• Liebe User unseres Eis-und-Feuer-Forums,

    wir haben im Zuge der neuen Datenschutz-Grundverordnung unsere Nutzungsbedingungen aktualisiert. Beim Neuanmelden solltet Ihr diese aufmerksam durchlesen und bestätigen, um weiter im Forum aktiv posten zu können. Vielen Dank für Euer Verständnis - es ist im Sinne Eurer Datensicherheit!

Reread A Dance with Dragons (Jon V bis Daenerys IV) Woche 79

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Reread A Dance with Dragons (Jon V bis Daenerys IV) Woche 79

      Reread A Dance with Dragons (Jon V bis Daenerys IV) Woche 79

      Habe hier schon mal aufgemacht,weil ich grade Lust und Zeit habe die Zusammenfassung reinzustellen,ich hoffe das ist okay.Jetzt klaue ich auch noch Acers allwöchentliches Sprüchlein. :)

      Das ist der Thread für die 79. Woche des geplanten Rereads.Bitte bis einschließlich "Daenerys IV" lesen!
      Hier gehört alles rein was euch so auffällt, dazu gehört eine kleine Inhaltsangabe, Foreshadowing, Charakterisierungen, usw.Viel Spaß beim Diskutieren!
      (geklaut)
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      Jon V Teil I

      Seit Stannis nach Süden abmaschiert ist,hält die Schwarze Festung eine seltsame Teilnahmslosigkeit gefangen und sowohl Wildlinge als auch Schwarze Brüder scheinen gespannt abzuwarten,was als nächstes geschehen würde.Jon kommt vor lauter Arbeit kaum zum Schlafen und Essen und es passiert ihm anscheinend des Öfteren,dass er bei der Arbeit über seinen Büchern einschläft.
      Jon sorgt sich um Sam,Maester Aemon, Gilly und das Baby.Cotter Pyke hatte aus Ostwacht gemeldet,dass an der Küste von Skagos das Wrack einer Galeere gesichtet wurde und Jon befürchtet nun,es könne sich um die Schwarzdrossel handeln.Auch vermisste er die Anwesenheit Sams und besonders die vom alten Maester,auf Grund von dessen Weisheit,Erfahrung und Wissen und macht sich Sorgen ,ihnen könne etwas passiert sein.
      Ich wollte Goldy und den Kleinen in Sicherheit bringen.Habe ich sie stattdessen in ein nasses Grab geschickt?

      Bowen Marsch und Jon sind selten einer Meinung,seit dieser an der Schädelbrücke verletzt wurde,ist sein Bestreben die Tore zu versiegeln noch stärker geworden.Auch hatte March Jon gedrängt nach dem Abmarsch von Stannis dessen Räumlichkeiten im Königsturm zu beziehen,was Jon ablehnte.Jon meint,dass man bei einer solchen Aktion denken könne,er würde an der Rückkehr des Königs zweifeln.Nun gerät Jon erneut mit March aneinander,da er beschlossen hat die Wildlinge,die sich inzwischen in Mulwarft angesiedelt haben auf der Mauer einzusetzen und auch zu den verschiedenen anderen Türmen zu schicken,wo dringend Männer benötigt werden.
      Wir haben es doch besprochen.Ostwacht will mehr Männer.Der Schattenturm will mehr Männer.Grauwacht und Eismark ebenso,daran zweifle ich nicht und wir haben vierzehn weitere Burgen,die immer noch leer stehen,über Meilen hinweg wird die Mauer weder bewacht noch verteidigt.

      March hat gegen Jons Vorhaben Einwände und will sich darauf berufen,dass der Alte Bär wohl anders gehandelt hätte,doch Jon schmettert das ab.
      March spitzte den Mund."Lord Kommandant Mormont...""...ist tot.Und er starb nicht durch die Hände von Wildlingen,sondern durch die,seiner eigenen geschworenen Brüder,durch die Hand von Männern,denen er vertraute.Weder Ir noch Ich können wissen,was er jetzt an meiner Stelle getan hätte oder nicht."Jon wendete sein Pferd."Genug geredet.Los jetzt."

      Von Unsicherheit in seiner Position oder davon,dass Jon noch ein halber Junge ist,ist hier meiner Meinung nach nicht mehr das Geringste zu merken.Edd scheint sich oft an Jons Seite zu befinden und sorgt beim Lesen wieder für einige Grinser.Jon denkt daran,dass die Ersten Grenzer beinahe schneller sterben,als sie ernannt werden können und denkt bedauernd daran,wie viele gute Männer die Nachtwache in kurzer Zeit bereits verloren hat.
      Den alten Bär,Qhorin Halbhand,Donal Noye,Jarman Bockwell,meinen Onkel...

      Nun reitet er mit einer Kolonne von Versorgungswagen und begleitet von einer berittenen Eskorte, bestehend aus einem Dutzend Speerträgern und einem Dutzend Bogenschützen nach Mulwarft.Bereits bei den letzten Besuchen war es zu Drängeleien,Flüchen und bösen Blicken gekommen und in dem Punkt, den Wildlingen nun geschützter entgegen zu treten,sind sich March und Jon nun einmal einig.Auf dem Weg bemerken Jon und Edd drei Bäume,in die von den Wildlingen Gesichter geschnitzt worden sind.Diese Aktion ist den Wachen ,die Jon positioniert hatte,um zu verhindern,dass die Schwarzen Brüder den Wildlingsfrauen nachstellen und die Wildlinge ausziehen um im Süden zu plündern entgangen.
      Ich könnte die Wache noch einmal verdoppeln,dachte er säuerlich.Damit würde ich zweimal so viele Männer verschwenden,die eigentlich auf der Mauer Dienst tun sollten.

