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Buchverfilmungen - wer hat's versaut, wer hat's gut gemacht?

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      Buchverfilmungen - wer hat's versaut, wer hat's gut gemacht?

      Soooo. Damit wir nicht immer alle auf der GoT-Serie rumbashen müssen, hab ich mir mal gedacht, wir bashen mal woanders drauf herum! :D
      Es gibt ja reichlich Filme, die auf Büchern beruhen. Welche Buchverfilmung fandet ihr wirklich, wirklich Scheiße?
      Und welche fandet ihr ziemlich gut?
      Natürlich setzt das jetzt voraus, dass man sowohl Buch als auch Film kennt, damit man was zu vergleichen hat. Aber ich wäre auch ganz neugierig, ob man erst das Buch gelesen oder erst den Film gesehen hat, das kann nämlich einen Unterschied machen. ;)
      Dann fange ich doch gleich mal an!
      Also meine absolute Hass-Buch-Verfilmung, die ich für nicht nur grandios gescheitert, sondern für "setzen sechs / Thema verfehlt" halte, ist Shining von Stanley Kubrick. Ich weiß nicht einmal mehr, ob ich erst das Buch gelesen habe oder anders herum. Ich weiß, der Film wird häufig hoch gelobt und Kubrick war ja ein ach-so-toller Regisseur, aber meeeeh.... :S
      Jack Nicholson war eine Fehlbesetzung, weil er einfach von Anfang an schon total verrückt wirkte, anstatt langsam durchzudrehen, die Stimmung war auf Gruselgrusel gemacht, aber ohne wirklich dran zu glauben und was es mir dann ganz versaut hat, war als relativ am Ende der Koch des Hotels - von Klein-Danny telepathisch gerufen - im Hotel ankam und sofort von Nicholson mit der Axt erschlagen wird. Hallo? Welchen Nährwert hatte das jetzt? 8|
      Ich habe mir den Film nie wieder angesehen und gestehe, dass ich Kubrick - Filme meide (außer Full Metal Jacket).

      Und nu ihr!
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Schöne Idee.

      Als jüngstes Negativbeispiel dienen hier natürlich die Hobbit-Filmchen von Peter Jackson. Aber auch seine HdR-Filme sind überhypt und höchstens teilweise geglückt.

      Hier einige grobe Stichpunkte:

      - Saruman ist mehr loyaler und willfähriger Diener denn Rivale Saurons
      - Merry und Pippin werden teils recht albern und dämlich dargestellt
      - Aragorn wird hauptsächlich als Waldläufer und Schwertkämpfer und nicht so sehr als König porträtiert, es entsteht der Eindruck, als würde er vor seiner Bestimmung als König davonlaufen
      - Die Dimmung von Gandalfs Rolle; wo er in den Büchern eine der Schlüsselfiguren des Widerstandes gegen Sauron darstellt, wird er in den Filmen immer wieder an den Rand gedrängt
      - Eowyns Charakterisierung als weinerliches Weib
      - Die Passivität der Ents, die erst gegen Isengard ziehen, als Merry und Pippin ihnen Sarumans Verwüstungen vor Augen führen
      - Die Änderung von Faramirs Charakter, weg von einem Mann, der dem Einfluss des Ringes widersteht (im Buch), hin zu einem, der ihm fast verfällt (im Film)
      - Der Hexenkönig, der Gandalfs Stab zerbricht
      - Aragorn, der Saurons Mund enthauptet
      - Aragorn, der das mentale Duell mit Sauron im Palantír verliert, und im Zuge dessen dann auch noch Arwens Anhänger zerbrochen wird
      - Die Armee aus Rohirrim und Gondorianern, die vor dem Schwarzen Tor Saurons Armee frontal anstürmt, statt sich strategisch günstig wie im Buch auf zwei Hügeln zu positionieren und den Feind kommen zu lassen
      „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,aber nicht für jedermanns Gier.“(Gandhi)

      Der Sinn des Lebens sollte nicht darin bestehen zu
      tun was wir wollen, sondern das zu tun, was vernünftig ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sandhai“ ()

      Esmeralda schrieb:

      Also meine absolute Hass-Buch-Verfilmung, die ich für nicht nur grandios gescheitert, sondern für "setzen sechs / Thema verfehlt" halte, ist Shining von Stanley Kubrick.

      Lustig, noch bevor ich deinen Beitrag gänzlich gelesen hatte, sondern nur den Titel des Strangs musste ich an Shining denken. Allerdings als Beispiel für eine gute Verfilmung. Klar macht der Film Dinge anders als das Buch, aber dennoch gehöre ich zu den Leuten, die den Film hochloben. Stephen King selbst fand den Film aber auch kagge.

      Ich würde die Herr-der-Ringe Verfilmungen noch als gelungene Umsetzung anführen, auch wenn Tolkien-Puristen einen dafür zerreißen.
      Auch die Panem-Filme finde ich gut, während ich die Bücher nicht sehr fesselnd fand.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Hihi, ich wusste, das wird polarisieren. Geschmäcker sind halt verschieden... :rolleyes:
      Die Herr der Ringe - Verfilmungen fand ich eigentlich auch nicht schlecht, allerdings bin ich erstens kein Purist und zweitens ist es wahrscheinlich einfach viel zu lange her, dass ich die Bücher gelesen habe. Nur Frodo, die olle Heulsuse, ging mir tierisch auf den Keks, allerdings weiß ich nicht mehr, ob der im Buch auch so ein Waschlappen war... :whistling:
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Esmeralda schrieb:

      Nur Frodo, die olle Heulsuse, ging mir tierisch auf den Keks, allerdings weiß ich nicht mehr, ob der im Buch auch so ein Waschlappen war... :whistling:


      Nicht wirklich. Im Buch ist er zudem auch um die 50, während Elijah Wood 17 war als die Dreharbeiten zum ersten Film begannen.
      Ansonsten guter Punkt.
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      tun was wir wollen, sondern das zu tun, was vernünftig ist.
      Ja, zu seiner Volljährigkeit, da ist er aber auch schon 33. Unter diesem Gesichtspunkt war Wood definitiv zu jung.

      Esmeralda schrieb:

      Geschmäcker sind halt verschieden...


      Das hat aber nicht nur mit Geschmäckern zu tun, sondern auch auch mit Vorlagentreue und damit zusammenhängend Respekt für die Vorlage. Manchen ist das nicht so wichtig oder es fällt ihnen halt nicht auf.

      @Topic

      Hat hier jemand Erfahrungen mit Starship Troopers? Der Film (den ich gesehen habe) soll ja sehr vom Buch (das ich noch nicht gelesen habe) abweichen, kann das jemand bestätigen? Und wenn ja, inwiefern?
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      tun was wir wollen, sondern das zu tun, was vernünftig ist.
      Ich mag die Tintenherz Triologie sehr gerne.An die Verfilmung kann ich mich zwar kaum noch erinnern,aber ich fand sie ,angefangen von der Auswahl der Darsteller für die Rollen, für mich so schlecht,dass ich den Film nicht zu Ende anschauen mochte.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Sandhai schrieb:

      Das hat aber nicht nur mit Geschmäckern zu tun, sondern auch auch mit Vorlagentreue und damit zusammenhängend Respekt für die Vorlage. Manchen ist das nicht so wichtig oder es fällt ihnen halt nicht auf.
      Jein... ich finde es gibt auch Buchverfilmungen, die sich inhaltlich weit von der Vorlage entfernen, aber wenn daraus ein guter Film geworden ist, der den Geist der Vorlage einfängt, dann ist mir das z. B. auch recht.
      Auf die Ebene würde ich zum Beispiel "Blade Runner" packen. Die Geschichte von Philip K. Dick " Do Androids Dream of Electric Sheep?" unterscheidet sich in vielen Dingen von der Vorlage. Aber es ist ein wundervoller Film (einer meiner absoluten Lieblingsfilme), der den Geist der Vorlage viel besser eingefangen hat, als eine 1:1 - Verfilmung es hätte schaffen können. Ich finde sogar, dass der Film die Vorlage um einiges toppt.

      Starship Troopers hab ich gelesen, allerdings nach dem Film. Ich kann mich nicht mehr an soviel erinnern, muss ich gestehen. Die Verfilmung ist ein bisschen überkandidelter und mehr mit der Faust ins Gesicht, als das Buch, meine ich.
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      Nachdem ich den Film Eragon im Kino gesehen hatte, hab ich mich jahrelang geweigert, die Bücher zu lesen. Den Film fand ich zwar nicht grottenschlecht, aber nahe dran. Jaja, dachte ich mir, das Buch eines (glaub damals) Sechzehnjährigen wird halt gehypt und bietet keine gute Grundlage, um einen ordentlichen Film zustande zu bringen. Wie ich mich getäuscht habe! Als man mich doch überredet hat, das erste Buch zu lesen, hab ich mir anschließend sofort das zweite geschnappt usw.
      Was ich heute sagen muss: Die Umsetzung vom Buch zum Film ist unter aller Kanone!!!

      Was noch gesagt werden muss ist, dass durch die miserable Umsetzung eine Verfilmung der nächsten Bände ausgeschlossen ist. Da wurden Logiklöcher gerissen, die man nicht mehr füllen kann. Da hilft nur noch eine Neuverfilmung und Stoff genug für eine gute Filmreihe bieten die Bücher allemal.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TimmThaler“ ()

      Sehr enttäuscht war ich von der Verfilmung : Der Medicus. Das Buch gehört mit zu meinen Lieblingsbüchern. Aber solch komplexe historische Geschichten sind meist schwer zu verfilmen - siehe auch die TV adaption von : Die Säulen der Erde :(

      Gelungen fand ich: Gone Girl ......
      schaurig gut gespielt von rosamund pike....

      TimmThaler schrieb:

      Nachdem ich den Film Eragon im Kino gesehen hatte, hab ich mich jahrelang geweigert, die Bücher zu lesen. Den Film fand ich zwar nicht grottenschlecht, aber nahe dran. Jaja, dachte ich mir, das Buch eines (glaub damals) Sechzehnjährigen wird halt gehypt und bietet keine gute Grundlage, um einen ordentlichen Film zustande zu bringen. Wie ich mich getäuscht habe! Als man mich doch überredet hat, das erste Buch zu lesen, hab ich mir anschließend sofort das zweite geschnappt usw.
      Was ich heute sagen muss: Die Umsetzung vom Buch zum Film ist unter aller Kanone!!!


