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Buchreihe für 14jährige geeignet?

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      Yobuye schrieb:


      Dann müsstet du dich sogar vor Ned Stark gruseln, der "kalten Augen" wegen.


      Die sind bestimmt nicht schlimmer, als die farblosen von Ilyn Payne. Das meinte ich auch nicht, sondern eher etwas unnatürliches, wie die roten Augen von Melisandre. <X Ich nehme mal an, dass die nicht von Natur aus so sind, sondern Melisandre da irgendwas gedreht hat. Zum Glück haben sie das in der Serie gelassen, sonst hätte ich das nicht geguckt.
      Die blauen Augen der Weißen Wanderer/Wiedergänger stören mich nicht so, wahrscheinlich, weil es auch sonst blaue Augen gibt und blau meine Lieblingsfarbe ist.
      So, genug, ot zu meinen Vorlieben.
      Mit 14 lesen meine Kinder hoffentlich noch Kinderbücher, da gibts so viele tolle, da haben sie genug zu tun. :)
      Ich würde die Serie auch nicht unter 16 empfehlen. Klar, man wird nicht über Nacht reif, aber ich denke 16 ist ein guter Anhaltspunkt. Ich bin der Meinung, dass man Kinder und Jugendliche nicht allem aussetzen muss, was es auf diesem Planeten gibt, sie haben noch genug Zeit, wenn sie "erwachsen" (bzw. halt ein bisschen älter) sind.

      Außerdem denke ich, dass ein 14 jähriger, egal wie reif und belesen er ist, die Zusammenhänge nicht erfassen kann. Ich gehe jetzt natürlich von den Menschen in meinem Bekanntenkreis (sind durchaus Familien dabei, die sehr viel Wert auf die politische Erziehung/Bildung ihrer Kinder legen) aus, aber da ist kein einziger dabei, der mit 14 in der Lage gewesen wäre die Intrigen und Machenschaften, Tragik, Verstrickungen und menschlichen Tragödien zu erfassen und die Tiefschichtigkeit der Charaktere mitzubekommen. Es geht ja nicht darum zu wissen, was Sex und Gewalt ist, sondern darum, es sehr detailiert beschrieben zu bekommen und auch die Auswirkungen, die Verwendung als Machtinstrument, etc. zu verstehen und zu verarbeiten. Ich denke, die meisten 14 jährigen sind in unserer Gesellschaft noch recht behütet (auch wenn sie sich selbst alle für erwachsen halten) und erstmal mit der Gewalt in der Welt nicht so richtig konfrontiert. Das finde ich bis zu einem gewissen Grad auch gut so. Man darf Kindern ruhig ihre Kindheit lassen.

      Ich bin absolut der Meinung, dass ein 14 jähriger dieses Buch lesen kann und die Action möglicherweise auch cool findet (obwohl ich glaube, dass den meisten 14 jährigen das Buch eher zu "langweilig" geschrieben sein wird), das was ASOIAF ausmacht, allerdings nicht erfassen kann.

      Lange Rede wenig Sinn: Ich denke es gibt in dieser Altersstufe Bücher die mehr Spaß machen und auch von der Thematik her besser geeignet sind. ASOIAF ist eher was für Erwachsene.

      Chopsticks schrieb:

      Außerdem denke ich, dass ein 14 jähriger, egal wie reif und belesen er ist, die Zusammenhänge nicht erfassen kann.


      Naja, wenn von einem Achtklässler verlangt wird, Kurzprosa klassischer Epochen zu Interpretieren und in den historischen Kontext einzuordnen, dann sollte auch ein Lied von Eis und Feuer auf intellektueller Ebene kein Problem darstellen. Außerdem, wer von euch hat sich denn bitte jedes Detail aus über 6000 Seiten gemerkt?
      -There was a signature here, it's gone now! :search:

      Yobuye schrieb:


      welche "Kurzprosa klassischer Epochen" wird in der achten Klasse behandelt?
      Äsops Fabeln?


      Also bei uns (Gymnasium, Thüringen) wurden in der Achten Goethes und Schillers Werke aus dem Balladenjahr behandelt.
      Außerdem kamen auch noch Novellen des "Sturm und Drang" im unterricht vor, z.B. "Kleider machen Leute." (Wobei das nun nicht sehr viel Intellekt abverlangt.)
      -There was a signature here, it's gone now! :search:
      Danke, aber die Balladen sind in gebundener Rede, also keine Prosa.

