Reread A Dance with Dragons (Tyrion VII bis Davos IV) Woche 81

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      Tyrion VII Teil 1

      Nach sieben Kapiteln erreicht Tyrion dann endlich Volantis, doch nicht so wie er es sich erhofft hat. Es ist bereits Abend. Tyrion (auf das Pferd gefesselt) und Jorah haben zunächst Probleme einzutreten, da nachts immer die Tore geschlossen werden. Schließlich wird ein Hauptmann gerufen, der Tyrion dann kurz über den Kopf streichelt. Mit einer spitzen Bemerkung versucht er den Kapitän dazuzubringen ihn loszuschneiden, doch das klappt nicht. Dann macht ihm Jorah klar, dass er nichts erreicht, da der Volantener seine Sprache nicht spricht. Tyrion versucht stattdessen wieder mit Jorah zu verhandeln, doch auch der geht auf seine Angebote nicht ein. Tyrion ist immer noch überzeugt davon, dass er sich eine Lordschaft kaufen will. Dann kommt die Rede darauf, dass Tyrion ein kinslayer ist und auf die Frage wie er das tun konnte, antwortet er nur spitz:
      "Give me a crossbow and pull down your breeches, and I'll show you."

      :D :D :D :D Finde Tyrion hier sehr lustig, nur mal am Rande bemerkt.
      Nicht nur das, wir erfahren auch, dass Tyrion mit größtem Vergnügen Jorah töten würde, und wer könnte es ihm verübeln (außer natürlich die Tyrion-Gegner), immerhin hat er ihn entführt und Tyrion denkt immer noch, dass er ihn an Cersei ausliefern wird. Anschließend bekommen wir einen ausführlichen Einblick von Old Volantis. Ich glaube ich muss jetzt nicht jedes Detail noch einmal erwähnen. Jedenfalls erkennt Tyrion, dass das Gerede von dem mächtigen und schönen Volantis nur noch leeres Gerede ist. Sklaven und nackte Kinder sind überall zu sehen und nach Tyrions Meinung riecht die Stadt wie eine alte Hure. Dadurch kommen sie kurz ins Gespräch bezüglich des Bordells, wo sie sich getroffen haben und Tyrion hat wieder eine spitze Bemerkung auf Lager. Doch Jorah geht wieder nicht darauf ein und droht Tyrion. Der hat bereits schon genug schlechte Erfahrungen mit Jorahs fehlendem Humor und schnellen Händen. Es ist sogar so schlimm, dass Tyrion bereit wäre, die Pilze einzusetzen, doch nicht gegen Jorah, sondern für sich selbst.
      Bald kommen sie jedoch in bessere Teile der Stadt und Tyrion ist überrascht, als er das erste Mal einen Elefanten sieht. Schließlich erreichen sie einen Tempel von R'hllor, wo einer der Hohepriester, Benerro, gerade predigt und viele tausende Sklaven auf die Plaza gekommen sind. Dabei fallen Tyrion die Sklaventattoos in dessem Gesicht auf. Er erfährt von Tyrion, dass viele der Diener von R'hllor ehemalige Sklaven sind, die der Rote Tempel kauft und zu Tempelprostituierten, Priestern oder Krieger macht (The Fiery Hand, heilige Soldaten, die den Tempel verteidigen). Dieser Tempel hat knapp 1000 dieser Krieger. Benerro liefert den Massen eine Show, indem er valyrische Glyphen mittels Feuermagie in die Luft malt, von denen Tyrion jedoch nur wenige entziffern kann. Tyrion jedenfalls ist bei Benerro unwohl und er hofft nicht, dass Jon Connington Benerro als Verbündeten verwendet, wie von Haldon vorgeschlagen.
      Some allies are more dangerous than enemies.

      Doch Tyrion kann es im Prinzip egal sein, da er sein Ende sowieso schon sieht, aufgespießt auf einen Pfahl. Schließlich hört er wie Benerro davon predigt, dass Daenerys große Gefahr droht, denn das dunkle Auge ruht auf ihr und niedere Diener der Nacht planen ihre Vernichtung und predigen zu falschen Göttern für ihren Untergang, wobei sie sich mit gottlosen Auswärtigen verschwören. Danach spricht Benerro kurz von der Azor Ahai-Prophezeiung und Tyrion ist sich absolut sicher, dass Aegon in Benerro keinen Verbündeten finden wird.
      Schließlich verschwindet Jorah von der Plaza und kauft in einem nahen Stall einige Fesseln für Tyrion. Das hat einen entscheidenden Grund, denn in Fesseln wird Tyrion als Sklave angesehen und was ein Sklave sagt, ist egal. Jorah will somit verhindern, dass Tyrions Gerede ihm zur Bedrohung wird. Tyrion verspricht zwar den Mund zu halten (wer es glaubt), doch Jorah fesselt ihn trotzdem. Wenigstens ist Tyrion mittlerweile davon überzeugt, dass Jorah ihn lebend bei Cersei ausliefern will, sonst würde er sich nicht diese Mühe machen und hat so noch eine Resthoffnung zu überleben. Anschließend überqueren sie die legendäre Lange Brücke von Volantis, die mit Ständen aller Art gefüllt ist. Hier gibt es auch viele Diebe und Beutelschneider. In der Mitte gibt es eine Art Galgen, an dem die abgetrennten Hände und Köpfe von Dieben und Verbrechern hängen. Einige der Köpfe sind Sklaven, deren Verbrechen auch markiert sind. Einer von ihnen hat seinen Vater umgebracht.
      Why, it almost look as if those lips are smiling.

      Keine Ahnung warum, aber jeder Witz über Tywins Tod spricht irgendwie mein Komikzentrum an. Ist wohl der berüchtigte schwarze Humor. :D
      Dann endlich, als Tyrion fast in Elefantenkot tritt, weil er einige halbnackte Sklavenmädchen bewundert, erreichen sie den Fischhändlerplatz, wo sie im Haus des Kaufmanns übernachten. Tyrion findet das gar nicht so schlecht, denn hier wird wohl auch die Shy Maid eventuell hinkommen. Derweil erwartet Tyrion eine ungemütliche Nacht, denn für Sklaven wurden extra Vorrichtungen angebracht, an denen sie angekettet werden. Tyrion protestiert heftig und enthüllt auch Jorahs Identität. Er versucht damit zu argumentieren, dass beide Varys' Kreaturen sind, doch Jorah gibt nur zu, dessen Münzen angenommen zu haben, aber nie dessen Kreatur gewesen zu sein. Tyrion verlangt, dass er auf der Stelle umgebracht wird, wenn er so und so zu Cersei soll, doch Jorah geht auch darauf nicht ein. Er verlässt zunächst den Raum und schließt die Tür ab. Tyrion überlegt derweil, ob er sich losreißen und dann aus dem Fenster stürzen kann, doch es klappt nicht. Jorah kommt bald mit einer Ente und zwei Krügen zurück, wobei er einen Teil der Ente Tyrion gibt. Dieser gibt ihm auch einen Krug und Tyrion überlegt kurz, ob er mit dem Krug nach Jorah schmeißen soll. Wenn er Glück hat, trifft er und es tötet Jorah, wenn er nicht trifft, könnte Jorah ihn zu Tode prügeln, doch er trinkt lieber weiter.
      Dann kommt die Rede darauf, dass gerade Wahlen in Volantis sind, weshalb soviel los ist. Jeder der Kandidaten führt dazu besondere Showeinlagen auf, um Stimmen zu bekommen. Unter ihnen tritt gerade eine Gruppe Jongleure auf für Methyso.
      "Remind me to vote for someone else."

      Wir erfahren auch, dass die Kandidaten alles machen, um an Stimmen zu kommen: freie Getränke und Essen, Spektakel, einer von ihnen Alios hat sogar hundert Sklavenmädchen ausgeschickt, damit man mit ihnen schlafen kann. Tyrion ist davon angetan und will für ihn stimmen und ein Sklavenmädchen. Jorah weist ihn jedoch daraufhin, dass diese nur für die freien Volantener sind.
      Dann kommt die Rede auf den Abstimmungsmodus im Allgemeinen und das Tyrion drei Könige für zwei zuviel hält (er vergleicht das mit seinen eigenen Geschwistern, die womöglich alle innerhalb eines Jahres die beiden anderen getötet hätten) und fragt, warum nie in Volantis jemand die Alleinherrschaft angestrebt hat. Jorah meint dazu, vermutlich sind die Volantener die Schlaueren, denn durch drei Herrscher könnte ein Verrückter durch die anderen beiden kleingehalten werden und auch einen Jungentriarch würde es niemals geben. Dann kommt die Rede darauf, woher Jorah soviel über Volantis weiß. Zunächst verbrachte er seine Zeit mit Lynesse in Lys und verdingte sich als Söldner. Doch die Verschwendungssucht von Lynesse und die Tatsache, dass sie bald einen neuen Liebhaber hatte, der Jorah aufgrund von Schulden versklaven wollte, trieb ihn nach Volantis. Schließlich eröffnet er Tyrion, dass er morgen für sie beide ein Schiff suchen wird.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Teil 2

