von GRRM genial er ist wie ein künstler der ein bild mit details füllt und das ganze dann zu einem prachtvollem gesamtwerk zusammenfügt.
      Ich habe die geschichte nie als zu langsam empfunden, nie fand ich gewalt oder "pornographie" (meiner meinung nach ist es keine) überzogen dargestellt und würde er seine welt nicht sn so vielen facetten beleuchten käme sie mir.. flach vor, besonders auf den Sex bezogen.
      Wie Stephen King schafft GRRM eine ganz besondere bezihung zwischen den Charakteren und dem leser indem er wirklich auf jeden menschlichen Aspekt seiner Charaktere eingeht.
      Was die gewalt betrifft : GRRM fasst seine Leser nicht mit handschuhen an, er packt sie und hällt sie fest... die gewalt ist ein prächtiges mittel obwohl ich zugeben muss das mir diese gaze tragik gelegentlich zu viel wird, weshalb ich auch ein Buch von ihm nie 2 mal lesen würde.
      (Was lohnt es mit *ZENSIERT WEIL SPOILER* zu fiebern wenn man sein Schicksal schon kennt?)

      Aber ich muss zugeben, gelegentlich habe auch ich schnell mal kapitel übersprungen wel ich wissen wollte was bei dem entsprechenden handlungsstrang passiert. Wer hat das nicht?

      Aber eine Frau kann mit Hilfsmittel, z.B ein Schwert, Lennox Louis töten... Auch wenn selbiger auch mit einem Schwert bewaffnet wäre.


      Das kann ich so nicht stehen lassen. Es stimmt zwar, was du sagst, doch in dem Buch kämpfen die besten Ritter mit gleichen Waffen gegen eine Frau, und als Ritter brauchst du Masse, Kraft und Schnelligkeit, eben auch das Körperliche zusätzlich zum Umgang mit Schwert und Lanze. Oder schonmal versucht, eine Eisenrüstung zu tragen? Dazu braucht man KARFT.
      Dein Vergleich "Lennox Louis mit Schwert" scheint mir nicht relevant.

      Selbst in nicht körperlichen Sportarten wie Schach oder Billard haben Frauen in der Weltspitze keine Chance - warum, das will ich jetzt gar nicht diskutieren (hat aber nichts mit Intelligenz zu tun, sondern auch wieder mit Physis).

      Also, Brienne ist 185 cm gross und hat in ihrem Leben nicht viel anderes gemacht als eine Rüstung zu tragen und auf Leute mit einem Schwert einzudreschen. Da bauen sich genauso Muskeln auf, wie bei Männern. Genauso war es mit Dacey Mormont. Das ist es aber auch schon mit kämpfenden Frauen gewesen. (Arya wendet ja wohl kaum Muskelkraft an.) Ich weiss nicht, was daran unrealistisch sein soll. Ausserdem ist Kraft nicht alles (siehe Syrio Forel). Du hörst Dich so an, als wäre es unrealistisch, dass überhaupt eine Frau auf der Welt kämpfen könnte. Es tut mir leid, aber diese Aussage finde ich lächerlich.
      hmmm...
      Denke du meinst Brianne....
      Aber die beschriebenen Ritter sind nicht alle so kräftig wie Greogor und Robert.
      Sondern sagen wir mal gut gebaut wie Loras, Jamie etc...
      Nun denke ich persönlich schon das eine Frau mit jahrelangen Training, wie sie Brianne sicher gehabt hat, diesen Körperlichen Status erreichen kann.

      *edit* shit Obrac, warst schneller *g*
      Beim Kämpfen brauch man auch Grips, aber Kraft ist nunmal eine Grundvoraussetzung, wenn du ganz oben mitmischen willst. Es muß halt alles passen - Kraft, Körpermasse, Talent, Intelligenz. Wenn nur eins fehlt, bist du eben bestenfalls nur oberer Durchschnitt.

      Ich frag mich sowieso, warum mir da so wiedersprochen wird, ich kann mit Gegenwind durchaus leben, aber es IST ja nunmal so, schaut euch doch das wahre Leben an! Ob im Tennis, im Boxen im Fußball und selbst bei den körperlosen Sportarten - welche Frau kann da unter den Top 100 der Männer mithalten? Daß eine Frau die besten Ritter besiegt, IST nunmal Quatsch.


      Ich frag mich sowieso, warum mir da so wiedersprochen wird, ich kann mit Gegenwind durchaus leben, aber es IST ja nunmal so, ............