      Jon fällt auf,dass das Gesicht eines der Bäume bedrohlich wütend aussieht,während die Gesichter ,die die Kinder des Waldes und die Ersten Menschen einst in die Wehrholzbäume geschnitzt hatten mehr ernst und wild aussehen als wütend.Auch wirken diese Bäume wie Beobachtungsposten.Der erste schaut den Königsweg hinauf nach Norden,in Richtung Burg und Mauer.Der Zweite hat die Augen auf eine Brücke gerichtet,die über einen eisigen Bach führt,auf ihm erwartet sie Mormonts Rabe und schließt sich seinem neuen Herrn an.Der dritte Baum befindet sich am Rande des Ortes und auch seine Augen richten sich auf den Königsweg.Melisandres Mummenschanz,wie Jon es nennt,hatte also nicht allzu viel bewirkt und die Menschen waren ihren Göttern treu geblieben.Jon beschließt,dass seine Männer über die Existenz der Bäume schweigen sollen,um Melisandre nicht darüber in Kenntnis zu setzen.Um Edd aufzumuntern bemerkt Jon,dass dieser Ähnlichkeit mit einem der Bäume habe.Edd befürchtet,dass Mel die Bäume in ihren Flammen sehen wird,wovon Jon nicht gerade überzeugt zu sein scheint und Edd berichtet von seiner Angst zu verbrennen.Ich hoffe sehr,dass das nichts zu bedeuten hat. :/
      "Und Menschen die verbrennen.Höchstwahrscheinlich mich.Mit Blättern in der Nase.Ich habe immer Angst gehabt,dass ich verbrennen könnte,hab aber immer gehofft,vorher zu sterben."
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      Jon V,Teil II
      Das Freie Volk hat in dem Dorf Zuflucht gesucht.Mulwarft war zwar zuvor,beim Angriff auf die Mauer vom Magnar von Thenn niedergebrannt worden und oberhalb der Erde gibt es nur noch verbrannte Ruinen,aber der größte Teil des Dorfes ist unterirdisch und dort drängen sich nun viel zu viele Menschen auf viel zu wenig Raum.Im Dorf riecht es nach ungewaschenen Menschen,dreckiger Kleidung und Exkrementen,worüber sich die Schwarzen Brüder lustig machen.Doch Jon weiß,dass es sowohl unter den Schwarzen Brüdern,als auch unter den Wildlinge saubere und dreckige Menschen gibt,die meisten jedoch manchmal das eine und manchmal das andere sind.Auch denkt er recht hart über seine, sich über den Gestank lustig machenden Brüder.
      ​Die Ignoranz von Schweinen,...

      Das Freie Volk befindet sich in einem sehr schlechten Zustand.Es gibt dreimal so viele Frauen wie Männer vor Ort,dazu viele Kinder.Säuglinge sind kaum anwesend,da diese wohl zum Teil auf dem Marsch und zum Teil im Pferch des Königs umgekommen sind.
      :/
      Justin Massie hatte im Rat berichtet,dass es den Kämpfern wohl besser ergangen sei und dreihundert Mann,sowie fünfzig bis hundert Speerfrauen überlebt hätten.Bei dieser Zählung waren die Verwundeten eingeschlossen,von denen Jon nun einige zu Gesicht bekommt.
      ​Ungefähr zwanzig von denen sah er jetzt;Männer auf einfachen Krücken,Männer mit leeren Ärmeln,Männer denen Hände fehlten,Männer mit nur einem Auge oder mit halbem Gesicht.Ein Mann ohne Beine wurde von zwei Freunden getragen.Und alle waren ausgemergelt und hatten graue Gesichter.Gebrochene Männer dachte er,die Wiedergänger sind nicht die einzigen lebenden Toten.

      Einige der Männer,wie zum Beispiel die überlebenden Thenns und Halleck,der Bruder Harmas( ohne Schweine,die laut Jon wohl bereits verspeist worden waren) sowie zwei Hornfußmänner wirken allerdings überhaupt nicht gebrochen und als sich die anderen Wildlinge aufstellen um die mitgebrachten Lebensmittel zu erhalten wenden diese sich ab.
      Es gibt noch immer Wölfe unter den Schafen

      Jon denkt daran,was Val ihm bei seinem letzten Besuch bei ihr in Erinnerung gerufen hatte.
      ​"Freies Volk und Knienede sind sich ähnlicher als man denkt,Jon Schnee.Männer sind Männer und Frauen sind Frauen,gleichgültig auf welcher Seite der Mauer wir geboren wurden.Es gibt gute Menschen und schlechte,Helden und Schurken,Ehrenmänner,Lügner,Feiglinge,Untiere...Wir haben davon genauso viele wie ihr."

      Mance schien da wohl schon einen Unterschied zwischen dem Freien Volk und den Menschen vor der Mauer gesehen zu haben.
      ​Jon hatte einmal gehört,wie Manke Rayder sagte,die meisten Knienden seien Schafe.
      "Ein einziger Hund kann eine Herde Schafe zusammenhalten",hatte der König-jenseits-der-Mauer geagt,"aber beim Freien Volk sind die einen Schattenkatzen und die anderen Steine.Die einen streifen herum wo sie wollen,und reißen deine Hunde in Fetzen.Die anderen bewegen sich überhaupt nicht,wenn man ihnen keinen Tritt versetzt."

      Jon denkt,dass weder Schattenkatzen noch Steine sich davon abbringen lassen würden ihre eigenen Götter zu verehren.Bei der Essensausgabe wird sehr streng vorgegangen,jeder muss sich seine Ration selbst abholen und selbst für kranke ,nicht anwesende Kinder,wird keine Ausnahme gemacht.Die Stimmung schwelt,die Menschen sind unzufrieden und verlangen nach mehr Nahrung.Mit dem Erklingen eines Horns,bringt Jon die unzufriedenen Wildlinge zum Schweigen und bietet ihnen an,für ihre Mitarbeit das Reich zu schützen besseres und mehr Essen,sowie Waffen zu erhalten.
      Jon argumentiert hier sehr geschickt ,wie ich finde und hält den Wildlingen den gemeinsamen Feind vor Augen.Zunnächst hat Jon vor Jungen ab dem zwölften und Mädchen ab dem sechzehnten Lebensjahr mit sich zu nehmen,jedoch ist ein jüngeres Mädchen,welches ihn an Arya erinnert,die erste die sich meldet.Darauf folgen zunächst Halbwüchsige und Verletzte,als sich jedoch Halleck bereit erklärt mit Jon zu gehen,obwohl er diesen nicht leiden könne,folgen viele andere jedoch kein einziger der Thenns.Schließlich beläuft sich die Zahl auf 63 Menschen ,die Jon zur Mauer begleiten,jedoch werden sie keinen Eid leisten und nicht vor Jon knien müssen.
      ​"Ihr müsst euch entscheiden",wiederholte Jon Schnee."Ihr alle.Keiner verlangt von euch,unser Gelübde abzulegen,und mir ist es auch gleichgültig,welche Götter ihr verehrt.Meine eigenen Götter sind die alten Götter,die Götter des Nordens,aber ihr könnt beim Roten Gott bleiben oder den Sieben oder jedem anderen Gott,der eure Gebete erhört.Wir brauchen Speere.Bogen.Augen auf der Mauer...