      Für Tyrion ist es eine sehr unangenehme Nacht voller Schmerzen, wobei er immerhin daran denkt, wie sich wohl sein Vater bei seinem Tod gefühlt hat und Shae und Tysha, als sie von der ganzen Wachmannschaft vergewaltigt worden ist. Er erwacht schließlich voller Krämpfe und kann sich kaum bewegen, sodass Jorah ihn tragen muss. Im Gemeinschaftsraum bemerkt Tyrion einen weiteren Zwerg, der ihn genauer ansieht und gibt gegenüber Jorah zu erkennen, dass dieser wohl weiß wer er ist. Doch Jorah ist das egal, denn was kann ein einzelner Zwerg gegen jemand wie Jorah schon ausrichten.
      Der exilierte Ritter scheint auf jemanden zu warten, dabei erzählt er Tyrion von den Neuigkeiten, dass die Goldene Kompanie von einem exilierten Lord gekauft worden ist, um Westeros zurückzuerobern und sich zahlreiche Schiffe jetzt auf dem Weg nach Volon Therys befinden. Tyrion ist sich unsicher, ob Jorah ihn nur aufziehen will, denn eigentlich kann er nichts von Jon Conningtons Vorhaben wissen und dann überlegt er, ob Aegon wirklich seinen Köder geschluckt haben könnte. Wieder versucht er Jorah mit Versprechen zu gewinnen, sogar, dass er ihn mit Gold überschütten wird, da Casterly Rock dem Recht nach ihm gehört. Jorah kontert das jedoch lässig mit seiner Erfahrung mit Viserys und wenn Tyrion ein Schwert von ihm erhält, dann nur durch seine Eingeweide. Tyrion überlegt wieder was Jon Connington vorhat, ob er vielleicht die Schiffe überfallen will, um mit einer größeren Stärke in die Sklavenbucht zu fahren, doch dann wird Jorah zur Witwe gerufen.
      Diese Witwe war einst die Hure von Vogarro, einem langjährigen Triarchen der Elefanten-Fraktion. Er selbst hat nie Schiffe gebaut, um mit ihnen selbst zu segeln, sondern hat sich auf das Bauen von Piers und Schiffhäusern, Geldwechseln und dem Angebot von Versicherungen gegen die Gefahren der See für Kapitäne spezialisiert. Auch Sklaven hat er verkauft. Eine von ihnen hat er schließlich befreit und zu seiner Frau gemacht, was natürlich in einer solchen Gesellschaft einen großen Skandal darstellte. Diese Frau hat seine Geschäfte auch nach seinem Tod weitergeführt und das jetzt immerhin schon seit 32 Jahren.
      Jedenfalls ist auch die Witwe über Tyrion amüsiert und meint in Volantis gibt es in letzter Zeit ziemlich viele Zwerge (wohl den Umstand von Cerseis Anordnung geschuldet). Als sie fragt, ob er irgendwelche Tricks kann, denkt sich Tyrion nur.
      Give me a crossbow, and I'll show you my favourite.

      :D Okay und jetzt wieder Ernst. Ich glaube hier sieht man deutlich, was Tyrion unter seinem Vater zu leiden hatte, und auch wenn ihm diese Ermordung anfangs doch ziemlich mitgenommen und in Selbstmitleid gestürzt hat, fühlt er sich dennoch von einer Riesenlast befreit. Kann man jetzt wieder sehr negativ sehen, aber ich glaube es wird Tyrion über kurz oder lang vielleicht doch ganz von diesem Selbsthass befreien. Kommt natürlich darauf an, wie man persönlich zu Tyrion steht.
      Jorah jedenfalls fängt an zu verhandeln und bietet ihr Handschuhe und Schmuck an, den er erst gestern auf der Langen Brücke gekauft hat, um nach Meereen zu kommen. Da hellt sich Tyrions ganze Laune auf, denn erst jetzt begreift er, dass Jorah ihn nicht zu Cersei, sondern zu Daenerys bringen will und er sieht wieder Hoffnung am Horizont. Die Witwe ist irritiert, denn fast jeder andere Exilierte will in den Westen, die Kapitäne streiten sich regelrecht darum, wer sie fahren darf. Also fragt sie was er im Osten will, wo doch der Sklavenhandel nicht mehr existiert und er bekommt neuerliche Schauermärchen von Daenerys zu hören (die Drachen werden mit Neugeborenen gefüttert, sie selbst badet im Blut von Jungfrauen und nimmt sich jeden Abend einen neuen Liebhaber). Jorah erkennt das natürlich sofort als Lügen der Yunkai'i, doch die Witwe sagt sie würde Lügen erkennen können. Wenn er wirklich nach Osten will, soll er warten bis Alios, Parquello und Belicho gewählt werden, denn diese drei würden ganz sicher gewinnen und in den Krieg gegen Meereen ziehen. Jorah ist davon entsetzt und hofft, dass vielleicht doch der friedfertigere Doniphos gewählt wird, doch die Witwe hält das für unwahrscheinlich. Sie denkt Krieg ist bereits beschlossene Sache. Tyrion wird derweil wieder auf den Zwerg aufmerksam, der ihn beobachtet. Die Witwe und Jorah reden noch weiter über die politischen Verhältnisse. Sie hält jedenfalls Benerro und die R'hllor-Priester für eine weitere wichtige Fraktion, die den Krieg in die Richtung drehen könnten, die den Triarchen überhaupt nicht gefallen würde. Jorah fragt schließlich wieviel eine Überfahrt kostet und Tyrion bemerkt, dass er sich hier sehr ungeschickt anstellt, denn die Witwe will kein Geld, sondern nur Respekt. Diese fragt auch, was er bei Daenerys will.
      "To serve her. Defend her. Die for her, if need be."

      Die Witwe reagiert darauf sehr ungläubig, wie er das anstellen will bei den zahlreichen Feinden, sie sie hat. Und sie fragt auch, wie er ihre Gunst gewinnen will und die Rede kommt auf Tyrion. Jorah ist gerade dabei dessen Identität zu enthüllen, doch die Witwe weiß schon längst, dass er Tyrion Lannister ist, verurteiler Königsmörder, Verräter und gesuchter Kinslayer. Und sie fragt Tyrion, was er ihr bieten könnte. Er jedenfalls ist da ziemlich offen und würde ihr weisen Rat, seinen Verstand, Herumtollen aber auch seinen Schwanz oder seine Zunge anbieten, um sie sexuell zufriedenzustellen. Genauso würde er ihre Armeen führen oder ihr die Füße reiben. Alles, was er dafür will ist die Erlaubnis Cersei zu vergewaltigen und zu töten.
      Das bringt die Witwe zum Lächeln (finde es äußerst interessant, dass sie von der Vergewaltigungsdrohung sogar nicht berührt ist) und meint Tyrion wäre wenigstens ehrlich, während sie Jorah einfach nicht vertrauen kann, denn sie vermutet unter seinen edlen Worten dunklere Motive.
      Dann geht plötzlich der Zwerg auf Tyrion los, doch Jorah kann ihn schnell losreißen. Entsetzt stellt er fest, dass der Zwerg eine Frau ist und als Tyrion sie fragt, was er ihr getan hat, beschuldigt sie ihn am Mord ihres Bruders Schuld zu sein. Diesen hätten sie umgebracht, weil sie ihn für Tyrion gehalten hätten. Tyrion merkt nun, wer sie ist. Sie ist eine der beiden tjostenden Zwerge auf Joffreys Hochzeitsfeier, welche Tyrion so tief gedemütigt hatten. Oppo ihr Bruder hat immer die Sau geritten und sie, Penny, den Hund. Tyrion erinnert sich daran, dass es diese Show war, die der Anfang dieses ganzen Schlamassels war. Jorah jedenfalls entschuldigt sich bei ihr, meint jedoch am Mord ihres Bruders hätten sie keine Schuld. Doch Penny lässt sich nicht beruhigen und ist wütend auf Tyrion, da sie eigentlich ihn töten wollten und verlangt Tyrions Tod. Die Witwe schreitet jedoch ein und lässt Penny auf ihr Zimmer bringen. Anschließend ist sie auch bereit den beiden zu helfen und bietet ihnen eine Überfahrt auf der Selaesori Qhoran an. Diese würde mit verschiedenen Waren und einem roten Priester nach Qarth fahren. Tyrion ist damit einverstanden, Jorah jedoch nicht, da Qarth nicht ihr Ziel ist. Die Witwe versichert ihm, dass Benerro in seinen Feuern gesehen hat, dass dieses Schiff niemals ihr Ziel erreichen wird. Tyrion verkündet, dass er ihr seine Stimme geben würde, wenn er abstimmen dürfte. Doch die Witwe will, dass er stattdessen Daenerys eine Nachricht von allen Sklaven in Volantis mitteilen soll.
      "Tell her we are waiting. Tell her to come soon."


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      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Erst mal nur kurz, da ich mit dem Kapitel noch nicht ganz durch bin. Aber mir ist hier folgendes aufgefallen:

      Ser Erryk schrieb:

      Dabei fallen Tyrion die Sklaventattoos in dessem Gesicht auf. Er erfährt von Tyrion, dass viele der Diener von R'hllor ehemalige Sklaven sind, die der Rote Tempel kauft und zu Tempelprostituierten, Priestern oder Krieger macht
      Alle Diener des Roten tragen das Sklaventatoo der roten Flamme. Ist das nur in Volantis so?
      Warum haben Melisandre und Thoros keine Tatoos?
      Melisandre wurde sogar tatsächlich als Sklavin gekauft, sollte sie dann nicht auch Tatoos tragen?
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Esmeralda schrieb:

      Alle Diener des Roten tragen das Sklaventatoo der roten Flamme. Ist das nur in Volantis so?
      Warum haben Melisandre und Thoros keine Tatoos?
      Melisandre wurde sogar tatsächlich als Sklavin gekauft, sollte sie dann nicht auch Tatoos tragen?


      Thoros wurde ja nicht als Sklave gekauft.
      Vielleicht hat er deswegen kein Tatoo, vielleicht ist das aber auch einfach nicht in Myr üblich.
      Melisandre kommt ja auch aus Asshai - wieder zwei Möglichkeiten:
      Entweder händeln die Priester in Asshai es auch anders, oder Mel hat ihr Tatoo mit einem Illusionszauber verborgen.
      Wobei die Magie ja erst wiedergekommen ist, während Melisandre schon auf Dragonstone war...

      LordSerry schrieb:

      Thoros wurde ja nicht als Sklave gekauft.
      Den Teil habe ich mir auch schon gedacht.

      LordSerry schrieb:

      Melisandre kommt ja auch aus Asshai -
      Über Asshai wissen wir ja so wenig, nicht einmal ob es dort überhaupt einen Roten Tempel gibt. Es wird ja sogar behauptet, es gäbe dort keine Kinder.