      Tja, im Grunde ist dazu ja alles gesagt, der Thread geht momentan in das Thema über - Können Frauen Männer besiegen, oder nicht ?

      Also im Grunde braucht man nix dazu äussern, weil wiederum Standpunkte vorhanden sind, die sich nicht aufweichen werden.

      Ich möcht nur sagen, dass ich eine Frau kenne, die ist 1,90 gross, arbeitet auch körperlich und ich möchte mich mit ihr nicht anlegen. Dazu kommt, dass Frauen wesentlich ideenreicher, flexibler, belastbarer (sowohl psychisch wie physisch) und skrupelloser sind als Männer, das macht den Grundvorteil (behauptet man) von ein paar Centimeter Muskelmasse locker wett.
      Und wenn schon versucht wird, die männliche Vormachtstellung mit Vorteilen im Muskelzuwachs zu suchen (wer sowas sagt, hat eh schon verloren) der sollte aber auch die strukturellen Unterschiede des weiblichen Gehirns zum männlichen zu sehen, was der Frau eine viel komplexere Denkensweise gestattet, die sicherlich auch im Schwertkampf genutzt werden kann und bevor der "tumbe" Kämpfer kapiert was passiert, weil er ja erst seine Muskeln spielen lassen muss, hat er einen aufgeschlitzten Körper!
      Weil die Geschwindigkeit des Gedankenflusses kann niemals nie nicht mit 10 kg Muskelmasse ausgeglichen werden.


      Dazu kommt, dass wir hier über einen Phantasyroman debatieren und zu sagen, ich kann Drachen, Andere, Wiedergänger und Froschfresser akzeptieren aber dass ne Frau gegen einen Mann im Schwertkampf gewinnt - ne ne ne ne ne!
      Das halte ich für einen riesen SCHWACHSINN !

      Das ist doch das männliche Grundproblem, dass es aber noch "Dreibeiner" gibt, die ihre Muskelmasse als letzte Instanz Ihrer "physischen" Überlegenheit sehen, kein Wunder, dass es mit uns so bergab geht.
      Und somit bewahrheiten sich am Ende doch die meisten Vorurteile die Frauen gegen uns haben und wir können nichts daran ändern.
      Weil es zuviele der Schwachmaten gibt !!
      Diese Diskussion allein beweist schon, dass der Mann das eigentliche "schwache" Geschlecht ist.

      Dass Arya keine Kämpferin ist, sondern maximal eine "hinterlistige" Messerstecherin ist ja auch nicht zu überlesen.
      Bisher !!

      Zur "pornografischen" Wortwahl noch.
      Für mich hört sich das ganze auch schon in der Wortwahl angelegt in einem Mittelalter-ähnlichen Zeitalter. Und wenn man da eben Samen vergisst anstatt in *sorry* Mösen zu spritzen, dann empfinde ich dass auch nicht als Pornografie, sondern auch als stilistisches Mittel eine Umgebung und ihre darin lebenden Personen zu charakterisieren.
      Da ich mit der engl.Originalausgabe eben angefangen habe, werde ich irgendwann mehr zur Übersetzung sagen können. Vielleicht hört sich das ganze im Original ganz anderst an. Denn Martin ist Amerikaner, deren Wortwahl in der eins-zu-eins Übersetzung für uns oft vulgär klingt, bei denen aber Gang und Gebe ist. Wer mit Ami´s zu tun hat/hatte, wird dies sicherlich wissen.

      Was mit Übersetzungen passieren kann hat uns Herr Krege mit seiner "modernen" Fassung des HDR ja beieindruckend vor Augen geführt

      So, sollen wir nun einen Schaukampf Tyrion gegen Brienne veranstalten um herauszufinden ob eine Frau tatsächlich keine Chance hat *ich registrier mich schnell als Brienne* oder sollen wir das ganze einfach abhaken ?

      ciao
      Pekko



      Mein Post kommt wieder mal zu spät, Pekko, aber ich stelle ihn jetzt trotzdem rein:

      Erst mal: Wirklich gute Diskussion hier!

