Daenerys Targaryen

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      Aegon der X. wrote:

      So wie du hier anderen Leuten vorwirfst radikale Dany-Kritiker zu sein die sich vor Argumenten verschließen bist du deren Äquivalent aufseiten der Dany-Fans.


      Das magst Du so sehen, ich sehe es anders.

      postwendend deinen "Glaubst Du, Jesus Christus tat, was er für falsch hielt?"-Spruch runterschlucken und gaanz schnell wieder dorthin packen wo er hergekommen ist.


      Warum sollte ich? Dieser "Spruch" zeigt schlichtweg die Absurdität des geäußerten Arguments auf, auf welches er sich in meinem vorherigen Post bezieht: Jeder Mensch handelt nach seinem individuellen Glauben und nach dem, was er für richtig hält. Das ist eine Trivialität.

      Ich möchte auch nicht weiter auf die Sache eingehen weil das eh nichts bringt und sich nur im Kreis dreht.


      Dem stimme ich allerdings zu, weshalb ich bereits in meinem vorherigen Beitrag vor Deinem Post erwähnt habe, ggf. aus dem Diskurs auszuscheiden.

      Und ohne dass du dich jetzt angegriffen fühlst, den anderen Diskussionspartnern hier möchte ich empfehlen im Bezug auf Daenerys I & Dany das Sprichwort Don't feed the Troll zu beherzigen und sie fortan zu ignorieren. Und das du Daeny das ebenso handhabst.


      Weder bin ich ein Troll noch halte ich die Diskussionspartner für Trolle. Du allerdings verlässt gerade den Bereich des Manierlichen.

      Farepoynt wrote:

      Also ich finde das nicht gut und gerechtfertigt.
      Das war jetzt vielleicht auch blöd ausgedrückt. Sagen wir mal, ein Großteil der Zuschauer ist an dieser Stelle noch jeweils auf ihrer Seite, weil sie halt die "Bösen" tötet. Bei mir war der Knackpunkt damals glaube ich die Kreuzigung der Sklavenbesitzer in Meereen. Erst danach begann ich dann auch vorherige Situationen zu hinterfragen (wie z. B. das Grillen der Sklavenhändler, bzw. der Befehl an die Unsullied diese zu töten).

      Farepoynt wrote:

      Ich hab das nicht als "mal eben so" empfunden. Ich finde, es zeichnet sich während der ganzen Serie fortlaufend ab, wozu Daenerys fähig ist und wie ihre Eigenwahrnehmung immer verzerrter und fratzenhafter wird. Man sieht ihr dabei zu
      und wünscht sich, dass sie irgendwie doch noch die Kurve kriegt. Das passiert nur leider nicht....
      Ich glaube, viele Zuschauer haben das nicht so gesehen wie du. Ich selbst habe, trotz all meiner Kritik und allen Bedenken, bis fast zum Schluß geglaubt, dass sie zumindest als "Gute" geplant ist. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass sie am Schluß die große Antagonistin ist. Und genau deswegen fand ich es allerdings auch sehr gelungen. Meine vorherigen Zweifel an ihr waren berechtigt und nicht einfach nur schlecht geschrieben. :D

      Farepoynt wrote:

      Was Eddard Stark wohl getan hätte, wenn er gewusst hätte, dass die Nachtwache selbst es mit dem Eid nicht so genau nimmt....
      Ich könnte mir vorstellen, dass er schon so einiges weiß, was in der NW so ablief, weil Benjen ihm das ein oder andere gesteckt hat. Aber wenn sich jemand mal kurz verzieht und dann wiederkommt (wie Jon) oder mal in Mole's Town gegen das Zölibat verstößt, ist das erstmal verhältnismäßig harmlos. Da sich ein großer Teil der NW allerdings aus verurteilten Verbrecher zusammen setzt, ist es schon mal eine andere Hausnummer, wenn ein Deserteur, der weiß, dass das Todesurteil auf ihn wartet und daher nichts mehr zu verlieren hat.

      Farepoynt wrote:

      Wie böse Osha vorher gewesen ist, weiß man nicht. Ich mag an Osha, dass sie nicht stur im Feind/Freund Tunnel verharrt sondern jeden für sich betrachten kann. Es braucht schon einiges an Charakterstärke, um anerzogene Pauschalurteile anhand eigener Erlebnisse zu hinterfragen.
      Ich mag das eigentlich an vielen Figuren im Lied von Eis und Feuer, dass sie sich auf Graustufen bewegen und das jemand, der Schlimmes getan hat, durchaus in der Lage ist, diese Schuld zumindest versuchen kann zu begleichen. Jaime. Theon. Jorah. Und bestimmt noch einige andere...

      Farepoynt wrote:

      Ich denke, an der Stelle muss man mit sich selbst abmachen, ob Brans Verhalten in der konkreten Situation noch in Ordnung ist oder ob er die Alternative hätte geschehen lassen müssen.
      In der Situation, als sein Leben bedroht war, hab ich das natürlich verstanden. Aber im Vorfeld hat er immer mal wieder in Hodors Kopf rumgespielt, einfach weil er es kann.

      Farepoynt wrote:

      Zumal einem auch verwehrt bleibt, dass Hohor sich nachträglich dazu äußert, weil er es eben nicht versteht.
      Und das ist ja das Problem. Hodor versteht nicht, was da mit ihm passiert. Er ist nicht in der Lage seinen Konsens dazu zu geben. Das ist im Prinzip die Hirnvariante von sexuellem Mißbrauch von geistig Behinderten. Das ich das Bran zumindest ansatzweise verzeihen kann, halte ich nur seiner Jugend zu Gute, weil auch Bran nicht wirklich klar ist, was er da anstellt.

      Farepoynt wrote:

      Hm... Sind sie das? Ich sehe da auch nur das Streben nach Macht, für das auch Cersei bereit ist, ihre Kinder zu benutzen. Deshalb hab ich auch ein Problem mit dieser Mutterliebe....
      Sie liebt ihre Kinder. Ich glaube nicht, dass sie für sie nur einfach Mittel zur Macht sind. An ihrer Mutterliebe sehe ich vor allem kritisch, dass sie ihre Kinder eher als Erweiterung ihrer selbst sieht. Ja, da ist auch ein Teil Machtstreben dabei. Aber ich glaube nicht, dass sie den Tod ihrer Kinder wollte, damit sie letztendlich die Krone auf den Kopf setzen kann.

