Daenerys Targaryen

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      D&D sollen auf Nachfrage mal gesagt haben, dass das Schnee ist, der in der Vision auf den Thron fällt, nicht Asche.
      Also Dany steht vor dem Thron, er ist zum Greifen nahe, und dann fällt Schnee drauf...
      Dass im Fenster noch der 7-zackige Stern ist, das liegt sicher daran, dass der Thronsaal, als die Szene gedreht wurde, noch von der Religion der 7 überschattet war. Cersei hat erst nach Tommens Tod den Stern durch den Lannister-Löwen ersetzen lassen.

      Ich denke auch, die Vision bedeutet, dass sie kurz davor steht den Thron zu bekommen und ihn dann nicht bekommt. Und dass entweder der Kriegoder Jon Schnee oder eben ihre Entscheidung nach Norden hinter die Mauer zu gegen sie davon abhalten.

      Ich denke auch, sie wird sich nicht gegen Jon Schnee wenden. Sie sieht es als ihre Pflicht den Thron für die Targaryen zurück zu erobern und das Rad zu zerbrechen, das die einfachen Leute gerädert hat. So lange Jon letzterem nicht entgegen steht - und ich bin sicher, er tut das nicht - dann wird sie sicher kein Problem damit haben.

      Ich finde, sie war beim Herrschen in Essos etwas überfordert. Sie versuchte das Richtige zu tun, war aber manchmal etwas ungeduldig und überemotional, und die Szenen, in denen sie endlos auf die Wünsche der Untertanen eingeht, die kamen mir auch so vor, dass sie sie als sehr mühsam empfand. Ich glaube, sie will nicht regieren, weil sie so machtgierig ist, sondern weil sie es für ihre Pflicht hält, und weil sie mehr Rechte für die einfachen Leute will.

      Die Härte, mit der sie dabei vorgeht ist für diese Zeit nichts Ungewöhnliches. Und wäre sie ein Mann würde sie Lob dafür erhalten, dass sie sich nicht auf der Nase rumtanzen lässt. Aber als Frau Härte zeigen... ich denke, dass darin der Grund für diesen Dany Hass liegt.

      Keiner, auch der beste Herrscher wird je ohne Fehler regieren. Und Dany kam ohne Ausbildung im Herrschen (wie sie die Herrscher in unserer Geschichte oft erhalten haben) an die Macht. Sie lernt, dass nicht alles so einfach ist und dass das einfache Volk auch nicht immer so dankbar für seine Freiheiten ist. Dass sie "das Richtige" (also in Essos war das: Freiheit für die Sklaven) gegen Widerstände sowohl der Sklaven als auch der Herren durchsetzen muss. Aber trotzdem ist es das Richtige. Jon Snow ging es ja so ähnlich: Er rettete die Wildlinge vor den weißen Wanderern und die Wildlinge waren undankbar, und einige der Kameraden in der Nachtwache sauer. Deswegen wurde er dann auch getötet. Auch er musste lernen, dass man als Herrscher oft nur Undank dafür erntet, wenn man das Richtige tut.
      Zum allerletzten Mal,ich hasse Daenerys nicht! Obwohl ich durch den Genuß der Bücher verstehe warum die Buchvorlage eine Vorlage bietet die aufgrund der Ausführung, und der anpassung der Charaktere die aufgrund geltender Jugenschutzrichtslinien vorgenommen wurden, eine Figur entwickelte die zu zwei extremen führt: "Man mag sie" oder "Man mag sie nicht" (sorry aber das Verhalten einer 14-jährigen kann man nun mal schlecht auf eine zwanzigjährige übertragen)

      Ich mag sie, denn auch durch die Bücher wird klar das sie sich in einer Abwärtspirale befindet und sie somit die Vorgaben für einen Anti-Villain erfüllt, dieser kann sich durchaus noch rehabilitieren, wenn er/sie noch mal die Kurve kriegt. Was ich bei Buch-Daenerys aber nicht kommen sehe und da die Bücher und die Serie in der gleichen Tonalität enden wollen wie sie begonnen haben, gilt die Vermutung bei mir, das dies auch bei Serien-Daenerys nicht der Fall sein wird. Wir sollten auch daran denken das wir uns außerhalb der Vorlage befinden und im Verlauf einige Charaktere gestrichen wurden. Das heißt für mich: Nur weil ich einen anderen Weg nach Rom nehme, werde ich deswegen plötzlich in Timbuktu stehen.