      @Stoney: ich finde es schon gut, dass hier mal so viel geschrieben wird (stell Dir vor, Martin hätte ASoIaF auch nur kurz und knapp formuliert....)
      So, und jetzt wird's lang:

      @Tyrion_74:
      Stichwort Frauen:
      - die physisch ganz starken Frauen sind natürlich die Ausnahme (auch in Eis& Feuer!) - interessant, dass Du gerade das bezweifelst (im Gegensatz zu Drachen, Schattenwölfen, Schattenkatzen etc.) ;
      - es gibt sie aber tatsächlich sowohl in unseren Mythen (Walküren, Sybillen, Medusa, Khali...), als auch in der Realität: Joanna v. Orleans (die nach historischen Beschreibungen tatsächlich eher wie Brienne als die süssen TV-Mädchen aus diversen Verfilmungen ausgesehen haben muss), das trifft auch auf die Zarin Katherina v. Russland zu, dito auf Elisabeth - und natürlich gibt es sie jetzt auch (interessanterweise spielen Frauen in "harten"Sportarten keine grosse Rolle, weil das offensichtlich in unserer Gesellschaft nicht salonfähig ist. Es gibt aber alles: Schwergewichtsboxen, Gewichtheben, Wrestling....für Frauen; ich möchte z.B. lieber von keinem dieser Mädels eine geknallt bekommen.....

      - was sagt denn übrigens unsere Kyle zu diesem Thema?

      - hier ein m.E. interessanter Link zum Thema "Frauen" (auch wenn es eher um SF geht, passt prima):
      feministische-sf.de/artikel/fs…rauen-sf-lang-3.html#Oben

      Stichwort Kinder/ Gewalt:
      - hier geht es Dir, Tyrion_74, wohl ebenfalls um das Paradox, dass Kinder so kampfesstark wären:
      - historische Beispiele: Dschingis Khan (hat als Temudschin mit 13 (!) begonnen, die mongolischen Stämme zu einen und kräftig gehauen, gestochen & gemordet); Alexander v. Mazedonien - der dürfte so um die 15 gewesen sein, als er der "Grosse " wurde,
      - schlimmste aktuelle Beispiele: die vielen Kindersoldaten nicht nur in der "dritten Welt" (vielleicht hat jemand den Film "I killed People" von Alice Schmid gesehen, da komt u.a. ein kleines schwarzes Mädchen vor, dessen Ähnlichkeit zu Arya eher traurig als interessant ist, weil wahr....) oder ein Buch, das ich mir unbedingt mal kaufen werde
      ("Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr" von China Keitesi, Link hier:
      amazon.de/exec/obidos/ASIN/3550075561/028-7022225-0538919 )

      Alles traurig & schlimm, und sicher gibt es welche, die wollen dann in der Fantasy lieber eine heile Welt mit wackeren, ritterlichsten Rittern, jungfräulichsten Jungfrauen und mindestens einem schönen Einhorn...

      Gottseidank schreibt Master Martin nicht solchen Kitsch!!!!!

      in diesem Zusammenhang:
      Stichwort "starker, gewaltiger & siegreicher Kämpfer":
      - nenn(t) mir mal auch nur eine Figur (sowohl in ASoIaF als auch in der Realität), auf den Folgendes zurtifft:
      - stark, kräftig, hervorragender Kämpfer, Sieger in fast jedem Turnier, strahlender Held ;
      - UND(!): langfristig hervorragender Herrscher, erfolgreicher Lenker eines Reiches etc, positiv in die Geschichte eingegangen.

      Ich weiss, es gibt ein-zwei, aber:
      Der Prototyp ist das nicht, eher : entweder -oder --- auch nicht in unserer Saga!

      Und das, @Tyrion_74, trifft auch und insbesondere auf Frauen zu!

      Ich darf nochmal zusammenfassen:

      Ein solch spannendes, beeindruckendes, als Fantasy-Roman erschreckend realitätsnahes und dadurch noch fesselnderes und einem auch nach dem Lesen noch derart beschäftigendes
      Buch wie Eis-und-Feuer habe ich selten gelesen (und das Gute ist: es werden immer mehr Bücher, die eben
      nicht abflachen im Niveau - wollen wir hoffen, dass es so bleibt).
      Das heisst ausdrücklich nicht, dass es in der Literatur nicht noch Besseres gäbe - aber für mich zählt
      "Eis Lied von Eis und Feuer" schon jetzt definitv zum Besten!

      So, das war lang genug!



