Robert Baratheon

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      Ren wrote:

      dass er sie vergewaltigt haben soll,kann ich mir net vorstellen.....nur weil sie das behauptet.
      Selbst wenn Cersei eine gewissen Hang zum lügen hat, sollte man das nicht so herunterspielen. In ihrem Gespräch mit Ned, als er sie wegen der Beziehung zu Jaime konfrontiert, spricht sie davon, Robert habe gelegentlich sein Recht eingefordert, wenn er betrunken war. Sie lässt das zwar über sich ergehen, aber von einvernehmlichen Geschlechtsverkehr kann hier wohl nicht mehr die Rede sein. Wir mögen zwar in Westeros sein, das extrem patriarchalisch geprägt ist und wahrscheinlich ist es dort durchaus legitim, dass nur der Mann grade Bock auf Sex haben muss. Als Leser darf man davon trotzdem angewidert sein. Cersei ist in ihrem Gespräch mit Ned extrem offen und bestreitet auch nicht die Beziehung zu Jaime. Wieso sollte sie da im Bezug auf Robert etwas erfinden? Wenn man sich außerdem anschaut wie ihr Bettspielchen mit Taena Merryweather verlaufen ist, hat man sicherlich einen Eindruck davon wie friedfertig Robert im Bett war.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Aus heutiger Perspektive hat Robert Cersei sicherlich (mehrmals) vergewaltigt. Nach westerosi Rechtsverständnis hat er das aber bestimmt nicht. Zum einen weil es dort Vergewaltigung in einer Ehe nicht geben dürfte und zum anderen weil er der König war. Kann der König dort eigentlich gegen das Gesetz verstoßen?
      Nur weil seine Handlungen in Westeros legal sind, macht es das aber nicht weniger verwerflich.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Nur um das noch einmal textlich zu belegen.
      Die dunkle Königin236-238
      Zitat
      ...ihr die Beine auseinanderdrückte und sich ihrer bedienen würde,so wie ein Mann es getan hätte,so wie Robert sich ihrer bedient hatte,wenn er getrunken hatte und sie ihn nicht mit Hand oder Mund befriedigen konnte.
      ..................................................
      .....Hinterher war sie stets wund zwischen den Beinen und ihre Brüste schmerzten,weil er sie stets quetschte..............................................
      ......Das waren die schlimmsten Nächte gewesen,als sie hilflos unter ihm gelegen hatte,während er sich nach Wein stinkend und wie ein Eber grunzend,auf ihr vergnügte....................................................................
      .....................Er erinnerte sich sehr wohl daran,was er ihr des Nachts antat,davon war sie überzeugt.Sie konnte es ihm an den Augen ablesen.Er tat nur so,als würde er es vergessen,das war für ihn leichter,als sich die Schuld einzugestehen.................................................Mit der Zeit wurden die Vergewaltigungen seltener.Im ersten Jahr nahm er sie noch wenigstens einmal in zwei Wochenam Ende nur mehr einmal im Jahr.

      Echt ein edler Typ.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      ok,diese textzeile hatte ich net mehr in erinnerung gehabt. :ill:
      hab das buch nur 1 mal durchgelsen. :censored:
      ich dachte halt ,dass eine vergewaltigte frau sich anders benehmen würde ,zb den sexuellen kontakt zu anderen männern meiden. :huh:
      jetzt sehe ich robert in einem etwas anderen licht. :thumbdown:

