[Reread] A Game of Thrones ("Bran IV" bis "Eddard VI") [S.282 , Woche 7]

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      [Reread] A Game of Thrones ("Bran IV" bis "Eddard VI") [S.282 , Woche 7]

      Das ist der Thread für die siebte Woche des geplanten Rereads. Bitte bis einschließlich "Eddard VI" lesen!
      Hier gehört alles rein was euch so auffällt, dazu gehört eine kleine Inhaltsangabe, Foreshadowing, Charakterisierungen, usw.
      Viel Spaß beim Diskutieren!
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      Bran IV
      Ein meiner Meinung nach düsteres und trauriges Kapitel. Bran ist nach seinem Sturz wach. Er hört Rickon im Hof mit den Wölfen spielen und möchte nichts lieber als mit dabei zu sein. Es war ja ein sehr akives Kind und jetzt ist er regelrecht ans Bett gefesselt, er fühlt sich sehr allein. Er ist auch enttäuscht von der dreiäugigen Krähe, die ihm versprochen hat, dass er fliegen wird. Aber er glaubt dass das nur eine Lüge war. Von seinem Vater, seiner Mutter und Jon, die alle Nachricht bekommen haben, dass er aufgewacht ist, hat er nichts gehört. Es kommt ihm vor, als ob alle gestorben wären, während er schlief. Ob das ein gutes Zeichen füs Jons Schicksal ist, Ned und Cat sind nämlich wenig später tatsächlich gestorben. Robb ist der Lord von Winterfell und hat vermutlich für wenig Zeit für seinen kranken Bruder. Er trainiert mit den Männern mit einem echten Schwert, was Bran in seiner Vision auch so gesehen hat. Die alte Nan beginnt die Geschichte der langen Nacht zu erzählen. Ein langer Winter, das Auftauchen der Weißen Wanderer/Anderen (es werden im Buch beide Bezeichnungen benutzt), der letzte Held, der die Kinder des Waldes sucht um mit ihnen die Anderen zu bekämpfen. Bevor sie enden kann, kommt Maester Luwin und meldet einen Besucher. Es sind Tyrion und einige Männer der Nachtwache. Robb empfängt Tyrion mit offener Feindseligkeit. Tyrion überbringt seinen Plan für den Sattel mit den Bran wieder reiten können wird. Als auf einmal die Schattenwölfe auftauchen, wird Tyrion sofort von diesen angegriffen. Er lehnt die Gastfreundschaft Robbs ab und übernachtet im Dorf. Bran träumt wieder vom Klettern. Im Traum wird er von Wasserspeiern verfolgt, die wie entstellte und groteske Löwen aussehen. Auf dem Abendessen für die Männer der Nachtwache erfahren die Stark-Jungs, dass ihr Onkel Benjen vermutlich tot, auf jeden Fall vermisst, ist. Robb bringt nach dem Essen Bran selbst auf sein Zimmer. Als sie über Jon und ihre Mutte reden, beginnt Robb zu weinen.
      So, nun was mir aufgefallen ist: Ich finde die alte Nan ist sehr emotional als sie die Geschichte der langen Nacht erzählt. Dafür, dass es eine Geschichte ist, die vor so langer Zeit passiert ist. Mir kam es fast so vor, als ob sie damals dabei gewesen wäre. So wie wenn meine Oma vom Krieg erzählt. Aber so alt kann selbst die alte Nan nicht sein. Tyrion empfinde ich als sehr loyale Person. Er hatte seine Schwierigkeiten mit Jon, schließt dann Freundschaft mit ihm und hält sich an sein gegebenes Versprechen, den Plan für den Sattel zu überbringen, obwohl Robb ihn wenig gastlich empfängt. Doch durch den Angriff der Schattenwölfe wurde ich dann gleich wieder misstrauisch. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Schattenwölfe Tyrion nicht angegriffen hätten, wenn es da nicht einen "kosmischen" Grund dazu gegeben hätte. Oder spüren sie nur allgemein die feindselige Stimmung in der Halle und reagieren entsprechen?
      Und dann ist mir noch was bei den Stühlen aufgefallen. Als Robb Tyrion empfängt sitzt er auf dem Platz seines Vaters, und Bran wird auf den hohen Stuhl der Starks gesetzt, auf den Stuhl der Könige von Winterfell. Später beim Essen ist der Stuhl des Lords am Kopfende frei, Robb und Bran sitzen links, bzw rechts davon. Erstens dachte ich immer, dass Neds Platz der hohe Stuhl der Starks ist und zweitens warum wird Bran in den hohen Stuhl gesetzt, und Robb sitzt "nur" auf de Platz von Ned? Dass er Neds Platz bei Essen frei bleibt find dagegen logisch. Robb übernimmt zwar die Aufgabe des Lords, aber der "richtige" Lord ist nicht da, also bleibt der Platz frei.
      "Even the darkest night will end and the sun will rise"
      Victor Hugo
      Danke für die Zusammenfassung, ich hab meine nämlich noch nicht abgetippt... :whistling:
      Ich hab nur ein paar Kommentare, sonst sehe ich alles sehr ähnlich wie du.

