[Reread) A Clash of Kings (Sansa V bis Sansa VI) Woche 32

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      Sansa V
      Am Morgen wurden feindliche Schiffe gesichtet und eine Schlacht steht kurz bevor.Die hochgeborenen Damen haben sich mit Cersei in Maegors Feste versammelt.Bevor Sansa sich auf die Anweisung der Königin,ebenfalls dorthin begibt,wird sie zu Joffrey zitiert,um seinem Aufbruch beizuwohnen.Tyrion ,der sich ebenfalls im Aufbruch befindet,wechselt einige höfliche Worte mit Sansa und meint,er hätte sie mit Tommen fortschicken sollen,dass sie aber in Maegors Feste in Sicherheit sei.Das Gespräch der beiden wird unterbrochen,weil Joffrey Sansa wie einen Hund zu sich ruft.Inzwischen ist verständlicherweise jegliche Verliebtheit von Sansa abgefallen und sie sieht Joffrey nun mit ganz anderen Augen.Weder seine strahlende Rüstung noch sein Äußeres,dass sie zuvor so attraktiv fand und dass sie nun anwidert,können sie über sein wahres Wesen hinweg täuschen.Joffrey lässt Sansa sein neues Schwert " Herzfresser " küssen,großspurig meint er ,dass sie es nach der Schlacht erneut küssen solle,um das Blut seines Onkels darauf zu schmecken.Sansa beeindruckt das in keinster Weise,sie denkt daran,wie ihre kleine Schwester Arya ihm damals sein erstes Schwert weggenommen und in den Fluss geworfen hat und sie schafft es meiner Meinung nach,Joffrey ein wenig zu beschämen,in dem sie ihn fragt,ob er seine Ritter in die Schlacht führen werde und ihm erzählt,ihr Bruder Robb sei immer dort,wo die Schlacht am meisten wüten würde.Außerdem stellt sie fest,dass sie lieber jede Menge Schwerter küssen würde ,als nur ein einziges Mal Joffrey. Sowohl Sansa als auch Joffrey werden von Königsgardisten eskortiert.Wärend Joffrey zwischen Merryn Trant und Osmund Schwarzkessel reitet wird Tyrion von Mandon Moore "beschützt".Nach dem Aufbruch der Männer geht Sansa in die Septe um zu beten.Noch niemals hat sie die Septe so überfüllt erlebt,Menschen verschiedener Schichten beten und singen gemeinsam und flehen die Sieben um Gnade für ihre Lieben an.Sansa betet für fast alle ,die sie kennt.Für die Lebenden und die Toten.Sie betet sogar für Tyrion und für Sandor.
      Er ist kein wahrer Ritter,trotzdem hat er mich gerettet,erzählte sie der Mutter.Beschütze ihn,wenn du kannst,und bezähme den Zorn,den er in sich trägt.​

      Als jedoch für den König gebetet wird,steht Sansa auf und verlässt die Septe.Ihm wünscht sie alles andere als den Schutz der Sieben.
      Soll sein Schwert brechen und sein Schild zerbersten,dachte Sansa kalt und schob sich durch die Türen nach draußen,soll ihn der Mut verlassen und ihm jeder Soldat davonlaufen.​

      Beim Verlassen der Septe sind bereits die ersten Kampfgeräusche zu vernehmen.Sansa trifft auf Lady Tanda,die sich mit ihren Töchtern und Shae ebenfalls auf dem Weg zu Maegors Feste befindet und versucht tröstend auf die panikerfüllte Lollys einzureden,welche sich verzweifelt an die genervte Shae klammert und sich weigert die Zugbrücke zu überqueren.Schließlich gelingt es ihrer Schwester und Shae sie hinüber zu schleifen.Während mir Lollys beim ersten Lesen immer nur am Rande auffiel,tut sie mir inzwischen wirklich leid und ich empfinde Shaes Verhalten ihr gegenüber,inzwischen teilweise wirklich unschön.Beim Erreichen der Feste fällt Sansa am Verhalten der Wachen vor der Tür sofort auf,dass es sich bei ihnen um Söldner handeln muss.In der Septe sieht sie Ilyn Payne mit dem Schwert ihres Vaters und fragt zuerst Osfryd Schwarzkessel und dann sogar die Königin,warum er dort sei.Cersei meint sie brauche jemanden auf den sie sich verlassen könne,um sie eventuell vor den eigenen Wachen zu schützen,sollte die Schlacht verloren sein.Sansa würde sich jedoch sicherer fühlen,wenn Sandor sie beschützen würde.
      Ich würde mich mehr über den Bluthund freuen,dachte Sansa.So grob er auch war,glaubte sie trotzdem,dass Sandor Clegane niemals zulassen würde,dass ihr ein Leid geschah.​

