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Reread A Dance with Dragons (Daenerys V bis Reek III) Woche 82

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      Daenerys V (Teil 1)

      Mit Besorgnis stellt Daenerys fest, dass die Schiffe, die die Slaver's Bay besetzen immer mehr werden, jetzt sind es bereits 25. So ist selbst schon die Fischerei in Meereen zum Erliegen gekommen. Meereen selbst verfügt über keine Flotte, die Kapitäne, die bei Daenerys' Belagerung anwesend waren sind geflohen und schließen sich jetzt den Flotten aus Qarth, Tolos und New Ghis an. Groleo ist besorgt darüber und der Meinung jetzt würden die Drachen helfen.
      ​"Let the Yunkishmen have a taste of fire, and the trade will flow again."

      Daenerys will davon jedoch nichts hören und fragt ihn, warum er als Großadmiral keine Schiffe baut, um der Flotte zu begegnen. Groleo meint, dafür bräuchten sie Holz, doch es gibt keines im Umkreis von 20 Reisestunden. Darauf meint Daenerys, er solle weitergehen für Holz. Für Groleo ist das zuviel, er sei ein Seemann und kein Schiffsbauer, sein Auftrag war es sie nach Pentos zu bringen und nicht nach Meereen, wo sein Schiff für eine Belagerungsmaschine zerstört wurde und er womöglich sterben wird. Kurz überlegt Daenerys, ob er einer der sein könnte, der sie verraten wird, doch den Gedanken verwirft sie. Er ist nur ein verbitterter alter Mann. Sie fragt ihn, was zu tun wäre. Und wieder kommt Groleo auf die Drachen zurück, da alle Schiffe aus Holz wären. Doch sie will wieder nichts davon hören.
      ​"I will hear no more about dragons. Leave me. Go pray to your Pentoshi gods for a storm to sink our foes."

      Darauf meint Groleo nur, dass ein Seemann niemals für einen Sturm betet. Dann schickt sie ihn fort.
      Ser Barristan unterrichtet sie über die Vorräte, die für den Moment noch ausreichen würden, besonders jetzt nach dem die Sklaven der umliegenden Gegenden auch befreit wurden und die Freundschaft der Lhazareen gewonnen werden konnte. Allerdings sind sie nach wie vor kein kriegerisches Volk. Dann kommt die Rede auf die "Waisen", Jungen, die Ser Barristan in der Ritterkunst ausbildet. Er ist davon sehr erfreut jeder Vierte von Fünf zeigt Potential. Als sie fragt, ob sie auch für sie tjostieren würden (sie hat nur Geschichten darüber von Viserys gehört), meint Ser Barristan sie wären noch nicht bereit.
      Dann kommt Missandei mit einer Nachricht, dass Skahaz mit ihr reden will. Dieser hat zwei der Brazen Beasts mit sich. Er berichtet darüber wie Hizdahr die Pyramide von Zhak besucht hat. Es ist bereits schon die elfte Pyramide, die er besucht hat und seit 26 Tagen hat es auch keinen Mord mehr in Meereen gegeben. Skahaz ist sich sicher, dass es daran liegt, dass Hizdahr enge Kontakte zu den Söhnen hat und womöglich sogar die Harpyie ist.
      ​"If there is a Harpy."

      Daenerys ist sich da nicht so sicher wie Skahaz, dass alle Morde und Aktionen der Söhne von einem obersten Adligen ausgehen, denn die Brazen Beasts haben viele Adlige gefangengenommen und gefoltert und jeder hat einen anderen Namen genannt.
      My enemies are legion.

      Daenerys ist trotzdem von einer Unschuld Hizdahrs überzeugt und glaubt er hätte durch Gold den Frieden erkauft und das seine Ehe mit ihr, das beste für Meereen wäre. Skahaz schlägt wieder Folter vor, um noch mehr herauszubekommen, doch davon will Daenerys nichts hören. Zu viele haben gestanden und all ihre Bekenntnisse waren wertlos für Daenerys. Skahaz hakt jedoch nach und fragt, ob es wirklich im Sinne Daenerys ist, sich eine Schlange ins Bett zu holen. (das ruft kurz Gedanken an Daario bei Daenerys wach) Doch Daenerys verweigert es ihm weiterhin. Stattdessen zeigt er ihr eine Liste der meereenischen Kapitäne, die sich dem Feind angeschlossen haben und in der Bucht die Stadt blockieren. Skahaz ist dafür sämtliche enge Verwandte der Kapitäne gefangenzunehmen, um die Schiffe zurückzugewinnen. Daenerys weiß jedoch was das bedeutet.
      ​"If I send the Brazen Beasts into the pyramids, it will mean open war inside the city. I have to trust Hizdahr. I have to hope for peace."

      Danach zieht sich Skahaz zurück und Ser Barristan meint, Rhaegar wäre jetzt stolz auf Daenerys. Da fallen ihr Jorahs Worte über Rhaegar wieder ein.
      Rhaegar fought valiantly, Rhaegar fought nobly, Rhaegar fought honorably. And Rhaegar died.

      Anschließend geht sie in die Haupthalle und wundert sich, dass keine Bittsteller da sind. Laut Reznak liegt es daran, dass die ganze Stadt zuviel Angst hätte.
      Tatsächlich kommen schon bald schreckliche Neuigkeiten, die von Grey Worm, der Grünen Grazie und zwei Blauen Grazien überbracht werden.
      ​"He came out of the morning mists, a rider on a pale horse, dying."

      Es ist ein Mann aus Astapor, der halbtot in Meereen ankam, gezeichnet von Fieber und Hunger. Wie aus dem Bericht der Blauen Grazien hervorgeht starb der Mann ziemlich schnell, rief jedoch vorher noch aus:
      ​"She is burning."

      Daenerys erfährt, dass Astapor brennt und gefallen ist. Doch das ist nicht das schlimmste. Der Reiter ist nicht nur an der nicht behandelten Pfeilwunde gestorben, sondern auch an einer blutigen Darmkrankheit, die jetzt in Astapor umgeht. Für die Grüne Grazie ist es ein Zeichen für Zorn und Verderben. Daenerys wird sich der Prophezeiung Quaithes bewusst, wo von einer fahlen Mähre die Rede war. Daenerys reagiert sofort auf die Neuigkeiten, denn mit dem Fall Astapors hält Yunkai nichts mehr davon ab nach Meereen zu marschieren. Er schickt Ser Barristan los, damit die Second Sons und auch die Stormcrows zurückgeholt werden können. Das ruft Erinnerungen an Daario wach und das sie manchmal Angst hatte er würde tot am Straßenrand liegen, manchmal auch, dass er sie verraten würde.
      Acht Tage später kommt Brown Ben Plumm mit den Second Sons zurück. Er hat drei Astapori gefangengenommen, die Daenerys darüber Auskunft geben können, was in Astapor passiert ist. Es ist ein Maurer, eine Weberin und ein Schuster. Sie sind die einzigen drei Überlebenden einer größeren Gruppe, die von yunkaiischen Söldnern nördlich von Astapor umgebracht worden sind. Dann erzählen die drei vom Fall Astapors. Jeden Tag hätten sie gehofft, Daenerys würde mit einer großen Streitmacht kommen und die Belagerung aufheben, denn Cleon hatte nach ihr geschickt, was auch stimmt. In der Zwischenzeit hatten die Yunkai'i die gesamte Ernte außerhalb der Mauern für sich beansprucht und alle Herden abgeschlachtet. So wurden in der Stadt schon Katzen, Ratten und Leder gegessen. ("A horsehide was a feast") Sogar die Toten wurden gegessen, was zu Anschuldigungen zwischen King Cutthroat und Queen Whore führte. Einige hätten schließlich die Pyramide von Nakloz abgebrannt, da sie Kraznys mo Nakloz schuldig machten für all ihre Probleme. Einige aber machten auch Daenerys dafür verantwortlich, jedoch nur wenige, da sie noch immer hofften, dass sie kommen würde mit einer Armee und Essen für alle.
      I can scarce feed my own folk. If I had marched to Astapor, I would have lost Meereen.