      Farepoynt wrote:

      Oh - guter Einwand! Darüber könnte man sich sicherlich auch die Köpfe heiß diskutieren
      Hat man. :D

      Farepoynt wrote:

      Ich hatte beim Anschauen den Eindruck, dass diese Bastarde als direkte Abkömmlinge von Robert Baratheon hinsichtlich eines Thronanspruchs doch irgendwie gefährlich sein müssten und Joffrey/Cersei die deshalb ermorden lassen. Nicht nur wegen der Haarfarbe halt.
      Jein würde ich sagen. Zum einen lebte Robert zu dem Zeitpunkt noch und hätte an der Stelle tatsächlich noch irgendeinen seiner Bastarde legitimieren können, allerdings wären Cerseis Kinder so lange vorne, bis deren tatsächliche Herkunft rauskäme. (Wenn ich mich richtig erinnere, kam das mti dem Töten der Baratheon-Bastarde von Joffrey, nicht von Cersei.)
      In den Büchern z. B. hat Robert zwei anerkannte Bastarde (eine Tochter im Tal und einen Sohn in Storm's End).

      Und noch mal kurz zu Gendrys Legimitation. Als Dany ihn anerkannte, war sie nicht Königin (ja, sie hielt sich dafür, aber sie hatte nicht gesiegt an dem Punkt). Normalerweise dürfte diese Legimitation erstmal keine Geltung haben.
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      el_drogo wrote:

      Doch, wie dein ursprünglicher Post belegt:
      …...……...……………..
      Du behauptest Dany tötet bzw. lässt für ihr Ziel (den eisernen Tron) ihren Bruder, ihren Mann und ihr Kind töten. Dass Sie ihr Kind nicht bewusst und absichtlich für den eisernen Tron getötet hat, hast du bereits eingeräumt. Den Beweis, dass sie Viserys und Drogo aus dieser Motivation heraus umgebracht hat, bist du nach wie vor schuldig, denn-


      Nee, an der Stelle missverstehen wir uns.
      Ich sage, dass Daenerys für den Thron tötet und töten lässt. Das ja.
      Ich sage nicht, dass sie das so geplant und kalkuliert hätte.
      Versteht man den Unterschied?
      Sie plant nicht den Tod ihres Bruders. Aber als es dazu kommt, interveniert sie nicht, weil es ihr recht ist.

      el_drogo wrote:

      mir genügt dies als Indiz dafür leider nicht. Gesichtsausdrücke können verschiedenartig interpretiert werden, auf dich mag ihr Gesichtsausdruck gefühlskalt und abschätzig gewirkt haben, aber genau so gut könnte man behaupten, Dany versucht ihr Mitgefühl lediglich vor den Dothraki zu verbergen, um Stärke zu zeigen.
      Fakt ist- Viserys hat gedroht Sie und ihr Kind abzuschlachten, daraufhin hat Drogo Viserys zum Tode verurteilt. Viserys hat sich sein Grab selbst geschaufelt, Dany hatte nichts damit zu tun. Dass Sie dabei zu gesehen hat, wie Viserys umgebracht wurde, darfst du gern aus persönlichen Gründen unsympathisch finden (auch wenn Sie
      offenkundig keine andere Wahl hatte), aber die Behauptung sie hätte Viserys umbringen lassen ist schlicht und einfach falsch, da gibt es nichts zu interpretieren, die Faktenlage ist hier eindeutig.


      Hinsichtlich des Gesichtsausdrucks hast Du Recht.
      Eindeutig ist die Faktenlage nicht.
      Daenerys interveniert erfolgreich auch für andere Leute. Für ihren Bruder interveniert sie nicht sondern lässt ihn umbringen. Es geht mir dabei nicht darum, ob ihre Intervention Viserys hätte retten können - nur um das klar zu stellen. Sie versucht es halt nicht einmal.
      Und der Grund dafür ist, dass sie den Thron für sich will. Dafür muss ich nicht interpretieren oder rumspekulieren, weil gezeigt wird, wie sie ihren Mann zur Eroberung überreden will. Nur Familie und Liebe genügt ihr nicht – das hatte sie ja.

      el_drogo wrote:

      Jepp, ich nenne es Gnadenstoss, mit etwas schön reden hat das wenig zu tun, ich halte mich nur daran was gezeigt wird. Danys Verhalten und
      der ganze dramaturgische Aufbau der Szene suggerieren ganz klar, dass Dany Drogo aus Mitleid tötet, weil sie wusste dass er es so gewollt hätte. Der aufmerksame Zuschauer hat auch sicherlich bemerkt, dass Dany Drogo ohne Zweifel aufrichtig geliebt hat. Wie Esme dir schon zu erklären versuchte, hassen die Dothraki Schwäche und hätten ein solches Leben in jederlei Hinsicht als undwürdig und wertlos betrachtet. Dany tötet ihn nicht aus Eigennutz, sondern aus Mitgefühl wie es Daenerys I schon richtig angemerkt hat.
      Diese Schlussfolgerungen sind aus vielerlei Hinsicht nicht nachvollziehbar und widersinnig denn- wie könnte ihr Drogo als menschliches Gemüse denn überhaupt noch bei irgendwas im Weg stehen? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn, tut mir leid. Drogo war nicht mehr dazu in er Lage ihr im Weg zu stehen oder sie an irgendwas zu hindern, sie hätte ihn auch einfach bei ein paar loyalen Zofen zur Pflege dort lassen und gehen können. Aber sie wusste, es wäre nicht sein Wille gewesen so weiter zu leben (wobei von leben ja nun wirklich nicht mehr die Rede sein kann), daher erspart sie ihm das und befreit ihn von seinem Elend.