      Catweasel wrote:

      Die alte Nan beginnt die Geschichte der langen Nacht zu erzählen. Ein langer Winter, das Auftauchen der Weißen Wanderer/Anderen (es werden im Buch beide Bezeichnungen benutzt), der letzte Held, der die Kinder des Waldes sucht um mit ihnen die Anderen zu bekämpfen. Bevor sie enden kann, kommt Maester Luwin und meldet einen Besucher.
      Boah, ich hab mich soooo geärgert, als Maester Luwin kam! Mir ging es da wie Bran, ich wollte die Geschichte zu Ende hören! So halb erzählte Geschichten sind doch doof!!! :evil:

      Catweasel wrote:

      Ich finde die alte Nan ist sehr emotional als sie die Geschichte der langen Nacht erzählt. Dafür, dass es eine Geschichte ist, die vor so langer Zeit passiert ist. Mir kam es fast so vor, als ob sie damals dabei gewesen wäre.
      Ich glaube, Old Nan ist einfach eine saugute Geschichten - Erzählerin. Sie geht emotional voll mit und macht es damit natürlich unendlich interessanter, als wenn sie die Geschichte nur runterleiert... :D

      Catweasel wrote:

      Als auf einmal die Schattenwölfe auftauchen, wird Tyrion sofort von diesen angegriffen.

      Catweasel wrote:

      Doch durch den Angriff der Schattenwölfe wurde ich dann gleich wieder misstrauisch. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Schattenwölfe Tyrion nicht angegriffen hätten, wenn es da nicht einen "kosmischen" Grund dazu gegeben hätte. Oder spüren sie nur allgemein die feindselige Stimmung in der Halle und reagieren entsprechen?
      Irritiert hat mich das auch. Wir wissen ja eigentlich durch Tyrions POV, dass er nichts gegen die Starks hat und Jon ihn sogar Freund nennt. Er ist nur dort, weil Jon ihn gebeten hat, Bran zu helfen und er hat etwas gefunden, dass tatsächlich hilft. Sogar mehr als nur die Worte, die Jon erwähnt hat...
      Auch Ghost war anfangs Tyrion gegenüber eher feindlich eingestellt.
      Vielleicht haben die Wölfe einfach nur den Riecher, dass den Starks von den Lannisters im Allgemeinen Übles droht?
      Oder es ist wirklich die Spannung, die in der Halle herrscht...

      Die Stuhlsache ist mir absolut nicht aufgefallen, muss ich zugeben... :rolleyes:
      Als sie über Jon und ihre Mutter reden, beginnt Robb zu weinen.
      Ich finde, hier merkt man, dass Robb halt doch noch ein Junge ist und kein Mann. Er leidet unter seiner Verantwortung. Er vermisst Vater und Mutter und Geschwister und ist eigentlich noch zu jung für die Riesenaufgabe, die ihm aufgebürdet wurde.
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      Post was edited 1 time, last by “Esmeralda” ().

      EDDARD (irgendne Zahl... hab den Überblick verloren :D )
      Ned besucht Pycelle und befragt ihn bezüglich des Todes von Jon Arryn. Pycelle erzählt, dass Arryn auf ihn schon länger nicht, wie er selbst gewirkt habe, sehr melancholisch und besorgt. Er schob dieses jedoch auf die Belastungen Jons, die Belange des Reiches, der kränkelnde Sohn, die psychotische Ehefrau...
      Jon Arryn hatte Pycelle nach dem Buch gefragt, in dem die Blutlinien und Beschreibung der Nachkommen aufgelistet waren und wurde kurz danach krank. Innerhalb kürzester Zeit verfiel er zusehends. Während Lysa sich und Sweetrobin von seinem Krankenbett fernhielt, blieb der König lange an seinem Bett.
      Am Ende sagte er dann nur noch "The seed is strong!" und Pycelle gab ihm Milk of the Poppy gegen den Schmerz und er schlief ein und starb.
      Ned befragt Pycelle, was er alles gegen Arryns Krankheit unternommen habe, warum er dessen eigenen Maester fortgeschickt hat, was die Ursache sein könnte und schließlich, ob es sich um Gift handeln könne...
      Es stellt sich auch noch raus, dass Cercei zumindest nicht als direkte Täterin in Frage kommt, da sie zu dem Zeitpunkt mit den Kindern bei Tywin auf Casterly Rock war.
      Als letztes erbittet sich Ned von Pycelle noch das Buch, dass Jon Arryn sich ausleihen wollte.