      Dann erzählen sie weiter, wie die Leiche des Butcher Kings exhumiert wurde, weil die Grüne Grazie von Astapor eine Vision hatte. Doch der Ausfall endete in einem Massaker. Die Grüne Grazie wurde daraufhin auf der Plaza of Punishment aufgespießt. In der Pyramide von Ullhor veranstalteten die Überlebenden ein großes Fest und brachten sich am Ende mit vergiftetem Wein um. Und dann ging die Darmkrankheit um, die drei von vier tötete, bis einige die Wachen erschlugen, um zu fliehen. Hier sind sich die drei nicht sicher, ob es Gesunde waren, die vor den Kranken fliehen wollten oder Kranke, die verzweifelt waren. So jedenfalls gelangten die Yunkai'i und ihre Söldner und Verbündete in Astapor ein. Queen Whore wurde erschlagen, King Cutthroat in eine Grube geworfen, wo er von wilden Hunden getötet wurde. Selbst in dem Moment hofften noch einige, sie würde kommen, auf einem Drachen sitzend und die Yunkai'i vertreiben. Als die Stadt gefallen war, ging das richtige Gemetzel los. Der Tempel der Grazien, der voll von Kranken war, wurde versiegelt und in Brand gesteckt. Bald darauf brannte die ganze Stadt, doch niemand konnte sie verlassen, da die Yunkai'i die Toren hielten. Die drei entkamen auch nur, weil der Maurer einen Weg durch die Mauern fand, wo die Ziegel lose waren. So endet ihr Bericht.
      Daenerys ist entsetzt, sie hat Astapor zwar nie als schön empfunden, doch es war dennoch voller Leben gewesen. Dennoch beruhigt sie zunächst die drei.
      ​"You will be safe in Meereen."
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Teil 2

      Der Schuster und der Maurer glauben ihr das, die Weberin ist skeptisch. Sie weiß genau, dass das Schicksal von Astapor auch Meereen widerfahren wird, da die Yunkai'i auf dem Weg sind. Brown Ben eröffnet ihr, dass noch mehr kommen werden, die drei sind nur die Vorhut, da sie Pferde hatten. Tausende sind auf dem Weg, auch wenn viele sterben werden. Sowohl Brown Ben als auch Reznak sind dagegen sie aufzunehmen. Daenerys will davon aber nichts hören.
      "I should have gone to Astapor."

      Ser Barristan sagt jedoch, sie hätte nichts ändern können und Cleon vor diesem sinnlosen Krieg gewarnt. Der Mann war ein Narr und seine Hände rot mit Blut.
      And are my hands any cleaner?

      Das für die die meinen Daenerys kennt keine Selbstreflexion.Jedenfalls ist sie sich sicher, sie hätte Cleon helfen sollen, denn die Yunkai'i sind ja auch ihre Feinde. Skahaz meint jedoch, dann hätten die Söhne die Stadt übernommen.
      "I know. I know. It is Eroeh all over again."

      Sie erzählt dann allen die Geschichte von Eroeh, das Mädchen, was sie vor der Vergewaltigung der Dothraki schützen wollte, ihr Schicksal aber nur noch schlimmer gemacht hat. Das gleiche ist jetzt mit Astapor passiert. Auch wenn Brown Ben versucht sie zu beruhigen, dass sie es nicht hätte wissen können, meint sie, als Königin hätte sie es ahnen sollen.Reznak schlägt daraufhin vor, dass Daenerys Hizdahr zum König nimmt, um so die Weisen Herren zu gewinnen. Wieder denkt sie an Quaithes Prophezeiung zurück, sich vor dem parfürmierten Seneschall in Acht zu nehmen und nimmt die Prophezeiung ernster, jetzt da sich die fahle Mähre als wahr herausgestellt hat. Und so widersetzt sie sich erst Reznaks Vorschlag, da sie noch immer die Söldnerkompanien, die Unsullied und die Drachen hat.
      "In the pit, in chains," wailed Reznak mo Reznak. "What good are dragons that cannot be controlled?"

      Wir erfahren, dass die Drachen mittlerweile sehr unruhig und wild geworden sind, selbst die Unsullied haben schon Angst sie zu füttern. Dabei kommt es zu einem kurzen Streitgespräch zwischen Brown Ben und Reznak, wobei wir erfahren, dass Brown Ben womöglich auch valyrisches Blut in sich hat. Daenerys beendet das Gespräch und will nichts mehr von den Drachen hören. Brown Ben macht ihr noch einmal den Ernst der Lage deutlich. Die Yunkai'i haben nach der Goldenen Kompanie geschickt und sogar zu den Khalasars im Dothrakischen Meer. Sie brauchen die Drachen.
      "I am sorry, Ben. I dare not loose the dragons."

      Da es keine Drachen gibt, sieht Brown Ben keine andere Möglichkeit als die Stadt zu plündern und die Stadt dann an die Sklavenmeister zurückzukaufen, um so eine sichere Abreise zu gewährleisten.
      "You want me to loot Meereen and flee? No, I will not do that."

      Stattdessen rüstet Daenerys zum Kampf und fragt Grey Worm wie gut die Befreiten kämpfen können, worauf Grey Worm sagt, sie seien geeignet. Dann schaut sie in die Gesichter alles Anwesenden und wird sich bewusst, dass sie ihre Blutreiter braucht und selbst Jorah Mormont vermisst. Obwohl er sie belogen hat, hat er sie doch geliebt.Daenerys will jedenfalls direkt Krieg gegen die Yunkai'i führen. Skahaz ist dagegen, denn die Mauern Meereens bieten guten Schutz gegen Angreifer. Ser Barristan schlägt vor, da deren Heer ein Flickenteppich sein wird, sie unwissend zu überraschen. Skahaz meint das gänge nicht, da es zuviele Informanten in der Stadt gibt. Daenerys fragt Brown Ben nach seinem Rat. Der meint ihre ganze Armee wäre zu klein für so einen Angriff, sie bräuchten auch die Stormcrows. Dann beaufragt sie Brown Ben damit, den Feind auszukundschaften. Als Brown Ben nach Verpflegung und Pferden verlangt, gewährt sie ihm dies, genau so wie Gold, um mögliche Söldnerkapitäne zu kaufen.Danach kommen sie wieder auf das Problem mit den Astapori zu sprechen. Diese könnten ein großes Problem darstellen.
      "Your Grace, I have known the bloody flux to destroy whole armies when left to spread unchecked, The seneschal is right. We cannot have the Astapori in Meereen."

      Deshalb ist Daenerys dafür sie außerhalb der Mauern zu halten. Danach geht sie auf die Terrasse und blickt in Richtung Astapor. Obwohl es ein ganzes Stück entfernt ist, glaubt sie den Rauch, der von der Stadt ausgeht, zu sehen.
      Brick and blood built Astapor, and brick and blood its people. The old rhythm rang in her head. Ash and bone is Astapor, and ash and bone its people.

      Danach taucht Ser Barristan wieder auf und sie fragt ihn, ob sie gewinnen könnten. Er ist skeptisch, denn die Befreiten sind untrainiert im Kampf, die Söldnerkompanien könnten sie wieder verraten, zwei Drachen sind nicht zu kontrollieren, der andere ist verschwunden und die Lhazareen sind kein kriegerisches Volk. Und auch wenn ihre Mauern stark sind, so gibt es immer noch die Söhne im Inneren.
      "So are the Great Masters, both those you did not kill and the sons of those you did."