      Auch hier sind sich Jon und Bowen March absolut uneinig.March hat Bedenkenwegen,es könne wegen der Frauen an der Mauer zu Ärger und Vergewaltigungen kommen und befürchtet zudem,die Wildlinge könnten sich mit den ihnen anvertrauten Waffen nur noch eher gegen die Schwarzen Brüder wenden,falls Tormund oder der Weiner sich erneut gegen die Mauer wenden sollten.Jon jedoch bleibt bei seinem Plan,wischt die Bedenken Marchs bei Seite und setzt die Wildlinge vollkommen mit den Schwarzen Brüdern gleich.
      ​"Und wenn die erste Speerfrau einem unserer Brüder die Kehle aufgeschlitzt hat,was dann?"
      "Dann haben wir einen Mann verloren",sagte Jon,"aber gerade haben wir dreiundsechzig gewonnen......"

      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      onyx schrieb:

      March hat gegen Jons Vorhaben Einwände und will sich darauf berufen,dass der Alte Bär wohl anders gehandelt hätte,doch Jon schmettert das ab.

      Der Witz ist ja, dass der alte Bär kurz vor seiner Ermordung selber bereits erkannt hat, dass die Wildlinge nicht der wahre Feind sind. Das können aber weder Jon, noch Bowen March wissen. Sam konnte das wohl nicht mehr erwähnen.

      Marchs Bedenken sind natürlich verständlich, aber auch immer etwas zu pessimistisch.

      Die Sache mit den Gesichtern in den Bäumen finde ich interessant. Zum einen war es natürlich naiv von Stannis anzunehmen, eine Zwangskonvertierung für Schutz und Verpflegung könnte Erfolg haben. Zum anderen könnten die Gesichter noch eine Rolle spielen. Vielleicht hat Blutrabe ja jetzt noch ein paar Augen mehr.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Dieses Kapitel verdeutlicht mal wieder sehr deutlich, vor welchen Schwierigkeiten Jon hier steht. Auf der einen Seite die die Konservativen und Vorsichtigen der NW, auf der anderen Seite ein Haufen unzufriedener Flüchtlinge. Er muss die Nachtwache wuppen, die Versorgung im Auge behalten, die Türme bemannen, das Freie Volk unter Kontrolle halten.
      Es läuft perfekt, aber irgendwie bekommt er (noch) alles unter einen Hut.
      Eben kam mir der Gedanke, hier mal Dany und Jon gegenüber zu stellen und wie sie mit ihren Problemen fertig werden. Jon investiert harte Arbeit und redet mit Brüdern und Wildlingen, während man bei Dany eher den Eindruck hat, dass sie nur jammert, weil alle so undankbar sind.
      Etwas, dass Jon nicht erwartet. Er weiß, dass die Wildlinge nicht freiwillig gekommen sind und das es nicht besser dadurch wurde, dass Stannis Mance verbrannt und sie gezwungen hat, ihrem Glauben abzuschwören. Er weiß, dass die meisten Brüder ein Problem damit haben, dass er die Tore nicht versiegelt und von den schwindenden Vorräten auch noch noch die Wildlinge versorgt und diese gar zur Bemannung der Türme einsetzt.

      Im Moment wächst mir Jon immer mehr ans Herz. :)
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      onyx schrieb:

      Auch hier sind sich Jon und Bowen March absolut uneinig.March hat Bedenkenwegen,es könne wegen der Frauen an der Mauer zu Ärger und Vergewaltigungen kommen und befürchtet zudem,die Wildlinge könnten sich mit den ihnen anvertrauten Waffen nur noch eher gegen die Schwarzen Brüder wenden,falls Tormund oder der Weiner sich erneut gegen die Mauer wenden sollten.Jon jedoch bleibt bei seinem Plan,wischt die Bedenken Marchs bei Seite und setzt die Wildlinge vollkommen mit den Schwarzen Brüdern gleich.


      Hm, so ganz unrecht hat Bowen March ja auch nicht. Ich kann seine Bedenken schon verstehen aber wo ist bitte die Alternative an dieser Stelle? Bei der Sache mit der Versiegelung der Tore bin ich mir nicht sicher. Es gibt schon einige Argumente, die dafür sprechen das Tor zu versiegeln. Die Wildlinge vor der Mauer hätten es bei einem weiteren Angriff deutlich schwerer und auch die White Walkers könnten vielleicht so eher aufgehalten werden (?). Jons Argument ist ja immer wieder, dass man vor der Mauer aufklärenn müsste..Hm naja..dazu fehlen eh im Moment die Leute. Schwierige Entscheidung. Ich hätte das versiegeln lassen. So kommt man auch Marsh etwas entgegen. Aber die Wildlinge hätten natürlich später nicht mehr hinter die Mauer gebracht werden können..

      Esmeralda schrieb:

      Dieses Kapitel verdeutlicht mal wieder sehr deutlich, vor welchen Schwierigkeiten Jon hier steht. Auf der einen Seite die die Konservativen und Vorsichtigen der NW, auf der anderen Seite ein Haufen unzufriedener Flüchtlinge. Er muss die Nachtwache wuppen, die Versorgung im Auge behalten, die Türme bemannen, das Freie Volk unter Kontrolle halten.


      Ja, das ist wirklich auf den Punkt gebracht. Und die Versorgung für die Wildlinge ist ja mal unter aller Sau. Da kann ich deren Unmut schon sehr gut verstehen. Letztlich ist es auch die Entscheidung für sie zu verhungern oder wieder zurück und bei der Nachtwache aushelfen. Eine große Wahl hatte der Großteil der Wildlinge nicht. Von daher ist auch ihre "Loyalität" seeeehr fraglich.

      Esmeralda schrieb:

      Jon investiert harte Arbeit und redet mit Brüdern und Wildlingen, während man bei Dany eher den Eindruck hat, dass sie nur jammert, weil alle so undankbar sind.


      Naja, da muss ich Dany schon einmal zur Seite springen. Sie hat eben ein gutes Herz und versucht es zunächst einmal allen Recht zu machen. Später findet sie ja mit Hilfe ihrer Berater aber auch Mittel und Wege, um wieder einen (brüchigen) Frieden in ihre Stadt zu bringen. Und ich finde eigentlich nicht, dass sie nur am rumjammern ist.

      Esmeralda schrieb:

      Im Moment wächst mir Jon immer mehr ans Herz.


      Ja, die Jon Kapitel sind definitiv die besseren in ADWD. Wobei in diesem Kapital irgendwie nicht so viel passiert und ich es für eines der schwächsten Jon Kapitel halte. Wie sind da zwei Parts draus geworden? :D

      onyx schrieb:

      Jon kommt vor lauter Arbeit kaum zum Schlafen und Essen und es passiert ihm anscheinend des Öfteren,dass er bei der Arbeit über seinen Büchern einschläft.

      Jon weiß um seine Verantwortung und versucht das beste daraus zu machen und mit neuen Lösungen.

      onyx schrieb:

      Edd scheint sich oft an Jons Seite zu befinden und sorgt beim Lesen wieder für einige Grinser.

      als sein Knappe und letzter verbliebener Freund an der Seite

      onyx schrieb:

      Um Edd aufzumuntern bemerkt Jon,dass dieser Ähnlichkeit mit einem der Bäume habe.Edd befürchtet,dass Mel die Bäume in ihren Flammen sehen wird,wovon Jon nicht gerade überzeugt zu sein scheint und Edd berichtet von seiner Angst zu verbrennen.Ich hoffe sehr,dass das nichts zu bedeuten hat.

      bitte nicht, ich will Edd schließlich als Lord Commander sehen!

      onyx schrieb:

      Zunnächst hat Jon vor Jungen ab dem zwölften und Mädchen ab dem sechzehnten Lebensjahr mit sich zu nehmen,jedoch ist ein jüngeres Mädchen,welches ihn an Arya erinnert,die erste die sich meldet.Darauf folgen zunächst Halbwüchsige und Verletzte,als sich jedoch Halleck bereit erklärt mit Jon zu gehen,obwohl er diesen nicht leiden könne,folgen viele andere jedoch kein einziger der Thenns.

      dieses Mädel gefällt mir und auch vor Halleck habe ich Achtung, weil er trotz bisheriger Feindschaft mitgeht.

      onyx schrieb:

      Jon jedoch bleibt bei seinem Plan,wischt die Bedenken Marchs bei Seite und setzt die Wildlinge vollkommen mit den Schwarzen Brüdern gleich.

      hier sieht man schon, wie immer mehr der Konflikt zwischen ihm und Marsh größer wird.

      Brigthroar schrieb:

      Zum anderen könnten die Gesichter noch eine Rolle spielen. Vielleicht hat Blutrabe ja jetzt noch ein paar Augen mehr.

      ich stelle mir da immer vor, das beim Schnitzen der Gesichter es spezielle magische Sprüche gab, da bin ich jetzt bissl skeptisch

      Esmeralda schrieb:

      Eben kam mir der Gedanke, hier mal Dany und Jon gegenüber zu stellen und wie sie mit ihren Problemen fertig werden. Jon investiert harte Arbeit und redet mit Brüdern und Wildlingen, während man bei Dany eher den Eindruck hat, dass sie nur jammert, weil alle so undankbar sind.

      den gleichen Eindruck habe ich auch. Dany will gerecht regieren und agiert doch sehr nach Willkür. Mitleid ist keine politische Kategorie. Dazu kommt noch, Jon hat eine bestimmte Aufgabe und Mission, während Dany hin und hergerissen ist, ob sie jetzt Westeros erobern will oder ob sie doch in Meereen bleibt. Sie geht halbherzig an die Sache ran, Jon mit ganzem Herzen.
      Spoiler von TWOIAF
      Spoiler anzeigen
      Aerys hat ja auch nur halbherzig Dinge angedacht und nie lange weiterverfolgt. Vielleicht hat Dany diesen Zug von ihrem Vater geerbt.


      SerOtral schrieb:

      Sie hat eben ein gutes Herz und versucht es zunächst einmal allen Recht zu machen.

      163 Männer willkürlich kreuzigen finde ich nicht besonders gutherzig... nö, sie handelt oft sehr impulsiv und biegt sich die Gesetze gerade. Der hat meine Lieblingssängerin gekillt, werft ihn vor den Drachen. Sie aus einem adeligen Ghisarihaus wurde von einem ehemaligen Sklaven belästigt, nö ist ja nicht so schlimm.
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

      crannogwoman schrieb:

      Esmeralda schrieb:
      Eben kam mir der Gedanke, hier mal Dany und Jon gegenüber zu stellen und wie sie mit ihren Problemen fertig werden. Jon investiert harte Arbeit und redet mit Brüdern und Wildlingen, während man bei Dany eher den Eindruck hat, dass sie nur jammert, weil alle so undankbar sind.


      Ich mag Dany nicht sonderlich, doch zu ihrer Verteidigung muss man sagen, dass Jon von Eddard Stark großgezogen wurde. Auf mich wirkte es so, dass er alle seine "Söhne" gleich erzieht und sie auch aufs Herrschen vorbereitet - siehe Bran I in die Herren von Winterfell:

      "Eines Tages, Bran, wirst du Robbs Vasall sein und selbst ein Lehen von deinem Bruder und deinem König erhalten, dann wird es an dir sein, Recht zu sprechen. Wenn dieser Tag kommt, darfst du keine Freude an dieser Aufgabe empfinden, doch darfst du dich auch nicht abwenden. Ein Herrscher, der sich hinter bezahlten Henkern versteckt, vergißt bald, was der Tod bedeutet.«

      Dany hatte nach Ser Willem Darrys Ableben nur Viserys.
      Facit Omnia Voluntas
      Tyrion VI