      Suggerieren trifft es ganz gut, denke ich. Es wird durchgehend sehr geschickt ausgespielt, dass man sich Daenerys Verhalten schön reden kann – und gar nicht so recht bemerkt, WAS man sich da eigentlich schön redet. Bei Cersei – die ihren Ehemann ja auch tötet - wird es einem viel leichter gemacht, es als das zu sehen, was es ist.
      Vielleicht liebt Daenerys Khal Drogo tatsächlich. Es hindert sie nur eben nicht daran, ihn zu töten als er zum Hindernis für ihre großen Pläne wird. Ich behaupte nicht, dass Daenerys sich das so gewünscht oder gar so geplant hätte oder dass sie Khal Drogo gern tötet oder dass es ihr leicht fällt. So weit will ich gar nicht gehen und natürlich
      ist es tragisch, dass die Priesterin rachsüchtig statt dankbar ist.
      Ich finde allerdings, man macht es sich erschreckend leicht, wenn man es damit rechtfertigen will, dass Khal Drogo es ja wolle und nur noch lebendes Gemüse (wenn ich an Demenzkranke und geistig Behinderte denke, wird mir kotzübel bei solchen Worten) wäre. Khal Drogo kann sich dazu nicht äußern – man weiß überhaupt nicht, wie es für ihn ist und was er noch fühlt und ob er nicht doch gern leben will, ob sein Zustand sich nicht doch noch einmal verändert / bessert.

      Die Alternative hast Du ja aufgezeigt. Sie ist seine Ehefrau, sie könnte sich um ihn kümmern. Oder, wie Du sagst, wenigstens seine Versorgung durch Dritte sicherstellen, wenn sie selbst andere wichtigere Pläne hat. Die Priesterin samt sich selbst und den Dracheneiern hätte sie auch ohne Leiche verbrennen können. Nur solange ihr Mann lebt, folgen ihr die anderen Dothraki nicht und Khal Drogo in seinem aktuellen Zustand folgen sie auch nicht. Bei einem Eroberungsfeldzug kann sie keinen geistig behinderten Ehemann im Gepäck gebrauchen. Bevor Daenerys vom Thron ablässt, tötet sie ihn.

      el_drogo wrote:

      Meine persönliche Meinung ist übrigens (so sehr es dich auch erschüttern mag), sollte ich jemals auf einer Krankenstation als "lebender
      Toter" landen, ohne Aussicht darauf mich jemals wieder selbstständig an der Nase zu kratzen oder auch nur ein Wort zu sprechen, wäre ich jenem menschenverachtenden Übeltäter zutiefst dankbar, der die Gnade hätte den Stecker zu ziehen, das kannst du mir glauben.


      Das kann man aber doch bestenfalls für sich selbst so sehen und sagen und sollte dabei nicht vergessen, dass man sich die Situation nur vorstellen kann. Man weiß einfach nicht, wie es tatsächlich ist.
      Ja - mich erschüttert es, wenn so leichtfertig über den Wert oder Unwert des Lebens von anderen geurteilt wird.

      el_drogo wrote:

      Das tust du ganz offensichtlich nicht bzw. zumindest nicht immer, beim Grossteil deiner übrigen Ansichten gehe ich sonst ja mit.


      Ja, ich muss da definitiv noch besser drauf achtgeben.
      Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt.

      Voltaire
      (1694 - 1778)
      @Aegon der X
      Da Du mich direkt angesprochen hast, möchte ich kurz etwas dazu sagen.
      Ich möchte hier ganz bestimmt niemandem das Schmökern verleiden (Daenerys I möchte das sicherlich auch nicht) und ich kann verstehen, wenn die Diskussion Dir sehr ausufernd erscheint. Sie deshalb als Rumtrollerei zu bezeichnen finde ich trotzdem nicht ganz fair.

      Aegon der X. wrote:

      Sonst werden hier diverse Threads einfach nur mit regelmäßig recht gefrusteten Posts vollgekotzt was ja nicht sein muss.


      Den Satz verstehe ich nicht. Wir diskutieren meines Wissens nur hier im Daenerys-Thread und als gegenseitiges frustriertes Ankotzen habe ich es nun nicht empfunden?
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      Voltaire
      (1694 - 1778)

      Post was edited 1 time, last by “Farepoynt” ().

      @Daenerys I
      Auf zwei Punkte möchte ich noch eingehen, einfach weil sie mir wichtig sind.

      Daenerys I wrote:


      1. Robb Stark schickte vorsätzlich 2 000 seiner eigenen Gefolgsleute in den sicheren Tod, worunter sich gewiss auch liebevolle Familienväter befanden, deren Kinder zu Halbwaisen und deren Frauen zu Witwen wurden. Aber das interessiert Dich nicht, oder? Schließlich heißt Robb ja nicht Daenerys. ;)

      2. Nachdem die Rebellion des Hauses Regn beendet worden war, ließ Tywin Lannister die Ausgänge der Burg Castamaer versiegeln und einen Bach in deren Kellergewölbe umleiten, woraufhin die geschlagenen Frauen, Männer und Kinder elendig ertranken. Eine Kapitulation wollte Tywin Lannister nicht akzeptieren.


      Falls du auch die übrigen Beiträge hier mit liest, hast Du vielleicht bemerkt, dass Robb Stark nicht in meiner Liste der 'Nichtbösewichter' auftaucht. Was meinst Du wohl, warum nicht? Ich finde halt nur, dass das Relativieren kein Argument ist. Was Daenerys tut wird nicht dadurch weniger fragwürdig, dass Robb Stark etwas noch fragwürdigeres tut. Ich denke, da muss man jede Figur für sich betrachten.

      Zu Tywin Lennister kann ich leider nur auf die Serie zurückgreifen und dort unterbindet der das Töten der Gefangenen.
      Was Du anführst, kommt darin leider gar nicht vor.

      Daenerys I wrote:

      Jeder Mensch tut, was er für das Richtige hält. Alles andere wäre irrational. Da brauchst Du gar keine abstrusen Vergleiche heranzuziehen. Allerdings bin ich mir dessen bewusst, dass sich die Strategie, Daenerys mit Hitler und anderen diktatorischen Faschisten auf eine Stufe zu stellen, bei radikalen Dany-Kritikern einer gewissen Popularität erfreut.
      Glaubst Du, Jesus Christus tat, was er für falsch hielt? Was soll das?


      Jesus Christus hat wohl den Vorteil auf seiner Seite, dass er für seine Weltverbesserung weder Kriege geführt hat noch irgendwelche Herrscherambitionen hatte.

      Es ist die Serie selbst, die durch die Inszenierung und die Bilder von der Rede nach der Schlacht in KingsLanding den Transfer von Daenerys zu Hitler nahelegt. Wenn man an die historischen Bilder ehemaliger Reichsparteitage in Nürnberg denkt, dann ist die Übereinstimmung (auch rede-inhaltlich übrigens) zu deutlich als dass das zufällig so passiert sein kann.
      Das hat wirklich nichts mit Daenerys-Hating zu tun.
      Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt.

