Dies und Das ...

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      Esmeralda schrieb:

      Hatte ich der Tante von vorher doch schon gesagt, da hätten sie sich den Anruf eigentlich sparen können.


      Die hat aber ein positives Telefonat für sich verbucht und ihrem Kollegen die Absage überlassen.... Und ich habe auch gedacht, dass es nur ein blöder Trick ist, um etwas anderes herauszubekommen. So eine Art Enkeltrick über den Weg der Öffis. Aber vielleicht werde ich in dieser Welt langsam paranoid...
      Ich wurde in letzter Zeit auch recht häufig von so einem Umfrageinstitut angerufen. Ich glaube sogar, dass es sich um das selbe handelt. Blöd für sie, dass mein Handy immer auf stumm gestellt ist :D Dabei habe ich in den letzten 5 Monaten sogar ein paar mal den Nahverkehr genutzt.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Da ich seit Jahren keine öffentlich zugängliche Telefonnummer mehr habe und die auch im Zweijahresrythmus wechsle, komme ich nicht mehr in den Genuss von Telefonterroristen. Was mir eigentlich ein wenig leid tut, denn ich habe selber allzuoft in früheren Jahren mein Geld mit sowas verdienen müssen, und weiß, wie bescheiden es sein kann, wildfremde Menschen zu ihrer Meinung zum (kein Witz) Image von diversen Kaffeemaschinenerzeugern zu befragen. Oder ob sie grundsätzlich Müsli sehr/eher/weniger/gar nicht sympathisch finden. Und die werden meistens nicht pro Stunde bezahlt, sondern pro absolvierter Umfrage. Mordsstress für maximal 8-9€ die Stunde, meistens weniger.

      Alternativ dazu kann mans später als Akademiker auch auswerten, was so erhoben wurde, und sich fragen, ob die erlernten quantitativen Methoden innerhalb der Politikwissenschaft, die für den Job das Aufnahmekriterium waren, das Erlernen wirklich so wert waren. Also welche Kaffemaschine jetzt das jugendlichere Image hat, zu erheben, dafür sollte man doch eine Querdiskussion über Aristoteles und Mao und alle, die dazwischen kamen, ausdiskutiert haben, oder?

      (Keine Sorge: Bei der Erstellung von Wählerstromanalysen fragt man sich im Prinzip das selbe.)

      Heutzutage kriege ich ja nur mehr igendwelche Internetumfragen im e-mail-Account. Wenn ich nur fünf von denen pro Monat beantworte, kriege ich auch einen wertvollen Warengutschein (7€?), vorrausgesetzt, ich hinterlasse meine Wohnadresse und Telefonnummer. Warum nicht auch gleich Bankverbindung mitsamt dem Pincode? :D
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Bei uns ist der Umzug erst am Dienstag, und dann bin ich schon auf dem Weg ins Sauerland. Eigentlich schade. Ich mag die Laternchen und den Umzug, gripschen kommt sowieso keiner, aber Süßes habe ich schon, weil auch ich mal gerne ein Stückchen Schokolade esse.

      Heute hielt ich einen Verzäll mit meiner Briefträgerin. Diese meinte irgendwann (es ging ums Wandern oder so), ich hätte doch eine gute Figur, sie wäre gerne auch ein bisschen mollig. :(

      Hildegunda schrieb:

      Diese meinte irgendwann (es ging ums Wandern oder so), ich hätte doch eine gute Figur, sie wäre gerne auch ein bisschen mollig.
      Wo bitteschön sollst du denn mollig sein? An den Füßen oder was? :huh:
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Ja, manche Leute haben ein Talent dafür, Komplimente wie Beleidigungen klingen zu lassen. :D
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Esmeralda schrieb:

      Ja, manche Leute haben ein Talent dafür, Komplimente wie Beleidigungen klingen zu lassen. :D