      Tyrion hat einen Traum, in welchem sein Vater und der Shrouded Lord dieselbe Person sind. Als er aufwacht, begrüßt ihn Haldon. Tyrion riecht nach Essig, weil er von Lemore damit eingerieben wurde, um eine Ansteckung mit Grauschuppen zu vermeiden, auch wenn Haldon die Effizienz dieses Vorgehens anzweifelt. Von ihm erfährt Tyrion, dass Griff ihn aus dem Wasser gezogen und Young Griff es verboten habe, ihn wieder reinzuwerfen. Tyrion ist verwundert ob Griffs Rettungsaktion. Die Truppe befindet sich mittlerweile bei Selhorys.
      Haldon fordert Tyrion auf, mit einem Messer die Empfindsamkeit von dessen Zehen und Fingern zu überprüfen, um möglicherweise totes Gewebe ausfindig zu machen. Tyrion will wissen, wann er sicher sein könne, sich nicht angesteckt zu haben, woraufhin Haldon meint, dass man das gar nicht wissen könne und Tyrion sich vielleicht schon innerlich in Stein verwandle.
      Für die Verhältnisse von Westeros ist Selhorys eine große Stadt, doch in Essos ist es nur eine Kleinstadt, die von Volantis aus regiert wird. Lemore und Young Griff erscheinen an Deck. Während Lemore Tyrion freudig begrüßt und ihn sogar umarmt, ist der Junge mürrisch, weil er an Bord bleiben soll und nicht mit Yandri und Ysilla an Land gehen darf. Die Gruppe hat mitbekommen, dass Dothraki am Ostufer Richtung Süden marschieren, was die Volantener dazu veranlasst hat, Truppen nach Selhorys zu entsenden, weil diese Stadt als einzig bedeutendere Stadt an der Rhoyne am Ostufer liegt und dadurch anfällig für Angriffe ist.
      Lemore hat ihre Robe gegen ein Gewand getauscht, um Aufmerksamkeit zu vermeiden. Tyrion ist sich sicher, dass sie ein Geheimnis hat, kommt aber nicht dahinter. Er provoziert Young Griff zu einer Partie Cyvasse. Als dieser mit seinem Drachen beginnen will, hält Tyrion ihn davon ab. Young Griff will von Tyrion wissen, ob dieser Rhaegar gekannt habe, und Tyrion meint, dass er ihn zwei oder drei Mal gesen habe, zum Zeitpunkt von Rhaegars Tod aber erst zehn Jahre alt gewesen sei. Wir erfahren von Young Griff, dass Connington und Rhaegar zusammen Knappen in King's Landing waren. Außerdem habe vor der Plünderung der Stadt während der Rebellion ein Austausch des Prinzen Aegon durch einen Jungen stattgefunden, welchen Varys einem Vater in Flea Bottom für einen Krug Arborgold abgekauft habe. Tyrion hält das offenbar für eine etwas abenteuerliche Geschichte und weist Young Griff daraufhin, dass Daenerys ihn möglicherweise gar nicht zum Gemahl wolle. Er charakterisiert Daenerys als starke und entschlossene Frau, die vielleicht gar kein Interesse an jemandem habe, dessen Thronanspruch besser als ihr eigener sei.
      Young Griff wird wütend und Tyrion legt den Finger in die Wunde. Er weist den Jungen daraf hin, dass jegliches Vertrauen tödlich sei, und erweckt sein Interesse, indem er sagt, dass er eher Richtung Westeros ziehen und nicht zu Daenerys gehen würde. Er beschreibt recht genau die Lage in Westeros und weist auf Cerseis Inkompetenz hin, wodurch nun der perfekte Augenblick für eine Invasion sei. Wenn Prinz Aegon in Westeros seine Banner aufstellen und Unterstützer sammeln würde, bestünde sogar die Möglichkeit, dass Daenerys ihm zu Hilfe eilen würde. Tyrion hält sie für eine Person, die sich als Retterin sieht, und die ihren totgeglaubten Neffen nicht im Stich lassen würde.
      Am Ende seiner langen Rede weist Tyrion Young Griff darauf hin, dass er in vier Zügen gewinnen werde, da dieser seinen Drachen nicht ins Spiel gebracht habe. Young Griff wird sauer, weil er von seinem Gegner reingelegt wurde, und schmeißt das Brett um. Anschließend befiehlt er Tyrion, die Figuren aufzuheben, was dieser auch tut. Nach dieser Aktion denkt Tyrion, dass der Junge ja vielleicht doch ein Targaryen sei.
      Yandri kommt zurück und erzählt, dass dem Gerede nach Daenerys immer noch in Meereen sitze und von allen Seiten bedrängt werde. Auch Volantis wolle sich dem Krieg gegen sie anschließen. Griff wurd geweckt und davon in Kenntnis gesetzt. Haldon und Tyrion sollen selber in die Stadt gehen und die Informationen verifizieren.
      In Selhorys kommen sie an der kopflosen Statue von Triarch Horonno vorbei, einem volantenischen Helden aus dem Jahrhundert des Blutes. Nachdem er vierzig Mal hintereinander zum Triarchen gewählt worden war, erklärte er sich zum Triarchen auf Lebenszeit, was einen Aufstand auslöste, an dessen Ende Horonno auf unschöne Weise hingerichtet wurde. Nachdem die Partei der Elefanten an die Macht gekommen war, zogen ihre Anhänger durch die Straßen und enthaupteten die Statuen all derer, die sie für Krieg und Leid verantwortlich machten, darunter auch Horonno.
      Haldon und Tyrion gehen zu einem roten Tempel, vor dem viele Menschen - vor allem Sklaven - stehen und ein Priester zu den Anwesenden spricht. Er predigt, Volantis solle für Daenerys in den Krieg ziehen, weil ihre Ankuft laut Benerro, dem Oberpriester des Roten Tempels in Volantis, die Erfüllung einer uralten Prophezeiung sei. Sie sei der wiedergeborene Azor Ahai, geboren aus Rauch und Salz. Tyrion denkt an Thoros aus Myr, den einzigen Roten Priester, den er je kennengelernt hat.
      Haldon und Tyrion gehen in ein Gasthaus, wo sie Informationen bekommen wollen. Zwei Männer spielen dort Cyvasse, der dünne von beiden ist Qavo Nogarys, Zöllner in Selhorys. Haldon organisiert ein Spiel zwischen Tyrion und Qavo, welcher einiges zu erzählen hat. Yunkai will Krieg gegen Daenerys und hat dafür den Triarch Nyessos bestochen, welcher der Partei der Elefanten angehört. Qavo gibt die unglaublichsten Gerüchte über Daenerys wieder und meint dann, dass die Zerschlagung des Sklavenhandels auch Volantis betreffe, wo die Adeligen nun einen Aufstand der zahlenmäßig überlegenen Sklaven fürchten würden. Es ist bereits zu Kämpfen zwischen den Anhängern der Roten Priester und denen anderer Götter gekommen. Benerro predigt offenbar regelmäßig auf heftige Weise über Daenerys und die Prophezeiung und wiegelt damit die Sklaven und Freigelassenen in Volantis auf.
      Tyrion verliert die Partie schließlich und er und Haldon machen sich auf den Rückweg. Als sie an einem Bordell vorbeikommen, überzeugt Tyrion Haldon, ihn dort reingehen zu lassen. In dem Bordell lässt Tyrion sich eine Sklavin geben, die zwar wie eine Westerosi aussieht, aber die Sprache nicht spricht. Nach drei Stößen ist es vorbei und er schämt sich. Anschließend betrinkt Tyrion sich, kotzt auf den Teppich und vergeht sich erneut an dem Mädchen. Als er schließlich wieder nach draußen will, wird er von jemandem angesprochen, der aus Westeros kommt, ein Ritter zu sein scheint und einen Bär als Wappentier hat. Der Mann sitzt in einer Ecke und hat ein Mädchen mit langem, silbernen Haar auf dem Schoß. Der Ritter zieht sein Schwert und verkündet, dass er Tyrion der Königin ausliefern wolle.
      Und damit haben sich zwei Teilzeitarschlöcher gefunden, die in der Kategorie "Selbstmitleid" ziemlich harte Konkurrenten sind.
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
      ________________________________________________________________________________________________________