      Am ehesten tendiere ich zu der Erklärung, dass es einfach ein Volantis-Dings ist. Die Volantener tätowieren ja alle ihre Sklaven mit der "passenden" Berufsbezeichnung...
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Erst mal ein dickes Dankeschön an Ser Erryk für das schnelle Einspringen und die gelungene Zusammenfassung,ich habe da echt was verschusselt. :thumbup:
      zu Tyrion VII :

      Ser Erryk schrieb:

      Dann kommt die Rede darauf, dass Tyrion ein kinslayer ist und auf die Frage wie er das tun konnte, antwortet er nur spitz:
      "Give me a crossbow and pull down your breeches, and I'll show you."

      Finde Tyrion hier sehr lustig, nur mal am Rande bemerkt.

      Na,wie sollte es anders sein,jedem das Seine...aber ich finde das ungeheuer geschmacklos von Tyrion und ich finde der nervt in diesem Kapitel mal wieder gewaltig. :pardon:

      Ser Erryk schrieb:

      Nicht nur das, wir erfahren auch, dass Tyrion mit größtem Vergnügen Jorah töten würde, und wer könnte es ihm verübeln (außer natürlich die Tyrion-Gegner), immerhin hat er ihn entführt und Tyrion denkt immer noch, dass er ihn an Cersei ausliefern wird.

      Naja...es gäbe wohl in einer solchen Welt kaum jemanden,der über diese Möglichkeit seinem Entführer gegenüber,von dem er denkt,dieser wolle ihm dem sicheren Tod überantworten nicht auch wenigstens nachdenken würde.

      Ser Erryk schrieb:

      Doch Jorah geht wieder nicht darauf ein und droht Tyrion. Der hat bereits schon genug schlechte Erfahrungen mit Jorahs fehlendem Humor und schnellen Händen.

      Auch wenn es sehr zweifelhaft ist,jemanden zur Geisel zu nehmen,nervt Tyrion so gewaltig,dass ich hier Jorahs Verhalten schon ein wenig nachvollziehen kann.Ich denke Jorah hätte Tyrion von Anfang an knebeln sollen....

      Ser Erryk schrieb:

      Das hat einen entscheidenden Grund, denn in Fesseln wird Tyrion als Sklave angesehen und was ein Sklave sagt, ist egal. Jorah will somit verhindern, dass Tyrions Gerede ihm zur Bedrohung wird. Tyrion verspricht zwar den Mund zu halten (wer es glaubt), doch Jorah fesselt ihn trotzdem.

      Hmmm...um die ganze Sache noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen,wäre es vielleicht von Vorteil gewesen Tyrion eine Tätowierung auf die Wange stechen zu lassen.Wahlweise seine ständig erwähnte Armbrust oder einen Abtritt.

      Ser Erryk schrieb:

      Keine Ahnung warum, aber jeder Witz über Tywins Tod spricht irgendwie mein Komikzentrum an. Ist wohl der berüchtigte schwarze Humor.

      Ich mag schwarzen Humor zum Teil wirklich,aber empfinde wie schon erwähnt,sehr abstoßend,dass Tyrion hier auch noch Witze über den Tod seines Vaters reißt....im Gegenzug muss ich aber zugeben,dass ich fieserweise über die ein oder andere Gemeinheit,die Jorah da Tyrion zukommen lässt beim Lesen breit grinsen musste...auch nicht nett. :whistling:

      Ser Erryk schrieb:

      Tyrion überlegt derweil, ob er sich losreißen und dann aus dem Fenster stürzen kann, doch es klappt nicht.

      Herrjeh,dieses Getue,dabei finde ich,dass man an anderen Stellen sehr gut merkt,wie sehr er noch an seinem Leben hängt.

      Ser Erryk schrieb:

      Jorah kommt bald mit einer Ente und zwei Krügen zurück, wobei er einen Teil der Ente Tyrion gibt.

      Ich denke ,dass das bestimmt nicht in Jorahs Absicht lag und er dachte Tyrion würde die Ente fangen....aber das war so eine Stelle. :D
      Vielleicht bin ich heute aber auch einfach gemein. :whistling:

      Ser Erryk schrieb:

      Dann kommt die Rede darauf, woher Jorah soviel über Volantis weiß. Zunächst verbrachte er seine Zeit mit Lynesse in Lys und verdingte sich als Söldner. Doch die Verschwendungssucht von Lynesse und die Tatsache, dass sie bald einen neuen Liebhaber hatte, der Jorah aufgrund von Schulden versklaven wollte, trieb ihn nach Volantis.

      ;( Ohhh weh,der arme Jorah,warum sucht er sich nur immer die falschen Frauen aus....

      Ser Erryk schrieb:

      Jorah kontert das jedoch lässig mit seiner Erfahrung mit Viserys und wenn Tyrion ein Schwert von ihm erhält, dann nur durch seine Eingeweide.

      Darauf kommt von Tyrion :
      ​"Ein sicheres Heilmittel gegen Verstopfung",sagte Tyrion."Fragt nur meinen Vater."

      Abgesehen von der Geschmacklosigkeit...wie kommt Tyrion auf Verstopfung...ich weiß ,ich höre hier vermutlich die Flöhe husten,aber könnte das doch ein Hinweis von George auf dieses Gift sein ?

      Ser Erryk schrieb:

      Ich glaube hier sieht man deutlich, was Tyrion unter seinem Vater zu leiden hatte, und auch wenn ihm diese Ermordung anfangs doch ziemlich mitgenommen und in Selbstmitleid gestürzt hat, fühlt er sich dennoch von einer Riesenlast befreit. Kann man jetzt wieder sehr negativ sehen, aber ich glaube es wird Tyrion über kurz oder lang vielleicht doch ganz von diesem Selbsthass befreien. Kommt natürlich darauf an, wie man persönlich zu Tyrion steht.

      Wahrscheinlich....aber ich verstehe jetzt ehrlich gesagt gar nicht,wie du das jetzt meinst....

      Ser Erryk schrieb:

      "To serve her. Defend her. Die for her, if need be."

      ;(

      Ser Erryk schrieb:

      Alles, was er dafür will ist die Erlaubnis Cersei zu vergewaltigen und zu töten.

      <X :censored: ....ob er das wirklich so meint....oder vermutet die alte Frau hier in dem falschen Mann Unaufrichtigkeit....

      Ser Erryk schrieb:

      Doch Penny lässt sich nicht beruhigen und ist wütend auf Tyrion, da sie eigentlich ihn töten wollten und verlangt Tyrions Tod.

      Naja,für die Morde an den Zwergen kann er ja wirklich nichts.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      onyx schrieb:


      Ser Erryk schrieb:

      Das hat einen entscheidenden Grund, denn in Fesseln wird Tyrion als Sklave angesehen und was ein Sklave sagt, ist egal. Jorah will somit verhindern, dass Tyrions Gerede ihm zur Bedrohung wird. Tyrion verspricht zwar den Mund zu halten (wer es glaubt), doch Jorah fesselt ihn trotzdem.

      Hmmm...um die ganze Sache noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen,wäre es vielleicht von Vorteil gewesen Tyrion eine Tätowierung auf die Wange stechen zu lassen.Wahlweise seine ständig erwähnte Armbrust oder einen Abtritt.


      :rofl: Ja, so ein bisschen habe ich schon den Eindruck, als hättest du heute deinen 'gemeinen'. Aber ich mag deinen schwarzen Humor. Besser jedenfalls als Tyrions. :D

      @Ser Erryk: Ein dickes Dankeschön auch von mir und ein Lob an die Zusammenfassung. Ich hatte dieses Kapitel insgesamt vor diesem Reread schon zwei Mal gelesen, fand es zwar interessant, aber auch immer irgendwie total unübersichlich. Deine Zusammenfassung hat da echt geholfen, mehr Klarheit für die Themen und Abläufe rein zu bringen. :)


      Zum Kapitel:

      Ich gehe mal nach Themen vor:

      - Der Glaube an den Roten Gott
      Die Hirarchie wird hier mal sehr deutlich. Akolythen, Priester, einen eigenen Orden an der Waffe.
      Und -uiii- das Dunkle Auge... Ich sehe förmlich Saurons Feste vor mir und PJs Auge, das hin und her zuckt. ;)
      Den Orden an der Waffe fand ich besonders interessant. Vor allem, als die Witwe die Sprache darauf bringt, dass Benerro eigentlich aus Volantis hatte entfernt werden sollen, sich aber niemand an ihn heran getraut hat. Im Zusammenhang dazu, dass die Witwe auf Tyrion setzt, um Dany ihre Botschaft nach Befreiung auszurichten, fand ich auch ihre Aussicht auf einen nahenden Aufstand sehr faszinierend.

      Darüber hinaus finde ich es ebenso interessant, was Benerro zu sagen hat.

      Zit. (FanPro-Ausgabe) S. 354: "[...] und die Lakaien der Nacht planen ihre Vernichtung und beten ihre falschen Götter in ihren Tempeln der Falschheit an ... sie verschwören sich mit gottlosen Ausländern zum Verrat ..."

      Da ist die Frage, wer die Lakaien der Nacht sind und wer die gottlosen Ausländer.
      Ich mochte außerdem, dass Tyrion sich Gedanken über Jon Connington macht, ihn als klever genug einschätzt, Benerro nicht als Verbündeten auszuwählen und ihm das Thema Sorgen bereitet bzw. er sich darum kümmert, was ihn ja selbst wieder überrascht.

      Und dann ist da natürlich die Frage, warum er diese Prophezeiung über die Selaesori Qhoran gemacht hat. Die Witwe weiß davon, welche Verbindungen hat sie eigentlich und warum weiß sie davon? Ich kann mir übrigens kaum vorstellen, dass er die Prophezeiung einfach so gemacht hat. Vielmehr wird er sie im Zusammenhang mit Morroqos Aufgabe erfahren haben? Warum sonst hätte er in die Flammen sehen sollen? Und gibt es da noch mehr an Prophezeiung? Hm. Das ist mal eine Frage für die kommenden Tyrion- und Victarion-Kapitel.


      - Die Beziehung zwischen Tyrion und Jorah
      Ich fand es in der Anfangsszene sehr interessant, dass Tyrion von Jorah noch einmal den Spiegel vor die Nase gehalten bekommen hat in Hinsicht auf seinen Vatermord und was die westerosische Gesellschaft dazu denkt und sagt. Dass ihm das nicht gefällt, ist natürlich klar, aber ich finde es ganz gut. Auch, dass wir Jorah wieder einmal als jemanden kennen lernen, der sich sehr gut in Essos auskennt und darüber hinaus durchaus bereit ist, die bestehenden Systeme in Westeros zu hinterfragen. Wie in der Situation, als er mit Tyrion über die Triarchen redet und von Tyrion einfordert, das westerosische Herrschaftssystem mal aus einer anderen Perspektive zu sehen und ihn zum Schlafen auffordert, sich mit seinen Taten zu beschäftigen. Abseits davon, dass ich Tyrions internes Geflenne bisher auch ziemlich anstrengend fand, hier fängt er das erste Mal damit an, sich zu fragen, wie sich Tysha -aber eigentlich viel zentraler- Shae und sein Vater gefühlt haben müssen, als er sie umgebracht hat. Für mich eigentlich der Beginn, dass er sich aktiv mit seiner Schuld auseinander setzt, weil er bemerkt, dass ihre Schmerzen und Gefühle schlimmer gewesen sein müssen als das, was er gerade durchmacht. Er zieht daraus für sich allerdings kein abschließendes Fazit, aber immerhin - es ist ein Anfang.
      Und wenn ich mir das so ansehe, ist es wohl auch kein Wunder, dass er kurz darauf auf Penny trifft.

      Wo ich übrigens herzhaft lachen musste (sie sind am anderen Morgen im Wirtshaus auf dem Weg zu der Witwe):

      Zit. S. 362: "Einen halben Herzschlag lang glaubte er, Illyrio Mopatis gesehen zu haben, aber es war nur einer der weißen Zwergelefanten, der vor der Tür vorbei lief."


      Und auch sonst hat mir die Beschreibung von Volantis sehr gefallen. Auch gerade die Gegenüberstellung dessen, was Tyrion noch aus dem Geschichtsunterricht/Büchern über Volantis im Kopf hat, mit der Realität. Auch ein Hinweis auf den baldigen Fall der Stadt durch die Sklaven?

      Na, soweit erstmal erste Eindrücke von mir.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

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      So, ich nehme an, da wird erstmal nichts mehr kommen. Daher das nächste Kapitel. :)


      ADwD, Jon VI. (FanPro-Ausgabe) S. 370-378.

      Ser Alliser Thorne wehrt sich gegen Jons Befehl. Er soll zusammen mit acht Grenzern nach ihren Feinden spähen. Es wird deutlich, dass er keine Erfahrung mit dem Leben jenseits der Mauer hat. Die anderen Grenzer verachten ihn.
      Ach ja, Ser Alliser. So sehr er lamentiert, der Entschluss steht natürlich bereits fest und wird wegen Ser Allisers Beschwerde auch nicht geändert. Jon denkt allerdings bei sich, dass die Tour gefährlich wird und selbst sehr gute Grenzer (wie Dywen und Jack Bulwer) dabei ums Leben kommen können.
      Von der Mauer aus sieht er ihnen bei ihrem Abzug zu.

      „[…] Jon konnte die Grenzer nicht mehr voneinander unterscheiden. Er erkannte sie trotzdem. Jeder Name war ihm ins Herz eingraviert. Acht gute Männer, dachte er, und ein … nun, wir werden sehen.“

      Gemeinsam mit Ed fährt er wieder im Aufzug hinunter. Ed erzählt ihm, dass er wieder geträumt hätte.
      Das würde mich ja wirklich interessieren, ob Eds Träume etwas zu bedeuten haben. Crannogwoman, dieses Zitat ist für dich! ;)

      […] Ihr wart mein Bursche, habt mir Essen gebracht und meine Hinterlassenschaften beseitigt. Ich war Lord Commander und hatte keinen einzigen Moment Frieden. Jon lächelte nicht. „Dein Albtraum, mein Leben.“

      Ich gebe zu, ich musste etwas grinsen, auch wenn Jon das ziemlich ernst meinte. Aber gut, weiter im Text.
      In Eastwatch und am Shadow Tower beobachten Cotter Pyke und Ser Denys Mallister, wie die Wildlinge sich an der Küste und am Schlund sammeln. An der Ostküste arbeiten die Wildlinge an Flößen und Schiffen. Beide haben um mehr Männer gebeten. Jon konnte ihnen jeweils 10 der neu angeheuerten Wildlinge schicken und beide haben sich deswegen bitterlich beschwert.
      Das Hauptproblem (Zit. S. 371): „Ich würde keinem von ihnen das Ausleeren meines Nachttopfes anvertrauen, und zehn sind bei weitem nicht genug.“ Leider, wie wir wissen, hat Jon keine weiteren Möglichkeiten und anders als er, sind seine Männer noch nicht so weit, ihre Ressentiments zu begraben.

      Als Jon in den Hof kommt, sieht er mit einem aufkommenden Gefühl von Frust dem Training zu. Er vermisst die unbeschwerten Tage auf Winterfell und zu Anfang an der Mauer. Der Eiserne Emmett spricht ihn an und Jon entscheidet, seinen Frust in einem Duell abzulassen. Nachdem er gegen drei ‚Frischlinge‘ angetreten ist, die eher so etwas wie Fingerübungen gegen Langeweile für ihn darstellen, hört Jon hinter sich eine provokante Herausforderung von Rasselhemd. Jon nimmt diese an, unter der Bedingung, dass er ebenfalls Ausgerüstet wird. Jon fällt auf, dass die Rüstung Rasselhemd verändert und auch der Kampfstil passt nicht mehr so recht zu dem Eindruck, den Jon in der Vergangenheit von dem Mann hatte.
      Auch wenn ich echt kein Fan der ‚Widererweckungen‘ und Deus ex machina-Lösungen bin, immerhin wird hier angedeutet, was in dem späteren Jon-Kapitel enthüllt wird. Ich muss gestehen, dass mir das vorher in der Deutlichkeit nie aufgefallen war.

      Jon verliert den Kampf und landet auf dem Boden, als ihn ein Brief mit dem Siegel von Ramsay Bolton, Lord von Hornwood, erreicht. Er teilt mit, dass die Eisenmänner aus Moat Cailin vertrieben wurden und Roose Bolton ruft alle loyalen Lords nach Barrowton, um dort ihren Eid auf den Eisernen Thron zu bekräftigen und die Hochzeit seines Sohnes mit Arya Stark zu feiern. Kurzzeitig wirft Jon diese Nachricht völlig aus der Bahn. Jedes Wort und jeden Gedanken, den er spricht und denkt, gleicht er mit Erinnerungen an Menschen aus seinem früheren Leben ab, fasst sich dann allerdings wieder.

      Die Nachricht verfolgt ihn aber bis in den Abend und in seine Gemächer. Er überlegt, wie er Arya retten kann und stellt gleichzeitig fest, dass mit seinen eigenen Männern in dieser Frage eher ungeduldig gegenüber geworden wäre, denn (Zit. S. 376) „das geht ihn nichts mehr an.“
      Um einen klaren Kopf zu bekommen, geht Jon hinaus in die Kälte des nächtlichen Hofes. Er trifft auf Ghost, der wiedergekehrt ist. Für einen Moment, als sie Seite an Seite gehen und sich berühren, vermischen sich Jons Eindrücke mit denen von Ghost. Und als er sich umdreht, steht Ygritte hinter Jon. Für einen Moment ist er völlig gebannt, bis sich die Frau bewegt und als Melisandre erweist. Mit Befremden registriert er, dass ihr graues Gewand plötzlich wieder rot wird, ihr Körper dampft in der Kälte.

      Melisandre spricht Jon auf Arya an. Das Gespräch, das sich im Folgenden entspinnt, fand ich sehr interessant. Melisandre sagt ihm, dass Arya der Hochzeit entfliehen wird. Sie sagt Jon, dass er von Feinden umringt sei und er seine Macht endlich nutzen solle. Mit ihrer Hilfe natürlich. Dazu bräuchte es nur eine Frau und einen Mann.
      Wir wissen ja, worauf das hinaus laufen wird, Stannis hatte es ja so gehalten. Melisandre sieht in Jon weitaus mehr Potential, aber Jon ist bei der Erwähnung des Wortes Schatten sehr mulmig zu Mute und entgegnet, dass „Zauberei wie ein Schwert ohne Heft (sei). Es gebe keine sichere Möglichkeit, es zu halten.“
      Sie entgegnet, dass ein Schwert immer noch ein Schwert sei. Und dann teilt sie ihm ihr anderes Gesicht mit. Sie hat gesehen, dass drei seiner Männer, die er ausgeschickt hatte, so gut wie tot sind. Und wenn der Tag käme, da er sehen würde, sie hätte Recht gehabt, er zu ihr kommen und ihre Hand ergreifen soll.

      Damit endet das Kapitel.

      Bisher unerwähnt aber vermutlich zentral ist, dass Melisandre zuvor ausgiebig mit Ghost gekuschelt hat und dieser, als Jon nach ihm ruft, ihn zunächst ignoriert. Ich bin heute etwas platt, daher war's das erstmal von mir. :)
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      kait schrieb:

      So, ich nehme an, da wird erstmal nichts mehr kommen. Daher das nächste Kapitel.

      Ja...scheint irgendwie seit einiger Zeit ein bisschen die Luft raus zu sein aus unserem Reread. :S

      zu Jon VI :

      kait schrieb:

      Ser Alliser Thorne wehrt sich gegen Jons Befehl.

      Thorne benimmt sich angesichts des Schicksals von Slynth Jon gegenüber ziemlich dreist,wie ich finde.Seinen LC als Bastardjungen zu bezeichnen finde ich ziemlich respektlos.
      Hmm,naja...immerhin bleibt er sich irgendwie treu.

      kait schrieb:

      Das würde mich ja wirklich interessieren, ob Eds Träume etwas zu bedeuten haben.