      Voltaire
      (1694 - 1778)

      Post was edited 1 time, last by “Farepoynt” ().

      @Farepoynt

      ... und als gegenseitiges frustriertes Ankotzen habe ich es nun nicht empfunden?


      Zwischen Dir und mir fand eine normale Diskussion statt. Der User Aegon der X. hingegen startete völlig grundlos und aus dem Nichts eine unsachliche und persönliche Attacke, ohne selbst auch nur ansatzweise etwas inhaltlich Relevantes zum Diskurs beigetragen zu haben.

      Falls du auch die übrigen Beiträge hier mit liest, hast Du vielleicht bemerkt, dass Robb Stark nicht in meiner Liste der 'Nichtbösewichter' auftaucht. Was meinst Du wohl, warum nicht? Ich finde halt nur, dass das Relativieren kein Argument ist.


      Nein, ich habe viele der nicht an mich gerichteten Beiträge aus dieser Diskussion nicht gelesen. Zu Robb Stark äußerte ich mich kritisch, weil Du ihn zuvor als Argument ins Feld geführt hattest.

      Zu Tywin Lennister kann ich leider nur auf die Serie zurückgreifen ...
      Was Du anführst, kommt darin leider gar nicht vor.


      Das Lied "The Rains of Castamere" bezieht sich auf das von mir in diesem Kontext erwähnte Ereignis. Cersei bringt es in der Serie im Rahmen einer Konversation mit Margaery zur Sprache:



      Jesus Christus hat wohl den Vorteil auf seiner Seite, dass er für seine Weltverbesserung weder Kriege geführt hat noch irgendwelche Herrscherambitionen hatte.


      Nun, dazu könnten durchaus interessante Diskussionen theologischer Art entstehen, doch diese wären an dieser Stelle thematisch deplatziert.

      Es ist die Serie selbst, die durch die Inszenierung und die Bilder von der Rede nach der Schlacht in KingsLanding den Transfer von Daenerys zu Hitler nahelegt. Wenn man an die historischen Bilder ehemaliger Reichsparteitage in Nürnberg denkt, dann ist die Übereinstimmung (auch rede-inhaltlich übrigens) zu deutlich als dass das zufällig so passiert sein kann.


      Vor allem von den letzten beiden Episoden der finalen Staffel halte ich nichts, denn sie liefern aus meiner Perspektive einen von Inkonsistenz und Inkohärenz geprägten Inhalt. Deshalb akzeptiere ich sie nicht.

      Post was edited 1 time, last by “Daenerys I” ().

      @Farepoynt
      Da du dich wiederholt weigerst das Offensichtliche anzuerkennen (wie bspw. den fiktiv-historischen Kontext bzgl. der Lebensphilosophie der Dothraki etc.) und dich an dem zu orientieren, was tatsächlich gezeigt wird, macht es für mich an dieser Stelle keinen Sinn mehr, mir nochmal die Mühe zu machen auf dein Antworten einzugehen. Nur so viel sei dazu noch gesagt- so wie du mir unterstellst mir "alles bloss schön zu reden" könnte man auch dir unterstellen, dass du nun im Nachhinein, wo fest steht, dass Dany in den letzten beiden Folgen als wahnsinnige Schreckensherrscherin etabliert wird, viel zu viel in Dany-Szenen der ersten Staffeln reininterpretierst und Dinge zu erkennen glaubst, die gar nicht da sind. Von daher würden wir uns somit lediglich weiter im Kreis drehen, weil unsere Blickwinkel einfach zu verschieden sind. Gut möglich dass mein Bild von Dany sich auch zu sehr mit Buch-Dany vermischt, Bilder und Mimik von Schauspielern vermögen niemals zu ersetzen, was innere Monologe über einen Charakter preisgeben.

      Übrigens- meine Freundin arbeitet seit vielen Jahren auf einer Station mit Schwerst-Dementen Menschen und zeitweise im Hospiz. Ich selbst kenne viele demente Leute und kannte viele Leute, die nur noch im Bett lagen und auf den Tod warteten. Glaub mir wenn ich dir sage, dass meine Einschätzung nicht nur so lapidar daher gefaselt kam.

      @Aegon der X.
      Quatsch mit Sauce. Wenn dich diese Diskussion stört, dann brauchst du sie ja nicht mit zu verfolgen. Leuten in einem Daenerys Targaryen - thread den Mund zu verbieten, weil sie über Daenerys diskutieren, ist schon ziemlich lustig.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Post was edited 3 times, last by “el_drogo” ().

      Esmeralda wrote:

      Ich glaube, viele Zuschauer haben das nicht so gesehen wie du. Ich selbst habe, trotz all meiner Kritik und allen Bedenken, bis fast zum Schluß geglaubt, dass sie zumindest als "Gute" geplant ist. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass sie am Schluß die große Antagonistin ist. Und genau deswegen fand ich es allerdings auch sehr gelungen. Meine vorherigen Zweifel an ihr waren berechtigt und nicht einfach nur schlecht geschrieben.

      el_drogo wrote:

      Nur so viel sei dazu noch gesagt- so wie du mir unterstellst mir "alles bloss schön zu reden" könnte man auch dir unterstellen, dass du nun im Nachhinein, wo fest steht, dass Dany in den letzten beiden Folgen als wahnsinnige Schreckensherrscherin etabliert wird, viel zu viel in Dany-Szenen der ersten Staffeln reininterpretierst und Dinge zu erkennen glaubst, die gar nicht da sind.


      Ich glaube, es liegt daran, dass ich die komplette Serie in einem Rutsch durch geguckt habe und nicht jeweils eine Woche auf die neue Folge und dann ein Jahr und länger auf die nächste Staffel warten musste. Ich hatte gar nicht die Zeit, mir lange Gedanken um meinen ersten Eindrücke zu machen und mit anderen gemeinsam zu überlegen und zu diskutieren, ob man es nicht ganz anders sehen kann oder muss. Ich meine, dass die Serie es auch darauf anlegt, mit dem Zuschauer und
      dem, was er gewohnt ist und erwartet, zu spielen. Normalerweise gibt es in fiktiven Geschichten ja auch immer mindestens eine Figur, der man das gute Ende bzw. das Erreichen der Ziele wünscht. Ich hab mich beim Gucken zum Ende hin jedenfalls öfter bei dem Wunsch ertappt, dass da doch bitte mal noch eine Figur eine 180° Wende hinlegt oder irgendwoher noch eine Figur auftaucht, zu der ich 'halten' möchte. Passiert aber nicht.
      Ich sehe Daenerys auch gar nicht als die große Antagonistin. Das würde ja bedeuten, dass ich Cersei als Protagonistin und quasi als die Heldin ansehen würde – und das kann ich nun beim besten Willen nicht. Das fühlt sich nach der sprichwörtlichen Wahl zwischen Pest und Cholera an.

      el_drogo wrote:

      Von daher würden wir uns somit lediglich weiter im Kreis drehen, weil unsere Blickwinkel einfach zu verschieden sind. Gut möglich dass mein Bild von Dany sich auch zu sehr mit Buch-Dany vermischt, Bilder und Mimik von Schauspielern vermögen niemals zu ersetzen, was innere Monologe über einen Charakter preisgeben.