      Daenerys wurde durch die Macht welche ihr ihre Drachen geben korrumpiert und die meißten sehen es nicht. ICh habe es bis vor kurzem auch nicht kommen sehen, bis sie die Tarlys verbrannte, ja, Randyll Tarly ist ein A****, aber niemand verdienjt es bei lebendigem Leibe verbrannt zu werden, nur weil er nicht knieen will. Was macht sie eigentlich wenn Bran nicht knieen will?
      Lesen ist wie Schlafen und Träumen - der Mensch ist in einer anderem Welt: man soll ihn nicht wecken. - Richard Benz

      "Fan" - kommt von Fanatismus, insofern bin ich kein Fan, sondern eine Verehrerin der Bücher von GRRM und der Serie dazu.

      Daddy Podrick wrote:


      Es ist schon merkwürdig, scheint echt egal zu sein wie man es dreht und wendet, sobald Daenerys Targaryen was in die Finger kriegt oder etwas tut scheint es automatisch "Böse" oder "Schlecht" zu sein.


      Nein. Es wurden ihre positiven Seiten durchaus anerkannt - etwa wenn sie versucht einzelne Frauen vor den Dothraki zu beschützen. Oder das sie Sklaverei ablehnt (auch wenn das nicht gerade ein Alleinstellungsmerkmal ist).

      Darauf hin kommt "Grunkins" und meint dass das absolut GARNICHTS ändert, da ja auch Lenin, Hitler und co auf ihre Berater hörten...
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      Das ein Herrscher auf seine Berater hört, ist nun mal auch für Diktatoren oder Könige nichts ungewöhnliches. Was Daenerys auszeichnet, ist das sie sich und ihren Machtanspruch grundsätzlich nicht in Frage stellt oder stellen lässt. In diesem Punkt unterscheidet sie sich nicht sonderlich von anderen Despoten. Die eindrücklichste Szene ist die, als sie Jon androht, den Norden mit Krieg zu überziehen, solange er das Knie nicht beugt. Ob sie nun in der ein oder anderen Situation eine taktische Entscheidung aufgrund ihrer Berater umwirft - geschenkt. Teilweise ist das auch gar nicht anders möglich - bei der Angriffsfrage auf Kings Landing zum Beispiel hat sie praktisch schon per Definition "auf einen Berater gehört", weil sie alle Meinungen präsentiert bekommen hat.

      ​Es scheint wirklich egal was sie macht oder wie sie es auch macht, sie ist auf eurer Sicht wohl immer ein böser Diktator. :rolleyes:


      Sowie auch Kim-Jong Un immer ein böser Diktator bleibt, auch wenn er sich netterweise entscheidet Südkorea nicht anzugreifen oder er die Gesetze zum Tragen des richtigen Haarschnitts liberalisiert. Solange Daenerys ihren egozentrischen und eitlen Machtanspruch an die Spitze ihrer Prioritätenliste setzt, bleibt sie eine eher unangenehme Figur. Die Frage entscheidet sich nicht entlang der Linie, ob sie auf ihre (inzwischen grenzdebilen) Berater hört.

      Den Vorwurf zu großen emotionalen Engagements ("Hass") finde ich zwar nach wie vor ironisch-lustig, aber doch etwas redundant. Besonders von einem User, der bisher ausschließlich als virtueller "Buddy" einer anderen Userin im Forum aufgetreten ist...
      Das wirklich tragische an der Dany-Nummer ist, daß eigentlich Stoff genug für wirklich interessante Themen und Entwicklungen da wäre, aber mittlerweile davon auszugehen ist, daß Benioff&Weiss das wieder seicht versanden lassen.

      Wenn man die Intentionen von Daenerys mal komplett aussen vor lässt, sondern nur den Aufbau ihres Gefolges betrachtet, dann haben wir die Blaupause eines Führerstaates inklusive Personenkult:
      - Sämtliche Macht ist in einer Person gebündelt.
      - Das Militär (Unsullied, Dothraki, Drachen) ist keinem Staat und keiner Gesellschaft verpflichtet, seine Loyalität gilt ausschließlich Daenerys.
      - Der Führungsanspruch ist absolut, erstreckt sich nicht nur auf die aktuellen Untertanen, sondern prinzipiell auf alle, und kann zur Not mit Waffengewalt durchgesetzt werden.
      - Alles ist auf den Krieg ausgerichtet, eine Zivilgesellschaft existiert de facto nicht.
      - Tyrion schickt sogar Propaganda-Priester los, die den Personenkult um Daenerys zusätzlich befeuern sollen.

      Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, daß Daenerys bei dem Unterfangen das Rad zu zerbrechen, Strukturen aufgebaut hat, die wesentlich absolutistischer sind, als die, die aktuell in Westeros vorherrschen ("There must always be a Stark in Winterfell" zum Beispiel). Aber vermutlich wird dieser Fakt im weiteren Lauf keine Rolle spielen, wie so oft in GoT. Ich bin immer noch leicht salty, daß eine der spannendsten Fragen in Bezug auf die Drachen (Wie kontrolliert man sie? Welchen Preis muss man dafür zahlen?) komplett ignoriert wurde und man nach mehreren Folgen Rumgeeier einfach so getan hat, als hätten sich diese Fragen nie gestellt.
      Mainstream commercial nihilism can't be trusted?!

      Grunkins wrote:

      Das ein Herrscher auf seine Berater hört, ist nun mal auch für Diktatoren oder Könige nichts ungewöhnliches. Was Daenerys auszeichnet, ist das sie sich und ihren Machtanspruch grundsätzlich nicht in Frage stellt oder stellen lässt.


      Yep. Ihren Machtanspruch und vor allem auch ihre Vision als "Revolutionärin von oben", bei der sie sich nicht bloß banal als poltische Anführerin per Geburtsrecht unverzichtbar vorkommt, sondern auch als ideologische Richtungsgeberin. Aus dem Grunde und unter diesem Aspekt hatte ich als Beispiele auch Robespierre und Lenin gewählt; nicht, weil mir Namen wie Stalin oder Pol Pot entfallen gewesen wären. Aber geschenkt, drei Postings später ist man dann trotzdem immer bei "Er hat sie mit Hitler verglichen."

      Und da bisher selbst der schlimnmste Diktator Momente von Beratung mit Vertrauten gezeigt hat (inklusive eigenem letztem Wort), dürfte das allein nun nicht gerade ein Abgrenzungsmerkmal für Dany sein, wenn sie mal auf Tyrion hört.

      SerSeppel wrote:

      Wenn man die Intentionen von Daenerys mal komplett aussen vor lässt, sondern nur den Aufbau ihres Gefolges betrachtet, dann haben wir die Blaupause eines Führerstaates inklusive Personenkult:


      Gut zusammengefasst. Und sowohl die reale Geschichte als auch Dany lassen zumindest mich vermuten, daß sich da eine Eigendynamik entwickelt (bzw entwickeln würde - unabhängig von rosaroten Drehbüchern), bei der selbst anfängliche gute Motive immmer mehr in der Hintergrund geraten.







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      Thinkerbelle wrote:


      Die Härte, mit der sie dabei vorgeht ist für diese Zeit nichts Ungewöhnliches. Und wäre sie ein Mann würde sie Lob dafür erhalten, dass sie sich nicht auf der Nase rumtanzen lässt. Aber als Frau Härte zeigen... ich denke, dass darin der Grund für diesen Dany Hass liegt.


      Danke der Frau für die Küchenpsychologie. *Ba Dum Tss*

      Der vorgebliche "Hass" gegenüber Daenerys, der wenig mit dem Charakter selbst und viel mit der Meta zu tun hat wurde in diesem Forum schon an die achthundertmal erläutert, ich mache mir die Mühe nicht nochmal. Hier, Link: quora.com/Why-do-so-many-hate-Daenerys-Targaryen

      Long story short:
      Es liegt nicht daran, dass jemand a) gern mit Daenerys schlafen würde, b) eifersüchtig ist, dass Daenerys schlafen kann mit wem sie will, c) durch ihr selbstbewusstes Auftreten seine Männlichkeit bedroht sieht d) an ihrer statt mit Jon schlafen möchte, e) mit ihrem Nachbarn, Briefträger, Klamottendesigner oder Wasserträger schlafen möchte. Auch nicht mit ihrer Oma, allerdings gilt meine Garantie da nur eingeschränkt - Shaera mag ein Mörderteil gewesen sein.

      Abgesehen von den mittlerweile oft zitierten und entsprechend meiner Kenntnis unter den "Hassern" gern geteilten Gründen, kommt für mich persönlich auch GRRMs Unfähigkeit zum Tragen.
      Er hat sich in einer aufgeklärten Zeit Uebermenschen erschaffen, die jedes noch so alberne Ideal übersteigern: Blonder als blond, schöner als schön und blauäugiger als blauäugig.
      Als ob das nicht reichen würde, verpasst er ihnen mit Drachen als "cooles" Gimmick auch noch den ausgelutschten Traum jedes Zehnjährigen. In der historischen Darstellung versucht er zwar durchaus halbherzig dieses Ideal zu dekonstruieren, aber letztlich ist er sich doch nicht zu blöd dafür sie in jeder denk-und undenkbaren Hinsicht zu den Hauptprotagonisten seines Werks zu stilisieren.