      Bin übrigens ein großer Fan der "Kraniche des Ibykus", die ich immer noch auswendig kann.

      Ich denke, der für das Verständnis der Balladen erforderliche Hintergrund ist erheblich schneller vermittelt, als der für das Verständnis des Liedes. Insbesondere etwas bedarf es etwas Lebenserfahrung, um einige Ambivalenzen und die Motivation mancher Figuren nachvollziehen zu können.

      Yobuye schrieb:

      Danke, aber die Balladen sind in gebundener Rede, also keine Prosa.


      Sorry, bin da wohl etwas durcheinander gekommen.

      Yobuye schrieb:


      Ich denke, der für das Verständnis der Balladen erforderliche Hintergrund ist erheblich schneller vermittelt, als der für das Verständnis des Liedes. Insbesondere etwas bedarf es etwas Lebenserfahrung, um einige Ambivalenzen und die Motivation mancher Figuren nachvollziehen zu können.


      Naja, ich hab mit 15 angefangen und keine Probleme gehabt. Mit meinen (fast) 17 Jahren dürfte mir in der Theorie auch noch Lebenserfahrung fehlen, aber durch das Internet und dem allgemein hohen Medienkonsum mit dem Ich (und natürlich auch der Rest meiner Generation) aufgewachsen bin, lässt sich das leicht ausgleichen. Man erfährt in den Nachrichten täglich auf's neue Dinge, die schlimmer als alles sind, was sich ein Autor ausdenken könnte. Warum sollte man also in der Fiktion von sowas verschont bleiben, wenn es in der Realität nicht besser zu geht?

      Die Motivationen und Zusammenhänge waren für mich meistens nachvollziehbar, nur bei Geheimniskrämern wie Littlefinger und Varys kam ich manchmal nicht ganz mit. Dann habe ich die Stelle aber einfach nochmal gelesen.
      -There was a signature here, it's gone now! :search:
      Ich war in meiner Jugend sehr lesehungrig. Und in der Dorf-Bücherei gibt es da wenig Auswahl. Und so bin ich schon recht früh zu solchen Büchern wie dem Medicus oder Barbara Wood gekommen.
      Dass ich mich keinem Mann jemals unterordnen werde (und sei es nur um des (Ehe)-Namens wegen), hab ich damals gelernt.
      "Even the darkest night will end and the sun will rise"
      Victor Hugo

      Chopsticks schrieb:

      Außerdem denke ich, dass ein 14 jähriger, egal wie reif und belesen er ist, die Zusammenhänge nicht erfassen kann. Ich gehe jetzt natürlich von den Menschen in meinem Bekanntenkreis (sind durchaus Familien dabei, die sehr viel Wert auf die politische Erziehung/Bildung ihrer Kinder legen) aus, aber da ist kein einziger dabei, der mit 14 in der Lage gewesen wäre die Intrigen und Machenschaften, Tragik, Verstrickungen und menschlichen Tragödien zu erfassen und die Tiefschichtigkeit der Charaktere mitzubekommen.


      Ich habe mit 14 angefangen diese Bücher zu lesen.
      Zwar stecke ich mittlerweile in meinem dritten oder vierten Re-Read und trotzdem hatte ich nur ein Dutzend neuer Aha-Momente ;)

      Nein, wirklich alles habe ich nicht verstanden. Ich glaube aber, dass ich es heue oder in 20 Jahren beim ersten Mal lesen immer noch nicht alles verstehen würde.
      Vielleicht ein paar Einzelheiten, aber ansonsten...

      Lohengrin schrieb:

      Yobuye schrieb:

      Danke, aber die Balladen sind in gebundener Rede, also keine Prosa.


      Sorry, bin da wohl etwas durcheinander gekommen.

      Yobuye schrieb:


      Ich denke, der für das Verständnis der Balladen erforderliche Hintergrund ist erheblich schneller vermittelt, als der für das Verständnis des Liedes. Insbesondere etwas bedarf es etwas Lebenserfahrung, um einige Ambivalenzen und die Motivation mancher Figuren nachvollziehen zu können.


      Naja, ich hab mit 15 angefangen und keine Probleme gehabt. Mit meinen (fast) 17 Jahren dürfte mir in der Theorie auch noch Lebenserfahrung fehlen, aber durch das Internet und dem allgemein hohen Medienkonsum mit dem Ich (und natürlich auch der Rest meiner Generation) aufgewachsen bin, lässt sich das leicht ausgleichen. Man erfährt in den Nachrichten täglich auf's neue Dinge, die schlimmer als alles sind, was sich ein Autor ausdenken könnte. Warum sollte man also in der Fiktion von sowas verschont bleiben, wenn es in der Realität nicht besser zu geht?