      Von meiner Seite aus können wir das gut so stehen lassen.
      Es ist schließlich ein Austausch von Meinungen und Betrachtungsweisen – und kein Wettkampf, wo unbedingt einer als Sieger vom Platz gehen muss.
      Ich kann mir auch wirklich sehr gut vorstellen, dass die Bücher mir noch einmal einen ganz anderen Eindruck von bestimmten Situationen und Figuren verschaffen als es die Serie allein tut.

      Esmeralda wrote:

      Ich könnte mir vorstellen, dass er schon so einiges weiß, was in der NW so ablief, weil …... Da sich ein großer Teil der NW allerdings aus verurteilten Verbrecher zusammen setzt, ist es schon mal eine andere Hausnummer, wenn ein Deserteur, der weiß, dass das Todesurteil auf ihn wartet und daher nichts mehr zu verlieren hat.


      Ja, könnte gut so sein. Ich könnte mir in Eddard Starks Fall auch vorstellen, dass er aufgegriffene Flüchtige dann würde zurückbringen lassen anstatt sie selbst zu exekutieren.

      Esmeralda wrote:

      Ich mag das eigentlich an vielen Figuren im Lied von Eis und Feuer, dass sie sich auf Graustufen bewegen und das jemand, der Schlimmes getan hat, durchaus in der Lage ist, diese Schuld zumindest versuchen kann zu begleichen. Jaime. Theon. Jorah. Und bestimmt noch einige andere...


      Bei Jorah empfinde ich das auch so. Oder auch bei Ser Davos Seewert. Bei Jaime und Theon nicht. Ich denke, mir fehlen da eindeutig die Bücher. In der Serie allein empfinde ich die meisten Figuren als eindimensional gezeichnet, zum Teil fast schon klischeehaft überzeichnet und bei den meisten ändert sich da von Anfang bis Ende nicht wirklich etwas. Ich empfinde das nicht als schlecht sondern als gut, weil sich die Figuren in ihren jeweiligen Rahmen sehr
      zuverlässig und konsequent verhalten.
      Ich glaube aber sofort, dass das in den Büchern ganz anders ist.

      Esmeralda wrote:

      Aber im Vorfeld hat er immer mal wieder in Hodors Kopf rumgespielt, einfach weil er es kann. …....... Das ich das Bran zumindest ansatzweise verzeihen kann, halte ich nur seiner Jugend zu Gute, weil auch Bran nicht wirklich klar ist, was er da anstellt.


      Das ist mir beim Gucken echt durch die Lappen gegangen. Ich erinnere mich nur, dass Bran immer mal in Tiere
      reinschlupft.

      Esmeralda wrote:

      Aber ich glaube nicht, dass sie den Tod ihrer Kinder wollte, damit sie letztendlich die Krone auf den Kopf setzen kann.


      Nein, dass sie den Tod ihrer Kinder wollte, denke ich auch nicht.
      Es ist bei mir der Eindruck, dass für Cersei an erster Stelle ihr Machterhalt kommt und erst an zweiter Stelle das Glück und Wohlergehen ihrer Kinder, weshalb ich ein zwiespältiges Gefühl zu dieser Mutterliebe habe.
      Gleiches übrigens auch wieder bei Daenerys und ihren Drachen.

      Esmeralda wrote:

      Jein würde ich sagen. Zum einen lebte Robert zu dem Zeitpunkt noch und hätte an der Stelle tatsächlich noch irgendeinen seiner Bastarde legitimieren können, allerdings wären Cerseis Kinder so lange vorne, bis deren tatsächliche Herkunft rauskäme. (Wenn ich mich richtig erinnere, kam das mti dem Töten der Baratheon-Bastarde von
      Joffrey, nicht von Cersei.) In den Büchern z. B. hat Robert zwei anerkannte Bastarde (eine Tochter im Tal und einen Sohn in Storm's End).


      Ich hab das irgendwie nicht gerafft, wer von den beiden das letztendlich befohlen hatte.
      Was passiert denn in den Büchern mit den beiden Bastarden? Werden die auch im Zuge dieses Befehls getötet?

      Daenerys I wrote:

      Nein, ich habe viele Beiträge nicht gelesen. Zu Robb Stark äußerte ich mich kritisch, weil Du ihn zuvor als Argument ins Feld geführt hattest.
      Das Lied "The Rains of Castamere" bezieht sich auf das von mir in diesem Kontext erwähnte Ereignis. Cersei bringt es in der Serie im Rahmen einer Konversation mit Margaery zur Sprache:


      Ich wollte damit weder Robb Stark noch Tywin Lennister als 'besser' hinstellen. Für mich waren das an der Stelle nur Beispiele dafür, dass es in Westeros nicht allgemein Gang und Gebe ist, dass Kriegsgefangene ermordet werden.
      (In dem Gespräch Cersei/Margaery geht es um das Schicksal der Mitglieder dieses Hauses Regn, oder? Nicht generell um Kriegsgefangene.)

      Daenerys I wrote:

      Vor allem von den letzten beiden Episoden der finalen Staffel halte ich nichts, denn sie liefern aus meiner Perspektive einen von Inkonsistenz und Inkohärenz geprägten Inhalt. Deshalb akzeptiere ich sie nicht.


      Okay, verstehe. Dann macht es an der Stelle vielleicht tatsächlich nicht wirklich Sinn, das weiter zu diskutieren. Weil ich logischerweise das in den beiden finalen Episoden Gezeigte auch als Begründungen anführen würde.
      Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt.