      „Wie, du widerlegst meine Aussage mit alten Mythen? Ich bitte Dich!“

      Alte Mythen sind meine zwei Beispiele ganz sicher nicht. Was Johanna von Orleans angeht, so dürfte die Existenz besagter Person geschichtlich absolut geklärt sein. Weiterhin ist auch die Existenz einer Johanna von Ingelheim, die bis in die höchsten Ränge des Vatikans vordrang, historisch verbürgt; trotz dem Bestreben der kirchlichen Chronisten, diese unschöne Begebenheit zu vertuschen. Mit alten Mythen hat dies demzufolge aber rein gar nichts zu tun.

      „Martin müßte diese Superfrauen und Kinder IMO etwas glaubwürdiger rüberbringen, z.B. daß sie einen Zaubertrank Marke "Obelix" einnehmen, aber einfach so? Unglaubwürdig.“

      Willst Du mir allen ernsten erzählen, dass Du es glaubwürdiger finden würdest, wenn die Frauen einen Zaubertrank einnehmen müssten, nur um annähernd dem männlichen Geschlecht in puncto Intelligenz und Kampfeskraft gleichwertig zu sein? Ich hoffe mal das ist ein schlechter Scherz; aber um Gottes willen doch nicht Dein ernst. Einen Zaubertrank für die weiblichen Geschöpfe fändest Du also realistischer, als eine Frau, die ohne irgendwelche Hilfsmittel, sich in einer Männderdomäne zurechtfindet? *kopfschüttel*

      „Und in Zweig's Geschichte kann ein Anfänger dies alles durch Isulation und Talent ausgleichen!“

      Naja, das Wort Isolation ist mir in diesem Kontext etwas zu euphemistisch gewählt; Dr. B war Gefangener des NS-Regims, wurde Monatelang in seinem Zimmer eingesperrt und geistig durch Psychotricks malträtiert. Das ein Mensch, der nichts anderes als ein Schachbuch besitzt sich dann eben mit diesem Thema rund um die Uhr beschäftigt (mangels anderen Beschäftigungsmöglichkeiten) ist insofern nicht sonderlich verwunderlich. Weiterhin können wir nicht ermessen wie sich die Schindereien der Wehrmacht auf die menschliche Psyche eines hochintelligenten Menschen auswirkte. Das Schachspiel als Ventil zu betrachten, dass dem Protagonisten insofern die Möglichkeit gab aus seiner trostlosem Dasein zu entfliehen ist daher nicht unrealistisch.

      Aber man kann nun Zweig´s Novelle gut finden, oder eben nicht; das ist wohl, wie so vieles, Geschmackssache. Ich persönlich habe aber meine Probleme damit, dass Leute ein Buch nur aufgrund einer kleinen Nebensächlichkeit verdammen. Zweig wollte ganz sicher nicht ein realistisches Sachbuch schreiben, sondern ein literarisch anspruchsvolles Werk abliefern. Sicher, man kann über Zweigs Intention geteilter Meinung sein. Vielleicht wollte er mit dem Buch die NS-Verbrechen in den Mantel einer durchaus interessanten Novelle kleiden, vielleicht aber auch nicht. Die Interpretation großer Autoren ist nicht meine Aufgabe und soll von den Leuten vorangetrieben werden, die auch wirklich davon etwas verstehen. Aber ein Buch nur aufgrund einer einzigen, dem phantasielosen Betrachter unrealistisch erscheinenden Ausgangssituation, zu verdammen, ist Unsinn. Dann können wir genauso gut Kafkas „Die Verwandlung“ als hirnloses geschreibsel verurteilen, denn wie kann es sein, dass ein Mensch plötzlich ein Käfer ist?

      Wenn ich persönlich ein Buch zur Hand nehme, heißt das auch, dass ich mich für kurze (oder auch längere) Zeit aus dem echten Leben zurückziehe und in eine Welt abtauche, die vielleicht der meinigen nicht eins zu eins gleicht. Das ist es doch genau, was Bücher so faszinierend macht.
      @Stoney: Was ich dazu sage?

      "to gain a hundred victories in a hundred battles is not the highest excellence;
      to subjugate the enemy's army without doing battle is the highest of excellence. "

      *räusper*

      Ich bin sowieso der Meinung, dass ein intelligenter Mensch (egal ob Mann oder frau) nur dann wirklich gewinnt, wenn er den kampf vermeidet.
      Das soll nicht heißen, dass ich Pazifist bin.
      Aber den Gegner zum Aufgeben zu bringen (oder ihn hinterrücks umzubringrn) ist doch ohnehin viel schlauer.

      Und das Frauen in gewissen dingen Männern unterlegen sind: einen anderen Standpunkt zu haben kann doch kein Nachteil sein...