      :/ Ich hoffe doch nicht,nachdem er das letzte Mal von seinem Traum verbrannt zu werden erzählte...oder war das nur eine Angst und kein Traum...ich weiß schon gar nicht mehr so genau....

      kait schrieb:

      Jon fällt auf, dass die Rüstung Rasselhemd verändert und auch der Kampfstil passt nicht mehr so recht zu dem Eindruck, den Jon in der Vergangenheit von dem Mann hatte.

      Hier frage ich mich,ob der "verzauberte Mance" in der Knochenrüstung von Rasselhemd wohl weniger gut abgeschnitten hätte,weil die Rüstung der NW ihm etwas von Mels Zauber genommen hat...
      Ich schätze Rasselhemd irgendwie als schlechteren Kämpfer als Mance ein,(weiß es aber natürlich nicht genau),und vielleicht wäre er das körperlich in "der eigenen Rüstung" dann auch gewesen.

      kait schrieb:

      Das Gespräch, das sich im Folgenden entspinnt, fand ich sehr interessant.

      Das fand ich auch...und auch ihre Prophezeiungen treffen ja,soweit ich mich noch erinnere sogar zu.

      kait schrieb:

      Bisher unerwähnt aber vermutlich zentral ist, dass Melisandre zuvor ausgiebig mit Ghost gekuschelt hat und dieser, als Jon nach ihm ruft, ihn zunächst ignoriert.

      Wie schon mal erwähnt,habe ich bei Mel ein ziemlich schlechtes Bauchgefühl und vermute nichts wirklich Gutes in ihr.Den Schattenwölfen hingegen "traue" ich,von daher verunsichert mich Geist hier in meinem Gefühl...und ein bisschen "enttäuscht" bin ich auch von ihm. :/
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      -Jim Morrison

      onyx schrieb:

      Ich mag schwarzen Humor zum Teil wirklich,aber empfinde wie schon erwähnt,sehr abstoßend,dass Tyrion hier auch noch Witze über den Tod seines Vaters reißt....im Gegenzug muss ich aber zugeben,dass ich fieserweise über die ein oder andere Gemeinheit,die Jorah da Tyrion zukommen lässt beim Lesen breit grinsen musste...auch nicht nett.

      Nicht nett? Wir reden hier doch immer noch über fiktive Figuren. Solange du dich nicht darüber lachst, wenn einer, der an Tyrions Krankheit im realen Leben ständig hinfällt, sehe ich da nichts Verwerfliches. Das ist übrigens so mein Steckenpferd: In der Fiktion kann ich alles sein rassistisch (gut, bin ich meistens auch da nicht), frauenfeindlich (definitiv gegenüber solchen Frauen wie Cersei), abfällig, gehässig, fies, gemein, schadenfroh. Ich bin es dann aber nicht im realen Leben und es entspricht dann auch nicht meiner Überzeugung. Kann man das irgendwie nachvollziehen?

      onyx schrieb:

      Abgesehen von der Geschmacklosigkeit...wie kommt Tyrion auf Verstopfung...ich weiß ,ich höre hier vermutlich die Flöhe husten,aber könnte das doch ein Hinweis von George auf dieses Gift sein ?

      Naja, ich denke Tyrion kommt darauf, aufgrund der langen Zeit, die sein Vater dort verbracht hat und erst im Todesmoment sich diese Verstopfung gelöst hat.

      onyx schrieb:

      Wahrscheinlich....aber ich verstehe jetzt ehrlich gesagt gar nicht,wie du das jetzt meinst....

      Ganz einfach: Mit der Ermordung seines Vaters hat sich Tyrion eine Riesenlast von den Schultern genommen und das merkt er jetzt nach und nach.

      kait schrieb:

      Ein dickes Dankeschön auch von mir und ein Lob an die Zusammenfassung. Ich hatte dieses Kapitel insgesamt vor diesem Reread schon zwei Mal gelesen, fand es zwar interessant, aber auch immer irgendwie total unübersichlich. Deine Zusammenfassung hat da echt geholfen, mehr Klarheit für die Themen und Abläufe rein zu bringen.

      Danke, aber das ist eigentlich zuviel des Lobs. Ich habe das eher unmotiviert an zwei Abenden nur im Überflug eingehämmert. War ein elendiges langes Kapitel (das hätte ich zum Beispiel aufgeteilt, und Tyrion II und III zu einem gemacht, genauso wie Tyrion IV-VI)

      kait schrieb:

      Und dann ist da natürlich die Frage, warum er diese Prophezeiung über die Selaesori Qhoran gemacht hat. Die Witwe weiß davon, welche Verbindungen hat sie eigentlich und warum weiß sie davon? Ich kann mir übrigens kaum vorstellen, dass er die Prophezeiung einfach so gemacht hat. Vielmehr wird er sie im Zusammenhang mit Morroqos Aufgabe erfahren haben? Warum sonst hätte er in die Flammen sehen sollen? Und gibt es da noch mehr an Prophezeiung? Hm. Das ist mal eine Frage für die kommenden Tyrion- und Victarion-Kapitel.

      Zur ersten Frage: Ich denke das ist die Sklavenherkunft, die beide verbindet. Bei zweiteres denke ich auch. Wir erfahren in dem einen Kapitel, dass Moqorro womöglich sein Dienst bei Victarion vorausgesehen hat. Was er darüber gesehen hat, wissen wir noch nicht und ist handlungsmäßig noch nicht eruierbar.

      kait schrieb:

      Wo ich übrigens herzhaft lachen musste (sie sind am anderen Morgen im Wirtshaus auf dem Weg zu der Witwe):

      Zit. S. 362: "Einen halben Herzschlag lang glaubte er, Illyrio Mopatis gesehen zu haben, aber es war nur einer der weißen Zwergelefanten, der vor der Tür vorbei lief."

      Ich wollte eigentlich alle witzigen Einwürfe von Tyrion zitieren, das war dann aber doch zuviel. :D
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Ser Erryk schrieb:

      Das ist übrigens so mein Steckenpferd: In der Fiktion kann ich alles sein rassistisch (gut, bin ich meistens auch da nicht), frauenfeindlich (definitiv gegenüber solchen Frauen wie Cersei), abfällig, gehässig, fies, gemein, schadenfroh. Ich bin es dann aber nicht im realen Leben und es entspricht dann auch nicht meiner Überzeugung. Kann man das irgendwie nachvollziehen?

      Hmm,klar setze ich in einer fiktiven Welt ganz andere Maßstäbe als in der Realität und würde dort wohl kaum Sympathien für jemanden hegen,der ein Kind tötet oder für jemanden,der sich mal eben auf einen,in einem Sterbenden steckenden Speer lehnt um an Informationen zu kommen...Das ist eine andere Welt und da akzeptiere ich andere Dinge.
      Ich denke aber nicht,dass man fiktiven Personen so gänzlich anders gegenüber empfindet...solche Empfindungen wie abfällig, gehässig, fies, gemein, schadenfroh hat man dann in der Realität doch auch schon mal,wahrscheinlich nicht in dem Maße,wie in einer fiktiven Welt und fiktiven Charakteren gegenüber,aber man hat sie.....oder man hat sie eben nicht oder kaum,wieder sowohl in der einen als auch in der anderen Welt....oder....

      Ser Erryk schrieb:

      Naja, ich denke Tyrion kommt darauf, aufgrund der langen Zeit, die sein Vater dort verbracht hat und erst im Todesmoment sich diese Verstopfung gelöst hat.

      Ich weiß nicht wie lange sich Tywin auf dem Abtritt befand.Allzu lange kann es ja nicht gedauert haben Shae zu töten und Tywin hätte sich ja theoretisch auch auf den Weg dorthin begeben können,als Shae bereits eingenickt war....Aber egal...

      Ser Erryk schrieb:

      Ganz einfach: Mit der Ermordung seines Vaters hat sich Tyrion eine Riesenlast von den Schultern genommen und das merkt er jetzt nach und nach.

      Hach...ich weiß nicht ob Tyrion das so sieht.Ich kann es nicht so sehen.Wäre er einfach geflohen oder zur Mauer gegangen,wäre er ihn auch los gewesen...durch den Mord an Tywin hat er sich m.E,ganz im Gegenteil eine ganz große Last und Schuld aufgebürdet.
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      -Jim Morrison

      onyx schrieb:

      kait schrieb:

      So, ich nehme an, da wird erstmal nichts mehr kommen. Daher das nächste Kapitel.

      Ja...scheint irgendwie seit einiger Zeit ein bisschen die Luft raus zu sein aus unserem Reread. :S


      Ach, ich weiß nicht. Überleg' doch mal, wie lange jetzt im letzten Thread über die Robbe diskutiert wurde. Sieht nicht nach 'Luft raus' aus. ;)
      Abgesehen davon ist Vorweihnachtszeit. Bei vielen ist Jahresendzeitstimmung (also hier in meiner Umgebung) und damit kommt noch mal der Endspurt auf der Arbeit, Weihnachtsvorbereitungen etc. pp. Ich denke also, der Reread stirbt sicherlich nicht dabei. :)


      zu Jon VI :

      kait schrieb:

      Ser Alliser Thorne wehrt sich gegen Jons Befehl.

      Thorne benimmt sich angesichts des Schicksals von Slynth Jon gegenüber ziemlich dreist,wie ich finde.Seinen LC als Bastardjungen zu bezeichnen finde ich ziemlich respektlos.
      Hmm,naja...immerhin bleibt er sich irgendwie treu.


      :D Ja, schon. Irgendwie mag ich das auch an ihm. Wenn Jon weniger sachlich wäre, könnte ich mir vorstellen, Ser Alliser wäre nicht unbedingt an dem Dienst hinter der Mauer gestorben. ;)


      Hier frage ich mich,ob der "verzauberte Mance" in der Knochenrüstung von Rasselhemd wohl weniger gut abgeschnitten hätte,weil die Rüstung der NW ihm etwas von Mels Zauber genommen hat...
      Ich schätze Rasselhemd irgendwie als schlechteren Kämpfer als Mance ein,(weiß es aber natürlich nicht genau),und vielleicht wäre er das körperlich in "der eigenen Rüstung" dann auch gewesen.