      Cersei macht Sansa klar,was passieren würde, sollte Stannis diese Schlacht gewinnen und macht sich über den letzten Rest verbliebener Naivität des Mädchens lustig.
      " Wahre Ritter vergreifen sich nicht an Frauen und Kindern." Die Worte bekamen einen hohlen Klang in ihren Ohren,noch während Sansa sie aussprach." Wahre Ritter". Die Königin fand das offensichtlich ungemein amüsant." Zweifellos hast du Recht.Warum isst du also nicht wie ein braves Mädchen deine Suppe und wartest auf Symeon Sternaugen und Prinz Aemon den Drachenritter,bis sie kommen ,um dich zu retten,Liebes.Bestimmt wirst du nicht mehr lange warten müssen."​

      Ich mag Sansa mittlerweile wirklich gern.Das war beim ersten Lesen nicht so.Sie wirkt auf mich keineswegs dumm und ich schätze ihr Einfühlungsvermögen.
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      -Jim Morrison

      onyx234 wrote:

      Ich mag Sansa mittlerweile wirklich gern.Das war beim ersten Lesen nicht so.Sie wirkt auf mich keineswegs dumm und ich schätze ihr Einfühlungsvermögen.

      Das geht mir genauso. Diesmal fand ich sie eigentlich nur ganz am Anfang etwas nervig, aber das im vollen Bewusstsein, dass sie erst gerade mal 12 Jahre alt ist, was dann Nervfaktor ein wenig verständlicher. :D
      Sie ist eigentlich ziemlich erwachsen geworden, mal abgesehen, dass sie immer noch eine leicht naive Vorstellung von "wahren Rittern" hat. Begegnet ist sie wohl immer noch keinem...
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      Esmeralda wrote:

      Diesmal fand ich sie eigentlich nur ganz am Anfang etwas nervig, aber das im vollen Bewusstsein, dass sie erst gerade mal 12 Jahre alt ist, was dann Nervfaktor ein wenig verständlicher.


      Das ging mir auch so. Manchmal ist es mir noch immer ein bisschen zu viel wenn sie wieder mit ihren "wahren Rittern" anfängt, aber auf der anderen Seite finde ich ihre "Unverdorbenheit" fast schon ein bisschen niedlich.
      Und wie sie da in der Septe sitzt, neben allerlei anderen Menschen, niedrig und hoch geboren, und für die Lebenden und die Toten singt, fand ich schon rührend.
      "Even the darkest night will end and the sun will rise"
      Victor Hugo

      onyx234 wrote:

      In der Septe sieht sie Ilyn Payne mit dem Schwert ihres Vaters und fragt zuerst Osfryd Schwarzkessel und dann sogar die Königin,warum er dort sei.Cersei meint sie brauche jemanden auf den sie sich verlassen könne,um sie eventuell vor den eigenen Wachen zu schützen,sollte die Schlacht verloren sein.Sansa würde sich jedoch sicherer fühlen,wenn Sandor sie beschützen würde.

      Offenbar vertraut Cersei Trant und Kettleblack auch nicht wircklich. Aber einem stummen vertrauen, der nicht lesen und schreiben kann? Man weiß doch nie was der gerade denkt.

      onyx234 wrote:

      Ich mag Sansa mittlerweile wirklich gern.Das war beim ersten Lesen nicht so.Sie wirkt auf mich keineswegs dumm und ich schätze ihr Einfühlungsvermögen.

      Geht mir ganz genauso. Beim ersten Mal ging sie mir ständig auf die Nerven, jetzt habe ich wirklich Mitleid mit ihr und bewundere wie sie mit dieser schwierigen Situation fertig wird. Allerdings denke ich immer noch, sie ist zu passiv dargestellt, deswegen soll in TWOW endlich der Sansa-Ausbruch kommen.

      Ser Erryk wrote:

      Allerdings denke ich immer noch, sie ist zu passiv dargestellt, deswegen soll in TWOW endlich der Sansa-Ausbruch kommen.