      Wieder fragt sie nach seinem Rat und Ser Barristan ist der Meinung sie sollten kämpfen, da Meereen überfüllt ist und somit einer Belagerung nicht lange standhält. Er selbst würde die Soldaten ins Feld führen und ein Schlachtfeld wählen. Doch Daenerys ist skeptisch, wenn er die Unsullied und die Befreiten hat, wäre niemand außer den Brazen Beasts in der Stadt, um sie vor den Söhnen zu schützen. Daenerys weiß was sie zu tun hat und wie schwer ihr diese Entscheidung fällt, sie betet zu den Göttern, die ihr Khal Drogo und ihren Sohn genommen haben um Weisheit, was sie jetzt tun soll, um ihre Leute zu beschützen. Sie weiß genau, dass sie nie gewinnen wird, wenn sie zwei Feinde hat. So beauftragt sie Ser Barristan nach Hizdahr zu schicken.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      zu Daenerys V :
      Ich musste mich hier wirklich zwingen das Kapitel aufmerksam zu lesen und es war irgendwie viel zu lang. :sleeping:
      Die Zustände und Geschehnisse vor Ort sind einfach nur furchtbar und grausam.

      Ser Erryk schrieb:

      Da es keine Drachen gibt, sieht Brown Ben keine andere Möglichkeit als die Stadt zu plündern und die Stadt dann an die Sklavenmeister zurückzukaufen, um so eine sichere Abreise zu gewährleisten.

      Der Verrat von Brown Ben zeichnet sich hier meiner Meinung nach schon ab.Wenn auch m.E. recht sympathisch,ist der Mann ein Söldner und kämpft nicht aus irgendeiner Überzeugung heraus, er hat wohl ansonsten kaum Möglichkeiten für sich lohnend aus der Sache raus zu kommen,nachdem Daenerys all seine Vorschläge in den Wind schlägt.

      Ser Erryk schrieb:

      Das für die die meinen Daenerys kennt keine Selbstreflexion.

      Jaaa...die hat sie in diesem Kapitel...aber leider nutzt das den Menschen dort nun auch nicht mehr viel,wenn man sich die Zustände dort mal anschaut.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Ser Erryk schrieb:

      Daenerys ist sich da nicht so sicher wie Skahaz, dass alle Morde und Aktionen der Söhne von einem obersten Adligen ausgehen, denn die Brazen Beasts haben viele Adlige gefangengenommen und gefoltert und jeder hat einen anderen Namen genannt.
      Was zu erwarten war. Folter ist nunmal kein Instrument für verlässliche Informationen...

      Ser Erryk schrieb:

      Skahaz schlägt wieder Folter vor, um noch mehr herauszubekommen, doch davon will Daenerys nichts hören. Zu viele haben gestanden und all ihre Bekenntnisse waren wertlos für Daenerys.
      Schön, dass sie es merkt.

      Ser Erryk schrieb:

      Daenerys erfährt, dass Astapor brennt und gefallen ist. Doch das ist nicht das schlimmste. Der Reiter ist nicht nur an der nicht behandelten Pfeilwunde gestorben, sondern auch an einer blutigen Darmkrankheit, die jetzt in Astapor umgeht. Für die Grüne Grazie ist es ein Zeichen für Zorn und Verderben. Daenerys wird sich der Prophezeiung Quaithes bewusst, wo von einer fahlen Mähre die Rede war.
      Eine Epidemie ist natürlich das letzte, was Dany jetzt noch gebrauchen kann. Manchmal tut sie mir schon ein bisschen leid...

      Ser Erryk schrieb:

      Dann erzählen sie weiter, wie die Leiche des Butcher Kings exhumiert wurde, weil die Grüne Grazie von Astapor eine Vision hatte. Doch der Ausfall endete in einem Massaker.
      Mir scheint, die Grüne Grazie von Astapor hat eine noch schlechter Trefferquote wie Melisandre bei ihren Visionen.

      Ser Erryk schrieb:

      Daenerys ist entsetzt, sie hat Astapor zwar nie als schön empfunden, doch es war dennoch voller Leben gewesen. Dennoch beruhigt sie zunächst die drei.

      ​"You will be safe in Meereen."
      Sicher? Hmm... auf Dauer nicht wirklich. Zum einen sind die drei auch nichts anderes als ehemalige Sklaven und damit potentielle Opfer für die Söhne der Harpyie, zum anderen würde ich Meereen momentan nicht wirklich als sich bezeichnen.

      Ser Erryk schrieb:

      Das für die die meinen Daenerys kennt keine Selbstreflexion.
      Jaaa, manchmal hat sie so kleine Anfälle davon. Leider halten die nie sehr lange. :whistling:

      Ser Erryk schrieb:

      Danach taucht Ser Barristan wieder auf und sie fragt ihn, ob sie gewinnen könnten. Er ist skeptisch, denn die Befreiten sind untrainiert im Kampf, die Söldnerkompanien könnten sie wieder verraten, zwei Drachen sind nicht zu kontrollieren, der andere ist verschwunden und die Lhazareen sind kein kriegerisches Volk. Und auch wenn ihre Mauern stark sind, so gibt es immer noch die Söhne im Inneren.
      Barristans Einschätzung ist hier ziemlich korrekt.

      Ser Erryk schrieb:

      Wieder fragt sie nach seinem Rat und Ser Barristan ist der Meinung sie sollten kämpfen, da Meereen überfüllt ist und somit einer Belagerung nicht lange standhält. Er selbst würde die Soldaten ins Feld führen und ein Schlachtfeld wählen.
      Hier hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass Ser Barristan hofft, das er auf dem Schlachtfeld stirbt, um den Untergang seiner Königin nicht miterleben zu müssen. :/
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Hmm... scheint, als wäre es das schon, oder?
      Ich schmeiß mal schon das nächste raus. :)
      Melisandre I

      Melisandre ist in ihrem Gemach im Castle Black und wir erfahren, dass es in ihren Räumen niemals dunkel ist. Mehrere Kerzen brennen auf ihrem Fensterbrett und auf jeder Seite ihres Bettes je zwei. Außerdem sind ihre Bediensteten angewiesen, dafür zu sorgen, dass ihr Kaminfeuer niemals ausgeht.
      Sie hält im Feuer Ausschau nach Stannis, der nach Süden gezogen ist. An dieser Stelle wird meiner Meinung nach sehr deutlich, dass sie Stannis tatsächlich für den AA hält.
      (...) Azor Ahai reborn. Surely R’hllor would vouchsafe her a glimpse of what awaited him. Show
      me Stannis, Lord
      , she prayed. Show me your king, your instrument.

      Aber stattdessen sieht sie viele andere Dinge:
      - augenlose Gesichter, die Blut weinen (die Ranger, von denen wir später im Kapitel noch hören werden)
      - Türme am Meer, die unter einer gewaltigen Woge zusammen brechen. (Mel vermutet später gegenüber Jon, dass es sich um Eastwatch handelt, wird mit ihm aber mehr oder weniger in die Richtung gedrängt. Die Frage ist natürlich: welche Türme sind es dann?)
      - schattenhafte Schädel, die sich in Nebel auflösen
      - Körper, die in Lust vereint sind (da hab ich gerade gar keine Idee zu...)
      - und große geflügelte Schatten durch einen Vorhang aus Feuer (Drachen würde ich mal sagen)