      Auf dem Weg zurück in seine Gemächer trifft Ned Arya, die grade balancieren übt. Sie will wissen, ob Bran nun eigentlich noch Ritter werden könnte, wie er es sich gewünscht hatte. Ned verneint und sagt
      "Yet someday he may be the lord of a great holdfast and sit on the king's council. He might raise castles like Brandon the Builder, or sail a ship across the Sunset Sea, or enter your mother's Faith and become the High Septon."
      Sie fragt, ob sie das alles werden könne...
      "You," Ned said, kissing her lightly on the brow, "will marry a king and rule his castle, and your sons will be knights and princes and lords and, yes, perhaps even a High Septon."
      Sie antwortet
      "No," she said, "that's Sansa"

      In seinen Gemächern zurück, erhält Ned Besuch von Littlefinger, der noch einige wenige Mitglieder von Jon Arryns Haushalt gefunden hat. Als Ned meint, er würde diese zu sich bitten, weist LF ihn auf die diversen Spione hin, die ihn beobachten. Er empfiehlt einen vertrauenswürdigen Mann zu schicken, um die Vier zu befragen.
      Ned dankt:
      "Lord Petyr," Ned called after him. "I . . . am grateful for your help. Perhaps I was wrong to distrust you."
      Littlefinger fingered his small pointed beard. "You are slow to learn, Lord Eddard. Distrusting me was the wisest thing you've done since you climbed down off your horse."

      Und zu seinem ganz persönlichen Pech wird Ned ja auch noch erfahren, wie recht LF mit seiner Antwort hat... :S
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      A Game of Thrones, Tyrion I
      Als über den verschollenen Benjen gesprochen wird, kommt Bran die Geschichte der old Nan vom letzten Helden in den Sinn,
      der Hilfe von den CoF erhält.
      Irgendwie drängt sich mir hier auf, dass Benjen der letzte Held - Coldhand - sein könnte, der ja offensichtlich auch Freund der CoF
      ist und Hilfe von dieser Seite erhält und Bran zu ihnen führt.
      Oder ist Bran der Held, der letztlich ja auch durch die CoF vor den Anderen gerettet wird?
      Offenbar ist Pycelle in den Giftmord an Jon Arryn zumindest eingeweiht.
      Zunächst wird ihm ganz unbehaglich, als Eddard von Giftmord spricht. Dann streitet er ab, daß überhaupt
      Gift im Spiel war - das hätte angeblich ja jeder drittklassige Maester erkannt. Aber dann gibt er mit dem
      Hinweis auf Varys´Herkunftsort LYS auch schon das offenbar verwendete Gift "Tränen von LYS" als verdeckte
      Antwort.
      @Oaksword: Ich weiß, ich lese gerade nicht mit, aber eine Anmerkung muss ich doch machen. ;)
      Was Pycelle angeht könnten ihm die Konsequenzen so einer Schlussfolgerung eher unangenehm sein, als dass er selbst daran beteiligt war. Er ist immerhin ein Mann des Hauses Lannister und nach allem, was Jon Arryn so recherchiert hat, weiß er vielleicht, dass ein unbedachtes Wort weitere Nachforschungen oder unangenehme Fragen nach sich ziehen könnte. Auch aus Littlefingers Geständnis bei Lisas Abflug ist eher zu lesen, dass Petyr ihn nicht eingeweiht hat sondern dass die Vergiftung eine Angelegenheit zwischen ihm und Lysa war. Wie das nochmal mit Ser Hugh war, bekomme ich nicht mehr ganz zusammen, ob die Lannisters ihn um die Ecke gebracht haben, weil er allgemein von Jon Arryns Nachforschungen bezüglich Cersei hätte erzählen können oder ob er auch an Jons Tod beteiligt war... Aber dafür macht ihr ja das Rereadprojekt. Viel Spaß weiterhin! :)
      *wieder aus dem Thread huscht*
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)
      Ich denke nicht,dass Pycelle hier in irgendeiner Form involviert war,ansonsten hätte er meiner Meinung nach dafür gesorgt,dass Ned besagtes Buch niemals in die Hände fällt,anstatt für das Gegenteil zu sorgen.Wie Kait schon schrieb,war der Mord ja ein gemeinsames Projekt von LF,der lediglich den Verdacht auf die Lannisters lenkte,und Lysa.
      Bei Ser Hugh bin ich mittlerweile der Ansicht,dass es sich hier um einen unglücklichen Zufall handelte ,den sich LF dann geschickt zu Nutze machte.