      Ihre Passivität liegt natürlich auch ganz deutlich an ihrer Erziehung. Eine westerosische Lady hat nicht aktiv zu sein, sondern eine gute Ehefrau und Mutter. Sie muss ihren Mann unterstützen und die Kinder im Sinne der allgemeinen Normen erziehen.
      Deswegen eckt ja auch Arya ständig an, da sie eher aktiv an die Sachen herangeht.

      Ich denke allerdings auch, dass diese Passivität sich nicht ewig halten wird.
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      A Game of Thrones, Tyrion I

      Masc wrote:

      Offenbar vertraut Cersei Trant und Kettleblack auch nicht wircklich. Aber einem stummen vertrauen, der nicht lesen und schreiben kann? Man weiß doch nie was der gerade denkt.

      Trant ist doch bei Joffrey?

      Cersei ist sich ja voll bewusst, dass die Treue eines Söldners nicht viel wert ist. Im Endeffekt ist denen ihr Kopf wesentlich wichtiger als Gold oder ein Schäferstündchen mit der Königin Regentin. Nachdem Boros Blount bereits Tommen bereitwillig weggegeben hat, um seine eigene Haut zu retten, könnte ich es Cersei aber auch nicht verdenken, wenn sie dem restlichen Haufen ebenfalls misstraut. Allerdings steht Stannis Baratheon vor den Toren. Wäre ich in der Königsgarde, wäre mir damit die Motivation zum desertieren sofort vergangen.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      onyx234 wrote:

      und sie schafft es meiner Meinung nach,Joffrey ein wenig zu beschämen,in dem sie ihn fragt,ob er seine Ritter in die Schlacht führen werde und ihm erzählt,ihr Bruder Robb sei immer dort,wo die Schlacht am meisten wüten würde.


      beim Reread finde ich Sansa, doch ganz immer wieder mutig - wie sie ihm trotz ihrer Lage ihm widerspricht und zeigt wie wenig heldenhaft sie ihn findet. ich freue mich schon sehr auf ihre Kapitel im TWOW.


      ich mag die Szene in der Septe sehr, es berührt mich. Wie Sansa sich einbringt. und sie hat ein großes Herz, wenn ich denke, dass sie soviele Leute in ihr Gebet einschließt. - am meisten wundert es mich wirklich bei Tyrion. Sie findet halt, aber sie zieht Konsequenzen, in dem sie geht wie für Joffrey gebetet wird. da fällt sie aus der Rolle, der sittsamen unauffälligen Lady.

      onyx234 wrote:

      Als jedoch für den König gebetet wird,steht Sansa auf und verlässt die Septe.Ihm wünscht sie alles andere als den Schutz der Sieben.


      ad Lollys, es schreckt mich eigentlich sehr - wie über eine offensichtlich "geistig Behinderte" die schlimmes mitmachen musste, generell abwertend gesprochen wird. mich wundert es nicht, wenn sie nach einer Massenvergewaltigung so traumatisiert ist.
      hier zeigt es sich, dass Shae schon sehr abgebrüht ist durch ihre Vergangenheit.

      @Masc weißt du das sicher, dass er nicht lesen und schreiben kann? er kann es immerhin noch aufzeichnen, wie Wex be Manderly.

      Masc wrote:

      onyx234 wrote:

      In der Septe sieht sie Ilyn Payne mit dem Schwert ihres Vaters und fragt zuerst Osfryd Schwarzkessel und dann sogar die Königin,warum er dort sei.Cersei meint sie brauche jemanden auf den sie sich verlassen könne,um sie eventuell vor den eigenen Wachen zu schützen,sollte die Schlacht verloren sein.Sansa würde sich jedoch sicherer fühlen,wenn Sandor sie beschützen würde.

      Offenbar vertraut Cersei Trant und Kettleblack auch nicht wircklich. Aber einem stummen vertrauen, der nicht lesen und schreiben kann? Man weiß doch nie was der gerade denkt.
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

      crannogwoman wrote:

      @Masc weißt du das sicher, dass er nicht lesen und schreiben kann? er kann es immerhin noch aufzeichnen, wie Wex be Manderly.


      Ich meine Jaime wählt gerade ihn deshalb als Partner aus. Als er lernen muss mit der anderen Hand sein Schwert zu führen.
      Das er es lernen könnte stimmt zwar aber wie lange würde das dauern?

      Davos ?III?

      Stannis Flotte hat Kurs auf Königsmund genommen. Davos und seine Söhne sind in der 2. Reihe außen, in Steuerbordrichtung, fahren also direkt unter Königsmunds Mauern durch.
      Die Flotte wird von Stannis Flagschiff, der Zorn, angeführt, welches von Selyses Bruder Imry Florent kommandiert wird.
      Jede Menge Schiffsnamen werden genannt, ich find Seepferdchen süß ;)
      Lord Hoch-Kapitän Ser Imry Florent ist ungeduldig und lässt bei der Ankunft in der Schwarzwasserbucht sofort Segel auf Königsmund setzen. Davos an seiner Stelle hätte abgewartet und ein paar Spähschiffe vorausgesandt, sicherlich klug, aber Imry hält dies wohl für überflüssig und feige.
      Er geht lieber voll auf Angriff.
      Stannis hat 200 Schiffe, das scheint mir schon ziemlich viel, Joffrey immerhin auch 50.
      Ich kann mir das nie wirklich vorstellen, dass 250 Schiffe genug Platz auf einem Fluss haben. Wenn ich den Schwarzwasserstrom mit unserem Rhein vergleiche... Wie groß war "damals" wohl ein Schiff?
      Jedenfalls ist Davos ziemlich nervös vor seiner ersten Schlacht, wer wäre das nicht, seine Söhne aber sind euphorisch.
      Davos denkt, dass der Schlagbaum aus den Berichten der Fischer den Fluss versperren soll, damit sie gar nicht erst reinkommen... Armer Davos...
      Die Schiffe gehen in Position, nur die Schwertfisch wird von der Ramme belastet und kriecht vorran.
      Sie nehmen Fahrt auf den Schwarzwasser.
      Der Bergfried muss episch von dort unten aussehen, aus dem Wasser heraus.
      Davos bemerkt Tyrions Türme und die Sperrkette, kann sich aber keinen Reim daraus machen, denn es wird zum Angriff geblasen. Joffs Schiffe sind weit über den Fluß verteilt. Davos grüßt noch einmal seinen Sohn Dael auf der Gespenst und lässt Angriffsgeschwindigkeit aufnehmen. Davos wundert sich über die Abwesenheit der König Roberts Hammer, die ja bei Myrcella in Dorne ist, und vermutet eine Falle.
      Die ersten Schiffe geraten nun unter Beschuss. Davos' Schwarze Betha ist glücklicherweise erst das 6. Schiff der Reihe von Königsmund aus, ist aber dennoch in Reichweite. Dennoch bleibt sie weitesgehend verschont von Geschossen.
      Stannis Truppen am Südufer bereiten jetzt ebenfalls vor, wobei Davos anmerkt, dass sie unter dem Hirschen hätten kämpfen sollen, weil dieser bekannt in der Stadt ist. Ein weiterer kluger Gedanke.
      Davos ist froh, dass Melissandre in Drachenstein geblieben ist, aber meint ihr, dass Stannis mit ihr gewonnen hätte?
      Die ersten Schiffe landen, werden aber von den Verteidigern zurückgeschlagen.
      Davos erkennt auch den <3 Bluthund <3 am Ufer, ebenso Joffreys Huren hinter dem Tor.
      Krachen kündigt vom Beginn der Schlacht auf dem Wasser und die Huren aus der Stadt antworten.
      Davos' Betha rammt die Lady Schande von Joffrey und versenkt diese.
      Kurz darauf entzündet sich das erste Seefeuer. Davos ist darauf vorbereitet, ist aber davon überzeugt, dass es nicht mehr viel davon gibt. Da merkt man die Angst eines Seemanns vor dieser Substanz, das muss echt ein Alptraum sein... Furchtbares Zeug :(
      Ein großer Stein zertrümmert Monfort Velaryons Galeere. Das wars mit diesem Herr der Gezeiten( R.I.P.).
      Auf Davos kommen nun eine Flotte von allerlei kleinen Booten und Wracks zu. Noch ahnt er nicht, dass diese ihm seine Söhne kosten würden.
      Davos Mannschaft entert noch die Weißer Hirsch, oho, Davos kann ja auch kämpfen ;)
      Es sieht alles so aus, als würden sie gewinnen, bis die Schwertfisch ein Wrack rammt, aus dem Seefeuer fließt. Sekunden später wird Davos von Deck gefegt und ins Wasser geworfen. Das Wrack und die Schwertfisch sind pulverisiert und die Schwarze Betha und etliche andere Schiffe brennen ebenfalls. Davos denkt an seine Söhne, kann sie aber nicht erblicken.
      Einen Moment ist er beruhigt, dass er in die Bucht getrieben wird, doch dann sieht er, dass die Kette hochgezogen wurde.
      Unglaublich, dass er das letztendlich unverletzt überstanden hat. Dennoch ist es schon ein extrem grausames Gemetzel dort auf dem Fluss, auch für Schlachtverhältnisse.
      Wenn von den 250 Schiffen gut 10-15 "überlebt" haben, wir gut 100 Mann pro Schiff nehmen, sind das gut 20.000 Mann, die dort gestorben sind, wenn man ein paar Überlebende abzieht. Ob das realistisch ist, weiß ich nicht, jedenfalls sind es verdammt viele...
      The living should smile, for the dead cannot.

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      Balerion der Schwarze wrote:

      Davos erkennt auch den Bluthund am Ufer

      ...der dort ja äußerst schlagkräftig agiert und sogar auf das Deck der Betenden reitet und dort alles niedermetzelt,was in seine Reichweite gerät.Das muss wohl das Clegen sein. :rolleyes:

      Balerion der Schwarze wrote:

      Dennoch ist es schon ein extrem grausames Gemetzel dort auf dem Fluss, auch für Schlachtverhältnisse.

      Das habe ich auch so empfunden.Dieses Seefeuer ist schon ein Teufelszeug und das dann auch noch die eigenen Leute dort einen so grausamen Tod sterben fand ich schon extrem erschreckend.
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      Balerion der Schwarze wrote:

      Davos ist froh, dass Melissandre in Drachenstein geblieben ist, aber meint ihr, dass Stannis mit ihr gewonnen hätte?

      Ich denke mit ihr wäre die Schlacht genauso ausgegangen. Renlys Geist hat sie ja bereits vorhergesehen und am Eintreffen der Lannister-Tyrell-Allianz könnte sie auch nicht viel ändern. Vielleicht wusste sie auch was passieren wird und hat es für sich behalten. Nach den Erfolgen gegen Renly und Storm's End, ist sie doch die einzige, die gestärkt aus der verheerenden Niederlage am Schwarzwasser hervorgeht. Ihr Ziel ist auch nicht der Eiserne Stuhl, sondern ihrem Gott zu dienen und dafür muss sich Azor Ahai dem großen Anderen stellen und nicht im Süden regieren. Stannis war zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich von der Legende überzeugt und brauchte noch einen Grund, um in den Norden gelockt zu werden.
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      Balerion der Schwarze wrote:

      Ich kann mir das nie wirklich vorstellen, dass 250 Schiffe genug Platz auf einem Fluss haben. Wenn ich den Schwarzwasserstrom mit unserem Rhein vergleiche... Wie groß war "damals" wohl ein Schiff?

      Sie kämpfen ja direkt in der Mündung, wo Flüsse normalerweise ihre größte Breite haben. Ich würde den Schwarzwasser jetzt zwar nicht mit dem Amazonas vergleichen, aber letzterer hat an seiner Mündung eine Ausdehnung von 250 km!!!

      Balerion der Schwarze wrote:

      Davos ist froh, dass Melissandre in Drachenstein geblieben ist, aber meint ihr, dass Stannis mit ihr gewonnen hätte?

      Und hier ist mir beim Reread wieder aufgefallen wie dämlich die Serie das geändert hat und Davos derjenige ist, der Stannis Melisandre ausredet. Ob die Schlacht anderes gelaufen wäre? Schwer zu sagen, hätte Melisandre denn wirklich das Seefeuer beherrschen können? Wenn sie eine solche Macht besäßen hätte ja, denn dann hätte Stannis den Fluss kontrolliert und Tywin und die Tyrells hätten es denke ich schwieriger gehabt mit ihrem Überraschungsangriff.

      Brigthroar wrote:

      Ich denke mit ihr wäre die Schlacht genauso ausgegangen. Renlys Geist hat sie ja bereits vorhergesehen und am Eintreffen der Lannister-Tyrell-Allianz könnte sie auch nicht viel ändern. Vielleicht wusste sie auch was passieren wird und hat es für sich behalten. Nach den Erfolgen gegen Renly und Storm's End, ist sie doch die einzige, die gestärkt aus der verheerenden Niederlage am Schwarzwasser hervorgeht. Ihr Ziel ist auch nicht der Eiserne Stuhl, sondern ihrem Gott zu dienen und dafür muss sich Azor Ahai dem großen Anderen stellen und nicht im Süden regieren. Stannis war zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich von der Legende überzeugt und brauchte noch einen Grund, um in den Norden gelockt zu werden.


      Ein sehr guter gedanke. Würde aber auch zeigen das sie bereit wäre jeden und alles zu opfern. Schätzungen gehen hier ja von mehreren 10000 Toten aus. Hätte man das verhindern können...
      Ich habe mir nie bewusst gemacht, wieviele Leute bei dieser Schlacht tatsächlich drauf gegangen sind. Das ist wirklich sehr erschreckend...
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      A Game of Thrones, Tyrion I
      Also ich muss gestehen mit diesen ganzen nautischen Begriffen tu ich mir etwas schwer.
      DIe Intensität der Schlacht hat mich auch überrascht. Und wie viele Menschen hier schreckliche Tode gestorben sind, ist wirklich erschreckend. Eine grausame Taktik, die Sache mit dem Seefeuer.
      Im Übrigen stimme ich euch zu, dass Melisandres Anwesenheit vermutlich nichts geändert hätte. Ich glaube auch nicht, dass sie die Macht hätte Seefeuer zu bändigen.
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      Victor Hugo
      Tyrion VIII

      Tyrion beobachtet wie durch das Seefeuer die Flotte von Stannis in Flammen aufgeht und die Besatzung heil im Wasser sucht. Joffrey beschwert sich, dass auch die meisten seiner Schiffe draufgehen. Tyrion vergleicht das Seefeuer mit dem Drachenfeuer und fragt sich wie Aegon der Eroberer fühlte. Seine Gedanken schweifen weiter und vergleicht die Heerführung von Robert, einen begeisterten Krieger und Stannis, dem Pflichtbewussten. Er sieht die gleiche Führungsstrategie bei Stannis und bei seinem Vater Lord Tywin. Tyrion denkt auch an die Kette, die er zwar nicht sehen kann von seinem Posten, die allerdings seine Wirkung hat. Doch das Seefeuer funktioniert nicht ganz so, wie es funktionieren sollte, weil Männer unversehrt landen konnte. Das macht Tyrion sorgen, da dann die Verteidigung Kings Landing aufgeben werden könnte von den Söldnern, denen die Stadt nichts bedeutet.
      Der König ist bei Tyrion. Joffrey ist sauer, dass seine Schiffe in der Schlacht beschädigt werden. Danach drängt er wie ein kleines Kind die Befehle über die Katapulte zu erhalten. Hier sieht man eigentlich wie grausam er gegenüber Gegnern ist. Er hat Geweihe an den Köpfe nageln lassen und sie werden dann als Wurfgeschosse in die Brennende Blackwaterbay geschickt. Tyrion erlaubt es ihm und lässt ihn von Osmund Kettleblack und Meryn überwachen. Hier zeigt sich doch sein Verantwortungsgefühl gegen die unschuldige Alayaya.
      „I’m protecting your wretched bastard aswell as I can, Cersei, he thought Bitterly. „See you do the same for Alayaya.
      Währenddessen erfährt er, dass das King’s Gate mit einem Rammbock bedroht wird. Dort hat der Bluthund das Kommando. Sandor weigert sich Tyrions Befehl, rauszugehen um zu kämpfen. Ein Mann erzählt, dass die Hälfte der Männer tot oder verletzt ist. Sandor will niemanden mehr rausschicken in den Tod. Tyrion merkt Sandor hat Angst vor dem Feuer. Tyrion beschließt die Truppen selber zu kommandieren und anzuführen. Den Wahnsinn ist besser als Niederlage in Tod und Schande. Sandor lacht auf, als er hört Tyrion will kommandieren. Nur wenige scharrten sich hinter ihm.. Die Zahl Tyrions Mitstreiter verdoppelt sich, allerdings erst wie er fragte:
      "They say I'm only half a man. What does that make the lot of you?"
      Danach hält er eine Rede, dass die Männer ihre Stadt vor Verderben schützen, auch für sich und nicht nur für den König.
      "This is your city Stannis means to sack, and that’s your gate he’s bringing down. So come with me and kill the son of a bitch!"

      Ich finde das sehr emotional und rhetorisch meisterhaft von Tyrion, weil er ihnen so klar macht, dass sie für sich selber kämpfen. Danach reitet er hinaus, ohne einen Blick nach hinten zu wagen.

      Auch wenn Sandor vom Feuer so traumatisiert ist, wundert es mich, dass er sich seinem Schicksal ergibt, das verstehe ich auch beim zweiten Mal lesen nicht.
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      zu Tyrion VIII
      An diesem Kapitel wird mir erneut,sogar noch stärker als beim vorhergegangenen Davos-Kapitel bewusst,wie schrecklich und grausam eine Schlacht und diese wohl im Besonderen, gewesen sein muss und was für ein gemeines Zeug dieses Seefeuer ist.Fürchterlich auf welche Art und Weise die Menschen dort sterben.
      Das ist wieder so ein Punkt,an dem ich mich frage,wie Ned da wohl gehandelt hätte.Heiligt hier der Zweck die Mittel,eine solche Waffe einzusetzen?Hätte Ned das auch getan,wenn er noch die Hand gewesen wäre,hätte auch er seine eigenen Männer einem solchem Tod ausgesetzt,weil " die Flotte in jedem Fall vernichtet worden wäre" und weil Stannis Verdacht geschöpft hätte,hätte die Flotte sich nicht zum Kampf gestellt? :/
      Der Gedanke Tyrions...
      Hörst du sie schreien Stannis ?Siehst du sie brennen? Dies ist ebenso dein Werk wie meins

      ...trifft hier meines Erachtens nach nicht zu.Das Zustande kommen der Schlacht mag Stannis Schuld sein,der Gebrauch einer solch furchtbaren Waffe nicht.Auch wenn ich der Meinung bin,dass Stannis diese ebenso genutzt hätte,hätte sie sich in seinem Besitz befunden.

      crannogwoman wrote:

      Danach drängt er wie ein kleines Kind die Befehle über die Katapulte zu erhalten. Hier sieht man eigentlich wie grausam er gegenüber Gegnern ist. Er hat Geweihe an den Köpfe nageln lassen und sie werden dann als Wurfgeschosse in die Brennende Blackwaterbay geschickt. Tyrion erlaubt es ihm und lässt ihn von Osmund Kettleblack und Meryn überwachen. Hier zeigt sich doch sein Verantwortungsgefühl gegen die unschuldige Alayaya.

      Verantwortungsgefühl gegenüber Alayaya-ja. :/ Das Mädchen ist absolut unschuldig und tut mir leid...aber wenn man sieht wieviele Menschen da vor Tyrions Augen, auf welche Art sterben ,finde ich diesen Gedanken in dieser Situation schon etwas...hmm,seltsam.
      Joffrey finde ich hier auch erschreckend.Auf der einen Seite wirkt er wirklich wie ein kleiner Junge,der ein ganz tolles Spiel spielen will.
      Glücklich lief Joffrey davon und wurde von Ser Merryn begleitet...

      Wie hier mit den Geweihmännern verfahren wird, ist wirklich absolut schrecklich,niemand versucht aber das zu verhindern und Tyrion scheint das auch vollkommen egal zu sein.Ich frage mich wirklich ob Joffrey sich nicht doch ein wenig anders hätte entwickeln können,wenn ihm jemand Grenzen gesetzt und vermittelt hätte,was richtig oder falsch ist.

      crannogwoman wrote:

      Auch wenn Sandor vom Feuer so traumatisiert ist, wundert es mich, dass er sich seinem Schicksal ergibt, das verstehe ich auch beim zweiten Mal lesen nicht.

      Hmm...ich kann das absolut gut verstehen.Was bereits der erste Teil des Kapitels hier beschreibt ist ja schon für jemanden,der nicht solche schrecklichen Erfahrungen mit dem Feuer gemacht hat,absolut erschreckend und furchteinflößend und etliche Männer sind desertiert.Wie also muss das erst für Sandor gewesen sein. Sandor ist vollkommen am Ende,er war dem Feuer so nahe,dass sein Helm versengt ist und hat schon die ganze Zeit unter diesen Verhältnissen gekämpft...dann muss er auch noch mit ansehen ,wie Tyrion,den er so sehr verachtet,da etwas wagt,was ihm selber unmöglich ist.Das muss absolut schlimm für so jemanden wie Sandor sein.Was blieb ihm denn anderes übrig,als den Weg einzuschlagen,den er letztendlich gegangen ist?
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