      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Hmm..was soll ich sagen,Tyrions Art und sein ganzes Benehmen finde ich wieder ziemlich daneben.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Während Lemore Tyrion freudig begrüßt und ihn sogar umarmt, ist der Junge mürrisch, weil er an Bord bleiben soll und nicht mit Yandri und Ysilla an Land gehen darf.

      Man ist vorsichtig mit dem jungen Prinzen,das ist wohl ganz natürlich.Dennoch kommt es mir so vor,als würde der der Junge Greif für seine ,wie alt ist er noch?17 Jahre(?) um einiges jünger wirken und auch von seinen Reisegenossen mehr wie ein Junge,denn wie ein junger Mann angesehen werden.Ich sehe ihn jetzt im Vergleich zu Robb,Jon und vielleicht sogar Daenerys.
      Unsympathisch ist er mir aber nicht,genauso wenig wie sein Vater( bisher).

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Außerdem habe vor der Plünderung der Stadt während der Rebellion ein Austausch des Prinzen Aegon durch einen Jungen stattgefunden, welchen Varys einem Vater in Flea Bottom für einen Krug Arborgold abgekauft habe.

      Hmm...finde ich schon komisch.Wann soll der Tausch wohl stattgefunden haben und sahen sich die Kinder auch nur im entferntesten ähnlich?Und warum hat man dann Rhaenys nicht auch ausgetauscht,da wäre für Geld bestimmt ein entsprechendes Mädchen aufzutreiben gewesen...oder sogar die gesamte Familie.Was hat man Elia gesagt um sie dazu zu bewegen ihren Sohn in Varys Hände zu geben und wenn sie um die tödliche Gefahr wusste,was hat sie davon abgehalten auch ihre Tochter,wie auch immer in Sicherheit bringen zu lassen?

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Der Mann sitzt in einer Ecke und hat ein Mädchen mit langem, silbernen Haar auf dem Schoß. Der Ritter zieht sein Schwert und verkündet, dass er Tyrion der Königin ausliefern wolle.
      Und damit haben sich zwei Teilzeitarschlöcher gefunden, die in der Kategorie "Selbstmitleid" ziemlich harte Konkurrenten sind.

      Hihi,Teilzeitarschlöcher. :D
      Naja...ich finde dieses Daenerys-Double auf Mormonts Schoß schon ein bisserl bäähh....was ich von Tyrions gesamtem Verhalten im Bordell halte ,muss ich wohl nicht extra erwähnen. <X
      Dennoch war es ein klein wenig nett von ihm zu erwähnen,dass er an dem Zustand des Teppichs die Schuld trägt.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Haldon fordert Tyrion auf, mit einem Messer die Empfindsamkeit von dessen Zehen und Fingern zu überprüfen, um möglicherweise totes Gewebe ausfindig zu machen. Tyrion will wissen, wann er sicher sein könne, sich nicht angesteckt zu haben, woraufhin Haldon meint, dass man das gar nicht wissen könne und Tyrion sich vielleicht schon innerlich in Stein verwandle.

      Frage mich wirklich, ob da vielleicht auch noch nach Jahren die Krankheit ausbrechen kann. Wobei ich glaube, dass es Tyrion nicht trifft, da wir die Krankheit schon in Form von Jon Connington jetzt als Storyelement haben.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Er charakterisiert Daenerys als starke und entschlossene Frau, die vielleicht gar kein Interesse an jemandem habe, dessen Thronanspruch besser als ihr eigener sei.

      Das deutet vielleicht daraufhin, dass es wirklich in TWOW einen neuen Drachentanz geben wird. Genauer gesagt hat Daenerys keinen Grund anzunehmen, dass Aegon echt ist und wird ihr wohl tatsächlich wie ein Konkurrent vorkommen, der plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht ist.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Er provoziert Young Griff zu einer Partie Cyvasse. Als dieser mit seinem Drachen beginnen will, hält Tyrion ihn davon ab. Young Griff will von Tyrion wissen, ob dieser Rhaegar gekannt habe, und Tyrion meint, dass er ihn zwei oder drei Mal gesen habe, zum Zeitpunkt von Rhaegars Tod aber erst zehn Jahre alt gewesen sei.

      Wann soll das passiert sein, dass Tyrion Rhaegar gesehen hat oder war das bei diesem Fest, wo Cersei eigentlich mit Rhaegar verlobt werden sollte und die Maggi-Prophezeiung?

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Er beschreibt recht genau die Lage in Westeros und weist auf Cerseis Inkompetenz hin, wodurch nun der perfekte Augenblick für eine Invasion sei.

      Lustig, dass Tyrion ohne genauen Einblick zu haben weiß, dass Cersei in ihrer Regentschaft vieles zugrunde richten wird und völlig unfähig zum Regieren ist. :)

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Wenn Prinz Aegon in Westeros seine Banner aufstellen und Unterstützer sammeln würde, bestünde sogar die Möglichkeit, dass Daenerys ihm zu Hilfe eilen würde. Tyrion hält sie für eine Person, die sich als Retterin sieht, und die ihren totgeglaubten Neffen nicht im Stich lassen würde.