      Darin bin ich ungeschlagener Weltmeister.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Seit letzten Samstag hatte ich kein Internet mehr. Ich durfte 5 Tage auf einen Techniker warten, der dann nicht mehr gemacht hat, als 2-3 mal den Reset-Knopf zu drücken. Heute wurde ich dann gottseidank vom Paketboten aus dem Bett geklingelt, der einen neuen Speedport gebracht hat.
      6 Tage ohne Internet, und vor allem ohne Streaming. Das lineare TV ist wirklich für die Tonne.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Jaaaa.....Internet, Netflix......
      erst wenn einem die kleinen Annehmlichkeiten und Fähigkeiten im Leben fehlen, die man immer als Selbstverständlichkeit ansieht, weiß man, wenn man sie zurück hat, wie wertvoll sie einem sind und wie man sie schätzt und dann kann man sie so richtig genießen. :)
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      Bei unserem Router hat im Sommer einfach das Kabel den Geist aufgegeben. Zunächst dachte ich, das wäre einfach nur eine temporäre Störung, weil am Morgen noch alles getan hat. Als das Internet dann am Abend immer noch nicht ging, habe ich im Routermenü nachgeschaut und eine Fehlermeldung wegen des Kabels erhalten. Natürlich war das an einem Samstag und ließ sich erst Montag wieder beheben. Dank dem Handy als Hotspot, war das aber wenigstens kein Totalausfall und gegen die 2 Wochen während des Poststreiks war das recht verschmerzbar.