      zu BranIV
      Da bleibt ja nicht mehr viel :) .
      Ich liebe die Textstelle ,in der Old Nan die Geschichte vom Letzten Helden erzählt,man wird förmlich in die Handlung hinein gezogen.
      Man merkt,wie schrecklich es für Bran sein muss,so eingeschränkt zu sein und anschließend,was es für ihn bedeuten muss,ein Stück seiner Beweglichkeit,durch die Möglichkeit wieder Reiten zu können zurück zu erlangen.
      Ebenfalls hatte ich mir das Verhalten Robbs notiert,der meiner Meinung nach hier ziemlich stark veranschaulicht,dass er eigentlich nur ein ,mit seinen Aufgaben sehr überfordertes Kind ist,dass eigentlich noch sehr stark auf die Unterstützung und Hilfe seiner Eltern angewiesen ist.Das zeigt sich in seinem unsicheren Umgang mit den Brüdern der Nachtwache und Tyrion,sowie besonders im Anschluss,an seinem Weinen.
      Das extreme Verhalten der Schattenwölfe in Bezug auf Tyrion irritiert mich sehr,was ich irgendwo auch schon mal thematisiert habe.Meiner Meinung nach reagieren die Schattenwölfe so,wenn IHREM Menschen Gefahr droht.Von Tyrion ging hier keinerlei Gefahr aus.Er kam ,um zu helfen.Die Stimmung in der Halle war sehr angespannt,gut,jedoch war der einzige Stark,von dem diese Anspannung ausging Robb.Die beiden jüngeren Starks waren nicht eingeweiht und waren meiner Meinung nach recht unvoreingenommen.Dennoch ging das Misstrauen der Wölfe, ausgerechnet zuerst von Brans Wolf Summer aus.Für mich ist das schon ziemlich interessant und verwirrend.
      Auch wird Bran in seinen Träumen langsam von dem Geschehen um seinen Sturz eingeholt.
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      -Jim Morrison
      Eddard V

      Blauäugig,wie ich mitunter sein kann,muss ich sagen,dass mir Pycelle hier beim ersten Lesen einfach wie ein gutmütiger,sehr alter Maester mit sehr viel heilerischer Erfahrung vorkam.Wie schon vorher erwähnt ,hat er sich meiner Meinung nach bei Neds Versuch die Wahrheit über Jon Arryns Tod herauszufinden,sich diesem keinesfalls in den Weg gestellt,sondern,durch die Erwähnung des Buches, eher dazu beigetragen,diese herauszufinden.Wären die Lannisters an der Vergiftung beteiligt gewesen,hätte das wohl gänzlich anders ausgesehen.
      Auch wenn ich manche, von ihm begangene Taten durchaus verabscheue,finde ich Pycelle allerdings immer noch nicht wirklich schlimm,in Anbetracht der im Lied heimischen Charaktere.
      In diesem Kapitel erfahren wir auch,wie lange Pycelle schon als Großmaester in KL tätig ist
      " Fast vierzig Jahre bin ich nun Groß-Maester der Sieben Königslande",erwiderte Pycelle." Unter unserem guten König Robert und vor ihm Aerys Targaryen,vorher unter dessen Vater Jaehaerys`dem Zweiten und sogar einige kurze Monate unter Jaehaerys`VaterAegon,dem Glücklichen,dem fünften seines Namens.Ich habe mehr Krankheiten gesehen,als ich heute noch erinnern möchte,Mylord........."

      Weiterhin wird hier, die in Westeros vorherrschende Abscheu für Giftmörder deutlich ,es heißt,nur Frauen,Memmen und Eunuchen würden sich Gifts bedienen,woraufhin Pycelle den Verdacht auf Varys lenken möchte und somit seine Abneigung gegen diesen zum Vorschein kommt.
      LF gelingt es langsam ,auf äußerst geschickte Weise ,sich das Vertrauen Neds zu erschleichen,indem er ihm offenlegt wie intrigant er ist,dass auch er neben Varys,der Königin und anderen über Spione verfügt und dass man auch ihm keinesfalls trauen dürfe.
      Arya ist unzufrieden damit,dass sie ihr Leben nicht so leben kann,wie sie es möchte,sondern Einschränkungen durch ihre Rolle als Mädchen hinnehmen muss.
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      -Jim Morrison
      Was mir auch noch auffiel ist die Stelle mit den "roten Blüten des Drachenodems" von dem die Mädchen morgens umgeben sind.