      Kann man sich als Ältere nur schwer vorstellen. Aber ich glaub´s Dir natürlich. Schon interessant, wie sich offenbar die Sensibiltät über die Generationen verringert. Oder die Fähigkeit zur Abstraktion vergrößert. Für mich ist Literatur immer irgendwie "wahr". Mir gelingt es nicht zu sagen: Is ja nur ein Buch.

      Mir sind heute noch einige Stellen im Lied zu heftig. Speziell Ramsay überfliege ich, weil ich die drastischen Schilderungen gar nicht mitbekommen will. Und die red wedding habe ich "von hinten" gelesen. Ich musste erst wissen, was passiert, bevor ich es aushalten konnte ;)

      Lohengrin schrieb:

      Yobuye schrieb:


      welche "Kurzprosa klassischer Epochen" wird in der achten Klasse behandelt?
      Äsops Fabeln?


      Also bei uns (Gymnasium, Thüringen) wurden in der Achten Goethes und Schillers Werke aus dem Balladenjahr behandelt.
      Außerdem kamen auch noch Novellen des "Sturm und Drang" im unterricht vor, z.B. "Kleider machen Leute." (Wobei das nun nicht sehr viel Intellekt abverlangt.)


      Aber doch nur unter starker Anleitung der Lehrkraft.

      Einen 14jährigen mit ASOIAF alleine zu lassen, wo es wie gesagt auch um schlecht aufgearbeiteten Sex mit Minderjährigen geht, halte ich für ziemlich verantwortungslos.

      Mag sein, dass es manche gibt, denen es nichts ausmacht. Aber es wird sie auch kaum bereichern und in ihrer Entwicklung fördern.

      Viele scheinen hier zu vergessen, dass Kinder und Jugendliche keine kleinen Erwachsene sind, die differenziert und reflektiert mit solchen Werken umgehen. Ich liebe das Lied von Eis und Feuer. Aber es ist ganz klar Erwachsenenliteratur.
      Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von "Ser Twenty of House Goodmen" (Vor einem Moment)
      Also ich weiß ziemlich sicher, dass asoiaf mit 14 noch nichts für mich gewesen wäre. Zu der Zeit fand ich teilweise Eragon noch cool (ok, das war noch ein Jahr davor) und ich hätte mit dem Lied nicht sonderlich viel anfangen können, es war schon ganz gut, dass ich erst einige Jahre später mit 17 darauf stieß. Allerdings bin ich sicher kein Maßstab. Es meinten ja welche, sie hätten es in dem Alter (also um 14 rum) gelesen und scheinbar hats ihnen nicht geschadet. Das ist einfach eine sehr individuelle Sache, gerade zwischen 12 und 16 ändert sich ja so vieles und bei jedem ist das irgendwie anders, in welchem Tempo oder wann das passiert. Da müssen Eltern dann eben auch individuell entscheiden. Aber das wurde wahrscheinlich jetzt auch schon ein paar Mal gesagt, sodass ich nichts Neues einbringe.
      L'inverno sta arrivando - Der Winter naht - Winter is Coming - Se acerca el invierno - Vintern närmer sig - Зима близко - L’hiver vient

      [i]Summer friends will melt away like summer snows, but winter friends are friends forever.[/i]

      Lohengrin schrieb:


      Außerdem kamen auch noch Novellen des "Sturm und Drang" im unterricht vor, z.B. "Kleider machen Leute." (Wobei das nun nicht sehr viel Intellekt abverlangt.)

      Die bloße Tatsache, dass es im Unterricht vorkam, sagt wenig über das Verständnis der Schüler aus.

      Kellers Novellen wurden übrigens ein knappes Jahrhundert nach "Sturm und Drang" verfasst und haben auch inhaltlich nicht viel damit zu tun.
      Und dennoch wette ich, dass früher oder später Leser für ihn Mitleid empfinden werden. War mit der "Ziege" auch so.


      Hmmmmmm..
      Nein.