      Voltaire
      (1694 - 1778)

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      @Farepoynt

      (In dem Gespräch Cersei/Margaery geht es um das Schicksal der Mitglieder dieses Hauses Regn, oder? Nicht generell um Kriegsgefangene.)


      Ja, beispielsweise um Kinder, die wohl noch unschuldiger als Kriegsgefangene sind und denen man gewiss keine bewusste Beteiligung an einer Rebellion anlasten kann. Trotzdem wurden sie auf den Befehl Tywins mit dem Schwert exekutiert oder im Zuge des Flutens der Burg ertränkt - auch wenn Cersei Letzteres nicht im Dialog erwähnt.

      Okay, verstehe. Dann macht es an der Stelle vielleicht tatsächlich nicht wirklich Sinn, das weiter zu diskutieren. Weil ich logischerweise das in den beiden finalen Episoden Gezeigte auch als Begründungen anführen würde.


      Setzt man voraus, dass Daenerys vorsätzlich das Massaker in King's Landing verursachte, kann man in der Tat nicht umhinkommen, ihr einen Massenmord an Zivilisten vorzuwerfen. Psychologisch nachvollziehbar wäre ihr Verhalten in diesem Falle allerdings nicht. Außerdem würfe Brans diesbezügliche Passivität relevante Fragen auf usw. So manches würde nicht zusammen passen.


      Unplausibel ist zum Beispiel:

      Dass Dany eine Stadt zerstört,
      Die doch inzwischen ihr gehört,
      Dass sie all jene möchte töten,
      Die sie befreien wollt' von Nöten.


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      Unplausibel ist zum Beispiel:Dass Dany eine Stadt zerstört,Die doch inzwischen ihr gehört,Dass sie all jene möchte töten,Die sie befreien wollt' von Nöten.

      Targaryen Wahnsinn
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

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      Farepoynt wrote:

      @AegonderX.
      Da Du mich direkt angesprochen hast, möchte ich kurz etwas dazu sagen.
      Ich möchte hier ganz bestimmt niemandem das Schmökern verleiden (Daenerys I möchte das sicherlich auch nicht) und ich kann verstehen, wenn die Diskussion Dir sehr ausufernd erscheint. Sie deshalb als Rumtrollerei zu bezeichnen finde ich trotzdem nicht ganz fair.

      Aegon der X. wrote:

      Sonst werden hier diverse Threads einfach nur mit regelmäßig recht gefrusteten Posts vollgekotzt was ja nicht sein muss.


      Den Satz verstehe ich nicht. Wir diskutieren meines Wissens nur hier im Daenerys-Thread und als gegenseitiges frustriertes Ankotzen habe ich es nun nicht empfunden?


      Das stimmt nur ist es in mehreren Threads die eben nicht dieser waren mehrfach dazu gekommen dass sich zwischen Daenerys I und anderen Usern drölfzig seitenlange Diskussionen über Dany entstanden die zwischendurch und immer mal wieder gegen Ende dahingehend ausarteten das die Beteiligten sich argumentativ eigentlich eher anmotzten und auch mal a bissl persönlich wurden.

      el_drogo wrote:

      @Aegon der X.
      Quatsch mit Sauce. Wenn dich diese Diskussion stört, dann brauchst du sie ja nicht mit zu verfolgen. Leuten in einem Daenerys Targaryen - thread den Mund zu verbieten, weil sie über Daenerys diskutieren, ist schon ziemlich lustig.


      Ich wollte es den Leuten nicht verbieten, so habe ich des weder formuiert noch gemeint, ich wollte lediglich darum bitten dies nicht mehr mit der Userin Daenerys I bzw. diese mit euch zu tun und wenn dann über ne separate Konversation. Wie schon oben gesagt ist diese Disku zwar im richtigen Thread aber enden würde sie wohl leider nur so wie die Anderen fremdverorteten.

      Daeny, post doch hier für Farepoint & Dreenan deine Theorie von gestern rein dann wissen die wat genau du meinst.

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      Farepoynt wrote:

      Ich sehe Daenerys auch gar nicht als die große Antagonistin. Das würde ja bedeuten, dass ich Cersei als Protagonistin und quasi als die Heldin ansehen würde – und das kann ich nun beim besten Willen nicht. Das fühlt sich nach der sprichwörtlichen Wahl zwischen Pest und Cholera an.
      Nein, bloß weil die beiden am Ende Gegenspielerinnen sind, bzw. beide das gleiche Ziel (den Thron) haben, ist nicht eine davon automatisch Protagonistin. Sie sind beide Antagonisten. Genau, wie auch der NK. Bei Dany wird es (den meisten zumindest, weil bei dir ja nicht ;) ) erst zum Ende klar, dass auch Dany eine ist. Und in der Serie sogar sozuzusagen der Endboss. :D

      Farepoynt wrote:

      Ich könnte mir in Eddard Starks Fall auch vorstellen, dass er aufgegriffene Flüchtige dann würde zurückbringen lassen anstatt sie selbst zu exekutieren.
      Nee, eben nicht. Gerade Ned fühlt sich natürlich in seiner Auffassung von Ehre und Pflicht dazu verpflichtet, dass Urteil direkt zu fällen und auszuführen.

      Farepoynt wrote:

      Was passiert denn in den Büchern mit den beiden Bastarden? Werden die auch im Zuge dieses Befehls getötet?
      Nein, absolut nicht. Allerdings waren beide natürlich auch relativ sicher, vor Joffreys Schergen. Lysa Arryn hätte freiwillig keinen aus KL in die Eyrie gelassen und Renly war auch nicht bekannt dafür, dass er Cersei oder ihre Kinder besonders mochte. Später kam der Junge dann zu Stannis, der ihn auch nicht an Joffrey ausgeliefert hätte. Hier war dann eher das Problem mit Melisandre... (im Prinzip ersetzt Gendry ein bisschen die Rolle Edrics auf Dragonstone, allerdings ohne irgendwelchen sexuellen Anzüglichkeiten... der Kleine ist ja da gerade mal 12/13.)
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

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      Esmeralda wrote:

      Nein, bloß weil die beiden am Ende Gegenspielerinnen sind, bzw. beide das gleiche Ziel (den Thron) haben, ist nicht eine davon automatisch Protagonistin. Sie sind beide Antagonisten. Genau, wie auch der NK. Bei Dany wird es (den meisten zumindest, weil bei dir ja nicht ;) ) erst zum Ende klar, dass auch Dany eine ist. Und in der Serie sogar sozuzusagen der Endboss. :D


      Dann einverstanden. Irgendwie landet man dann aber doch dort, dass es fast nur bösewichtige Hauptakteure gibt :D .

      Esmeralda wrote:

      Nee, eben nicht. Gerade Ned fühlt sich natürlich in seiner Auffassung von Ehre und Pflicht dazu verpflichtet, dass Urteil direkt zu fällen und auszuführen.


      Hmmmmm.... *grübel* - ich bin mir unsicher, ob das nicht eben seinem ausgeprägten Ehr- und Pflichtgefühl zuwider laufen würde, wenn es für Eidbrüchige der Nachtwache sozusagen zweierlei Gerechtigkeit gibt. Und ob er sich da dann nicht rausziehen würde als Scharfrichter.

      Esmeralda wrote:

      Nein, absolut nicht. Allerdings waren beide natürlich auch relativ sicher, vor Joffreys Schergen. Lysa Arryn hätte freiwillig keinen aus KL in die Eyrie gelassen und Renly war auch nicht bekannt dafür, dass er Cersei oder ihre Kinder besonders mochte. Später kam der Junge dann zu Stannis, der ihn auch nicht an Joffrey ausgeliefert hätte. Hier war dann eher das Problem mit Melisandre... (im Prinzip ersetzt Gendry ein bisschen die Rolle Edrics auf Dragonstone, allerdings ohne irgendwelchen sexuellen Anzüglichkeiten... der Kleine ist ja da gerade mal 12/13.)


      Verstehe ich das richtig, dass es Gendry in den Büchern gar nicht gibt? Aber das Bastarde-Töten in KingsLanding gibt es?
      Lebt Edric denn in den Büchern noch? Anerkannt käme der ja dann doch irgendwie auch noch in Betracht. Puh - verwirrend :D

      Daenerys I wrote:

      Ja, beispielsweise um Kinder, die wohl noch unschuldiger als Kriegsgefangene sind und denen man gewiss keine bewusste Beteiligung an einer Rebellion anlasten kann. Trotzdem wurden sie auf den Befehl Tywins mit dem Schwert exekutiert oder im Zuge des Flutens der Burg ertränkt - auch wenn Cersei Letzteres nicht im Dialog erwähnt.

      Auf jeden Fall grausam, wenn Tywin Lennister das getan hat.
      Ich will nur gar nicht vergleichen, welche Figur da nun die schlimmeren Dinge getan hat. Zumal es in dem Gespräch nach
      meinem Eindruck um die komplette Auslöschung eines rebellierenden Hauses/Familie geht - nicht um den allgemeinen Umgang mit Kriegsgefangenen.
      Ich wollte nur darauf hinaus, dass es an der Stelle mit den Tarlys egal ist, dass die Genfer Konvention in Westeros nicht
      existiert, weil es auch in Westeros nicht normal und üblich ist, Kriegsgefangene zu ermorden. Das wird einem als Zuschauer halt vorher gezeigt.

      Daenerys I wrote:

      Setzt man voraus, dass Daenerys vorsätzlich das Massaker in King's Landing verursachte, kann man in
      der Tat nicht umhinkommen, ihr einen Massenmord an Zivilisten vorzuwerfen. Psychologisch nachvollziehbar wäre ihr Verhalten in diesem Falle allerdings nicht. Außerdem würfe Brans diesbezügliche Passivität relevante Fragen auf usw. So manches würde nicht zusammen passen.


      Ich fürchte, man muss es als vorsätzlich ansehen. Auch wenn es einem im Moment des Geschehens wie ein völlig irrsinniger Exzess vorkommt, mit dem man nicht rechnet. Einen furchtbaren „Sinn“ bekommt es erst mit der Rede in der nächsten Folge und erst dort begreift man dann auch, dass Daenerys mit den Bewohnern von KingsLanding im Grunde nur das im großen Stil gemacht hat, was sie zuvor mit den Tarlys im kleinen Stil gemacht hat.
      Was meinst Du mit Brans Passivität? Was hätte er Deiner Meinung nach tun sollen?

      Dreenan Kel Zalan wrote:

      Targaryen Wahnsinn


      Ist es das? Für den Außenstehenden bestimmt – Wahnsinn und Größenwahn in einem.
      Aus Daenerys Perspektive nicht. Sie sieht sich da immer noch als Weltverbesserin und ihr Tun als kühle rationale Notwendigkeit zum Erreichen ihrer Ziele. Das macht es für mein Empfinden so unfassbar und unheimlich.

      Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt.

      Voltaire
      (1694 - 1778)

      Post was edited 1 time, last by “Farepoynt” ().

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      @Farepoynt

      Was meinst Du mit Brans Passivität? Was hätte er Deiner Meinung nach tun sollen?


      Im Vorfelde hätte er beispielsweise Jon Snow darüber in Kenntnis setzen können, was sich in King's Landing zutragen wird. Es muss einen guten Grund dafür gegeben haben, dass Bran keinerlei Anstalten unternahm, das Massaker in der Hauptstadt zu verhindern! Alles andere wäre an dieser Stelle unpassend.


      Targaryen-Wahnsinn


      Normalerweise folgt ein Wahnsinn seiner eigenen skurrilen Logik. Beispiel: der Irre König. Nach der von ihm vorgesehenen Sprengung der Hauptstadt wollte er sich gewissermaßen wie ein Phönix aus der Asche erheben, denn er glaubte, sich im Anschluss in einen Drachen zu verwandeln. Dies war seine in hohem Maße verzerrte Version des Realen und seine Motivation. Auch in paranoiden Systemen gelten Logiken und eine vom Wahnsinn erfasste Person benötigt Gründe fürs eigene Agieren.

      Daenerys hätte in ihrem angeblichen Wahnsinn also ebenfalls eines ihr plausibel erscheinenden Grundes bedurft, um mit ihrem Drachen unvermittelt die Bewohner der Hauptstadt zu attackieren. Ich vermag es jedoch nicht, eine solche Begründung (vor ihrer eigenen Person) zu erkennen:

      Bis zur Kapitulation der gegnerischen Kräfte war Daenerys darauf bedacht, die zivile Bevölkerung von King's Landing zu schonen, indem sie über Selbige hinwegflog, um sich ausschließlich auf die feindlichen Armeen, die Geschütze, die Ballisten zu konzentrieren. Sie tat alles Erforderliche, um die Zivilisten der Hauptstadt vor den destruktiven Effekten des Krieges zu schützen!

      Und dann wurde tatsächlich die ersehnte Kapitulation von den Glocken eingeläutet, woraufhin Daenerys sich plötzlich umentschieden und alles zerstört haben soll, was sie zu schonen gewillt war? Wieso? Wie sollte sie dieses in eklatantem Widerspruch zu ihrem vorherigen Handeln stehende Verhalten vor ihrer eigenen Person begründet bzw. rationalisiert haben?

      Wie ich bereits dargelegt habe, benötigen Menschen Gründe fürs eigene Handeln, was gleichfalls auf einem Wahnsinn verfallene Personen zutrifft. Doch wie sollte Daenerys die Veranstaltung des Massakers in dem konkreten Moment vor ihrer eigenen Person begründet haben? Das feindliche Heer hatte sich ihr zu jenem Zeitpunkt bereits unterworfen, womit ihr Ziel, die Bürger von einer tyrannischen Schreckensherrschaft zu befreien, erreicht war.


      Der Hass auf Cersei

      Dass Daenerys eine enorme Wut oder sogar einen elementaren Hass in Bezug auf Cersei empfand, ist nur allzu verständlich, denn das Resultat der von Daenerys angestrebten diplomatischen Konfliktlösung war die von Cersei in Auftrag gegebene Exekution Missandeis.

      Folgerichtig nahm Daenerys in King's Landing den Roten Bergfried ins Visier und schickte sich schließlich an, geradewegs auf diesen zuzufliegen, in der zutreffenden Annahme, dass sich Cersei darin aufhielt. Sie flog eine Weile über die Häuser der Stadt hinweg, bis sie sich plötzlich dazu entschloss, den Kurs zu ändern und die Hauptstadt mit den in Panik die Flucht ergreifenden Menschen in Brand zu setzen.

      Anstatt also die ideale Gelegenheit zu nutzen, den Roten Bergfried samt Cersei ohne die Verursachung zusätzlicher Schäden zu vernichten, um ihre Aggressionen auf diesem Wege zielgerichtet an der Person abzureagieren, auf die sich Selbige bezogen, zerstörte sie vorsätzlich die Hauptstadt, die sie soeben erobert hatte, womit sie folglich zu ihrem eigenen Feind wurde? Welchen Grund/welche Rationalisierung soll sie vor ihrer eigenen Person für dieses auf keiner Ebene nachvollziehbare Verhalten angeführt haben?

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      Grunkins wrote:



      Denselben, den sie immer anführt, wenn sie ihr Fehlverhalten vor sich selbst und anderen rechtfertigt:
      I am Daenerys Stormborn, i am the mother of dragons.


      Es geht hierbei nicht um Rechtfertigung, sondern um die Frage nach der aus Daenerys' Sicht rationalen Begründung ihres Verhaltens: Welchen konkreten Grund führte Daenerys vor ihrer eigenen Person an, die Stadt samt ihren Bewohnern, die sie während der gesamten Schlacht noch gezielt geschont hatte, direkt nach der Kapitulation ihrer Feinde in Flammen aufgehen zu lassen? Mit welcher Begründung vor ihrer Person zerstörte sie ihre eigene Hauptstadt?

      Unter der Berücksichtigung ihrer impulsiven Tendenzen und ihrer vor dem Kampf um King's Landing vorliegenden psychischen Instabilität wäre die Verbrennung der Bürger aus der Perspektive von Daenerys verständlich gewesen, wäre Missandei nach dem Todesurteil mit sadistischer Freude von den Zivilisten der Hauptstadt lebendigen Leibes zerrissen worden... Etwas Derartiges ereignete sich jedoch in keiner Weise.

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      Farepoynt wrote:

      Verstehe ich das richtig, dass es Gendry in den Büchern gar nicht gibt?

      Gendry gibt es in den Büchern. Aber eben auch Edric, den es in der Serie nicht gibt. Er ist ein anerkannter Bastard mit einer noblen Dame. Wegen des königlichen Blutes besteht die Gefahr, dass Melisandre ihn opfern will, also sorgt Davos dafür, dass er weggebracht wird. In der Serie wurden beide verschmolzen.

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      Daenerys I wrote:

      Im Vorfelde hätte er beispielsweise Jon Snow darüber in Kenntnis setzen können, was sich in King's Landing zutragen wird. Es muss einen guten Grund dafür gegeben haben, dass Bran keinerlei Anstalten unternahm, das Massaker in der Hauptstadt zu verhindern! Alles andere wäre an dieser Stelle unpassend.


      Kann Bran denn überhaupt so dezidiert in die Zukunft sehen wie ein Doktor Strange? In die Vergangenheit - also in seine Erinnerung - ja. Hinsichtlich der Zukunft war mein Eindruck eher, dass es sich da nur um sehr unbestimmte Visionen handelt, auf die er keinen Einfluss hat?

      Daenerys I wrote:

      Es geht hierbei nicht um Rechtfertigung, sondern um die Frage nach der aus Daenerys' Sicht rationalen Begründung ihres Verhaltens: Welchen konkreten Grund führte Daenerys vor ihrer eigenen Person an, die Stadt samt ihren Bewohnern, die sie während der gesamten Schlacht noch gezielt geschont hatte, direkt nach der Kapitulation ihrer Feinde in Flammen aufgehen zu lassen? Mit welcher Begründung vor ihrer Person zerstörte sie ihre eigene Hauptstadt?


      Sie statuiert ein Exempel für alle anderen, die sie aus ihrer Sicht noch zu befreien gedenkt? Kapitulation genügt ihr nicht. Sie will alle Königshäuser zerschlagen und alle sollen vor ihr das Knie beugen und nur sie anerkennen.

      Hildegunda wrote:


      Gendry gibt es in den Büchern. Aber eben auch Edric, den es in der Serie nicht gibt. Er ist ein anerkannter Bastard mit einer noblen Dame. Wegen des königlichen Blutes besteht die Gefahr, dass Melisandre ihn opfern will, also sorgt Davos dafür, dass er weggebracht wird. In der Serie wurden beide verschmolzen.


      Danke für die Erklärung :) ! Stimmt, Gendry wird in der Serie ja auch von Davos gerettet.
      Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt.

      Voltaire
      (1694 - 1778)