      Danach versucht sie Arya zu sehen, bzw. das Mädchen, dass sie dafür hält (das graue Mädchen auf dem sterbenden Pferd), da sie glaubt, dass Jon mehr Informationen will, wo sie genau ist. Aber die Vision kommt nicht... Stattdessen formt sich ein Gesicht vor ihr, dass sie einen Moment für Stannis hält.
      A wooden face, corpse white. Was this the enemy? A thousand red eyes floated in the rising flames. He sees me. Beside him, a boy with a wolf’s face threw back his head and howled.
      Na, wenn das nicht Bloodraven und Bran sind. :)
      A thousand red eyes sagt ja schon alles.
      Spannend finde ich allerdings auch die folgend Stelle:
      Blood trickled down her thigh, black and smoking. The fire was inside her, an agony, an ecstasy, filling her, searing her, transforming her.
      Blut tropft ihr aus der Vagina und es ist schwarz und raucht... und auch der Rest, das Feuer in ihr, Schmerz und Extase und das sie transformiert wird...
      Und in diesem Zusammenhang denkt sie auch an ihre Kindheit.
      “Melony,” she heard a woman cry. A man’s voice called, “Lot Seven.” She was weeping, and her tears were flame. And still she drank it in.
      Also hieß sie ursprünglich Melony und wurde als Kind an den Tempel verkauft.
      Ihre nächste Vision bezieht sich meiner Meinung nach auf Harthome, mit den 100 Feuern in den Höhlen.
      Then the wind rose and the white mist came sweeping in, impossibly cold, and one by one the fires went out.
      Die Anderen kommen und es bleiben nur Schädel und Tod. Gleich danach hört sie eine leise Stimme "Jon Snow" wispern und sieht sein Gesicht in den Flammen, das sich von Mann zu Wolf und von Wolf zu Mann ändert. Aber auch hier sieht sie die Schädel. Sie hat das schon zuvor gesehen und Jon gewarnt, aber der wollte nicht auf sie hören.
      Devan, den Stannis bei ihr zurück gelassen hat, fragt sie, was sie sieht und sie antwortet, wie sie es immer tut: "Much and more!"
      Aber gleichzeitig denkt sie daran, dass es so einfach nicht ist. Das Sehen sei eine Kunst, das viel erfordert. Unter anderem auch Schmerz, wie meiner Meinung nach stark betont wird.
      Melisandre had practiced her art for years beyond count, and she had paid the price. There was no one, even in her order, who had her skill at seeing the secrets half-revealed and half-concealed within the sacred flames.
      Nuja... wenn sie die Beste ihres Ordens ist, bei dem Visionen-Ding, dann heißt das ja nichts gutes für die anderen, so oft, wie Mel daneben liegt... :whistling:
      Wie auch immer, sie versucht wieder Stannis in den Flammen zu finden.
      I pray for a glimpse of Azor Ahai, and R’hllor shows me only Snow.
      Siehe oben... :D
      Sie lässt sich von Devan etwas Wasser bringen und denkt daran, dass der Junge, obwohl er ihr sehr zugetan ist, nicht gerne hier ist, sondern wie wohl jeder Junge lieber mit seinem König in den Krieg gezogen wäre. Vermutlich glaubt er, dass es die Strafe ist, für etwas das er oder gar sein Vater falsch gemacht haben. Doch in Wahrheit hat Melisandre Stannis darum gebeten, Devan bei ihr zu lassen. Und zwar einzig und allein um ihn zu beschützen, weil sie glaubt, dass Davos nicht noch mehr Trauer verdient. (Aaaaaaawwwww.... :love: )
      Sie hat die ganze Nacht im Stuhl am Feuer verbracht. Seit Stannis fort ist, hat sie keine Notwendigkeit mehr für ein Bett. 8| Ich dachte eigentlich wirklich, dass nach der Geschichte mit den beiden Schattenbabys zwischen den beiden nichts mehr läuft... Ich hab dieses Kapitel auch schon einige Male gelesen und wohl tatsächlich geschafft, das permanent zu überlesen...
      She had no time for sleep, with the weight of the world upon her shoulders. And she feared to dream. Sleep is a little death, dreams the whisperings of the Other, who would drag us all into his eternal night.
      Hui... arme Mel, das Gewicht der Welt ruht auf ihren Schultern! ^^ Aber Schlaf scheint sie ja regelrecht zu verabscheuen und Träume noch mehr. Im Zusammenhang damit denkt sie auch noch einmal an "Melony" und "Lot seven", was mich glauben lässt, dass es vor allem Träume von ihrer Vergangenheit sind, die ihr solche Angst machen.
      Sie denkt noch einmal an das "Wooden face" und den Wolfsjungen, die sie in ihren Flammen gesehen hat und hält sie für die Champions des Anderen. Das wäre ja eine sehr heikle Geschichte, falls Melisandre tatsächlich Shiera Seastars und Bloodravens Tochter wäre, dann hätte sie gerade ihren eigenen Vater zu ihrem Erzfeind erklärt...
      Devan fragt sie, ob sie frühstücken möchte und sie denkt:
      Food. Yes, I should eat. Some days she forgot. R’hllor provided her with all the nourishment her body needed, but that was something best concealed from mortal men.
      Ich kann nur wieder erwähnen, dass die Tatsache, dass sie nicht essen muss, nur gelegentlich etwas trinkt, nicht mehr wirklich schläft, sich offenbar nur sehr verschwommen an ihre Kindheit erinnert, vermutlich deutlich älter ist, als sie wirkt und dazu kommt noch das schwarze Blut, dass bei Beric Dondarrion auch durchweg als dunkel oder schwarz beschrieben wird. (Das einzige, was dagegen spricht ist GRRMs Aussage, dass Wiederbelebte keine POVs bekommen...)
      Sie bestellt ein Frühstück bei Devan, obwohl sie denkt, dass sie Jon braucht, und Devan soll auch Rattleshirt holen.
      Während Devan fort ist, wäscht sie sich und zieht sich ein frisches Gewand an und kontrolliert und füllt die vielen kleinen Taschen darin mit den unterschiedlichsten Pulvern. Ihre Truhe mit den Pülverchen hat sich rapide geleert und sie hat im Moment keine Möglichkeit für Nachschub, aber das stört sie nicht, da ihre Magie an der Mauer sehr viel besser funktioniert, als sogar in Asshai (was ja impliziert, dass auch in Asshai die Magie recht stark ist.)
      Als sie ihre Truhe wieder abschließt, steht auch Rattleshirt vor der Tür. Er trägt seine Knochenrüstung nicht und er wirkt größer und breitschultriger als normal. Melisandre weist ihn darauf hin, dass die Knochen ihn beschützen. Jetzt kommt heraus, dass ein Zauber ihn umgibt.
      “The spell is made of shadow and suggestion. Men see what they expect to see. The bones are part of that.” Was I wrong to spare this one? “If the glamor fails, they will kill you.”
      Der nächste Part gibt wieder einen Hinweis, auf die eigentliche Person:
      The wildling began to scrape the dirt out from beneath his nails with the point of his dagger. “I’ve sung my songs, fought my battles, drunk summer wine, tasted the Dornishman’s wife. A man should die the way he’s lived. For me that’s steel in hand.”

      Mance/Rattleshirt meint zu Melisandre, dass die ausgestochenen Augen bei den Rangern, die sie in ihrer Vision gesehen hat, auf das Konto des Weepers gehen würden und das es nicht gut wäre, wenn sich das Freie Volk ihm anschließt, anstatt Tormund, wie Jon wohl hofft.
      Melisandre tut so, als würde sie sich seine Worte zu Herzen nehmen, aber sie denkt, dass es egal ist, da Mances Volk dem Untergang geweiht sei, aber sie weiß, das Mance das nicht hören will.
      Sie fragt ihn, wie gut er sich im Norden auskennt, da sie ihn losschicken will die vermeintliche Arya zu finden, da sie weiß, dass Jon seine Eide ernst nimmt und deshalb wohl keine Brüder auf die Suche schicken wird. Sie beschreibt ihm die Landschaft in ihrer Vision, als ein Horn die Stille durchbricht.
      All over Castle Black, Melisandre knew, the same sudden hush had fallen, and every man and boy turned toward the Wall, listening, waiting. One long blast of the horn meant rangers returning, but two …