      Ein bisschen nichtssagend finde ich übrigens immer wieder die Redewendung "Hat mir auch nicht geschadet." Was wäre denn die Definition von "geschadet"? Ist, denke ich, relativ einleuchtend, dass von unangemessener Lektüre der Kopf nicht explodiert und die Nase auch nicht ganz sofort beginnt zu bluten. Oder man Bello plötzlich auf die Nachbarskinder hetzt. Aber wieviel abgestumpfter man beispielsweise durch Konsum von Wasweißich geworden ist, das kann man selbst überhaupt nicht bis schlecht selbst beurteilen weil man keinen Vergleich hat. Also, es sei denn man hat irgendwie einen Weg durch Pratchetts Hosenbein der Zeit gefunden und kann seinem unbelesenen Parallel-Ich die Hand schütteln. Dann nehme ich alles zurück.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Maegwin schrieb:

      Was wäre denn die Definition von "geschadet"?


      Hmm, ich war zwar bisher nicht beteiligt, aber ich würde trotzdem gerne meine Definition zum Besten geben. Als ich mit ungefähr 12 Final Destination 3 gesehen habe, war ich wirklich monatelang in Angst und Schrecken. Wenn ich irgendwo im Dunkeln gelaufen bin, bin ich gerannt und ein paar mal wollte ich im Bett meiner Eltern schlafen(Das war schön unbequem, da ich ja schon recht groß waren. Keiner von uns dreien hatte an dem Tag viel geschlafen). Obwohl ich jetzt kein Trauma mehr davon habe, würde ich eine solch große Reaktion schon als "geschadet" bezeichnen. Beim lesen hatte ich solche Probleme nie und ich habe auch das Lied mit ungefähr 14 angefangen. Mich haben eher Dinge verstört, die ich gesehen habe. Schwarze Wörter auf weißem Papier waren daher weniger angsteinflößend. Nur die Aufstandsszene in ACOK war sehr intensiv für mich, aber hat mir auch genau deshalb gefallen.

      Dürfte ich wissen, was deine Definition von "abgestumpft" wäre. Nur, dass man Gewalt leichter ertragen kann, oder vielleicht sogar, dass man anfängt, sie zu genießen. Ich reagiere inzwischen mit nem Schulterzucken, wenn ich von gewissen Dingen lese, auf die andere mit Abscheu, Wut oder Trauer reagieren und das kann auch gut dran liegen, dass ich inzwischen vom Lied und anderen Dingen schlimmeres gewohnt bin, aber ich würde das eher als neutrale Eigenschaft sehen und mich deshalb weder als tougher, noch als abgestumpfter als andere Menschen sehen. Dass ich weniger emotional auf solche Sachen reagiere, heißt ja nicht, dass ich es nicht immer noch als falsch ansehen kann, dass so etwas passiert.

      Ansonsten denke ich auch, dass jeder Mensch in einem unterschiedlichem Alter auf Gewalt, Sex, Drogen oder Flüche etc. unterschiedlich reagiert und das jeder für sich selbst rausfinden kann. Man sollte zwar nicht seinem Sohn vom Lied vorschwärmen, damit er es sich auch durchliest, aber wenn er selbst entscheidet, es lesen zu wollen, denke ich schon, dass man es ihm kaufen kann.

      Ser Pounce schrieb:

      Eisblau schrieb:

      ICH persönlich würde diese Bücher meinen Kindern nicht vor dem 16 Geburtstag zu lesen geben!!!

      Wieso? Bekommen sie in genau der Nacht einen Reifeschub, oder wie?


      Das natürlich nicht, aber irgendwo muss eben eine Grenze gezogen werden. Ich konnte mit 18 Jahren und 1 Tag auch nicht besser Auto fahren oder als mit 17 Jahren und 364 Tagen, durfte es aber dennoch erst ab dem Tag.
      Das Lesen schadet vielleicht nicht, es einen Tag vorher zu erlauben, aber es schadet definitiv nicht es einen Tag später zu erlauben.

      Zur allgemeinen Diskussion, ich würde dem Buch eine FSK 16 attestieren. Zu meiner Zeit, also als ich 16 war (nunmehr 18 Jahre her) hätte ich dem Buch eine FSK 18 gegeben. Heutzutage sind wir schon recht abgestumpft. Ich erinnere mich noch an die Highlander Serie, es wurde ja angedeutet, dass jemand geköpft wird - voll Brutal! Heute sehen wir um kurz nach 21 uhr auf RTL2 wie Ilyn Payne Ned Stark enthauptet und den Kopf hochhält.
      Facit Omnia Voluntas