      Er erinnert mich darin an eine pseudofortschrittliche Tante, die vorgeblich mit beiden Beinen im Leben steht, aber ihre Griffel doch von keinem Adelswisch lassen kann, der in der Zahnarztpraxis ausliegt und sich heimlich für 22,50 EUR auf Ebay ein Stück Highlandburg ersteigert, weil sie hofft, dass sie sich damit künftig Waldtraud-Liselotte McFarquharson nennen darf.
      I have been despised by better men than you.
      An der Stelle würde ich sie bzw ihre Familie dann doch mal bis zur Vorlage einer entsprechenden Quelle in Schutz nehmen. Das klingt mir zu sehr wie gewisse Filmkritiken, in denen der Kryptofaschismus von "Herr der Ringe" dargelegt wurde. ;)

      Nicht daß SF und Fantasy völlig frei von rassistischen Stereotyopen wären (jemand mal "Der stählerne Traum" gelesen?), aber das wäre ein anderes und allgemeineres Thema.
      Danys Wirken in Essos kam mit immer ein bißchen wie der amerikanische "Krieg gegen den Terror" inklusive der zugehörigen Interventionspolitik vor. Aber auch da bezweifle ich, daß GRRM das direkt im Sinn hatte.

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      Erst mal entschuldigung, mein Lap-Top ist abgestürzt und dann wieder hochgefahren. Ich hatte selbst gemerkt das ich da übers Ziel hinaus geschossen bin. Tut mir leid, das ich hier so einen :shit: geschrieben habe.

      Andererseits möchte ich kurz noch @SerSeppel und @Maegwin kurz für die sehr guten zusammenfassungen danken was mit Daenerys Charakter alles nicht zu mögen ist, bzw. ihre Gemeinsamkeiten mit dem Militärapparat und dem Personenkult.

      Auch danke an die schnelle Reaktion des Moderators @Dreenan Kel Zalan
      Lesen ist wie Schlafen und Träumen - der Mensch ist in einer anderem Welt: man soll ihn nicht wecken. - Richard Benz

      "Fan" - kommt von Fanatismus, insofern bin ich kein Fan, sondern eine Verehrerin der Bücher von GRRM und der Serie dazu.
      Was stand denn da? (nur so grob) Wenn das selbst die Moderation löscht, muss da ja was richtig Übles gewesen sein.

      Irgendwie erinnerte mich Daenerys immer an hellenistische Herrscher, das war auch kompletter Personenkult und alles gebunden an die Person des Königs. Allerdings hatten die auch keine Drachen.
      Was stand denn da? (nur so grob) Wenn das selbst die Moderation löscht, muss da ja was richtig Übles gewesen sein.


      Bitte gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen!

      Irgendwie erinnerte mich Daenerys immer an hellenistische Herrscher, das war auch kompletter Personenkult und alles gebunden an die Person des Königs. Allerdings hatten die auch keine Drachen.


      Das ist sie sogar tatsächlich in mehrfachem Sinne. Eine von GRRMs Inspirationen waren die Ptolemäer in Ägypten, einschließlich kulturfremder Herrschaft und Geschwisterehe - wobei ich nicht mehr weiß, ob Martin explizit dieses Geschlecht benannt hat. Afair war Cleo VII die erste, die überhaupt ägyptisch gelernt hat, aber vielleicht ist das auch eine Urban Legend.
      I have been despised by better men than you.
      Nach wie vor bin ich kein Pro-Daenerys-Fan. Allerdings finde ich die Ereignisse in der aktuellen Episode wirklich ziemlich tragisch.
      (Da ich mich dabei auf die Geschehnisse aus S08E04 beziehe, verwende ich zur Sicherheit den Spoilertag.)
      Show Spoiler
      Ich habe heute hier gelesen, dass jemand fand, die Winterfell-Szene wäre bedeutungslos und zu lang. Aus meiner Sicht existiert diese ganze Feierszene nur, um zu zeigen, wie einsam sie ist. Sie hat dem Norden und allen geholfen, dabei heftige Verluste erlitten und trotzdem nimmt da niemand Notiz von ihr. Sie ist fremd und ungebeten, immer noch. Dass sie Gendry zu einem Baratheon macht und ihm die Sturmlande gibt, habe ich so verstanden, dass das ein ziemlich spontaner Entschluss war, in der Hoffnung, als gute und gütige Königin wahrgenommen zu werden. Daraufhin wurde tatsächlich gejubelt, allerdings nicht bewundernd für sie, sondern für Gendry. Der nächste Versuch war, Arya als Heldin zu erwähnen. Doch auch das änderte nichts daran.
      Mir kam sofort in Erinnerung, wie sie in der ersten Staffel war: allein und machtlos.

      Dann musste sie erkennen, dass sie bei Jon auf Granit beißt. Ihr Ziel, der Thron, ist absolut in Gefahr.

      Der Verlust von Rhaegal. Missandeis Tod. Kein Jorah mehr, ihre Riesenarmee ist faktisch nicht mehr existent. Sie hat so viel verloren.

      Es ist irgendwie super traurig, dass ihr Weg diesen Verlauf nimmt. Ja, wäre sie nie nach Westeros gekommen, dann... Doch Westeros war immer das gelobte Land. Niemals hätte sie sich vorstellen können, dass sie im Begriff ist, alles zu verlieren, sobald sie Westeros erreicht: zwei Drachen, ihre engsten Vertrauten, ihre Macht und ihre mühsam zusammengetragene Armee.

      Doch leider ist das auch Daenerys Targaryen. Ich an ihrer Stelle würde alle von ihren Pflichten entbinden, meinen Drachen nehmen und mich aus Westeros verabschieden. Das mag feige wirken, doch andererseits würden so viele Menschenleben verschont.
      Daenerys wird das leider nicht tun.
      Mal ganz realistisch gedacht. Die Leute haben in Todesangst gekäpft und sind irgendwie lebend da raus gekommen. Sie feiern ihr Leben. Sie könnte das auch tun. Ganz ungezwungen. Sich unter das Volk mischen. Das würde viel mehr bringen als Forderungen zu stellen und den doofen Titel immer wieder zu erwähnen. Das dürfte das letzte sein, was Menschen in der Situation interessieren würde.
      Sie kennt die Leute aber nicht und hat sich noch nie (!) irgendwo feierlich unters Volk gemischt. Dass sie dann zurückhaltend ist, kann ich verstehen. Auch, wenn sie einsam ist. Mir tat sie leid. Und ich bin auch kein Pro-Dany-Mensch.

      Und auch Mal realistisch gesagt: Die Starks waren in dem Moment auch fragwürdige Gastgeber ihr gegenüber - die hätten sie wohl irgendwo mit einbinden können, aus Nettigkeit.
      Naja, aber das ist schon eine Ernte dessen, was sie gesät hat. Hingegen ihrer eigenen Ansage, das Volk für sich zu gewinnen, ist sie hin, hat ihren selbsternannten Titel benannt und danach Folgsamkeit gefordert. Abgesehen davon, dass die Nordmänner eh eher unnahbarer Natur sind, was sie wusste, findet man so keine Freunde.

      Post was edited 1 time, last by “Shajana” ().

      Klar, da bin ich bei dir.
      Fand dennoch z.b. Jon unter aller Sau. Sitzt da zwei Meter weiter, lacht und trinkt und macht null Anstalten, sie irgendwie ins Gruppengespräch zu inkludieren. Gehörte sich nicht, wie ich finde.
      Und wichtig war die Szene schon. Auch die anschließende mit Jon allein. Eigentlich war Winterfell für sie nur komplett ein Schlag ins Gesicht.

      Bei Drachenfrau geht halt auch gerade alles in die Brüche und zu meiner eigenen Überraschung hab ich tatsächlich Mitleid mit ihr. Liegt vielleicht aber auch nur an Jorah. Wer weiß.
      @Shajana Stimmt. Sie hätte sich dazusetzen können. Allerdings kenne ich das auch aus meinem eigenen Leben: Wenn man irgendwo fremd ist und auch demonstrativ so behandelt wird, hat man einfach Hemmungen. Da ist die Angst vor einer deutlichen Ablehnung in Form von Sprüchen ziemlich hoch.
      Sowas lernt man als Kind oder Heranwachsende, sich selbstbewusst und locker als ein Teil der Gemeinschaft zu sehen, aber Daenerys ist immer isoliert aufgewachsen und hat nie gelernt, sich zu integrieren.

      Viserys sagte in Staffel 1 zu Jorah, dass er nie das hatte, was Daenerys da gerade im großen Zelt bekommen hatte. Das erlebte auch sie in Winterfell.