      Ist das nur eine Metapher auf die Morgenröte oder steckt da doch mehr dahinter?

      Habe leider nur die deutsche Fassung - könnte jemand diesen Satz (Blanvalte S. 324) im Originaltext liefern - merci...

      Muss mir wohl trotz Platzmangel doch noch das Original zulegen...der Reiz wächst schon gewaltig.

      Oaksword wrote:

      Was mir auch noch auffiel ist die Stelle mit den "roten Blüten des Drachenodems" von dem die Mädchen morgens umgeben sind.

      Ist das nur eine Metapher auf die Morgenröte oder steckt da doch mehr dahinter?

      Daran,dass das eine Metapher sein könnte,habe ich gar nicht gedacht...für mich waren das die roten Blütenblätter,eines dort wachsenden Baumes.Interessant wäre das schon! :)
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      Odem ist ein alter Begriff für Atem. Die Blüte wäre demnach vermutlich das Feuer, was dann durchaus auf metaphorischer Ebene die Morgenröte umschreibt. Im Lied kann man nur nicht immer sagen, ob diese Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch sind, weil Westeros über Jahrhunderte von einem Adeslhaus, das den Drachen nicht nur im Wappen hatte geprägt wurde, oder ob mehr dahinter steckt.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Oder die Mädchen liegen in einem See aus Blut. Sie schlafen ja während der Nacht ein, Ned bleibt wach, und am Morgen liegen sie umgeben von den roten Blüten.
      Jon IV
      Jon übt mit den anderen Rekruten im Hof als Sam auftaucht. Ein als sehr dick und auch unbeholfen beschriebener Junge. Thorne zeigt gleich was für ein Herzchen er doch ist und lässt ihn gleich im Kampf gegen einen gelernten Steinmetz antreten. Sam hält nicht lange durch und liegt blutend am Boden. Da springt Jon ein. Thorne hetzt weiter gegen Sam und nun auch gegen Jon. Als er den anderen Rekruten befiehlt gegen die beiden zu kämpfen stellt sich Pyp auch auf die Seite von Jon und Sam. Im folgenden Kampf kann Jon die Lektionen aus seiner Kindheit benutzen und der Kampf endet rasch.
      Wir erfahren wer Sam ist, nämlich ein Tarly, Vasall von Rosengarten, eigentlicher Erbe seines Vaters. Er selbst bezeichnet sich als Feigling. Was Jon eine gewisse Hochachtung abnötigt. Wir erfahren ebenso etwas über das Leben an der Mauer, die Aufgaben die zu erledigen sind.
      Jon redet mit Sam, er erfährt wer er ist,wo er her kommt und Sam ist genau der Feigling als der er sich bezeichnet. Er hat Höhenangst und als Jon ihn anfährt was er bei der Nachtwache wolle, setzt er sich auf den Boden und fängt an zu weinen. Da gelingt es Ghost Sam zu trösten.
      Jon erzählt einen Traum den er von Winterfell hat. Die Burg ist leer und verlassen, die Raben weg, die Ställe voller Knochen. Und er weiß zwar, dass er in die Gruft runter muss, traut sich aber nicht, weil er kein Stark ist. Schließlich geht er doch die Stufen runter und wacht dann auf.
      Sam erzählt aus seiner Kindheit, dass er nie die Erwartungen seines Vaters erfüllen konnte. Der Plan aus ihm einen Krieger zu machen scheitert. Selbst mit großer Härte und blutigsten Ritualen lässt sich aus Sam kein Krieger machen. Als denn sein Bruder geboren wird, stellt ihn sein Vater vor die Wahl entweder das Schwarz anzulegen oder bei der Jagd einen tödlichen "Unfall" zu erleiden. Ich denke Jon hat Mitleid mit Sam und kann ihn auch in gewisse Weise verstehen, er selbst war ja auf Winterfell auch immer der Außenseiter. Vor den anderen verteidigt Jon Sam. Und er kann die anderen überzeugen bei seinem Plan mit zu machen. Nach und nach schließt Sam sich der Gruppe um Jon an. Und am Ende wird Jon klar, was sein Onkel gemeint hat, dass die alte Familie an der Mauer nichts mehr zählt und die Brüder der Nachtwache zu den neuen Brüdern werden.
      Jon ist ja schon ein feiner Kerl. Obwohl er was "Besseres" als die anderen Rekruten ist, übt er mit ihnen, stellt sich sofort auf die Seite von Sam als der Gehänselt wird und nimmt sogar in Kauf dafür selbst in die Schusslinie von Thorne zu kommen. Ich denke das liegt an seiner eigenen Herkunft als Bastard, was wir aus seinen Gedanken erfahren in Catlyn nie vergessen hat lassen. Wobei ich mir Sams Kindheit auch schlimm vorstelle. Nie den Ansprüchen des Vaters zu genügen, Sam ist ja nicht dumm, nur eben kein Kämpfer. Er wäre bestimmt ein guter Gelehrter geworden. Und dann die Art wie ihn sein Vater abserviert. Sein Vater droht ihm ja offen ihn zu töten sollte er nicht zur Mauer gehen. Kein Wunder, dass Sam nicht zu super selbstbewussten Jugen heran wachsen kann. Er kriegt ja Zeit seines Lebens nur gezeigt, dass er nichts wert ist und nichts kann.
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      Victor Hugo
      Jon IV