      Bei mir wars andersherum. Ich hab zuerst die Bücher gelesen und fand die einfach nur super. Bin dann in den Film gegangen und dann kurz nach der hälfte aus dem kino wieder raus...SCHLECHTESTEN BUCHVERFILMUNG ALLER ZEITEN!!!!!!! :lol:
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen." - Per Anhalter durch die Galaxis
      The Shining ist für mich ein Beispiel dafür, dass eine Verfilmung sich nicht sklavisch ans Buch halten muss, um zu funktionieren. So gibt es z.B. eine Shining-Verfilmung, die genau dem Buch entspricht, aber teilweise recht lächerlich wirkt (CGI-Heckenmonster).

      Kubrick hat hingegen eine ganz eigene, beklemmende Atmosphäre geschaffen.
      Das Buch war dafür insgesamt spannender, weil weniger geradlinig.


      Trotzdem sind gute Buchverfilmungen selten. Beim Tolkien-Universum fand ich das erste Buch sehr gut, das zweite Buch gut und alles weitere eher mäßig umgesetzt.
      Es gibt aber viele Filme, die auf vorher eher unbekannten Büchern basieren, aber grandios sind (Fight Club, Der Pate, Trainspotting, The Road, Die Verurteilten)
      Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von "Ser Twenty of House Goodmen" (Vor einem Moment)

      Sandhai schrieb:


      Hat hier jemand Erfahrungen mit Starship Troopers? Der Film (den ich gesehen habe) soll ja sehr vom Buch (das ich noch nicht gelesen habe) abweichen, kann das jemand bestätigen? Und wenn ja, inwiefern?


      Für die Unterschiede kannst Du mal unter de.wikipedia.org/wiki/Starship_Troopers_(Film) gucken. Ich finde den Film deutlich besser, was ehrlich gesagt nicht schwer ist, da ich das Buch nicht sonderlich toll finde. Der gute Heinlein hatte durchaus ein paar politische Ansichten, die ich nicht teile und viel schlimmer: es ist langweilig. Ist mehr so ein Buch, nach dem Motto: wäre unsere Gesellschaft nicht viel besser, wenn wir dies und das so machen würden? Viel spannende Handlung gibt's im Prinzip gar nicht und die Figuren und Dialoge sind auch eher ausdruckslos.

      Zum Thema: Heart of Darkness- gutes Buch-Apocalypse now-genialer Film.
      Dune-Der Wüstenplanet-gutes Buch-Film-das war wohl nix-Serie ebenfalls für die Füße
      Solaris-lesenswertes Buch- Film(Tarkowski-1972) großartig
      L.A.-Confidential- Buch nicht übel-Verfilmung -klasse

      dirtyblack7 schrieb:

      Dune-Der Wüstenplanet-gutes Buch-Film-das war wohl nix-Serie ebenfalls für die Füße
      Die Serie fand ich langweilig bis zum ins Koma fallen. Aber den Film fand ich sehr unterhaltsam. Wobei ich hier die Bücher auch erst danach gelesen habe und um Längen besser finde.
      Allerdings gehört Dune auch zu den Büchern, die unglaublich schwer zu Verfilmen sind ohne sich Freiheiten herauszunehmen. Die ganzen inneren Monologe sind auf Leinwand einfach einschläfernd...
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      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Ich war damals von der Verfilmung von Marie Antoinette irritiert. Beworben als Verfilmung der Biographie von Antonia Fraser gab es dann im Film Szenen zu Pop-Musik und sehr viel Party. Die ganze politische Situation wurde ausgeklammert und der Film endete damit, dass die königliche Familie Versailles verließ, also weit vor dem eigentlichen Ende.
      Im letzten Sommer-Urlaub hab ich alle drei Divergent-Bücher gelesen, der erste Band gewinnt durchaus durch seine Verfilmung. Die Bücher waren nett, aber der Film war netter. Ebenso wie die Panem-Triologie. Allessamt Bücher, die ich nur auf meinem eBook-Reader hab, und wo ich nicht traurig bin, dass ich sie nicht ins Regal stellen kann.
      "Even the darkest night will end and the sun will rise"
      Victor Hugo
      Die Verfilmung von Eragon gehört unter Strafe gestellt. Da sieht man mal, was passiert, wenn die Produktionsfirmen mal eben auf den Feldzug aufspringen. Irons und Malkovich hingen zu dem Zeitpunkt wohl vertraglich fest. Anders kann ich mir diese Unlust nicht erklären.
      Hatte den ersten Teil in der Nachtschicht als Hörbuch angehört und war aufgrund der Stimme von Andreas Fröhlich sehr begeistert. Und dann kam der Film mit dem Nena-sprechenden Drachen. 'Schüttel'
      Die Gedanken zerschnitten, doch es blutet nicht...