      Die Sache mit den Technikern ist auch immer so eine Sache. Es gibt wohl die weniger qualifizierten, die dafür schnell verfügbar sind und die qualifizierten, bei denen es bis zum Termin aber etwas dauern kann. Erstere helfen eigentlich nur, wenn man selber keinen Plan von der Technik hat und eigentlich gar kein Problem vorliegt bzw. das Problem maximal eine alte Telefonbuchse ist.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Ab heute habe ich wieder Schnügelschicht, bis Mitte Februar. An sich kein Problem, nur steht morgen auch noch eine Beisetzung an. Das bedeutet, dass mehrere Verwandte aus Übersee mein Haus als Anlaufstelle nutzen werden, die alle versorgt werden wollen. Im Moment geht das noch, aber ab nächster Woche muss ich wieder arbeiten.
      Die nächsten 2 Wochen werden wohl etwas unangenehm werden.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Naja, aber Dein Haus ist doch kein Hotel. Wenn Du wieder arbeiten musst, können die Verwandten vielleicht Dich etwas versorgen oder unterstützen (Schnügelsitting, zum Essen einladen, kochen, mal die Waschmaschine anschmeißen etc.). Meist sind die viel bereitwilliger, als man zunächst denkt, und freuen sich, wenn sie sich auch erkenntlich zeigen können.
      Mir ist gestern Abend folgendes auf meiner Zugfahrt nach Hause passiert:
      Während der Fahrkartenkontrolle sah ich am anderen Ende des Wagens den ca. 60-jährigen Schaffner zu zwei jungen Männern kommen, die offensichtlich keinen Fahrschein dabei hatten. Jedenfalls weigerten sie sich dann auch zu zahlen und fingen an den Schaffner zu bedrängen und einzuschüchtern und dann auch wiederholt vor die geschlossene Zugtür zu schubsen. Als dieser dann in die Ecke gedrängt um Hilfe rief, stand niemand auf. Seine zunehmend verzweifelten Hilferufe wurden ignoriert. Da wurde es mir zu viel und ich bin aufgestanden und dahin gegangen. Provisorisch hatte ich dann schon mal meine Lederhandschuhe angezogen. Ich sagte sie sollen den Mann in Ruhe lassen, worauf mir gesagt wurde "Halt dich da raus, Deutscher!" Das letzte Wort wurde mit einer gewissen Verachtung ausgesprochen. Die Männer besaßen übrigens mutmaßlich arabischen Migrationshintergrund. Der Schaffner forderte die Männer nochmal zum Bezahlen auf, diese hatten jetzt aber eher mich im Blick. Mir war das Schwarzfahren natürlich ziemlich egal, es ist nicht meine Aufgabe diese Menschen zum Zahlen zu bewegen, aber, dass sie den alten Mann angegangen sind stieß mir übel auf. So standen wir uns gegenüber. Meine Beine hatten schon die Boxgrundstellung eingenommen. Meine Arme waren noch gesenkt, um nicht zusätzlich zu provozieren, aber ich war bereit, der Körper angespannt. So standen wir uns also nun gegenüber. Aufgrund meiner Kampfsporterfahrung scheue ich grundsätzlich keine körperliche Konfrontation. Der Schaffner stand nun neben mir und hatte den Fahrkartenlocher in der Hand erhoben und drohte dem aggressiveren der beiden ihm damit eins über zu ziehen, wenn er näher käme. Ich wollte natürlich nur bei einer Eskalation entsprechend reagieren. Es war ja nicht mein Bier und ich würde keinesfalls den ersten Schlag setzen.
      Da hielt der Zug auch schon an, ehe die Situation eskalieren konnte. Die beiden stiegen auf den Bahnsteig aus und fingen nun wo sie aus dem Zug heraus waren natürlich sofort an sich richtig aufzuspielen. Der eine nahm seinen Ledergürtel aus der Hose und peitschte immer in meine Richtung, der andere schlug gegen die Scheibe und rief: "Komm, komm!"
      Ich musste aufgrund der Absurdität des Ganzen dann lachen. Als ob ich nichts besseres zu tun hätte als abends auf dem Heimweg bei einer fremden Station auszusteigen, um mich bei dem Risiko eines zwei gegen einen Kampfes zu prügeln. Das schien die beiden dann zwar zusätzlich zu provozieren, der Zug fuhr dann aber auch bald weiter.
      Der Schaffner rief darauf hin in den recht vollen Zug warum ihm niemand anderes geholfen hätte und dass wenn dort einfach nur zwei weitere Personen aufgestanden wären, die beiden sich nie so aufgespielt hätten.
      Das ist ja eigentlich auch der Punkt, warum ich das ganze schreibe. Da wird jemand bedroht und ruft um Hilfe, im Zug und in unmittelbarer Hörweite sind genug Männer, aber jeder tut so als wäre er nicht da und schaut weg. Das hat mich schon ziemlich enttäuscht. Ich bin ja auch nicht direkt dahin geeilt, weil ich auch dachte, es gäbe so etwas wie eine DB-Sicherheit, aber dass sonst niemand aufgestanden ist und auf zumindest ein paar Worte gesagt hat, finde ich wirklich schwach.
      Der Schaffner hat sich dann noch bei mir bedankt und erzählt, dass so etwas leider kein Einzelfall ist, aber manchmal zum Glück Polizisten im Zug seien. Meiner Meinung nach sollten die Schaffner dann wenigstens Pfefferspray o.ä. dabei haben, wenn sie schon gegen aggressive Fahrgäste auf sich allein gestellt sind.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Das was in solchen Fällen meist geraten wird. Die Menschen direkt ansprechen. Sie in der roten Jacke, Du mit dem Basecap, Sie mit dem Rucksack und der Lederjacke. Die Menschen verstecken sich in der Masse, direkt angesprochen helfen sie eher.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Ja, den Tipp habe ich nun auch anderweitig (s.u.) schon mehrmals gelesen und werde ihn mir merken.

      Falls es jemanden interessiert, ich habe, weil mich das Ganze doch noch ein wenig beschäftigt hat, den Text auch bei reddit gepostet. Dort kann man bei Interesse mittlerweile schon einige Meinungen dazu lesen. reddit.com/r/de/comments/ag60n…vilcourage_bei_bedrohung/
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.