      Es kommt kein zweites Hornsignal. Melisandre weiß, dass es die toten Ranger sind und macht sich auf den Weg zu Jon. Vorher weist sie Mance noch an, die Knochenrüstung anzulegen.
      Mit zwei bewaffneten Wachen macht sie sich auf den Weg und trifft vor den Toren auf Jon, der vor drei auf Spießen aufgesteckten Köpfen steht. Jon befiehlt, die Köpfe abzunehmen und zu verbrennen. Dann wendet er sich an Melisandre und bittet sie, ein paar Schritte mit ihm zu gehen.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Melisandre Teil 2

      Jon fragt, ob sie etwas von den anderen Rangern in ihren Visionen gesehen habe und als sie verneint, bittet er sie Ausschau zu halten. Er erzählt ihr, dass Ser Denys Mallister vom Shadow Tower von Wildlingen berichtet habe, die sich sammeln. Er vermutet, dass sie sich den Weg über die Bridge of Skulls erkämpfen wollen. Melisandre fragt sich, ob das vielleicht die Schädel aus ihrer Vision sein könnten. Sie erzählt ihm von ihrer Vision der Türme, die unter einer schwarzen und blutigen Woge verschwinden. Jon fragt, ob es Eastwatch sein könnte, und Mel stimmt zu, obwohl sie weiß, dass die Türme in ihrer Vision anders aussehen.
      Als Jon Edd bittet, Ghost in seinen Raum zu bringen, sieht Melisandre das als ein Zeichen und entlässt ihre zwei Wachen ebenfalls. Sie hakt sich bei ihm ein und rückt so nah, wie sie wagt, wohlwissend, dass er ihr misstraut und sie niemals lieben wird. Aber er wird sie nutzen, was sie begrüßt.
      Melisandre had danced the same dance with Stannis Baratheon, back in the beginning. In truth, the young lord commander and her king had more in common than either one would ever be willing to admit. Stannis had been a younger son living in the shadow of his elder brother, just as Jon Snow, bastard-born, had always been eclipsed by his trueborn sibling, the fallen hero men had called the Young Wolf. Both men were unbelievers by nature, mistrustful, suspicious. The only gods they truly worshiped were honor and duty.
      Hier finde ich es ganz lustig, wie Mel Stannis und Jon vergleicht. Wir hatten ja auch schon festgestellt, dass sie sich in ihrer Art auf jeden Fall recht ähnlich sind. :)
      Mel stellt fest, dass Jon nicht nach Arya gefragt hat und Jon antwortet, wie erwartet, dass er nichts tun kann, stoppt aber mitten im Satz, als sie Mels Zimmer betreten und er dort Rattleshirt sieht (der zur Freude Mels die Knochenrüstung wieder angelegt hat).
      Nachdem die beiden sich ein bisschen beharkt haben, wendet sich Rattleshirt an Melisandre und sagt, dass er Pferde braucht und ein paar der Speerfrauen von Mole's Town, da das Mädchen ihnen sicherlich mehr trauen würde.
      Jon ist verwirrt. Als Melisandre ihn aufklärt, dass der Wildling seine Schwester retten soll, weist er das von sich, da er meint, das Rattleshirt Arya eher vergewaltigen und ermorden würde, als sie heil auf Castle Black abzuliefern. Er droht, sollte Rattleshirt die Festung ohne seine Erlaubnis verlassen, würde ihn das den Kopf kosten.
      Melisandre sieht ein, dass sie Jon einweihen muss. Sie entlässt Devan und berührt dann den Rubin an ihrem Hals und spricht ein Wort.
      The sound echoed queerly from the corners of the room and twisted like a worm inside their ears. The wildling heard one word, the crow another. Neither was the word that left her lips.
      Und Rattleshirt verwandelt sich in Mance Rayder.
      Jon ist natürlich ziemlich überrascht und fragt, was das für eine Zauberei sei. Melisandre antwortet, er könne es nennen, wie er wolle, Glamour oder Illusion, aber der Herr des Lichtes habe seinen Dienern solche Fähigkeiten gegeben. Mance grinst, dass er selbst seine Zweifel habe, aber die Alternative sei gewesen, dass Stannis ihn verbrenne. Melisandre gibt noch zu, dass die Knochen helfen.
      “The bones remember. The strongest glamors are built of such things. A dead man’s boots, a hank of hair, a bag of fingerbones. With whispered words and prayer, a man’s shadow can be drawn forth from such and draped about another like a cloak. The wearer’s essence does not change, only his seeming.”
      Hier finde ich zwei Aussagen sehr interessant. Zum einen wird hier meiner Meinung nach geklärt, dass der Zauber nicht den Träger beeinflusst, wie wir hier letzte Woche diskutiert haben. Mel sagt ganz eindeutig, dass nur da Aussehen geändert wird. Und die Erwähnung des "bag of fingerbones" finde ich irgendwie spannend. Ich weiß, vor einer Weile hatten wir das schnon mal. Und ich frage mich immer noch, was es bedeutet. Niemand im Lied außer Davos trug so etwas und die explizite Erwähnung ist da schon irgendwie bedeutungsschwanger...

      Melisandre ist es wichtig, dass der Zauber ganz einfach klingt, als würde keine Mühe für sie dahinter stecken, da sie das schon vor langer Zeit gelernt hat.
      That was a lesson Melisandre had learned long before Asshai; the more effortless the sorcery appears, the more men fear the sorcerer.
      Aber in Wahrheit ist es schwer. Als Rattleshirt verbrannt wurde, hat sie gelitten und gedacht, ihr Rubin würde sie verbrennen, bis Jon netterweise den Wildling von seinen Qualen erlöst hat.
      Melisandre sagt zu Jon, dass Mance ihn nicht betrügen wird, da sie seinen Sohn als Geisel hätten und außerdem würde Mance Jon sein Leben verdanken, da normalerweise dessen Leben als Deserteur der NW verwirkt sei und Stannis ein Mann sei, dem das Gesetz wichtig ist, aber Jon habe gesagt:
      the laws of men end at the Wall
      Der Herr des Lichts habe Jons Gebete erhört und ihm eine Möglichkeit gegeben, Arya zu retten und seine Eide zu halten.
      “There he stands, Lord Snow. Arya’s deliverance. A gift from the Lord of Light … and me.”
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Esmeralda schrieb:

      Ich weiß, vor einer Weile hatten wir das schnon mal. Und ich frage mich immer noch, was es bedeutet. Niemand im Lied außer Davos trug so etwas und die explizite Erwähnung ist da schon irgendwie bedeutungsschwanger...


      Ich weiß nicht ob ihr das dann schon diskutiert habt, aber wurde nicht dem Fake-Davos die Finger abgeschnitten und um den Hals gehängt?
      Da mir Davos in seinen PoVs jetzt nicht wirklich den Eindruck macht, eigentlich ein anderer Mensch zu sein, bezweifle ich einfach mal, dass das später noch im Zusammenhang mit einer Melisandre-Illusion zur Tragweite kommt.
      Nein, Davos hat seine Fingerknochen im Blackwater verloren. Aber die Stelle könnte darauf hindeuten, dass sich Melisandre irgendwann einmal als Davos ausgegeben hat. Oder sie hat einfach nach passenden Beispielen gesucht und ist dabei auf Davos' allgegenwärtige Knöchelchen gekommen.
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
      ________________________________________________________________________________________________________

      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont

      onyx schrieb:

      Der Verrat von Brown Ben zeichnet sich hier meiner Meinung nach schon ab.Wenn auch m.E. recht sympathisch,ist der Mann ein Söldner und kämpft nicht aus irgendeiner Überzeugung heraus, er hat wohl ansonsten kaum Möglichkeiten für sich lohnend aus der Sache raus zu kommen,nachdem Daenerys all seine Vorschläge in den Wind schlägt.

      Du findest dein Mann sympathisch. Ich glaube das wird sich spätestens in dem Kapitel ändern in dem er auf Tyrion trifft. ;) Er ist ein Söldner durch und durch, gibt das aber wenigstens ehrlich zu.

      Esmeralda schrieb:

      Mir scheint, die Grüne Grazie von Astapor hat eine noch schlechter Trefferquote wie Melisandre bei ihren Visionen.

      Ich behaupte mal das war keine wirkliche Vision, sondern eine reine Verzweiflungstat, da Astapor sonst nichts übriggeblieben wäre. Es hätte auch klappen können, aber die Chance war nur sehr gering. Ich glaube solche Taten gibt es oft in Städten die belagert werden und für die keine Hilfe in Aussicht ist. Hat übrigens was von El Cid.

      Esmeralda schrieb:

      Sicher? Hmm... auf Dauer nicht wirklich. Zum einen sind die drei auch nichts anderes als ehemalige Sklaven und damit potentielle Opfer für die Söhne der Harpyie, zum anderen würde ich Meereen momentan nicht wirklich als sich bezeichnen.

      Wobei Hizdahr gerade die Morde beendet hat, zumindest gab es lange keinen Mord mehr. Aber ich weiß was du meinst, Meereen ist ähnliches Pulverfass wie Astapor und keinesfalls auf Dauer gesichert. Aber besser als Astapor ist es allemal.

      Esmeralda schrieb:

      Hier hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass Ser Barristan hofft, das er auf dem Schlachtfeld stirbt, um den Untergang seiner Königin nicht miterleben zu müssen.

      Ich habe auch das Gefühl. Ein letztes Mal, um sich auszuzeichnen und für seine rechtmäßige Königin zu sterben. Es kann auch sein, dass er sich vielleicht manchmal denkt, warum er nicht am Trident für Rhaegar bereits gestorben ist.

      Hmm... scheint, als wäre es das schon, oder?Ich schmeiß mal schon das nächste raus.​

      Verständlich, aber auch schade. Wie ich letzte Woche gesagt habe, was mir Jon ist, ist euch Daenerys in diesem Band.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Tatsächlich eins der besseren Dany-Kapitel. Wir wissen bereits durch Antonia Rados... ... äh Quentyn Martell von den Zuständen in Astapor. Hier erfahren wir dann auch die Auswirkungen auf Daenerys Herrschaft.
      Bei ihrer Unterredung mit Groleo hat sie mir einen recht unreifen bis verzweifelten Eindruck gemacht. Sie hat den Admiralsposten selber als leeren Titel betrachtet und sie weiß wie schlecht man in der Slavers Bay an Holz kommt, sonst hätte Groleo seine 3 Schiffe noch. Trotzdem verlangt sie hier, dass er irgendwas gegen die Übermacht auf See unternehmen soll, will aber auf seinen Vorschlag nicht eingehen. Was ich im übrigen verstehen kann, weil es mit der Kontrollierbarkeit ihrer Drachen nicht weit her ist. Trotzdem sollte sie Groleo nicht so angehen, denn dieser ist mit einem ganz anderen Auftrag zu ihr gekommen und nicht um eine Flotte in ihren Befreiungskriegen zu befehligen.

      Ser Erryk schrieb:

      Skahaz ist dafür sämtliche enge Verwandte der Kapitäne gefangenzunehmen, um die Schiffe zurückzugewinnen. Daenerys weiß jedoch was das bedeutet.

      Hier nicht auf Skahaz einzugehen, halte ich für vernünftig. Die Meereener werden wohl keinen großen Anteil an der feindlichen Flotte ausmachen. Damit hätte sie entweder keine schlagkräftige Flotte oder die restlichen Feindschiffe versenken die Meereener, wenn sie wieder Kurs auf ihre Stadt nehmen wollen. Dany hätte nichts gewonnen, aber dafür einen brüchigen Frieden zerstört, den sie nicht mehr kitten könnte. Keine Ahnung, ob Skahaz das in dummer Grausamkeit nicht erkennen kann oder das bewusst in Kauf nehmen würde. Wenn letzteres, frage ich mich, was er sich davon verspricht.

      Ser Erryk schrieb:

      Der Tempel der Grazien, der voll von Kranken war, wurde versiegelt und in Brand gesteckt.

      So grausam es klingt, das scheint der einzig vernünftige Umgang mit dieser Krankheit zu sein.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Brigthroar schrieb:

      Wir wissen bereits durch Antonia Rados.

      Okay, wer ist das? Würde die Anspielung ganz gerne auch verstehen.

      Brigthroar schrieb:

      Bei ihrer Unterredung mit Groleo hat sie mir einen recht unreifen bis verzweifelten Eindruck gemacht. Sie hat den Admiralsposten selber als leeren Titel betrachtet und sie weiß wie schlecht man in der Slavers Bay an Holz kommt, sonst hätte Groleo seine 3 Schiffe noch. Trotzdem verlangt sie hier, dass er irgendwas gegen die Übermacht auf See unternehmen soll, will aber auf seinen Vorschlag nicht eingehen. Was ich im übrigen verstehen kann, weil es mit der Kontrollierbarkeit ihrer Drachen nicht weit her ist. Trotzdem sollte sie Groleo nicht so angehen, denn dieser ist mit einem ganz anderen Auftrag zu ihr gekommen und nicht um eine Flotte in ihren Befreiungskriegen zu befehligen.

      Also beim Reread dieser Zusammenfassung hat mich auch nichts mehr aufgeregt wie Daenerys hier mit Groleo umgeht, der wirklich in dem ganzen doch eine sehr bedauernswerte Person ist, da er ungewollt in ihre Slavenbefreiungspläne involviert und dabei alles verliert (schließlich auch sein Leben).

      Brigthroar schrieb:

      So grausam es klingt, das scheint der einzig vernünftige Umgang mit dieser Krankheit zu sein.

      Ja, da bin ich der gleichen Ansicht. Die Krankheit hat hier etwas vom Äquivalent der Supergrippe aus The Stand, auch wenn ich es nach wie vor seltsam finde, dass Westerosi offenbar gegen diese Krankheit immun sind. Ich muss aber auch mal hier eine Lanze für GRRM brechen. In welcher klassischen Fantasy taucht so eine Seuche auf bei Belagerungen oder Schlachten? Und dabei haben Seuchen oftmals mehr Opfer gefordert als die Schlacht selbst und Seuchen haben ja auch die Urbevölkerung Amerikas gründlicher dezimiert, als jede Schlacht.
      Deshalb bin ich auch gar nicht böse darum, dass GRRM hier die Rote Ruhr einführt, im Gegenteil es erhöht den Realismusgrad um einiges.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Ser Erryk schrieb:

      Würde die Anspielung ganz gerne auch verstehen.

      Antonia Rados ist eine Journalistin, die vor allem für ihre Berichte aus Kriegs- und Krisengebieten bekannt wurde. Unter anderem war sie 2003 für RTl live im Irak vor Ort. Quentyn macht für mich bisher auch eher den Eindruck, als hätte George ihn nur eingeführt, um ihn an bestimmten Stellen vor Ort zu haben.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Ich denke aber das trifft nur für dieses eine Kapitel zu bei Quentyn. Sein erstes Kapitel ist eine mehr schlecht als recht gelungene Einleitung und seine letzten beiden dieser hirnrissige Plan die Drachen zu entführen.
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      Manchmal denke ich, Quentyn hat nur die einzige Aufgabe als Sonne im Osten unterzugehen... :S
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      zu Melisandre :

      Esmeralda schrieb:

      Sie hält im Feuer Ausschau nach Stannis, der nach Süden gezogen ist. An dieser Stelle wird meiner Meinung nach sehr deutlich, dass sie Stannis tatsächlich für den AA hält.

      Jep.Ich hatte das so nicht mehr in Erinnerung und so meine Zweifel,ob sie Stannis da nicht nur ausnutzt,aber das scheint ganz offensichtlich nicht der Fall zu sein.

      Esmeralda schrieb:

      Doch in Wahrheit hat Melisandre Stannis darum gebeten, Devan bei ihr zu lassen. Und zwar einzig und allein um ihn zu beschützen, weil sie glaubt, dass Davos nicht noch mehr Trauer verdient. (Aaaaaaawwwww.... )

      Das ist jetzt eine Sache,die ich ihr menschlich absolut zu Gute halten muss und die meine Meinung über sie dann doch ein wenig aufhellt.
      Wie viel ich bei ADwD doch gar nicht mehr in Erinnerung habe.

      Esmeralda schrieb:

      Ich dachte eigentlich wirklich, dass nach der Geschichte mit den beiden Schattenbabys zwischen den beiden nichts mehr läuft... Ich hab dieses Kapitel auch schon einige Male gelesen und wohl tatsächlich geschafft, das permanent zu überlesen...

      Jaaa,der Stannis.Faustdick hinter den Ohren hat er es.... :rolleyes:

      Esmeralda schrieb:

      Ich kann nur wieder erwähnen, dass die Tatsache, dass sie nicht essen muss, nur gelegentlich etwas trinkt, nicht mehr wirklich schläft, sich offenbar nur sehr verschwommen an ihre Kindheit erinnert, vermutlich deutlich älter ist, als sie wirkt und dazu kommt noch das schwarze Blut, dass bei Beric Dondarrion auch durchweg als dunkel oder schwarz beschrieben wird. (Das einzige, was dagegen spricht ist GRRMs Aussage, dass Wiederbelebte keine POVs bekommen...)

      Sehe ich mittlerweile auch so.Diesbezüglich sind mir noch zwei Textstellen aufgefallen und ich bin mal gespannt,ob die in der Übersetzung anders sind als im Original.Zum einen :
      Melisandre übte diese Kunst nun schon unzählige Jahre,und sie hatte den Preis dafür bezahlt.

      Oder sollte man das "unzählige " hier nicht wörtlich nehmen?
      ...und dann noch :
      R'hllor gab ihr alle Nahrung,die ihr Körper brauchte,aber das sollte sie vor sterblichen Menschen besser verborgen halten.

      Soll das andeuten,dass es sich bei Mel um keine Sterbliche handelt?

      Esmeralda schrieb:

      Der nächste Part gibt wieder einen Hinweis, auf die eigentliche Person:

      Absolut. :)

      Esmeralda schrieb:

      Jon befiehlt, die Köpfe abzunehmen und zu verbrennen.

      Und er gerät schon wieder mit Marsh aneinander,der ihm einen Vorwurf daraus macht die Grenzer überhaupt ausgeschickt zu haben und damit bei Jon ins schwarze trifft.

      Esmeralda schrieb:

      The sound echoed queerly from the corners of the room and twisted like a worm inside their ears. The wildling heard one word, the crow another. Neither was the word that left her lips.

      Da wüsste ich mal gerne was gesagt wurde und wer was gehört hat.

      Esmeralda schrieb:

      Zum einen wird hier meiner Meinung nach geklärt, dass der Zauber nicht den Träger beeinflusst, wie wir hier letzte Woche diskutiert haben. Mel sagt ganz eindeutig, dass nur da Aussehen geändert wird.

      Jep,jetzt weiß ich's.

      Die Sache mit den Fingerknochen finde ich jetzt auch absolut komisch und wüsste gerne was dahinter steckt.

      Daenerys :

      Ser Erryk schrieb:

      Du findest dein Mann sympathisch. Ich glaube das wird sich spätestens in dem Kapitel ändern in dem er auf Tyrion trifft.

      Ich weiß nix mehr,schauen wir mal. :)

      Ser Erryk schrieb:

      Er ist ein Söldner durch und durch, gibt das aber wenigstens ehrlich zu.

      Was ihm bei mir schon ein fettes Plus beschert.
      Dieses Rechtfertigen der eigenen,eigentlich nicht zu rechtfertigenden Taten vor anderen und vor allen Dingen vor sich selbst,finde ich nämlich absolut bääähh.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „onyx“ ()

      onyx schrieb:

      Das ist jetzt eine Sache,die ich ihr menschlich absolut zu Gute halten muss und die meine Meinung über sie dann doch ein wenig aufhellt.
      Wie viel ich bei ADwD doch gar nicht mehr in Erinnerung habe.
      Mir ist auch aufgefallen, dass Mel hier nicht einmal daran denkt, jemanden zu rösten. Wo man doch sonst meinen könnte, ihr ginge es um nichts anderes als ihrem Gott möglichst viele Opfer zu bringen...
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Esmeralda schrieb:

      Mir ist auch aufgefallen, dass Mel hier nicht einmal daran denkt, jemanden zu rösten. Wo man doch sonst meinen könnte, ihr ginge es um nichts anderes als ihrem Gott möglichst viele Opfer zu bringen...


      Mel glaubt wohl einfach wirklich daran, dass ihre Opfer gerechtfertigt sind.
      Und diese Überzeugung könnte sie vor sich selbst wohl nicht mehr aufrecht erhalten, wenn sie anfängt nur um des Verbrennens willen Menschen zu opfern.
      Na ja, hoffentlich bekommen wir noch ein, zwei Melisandre-PoVs in TWoW, bis jetzt können wir ja nur spekulieren. ^^
      Zu Melisandre:
      Das ist definitiv eines meiner Lieblingskapitel in ADWD und eines der besten überhaupt. Ein Lichtblick inmitten all dieser Schnarch-Jon-Kapitel und auf jeden Fall das beste Mauer-Kapitel. Schade, dass es das einzige Melisandre-Kapitel ist. Hätte mir noch das ein oder andere mehr gewünscht anstatt Jon. Wir erfahren hier soviel über den R'hllor-Glauben, Melisandres Absichten und sind doch am Ende unwissender als zuvor.

      Esmeralda schrieb:

      Sie hält im Feuer Ausschau nach Stannis, der nach Süden gezogen ist. An dieser Stelle wird meiner Meinung nach sehr deutlich, dass sie Stannis tatsächlich für den AA hält.

      Mich hat das auch überrascht beim ersten Lesen, dass sie tatsächlich glaubt, Stannis wäre AA und das nicht nur gesagt hat, um sich eine hohe Stellung am Hof eines Königs zu sichern. Ich frage mich nur immer noch, was ihren Glauben an Stannis so derart gefestigt hat, dass sie trotz aller schlechter Vorzeichen weiter an Stannis festhält. Andererseits wendet sie sich gerade in diesem Kapitel doch immer stärker Jon zu.

      Esmeralda schrieb:

      Türme am Meer, die unter einer gewaltigen Woge zusammen brechen. (Mel vermutet später gegenüber Jon, dass es sich um Eastwatch handelt, wird mit ihm aber mehr oder weniger in die Richtung gedrängt. Die Frage ist natürlich: welche Türme sind es dann?)

      Ich glaube auch nicht, dass das unbedingt Eastwatch ist. Könnte es vielleicht ein Hinweis auf den Fall von Oldtown sein. Gut da gibt es jetzt nur einen Turm oder? Aber wir haben auch da eine Woge aus dem Meer (Euron), der mit irgendeiner Magie vielleicht die Stadt zum Einsturz bringen könnte. Bis hierhin habe ich noch nie an Euron gedacht, der Oldtown zerstört und würde das jetzt sogar ganz plausibel finden.

      Esmeralda schrieb:

      schattenhafte Schädel, die sich in Nebel auflösen

      Hier bin ich überfragt. Jemand eine Idee.

      Esmeralda schrieb:

      Körper, die in Lust vereint sind (da hab ich gerade gar keine Idee zu...)

      Wirklich nicht? :vain: Ich hätte da einige hunderte Ideen. :D

      Esmeralda schrieb:

      und große geflügelte Schatten durch einen Vorhang aus Feuer (Drachen würde ich mal sagen)

      Ja, denke ich auch. Wir bekommen wohl durch diese Visionen einen Eindruck was auf Westeros zukommen wird und das das womöglich große Ereignisse sind. (Die Körper könnten dann auch Daenerys und Jon, Aegon und Sansa, oder wer auch immer König und Königin sein wird sein)

      Esmeralda schrieb:

      Na, wenn das nicht Bloodraven und Bran sind.
      A thousand red eyes sagt ja schon alles.

      Die Stelle hat mich stutzig gemacht, denn hier stehen Bloodraven und Bran im Zusammenhang mit dem Anderen. Was ist wenn da mehr dran ist und die beiden wirklich für den Feind arbeiten und in Wirklichkeit die WW von Bloodraven ausgesandt worden. Das wäre ein feiner Twist und könnte uns vielleicht deren Kultur nahebringen, wenn wir jemanden auf deren Seite haben.

      Esmeralda schrieb:

      Also hieß sie ursprünglich Melony und wurde als Kind an den Tempel verkauft.

      Nicht nur das, sie war auch eine Sklavin gewesen, denn dieses Lot-Seven ist eine übliche Sklavenbezeichnung in Essos. Ob Melony wirklich ihr richtiger Name ist? Das scheint mir erstmal nur ein Name zu sein, an den sie sich irgendwie erinnert, ohne das sie damit jetzt speziell gemeint ist.

      Esmeralda schrieb:

      Nuja... wenn sie die Beste ihres Ordens ist, bei dem Visionen-Ding, dann heißt das ja nichts gutes für die anderen, so oft, wie Mel daneben liegt...
      Wie auch immer, sie versucht wieder Stannis in den Flammen zu finden.

      Sie hält sich für die beste, das heißt nicht, dass sie es auch ist. Für mich haben Benerro und besonders Moqorro später eine wesentlich höhere Trefferquote was ihre Visionen betrifft.

      Esmeralda schrieb:

      Doch in Wahrheit hat Melisandre Stannis darum gebeten, Devan bei ihr zu lassen. Und zwar einzig und allein um ihn zu beschützen, weil sie glaubt, dass Davos nicht noch mehr Trauer verdient.

      Das fand ich auch rührend. Obwohl er sie töten wollte mag sie Davos offenbar sehr. Interessante Denkweise von einer Frau, die sonst keine Scheu hat politische Gegner von Stannis verbrennen zu lassen.

      Esmeralda schrieb:

      Sie hat die ganze Nacht im Stuhl am Feuer verbracht. Seit Stannis fort ist, hat sie keine Notwendigkeit mehr für ein Bett.

      Für mich kam das nicht so überraschend dank Holzhammer-BO. :rolleyes:

      Esmeralda schrieb:

      Hui... arme Mel, das Gewicht der Welt ruht auf ihren Schultern! Aber Schlaf scheint sie ja regelrecht zu verabscheuen und Träume noch mehr. Im Zusammenhang damit denkt sie auch noch einmal an "Melony" und "Lot seven", was mich glauben lässt, dass es vor allem Träume von ihrer Vergangenheit sind, die ihr solche Angst machen.

      Ich finde es auch komisch, dass sie nicht schlafen muss, das ist doch etwas was wirklich jeder Mensch machen muss, sonst stirbt er an der Erschöpfung.
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      Teil 2

      Esmeralda schrieb:

      Sie denkt noch einmal an das "Wooden face" und den Wolfsjungen, die sie in ihren Flammen gesehen hat und hält sie für die Champions des Anderen. Das wäre ja eine sehr heikle Geschichte, falls Melisandre tatsächlich Shiera Seastars und Bloodravens Tochter wäre, dann hätte sie gerade ihren eigenen Vater zu ihrem Erzfeind erklärt...

      Ich wollte das schon letztens fragen. Was spricht denn dafür, dass sie die Tochter ist. Gibt es da irgendwelche konkreten Hinweise? Ich kann keinerlei Verbindung zwischen diesen Charakteren herstellen, die sich allein schon vom Glauben her in völlig anderen Bereichen bewegen.

      Esmeralda schrieb:

      Ich kann nur wieder erwähnen, dass die Tatsache, dass sie nicht essen muss, nur gelegentlich etwas trinkt, nicht mehr wirklich schläft, sich offenbar nur sehr verschwommen an ihre Kindheit erinnert, vermutlich deutlich älter ist, als sie wirkt und dazu kommt noch das schwarze Blut, dass bei Beric Dondarrion auch durchweg als dunkel oder schwarz beschrieben wird. (Das einzige, was dagegen spricht ist GRRMs Aussage, dass Wiederbelebte keine POVs bekommen...)

      Ich würde diese Aussage nicht zu sehr auf die Goldwaage legen. GRRM hat damit bestimmt nur auf dutzende Anfragen reagiert, ob Lady Stoneheart POVs kriegt, da ja auch Catelyn welche hatte. Davon abgesehen lernen wir Melisandre wenn es so ist, schon als Wiederauferstandene in ihrem neuen Leben kennen. Also ich würde das nicht vom Tisch fegen, aufgrund einer Aussage, die GRRM wohl nur getroffen hat, um die Fans zu beruhigen.

      Esmeralda schrieb:

      Hier finde ich es ganz lustig, wie Mel Stannis und Jon vergleicht. Wir hatten ja auch schon festgestellt, dass sie sich in ihrer Art auf jeden Fall recht ähnlich sind.

      Ja, das ist schon auffallend. Auch wenn bei Jon Mitgefühl und Miteinander viel viel stärker ausgeprägt ist als bei Stannis. Und ich nehme ihm auch diesen Bastardsohn, der immer im Schatten von Robb lebte nicht so ganz ab. Sicherlich Catelyn hat es ihn spüren lassen, manchmal auch Robb, aber trotzdem waren die beiden gut befreundet und Jon eher froh, dass er nicht Robbs Los bekommen hatte. Zumindest hatte ich so immer das Gefühl.

      Esmeralda schrieb:

      Und Rattleshirt verwandelt sich in Mance Rayder.
      Jon ist natürlich ziemlich überrascht und fragt, was das für eine Zauberei sei. Melisandre antwortet, er könne es nennen, wie er wolle, Glamour oder Illusion, aber der Herr des Lichtes habe seinen Dienern solche Fähigkeiten gegeben. Mance grinst, dass er selbst seine Zweifel habe, aber die Alternative sei gewesen, dass Stannis ihn verbrenne. Melisandre gibt noch zu, dass die Knochen helfen.

      Wenn ich ein was an diesem Kapitel zu kritisieren habe, dann dieses "Mance-lebt-doch-Spielchen". Kann mich damit nicht so wirklich anfreunden aus welcher Motivation das Melisandre gemacht hat. Nur um "Arya" zu retten. Das erscheint mir als Motiv irgendwie sehr schwach. Da muss eigentlich noch was kommen.

      Esmeralda schrieb:

      Und die Erwähnung des "bag of fingerbones" finde ich irgendwie spannend. Ich weiß, vor einer Weile hatten wir das schnon mal. Und ich frage mich immer noch, was es bedeutet. Niemand im Lied außer Davos trug so etwas und die explizite Erwähnung ist da schon irgendwie bedeutungsschwanger...

      Ich glaube hier wird bisschen zuviel hineininterpretiert. Melisandre hat das Säckchen mit Fingerknochen nur als Beispiel genannt für ein markantes Erkennungsmerkmal nach außen. Und da sie Davos kannte, hat sie ihn als Beispiel genommen.

      Esmeralda schrieb:

      Aber in Wahrheit ist es schwer. Als Rattleshirt verbrannt wurde, hat sie gelitten und gedacht, ihr Rubin würde sie verbrennen, bis Jon netterweise den Wildling von seinen Qualen erlöst hat.

      Ich erinnere noch einmal an die Diskussion im entsprechenden Kapitel, da wollte mir doch onyx nicht glauben und hielt Melisandre da für das böse schlechthin, weil sie Rattleshirt ausgetrickst hatte, um ihn verbrennen zu können. ;)
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)