      Nachdem sich durch das Gespräch mit Donal Noye,Jons Einstellung zu seinen zukünftigen Brüdern geändert hat und er sogar mit ihnen übt und sein Wissen mit ihnen teilt,hat er unter ihnen Freunde gefunden,die ihn respektieren und mögen.
      Als Sam auftaucht und sofort von Thorne ,auf Grund seines Aussehens bloßgestellt wird,stellt sich Jon auf dessen Seite ,gegen seinen Ausbilder,bei dem seine Karten sowieso nicht sonderlich gut sind und wiegelt zunächst somit zuerst noch einige der anderen Rekruten gegen sich auf.
      Er stellt den ungeschickten,total ängstlichen und unsicheren Jungen,der sich selbst als Feigling bezeichnet unter seinen persönlichen Schutz und zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Freundschaft.Auch Ghost scheint Sam zu mögen,was er beweist in dem er diesem,als er weint,tröstend die Tränen vom Gesicht leckt.
      Die beiden reden viel miteinander und Jon erfährt von Sam die traurige Geschichte,wie und warum dieser an die Mauer gelangte ...und hier denke ich mir so,dass Tywin Lannister im Vergleich zu Randyll Tarly durchaus Vater- Qualitäten aufweist...
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      -Jim Morrison
      Und schon mal wieder das meiste gesagt, daher nur noch diesen kleinen Teil, den ich auch noch wichtig finde:

      Jon ist klar, dass Sam das Waffentraining unter Thorne nicht lange überleben wird und nimmt seine Freunde beseite und macht mit ihnen ab, dass sie Sam nicht weh tun würden. Einzig Rast geht nicht darauf ein, was einen Besuch von Jon, Grenn, Pyp und Ghost zur Folge hat. Nachdem Ghost in ein wenig in den Hals gezwickt hat, gibt auch er nach.
      Wenn Ser Alliser nun irgendwenn gegen Sam schickt, stehen diese nur da und wehren seine Schläge ab, lassen ihn aber ansonsten in Ruhe.
      Sam weiß, dass er das Jon zu verdanken hat und dankt ihm.
      "I've never had a friend before."
      "We're not friends," Jon said. He put a hand on Sam's broad shoulder. "We're brothers."

      Und bald schon ist Sam im Kreis der Brüder mit dabei, scherzt und lacht mit ihnen.
      Und Jon wird klar, dass Benjen recht hatte.
      Robb and Bran and Rickon were his father's sons, and he loved them still, yet Jon knew that he had never truly been one of them. Catelyn Stark had seen to that. The grey walls of Winterfell might still haunt his dreams, but Castle Black was his life now, and his brothers were Sam and Grenn and Halder and Pyp and the other cast-outs who wore the black of the Night's Watch.
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      A Game of Thrones, Tyrion I
      Eddard VI


      Angelockt durch das anstehende Turnier füllt sich die Hauptstadt zusehends.Unter den Angereisten befindet sich eine Menge "Pack "und es kommt vermehrt zu Übergriffen,weshalb der Kommandant der Stadtwache den Kleinen Rat um Unterstützung bittet.Da sich Robert auch weiterhin lieber seinen Vergnügungen hingibt ,anstatt sich an den Regierungsgeschäften zu beteiligen,veranlasst Ned,dass 50 neue Männer für die Stadtwache eingestellt werden und stellt Slynth ,bis zum Ende des Turniers noch 20 weitere Schwertkämpfer aus seiner eigenen Wache zur Verfügung.
      Ned empfindet es als sehr störend,dass dieses ,in seinen Augen vollkommen überflüssige und lediglich Kosten verursachende Turnier,"Das Turnier der Hand " genannt wird,wobei es viel mehr der Belustigung des Königs dient.
      Neben seinen Aufgaben als Hand,ermittelt Ned mit Hilfe Jorys eifrig an den Umständen des Todes von Jon Arryn,konnte dem Buch ,welches dieser zuletzt las ,jedoch keine Geheimnisse entlocken,bzw. keinen Zusammenhang von dem Inhalt des Buches zu dem Tod seines Mentors erkennen.
      Eine der ,durch die Befragungen von Arryns Leuten entdeckten Spuren,scheint in ein Bordell zu führen,eine andere,der Ned selbst nachgeht,führt ihn zur Schmiede Tobho Motts,eines vortrefflichen Waffenschmiedes,der sein Handwerk bereits als Junge in den Schmieden Qohors erlernte und den alten Zauber beherrscht ,der es ermöglicht valyrischen Stahl zu bearbeiten.Hier trifft Ned auf Gendry, einen Lehrling,der vollkommen offensichtlich ein Bastard Roberts ist.Das Lehrgeld für diesen Jungen hat ein Mann bezahlt ,auf den meines Erachtens nach,die Beschreibung von Varys ,in einer seiner Verkleidungen zutrifft.Was veranlasst diesen,sich um Roberts Bastarde zu scheren...und warum war Jon Arryn,der sich bei seinen eigenen Ermittlungen , oftmals in der Gesellschaft von Stannis Baratheon befand an dem Jungen interessiert?Stannis verließ Kl und seinen Platz im Kleinen Rat,während sein Bruder Robert unterwegs zu Ned war und reiste nach Drachenstein ohne eine Nachricht bezüglich seiner Rückkehr zu hinterlassen.
      Außerdem wird erwähnt,dass Renly Baratheon, Ned ein Bild von Margaery Tyrell zeigt und wissen möchte ,ob da tatsächlich eine Ähnlichkeit dieses Mädchens zu Neds Schwester Lyanna vorhanden sei,was Ned verneint.
      Auch wird deutlich ,dass Stannis nicht sonderlich beliebt war und sich besonders LF und Renly gerne über dessen ernste ,humorlose unversöhnliche und grimmige Art lustig machten.
      Bei dem Buch um das es hier geht,handelt es sich um ein Werk des Groß-Maester Malleon
      "Stammbaum und Historie der Großen Geschlechter aus den Sieben Königslanden.Mit Beschreibungen zahlreicher Hoher Lords und Edler Ladys samt deren Kindern."
      Hier findet auch noch Erwähnung ,dass sowohl die Familien Stark ,sowie auch Lannister, bereits im Zeitalter der Helden ihren Ursprung hatten und von Lann dem Listigen bzw. Bran dem Erbauer abstammen.
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      -Jim Morrison

      Post was edited 1 time, last by “onyx234” ().

      Dass Jon Arry so oft mit Stannis unterwegs war ist mir beim ersten Lesen echt nicht aufgefallen. Was aber Stannis mit den Bastarden von Robert wollte kann ich mir nicht vorstellen. Und ob da wohl was vorgefallen ist zwischen dem König und Stannis, dass dieser so plötzlich nach Drachenstein abgereist ist? Wenn sogar Jory weiß, dass Stannis wohl eher nicht zum Turnier kommen wird, muss Stannis doch im Streit die Hauptstadt verlassen haben. Weiß Stannis zu diesem Zeitpunkt schon, dass Robert nicht der Vater von Cerseis Kindern ist? Jon könnte ihm schon etwas von seinem Verdacht erzählt haben. Der Lord, der Gendrys Lehrgeld bezahlt hat, könnte echt Varys gewesen sein. Aber was hat Varys für ein Interesse ausgerechnet Gendrys Ausbildung zu fördern? Gendry wurde doch nie von Robert anerkannt, oder?
      Fast schon süß finde ich Renlys Idee Margaery als Lyanna-Double nach Kings Landing zu bringen. Was hat er sich vorgestellt? Dass sie Roberts Mätresse wird? Hätte sie in dieser Rolle genug politisches Gewicht gehabt? Oder hätte sie Robert heiraten sollen, aber was ist dann mit Cersei? Gibt es in Westeros so was wie Scheidung? Oder hätte Cersei "beseitigt" werde sollen?
      Ich finde in den beiden Eddard-Kapiteln von dieser Woche kommt echt gut rüber was für ein Sündenpfuhl Kings Landing bzw. der königliche Hof doch ist. Varys, vor dem ihn alle warnen, Littelfinger, der ihm zwar bei den Ermittlungen hilft, gleichzeitig aber selbst sagt, dass er ihm nicht trauen soll, Spione von allen politischen Parteien, Brüder des Königs, die was im Schilde führen, ... Dass das kein Ort ist, an dem der ehrenhafte Ned lange überleben kann muss einem nicht wundern.
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      Victor Hugo