      Und das finde ich jetzt komisch. Wenn Aegon in Westeros steht, dürfte er Daenerys meiner Meinung nach noch mehr als plötzlicher Konkurrent vorkommen, der aus dem Nichts gekommen ist. Oder Tyrion hat das mit Absicht geplant und Aegon VI. kapiert es nicht?

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Am Ende seiner langen Rede weist Tyrion Young Griff darauf hin, dass er in vier Zügen gewinnen werde, da dieser seinen Drachen nicht ins Spiel gebracht habe. Young Griff wird sauer, weil er von seinem Gegner reingelegt wurde, und schmeißt das Brett um. Anschließend befiehlt er Tyrion, die Figuren aufzuheben, was dieser auch tut. Nach dieser Aktion denkt Tyrion, dass der Junge ja vielleicht doch ein Targaryen sei.

      Hier wird das erste Mal deutlich, dass Aegon doch einige sehr negative Eigenschaften hat, die sich sehr schlecht auswirken könnten. Das hat schon was von Aerion an dieser Stelle. Eigentlich hat Tyrion ihm hier nur einen sehr wichtigen Rat gegeben (niemals nur auf die Meinung eines anderen zu hören) und dafür demütigt er ihn gleich.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Nachdem er vierzig Mal hintereinander zum Triarchen gewählt worden war, erklärte er sich zum Triarchen auf Lebenszeit, was einen Aufstand auslöste, an dessen Ende Horonno auf unschöne Weise hingerichtet wurde.

      Erinnert mich etwas an Caesar.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Tyrion verliert die Partie schließlich und er und Haldon machen sich auf den Rückweg. Als sie an einem Bordell vorbeikommen, überzeugt Tyrion Haldon, ihn dort reingehen zu lassen. In dem Bordell lässt Tyrion sich eine Sklavin geben, die zwar wie eine Westerosi aussieht, aber die Sprache nicht spricht. Nach drei Stößen ist es vorbei und er schämt sich. Anschließend betrinkt Tyrion sich, kotzt auf den Teppich und vergeht sich erneut an dem Mädchen.

      Ach diese Szene. :S Ich empfinde sie gegenüber dem Tyrion, der Sansa das Bedding erspart einen sehr großen Rückschritt. Damals war Tyrion von seiner Gemütslage auch noch stabiler, ohne Morde begangen zu haben und Selbstmitleid und ohne wochenlange Abstinenz. Und trotzdem habe ich mich beim zweiten Lesen darauf eingestellt jetzt eine furchtbare Szene zu lesen, nach der ich richtig böse auf Tyrion sein wollte und es funktionierte irgendwie nicht. Denn meiner Meinung nach hätte das jeder gemacht, der in ein Bordell geht, um mit Frauen zu schlafen (also Westeros- und Essos-Standard). Vermutlich hätte es Kandidaten gegeben, die noch Schlimmeres gemacht hätten. Die eigentliche Grausamkeit an der Szene ist, dass ein solch armes Mädchen in einem Bordell sein muss. Hätte mir dennoch gewünscht, Tyrion hätte ihr zumindest Gang 2 erspart, aber er sieht wenigstens selbst ein, dass es nicht so toll ist, was er hier macht.

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Und damit haben sich zwei Teilzeitarschlöcher gefunden, die in der Kategorie "Selbstmitleid" ziemlich harte Konkurrenten sind.

      Jep, der wohl extremste Zufall im ganzen Lied. Das ist wirklich einer der wenigen Momente die konstruiert wirken. Von hunderten Möchtegern-Attentätern die dank Cerseis schwachsinnigen Befehl durch Essos streifen, gerät Tyrion ausgerechnet an Jorah Mormont, der ihn auch gefangennehmen will, aber nur um sich damit wieder bei Daenerys einzuschleimen. Finde aber dann die Interaktion zwischen den beiden immer wieder genial. Irgendwie treffen da so zwei Welten aufeinander und das ist der Moment als mir die Tyrion-Kapitel wieder mehr Spaß gemacht haben, noch besser wird es dann mit Penny.

      Bezüglich solcher Zufallstreffen muss ich aber sagen: Als wir in Neapel waren trifft einer meiner Freunde dort den Bruder seines besten Freundes auf dem Vesuv. Wir waren vor Jahren einmal im Urlaub auf Kos und treffen zufällig einen Kollegen meines Vaters (der auch mein Lehrer war), daraus hat sich da eine sehr gute Freundschaft entwickelt. Also man sieht auch im realen Leben gibt es solche Treffen, wo man in einem Forum fett gedruckt in Schriftgröße 40 schreiben würde: "Hilfe, ist das schlecht, so derart konstruiert."
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Er weist den Jungen daraf hin, dass jegliches Vertrauen tödlich sei, und erweckt sein Interesse, indem er sagt, dass er eher Richtung Westeros ziehen und nicht zu Daenerys gehen würde.[...]Am Ende seiner langen Rede weist Tyrion Young Griff darauf hin, dass er in vier Zügen gewinnen werde, da dieser seinen Drachen nicht ins Spiel gebracht habe. Young Griff wird sauer, weil er von seinem Gegner reingelegt wurde
      Wie blöd für den armen Aegon, dass er nicht merkt, dass der Tipp mit dem Misstrauen nicht nur auf Cyvasse bezogen war... :/

      Ser Erryk schrieb:

      Oder Tyrion hat das mit Absicht geplant und Aegon VI. kapiert es nicht?
      Ich denke, Tyrion wollte dem Jungen einfach eine Lektion zu Vertrauen geben, und hat dann nicht gespannt, dass diese nicht angekommen ist. Er war ja später sehr verwundert, als er erfahren hat, dass Aegon eine Invasion startet.

      onyx schrieb:

      Unsympathisch ist er mir aber nicht,genauso wenig wie sein Vater( bisher).
      Ui, ich wusste gar nicht, dass du Sympathien für den fetten Käsehändler hegst. ;)
      We all must choose. Man or woman, young or old, lord or peasant, our choices are the same. We choose light or we choose darkness.

      Ser Erryk schrieb:

      Wann soll das passiert sein, dass Tyrion Rhaegar gesehen hat oder war das bei diesem Fest, wo Cersei eigentlich mit Rhaegar verlobt werden sollte und die Maggi-Prophezeiung?

      Das wird eine der Situationen gewesen sein, auch wenn Tyrion damals erst drei war. Vielleicht hat er ihn später nochmal aus der Ferne gesehen, aber ich denke, Tyrion bleibt hier Young Griff gegenüber absichtlich vage, weil er eigentlich auf dessen Frage ganz banal mit "Nein" antworten müsste, was Tyrion aus seiner selbstverschriebenen Mentor-Position heraus aber nicht zugeben will.

      Ser Erryk schrieb:

      aber er sieht wenigstens selbst ein, dass es nicht so toll ist, was er hier macht.

      Und genau das ist es, was die ganze Sache für mich so richtig widerlich werden lässt. Ist ja nicht so, dass er die Umstände als Einheimischer für normal hält, er weiß ganz genau, was er da macht, und tut es dennoch. Und da finde ich diese Relativierungsansätze a la "aber andere..." eher unangebracht.
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
      ________________________________________________________________________________________________________

      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Und damit haben sich zwei Teilzeitarschlöcher gefunden, die in der Kategorie "Selbstmitleid" ziemlich harte Konkurrenten sind.
      :rofl: Danke, an dieser Stelle musste ich doch erstmal heftig kichern, was mir einen leicht befremdeten Blick meines Mannes eingetragen hat...

      Ser Erryk schrieb:

      Hier wird das erste Mal deutlich, dass Aegon doch einige sehr negative Eigenschaften hat, die sich sehr schlecht auswirken könnten. Das hat schon was von Aerion an dieser Stelle. Eigentlich hat Tyrion ihm hier nur einen sehr wichtigen Rat gegeben (niemals nur auf die Meinung eines anderen zu hören) und dafür demütigt er ihn gleich.
      Er hat die typischen negativen Eigenschaften eines arroganten Teenagers. :D

      Ser Erryk schrieb:

      Ich empfinde sie gegenüber dem Tyrion, der Sansa das Bedding erspart einen sehr großen Rückschritt.
      Ich war hier auch ganz schön enttäuscht von Tyrion. Ich nehme ihm nicht übel, dass er in ein Bordell geht. Hat er vorher schon getan, aber nach allem, was man weiß, hat er die Prostituierten, mit denen er sich eingelassen hat (und ich rede hier nicht von Shae, die einen Sonderfall darstellt) doch eher gut behandelt.

      Ser Erryk schrieb:

      Denn meiner Meinung nach hätte das jeder gemacht, der in ein Bordell geht, um mit Frauen zu schlafen (also Westeros- und Essos-Standard)
      Das erste Mal vielleicht.

      Ser Erryk schrieb:

      Hätte mir dennoch gewünscht, Tyrion hätte ihr zumindest Gang 2 erspart, aber er sieht wenigstens selbst ein, dass es nicht so toll ist, was er hier macht.
      Hilft dem armen Mädchen jetzt auch nicht wirklich...

      Ser Erryk schrieb:

      Bezüglich solcher Zufallstreffen muss ich aber sagen: Als wir in Neapel waren trifft einer meiner Freunde dort den Bruder seines besten Freundes auf dem Vesuv.
      Eine Freundin von mir hat eine Weile in Dublin gelebt, dort eine andere Deutsche getroffen, festgestellt, dass sie aus einem Ort hier aus der Nähe stammte und dann herausgefunden, dass sie die Ex-Freundin eines guten Bekannten (wodurch ich sie auch kannte) von uns beiden ist. :D

      Ser Pounce schrieb:

      Ui, ich wusste gar nicht, dass du Sympathien für den fetten Käsehändler hegst.
      Hey, wer steht nicht auf dicke Männer mit buntem Gesichtshaar! :rolleyes:

      Mir ist in diesem Kapitel aufgefallen, wie unterschiedlich Haldon und Lemore mit einer möglichen Ansteckungsgefahr Tyrions umgehen. Haldon lässt Tyrion sich im Prinzip selbst untersuchen und sieht zu, dass in ihrem späteren Gespräch ein Tisch zwischen ihnen steht.
      Lemore wäscht den frisch aus dem Wasser gefischten Tyrion mit Essig und fällt ihm um den Hals, als er auf Deck auftaucht.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Esmeralda schrieb:

      Danke, an dieser Stelle musste ich doch erstmal heftig kichern

      Ich auch. :D Finde den Ausdruck genial.

      Esmeralda schrieb:

      Er hat die typischen negativen Eigenschaften eines arroganten Teenagers.

      Ich fand das jetzt auch nicht so dramatisch.Tyrion besitzt da auch nicht gerade Feingefühl.

      Esmeralda schrieb:

      Eine Freundin von mir hat eine Weile in Dublin gelebt, dort eine andere Deutsche getroffen, festgestellt, dass sie aus einem Ort hier aus der Nähe stammte und dann herausgefunden, dass sie die Ex-Freundin eines guten Bekannten (wodurch ich sie auch kannte) von uns beiden ist.

      Ich bin auf der Heimfahrt aus Schleswig eingeschlafen(mein Mann ist gefahren) und guckte beim Aufwachen direkt ins Gesicht meiner Freundin die aus Dänemark kam und neben uns fuhr.Da haben wir uns ganz zufällig auf der Autobahn getroffen und zusammen ein Päuschen gemacht. :)

      Esmeralda schrieb:

      Hey, wer steht nicht auf dicke Männer mit buntem Gesichtshaar!

      Bei mir waren es da eher die wallenden Gewänder ,die mich ansprachen. :love:

      Esmeralda schrieb:

      Mir ist in diesem Kapitel aufgefallen, wie unterschiedlich Haldon und Lemore mit einer möglichen Ansteckungsgefahr Tyrions umgehen.

      Ob es eventuell daran liegt dass Lemore aufgeklärter ist oder ist sie diesbezüglich wohl nur unbedarft.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      onyx schrieb:

      Ich fand das jetzt auch nicht so dramatisch.Tyrion besitzt da auch nicht gerade Feingefühl
      Hm, so ganz unbedenklich finde ich diese Situation aber auch nicht. Dass er das Brett umschmeißt, kann ich verstehen, die anschließende Demütigung war aber absolut unnötig und wäre von den anderen auch sicherlich nicht gern gesehen worden. Immerhin hat Tyrion ihn ja sogar vor einem Steinmenschen gerettet, als unser Super-Prinz in Schockstarre gefallen war.
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
      ________________________________________________________________________________________________________

      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont