Serien, die man sehen muss!

      The Walking Dead wird auch von Staffel zu Staffel miserabler. Die ersten drei Folgen dieser Staffel sind Langweile pur. Kein Plan wieso ich es mir noch gebe, vielleicht sollte ich mir ein paar Hobbys anschaffen.


      Joa, seit Mitte Staffel 7 haben wir irgendwie aufgehört zu gucken ohne irgendwas zu vermissen. Die Charakterzeichnung der Serie war schon immer mies, allerdings hat die Weltenvision und immersive Darstellung der Schicksale das für mich immer gut wettgemacht.
      Die ist aber sehr statisch und unspannend geworden und Plotlöcher klaffen wohin man guckt.

      Irgendwie bleibe ich an Nichts richtig hängen zur Zeit.

      Outlander ist durchschnittlicher Historien-Kitsch auf Downton Abbey-Niveau, kann man machen, muss man aber nicht. Die vielbesungenen Sopranos habe ich nach dem Piloten als American Beauty für Arme mit Mafia-Anleihen auch dismissed.
      Boardwalk Empire gefällt mir dagegen trotz einiger Vorhersehbarkeiten richtig gut - tolle Kostüme und guter Cast.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.
      Jetzt wird bei TWD seid 4 Folgen einfach wild durch die Gegend geballert... das (entschuldigung) fuckt schon sehr ab.

      Allein die gestrige Folge

      Spoiler anzeigen
      Carol: "wir hatten keine Chance sie am wegfahren zu hindern" - warum nicht einfach in den verdammten Reifen schießen? oder der So sinnlose Tod von Shiva, ich meine Ezekiel war schon auf der anderen Seite. alle drei hätten einfach nur weitergehen müssen... das tat schon weh.
      Facit Omnia Voluntas

      Arjen2102 schrieb:

      Jetzt wird bei TWD seid 4 Folgen einfach wild durch die Gegend geballert... das (entschuldigung) fuckt schon sehr ab.


      Mich nervt es auch extrem. Schaue gerade lieber Let´s Plays vom Walking Dead Game, das hat noch richtig Charme, etwas was bei der Serie immer mehr verloren geht. Oder vielleicht sogar endgültig weg ist...
      Habe dazu hier auch schon bei "Lustige Videos" etwas gepostet. ;)
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

      Maegwin schrieb:

      Die vielbesungenen Sopranos habe ich nach dem Piloten als American Beauty für Arme mit Mafia-Anleihen auch dismissed.


      Schade, hat es dir denn so gar nicht gefallen?

      Ich brauchte damals allerdings auch mehrere Anläufe, bis mich die Serie so richtig gefangen nehmen konnte.
      Der Pilot ist ja, wenn ich mich richtig erinnere, auch u.a. vom Schnitt her noch etwas anders als die restliche Serie.
      “I walked away from the Last Great Time War, I marked the passing of the Timelords, I saw the birth of the universe and I watched as time ran out, moment by moment until nothing remained – no time, no space, just ME! I walked in universes where the laws of physics were devised by the mind of a mad man! And I watched universes freeze and creations burn, I have seen things you wouldn’t believe, I have lost things you will never understand!"
      -The Doctor
      Puh.
      Es ist wirklich ein bisschen unfair eine Serie nach dem Piloten zu beurteilen. Bei The Wire hatte es bei mir sogar erst nach drei oder vier Folgen wirklich Klick gemacht und das ist für mich so ziemlich die tollste Serie überhaupt.
      Grundsätzlich mag ich Mafiafilme auch sehr gern. Allerdings komme ich mit dem 80/90er-Setting nicht so ganz zu recht.
      Abgesehen davon denke ich, dass einem Tony zumindest ein miniwinziges bisschen sympathisch sein sollte. Nicht auf beruflicher Ebene natürlich, da bleibt man wohl distanziert, sondern persönlicher.
      Jetzt ist aber der midlifecrisis geplagte Mann, der sich genüsslich in seinem Selbstmitleid suhlt und Affären flüchtet weil ihm seine Familie keinen Respekt entgegenbringt (wegen seiner bloßen Existenz? Einer Vollzeitstelle?) - ich tue es nach 3 Minuten auch nicht - so ziemlich mein Antiprotagonist schlechthin.

      So ging es mir bei American Beauty aber auch schon. Da war ich in etwa im Alter des betroffenen Cheerleaders und fand die Idee eines Vaters einer meiner Freundinnen der sich an mich halten könnte statt an seine Frau etwas ekelhaft, beängstigend und ziemlich lächerlich. Die Idee von Gegenseitigkeit gegenüber einem wampigen Mann in der Midlifecrisis war aus Sicht eines relativ hübschen Teenagers dagegen abstrus.
      Aus meiner heutigen Sicht denke ich übrigens genauso darüber, denke aber mittlerweile dass ein entsprechendes Drehbuch auch nur von einem Mann in der Midlifecrisis stammen kann.
      Alles in allem ist "Dann geh und stirb doch endlich" vermutlich nicht die Einstellung mit der man dem Hauptdarsteller einer Serie nach 15 Sekunden begegnen sollte. :)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Maegwin“ ()

      Maegwin schrieb:

      Jetzt ist aber der midlifecrisis geplagte Mann, der sich genüsslich in seinem Selbstmitleid suhlt und Affären flüchtet weil ihm seine Familie keinen Respekt entgegenbringt (wegen seiner bloßen Existenz? Einer Vollzeitstelle?) - ich tue es nach 3 Minuten auch nicht - so ziemlich mein Antiprotagonist schlechthin.


      Haha, ja ich hatte mit ihm auch so meine Probleme. :D
      Aber ich fand es wurde besser (immerhin geht er ja dann auch in Therapie usw.). Habe die Serie allerdings auch nie zu Ende gesehen, obwohl ich sie für gut befunden hatte... :hmm:
      Irgendwan werde ich sie wohl nochmal anfangen.

      (Edit. Ich glaube ich hatte damals irgendwan keine Lust mehr auf das ständige Macho-Gehabe und Gewalt an Frauen, wenn ich mich recht erinnere. Ging mir irgendwie zu nah.)
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      Ich habe nur noch vage Erinnerungen an die Sopranos, da es wirklich schon lange her ist, dass ich die Serie geschaut habe. Deswegen kann ich da nicht mehr wirklich viel zu sagen. Ich weiß aber noch, dass ich die Serie sehr mochte und ich Tony und seine gesammte Sippe überhaupt nicht leiden kommte. Sobald ich mit Mad Men durch bin, wollte ich mir die Serie aber noch mal anschauen. Vielleicht schreibe ich dann noch mal was.
      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Kasimir“ (Heute, 17:14)
      STD
      Spoiler anzeigen

      penelope schrieb:

      Wieso fängt er denn was mit Michael Burnham an? Um sie extra zu quälen, weil sie T`Kuvma auf dem Gewissen hat? Das muss doch für ihn ganz schrecklich sein, mit ihr abzuhängen.

      Ich glaube, er weiß selber gar nicht, dass er ein "Schläfer" ist. Er glaubt wirklich, dieser SO zu sein. Das meinte ich mit Gehirnwäsche. Wie die Klingonen das hinbekommen haben, keine Ahnung. Aber es ist halt Sci-Fi, die ohne hin ständig neues dazu dichtet, also werden sie es irgendwie erklären können.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      Mavric24 schrieb:

      Maegwin schrieb:


      Outlander ist durchschnittlicher Historien-Kitsch

      Hört sich schon mal klasse an, ein gewisses Maß an Kitsch ist immer sehens - und fühlenswert. Mit Outlander warte ich aber denke ich bis die Serie komplett ausgestrahlt ist.


      Hm in Outlander fand ich die ersten zwei Folgen ziemlich cool. Ein gewisser Kitsch ist nicht zu verleugnen, trotzdem oder gerade deswegen hat mir die Atmosphäre sehr gut gefallen. Nach der Hälfte der ersten Staffel hatte ich aber auch schon das Interesse verloren.
      @Arjen2102
      Spoiler anzeigen
      Habe jetzt gerade erst die Folge gesehen, in der Shiva stirbt. Das war echt traurig und völlig sinnlos. Alles nur weil Ezekiel eine Identitätskrise hat und deswegen den Tiger verlieren muss.
      War zwar irgendwie klar, dass Shiva irgendwan stirbt (auch wenn ich immer noch Hoffnung haben wollte) und hatte deswegen auch immer ein bissen bammel, aber so war es echt blöd gemacht. Einer der traurigsten TWD-Tode würde ich sagen.


      (The Walking Dead-die neuen Folgen-Spoiler möglich!)
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

      Grunkins schrieb:

      Mavric24 schrieb:

      Maegwin schrieb:


      Outlander ist durchschnittlicher Historien-Kitsch

      Hört sich schon mal klasse an, ein gewisses Maß an Kitsch ist immer sehens - und fühlenswert. Mit Outlander warte ich aber denke ich bis die Serie komplett ausgestrahlt ist.


      Hm in Outlander fand ich die ersten zwei Folgen ziemlich cool. Ein gewisser Kitsch ist nicht zu verleugnen, trotzdem oder gerade deswegen hat mir die Atmosphäre sehr gut gefallen. Nach der Hälfte der ersten Staffel hatte ich aber auch schon das Interesse verloren.


      Ich habe die ebenfalls kitschige Romanvorlage zumindest bis zum zweiten Band eigentlich ganz gern gelesen - es war ein Pageturner im Sinne extrem leichter aber angenehmer Kost. Dagegen kam mir die Serie aber ein bisschen langatmig vor - zudem finde ich die Schauspielerin zwar optisch sehr passend, allerdings overacted sie chronisch ein wenig, was mich dolle aus der Immersion reißt. Abgesehen davon mag ich als Reenactor historisch korrekte oder alternativ verdammt coole Kostüme. Wie schon bei GoT habe ich bei Outlander das Problem, dass die verwendeten weder das eine noch das andere sind. :|
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      Maegwin schrieb:

      bgesehen davon denke ich, dass einem Tony zumindest ein miniwinziges bisschen sympathisch sein sollte. Nicht auf beruflicher Ebene natürlich, da bleibt man wohl distanziert, sondern persönlicher.


      Okay, das kann ich gut verstehen, ging mir wohl ganz am Anfang noch ähnlich.
      Spätestens wenn Tony dann aber mit AJ auf dem N64 Mario Kart spielt, musste ich stellenweise schon ziemlich darum kämpfen, ihn auch weiterhin nicht zu mögen ;)


      Maegwin schrieb:

      Allerdings komme ich mit dem 80/90er-Setting nicht so ganz zu recht.


      Das wiederum gefiel mir von Anfang an sehr gut.
      Ich hatte nach Godfather, Goodfellas, etc. immer schon das starke Bedürfnis zu sehen, ob und wie es die traditionelle Italo-Amerikanische Mafia überhaupt noch gibt und was sich bei ihnen im späten 20. und 21. Jahrhundert verändert hat.
      Was passiert, wenn ein scheinbar knallharter Mafiaboss, der sich im täglichen Konkurrenzkampf mit Brutalität und Macho-Gehabe bei seinen Gefolgsleuten und Konkurrenten Autorität verschaffen muss, mit reformpädagogischen Erziehungsmassnahmen, Elternsprechstunden, Unabhängigkeitsbestrebungen seiner Frau und der steigenden Demenz und Gebrechlichkeit seiner Anverwandten konfrontiert wird?

      Maegwin schrieb:

      Jetzt ist aber der midlifecrisis geplagte Mann, der sich genüsslich in seinem Selbstmitleid suhlt und Affären flüchtet weil ihm seine Familie keinen Respekt entgegenbringt (wegen seiner bloßen Existenz? Einer Vollzeitstelle?)


      Weil er das Brot auf den Tisch bringt. ;)

      Aber das Selbstmitleid und die Affären sind vielleicht eh nur Anzeichen einer tiefen, seine ganze Persönlichkeit durchdringenden Depression, die in in den meisten Zügen seines Handelns immer und immer wieder an die Oberfläche zu kommen versucht.

      Kasimir schrieb:

      Vielleicht schreibe ich dann noch mal was.


      Sehr gerne.
      “I walked away from the Last Great Time War, I marked the passing of the Timelords, I saw the birth of the universe and I watched as time ran out, moment by moment until nothing remained – no time, no space, just ME! I walked in universes where the laws of physics were devised by the mind of a mad man! And I watched universes freeze and creations burn, I have seen things you wouldn’t believe, I have lost things you will never understand!"
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