      Ren wrote:

      ich dachte halt ,dass eine vergewaltigte frau sich anders benehmen würde ,zb den sexuellen kontakt zu anderen männern meiden. :huh:
      Nun, ich denke, dass jede Frau da anders reagiert. Manche ziehen sich zurück, andere machen vielleicht genau das Gegenteil. Und - was auch immer man gegen Cersei sagen kann - sie ist eine starke Frau und hat in Jaime einen liebevollen Liebhaber (wie verwerflich diese Beziehung auch immer sein mag...)
      Und Cerseis Schicksal wird in der westerosischen Gesellschaft auch kein Einzelfall gewesen sein, wie ja sogar auch in Deutschland Vergewaltigung in der Ehe bis 1997 kein Strafstandbestand war (dank CDU/CSU).
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I
      Also jetzt mal abgesehen davon, wie Robert als Mensch/Ehemann/Vater war, denke ich kann man sagen, dass er kein guter König war. Ich meine okay, er hat jetzt nichts wirklich gravierend verpfuscht so Aerys oder Joffrey, aber er hat auch nicht wirklich irgendetwas selbst auf die Reihe gekriegt. Er hat sich beim Volk beliebt gemacht, einmal durch sein (früheres) gutes Aussehen, andererseits durch seine ausschweifenden und teuren Turniere. Allerdings, und das finde ich fällt bei ihm besonders negativ auf, er hat es nicht mal versucht. Er wurde nicht zum König erzogen, klar, aber das wurde Egg ja zunächst auch nicht. Im Gegensatz zu dem gibt sich aber Robert nicht mal Mühe irgendwas selbst zu machen, er lässt seine Hand regieren, LF das Geld auftreiben und selber säuft und hurt er nur. Ein ausschweifender Lebensstil mag als König zwar sein Recht sein, allerdings vernachlässigt er seine Pflichten total bzw. wälzt diese auf anderer ab. Wenn man sich die Bücher so anschaut macht er doch eigentlich echt NICHTS selber, er sagt so, ich will ein Turnier, das Wo und Wann und Wie dürfen dann die anderen machen...Ich finde also dass er kein guter König ist, weil er keine seiner Pflichten wahrnimmt, allerdings ist er auch kein auffallend schlechter König, ganz einfach aus dem Grund, dass Westeros schon so viele schlechte Könige hatte, dass die die Messlatte zu hoch für den armen fetten Robert legen :thumbdown:
      " Chaos is not a pit. Chaos is a ladder"

      maddinmond wrote:

      Er wurde nicht zum König erzogen

      Immerhin war er der Erbe und später der Lord der Stormlands, Regierungsverantwortung hätte er so oder so übernehmen sollen. Vielleicht eine Nummer kleiner, aber man kann nicht sagen, dass er völlig unvorbereitet in eine Führungsrolle geraten ist.
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Immerhin war er der Erbe und später der Lord der Stormlands, Regierungsverantwortung hätte er so oder so übernehmen sollen. Vielleicht eine Nummer kleiner, aber man kann nicht sagen, dass er völlig unvorbereitet in eine Führungsrolle geraten ist.
      Das macht sein Versagen ja nur noch schlimmer. Er hätte also in der Lage sein müssen, irgendeine Form der Herrschaft selbst auszuüben, was er ja eben nicht tat.
      " Chaos is not a pit. Chaos is a ladder"
      also ,etwas hatte ich bei robert i-wie net so richtig kapiert. :huh:
      ich meine,er hatte einen krieg für eine frau geführt ,die ihn wahrscheinlich überhaupt nicht geliebt hat .
      hatte lyanna robert eigentlich gesagt,dass sie ihn lieben würde?

      Post was edited 1 time, last by “Ren” ().

      Er schien sie doch eher aus der Ferne "geliebt" zu haben. Es war eine Ehe zwischen den beiden vereinbart, aber wirklichen Kontakt hatten sie wohl nicht. Ich meine allerdings, Ned habe mal versucht ihm zu erklären, dass Lyanna diese Liebe nicht geteilt hat. Robert ist allerdings ziemlich gut darin die Augen vor unangenehmen Wahrheiten zu verschließen.
      Der Krieg ist aber erst wirklich ausgebrochen, als Aerys die Köpfe von Ned und Robert gefordert hat. Für die Sänger verkauft sich der Krieg um die Liebe seines Lebens aber besser.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Ich schätze, er war VERliebt. Und hat sich eingebildet, sie sei seine einzig wahre und ewige Liebe gewesen und das sie ihrerseits diese Liebe genauso erwidern müsste. Daher war er auch der festen Überzeugung, Rhaegar habe sie entführt und vielfach vergewaltigt. Und da er sie nie haben konnte und sie ihm also auch nicht langweilig werden konnte, konnte er in seiner Einbildung daran festhalten, dass er dieser vielleicht sogar treu geblieben wäre...
      Dabei war nicht einmal Lyanna davon überzeugt...
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      Esmeralda wrote:

      Ich schätze, er war VERliebt.

      Das glaube ich auch. Robert war vermutlich in seine Vorstellung, die er von Lyanna hatte, verliebt, aber nicht in die reale Frau.
      Und das Zeugen von Bastarden gilt doch in Westeros als Kavaliersdelikt. Das wird ihn nicht von seiner "wahren" Liebe abgelenkt haben.
      "Even the darkest night will end and the sun will rise"
      Victor Hugo

      Balerion der Schwarze wrote:

      Ich stell ihn auf eine Stufe mit Königen wie Aerys I., Daeron II., Jahaerys II. oder Viserys I., also Könige, die, ohne große Taten vollbracht zu haben, das Reich gut regiert oder regieren haben lassen. :)

      Aber du weißt das Daeron der 2. den Beinamen "der Gute" hatte,Dorne friedlich ins Reich holte,Eine Rebellion abwehrte,Sommerhall erbaute uns als einer der besten Könige aller Zeiten galt?!
      Rhaegar fought valiantly,
      Rhaegar fought nobly,
      Rhaegar fought honorably.
      And Rhaegar died.
      Danke für die Info, wäre ich niemals drauf gekommen. ;)
      Allerdings ist meine Aussage auch schon zwei Jahre her und zu dem Zeitpunkt war auch TWoIaF noch nicht erschienen, wo der wahre Ausmaß von Daerons Herrschaft beschrieben wird. Heute halte ich ihn auch für einen der besten Könige hinter Jaehaerys I.
      The living should smile, for the dead cannot.
      Was mir jetzt noch nachträglich beim Lesen einiger Tyrion/Tywin Textstellen zu Robert auffiel,und was hier glaube ich noch nicht festgehalten wurde ist,dass zumindest Tywin Robert für dumm hielt oder das eben in einem Gespräch mit Tyrion äußerte.

      ​Lord Tywin stared at him as if he had lost his wits. "You deserve that motley, then. We had come late to Robert's cause. It was necessary to demonstrate our loyalty. When I laid those bodies before the throne, no man could doubt that we had forsaken House Targaryen forever. And Robert's relief was palpable. As stupid as he was, even he knew that Rhaegar's children had to die if his throne was ever to be secure. Yet he saw himself as a hero, and heroes do not kill children." His father shrugged.
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      -Jim Morrison

      maddinmond wrote:

      Immerhin war er der Erbe und später der Lord der Stormlands, Regierungsverantwortung hätte er so oder so übernehmen sollen. Vielleicht eine Nummer kleiner, aber man kann nicht sagen, dass er völlig unvorbereitet in eine Führungsrolle geraten ist.
      Das macht sein Versagen ja nur noch schlimmer. Er hätte also in der Lage sein müssen, irgendeine Form der Herrschaft selbst auszuüben, was er ja eben nicht tat.

      warum hege ich den leisen Verdacht Steffon und Cassana wollten die Linie über Stannis und nicht Robert Fortführen.

      Esmeralda wrote:

      Ich schätze, er war VERliebt. Und hat sich eingebildet, sie sei seine einzig wahre und ewige Liebe gewesen und das sie ihrerseits diese Liebe genauso erwidern müsste. Daher war er auch der festen Überzeugung, Rhaegar habe sie entführt und vielfach vergewaltigt. Und da er sie nie haben konnte und sie ihm also auch nicht langweilig werden konnte, konnte er in seiner Einbildung daran festhalten, dass er dieser vielleicht sogar treu geblieben wäre...
      Dabei war nicht einmal Lyanna davon überzeugt...

      Seihen wir mal ehrlich : wenn robert lyanna geheiratet hätte, seine ehe mit cersei hätte im gegensatz glücklicher ausgesehen.

      onyx wrote:

      Was mir jetzt noch nachträglich beim Lesen einiger Tyrion/Tywin Textstellen zu Robert auffiel,und was hier glaube ich noch nicht festgehalten wurde ist,dass zumindest Tywin Robert für dumm hielt oder das eben in einem Gespräch mit Tyrion äußerte.

      Lord Tywin stared at him as if he had lost his wits. "You deserve that motley, then. We had come late to Robert's cause. It was necessary to demonstrate our loyalty. When I laid those bodies before the throne, no man could doubt that we had forsaken House Targaryen forever. And Robert's relief was palpable. As stupid as he was, even he knew that Rhaegar's children had to die if his throne was ever to be secure. Yet he saw himself as a hero, and heroes do not kill children." His father shrugged.

      gibt irgendeinen männlichen adligen den tywin NICHT als dumm ansieht, abgesehen von Stannis und Kevan?

      Hellharlequin wrote:

      maddinmond wrote:

      Immerhin war er der Erbe und später der Lord der Stormlands, Regierungsverantwortung hätte er so oder so übernehmen sollen. Vielleicht eine Nummer kleiner, aber man kann nicht sagen, dass er völlig unvorbereitet in eine Führungsrolle geraten ist.
      Das macht sein Versagen ja nur noch schlimmer. Er hätte also in der Lage sein müssen, irgendeine Form der Herrschaft selbst auszuüben, was er ja eben nicht tat.

      warum hege ich den leisen Verdacht Steffon und Cassana wollten die Linie über Stannis und nicht Robert Fortführen.

      Esmeralda wrote:

      Ich schätze, er war VERliebt. Und hat sich eingebildet, sie sei seine einzig wahre und ewige Liebe gewesen und das sie ihrerseits diese Liebe genauso erwidern müsste. Daher war er auch der festen Überzeugung, Rhaegar habe sie entführt und vielfach vergewaltigt. Und da er sie nie haben konnte und sie ihm also auch nicht langweilig werden konnte, konnte er in seiner Einbildung daran festhalten, dass er dieser vielleicht sogar treu geblieben wäre...
      Dabei war nicht einmal Lyanna davon überzeugt...

      Seihen wir mal ehrlich : wenn robert lyanna geheiratet hätte, seine ehe mit cersei hätte im gegensatz glücklicher ausgesehen.

      onyx wrote:

      Was mir jetzt noch nachträglich beim Lesen einiger Tyrion/Tywin Textstellen zu Robert auffiel,und was hier glaube ich noch nicht festgehalten wurde ist,dass zumindest Tywin Robert für dumm hielt oder das eben in einem Gespräch mit Tyrion äußerte.

      Lord Tywin stared at him as if he had lost his wits. "You deserve that motley, then. We had come late to Robert's cause. It was necessary to demonstrate our loyalty. When I laid those bodies before the throne, no man could doubt that we had forsaken House Targaryen forever. And Robert's relief was palpable. As stupid as he was, even he knew that Rhaegar's children had to die if his throne was ever to be secure. Yet he saw himself as a hero, and heroes do not kill children." His father shrugged.

      gibt irgendeinen männlichen adligen den tywin NICHT als dumm ansieht, abgesehen von Stannis und Kevan?
      Robb Stark zum Beispiel, nach seinen Siegen im Wisperwald und in der Schlacht der Lager.
      Augenblicke später hatten tausend Stimmen den Ruf aufgenommen. König Joffrey und König Robb und König Stannis waren vergessen, nur König Brot herrschte noch. "Brot", brüllten die Menschen, "Brot, Brot!" (DSdsL, S.188)