      Daran hatte ich noch gar nicht gedacht, aber ich finde den Gedanken sehr plausibel. Vermutlich hat Mance selbst nicht daran gedacht oder davon gewusst. Im Nachgang fällt mir auf, dass in diesem Kapitel schon sehr viel von Melisandres Zauberei beschrieben wird, das mir bei den vorherigen Rereads nie so aufgefallen ist.


      Wie schon mal erwähnt,habe ich bei Mel ein ziemlich schlechtes Bauchgefühl und vermute nichts wirklich Gutes in ihr.Den Schattenwölfen hingegen "traue" ich,von daher verunsichert mich Geist hier in meinem Gefühl...und ein bisschen "enttäuscht" bin ich auch von ihm. :/


      Ich bin nicht von ihm enttäuscht. Ich denke auch nicht, dass er sich schlicht nur einfach so umgarnen lässt. Ich weiß nicht mehr genau, wo wir diskutiert oder ich es gelesen habe, die Theorie, dass Melisandre Bloodravens Tochter ist. Wenn dem so wäre würde diese Bindung vielleicht das Spannungsverhältnis zwischen Melisandres Wahrnehmung und Melisandres Taten erklären. Sowohl ihrer eigenen als auch der unseren von ihr. Ghost würde demnach auf das reagieren, was sie tatsächlich ist, nämlich ein Abkömmling der Ersten Menschen. Er erkennt sie als zu ihm gehörig, wie er auch Jon als zu sich gehörig fühlt. Und wenn man daran denkt, wie Grey Wind ( ;( ) auf die Westerlings reagiert hat, dann wissen wir jetzt zumindest, das Melisandres Absichten Jon gegenüber absolut gut sind. Ghost Reaktion muss also überhaupt nichts mit dem zu tun haben, was ihre Magie angeht, sondern kann auch völlig losgelöst davon betrachtet werden, dann würde es wieder Sinn machen. Ich bin mir auch sehr unsicher darüber, ob Melisandre sich ihrer eigenen Identität selbst so sicher ist. Unter der Prämisse, dass sie Bloodravens Tochter ist, liegt da viel Potential, diese fundamental zu erschüttern.

      Zu Tyrion:
      Onyx schrieb

      Ser Erryk schrieb:

      Ganz einfach: Mit der Ermordung seines Vaters hat sich Tyrion eine Riesenlast von den Schultern genommen und das merkt er jetzt nach und nach.

      Hach...ich weiß nicht ob Tyrion das so sieht.Ich kann es nicht so sehen.Wäre er einfach geflohen oder zur Mauer gegangen,wäre er ihn auch los gewesen...durch den Mord an Tywin hat er sich m.E,ganz im Gegenteil eine ganz große Last und Schuld aufgebürdet.


      Das finde ich eine sehr interessante Deutung, die bei mir ja genau anders herum ausgefallen ist. Also eher in der Richtung, so langsam kommt er von seinen imensen Rachegefühlen weg und hat damit Raum, Empathie für Tywin und Shae zu empfinden. Mein Eindruck war, dass seine Gedanken zuvor hauptsächlich von Rachsucht, Schuld und Verbitterung bestimmt waren. Das wird jetzt anders, denke ich. Die Schuld verschwindet nicht und ich denke auch nicht, dass Tyrion mit der Ermordung seines Vaters eine Riesenlast von den Schultern genommen wurde. So funktioniert das mit Morden nicht. Und vor allem in Tyrions Fall sehe ich es eher so, ihn hätte die Akzeptanz seines Vaters erlöst. Aber die hätte er nie so bekommen, diesen bedingungslosen Rückhalt, Zustimmung und Liebe. So funktionierte Tywin nicht und Tyrion hat das, was Tywin ihm anzubieten in der Lage war, nie wirklich verstanden. Der Mord hat die Klärung dieses Themas für immer unmöglich gemacht und ich denke, das ist Tyrion auch sehr bewusst. Was er nun tun wird, so meine Lesweise seines Prozesses, ist sich seine Identität wieder neu aufzubauen. Und dafür ist Penny und auch Jorah wichtig. Ich bin sehr gespannt, das noch mal bewusster in den kommenden Kapiteln zu verfolgen.

      Ser Erryk schrieb

      kait schrieb:

      Ein dickes Dankeschön auch von mir und ein Lob an die Zusammenfassung.[...]

      Danke, aber das ist eigentlich zuviel des Lobs. Ich habe das eher unmotiviert an zwei Abenden nur im Überflug eingehämmert. War ein elendiges langes Kapitel (das hätte ich zum Beispiel aufgeteilt, und Tyrion II und III zu einem gemacht, genauso wie Tyrion IV-VI)


      Ja, das Kapitel ist elendig lang und deswegen fand ich es auch immer eher unübersichtlich. Und es ist ja egal, wie du es zusammen gehämmert hast, mir hat die Zusammenfassung dabei eben geholfen und ich hätte sie auch nicht gerne machen wollen, wenn ich genau darüber nachdenke. :D ;)

      kait schrieb:

      Wo ich übrigens herzhaft lachen musste (sie sind am anderen Morgen im Wirtshaus auf dem Weg zu der Witwe):

      Zit. S. 362: "Einen halben Herzschlag lang glaubte er, Illyrio Mopatis gesehen zu haben, aber es war nur einer der weißen Zwergelefanten, der vor der Tür vorbei lief."

      Ich wollte eigentlich alle witzigen Einwürfe von Tyrion zitieren, das war dann aber doch zuviel. :D

      Das ist ja das Schöne an Teamwork, man muss es nicht allein machen. ;)


      Die Frage nach Fiktion und den Emotionen, die man hier raus lassen/zu lassen/ denken und reflektieren kann, finde ich echt spannend. Wobei ich mich selbst da kaum traue, mit meinen Emotionen über Grenzen hinaus zu gehen, die ich auch im RL als abstoßend empfinde. Manchmal bewundere ich Autoren, die sich die fiesesten Sachen ausdenken und dann als völlige Normalos im Interview rüber kommen und frage mich, wie man das gefühlsmäßig so trennen kann. Braucht man diese Fähigkeit, alles zuzulassen, um wirklich gute Bücher zu schreiben? Hm.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      kait schrieb:

      - Die Beziehung zwischen Tyrion und Jorah
      Ich fand es in der Anfangsszene sehr interessant, dass Tyrion von Jorah noch einmal den Spiegel vor die Nase gehalten bekommen hat in Hinsicht auf seinen Vatermord und was die westerosische Gesellschaft dazu denkt und sagt. Dass ihm das nicht gefällt, ist natürlich klar, aber ich finde es ganz gut. Auch, dass wir Jorah wieder einmal als jemanden kennen lernen, der sich sehr gut in Essos auskennt und darüber hinaus durchaus bereit ist, die bestehenden Systeme in Westeros zu hinterfragen. Wie in der Situation, als er mit Tyrion über die Triarchen redet und von Tyrion einfordert, das westerosische Herrschaftssystem mal aus einer anderen Perspektive zu sehen und ihn zum Schlafen auffordert, sich mit seinen Taten zu beschäftigen.

      Klar,Jorah ist jetzt ,vor allem durch diese Sklavengeschichte in seiner Vergangenheit auch kein Heiliger und das mit dieser Daenerys-Stellvertreter-Hure auf seinem Schoß,fand ich auch ein bissi bäähh,aber ansonsten mag ich Jorah irgendwie wirklich gern und die Dinge,die er Tyrion gegenüber von sich gibt,finde ich schon sehr passend.Ich finde auch nicht,dass er Tyrion für einen Gefangenen sonderlich schlecht behandelt,man muss bedenken,dass Tyrion ein Mörder ist und jederzeit versuchen könnte Jorah,wäre er nicht gefesselt,eben mal umzubringen.

      kait schrieb:

      Ach, ich weiß nicht. Überleg' doch mal, wie lange jetzt im letzten Thread über die Robbe diskutiert wurde. Sieht nicht nach 'Luft raus' aus.
      Abgesehen davon ist Vorweihnachtszeit. Bei vielen ist Jahresendzeitstimmung (also hier in meiner Umgebung) und damit kommt noch mal der Endspurt auf der Arbeit, Weihnachtsvorbereitungen etc. pp. Ich denke also, der Reread stirbt sicherlich nicht dabei.

      Ja,vermutlich hast du Recht und ich bin da mal einfach wieder zu nölig. :whistling:
      Apropos Robbe/Siegel...was meinst denn du dazu?
      Ich meine so eine lebendige Robbe würde sich da wohl kaum so einfach festhalten und verheiraten lassen sondern würde vermutlich nicht unerheblich zappeln,schreien und um sich beißen...naja,das selbe hätte Asha wohl auch getan. :hmm:

      kait schrieb:

      Im Nachgang fällt mir auf, dass in diesem Kapitel schon sehr viel von Melisandres Zauberei beschrieben wird, das mir bei den vorherigen Rereads nie so aufgefallen ist.

      Geht mir auch so.
      Bei mir ist es ja erst das zweite Mal,dass ich ADwD lese,meine früheren alleinigen Reread-Versuche begrenzten sich dann immer auf gewisse Kapitel und Textstelle,die diesen Band ziemlich außer acht ließen. :)
      Nun nehme ich hier sehr viele Dinge wahr,die ich beim ersten Lesen gar nicht bemerkt habe,da die meisten Kapitel mich da nicht sonderlich interessierten und ich einfach weiterkommen wollte,in der Hoffnung doch noch auf für mich Interessanteres zu stoßen.Nun entdecke ich hier viele,durchaus interessante Details,die ich zuvor schlichtweg überlesen hatte....trotzdem reicht Band 5 für mich bislang noch nicht im Entferntesten an seine Vorgänger heran.

      Ghost würde demnach auf das reagieren, was sie tatsächlich ist, nämlich ein Abkömmling der Ersten Menschen. Er erkennt sie als zu ihm gehörig, wie er auch Jon als zu sich gehörig fühlt.

      kait schrieb:

      Ghost Reaktion muss also überhaupt nichts mit dem zu tun haben, was ihre Magie angeht, sondern kann auch völlig losgelöst davon betrachtet werden, dann würde es wieder Sinn machen. Ich bin mir auch sehr unsicher darüber, ob Melisandre sich ihrer eigenen Identität selbst so sicher ist. Unter der Prämisse, dass sie Bloodravens Tochter ist, liegt da viel Potential, diese fundamental zu erschüttern.

      Na,das finde ich jetzt mal echt interessant,da habe ich jetzt was zum Nachdenken....

      kait schrieb:

      Was er nun tun wird, so meine Lesweise seines Prozesses, ist sich seine Identität wieder neu aufzubauen. Und dafür ist Penny und auch Jorah wichtig. Ich bin sehr gespannt, das noch mal bewusster in den kommenden Kapiteln zu verfolgen.

      Na,darauf bin ich dann auch mal gespannt...

      kait schrieb:

      Wobei ich mich selbst da kaum traue, mit meinen Emotionen über Grenzen hinaus zu gehen, die ich auch im RL als abstoßend empfinde.

      Geht mir ähnlich...ich weiß nicht genau ob ich es nicht kann oder einfach gar nicht will,ich glaube eher ich kann nicht so empfinden und mich am Leid anderer erfreuen,fiktiv hin oder her.Klar denke ich bei zum Beispiel Ramsay inzwischen auch "Kopf ab",fände es aber nicht erfreulich,wenn man ihm jetzt passenderweise zuvor noch die Haut abzöge....muss nicht sein...

      kait schrieb:

      Manchmal bewundere ich Autoren, die sich die fiesesten Sachen ausdenken und dann als völlige Normalos im Interview rüber kommen und frage mich, wie man das gefühlsmäßig so trennen kann. Braucht man diese Fähigkeit, alles zuzulassen, um wirklich gute Bücher zu schreiben? Hm.

      Hmm...ich weiß nicht.Nehmen wir zum Beispiel mal diese fürchterlichen Saw-Filme, auf Anraten einer Bekannten habe ich mal angefangen einen zu gucken,nach kurzer Zeit ausgemacht und beschlossen das bestimmt nicht noch mal zu tun....und irgendwie hatte ich schon ein klein wenig das Gefühl,dass der,der sich das ausgedacht hat,doch wirklich nicht so ganz normal sein kann.....
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      onyx schrieb:

      Ja...scheint irgendwie seit einiger Zeit ein bisschen die Luft raus zu sein aus unserem Reread.
      Ach, ich denke, dass ist nur vorübergehend und kait hat das ja auch schon sehr schön erklärt. Wenn man bedenkt, wie wenig bis Mitte dieser Woche überhaupt im Forum los war, wenn ich abends, wenn ich den Rechner anmachte gerade mal 3 ungelesene Beiträge hatte, dann muss man auch sagen, dass es seit zwei Tagen wieder ein bisschen besser ist. Lass den Weihnachtsstress mal abgefallen sein, dann wird es auch wieder besser. ^^

      kait schrieb:

      Gemeinsam mit Ed fährt er wieder im Aufzug hinunter. Ed erzählt ihm, dass er wieder geträumt hätte.
      Das würde mich ja wirklich interessieren, ob Eds Träume etwas zu bedeuten haben. Crannogwoman, dieses Zitat ist für dich!

      […] Ihr wart mein Bursche, habt mir Essen gebracht und meine Hinterlassenschaften beseitigt. Ich war Lord Commander und hatte keinen einzigen Moment Frieden. Jon lächelte nicht. „Dein Albtraum, mein Leben.“
      Ach ja, der Eddison. Ich glaube, Edd will Jon hiermit klar machen, dass er versteht, wie es ihm geht. Halt eben auf seine eigene Art. :D

      kait schrieb:

      Das Hauptproblem (Zit. S. 371): „Ich würde keinem von ihnen das Ausleeren meines Nachttopfes anvertrauen, und zehn sind bei weitem nicht genug.“ Leider, wie wir wissen, hat Jon keine weiteren Möglichkeiten und anders als er, sind seine Männer noch nicht so weit, ihre Ressentiments zu begraben.
      Ja, das Hauptproblem ist, das schlicht und einfach keine Männer da sind. Und da verstehe ich auch das Gejammer der Leute nicht. Sie müssten doch wissen, wie schlecht die NW besetzt ist und das Jon sich keine Leute aus den Rippen schneiden kann. Er schickt ihnen, was er kann. :S

      onyx schrieb:

      Thorne benimmt sich angesichts des Schicksals von Slynth Jon gegenüber ziemlich dreist,wie ich finde.Seinen LC als Bastardjungen zu bezeichnen finde ich ziemlich respektlos.
      Naja, Thorne kann hier einfach nicht aus seiner Haut. Er hat sowieso schon einen starken Standesdünkel und Jon war ihm von Anfang an ein Dorn (=Thorne... Haha! :whistling: ) im Auge, was nicht besser wurde, als sich Jon gegen ihn aufgelehnt und eigentlich sogar lächerlich gemacht hat. Letztendlich hat ihn das seine Position als Master-at-Arms gekostet, was er wohl sehr schwer nimmt. Und nun ist genau dieser Bastardjunge, der ihn ausgetrickt hat plötzlich sein Vorgesetzter. Er mag maulen, ist aber letztlich genug Bruder um die Befehle zu befolgen. Und ich denke, dass es hier nicht nur die Angst ist, dass er sonst hingerichtet wird, auch wenn er das so ausdrückt.

      kait schrieb:

      Jon fällt auf, dass die Rüstung Rasselhemd verändert und auch der Kampfstil passt nicht mehr so recht zu dem Eindruck, den Jon in der Vergangenheit von dem Mann hatte.
      Auch wenn ich echt kein Fan der ‚Widererweckungen‘ und Deus ex machina-Lösungen bin, immerhin wird hier angedeutet, was in dem späteren Jon-Kapitel enthüllt wird. Ich muss gestehen, dass mir das vorher in der Deutlichkeit nie aufgefallen war
      Beim ersten Lesen ist mir das definitiv auch nicht aufgefallen, auch wenn ich mich über Rattleshirts plötzliche Charakterwendung ein wenig gewundert habe. Aber wenn man erstmal weiß, wer hinter der Maske steckt, dann sind die Andeutungen genauso unübersehbar wie die Anspielungen auf R+L= J... Allein schon dieses kleine Stück Dialog:
      “Stannis burned the wrong man.”
      “No.” The wildling grinned at him through a mouth of brown and broken teeth. “He burned the man he had to burn, for all the world to see. We all do what we have to do, Snow. Even kings.”

      onyx schrieb:

      Hier frage ich mich,ob der "verzauberte Mance" in der Knochenrüstung von Rasselhemd wohl weniger gut abgeschnitten hätte,weil die Rüstung der NW ihm etwas von Mels Zauber genommen hat...
      Ich schätze Rasselhemd irgendwie als schlechteren Kämpfer als Mance ein,(weiß es aber natürlich nicht genau),und vielleicht wäre er das körperlich in "der eigenen Rüstung" dann auch gewesen.
      Hmm... ich weiß nicht. Der Zauber, mit dem Mel ihn belegt hat, ist ja eher optischer Natur. Ich denke eher nicht, dass sich das auf Mances Kampfkraft und -stil ausgewirkt hätte.

      kait schrieb:

      Jon verliert den Kampf und landet auf dem Boden, als ihn ein Brief mit dem Siegel von Ramsay Bolton, Lord von Hornwood, erreicht.
      Ich glaube, hier hab ich den guten GRRM bei einem Fehler erwischt... Der Brief, der Jon erreicht ist ja noch unterschrieben von:
      Beneath Bolton’s signature, Lord Dustin, Lady Cerwyn, and four Ryswells
      Der Brief den Asha bekam war unterzeichnet von:
      Lady Dustin, Lady Cerwyn, and four Ryswells had appended their own signatures beneath his.
      Lord Dustin starb vor vielen Jahren am Tower of Joy... :whistling:

      kait schrieb:

      Wir wissen ja, worauf das hinaus laufen wird, Stannis hatte es ja so gehalten. Melisandre sieht in Jon weitaus mehr Potential, aber Jon ist bei der Erwähnung des Wortes Schatten sehr mulmig zu Mute und entgegnet, dass „Zauberei wie ein Schwert ohne Heft (sei).
      Wir wissen auch, wieviel Lebenskraft das Stannis gekostet hat und Jon tut wirklich gut daran, davon die Finger zu lassen. :S

      kait schrieb:

      Bisher unerwähnt aber vermutlich zentral ist, dass Melisandre zuvor ausgiebig mit Ghost gekuschelt hat und dieser, als Jon nach ihm ruft, ihn zunächst ignoriert.


      onyx schrieb:

      Wie schon mal erwähnt,habe ich bei Mel ein ziemlich schlechtes Bauchgefühl und vermute nichts wirklich Gutes in ihr.Den Schattenwölfen hingegen "traue" ich,von daher verunsichert mich Geist hier in meinem Gefühl...und ein bisschen "enttäuscht" bin ich auch von ihm.
      Mel ist in ihren Absichten durchaus gut, nur die Wahl ihrer Mittel lässt - freundlich gesagt - zu wünschen übrig. Sie will Jon nichts Böses und das spürt Ghost.

      kait schrieb:

      Ich denke auch nicht, dass er sich schlicht nur einfach so umgarnen lässt. Ich weiß nicht mehr genau, wo wir diskutiert oder ich es gelesen habe, die Theorie, dass Melisandre Bloodravens Tochter ist. Wenn dem so wäre würde diese Bindung vielleicht das Spannungsverhältnis zwischen Melisandres Wahrnehmung und Melisandres Taten erklären. Sowohl ihrer eigenen als auch der unseren von ihr. Ghost würde demnach auf das reagieren, was sie tatsächlich ist, nämlich ein Abkömmling der Ersten Menschen.
      Das Ghosts Zuneigung zu Mel mit ihrer eventuellen Abstammung von Bloodraven zu tun haben könnte (nach anfänglicher starker Gegenwehr meinerseits wird mir die Theorie immer symphatischer und schlüssiger...) ist ein sehr interessanter Gedanke.

      kait schrieb:

      Und wenn man daran denkt, wie Grey Wind ( ) auf die Westerlings reagiert hat, dann wissen wir jetzt zumindest, das Melisandres Absichten Jon gegenüber absolut gut sind.
      Denke ich auch.

      kait schrieb:

      Ich bin mir auch sehr unsicher darüber, ob Melisandre sich ihrer eigenen Identität selbst so sicher ist.
      Sie ist sich ihrer Identität als "Melisandre, Priesterin des Roten Gottes" sehr sicher, aber nicht ihrer ursprünglichen. Sie erinnert sich ja nur sehr verschwommen daran, wie sie als Kind an den Tempel verkauft wurde...

      kait schrieb:

      Unter der Prämisse, dass sie Bloodravens Tochter ist, liegt da viel Potential, diese fundamental zu erschüttern.
      Oh ja! Vor allem, da sie in einer späteren Vision (im Melisandre-Kapitel) ja BR und Bran sieht, die sie für die Champions des Anderen hält, damit für ihre absoluten Erzfeinde und die Erkenntnis, die Tochter des einen zu sein, dürfte sie wirklich aus den Socken hauen!
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Esmeralda schrieb:

      Mel ist in ihren Absichten durchaus gut, nur die Wahl ihrer Mittel lässt - freundlich gesagt - zu wünschen übrig.

      Hmm...sie eine überzeugte Anhängerin des Roten Gottes und auch wenn dieser der Gegner von dem ist,"dessen Name nicht genannt werden darf",ist er für mich irgendwo das andere Extrem zu diesem "Kalten Gott" und somit vielleicht auch ziemlich verheerend,sollte er "an die Macht kommen"...aber ich weiß nicht,ist halt nur so ein Gefühl.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      onyx schrieb:


      Klar,Jorah ist jetzt ,vor allem durch diese Sklavengeschichte in seiner Vergangenheit auch kein Heiliger und das mit dieser Daenerys-Stellvertreter-Hure auf seinem Schoß,fand ich auch ein bissi bäähh,aber ansonsten mag ich Jorah irgendwie wirklich gern und die Dinge,die er Tyrion gegenüber von sich gibt,finde ich schon sehr passend.Ich finde auch nicht,dass er Tyrion für einen Gefangenen sonderlich schlecht behandelt,man muss bedenken,dass Tyrion ein Mörder ist und jederzeit versuchen könnte Jorah,wäre er nicht gefesselt,eben mal umzubringen.


      Ja, so ähnlich habe ich es mir auch gedacht. Es ist auch wieder sehr bezeichnend, dass Tyrion es erneut nicht schafft, sich in den Gegenüber zu versetzen und nur für einen Moment darüber nachzudenken, was seine Taten auf Andere für einen Eindruck machen müssen. Das tut er nur dann, wenn er sich daraus eine abschreckende Wirkung erhofft. Den Rest der Zeit fühlt er sich falsch verstanden.


      Ja,vermutlich hast du Recht und ich bin da mal einfach wieder zu nölig. :whistling:
      Apropos Robbe/Siegel...was meinst denn du dazu?
      Ich meine so eine lebendige Robbe würde sich da wohl kaum so einfach festhalten und verheiraten lassen sondern würde vermutlich nicht unerheblich zappeln,schreien und um sich beißen...naja,das selbe hätte Asha wohl auch getan. :hmm:


      :D Allein das Kopfcomic dazu ist super witzig. Ich muss sagen, ich bin gespalten. Einerseits habe ich selbst beim Lesen auf Englisch an 'Siegel' gedacht, weil ich keinen einzigen Moment mir hätte vorstellen können, dass es Robbe hieße. Allerdings ist das 'Euron lacht sich tot' und Ashas Antwort 'ich hoffe, die Ehe wurde nicht vollzogen' vielleicht doch ein stärkerer Hinweis auf Robbe. ;)

      von Onyx
      trotzdem reicht Band 5 für mich bislang noch nicht im Entferntesten an seine Vorgänger heran.

      Ich bin mir da mittlerweile für mich im Stillen nicht mehr so sicher. Klar, Victarion, Quentyn und vor allem Dany sind echt nervig. Aber das waren sie auch vorher schon. Insgesamt gefällt mir ADwD mittlerweile immer besser. Ich halte halt die Teilung für insgesamt ziemlich ungelungen. Die Bücher verlieren dadurch und ich würde gerne noch mal einen Reread nach dieser Mixed-Kapitel-Liste machen.


      Geht mir ähnlich...ich weiß nicht genau ob ich es nicht kann oder einfach gar nicht will,ich glaube eher ich kann nicht so empfinden und mich am Leid anderer erfreuen,fiktiv hin oder her.Klar denke ich bei zum Beispiel Ramsay inzwischen auch "Kopf ab",fände es aber nicht erfreulich,wenn man ihm jetzt passenderweise zuvor noch die Haut abzöge....muss nicht sein... [...] und irgendwie hatte ich schon ein klein wenig das Gefühl,dass der,der sich das ausgedacht hat,doch wirklich nicht so ganz normal sein kann.....

      Joa, geht mir auch so.

      Esmeralda schrieb:

      Ach ja, der Eddison. Ich glaube, Edd will Jon hiermit klar machen, dass er versteht, wie es ihm geht. Halt eben auf seine eigene Art. :D


      Das ist ein sehr süßer und rührender Gedanke. Und vielleicht auch am naheliegensten. Und einfach etwas gutgemeinte Normalität fände ich auch sehr sympatisch.

      Beim ersten Lesen ist mir das definitiv auch nicht aufgefallen, auch wenn ich mich über Rattleshirts plötzliche Charakterwendung ein wenig gewundert habe. Aber wenn man erstmal weiß, wer hinter der Maske steckt, dann sind die Andeutungen genauso unübersehbar wie die Anspielungen auf R+L= J... Allein schon dieses kleine Stück Dialog:“Stannis burned the wrong man.”
      “No.” The wildling grinned at him through a mouth of brown and broken teeth. “He burned the man he had to burn, for all the world to see. We all do what we have to do, Snow. Even kings.”


      Ouh, das mit dem King habe ich in dem Moment wirklich nicht auf Mance bezogen. Aber stimmt, passt gut. :D
      Und das mit Lady Dustin... :D

      Sie ist sich ihrer Identität als "Melisandre, Priesterin des Roten Gottes" sehr sicher, aber nicht ihrer ursprünglichen. Sie erinnert sich ja nur sehr verschwommen daran, wie sie als Kind an den Tempel verkauft wurde...

      Ich stimme dir zu und bin echt gespannt, noch mal mit diesen Gedanken in ihr Kapitel abzutauchen. So weit ich mich erinnere, hat sie sich ja mehr mit ihrem Schicksal als Sklavenkind arrangiert, als das sie es komplett vergessen hat. Sie fühlt ja immer noch Schmerz darüber, auch wenn sie diesen verdrängt.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      kait schrieb:

      Ach, ich weiß nicht. Überleg' doch mal, wie lange jetzt im letzten Thread über die Robbe diskutiert wurde. Sieht nicht nach 'Luft raus' aus.
      Abgesehen davon ist Vorweihnachtszeit. Bei vielen ist Jahresendzeitstimmung (also hier in meiner Umgebung) und damit kommt noch mal der Endspurt auf der Arbeit, Weihnachtsvorbereitungen etc. pp. Ich denke also, der Reread stirbt sicherlich nicht dabei.

      Ich bin der Meinung das liegt daran, dass ADWD allgemein nicht viel zum Diskutieren bietet wie die anderen Bände. Zum Beispiel zum aktuellen Jon-Kapitel wüsste ich überhaupt nicht was ich sagen sollte, was über "das Kapitel langweilt mich" hinausgeht. Und so ähnlich geht es euch bei den Daenerys-Kapiteln. Es ist klar, dass so nur selten wirklich interessante Diskussionen entstehen. Das mit der Robbe hat mich wenigstens endlich zu einem treffenden Signatur-Spruch veranlasst.

      onyx schrieb:

      Ich finde auch nicht,dass er Tyrion für einen Gefangenen sonderlich schlecht behandelt,man muss bedenken,dass Tyrion ein Mörder ist und jederzeit versuchen könnte Jorah,wäre er nicht gefesselt,eben mal umzubringen.

      Das hatten wir glaube ich schon bei Sandor-Arya. Ich empfinde es in beiden Fällen furchtbar, wie die ihre Gefangenen behandeln (wobei ich bei Jorah doch noch ein Stück weit mehr Verständnis aufbringen kann wegen Tyrions großer Klappe) und das stört mich persönlich (während dich ja eher Vatermord und Gehässigkeit stört).
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      onyx schrieb:

      Hmm...sie eine überzeugte Anhängerin des Roten Gottes und auch wenn dieser der Gegner von dem ist,"dessen Name nicht genannt werden darf",ist er für mich irgendwo das andere Extrem zu diesem "Kalten Gott" und somit vielleicht auch ziemlich verheerend,sollte er "an die Macht kommen"...aber ich weiß nicht,ist halt nur so ein Gefühl.
      Ich glaube nicht, dass die Götter irgendwie tatsächlich auftauchen werden und ich glaube auch nicht, dass die Religion Melisandres am Ende die Überhand bekommt. Sie ist vom R'hollmops überzeugt, weil sie von Kindheit dann, auf diese Religion indoktriniert wurde. Möglicherweise bröckelt diese Überzeugung eines Tages. Man kann von ihr aber sagen, dass sie als Einzige die Bedrohung der Anderen erkannt hat und versucht, etwas dagegen zu unternehmen.
      Sollte die Theorie stimmen, dass sie Bloodravens Tochter ist, stimmen, wird sie, wie kait schon vermutet hat, wenn sie dieses erfährt (vor allem im Zusammenhang damit, dass sie BR für den Champion des Anderen hält), ziemlich erschüttert sein und es könnte auch ihre Überzeugungen ziemlich durcheinander würfeln.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner