Wie hat sich eure Sicht auf die Charaktere geändert?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Eddard

      Beim ersten Lesen dachte ich wirklich, dass er der absolute Protagonist der gesamten Buchreihe wird. Er war mir sehr sympathisch und es hat mich beeindruckt wie sehr er sich um seine Familie kümmert. Sein Tod hat mich sehr überrascht bzw. auch dass er so übel hintergangen wurde. Im Reread habe ich viel mehr auf die Kleinigkeiten geachtet, die letztlich zu seinem Ende führten. Das Warnen von Cersei war natürlich unklug aber für ihn absolut konsequent.

      Jon

      Er war mir von Anfang an sympathisch. Seine Entwicklung zum Lord Kommandaten fand ich absolut großartig. Sein Ende kam für mich umso überraschender und ich konnte die Motive der Attentäte überhaupt nicht verstehen. Beim zweiten Lesen sind mir jetzt auch die Details viel mehr aufgefallen. Es gibt so viele Kapitel, in denen Jon versucht das "Richtige" zu tun aber vergisst seine Leute mitzunehmen. Das werfe ich ihm auch jetzt erst wirklich vor. Die Kapitel an der Mauer fand ich aber auch beim zweiten Lesen durchweg spannend gestaltet.

      Sansa

      Sie hat mich schon sehr genervt irgendwie. Selbst später auf der Eryie ist mir irgendwie ziemlich auf den Zeiger gegangen. Im Reread hat sie unglaublich gewonnen. Wie sie mit Joffrey/Sandor und später auch mit Robert Arryn umgeht hat mich wirklich beeindruckt. Sie hat wirklich das Zeug dazu sich zu einer richtig starken und symapthischen Persönlichkeit zu entwickeln.

      Arya

      Beim ersten Lesen hat mich erst ihre Ausbildung in Braavos so richtig fasziniert. Schon da fand ich die Stadt unglaublich spannend und ihre Ausbildung sehr mysteriös und dadurch interessant. Beim zweiten Lesen ist bei mir viel mehr die Handlung in den Flusslanden hängen geblieben. Gerade Sandor hat dadurch unglaublich gewonnen bei mir. Ihre Ausbildung in Braavos sehe ich mittlerweile sehr, sehr kritisch. Sie wird immer mehr zu einer skrupellosen Mörderin. Auf der anderen Seite wünsche ich mir auch, dass sie ihr Nachtgebet vollenden kann oder bei dem Versuch stirbt. Das scheint für mich irgendwie der Weg für sie mittlerweile zu sein und vielleicht hilft ihr die Ausbildung der Faceless Men dabei.

      Bran

      Beim ersten Lesen hat er mich nicht sehr beeindruckt. Er war für mich eine sehr tragische Figur irgendwie und erst später, als er hinter der Mauer ist, fand ich seine Kapitel erst so richtig spannend. Im Reread habe ich deutlich mehr auf die Geschehnisse, die nebenher passiert sind geachtet. Die Geschichten von Old Nan, Jojen und Meera. Die Geschichte vom Rattenkoch. Da habe ich erst so richtig gemerkt, was anfänglich verpasst hatte. Auch ist mir erst dann aufgefallen, dass auch er durch das Essen von Menschenfleisch in Wolfsgestalt und durch das Wargen in Hodor moralisch nicht so wirklich weiß dasteht.

      Catelyn

      Ich mochte sie sowohl bei ersten als auch beim zweiten Lesen nicht wirklich. Spannend fand ich immer nur ihren Blick auf Robb irgendwie.

      Tyrion

      Beim ersten Lesen war er mit einer meiner Lieblingscharaktere. Ich mochte, wie er es schafft mit der Welt um sich herum umzugehen. Seinen Humor und seinen unglaublich guten Sarkasmus. Seinen Humor mochte ich sogar noch mehr beim zweiten Lesen. Viel verloren hat er durch die ersten Kapitel in ADWD. Die waren beim Reread kaum zu ertragen. Er suhlt sich in Selbstmitleid und ist ständig betrunken. Danach geht es nur langsam bergauf mit ihm. Den Umgang mit Penny rechne ich ihm mittlerweile hoch an. Insgesamt hat er aber im Reread einiges verloren. Auch das Belügen von Jaime über den Mord an Joffrey nehme ich ihm richtig krumm.

      Daenerys

      Wow, was habe ich diese Frau beim ersten Lesen geliebt. Ihre Entwicklung fand ich unglaublich und hat mich total gepackt. Ihren Eroberungsfeldzug gegen die Sklaverrei fand ich absolut beeindruckend. In Meeren ist sie dann irgendwie gestrandet. Beim ersten Lesen hatte ich noch die Hoffnung, dass es doch bald für sie weitergehen muss. Selbst als ich das letzte Kapitel gesehen hatte, dachte ich noch: "So jetzt wird mit Drogon mal kräftig aufgeräumt in Meeren." Im Reread ist sie mir weiterhin sympathisch. Nur in ADWD halte ich ihre Storyline für absolut misslungen. Irgendwie passiert für mich nichts, was ihre Storyline voranbringt. Es kam mir so vor als würde nur versucht Zeit zu schinden. Allerdings habe ich die anderen Charaktere in Meeren nun deutlich besser wahrgenommen. Hizdahr und Skahaz finde ich mittlerweile sogar spannend 8o und würde mich freuen, wenn diese Intrigen in Meeren doch noch irgendwie aufgelöst werden. Für Dany hoffe ich, dass es bald nach Westeros geht..
      Arianne :

      Beim ersten Lesen ist sie ein wenig an mir vorbeigegangen.Ich weiß aber noch,dass ich sie,wenn ich auch keineswegs ein Arianne Fan war, doch wesentlich angenehmer fand als die Sandschlangen.Aber wer ist das nicht :whistling: ...ätzendere Charaktere fallen mir da spontan nicht ein,außer Oberyn und Victarion.
      Beim Reread sind mir nun Charakterzüge an ihr aufgefallen die ich mag und andere,die ich nicht leiden kann.Ich mag ganz und gar nicht,wie überspitzt sie im Allgemeinen ihre Reize einsetzt auch im Einzelnen...zum Einen wie sie Ser Arys um den Finger wickelt und benutzt (gut,er war ein erwachsener Mann,es kam mir aber schon so vor,als sei er diesbezüglich recht unbedarft und er versucht ja auch zunächst ihre Attacken zu unterbinden...wenn auch nicht sonderlich vehement...),zum anderen,wie sie dann Balon Swann zu umgarnen versucht ...nach all dem was passiert passiert ist...das fand ich dann schon recht ätzend.Ihren Plan empfand ich auch als sehr verantwortungslos,so ziemlich allen Beteiligten,vor allem Myrcella gegenüber.
      Sympathisch ist mir aber,dass sie sich während ihres Arrestes immer wieder um ihre Freunde sorgt und wenigstens ehrlich um Arys zu trauern scheint.(gelernt hat sie daraus leider nicht)
      Auch mag ich,dass sie das Schicksal der Menschen,die sie in ihren Plan hineingezogen hat über das Ihre zu stellen und auch ihre Fehler durchaus einzusehen scheint...und das ohne rumzujammern....oder jammern im Lied wohl nur einige der männlichen Charaktere? :rolleyes:

      Areo :

      Beim ersten Lesen ist auch Areo Hotah bei mir so ziemlich durchgegangen,ich nahm ihn als Person kaum war.

      Nach dem Reread sehe ich ihn etwas anders.Er ist ein sehr genauer Beobachter...ich finde aber nicht,dass das so ganz emotionslos von Statten geht.Ich weiß nicht,ob ich da jetzt etwas in den Charakter hineininterpretiere,aber ich meine bei ihm zu bemerken,wie viel ihm Doran bedeutet und wie stark er um dessen Wohlbefinden besorgt ist.Auch Arianne scheint ihm sehr am Herzen zu liegen und ich finde er ist da mit ganz schön viel Herz bei der Sache.Die Sandschlangen scheint Hotah immer als eine potenzielle Gefahr für seinen Herren wahrzunehmen und er scheint ihnen(besonders Obara) auch nicht wirklich zugetan zu sein.Bei mir ein Pluspunkt.
      Ellaria hingegen scheint er durchaus zu mögen...und er ist absolut loyal.Für meine Begriffe ein perfekter Wächter.


      Arys :

      Hmm....ja...Arys.Den habe ich wie so vieles beim ersten Lesen nur so am Rande erlebt und er hat nicht wirklich Eindruck hinterlassen.

      Jetzt :Klar,er hat komplett versagt.Er hat Fehler gemacht und er war zu schwach um Arianne widerstehen zu können.Ich finde diesen Charakter tragisch und er tut mir leid.

      Quentyn :

      ...und wieder merke ich,wie ich beim ersten Lesen auf der Jagd nach Hinweisen,auf für mich wichtigere Charaktere ,durch ADWD gehetzt bin.
      Quentyn war mir komplett egal,er hat mich einfach null berührt,was mich selbst erstaunte.Sein Schicksal tat mir natürlich leid,er als Charakter blieb jedoch gesichtslos.Da hätte man einfach in ein paar Sätzen erwähnen können,dass dem Sohn von Doran eben dieses Schicksal widerfahren ist und das hätte für mich keinen Unterschied im Mitgefühl gemacht.

      Nach dem Reread vermag es Quentyn immer noch nicht mich wirklich zu berühren,auch wenn es mir mittlerweile um ihn selbst leid tut und ich die beiden letzten Kapitel,in denen er vorkam wirklich tragisch fand.
      Seinen Plan und sein sich nicht abbringen lassen davon empfand ich als komplett bescheuert....und ja,George hätte sich Quentyn sparen, und anstelle dessen einen besoffenen Wärter beim Füttern das Tor zu den Drachen nicht richtig schließen lassen können.

      Barristan :

      Ich mochte Barristan schon beim ersten Lesen aber er war nicht sonderlich wichtig für mich,auch wenn er mich durchaus beeindrucken konnte.

      Ser Erryk schrieb :Reread: Ist im Wesentlichen so geblieben. Mir fiel nur auf, wie verzweifelt er versucht sich Daenerys als gute und gerechte Herrscherin schön zu reden, da seine bisherigen Könige alle Enttäuschungen waren und er noch einmal die Chance wahrnehmen will, einem guten König zu dienen.

      Da stimme ich dir voll zu...außerdem versucht er auch Daenerys (verbessert mich,wenn mich meine Erinnerung trügt) Westeros schöner zu reden als es für sie sein würde...so als ob sie dort kaum Widerstand zu erwarten hätte und alle nur darauf warten würden,dass sie endlich angeflogen kommt.
      Ansonsten ist mir Barristan im Reread viel mehr ans Herz gewachsen.Ich empfinde ihn als wirklich guten Menschen,der verantwortungsvoll mit anderen umgeht und für mich wirklich liebenswert geworden ist.

      Jon Connington :

      Beim ersten Lesen:Hier mein erster Eintrag zu Jon Connington :
      Also mir ist Connington ziemlich unsympathisch.Schon allein mit seiner Meinung, Elia wäre "nicht gut genug" für Rhaegar gewesen oder "Ser Ente" sei nicht"gut genug" für Aegons Königsgarde sammelt er bei mir kräftig Minuspunkte...

      Reread:
      Das hat sich bei mir sehr geändert.Dieses Mal war Connington mir von Anfang an ziemlich sympathisch,ich mochte seine Art,seine Loyalität zu Aegon und seine Gedanken über Rhaegar.Seine Sicht auf Elia und Ente finde ich zwar immer noch recht unschön,kann sie aber jetzt besser nachvollziehen.
      Dass Connington Rhaegar geliebt hat,habe ich hier im Forum erfahren und hätte es nicht selber bemerkt.Er wird zwar nie zu meiner Spitze an geliebten Charakteren gehören,aber ich mag ihn nun zweifelsohne.

      Melisandre :

      Ich glaube viel hat sich da nicht geändert,auch wenn ich Melisandre nun deutlicher und intensiver wahrnehme.Wie schon erwähnt verabscheue ich religiöse Fanatiker und ich hasse diese überaus grausamen Verbrennungen für ihren Rhollmops und ihre Morde an Renly und Penrose.Ich kann immer noch sagen,dass ich Melisandre ganz und gar nicht mag...auch wenn mich Esme und Ghost da inzwischen langsam ein wenig zum Grübeln anregen. ;)
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „onyx“ ()

      So hier jetzt Teil 2 der Nicht-POVs:

      Renly

      Beim ersten Lesen: So richtig sympathisch war er mir schon da nicht. Irgendwie nimmt er alles viel zu leicht und unbekümmert. Sein plötzlicher Tod hat mich dann doch überrascht.

      Reread: Ich halte ihn für einen Blender. Er hat Charisma und gutes Aussehen und ein positives Auftreten. Das macht ihn in meinen eigenen Augen noch lange nicht zu einem guten König. Während der Krieg ausbricht, vergeudet er seine Zeit zunächst mit sehr kostspieligen Turnieren, er scheint den Ernst von Situationen nicht begreifen zu können (siehe Joffrey-Arya am Trident) und sein Auftreten gegenüber Stannis fand ich einfach nur respektlos. Trotzdem hat er diesen feigen und hinterhältigen Tod nicht verdient. Da tat er mir schon Leid.

      Littlefinger

      Beim ersten Lesen: Anfangs fand ich ihn cool, wie er Eddard versteckte Tipps gibt und dabei manipuliert, aber das ist irgendwann zu einer Mischung aus Abscheu und Bewunderung geworden. Abscheu darüber, was er alles macht und Bewunderung, dass er es schafft ohne groß in die Schusslinie zu geraten.

      Reread: Neben Varys für mich wohl der interessanteste Charakter was Geheimnisse, Motive und Manipulation betrifft. Menschlich kann ich ihn nicht mögen, dafür begeht er zuviele verachtungswürdige Taten und mir gefällt überhaupt nicht, wie er sich an Sansa ranmacht. Und nach wie vor weiß ich wirklich nicht, was er am Ende will. Darauf bin ich wirklich gespannt.

      Varys

      Beim ersten Lesen: Mochte ihn da anfangs nicht, seine Art wirkte so speichelleckerisch, doch dann gefiel mir wie er versucht Eddard und Tyrion zu helfen, später offenbar auch Daenerys. Sein Mord an Kevan hat mir aber überhaupt nicht gefallen.

      Reread: Jetzt habe ich die Untertöne wahrgenommen und gemerkt, dass Varys mit beinahe allen ein falsches Spiel treibt. Mit Eddard, mit Tyrion und das seine wahren Motive womöglich ganz anderer Natur sind und er womöglich einen Blackfyre auf den Eisernen Thron setzen will. In der Hinsicht ist er für mich sogar gefährlicher als Littlefinger. Er nährt Cerseis Paranoia gegen die Tyrells und tötet Kevan. Ich bin auch gespannt was aus ihm wird.

      Gregor Clegane

      Beim ersten Lesen und Reread: Ich finde ihn stumpf, übertrieben grausam und brutal. Seine Loyalität ist vermutlich das einzige an ihm, was ich nicht negativ finde, aber auch nicht positiv. Er ist natürlich furchterregend und bei seinen Auftritten hat man immer ein beklemmendes Gefühl, da er so unberechenbar ist, was bei seiner Stärke immer gefährlich ist. Sein langsames Dahinsiechen am Gift tat mir kein Stück Leid. Trotzdem bin ich besonders durch den Reread jetzt gespannt, was es mit Robert Strong auf sich hat und wieviel Gregor in ihm steckt.

      Tywin Lannister

      Beim ersten Lesen: Sehr interessante Persönlichkeit, für mich der beste Westerosi-Politiker, aber mir gefiel seine Skrupellosigkeit und sein Macchiavellismus überhaupt nicht. Sein Bemühen sein Haus immer an erster oder zweiter Stelle zu sehen kann ich zwar nachvollziehen, aber wie er das versucht hat, gefiel mir überhaupt nicht. Besonders diese Red-Wedding-Anordnung und auch wie er Tyrion immer behandelt. Für mich kam er einem Antagonisten am nächsten und ich war sehr überrascht, als Tyrion da plötzlich den Abzug der Armbrust betätigt. Das war so das erste Mal im Lied, dass ich das Gefühl hatte, es gibt auch hier Gerechtigkeit.

      Beim Reread: Hat sich im Wesentlichen kaum geändert. Ich finde ihn immer noch faszinierend, ich mag seine Politik noch immer nicht, verabscheue sie sogar zutiefst. Sein Umgang mit Tyrion verstehe ich jetzt aber besser, er hat teilweise - wenn auch nicht immer - gute Gründe seinen Sohn so zu behandeln. Zutiefst zuwider war mir, dass er nicht bereit ist Verantwortung für seine abscheulichen Taten zu übernehmen (siehe die Sache mit Gregor, der an die Martells ausgeliefert werden soll), das hätte ihn mir vielleicht sogar ein Stück weit sympathisch gemacht. So bleibt es aber eben bei dem schönen Moment, als Tyrion den Bolzen fliegen lässt.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Ach jaaa,diese unterschiedlichen Charaktere. :rolleyes:
      Auch wenn ich immer wieder versuche in ihrer Beurteilung möglichst objektiv zu bleiben,gelingt das nicht wirklich immer....und je mehr Gefühle da für einen Charakter im Spiel sind,sei es im Positiven oder im Negativen,desto schwieriger wird es dann.
      Ich merke,dass ich Gutes sowie Schlechtes bei den verschiedenen Charakteren doch ziemlich unterschiedlich bewerte,auch wenn ich wirklich bemüht bin,das nicht zu tun...und wenn ich bei einigen Charakteren versuche die Hintergründe zu beleuchten um eventuell "Entschuldigungen" für ihr Tun zu finden,werden andere Charaktere für Ähnliches gnadenlos verteufelt ...und gute Taten,die ich bei einigen feiere gehen bei anderen komplett an mir vorbei.Ich versuche aber immer wieder mir das bewusst zu machen und objektiver zu werden....
      Seht ihr das bei euch auch?

      Ser Erryk schrieb :Und die Könige sind dabei.


      Jaaa,die Könige....Robb,Jon,Robert,Joff....und der König meines Herzens. :D

      Robb :

      Auch bei Robb hat sich bei mir wohl nicht viel geändert.Beim Rereaden war es eben wieder so,dass ich alles wesentlich detaillierter und intensiver erleben konnte.Es gibt Textstellen,in denen ich Robb sehr mag und andere,in denen ich ihn für arrogant,uneinsichtig und verbissen ehrenhaft halte....bei ihm habe ich auch immer wieder versucht,mir sein Alter und seine Situation vor Augen zu halten.
      Den Verrat an ihm und seinen Tod "mitzuerleben" war schon hart.

      Sandor Clegane :


      Hach...der Sandor. Irgendwie hat mich dieser Charakter von Anfang an fasziniert und in seinen Bann gezogen.Ich musste schon grinsen,als ich mir jetzt meine ersten Beiträge zu seinem Charakter durchgelesen habe und ich muss zugeben,dass meine Brille damals zugegebenerweise noch knallpink gewesen sein muss. :whistling:
      Blassrosa wird sie wohl immer bleiben,aber nach meinem Erachten habe ich in den vielen ausführlichen Diskussionen hier im Forum und dem immer wieder rereaden aller Sandor-Textstellen relativ schnell gelernt,ihn dann doch etwas realistischer einschätzen zu können.
      Von Anfang an fand ich das Töten Mycahs unverzeihlich,jede andere seiner Handlungen,kann ich aber immer noch sehr gut verstehen und finde sein Handeln angesichts der Situationen, in denen er steckte durchaus nachvollziehbar.Ich würde gar nicht wollen,dass Sandor anders ist als George ihn erschaffen hat,denn genauso mag ich ihn,mit seinen guten Seiten und auch mit seinen Fehlern.
      Und ein allerletztes Mal muss ich in diesem Reread noch erwähnen :Hach,ist Sandor nicht toll! <3
      Edit: Sandor ist mit Abstand mein absoluter Lieblingscharakter im Lied und wird es auch immer bleiben.

      Ich hoffe so sehr,dass sich in TWoW noch aufklärt,dass Sandor der Totengräber auf der Stillen Insel ist und dass es für ihn einen wirklich guten Abschluss im Lied gibt.Darüber,was genau ich mir für ihn wünsche,bin ich mir inzwischen gar nicht mehr so sicher,das schwankt.
      Das was ich auf gar keinen Fall möchte,weiß ich jedoch sehr genau und das hat sich auch vom allerersten Lesen an nicht verändert. Das wäre eben dieser schreckliche und unselige Cleganebowl,den es im Buch auch hoffentlich niiiiieeeemals geben wird...und das wäre wohl auch mein allergrößter Wunsch an George. ;(

      Robert :

      Hier wieder mein erster Beitrag in Roberts Charakter-Thread :
      Ich habe Robert als vergnügungssüchtigen,versoffenen,egoistischen Hurenbock empfunden,der seine Frau vergewaltigte und schlug und sich nicht um seine vermeintlichen Kinder kümmerte.Er setzte recht rücksichtslos zahlreich Bastarde in die Welt und vergnügte sich mit blutjungen Mädchen.Er war jähzornig und rücksichtslos ,im Hass auf die Targaryens.Vernünftig von ihm,dass er wenigstens die Regierungsgeschäfte anderen überließ,allerdings nicht ohne nebenher massenhaft Schulden für seine Vergnügungen zu verursachen.

      Nach dem Reread hat sich nicht viel geändert.Ich mag Robert nicht sonderlich...ich kann aber auch nicht sagen,dass ich ihn wer weiß wie verteufele,er hat mit Sicherheit auch gute Seiten,die fallen mir vielleicht nur nicht so auf.
      Was ich eigentlich immer noch nicht ganz verstehe,ist diese starke Freundschaft zwischen Eddard und Robert und dass Eddard bei seinem Verständnis von Ehre einen solchen Lebenswandel bei seinem besten Freund akzeptieren konnte.Robert wird ja nicht nur ein Mädchen entehrt haben....
      Beim Sterben tat mir Robert schon ziemlich leid.

      Joffrey :
      Ser Erryk schrieb :Beim ersten Lesen: Was für ein sadistischer, wehleidiger, kleiner Misthaufen.


      Das könnte ich jetzt so unterschreiben.Beim Reread habe ich seine ganzen Gemeinheiten noch intensiver erlebt.Allerdings fand ich bereits beim ersten Lesen die Art seines Todes sehr schrecklich und er und auch Cersei taten mir wirklich sehr leid.Für mich war er schon irgendwie noch ein Kind und ich denke,wenn er nach Roberts Tod weiterhin unter Neds Obhut aufgewachsen wäre,hätte man ihn vielleicht unter Kontrolle halten können.Nach seinem Tod hat er mir irgendwie gefehlt....man konnte ihn so schön verabscheuen.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „onyx“ ()

      Robb
      Hmm... beim ersten Lesen mochte ich Robb sehr gerne, hatte aber tierische Schwierigkeiten, mir klar zu machen, wie jung er ist. Das Problem hatte ich eigentlich bei jedem der Kind. Aber ich mochte ihn sehr gerne und hielt ihn auch für einen guten Heerführer. Sein Tod hatte mich jetzt nicht überrascht, weil ich in meiner Gier nach mehr Info natürlich schon längst irgendwo von der Red Wedding gelesen habe. Es hat mich trotzdem geschockt, weil das Kapitel doch sehr intensiv geschrieben ist.
      Reread: Die Sympathie war immer noch da und ich habe mich fast gewaltsam selbst erinnert, wie jung er ist. Allerdings habe ich durch konzentrierteres Lesen und unsere Diskussionen schnell begriffen, dass er auch einige massive Fehler gemacht hat. Ich verstehe, warum er Jeyne geheiratet hat, aber sehe es jetzt eher wie Cat, deren Verhalten ich beim ersten Lesen voll meeeh fand.
      Und ganz massiv übel nehme ich Robb, wie er Edmure behandelt hat. Das hatte er selbst verschuldet, weil er ihn nicht ins Vertrauen gezogen hat.

      Sandor Clegane
      Hach, ist der Sandor nicht einfach toll? :love: :D
      Ich war beim ersten Lesen recht beeindruckt, war da allerdings auch ein bisschen seriengeschädigt. Ich war nicht komplett unkritisch, hatte aber auch durchaus keine pinkfarbene Brille auf.
      Beim Reread habe ich um einiges mehr auf die Untertöne geachtet. So konnte ich eigentlich sein komplettes Verhalten nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen. Ich halte Sandor für eine der tragischten Figuren des Liedes, einen zutiefst zerrissenen Charakter, der den Sandor-der-hätte-sein-können unter einen dicken Schicht Wut und Brutalität versteckt und in Alkohol ersäuft und ihn nur gelegentlich hervorblitzen lässt.

      Robert
      Beim ersten Mal fand ich Robert im großen und ganzen ganz lustig. Das er sich an Cersei vergriffen hatte, hab ich einfach ausgeblendet. Er war sicher nicht mein Lieblingscharakter, aber wirklich schlimm fand ich ihn auch nicht.
      Beim Reread hat sich das schon ziemlich geändert. Ein trunk-, genuss- und vergnügungsüchtiger Alkoholiker und Frauenheld, der nichts und niemanden ernst nimmt und nur für das Heute lebt. Er hatte sicherlich gute Ansätze, aber selbst in seiner Jugend fand er sich selbst viel zu toll. Als er zu Ned meinte, sie hätten sich davon machen und in die Freien Städte reisen und Söldner werden sollen, so hatte er für sich sicherlich recht. Als König war er denkbar ungeeignet.

      Joffrey
      So ganz viel hat sich bei mir zwischen erstem Lesen und Reread nicht geändert... Ich hielt ihn für eine widerliche Kackbratze. Ich glaube auch nicht, dass er unter Neds Aufsicht großartig hätte ausgebremst werden können, dazu war sein Sadismus viel zu ausgeprägt. Da hätte schon viel früher passieren etwas passieren müssen und selbst da war ich nicht sicher.
      Allerdings fand ich seinen grausamen Tod schon mies. Er war immerhin noch ein Kind...

      Renly
      Hmm... ich gestehe, vom Reread her kann ich mich an Renly kaum noch erinnern. Sein Schwulsein ist mir komplett entgangen (genau wie Conningtons oder wie R+L=J... :rolleyes: ).
      Beim Reread fand ich ihn irgendwo nett und irgendwo nervig. Nervig fand ich seine flittrig-flattrige Art, das er nichts ernst genommen hat, dass das ganze Leben einfach ein großer Witz für ihn war. Nett fand ich Briennes Erzählung, wie er sie bei dem Fest auf Tarth behandelt hat, als alle anderen sich über sie lustig gemacht haben. Seinen Tod fand ich tragisch.

      Littlefinger
      Ja, ich fand ihn witzig und spannend beim ersten Lesen. Aber gemocht hab ich ihn nie. Wie creepy er in Bezug auf Sansa ist, hab ich erst wirklich beim Reread gemerkt. Und ich hab immer noch nicht wirklich raus, was er eigentlich vorhat.

      Varys
      Varys habe ich beim ersten Lesen sein "für das Reich" durchaus abgenommen. Daher hat mich dann das letzte Kapitel und der Mord an Pycelle und Kevan schon sehr geschockt. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.
      Beim Reread hat mich seine Verkleidungskunst sehr fasziniert. Ich habe ihn sehr viel kritischer wahr genommen. Und sein "für das Reich" ist ein Reich zu seinen Bedingungen, möglicherweise für einen falschen Aegon.

      Gregor Clegane
      Der Gregor... na klar, hielt ich beim ersten Lesen auch ausschließlich für eine miese riesige Dumpfbacke.
      Beim Reread hat es mir Spaß gemacht, auf das Warum zu achten. Und nein, ich will seine Taten hier jetzt auf keine Fall rechtfertigen!
      Aber ich fand den Hinweis mit den Kopfschmerzen interessant und dass er Mohnblumensaft wie Wasser kippt. Häufig wird er extrem grausam, wenn es laut ist, als könne er den Lärm nicht vertragen. Pathologisch gesehen finde ich seinen Fall sehr interessant.
      Die Beschreibung der Vergiftung durch Oberyn fand ich schon ziemlich eklig und ich will wissen, wie Qyburn Ser Robert Strong hinbekommen hat.
      Und bitte keinen Clegane-Bowl. Das wäre so... Klischee...

      Tywin Lannister
      Ich muss gestehen, dass ich beim ersten Lesen Tywin komplett uninteressant fand. Noch ein schlechter Vater... So what?
      Beim Reread wurde es besser, aber ich bin von ihm eigentlich weder beeindruckt noch fasziniert. Aber diesen machiavellistischen Politiker-Typen waren nie so meins...
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Zu den meisten Charakteren wurde ja schon viel gesagt, daher möchte ich mich nicht großartig wiederholen. Einen Charakter muss ich aber wirklich hervorheben, der hier bisher nur
      kurz erwähnt wurde.

      Edmure

      Beim ersten Lesen: Ich habe mich da total von Robb, Catelyn und den Blackfish blenden lassen. Grade Catelyns Einschätzungen haben oft den Eindruck erweckt, er würde nur Fehler machen und mit ihrem Vater wären die Flußlande besser dran.
      Beim Reread: Die Ergebnisse seiner Herrschaft waren sicherlich nicht optimal. Die Flußlords lassen sich von Tywin und Jaime auseinanderziehen, Edmure gerät in Gefangenschaft, er lässt Leute in die Burg, die ihm im Belagerungsfall die Haare vom Kopf fressen, Edmure macht Robbs Plan zunichte. So sieht es zumindest auf den ersten Blick aus, aber grade Catelyn legt da manchmal eine Kälte an den Tag, die fast schon tywinistisch ist. Edmure hat versucht seine Heimat zu verteidigen, das Plündern zu unterbinden und die Schwachen zu beschützen. Natürlich ist er noch jung und macht Fehler, aber der "Vollidiot" zu dem ihn seine Familie gerne mal macht, ist er bei weitem nicht.
      Robb verstehe ich in dem Punkt übrigens noch am wenigsten. Was spricht dagegen seinen mächtigsten Vasallen in seine Pläne einzuweihen? Aber er kann wirklich leicht reden, wenn er erwartet, dass Edmure sich tatenlos anschaut, wie die Lannisters durch seine Ländereien walzen. Ist ja nicht Robbs Gebiet, was da verwüstet wird :rolleyes:
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Das sehe ich genauso wie du. Beim ersten Lesen hielt ich ihn auch für einen Volltrottel und bin voll auf Cats Ansichten reingefallen.
      Hätte ihm Robb nur ein Wort gesagt, wäre nichts passiert. Aber ohne diese Info zu haben, macht er das, was er für richtig hält und was auch jeder andere Lord in diesem Fall getan hätte und wird dafür nieder geputzt, wie ein armes kleines Würstchen.
      Edmure mag nicht perfekt sein, aber er ist ein guter Kerl mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und mehr Potential, als ihm Onkel und Schwester zutrauen.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Renly :

      Beim ersten Lesen mochte ich Renly ganz gern und fand seinen Tod tragisch.Auch ich habe zu Anfang nicht wirklich Hinweise auf seine Homosexualität gefunden,davon habe ich dann eher durch die Diskussionen hier im Forum erfahren.Beim Reread mochte ich Renly immer noch.Auch wenn er alles sehr leicht nahm,denke ich doch,dass mit den richtigen Beratern und einer guten Hand( wie Eddard) aus ihm ein ganz passabler König hätte werden können,wenn auch kein rechtmäßiger.Das Volk liebte ihn.
      Ich fand auch den Vorschlag ,den er Eddard bezüglich der Regierung des Reiches nach Roberts Tod machte nicht unklug,wenn ich mich richtig erinnere,so wäre wohl kaum jemand wirklich zu Schaden gekommen.In den Diskussionen im Reread habe ich dann auch eine Seite von Renly mitbekommen,die wohl nicht ganz so herzig ist....aber auch nicht dramatisch.Seinen Tod fand ich immer noch sehr tragisch und widerlich hinterhältig.Alles in allem ist Renly wohl mit Abstand mein Lieblings-Baratheon.


      Littlefinger :

      Beim ersten Lesen fand ich ihn sehr interessant und auf gewisse Weise beeindruckte er mich durch seine Intelligenz und seine Schlagfertigkeit.Sein Zusammenspiel mit Eddard hat mich zu Anfang schon ein wenig amüsiert und ich glaube,sein Verrat hat mich dann ziemlich erschreckt.
      Nach dem Reread halte ich ihn immer noch für einen sehr interessanten Charakter und ich bin sehr neugierig,was er noch vorhat und was er im Endeffekt bezweckt.In gewisser Weise halte ich ihn auch immer noch für amüsant.Allerdings widert mich inzwischen einiges an,vor allen Dingen wie sehr er Menschen manipuliert und für seine Zwecke benutzt und sein rumgesabbere an Sansa,das habe ich ,genau wie Esme erst im Reread bemerkt.Außerdem bin ich absolut kein Freund von Intrigen.

      Varys :

      Seine Art war zwar absolut nicht mein Ding,aber auch hier ging es mir wie Esme.
      Esme schrieb :Varys habe ich beim ersten Lesen sein "für das Reich" durchaus abgenommen. Daher hat mich dann das letzte Kapitel und der Mord an Pycelle und Kevan schon sehr geschockt.

      Jetzt habe ich Varys,durch viele Diskussionen hier vor und während des Rereads,dann komplett anders gesehen und finde,dass der Name Spinne absolut zu ihm passt.Seine schleimige Art hat mich jetzt von Anfang an ziemlich angewidert und ich traue ihm in keinster Weise.Seine Morde an Pycelle und Kevan haben mich nun noch mehr entsetzt und dieses Mal auch ein bisschen wütend gemacht.Zweifelsohne ist er ein sehr interessanter Charakter und auch bei ihm bin ich sehr neugierig auf seine Ziele,man kann aber mittlerweile sagen,dass ich Varys so gar nicht leiden kann....noch viel weniger als LF.

      Gregor Clegane :

      Hach ja,...der Gregor. :/
      Als Sandor Sansa von seinem Schicksal erzählte,war er ja zunächst erst mal das Allerletzte für mich,das was da im Anschluss zu lesen war,machte es ja erst mal auch nicht gerade besser.Irgendwie fand ich ihn aber spannend,zunächst wahrscheinlich ,weil er Sandors Bruder ist.Dann kam die Sache mit dem Gift....
      Ser Erryk schrieb :Sein langsames Dahinsiechen am Gift tat mir kein Stück Leid.

      ...und ich muss sagen,dass das für mich so schlimm beschrieben war, und das gleich an mehreren Stellen,dass mich das komplett fertig gemacht hat.Kaum etwas im Lied war für mich schrecklicher und Gregor tat mir einfach unglaublich leid...den Rest hat mir dann noch gegeben,dass er zuerst von Tywin und dann auch noch von Cersei eiskalt fallen gelassen wurde,nach allem was er für sie getan hatte...und dabei ist er mir dann irgendwie schlimm ans Herz gewachsen...
      Für alle Charaktere,die mir ansonsten am Herzen liegen,gibt es Textstellen,aus denen hervorgeht,dass sie zumindest irgendwo gute Seiten haben,für Gregor gibt es da charakterlich rein gar nichts,was ihn wohl zu meiner Achilles-Ferse macht.Gut,er ist loyal.Ich mag loyal.
      Er ist brutal, grausam und komplett empathielos...(stumpf empfinde ich persönlich ihn jetzt nicht), allerdings gibt es für mich im Lied Schlimmere und viele die genauso schlimm sind...(was natürlich nichts entschuldigt)aber dazu habe ich mich im Laufe der Zeit wohl schon sehr ausgiebig geäußert.
      Inzwischen habe ich wohl die gesamten Clegane-Textstellen im Lied schon x-Mal gelesen und für einiges an Gregors Verhalten habe ich ja auch so meine Entschuldigungen Theorien.
      Trotzdem bin ich besonders durch den Reread jetzt gespannt, was es mit Robert Strong auf sich hat und wieviel Gregor in ihm steckt.

      Ich auch...ich glaube da steckt noch so einiges drin ....und ich hoffe,das alles wird nicht ganz so schlimm.Irgendwann muss doch auch mal gut sein.

      (der Verkaufsstand mit den Steinen (Spitze,Flache,Kies) befindet sich hinten am Mangrovenwäldchen)


      Tywin Lannister :

      Ich glaube Tywin ist auch einer von den Charakteren,bei denen sich durch den Reread bei mir nicht viel geändert hat.Alles ist durch die vielen Diskussionen und das erneute Lesen aber viel deutlicher und detaillierter geworden.
      Ser Erryk schrieb :Sehr interessante Persönlichkeit, für mich der beste Westerosi-Politiker, aber mir gefiel seine Skrupellosigkeit und sein Macchiavellismus überhaupt nicht.

      So sehe ich es im Großen und Ganzen eigentlich immer noch.Er hat mit Sicherheit absolut schreckliche und unverzeihliche Dinge getan und befohlen und ich finde schlimm,dass Tywin Menschen wie Werkzeuge benutzt.Einiges trage ich ihm auch absolut nach.Auch hat er wohl nicht gerade einen Preis als "Bester Vater" verdient,allerdings finde ich keinesfalls,dass er Tyrion wer-weiß-wie benachteiligt,oder angesichts der Situationen übermäßig grausam behandelt hat...auf jeden Fall hat er in meinen Augen nichts getan,was diesen widerlichen Mord an ihm in irgendeiner Weise rechtfertigen könnte.
      (Gerechtfertigt wäre m.E. gewesen,wenn Tyrion seinem Vater lange Zeit zuvor gesagt hätte,dass er ihn für einen Arsch hält und dann ohne Papas Geld von dannen gezogen wäre...)
      Ich halte Tywin für einen überaus spannenden Charakter und auch seine Vergangenheit finde ich sehr interessant...die Art und den Ort seines Todes nebst den widerlichen Kommentaren seines Sohnes dazu fand ich irgendwie unpassend für diesen Charakter.


      Edmure Tully :

      Brigthroar schrieb:

      Einen Charakter muss ich aber wirklich hervorheben, der hier bisher nur
      kurz erwähnt wurde.

      :) Wir sind ja wahrscheinlich noch lang nicht am Ende....

      Brigthroar schrieb:

      er lässt Leute in die Burg, die ihm im Belagerungsfall die Haare vom Kopf fressen,

      Ach der Edmure,dass unter anderem hat ihn mir absolut sympathisch gemacht,auch wenn es nicht gerade gut durchdacht war.......

      Esmeralda schrieb:

      Edmure mag nicht perfekt sein, aber er ist ein guter Kerl mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und mehr Potential, als ihm Onkel und Schwester zutrauen.


      Sehe ich genauso wie ihr.Edmure ist einer der Charaktere die beim Reread absolut dazugewonnen haben.Zudem hat er m.E. in seiner Gefangenschaft und in dem Gespräch mit Jaime gezeigt,dass er zudem auch noch ganz schön Rückgrad besitzt.Edmure wird wirklich von allen Seiten unterschätzt und ich mag ihn sehr gerne.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „onyx“ ()

      So und jetzt kommen auch meine Sichtweisen und ihre Veränderungen!
      Danke Onyx fürs anschupsen! :thumbup:

      Eddard
      ich mochte ihn beim ersten Mal sehr gerne, auch wenn ich mich wunderte, wieso er LF traute - der Typ war mir nie ganz koscher. Und im Reread hat es sich nicht wesentlich verändert, ein bisschen mehr hat mir seine Naivität in der Schlangengrube KL genervt. Ich vermute, er erhoffte doch so ehrenhafte Leute wie Jon Arryn. Wobei ich es andererseits auch einen feinen Zug fand, dass er die Kinder retten wollte. Beim ersten Mal lesen kam es mir allerdings schon etwas spanisch vor, dass Promise me Ned, nur das Begraben im Norden sein sollte...

      Jon
      ich mochte ihn, und es ist geblieben - Erst im Reread ist mir aufgefallen, dass er um einiges pragmatischer ist wie Ned. Und die anfängliche unerträgliche Arroganz gegenüber die anderen Nachtwacherekruten ist mir erst beim 2. Mal aufgefallen, da ich davon geblendet war, wie freundlich er gegenüber den Starkkindern und später gegenüber Sam ist.
      Ich finde er ist mit seinen Aufgaben gewachsen und er lässt sich durchaus beraten. Ich mag durchaus seine Lord Commander Kapitel, vor allem die Interaktion mit Stannis...

      Ser Erryk schrieb:

      Einige seiner Lord Kommandanten-Taten fand ich schon sehr kontrovers, wie er Chett seiner guten Position beraubt hat mir auch nicht gefallen

      finde ich nicht, Sam war prädistiniert für diese Aufgabe und Chett doch eher nicht. Dass Chett versetzt wurde, oblag auch nicht Jon. Im Nachhinein gesehen ist Chetts Unmut aber verständlich.

      Sansa
      beim ersten Mal Lesen von AGOT konnte ich sie gar nicht leiden wegen ihrer Oberflächlichkeit, in den restlichen Bänden hat sie mir aber mehrheitlich leid getan. Da habe ich ihre Einstellung gegenüber Tyrion übel genommen - der war nett zu ihr. Im Reread erscheint mir vieles verständlicher und abgesehen von der ersten Hälfte von AGOT sieht man, wie sensibel und empathisch sie sein kann. Vor allem wurde mir bewusst, welches Risiko sie einging, als es um Dontos Leben ging. Ich mag insbesondere ihre Kapitel während dem Kampf um Blackwater Bay und alles auf der Eyrie.

      Cat
      anfangs war ich etwas reserviert, auf Grund der Tatsache, wie sie Jon behandelt und Tyrions Gefangenenahme fand ich auch dämlich. Aber ich sah auch die starke Frau in ihr und die Mutter, die alles tut aus Liebe zu den Kindern - selbst wenn es dämlich wirkt - wie den einen Lannister gefangenzunehmen und den anderen Lannister freizulassen. Im Reread konnte ich ihre Aversion gegen Jon etwas besser verstehen, dagegen ihre Runterputzen gegenüber Edmure gar nicht. Trotzdem sehe ich sie weiterhin als starke feminine Frau, bei der ich merke sie hat von ihrem Vater einiges mitbekommen. Die tiefe Liebe zu Hoster Tully, war für mich erst im Reread wirklich ersichtlich. Die Red Wedding aus ihrer Sicht zu lesen, war für mich in beiden Fällen furchtbar. Vor allem, ihr letzter Gedanke an Ned. Besonders berührt hat mich auch ihr Gebet in der Septe, nach dem Zusammentreffen mit Stannis und Renly. Hier sieht man, wie sehr sie sich nach Frieden sehnt. Als LSH mag ich sie weniger, da ist sie nur ein Schatten ihrer selbst. Beim ersten Mal lesen war ich geschockt, was aus ihr geworden ist.
      Arya
      wie vielen hier mochte ich sie von Anfang an, sehr gern und es war alles so intensiv und spannend. Zwar hatte ich Bauchweh, durch die Morde aber anfangs habe ich sie mir schöngeredet. Mittlerweile bin ich sehr besorgt um sie und sehe sie als Reversion von Jaime der als das Böse anfing und heller wurde, sie dafür umso dunkler.

      Bran
      beim ersten Mal fand ich so manche Kapitel doch zu mystisch abgedreht, wobei sie im Reread wie bei vielen anderen durch die Sagen dazugewonnen haben. Wie viele finde ich das wargen in Hodor und das genießen von Menschenfleisch etwas gaga.

      Dany
      am Anfang fand ich es auch sehr spannend, was mit ihr abgeht - wobei ich die Aktion mit den 163 Sklavenhaltern damals nicht so toll fand, was mich schon beim ersten Mal kritischer werden ließ. Im Reread mag ich sie eigentlich noch immer ganz gern, bis sie auf Mirri trifft. Ich finde die Dothraki spannend. Ich glaube, der Ofen war bei mir dann aus, als sie Drogo erstickte. Das Haus der Unsterblichen finde ich schon sehr spannend und ich hoffe, wenn sie wieder bei den Dothraki ist, wieder interessanter wird. Das letzte Kapitel, wo sie gezwungen wird über sich selbst nachzudenken finde ich hat ihr nicht geschadet.

      Tyrion
      beim ersten Mal lesen war er einer meiner Lieblinge - immer die Klappe offen etc. Wobei ich auch damals bei ADwD schon Mühe hatte mit seinen Kapiteln.
      Im Reread, finde ich ihn in Bd. 1 - 3 noch immer spannend, sehe aber seine Defizite - den Stolz. Ich mag Thorne wirklich nicht, aber ihn aus persönlichen Gründen lang warten zu lassen finde ich ätzend, obwohl Tyrion die Lage der NW kannte. Seine Selbstmitleidigkeit nervt mich wirklich und ich nehme es ihm auch krumm, dass er Tywin erschossen hat. Was beim ersten Mal lesen nicht der Fall war, da fühlte ich sogar etwas Triumph. Die Vergewaltigung der Hure ist mir beim ersten Mal lesen nicht aufgefallen, weil ich über Tyrions Kapitel da sehr schlampig gelesen habe und sie überflogen habe.

      Ser Erryk schrieb:

      Beim ersten Lesen: Bin da wohl auf ihrer Mary-Sueigkeit reingefallen. Ich fand sie einfach nur cool, wie sie die Drachen ausbrütet, die Meister in Astapor grillen lässt und in Meereen für Ordnung sorgen will. Einziger Kritikpunkt: Wann kommt die endlich mal nach Westeros?


      Esmeralda schrieb:

      Ich fand ihre Kapitel ganz und gar nicht langweilig und sie widert mich auch nicht an. Aber ich bin zutiefst entsetzt, was aus ihr wird. Während ich anfangs noch nachvollziehen konnte, warum sie tötet, lässt das im Laufe der Zeit immer mehr nach.

      Ser Erryk schrieb:
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner
      Okay, weiter zu den nächsten vier. :)

      Lysa Arryn

      Beim ersten Lesen: Sie kam mir komplett unsympathisch vor. Die Bemutterung und dieses übertriebene Beschützen ihres Sohnes, wie sie mit Catelyn umgeht und mit Tyrion. Ganz übel fand ich dann ihre Eifersucht auf Sansa. Ihr Tod kam überraschend, aber ich fand ihn jetzt nicht zu schlimm, besonders da vorher noch rauskam, dass sie es war, die Jon Arryn vergiftet hat und mit ihrem Brief an Catelyn somit willentlich diesen Lannister-Stark-Konflikt entfacht hat.

      Reread: Habe diesmal auf die Untertöne geachtet. Ihre negativen Eigenschaften bleiben, aber es gibt Gründe warum sie so geworden ist und ich empfinde sie mittlerweile als sehr tragischen Charakter. Ihre Abtreibung muss sie sehr mitgenommen haben und ich empfande das auch als höchstwiderwärtig von Hoster Tully (zumindest auf dem Totenbett schien es ihm Leid zu tun, was ich dann doch ganz gut fand). Auch ihre Zwangsehe mit dem viel zu alten Jon Arryn wird für sie nicht angenehm gewesen sein. Und dann ist mir aufgefallen, dass sie sich viel zu sehr von Littlefinger hat manipulieren lassen. Und dann wird sie ausgerechnet von dem Mann getötet, den sie immer für die große Liebe ihres Lebens gehalten hat und der ihr davor noch sagt, dass er immer nur ihre Schwester wollte. Lysa tut mir ein Stück weit Leid, auch wenn es ihre grauenhaften Taten immer noch nicht besser macht dadurch.

      Loras Tyrell

      Beim ersten Lesen: Ich hielt ihn für einen eitlen Schönling, der nur Bewunderung sucht und sich deshalb sehr arrogant verhält. Er wurde mir irgendwann ziemlich gleichgültig, besonders nach dem er in der Kings Guard war. Und ich fand seine Meinung gegenüber Brienne sehr unfair.

      Reread: Da hat sich viel getan, wenn man weiß, dass er und Renly eine Liebesbeziehung hatten. Das macht ihn dann doch sehr tragisch, auch wenn seine Reaktion auf den Tod Renlys sehr übertrieben ist (die beiden die er da tötet), konnte ich sie doch gut nachvollziehen. Das machte auch die Brienne-Sache besser. Und als er dann in der KG ist mir aufgefallen, dass er versucht ein sehr pflichtbewusster Ritter zu sein und ich fand es sehr toll wie er mit Tommen umgeht. Dass er nicht versucht wie Cersei ihn von allem abzuschirmen, sondern ihn das machen lässt, was ihm Spaß macht. Dahinter kann jetzt Kalkül der Tyrells stecken, aber das empfinde ich nicht einmal als unsympathisch. Ich hoffe sehr, dass er nicht halb verbrannt auf Dragonstone langsam dahinkrepiert, sondern das das ein Trick von Aurane Waters ist, um Cersei zu täuschen. Es gibt ja dafür offenbar Anzeichen.

      Margaery Tyrell

      Beim ersten Lesen: Ich fand sie toll, eigentlich durchgehend. Wie sie sich gegenüber Sansa verhält, gegenüber Tommen. Mir tat es richtig Leid wie mies sie von Cersei behandelt wird. Ihren Ausbruch gegenüber Cersei war für mich eine der tollsten Szenen in AFfC.

      Reread: Da hat sich eigentlich nicht viel verändert. Durch eure Diskussionen bin ich jetzt darauf aufmerksam geworden, dass sie womöglich das alles mit Kalkül macht, um Tommen für sich zu gewinnen. Andererseits denke ich mir, sie ist schon Königin, was will sie da noch mehr? Und wie sie mit Tommen umgeht, gefällt mir immer noch hundert Mal besser als das was Cersei mit Tommen macht. Ich hoffe sie kommt heil raus aus dieser lächerlichen Anklage und kann dann endlich die Oberhand über Cersei gewinnen.

      Tommen Baratheon

      Beim ersten Lesen: Er ist ja auch ein Produkt von Inzest, keine Ahnung warum, aber ich mochte allein deshalb ihn und auch Myrcella nicht. Dann hat sich aber gezeigt, dass er ein wesentlich besserer Mensch ist als Joffrey und mit den richtigen Beratern auch ein besserer König werden könnte. Es tat mir ständig Leid, wie er von Cersei behandelt wird und als er seine Katzen bekommt und benennt, das ist glaube ich der für mich niedlichste Moment im Lied.

      Reread: Ich mag ihn mittlerweile richtig. Er muss nur von Cersei wegkommen und wirklich an gute Berater kommen und Westeros könnte einen tollen König bekommen. Es tat mir Leid, wie er auch unter Joffrey leiden musste, das habe ich erst beim erneuen Lesen so wahrgenommen. Und es macht mich schon traurig, dass sein Schicksal scheinbar schon besiegelt ist.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Lysa Arryn

      Ser Erryk schrieb:

      Beim ersten Lesen: Sie kam mir komplett unsympathisch vor.
      Ja, da ging es mir ganz genauso. Bäh... wat fand ich die Frau ätzend und nervig und unangenehm.

      Ser Erryk schrieb:

      Reread: Habe diesmal auf die Untertöne geachtet.
      Richtig. Ich auch. Im Prinzip ist sie auch eine extrem tragische Gestalt. Schon als Kind und junges Mädchen recht labil und beeindruckbar, driftet sie nach der erzwungenen Abtreibung komplett ab. Sie verrennt sich in die Liebe zu LF und ihre Affenliebe und Überbemutterung von Sweetrobin hat echt pathologische Züge. In dem ganzen Zusammenhang, war ihr Tod dann sehr tragisch.

      Loras Tyrell
      Jaaa... der Loras. Am Anfang hielt ich ihn auch für einen extrem arroganten Schnösel. Die Liebesbeziehung von ihm und Renly ist an mir auch komplett vorbei gegangen (und das obwohl ich ja eigentlich durch die ersten beiden Staffeln der Serie hätte Bescheid wissen müssen :rolleyes: ).
      Beim Reread habe ich dann natürlich ziemlich darauf geachtet und auch wirklich seine große Liebe zu Renly wahr genommen. In der KG gefiel er mir dann wirklich gut. Er versuchte wirklich ein guter Ritter zu sein, auch wenn er immer noch einen Neigung zur Großspurigkeit hatte. Seinen Umgang mit Tommen fand ich auch ganz süß. Ich vermute (oder hoffe) auch, dass seine angebliche Verletzung nur ein Fake ist.

      Margaery Tyrell
      Margaery fand ich sowohl beim ersten als auch beim Reread eigentlich recht sympathisch. Ich glaube zwar durchaus, dass einiges von ihrem Verhalten vor allem dem Machterhalt dient. Es scheint ja ihr innigster Wunsch zu sein, Königin zu sein. Sonst hätte sie wohl kaum nacheinander drei Könige geheiratet, von denen einer schwul ist und was mit ihrem Bruder hat und zwei definitiv zu jung sind, wobei dieser Wunsch auch durchaus eher auf Maces Mist gewachsen sein kann.
      Nichtsdestotrotz halte ich sie eigentlich für ein nettes Mädchen

      Tommen Baratheon

      Ser Erryk schrieb:

      Beim ersten Lesen: Er ist ja auch ein Produkt von Inzest, keine Ahnung warum, aber ich mochte allein deshalb ihn und auch Myrcella nicht.
      Das hat mich eigentlich nie gestört. Er kann ja nichts dafür und er hat sich das nicht ausgesucht.
      Tommen fand ich schon immer ganz süß. Und irgendwie hoffe ich auch immer noch, dass er seinem Schicksal entgeht...
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      weiter gehts

      Theon:
      zuerst fand ich es spannend, wenn man etwas von den Eiseninseln erfährt, aber ich mochte seine Arroganz gar nicht und auch wie er die Starks betrügt. Dass er Asha anbaggert fand ich ganz schön witzig, unter jeder Kritik fand ich sein Verhalten gegenüber der Kapitänstochter. Als Reek hat er mir schon leid getan. Im Reread verstand ich den Loyalitätskonflikt etwas besser, wobei ich mir gewünscht hätte er wäre standhaft zu den Starks gestanden. Trotzdem, sein Verhalten fand ich nach wie vor ätzend bevor er zu Reek wurde.

      onyx schrieb:

      Ich fand Theon bereits beim ersten Lesen in seiner Zeit bevor Ramsay ihn erwischte recht unsympathisch(und ebenfalls wie Ser Erryk arrogant und egoistisch) ,sein Tritt gegen den abgetrennten Kopf des Deserteurs hat mich wirklich abgestoßen und auch alles weitere,vor allen Dingen sein Verhalten den Menschen in Winterfell gegenüber,sowie der Mord an den beiden Müllersjungen war absolut schrecklich.Die Behandlung dieser Menschen tat beim jetzt beim Lesen förmlich weh.
      kann ich so unterschreiben.

      Davos
      Beim ersten lesen mochte ich ihn und sah ihn als guten Engel von Stannis, wobei mir obwohl ich Stannis mag, seine Loyalität doch zu weit ging - vor allem nachdem Tod von 4 seiner Söhne. Aber allem in allem ein guter Mensch, auch wenn ich seine Kapitel im Kampf um KL in ACOK nicht so spannend fand. lauter Schiffsnamen... Ich liebte ihn heiß, dass er Edric zur Flucht verhalf. Er ist bescheiden, will seine Herkunft nicht vergessen - aber eignet sich trotzdem die notwendigen Fähigkeiten an um seinen König zu dienen. Er ist ein Aufsteiger, aber kein Emporkömmling. Das er tot sein soll hat mich in AFfC sehr getroffen und in ADwD glaubte ich, bei so ziemlich jeden Kapitel, dass sein Stündlein geschlagen hat. In ADwD war ich enttäuscht, als es nur mehr gefühlte zig Tyrion und Dany gab, aber keinen Davos mehr.
      Im Reread begann ich seine Loyalität sehr zu schätzen und merkte, dass er einer der wenigen ist - der das vollkommene Vertrauen von Stannis besitzt. Dass er Marya betrogen hat, habe ich auch erst im Reread wirklich überrissen. Trotzdem er gehört zu meinen Lieblingscharakteren. Als Charakter und als Persönlichkeit.

      Ser Erryk schrieb:

      Beim ersten Lesen: Okay, wir brauchen einen Charakter, der uns über Stannis informiert. Er ist tot, nein doch nicht, er hat eine wichtige Mission, oh das war es schon für diesen Band?

      :thumbsup:


      Ser Erryk schrieb:

      Ich will unbedingt wissen wie es mit ihm weitergeht.

      geht mir auch so.

      Jaime:
      erstes mal lesen: Was ist das für ein arroganter Mistkerl, ich hasse Lannisters. Was, du kannst ihn doch nicht freilassen Cat! Arme Brienne - mit so einem Mistkerl reisen zu müssen. Gut, es ist amüsant aus seiner Sicht zu lesen. Oh, Hand ab. Was Tyrion hilft, bringt dir nix. Wieso freu ich mich nicht darüber. Die Badeszene von Harrenhal - oh Jaime. Ich will nicht mit einem der Inzest mit seiner Schwester betreibt sympathisieren - aber ich beginne ihn zu mögen, bald mehr wie Tyrion. Ah, endlich ein Jaimekapitel in ADwD - bitte reite nicht mit Brienne mit.
      im Reread merkte ich, wie gern ich Jaime habe. Das mit Bran finde ich schrecklich, aber ich finde er ist einfach missverständlich - aber wieso musst du einfach so arrogant sein.

      onyx schrieb:

      Er ist eben ein Lannister und hält sich in gewisser Weise für die Krone der Schöpfung.
      :thumbsup:

      Sam:
      beim ersten Mal lesen: er scheint ein lieber Kerl zu sein, so ein arger Vater - aber dass mit dem feig sein ist nicht optimal für die Mauer. Oh, was er hat einen Anderen umgebracht, ausgerechnet er. Er trifft Bran und Co und er hält es vor Jon geheim. alle Achtung. Oh, Samwell der Ränkeschmied. Das gefällt mir. Jammer nicht so rum, die hast viel geschafft und auch Gilly beschützt. Er ist in praktischen Dingen ziemlich unbeholfen, aber trotzdem bekommt er Hilfe. In Oldtown war er mir zu vertrauensselig.
      Reread: hat sich nicht viel geändert, bin aber schon auf seine Abenteuer gespannt.

      Brienne:
      ich habe sie gern, sie will alles gut machen und ist trotzdem aus der Norm. Sie muss viel ertragen und tut für die Liebe alles. Mädel, Renly nutzt dich nur aus, es ist nur eine gespielte Freundlichkeit, keine herzliche freundschaftliche Freundlichkeit. Ihre Reise auf die Suche nach Sansa fand ich schon beim ersten Mal schön zum lesen.
      Reread: erst da merkte ich, wie verunsichert und schüchtern sie ist. und mag sie weiterhin ganz gern. Mehr Nebensächlichkeiten rückten für mich ins Zentrum.

      Aeron:
      war für mich gleichbleibend nicht so spannend, im Reread kam ich auch drauf, dass Euron ihn missbrauchte - da tat er mir leid.

      Victarion:
      erstes lesen: man ist der ein Jammerlappen, beim Reread: er ist ein blöder Jammerlappen, er soll sich mit Tyrion auf ein Packel hauen.

      Asha:
      schon gemein, wie sie Theon geärgert hat, aber sie ist cool. Offenbar der Sohnersatz. Sie ist ganz schön taff und hart im nehmen. Aber natürlich hat sie als Frau kaum eine Chance. Im Reread ist mir noch mehr aufgefallen, wie vernünftig sie agiert. Ich habe sie richtig gern.

      onyx schrieb:

      Auch Asha mochte ich bereits beim ersten Lesen...so ziemlich als Einzige von allen Eisenleuten.
      Den Leser mag ich auch noch gerne.

      Cersei:
      die mag ich nicht, was für eine furchtbare Frau und wie sie ihre Kinder verzieht. Und jetzt ist sie auch noch ein POV. Was für eine intrigante Schlange. Doch zum Schluß tat sie mir wegen den Walk of Shame leid. Im Reread, merkte ich wie furchtbar es gewesen sein muss Roberts Frau gewesen zu sein. Ich mag sie zwar nicht, aber in manchen Dingen kann ich sie sehr gut verstehen, dass sie Trost gesucht hat, bei einen Mann der nicht Robert war.

      Arianne:
      oh endlich von den Martells, auf Dorne freue ich mich. Ach schade, besonders intelligent scheint sie nicht zu sein, aber zu ihren Freunden scheint sie treu zu stehen.
      Reread: ja, sie ist ganz Okay - aber nur Personen verführen bringt auch nichts. ich kann aber verstehen, dass sie sich gekränkt fühlt, als sie vermutet, dass Quentyn Fürst von Dorne werden soll.

      Areo:
      zuerst: ok, er ist einfach da und berichtet über Doran - jetzt: sehe ich ihn auch als perfekten Wächter und guten Beobachter

      Arys Oakheart:
      beim ersten Mal lesen: der ist aber rasch von der Bildfläche verschwunden. Im Reread merkte ich, dass er Sansa anständig behandelte und dann in Dorne, dass er hoffnungslos verliebt in Arianne war und schon ist er futsch. Angriff ist nicht die beste Verteidigung.

      Quentyn Martell:
      beim ersten Lesen dachte ich - nicht schon wieder jemand in Meereen. Ach du bist ein hoffnungsloser Träumer. Das ist eine blöde Idee, die Drachen zu stehlen - sein Tod berührte mich nicht. Im Reread schenkte ich ihn mehr Aufmerksamkeit und fand ihn eigentlich einen tragisch. und Liebe kann man nicht erzwingen.

      Jon Connington:
      war mir anfangs egal, doch in Westeros fand ich ihn interessant mit seinen Erinnerungen an Rhaegar. Aber ich hatte keine Ahnung, dass das romantische Erinnerungen waren. Erst im Reread interessierte er mich. jetzt bin ich schon gespannt. Das er Tyrion rettete fand ich nett, aber jetzt sorge ich mich um seine Grauschuppen.

      Barristan:
      beim ersten lesen: Der ist Okay. oh, super er unterstützt Ned im Kleinen Rat gegen Robert. Oh er ist weg - oh er ist wieder da, aber bei Dany. Ich mag ihn. Im Reread verstärkt sich das ganze und vor allem seine Hintergrundgeschichte finde ich spannend. Nur redet er sich Dany zu schön.

      Melisandre:
      Diese böse Hexe! Wieso ist sie nicht gestorben, aber Cressen schon? Umgekehrt wäre es mir lieber? ich mag die Schattenassassinen nicht und das Leute verbrennen auch nicht. Wieso vertraut Stannis ihr so viel? Wie hat sie ihn in ihr Bett gebracht? Sie ist so unheimlich und macht soviel Show und da kommt wenig raus. Ah wir bekommen ihre Sicht. Sie glaubt also wirklich an das. Ich will mehr über sie wissen.
      Im Reread sehe ich noch viele ihre Dinge, sehe sie aber nicht mehr als das absolut böse. Mögen tu ich sie jetzt nicht wirklich, aber verabscheuen tu ich sie auch nicht mehr wie beim ersten mal
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner
      Ich mache weiter. Hoffentlich geht es für euch nicht zu schnell, aber andererseits ihr könnt das ja jederzeit kommentieren. Und es ist ja auch keine wirkliche Diskussion hier.

      Von daher Teil 3 der Nicht-POVs und Könige.

      Myrcella Baratheon

      Beim ersten Lesen: Siehe Tommen, ich weiß nicht warum ich so oberflächlich gedacht habe und Inzestkind von vornherein abgelehnt habe. Entsprechend ging mir auch alles, was ihr passier nicht so nahe.

      Reread: Sie gefällt mir wirklich gut. Auch sie kommt mir bisher überhaupt nicht wie Cersei vor, ist zudem tapfer und sehr intelligent. Mir gefällt ihre Beziehung mit Trystane und auch wie gut sie sich mit Arianne versteht (weshalb ich es auch diesmal richtig blöd fand, dass Arianne sie so ausnutzt). Ich fand es schrecklich, als dieser furchtbare Gerold Dayne sie verstümmelt und diese dämliche Arys lieber in seinen sicheren Tod rennt, anstatt sie zu retten. Ich will gar nicht daran denken wie traurig ich sein werde, sollte sie sterben. ;( Mich macht ja schon Rhaneys fertig, die keinen einzigen Auftritt im Lied hatte. ;( ;(

      Jorah Mormont

      Beim ersten Lesen: Ich fand ihn ganz cool, wie er sich um Daenerys kümmert und sie bewundert (Moment mal, wieso wird er im Rat von Robert sooft erwähnt). Als sein Verrat herauskommt fand ich das dann schon mies. Überhaupt nicht gefallen hat er mir als Tyrions Entführer, als Sklave tat er mir aber wieder Leid, besonders nachdem er durch die Nachricht von Daenerys' Hochzeit so gebrochen war.

      Reread: Was für ein selbstmitleidiger, verräterischer Widerling. Ich kann ihn nicht anders beschreiben. Mich hat es aufgeregt mit welcher Gleichgültigkeit er in den eben gefangenen Lhazareen nur Profit sieht, mich hat angewidert wie er Daenerys küsst und sein Verrat ist wohl der Hohn schlechthin. Mir hat überhaupt nicht gefallen, wie er Tyrion behandelt und ich fand die Szene so toll, als Tyrion ihm einmal ein paar unangenehme Wahrheiten ins Gesicht schleudert. Als Sklave tat er mir wieder Leid. Ich weiß allerdings selbst nicht, was ich mir von ihm noch erwarten soll. Um kommentarlos zu sterben hat er bisher eine zu große Rolle gespielt, aber nochmal in der Nähe von Daenerys will ich ihn auch nicht wissen.

      Roose Bolton

      Beim ersten Lesen: Habe den ehrlich gesagt erst nach der Red Wedding so wirklich auf dem Schirm gehabt, als er Robb tötete. Fand ihn aber in seiner Darstellung dann wirklich unheimlich und kalt, auf eine Weise, die Ramsay nie erreicht hat. Trotz seiner Kühle und Skrupellosigkeit zeigte er immer noch ziemlich viel politische Schläue und Vernunft, das hat mich beeindruckt.

      Reread: Ich habe ihn jetzt von Anfang an so wahrgenommen. Interessant zu sehen, wie er Robb eigentlich von Anfang an hintergeht, sich geschickt Vorteile erarbeitet und dann im richtigen Moment zuschlägt. Das einzige was ich nach wie vor nicht so wirklich verstehe, warum er Ramsay nicht bei irgendeinem Unfall sterben lässt, wenn er der Meinung ist, dass dieser seinen Sohn umgebracht und auch seine zukünftigen Erben umbringen wird. Ich hatte nie das Gefühl, dass er Ramsay wirklich als ideale Lösung für seine Nachfolge gesehen hat.

      Ramsay Bolton

      Beim ersten Lesen: Puh, was war das beim ersten Lesen für ein Gänsehautmoment, ich spüre es heute noch Kribbeln und für mich ist das wirklich immer noch der großartigste Moment im Lied, weil er mich eben so beklommen gemacht hat und so plötzlich kam. Ich meine natürlich, als er sich gegenüber Theon als Ramsay zu erkennen gibt. Danach war ich, ich muss es so sagen fasziniert. Fasziniert von einem Charakter, der so derart grausam und sadistisch ist, Theon komplett psychisch und physisch bricht, Hundejagden auf Frauen veranstaltet, eine alte Frau zwangsverheiratet und dann einsperrt, sodass sie vor Hunger ihre Finger essen muss. Es ist wohl diese berühmte Faszination des Bösen, weshalb ich irgendwie nicht wollte, dass Ramsay jetzt gleich sofort wieder stirbt, irgendwie wollte ich immer wieder was Neues lesen, was zaubert sich GRRM bei ihm noch aus dem Hut? Und ich muss sagen Jeyne setzte der Widerwärtigkeit dann noch eine Stufe drauf.

      Reread: Ich möchte das Obengesagte besser formulieren: Ich kann ihn unmöglich sympathisch finden, das ist völlig ausgeschlossen für mich. Wäre ich selbst Sadist, der Gefallen an den abartigsten und perversesten Schandtaten finden würde, nur dann gänge das. Das ist die einzige Bedingung unter dem man ihn vielleicht sympathisch finden kann und die trifft bei mir definitiv nicht zu. Aber ich war trotzdem auch beim Reread wieder fasziniert von ihm. Ich finde ihn im Gegensatz zu anderen grausamen oder sadistischen Charakteren wie Gregor, den Bloody Mummers oder anderen üblen Schergen nicht stumpf, er hat eine Art seine Bösartigkeit auszuleben, die widerlich und faszinierend, ekelerregend und erstaunlich zugleich ist. Ich will irgendwie auch in Zukunft nicht auf diesen Charakter verzichten, er bringt eine Dynamik in die Geschichte, die mir einfach nur gefallen hat. Wenn onyx sagt, Gregor ist ihre Achillesferse, was Diskussionen über Charaktersympathien betrifft, so ist meine wohl Ramsay, obwohl ich niemals Entschuldigungen oder Rechtfertigungen für seine Taten suchen würde, denn die gibt es meiner Meinung nach nicht.

      Fortsetzung folgt... (ich denke, der nächste wird dann auch der letzte Teil sein)
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Ser Erryk schrieb:

      sodass sie vor Hunger ihre Finger essen muss.

      An der Stelle habe ich immer das Gefühl, die Gerüchte hätten nicht das wahre Ausmaß des Bösen wiedergespiegelt. Theon hat sich nämlich auch einen Finger abgebissen, weil er die Häutung nicht ertragen konnte. Bei der alten Lady ist das natürlich wesentlich kräftezehrender und dann auch gleich alle Finger.

      Ser Erryk schrieb:

      Wenn onyx sagt, Gregor ist ihre Achillesferse, was Diskussionen über Charaktersympathien betrifft, so ist meine wohl Ramsay, obwohl ich niemals Entschuldigungen oder Rechtfertigungen für seine Taten suchen würde, denn die gibt es meiner Meinung nach nicht.

      Ich denke man kann einen Bösewicht unterhaltsam finden, ohne ihn verteidigen zu müssen ;)

      Abseits seiner Psychospielchen finde ich Ramsay aber nicht mehr so genial. Er achtet nicht auf seine Außendarstellung und denkt mit Gewalt regelt sich alles. Außerdem lässt er sich leicht reizen und ist schnell gekränkt. Dumm scheint er nicht zu sein, wenn man betrachtet, wie er seinen eigenen Tod vortäuscht und alle auf Winterfell an der Nase herumführt. Aber ihm fehlt die Weitsicht und die Möglichkeit sich in potentielle Feinde eindenken zu können.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Lysa Arryn :

      Oh,da geht es mir ja mal genau wie Ser Erryk und mal wieder so wie Esme. :)
      Ich stimme hier beiden zu.Beim ersten Lesen empfand ich Lysa einfach unerträglich ätzend.
      Beim Reread tat sie mir dann wahnsinnig leid.Bei allem was sie,als ohnehin schon sehr labiler Mensch ,mitmachen musste,ist es irgendwo nachvollziehbar was aus ihr wurde.Ich fand die Erinnerung Catelyns sehr traurig,in der Lysa Robb halten sollte und weinend davon lief.Dann hat sie irgendwann,Robert bekommen und der war dann auch noch kränklich.Das Kind war alles was sie hatte und der Mann,den sie schon ewig liebte,forderte dann auch noch den Tod des Mannes,der vorhatte ihr dieses Kind zu nehmen,um es bei anderen Menschen aufwachsen zu lassen.Sie sah Robert in Gefahr.
      Lysa war psychisch ebenso wenig gesund wie Cersei,das rechtfertigt nichts,macht ihr Verhalten aus ihrer Sicht für mich aber zum Teil nachvollziehbarer.Sie muss sehr glücklich gewesen sein,als LF sie dann nach so vielen Jahren tatsächlich heiratete und vorgab sie zu lieben.Lysa im Moment vor ihrem Tod noch die schmerzliche Wahrheit um die Ohren zu hauen,fand ich überaus grausam und wirklich gemein.Das sagt für mich einiges über Baelishs Charakter aus.

      Loras Tyrell :

      Auch ich hielt Loras für einen arroganten Schönling.
      Das tue ich bis zu einem gewissem Punkt immer noch.Seine tiefe Liebe zu Renly rechne ich ihm wirklich an und es gab schon ein ,zwei Stellen im Reread,an denen er mir wirklich sympathisch war.
      Das Töten seiner KG-Brüder trage ich ihm allerdings absolut nach,die Arroganz,die mich in Jaimes Fall manchmal grinsen lässt,entringt mir bei Loras allerdings lediglich ein Kopfschütteln.Ich fand auch nicht schön,dass er vorhatte seine kleine Schwester an den saufenden,rumhurenden Robert zu verschachern....(Unsportlichkeit könnte man ihm unter Umständen auch noch vorwerfen,wenn man es denn darauf anlegen würde :whistling: :D )
      Naja,von mehreren Diskussionen hier im Forum habe ich mich letztendlich davon überzeugen lassen,dass Loras gar kein ganz so übler Kerl ist und durchaus seine guten Seiten hat.Sonderlich mag ich ihn aber nicht.

      Margaery Tyrell :

      Auch hier stimme ich ziemlich mit Ser Erryk und Esme überein und das:
      Esme schrieb :Margaery fand ich sowohl beim ersten als auch beim Reread eigentlich recht sympathisch. Ich glaube zwar durchaus, dass einiges von ihrem Verhalten vor allem dem Machterhalt dient. Es scheint ja ihr innigster Wunsch zu sein, Königin zu sein. Sonst hätte sie wohl kaum nacheinander drei Könige geheiratet, von denen einer schwul ist und was mit ihrem Bruder hat und zwei definitiv zu jung sind, wobei dieser Wunsch auch durchaus eher auf Maces Mist gewachsen sein kann. Nichtsdestotrotz halte ich sie eigentlich für ein nettes Mädchen

      ...würde ich so unterschreiben,möchte aber noch hinzufügen,dass ich Loyalität nicht zu den Eigenschaften der Tyrells im Allgemeinen zählen würde und Cerseis "auf der Hut sein" da schon ein bisschen verstehe.Ihr Denunzieren von Margaery finde ich natürlich mehr als grässlich.

      Tommen Baratheon :

      Ich mochte Tommen vom ersten Lesen an,ich meine man hat deutlich gemerkt,wie sehr er sich von Joff unterscheidet,er ist einfach ein echt süßer kleiner Junge.Das Gefühl hat sich beim Reread noch vertieft.Ich würde Tommen wirklich wünschen,mit guten Beratern auf dem Thron alt zu werden zu können und denke er würde bestimmt zu einem guten und gütigen König heranwachsen,wenn man ihn denn ließe....Und ich wünschte diese schreckliche Prophezeiung würde sich nie erfüllen,befürchte aber,dass sie es doch tun wird. :/
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      Robb
      im ersten Lesedurchgang hielt ich ihn für einen jungen Ned. Natürlich ist das zu simpel gegriffen... ich mochte ihn, obwohl es mir wenig gefiel wie er mit Tyrion umging.
      wie sovielen hier sehe ich ihn kritischer und auch seine Fehler. Am meisten kreide ich ihm ebenfalls an, wie er mit Edmure umgegangen ist und dass er Roose trotz seiner Skepsis eine zu große Aufgabe gegeben hat. Ich mag ihn trotzdem, da wir durch die Sicht von Cat und Bran - doch etwas von seiner Persönlichkeit erleben können.

      Ser Erryk schrieb:

      Beim ersten Lesen: Ich hatte so gehofft, dass er seinen Vater rächt, ich war bitter enttäuscht, als er auf der roten Hochzeit untergeht.
      ging mir gleich.

      Sandor
      beim ersten Mal lesen, mochte ich ihn erst gar nicht - wegen Mykah, aber dann fand ich es trotzdem interessant, dass es mehr dahintergibt - als Joffreys Bluthund und er auf seine Art gut ist und er eine tragische Geschichte hat. Ich hab ihn sogar als Gravedigger identifiziert, was mich stolz macht. All in allem fand ich ihn nicht mehr so böse, aber das Ende fand ich gut.
      Im Reread merkte ich, dass ich doch zu einem Gutteil, der Hach, ist Sandor nicht toll Fraktion angehöre. Das mit Mycah verzeih ich ihm nicht, aber ich merkte mehr von den netten Seiten unseres rauhen Bluthundes. Er wird nie ehrenhaft sein, trotzdem mag ich ihn.

      Robert:
      Beim ersten Lesen, dachte ich mir - ein klassischer Alkoholiker. Und die Freundschaft kann auch nur durch riesiges zurückstecken von Ned begründet sein. Im Grunde genommen hat er einen guten Kern, aber er hat sich gehen lassen. Für mich ist er ein schlechter Ehemann, ein schlechter König, der zuviel in der Vergangenheit steckt und trauert. Er sieht die Fehler in allen anderen und wer ihm widerspricht hat einen schlechten Stand - gleichzeitig jammert er von Narren und Schmeichlern umgeben zu sein. Er erscheint stark, aber wenn es darauf ankommt knickt er ein oder verschließt die Augen. Er läuft vor seiner Verantwortung weg. Bereits damals fand ich auch sein Verhalten gegenüber Stannis sehr unangebracht und sein Hass auf die Targs fand ich entsetzlich. Auch Cersei tat mir so richtig leid.
      Beim Reread hat es sich sehr verstärkt. Er ist ein klassischer Alkoholiker, er ist als König schlichtwegs nicht geeignet. Mich widerte noch mehr an, wie er Stannis behandelt. Ja, eine klassische Stannisellageschichte :rolleyes: Mich beschlich das Gefühl, dass er vielleicht auf Stannis eifersüchtig war, weil dieser wahrscheinlich es besser gemacht hätte. und Robert hat sich von ihm bedroht gefühlt. Und wie er seinen Freund im Stich lässt um mit Cersei nicht Krach zu bekommen.

      Joffrey
      hat sich nicht viel geändert, einer der schlimmsten Sadisten im Buch. Nur beim letzten Mal, tat er mir leid, da Tod durch langsames ersticken sicher schrecklich sein muss.

      Renly:
      Da hat sich viel geändert.
      Beim ersten lesen habe ich ihn nicht für voll genommen. Ein im grunde genommen oberflächlicher Kerl, der sich aus Eitelkeit zum König krönen lassen hat. Ich nahm ihn nicht ernst. Einige seiner Aussagen fand ich nicht so toll. Die Art seines Todes fand ich schrecklich. Donal Noyes Analyse stimmt. Seine Beziehung zu Loras habe ich auch übersehen...
      Im Reread merkte ich, wieviel Zynismus in ihm steckt. Entsetzt hat es mich auch, wie er über Shireen spricht - so richtig kalt und es auch noch Stannis ins Gesicht sagt, dass sie die Tochter von Patchface ist, find ich ein starkes Stück. Natürlich gibt Stannis nicht nach, aber so hat er mutwillig wohl das letzte Band zerrissen. Er ist ein Lebemann und ein klassischer Intrigant. Wie er versucht hat, Margery Robert zu unterjubeln. Renly wusste sicher, dass Joff und CO Kuckuckskinder sind, aber er wollte es nutzen um seine Intrige gedeihen zu lassen. Er liebt Glanz und Glorie, aber hinter seiner Samt und Seide-Attitüde steckt doch ein kalte Berechnung. Er hätte seinen Bruder um sein Recht betrogen und ihn getötet bzw. töten lassen - was nur durch den Mord an Renly verhindert wurde, und er wollte Cat die Schlacht beobachten lassen, damit sie als Botin Robb die Nachricht bringt, dass er den Norden zermalmen wird. Letzteres habe ich erst im Reread bemerkt. Nein, Renly ist glaube ich der von den Baratheonbrüdern, den ich am wenigsten mag. Ein richtiger Teflonpolitiker, wie der Karl-Heinz Grasser oder euer Karl-Theodor zu Guttenberg.

      Littlefinger:
      Beim ersten Mal lesen konnte ich ihn gar nicht leiden und hoffte sogar dass Ned ihn in einem der ersten Kapitel wirklich an den Kragen geht. Er regt mich mit seiner intriganten Art so richtig auf. Im Reread hat es sich nicht geändert, trotzdem bewundere ich seine Schläue und genieße ihn nicht als Person, sondern als Charakter. Ich hab noch immer nicht den Clue heraußen, was er wirklich will. und das ärgert mich echt.

      Varys:
      Beim ersten Mal lesen mochte ich ihn mehr wie Littlefinger, trotzdem finde ich die intrigante Art widerlich. Ich war stolz, als ich von selber herausfand, dass er das war mit Illyrio da unten im Keller. Sein Zusammenspiel mit Tyrion genoß ich sehr und glaubte er unterstützt Tyrion. Doch sein Gerede vom Wohle für das Reich nahm ich ihm ab. bis zum Epilog.
      Beim Reread fand ich ihn so eklig wie LF, aber genauso spannend. Am schlimmsten fand ich, als er Kevan und Pycelle umgebracht hat.

      Gregor: schrecklicher Kerl, passt gut zu Joffrey. Ich war so enttäuscht, dass er gegen Oberyn gewann. und dass er als Robert Strong wiederauftaucht fand ich gruselig.
      hat sich nicht viel geändert. Nur hat sich Neugierde dazu gepaart, wie er jetzt wiederbelebt wurde und wie es mit ihm als Ser Robert weitergeht.

      Tywin:
      Erstes Lesen: Oh mein Gott, was für ein Eisklotz. Und er ist so gemein, zum armen Tyrion. Architekt der Red Wedding, Hauptsache die Finger nicht schmutzig machen, Haha, er stirbt am Häusl. Der mächtige Tywin stirbt am Häusl...
      Reread: er zieht immerhin für seinen missratenen Sohn im Krieg, immerhin vertraut er Tyrion, was für ein eiskalter Politiker - aber erfolgreich nur in der Family kriselts. Die Rote Hochzeit verzeihe ich ihm nicht so schnell. Eigentlich schon schwierig über seinen Sohn gericht zu halten, was waren da seine Gedanken. Shae in seinem Bett, war er die Hand, der den Tunnel ins Bordell bauen ließ, am Abtritt erschossen von seinem eigenen Sohn, eigentlich traurig. Ich nehme das Tyrion echt übel. In AFfC und ADwD dachte ich mir oft: Was hätte Tywin wohl in der Situation gemacht, Tywin hätte das niemals zugelassen.

      Edmure:
      Beim ersten Mal lesen, habe ich mich zuviel von Cat und Brynden Blackfish mich blenden lassen: Was ist das für ein Würstchen?
      Im Reread: Hach, Edmure ist doch ein herzensguter Kerl, und er tut was er für richtig hält wie Leute in Riverrun aufnehmen oder die Flußlande zu verteidigen. Nur, weil er lebenslustig ist. In AFfC bewundere ich ihn, in seiner Aufrichtigkeit und da merkt man schon den Lord in ihm.

      Brigthroar schrieb:

      Z

      Edmure hat versucht seine Heimat zu verteidigen, das Plündern zu unterbinden und die Schwachen zu beschützen. Natürlich ist er noch jung und macht Fehler, aber der "Vollidiot" zu dem ihn seine Familie gerne mal macht, ist er bei weitem nicht.
      Robb verstehe ich in dem Punkt übrigens noch am wenigsten. Was spricht dagegen seinen mächtigsten Vasallen in seine Pläne einzuweihen? Aber er kann wirklich leicht reden, wenn er erwartet, dass Edmure sich tatenlos anschaut, wie die Lannisters durch seine Ländereien walzen. Ist ja nicht Robbs Gebiet, was da verwüstet wird :rolleyes:

      /sign
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner
      Lysa
      erstes Lesen: eigentlich bin ich jetzt enttäuscht, was ist das für eine Bisgurn. Wie kann die den armen Tyrion so behandeln. Das mit ihrem Sohn ist auch ziemlich schräg. und wirklich sich in Baelish vergucken, oh was sie hat Jon vergiftet? Der Tod ist schon gemein, vom Geliebten runtergeschubst werden, mit den Worten dass er ihre Schwester liebt.
      Im Reread finde ich sie nach wie vor schräg, aber sehe auch wie alle hier ihre tragische Geschichte.

      Loras
      Zunächst hielte ich ihn einen eitlen Tropf und so arrogant, wie er manipuliert. Im Affekt morden finde ich auch nicht so toll.
      Im Reread kommt er besser weg, obwohl er nicht mein Liebling ist, aber die Trauer um Renly nehme ich ihn ab. Dass er Margaery mit Robert verheiraten will finde ich auch strange. Ev. gab es dann auch den Back-up Plan Robert um die Ecke zu bringen, nachdem das Baby da ist. und sie mit Renly zu verheiraten... damit sie als Queen Regent über ihren Sohn regiert.

      Margaery
      Auf den ersten Blick scheint nett zu sein, aber die Oberfläche ist zu glatt... Vielleicht geht sie in die Lehre ihrer Oma. Selbst nach mehrere Rereads, weiß ich nicht wie ich sie nehmen soll. Sie kommt mir zuviel als Unschuld vom Lande daher. Zuwider ist sie mir nicht, eigentlich ist sie nett. Ja, sie ist nett.

      Tommen
      was ist das für ein süßer Kerl, der ist ganz anders wie sein Bruder. Er wird erdrückt von seiner Mutter. Im Reread hat sich bei mir da nicht viel geändert.
      Myrcella
      Im ersten Durchgang hab ich nicht viel über sie nachgedacht. Gut, sie ist netter wie Joffrey und offenbar auch intelligenter. Im Reread mag ich sie sehr, weil sie smart ist und offenbar auch natürlich.
      und ich will, dass weder Myrcella noch Tommen sterben.

      Jorah
      Im ersten Lesen fand ich es zwar spannend, aber mich stößt seine Vergangenheit als Versklaver ab und auch wie er Dany sich annähert fand ich abstoßend. Dass er dann Tyrion kidnappte fand ich als notwendige Auffrischung im öden Tyriongeseier.
      Im Reread fand ich ihn immer mehr Meh - aber richtig warm war ich nie und werde ich nie mit ihm

      Roose
      Der Typ scheint unheimlich zu sein. Seine eiskalte Art fasziniert mich und stößt mich ab. Ich mag ihn als Antagonist. Ich will mehr von ihm hören, weil es so schön gruselt.
      Da hat sich nicht viel geändert. Ich hoffe weiterhin auf eine große Rolle. Und mir ist erst im Reread aufgefallen, wie sehr er Robb geschwächt hat und auch Robbs Unsicherheit ihm gegenüber ist mir im Reread aufgefallen.

      Ramsay
      Unheimlich und schrecklich. Aber im Gegensatz zu Roose stößt er mich nur ab. Die Sache mit Reek, dieses hinterfotzige und das mit Lady Hornwood. ;( Im Reread hat sich da nichts geändert. Ich hoffe, in TWOW stirbt er - möglichst bald.


      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner
      Myrcella Baratheon
      Bei Myrcella ging es mir genauso wie mit Tommen. Ich mochte sie recht gerne und beim Reread hat sie noch ein wenig gewonnen. Ich hoffe, die Prophezeiung trifft nicht ein. :/

      Jorah Mormont
      Ich hab eigentlich das meiste schon im Jorah-Fred geschrieben. Aber hier kommt noch mal der Unterschied von Reread zum ersten Lesen:
      Am Anfang mochte ich ihn recht gern. Ich hab ziemlich schnell ausgeblendet, dass er mit Recht auf der Flucht war.
      Beim Reread fiel mir mehr auf, dass er seine eigenen Fehler ebenfalls ziemlich gut ausblenden kann. Ich mag seine Loyalität zu Dany, seine Liebe zu ihr finde ich etwas spooky.

      Roose Bolton
      Uuuh... Roose!
      Beim ersten Lesen fand ich ihn anfangs eher langweilig, bevor mir klar wurde, wie er tatsächlich ist. Beim Reread fand ich ihn gruselig und faszinierend! Ich will unbedingt mehr von ihm wissen. Und ich stehe auf diese "Vampir"-Theorie, also dass der Lord der Dreadfort seit Generationen derselbe Mann ist, der sich immer nur den Körper/das Gesicht des Erbens greift. Da macht nämlich Sinn, dass er Ramsay nicht schon längst um die Ecke gebracht hat, da der ihm als Erben eher schadet als nutzt.


      Ramsay Bolton
      Beim Reread hat sich meine Abscheu ihm gegenüber nur noch verstärkt.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Ich merke gerade, das waren auf keinen Fall die letzten vier. Da kommen noch einige. Dieses Mal nur Könige oder Leuten in ähnlich autokratischer Position.

      Khal Drogo

      Beim ersten Lesen: Er kam mir vor wie der typische Anführer eines Reitervolkes: Stark, brutal, kriegslüstern und erbarmungslos. Mir gefiel er aber irgendwie doch, weil Daenerys ihn irgendwann so mochte. Seine Aktion gegen Viserys mit der Krone war für mich der Moment an dem ich im Lied "angekommen" war. Und seinen Tod fand ich schon schrecklich, besonders weil es für Daenerys so furchtbar war.

      Reread: Hat sich soviel nicht geändert. Er bleibt als Charakter halt flach. Mir gefiel, wie er Daenerys beim Beischlag in der Hochzeitsnacht behandelt und ihr etwas Angst davor nimmt, mir gefiel überhaupt nicht, dass er sie danach einfach so vergewaltigt. Sein Tod fand ich dieses Mal auch nicht so schrecklich. Letztendlich wurde da nur einer der gefährlichsten Männer von Essos beseitigt, der wer weiß was in Westeros angestellt hätte.

      Mance Rayder

      Beim ersten Lesen: Ich habe ihn wirklich als großen Antagonisten wahrgenommen, auch wenn er Jon respektvoll behandelt. Über seine Motive habe ich mir kaum Gedanken gemacht. Dieses Vertauschspiel mit Rattleshirt fand ich aber von der Dramaturgie ziemlich fürchterlich umgesetzt.

      Reread: Jetzt habe ich wahrgenommen, dass er deshalb die Mauer überqueren will, um seine Leute in Sicherheit zu bringen. Ich habe ihn auch wesentlich positiver gesehen, er ist nunmal überhaupt kein Mensch der sich gerne Normen und Gesetzen unterordnet, der aber Loyalität in Menschen hervorrufen kann, sonst wäre er niemals König von so derartvielen Wildlingen geworden. Sein Vertauschspiel finde ich immer noch komisch, aber ich hoffe trotzdem, dass er auf Winterfell nicht zu bald stirbt. Allein schon deshalb, weil ich das Vertauschspiel sonst noch komischer finden würde.

      Balon Greyjoy

      Beim ersten Lesen: Ich fand ihn einfach nur unsympathisch, wie er Theon behandelt, sich zum König ausruft und ohne wirklichen Kriegsgrund den Norden angreift. Als ich von seinem Tod gehört habe war ich wirklich froh, besonders da es für Robb eine kurze Verschnaufpause bedeutete.

      Reread: Da hat sich nicht viel geändert, eher im Gegenteil. Er ist einfach nur Ausdruck dieser völlig dämlichen Eiseninsel-Politik alles anzugreifen, zu plündern und in Windeseile wieder zu verlieren.

      Euron Greyjoy

      Beim ersten Lesen: Nicht noch ein Möchtegernkönig mit größenwahnsinnigen Zielen. Oh, er ist schon ganz schön grausam und auf eine sehr zynische Art äußerst bösartig.

      Reread: Jetzt empfinde ich ihn als faszinierendsten Eiseninsel-Charakter. Er ist einfach so geheimnisvoll: Was hat er gemacht, als er mit der Silence unterwegs war? Wie gut kennt er sich mit Magie aus? Hat er Balon umgebracht? Wieso ist er sich so sicher Daenerys für sich zu gewinnen? Kann sein verrückter Plan wirklich klappen. Er ist mysteriös, jedoch hat sich meine Abscheu ihm gegenüber noch verstärkt. Wie er seine Brüder, besonders Aeron behandelt, ist wirklich das Letzte, auch das mit den Hewetts fand ich fies. Allgemein seine Grausamkeit gegenüber alles und jeden und dann sein Spott.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)