      Catweasel wrote:

      Was aber Stannis mit den Bastarden von Robert wollte kann ich mir nicht vorstellen.
      Da Stannis anscheinend schon sehr früh bei den Untersuchungen Jon Arryns diesen begleitet hat, gehe ich davon aus, dass er von Arryn ins Vertrauen gezogen wurde. Stannis mag humorlos gewesen sein und nicht wirklich einer der besten Freunde Jon Arryns, aber sein Gerechtigkeitssinn und sein Ehrgefühl sind durchaus ausgeprägt und er könnte im Sündenpfuhl und Intrigantenstadl von KL die einzig vertrauenswürdige Person gewesen sein.

      Catweasel wrote:

      Und ob da wohl was vorgefallen ist zwischen dem König und Stannis, dass dieser so plötzlich nach Drachenstein abgereist ist?
      Aus EDDARD IV
      "Lord Stannis took himself to Dragonstone not long after the king went north," Varys said, (...)
      Ich glaube nicht, dass sich Stannis und Robert gestritten haben, jedenfalls nicht mehr als sonst, sonst hätte das Robert irgendwie Ned gegenüber erwähnt, denke ich. Ich nehme eher an, dass Stannis 1+1 zusammengezählt hat und Jon Arryns Tod mehr als verdächtig fand und befürchtete, als nächstes einem tragischem Unfall zum Opfer zu fallen...

      Catweasel wrote:

      Der Lord, der Gendrys Lehrgeld bezahlt hat, könnte echt Varys gewesen sein. Aber was hat Varys für ein Interesse ausgerechnet Gendrys Ausbildung zu fördern?
      Auf Varys bin ich jetzt gar nicht gekommen, aber kann wirklich gut sein. Varys könnte entweder von Robert selbst darum gebeten worden sein, was aber unwahrscheinlich ist, weil er ja im Allgemeinen recht schnell das Interesse an seinen Bettgespielinnen und den eventuellen Früchten ihrer "Leidenschaft" verloren hat. Varys hingegen ist jemand, der sich gerne alle Optionen offen hält und wer weiß, wofür ein Bastard des Königs nicht irgendwann einmal nützlich werden könnte. War es nicht auch Varys, der dafür gesorgt hat, dass Gendry mit Yoren mitgeschickt wird, als die von Cercei und/oder Joffrey angeordneten Morde begannen? Hmm... find es grade nicht im Buch, könnte das mit der Serie verwechseln... :rolleyes:

      Catweasel wrote:

      Fast schon süß finde ich Renlys Idee Margaery als Lyanna-Double nach Kings Landing zu bringen. Was hat er sich vorgestellt? Dass sie Roberts Mätresse wird? Hätte sie in dieser Rolle genug politisches Gewicht gehabt? Oder hätte sie Robert heiraten sollen, aber was ist dann mit Cersei? Gibt es in Westeros so was wie Scheidung? Oder hätte Cersei "beseitigt" werde sollen?
      Ich denke, dass Renly in der Tat irgendwie Cercei loswerden und Margaery zu Roberts Königin machen wollte. Und im Zweifelsfall hätte Robert sicherlich Cercei verstoßen können, da gibt es genügend Beispiele in unserer Geschichte (bestes Beispiel Heinrich, der Achte...).
      Ob das dann im Endeffekt wirklich so einfach geworden wäre, wie Renly und Loras sich das vorstellen, sei mal dahin gestellt. Ein verprellter Tywin Lannister hätte da schon einigen Ärger verursachen können...
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      Esmeralda wrote:

      Auf Varys bin ich jetzt gar nicht gekommen, aber kann wirklich gut sein.

      Ich kam auf Grund "der runden Schultern" auf ihn,da er schon mal so beschrieben wurde und er hält wahrscheinlich wirklich auf ziemlich vielen Feuern seine Süppchen am Kochen.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison