George R. R. Martin und Gardner Dozois: "Der Bruder des Königs"

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      Am schönsten wird das Suchspiel: Welche Namen haben wir dieses Mal anders "übersetzt" als in Die Welt von Eis und Feuer und Die Prinzessin und die Königin? :)
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Ich habe mir zwar die deutsche Anthologie Königin im Exil geholt, aber außer Die Prinzessin und die Königin nichts draus gelesen. In Der Bruder des Königs geht es um Prinz Daemon Targaryen, den jüngeren Bruder von König Viserys I. Targaryen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich einen Kauf empfehlen würde. Sagen wir es so, wenn du dich für die Geschichte von Westeros im Allgemeinen und die Vorgeschichte des Drachentanzes mit (vermeintlichem) Schwerpunkt auf Daemon im Speziellen richtig interessierst, dann kauf es dir. Ansonsten mach es von den anderen Geschichten abhängig und hör dich da ein bisschen um, wie die bei anderen so ankam. ;)
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      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Geschichte von Westeros im Allgemeinen
      ... liegt innerhalb meines Interessenbereichs.
      Mich macht es auch irgendwie schwermütig, dass es zum Drachentanz wohl keinen Roman-Zyklus geben wird - eigentlich würde auch schon eine Troligie reichen. Der Stoff hat soviel Potential ...
      Da ist halt diese krankhafte Neigung, der ich als (Fantasy-)Fans nun mal immer nachgeben muss. Wenn's noch zusätzliches Material gibt, holt man es sich (irgendwann - meine Tolkien-Fortbildung z. B. steht immer noch aus), gleich, ob man das jetzt wirklich braucht. ;)

      Ansonsten mach es von den anderen Geschichten abhängig und hör dich da ein bisschen um, wie die bei anderen so ankam. ;)
      Um die anderen Geschichten geht es mir ja. Ich kaufe mir doch keine Antho, um dann nur eine Story daraus zu lesen. ;)
      Dass bei dem Umfang auch ein paar Werke dabei sind, die nicht so mein Ding sind, ist ja absehbar und völlig legitim.
      Was mich bei "Königin im Exil" massiv stört, ist dass man nicht wenigen Autoren anmerkt, dass ihre Routine eher in dicken Wälzern liegt, woraus folgt, dass sie kürzere Formate nicht sonderlich beherrschen.

      Beren Stark schrieb:

      Um die anderen Geschichten geht es mir ja. Ich kaufe mir doch keine Antho, um dann nur eine Story daraus zu lesen.

      Nunja, ich habe es gemacht. Aber vielleicht lese ich mir die anderen Geschichten auch nochmal durch.

      Beren Stark schrieb:

      Mich macht es auch irgendwie schwermütig, dass es zum Drachentanz wohl keinen Roman-Zyklus geben wird - eigentlich würde auch schon eine Troligie reichen. Der Stoff hat soviel Potential ...

      Es wird auf jeden Fall mit Fire and Blood noch ein historisches Werk geben, dass eine vollständige Geschichte der Targaryens von Aegon I. bis Aegon V. beinhaltet. Es gibt ja vor allem zum Drachentanz und den Folgen eine riesige Masse an unveröffentlichtem Material. The Princess and the Queen war ja in meinen Augen ziemlich furchtbar (viel zu unverständlich geschrieben, weil massenhaft Ereignisse fehlten), ganz so frustrierend ist The Rogue Prince glaube ich nicht.
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      Ach ja, Fire and Blood ... Interessiert mich ja brennend, aber ich habe da i-wie so meine Zweifel, ob wir das je zu Gesicht bekommen werden. :(
      Aus der Königin sind m. M. n. "Entweder ist mein Herz gebrochen" und "Ringen mit Jesus" sehr lesenswert. An die wird für mich höchstwahrscheinlich der ungelesene Rest nicht mehr rankommen. :)
      Gerade den Heckenritter finde ich großartig. :) Freue mich eigentlich fast genauso auf die nächsten geschichten wie auf The Winds of Winter.

      Ser Pounce schrieb:

      Du bist ja ein hoffnungsloser Optimist^^

      Naja, notfalls veröffentlichen Elio und Linda halt nur das Manuskript. ^^
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      Was bedeutet das?
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      Lyon Sprague de Camp und Lin Carter waren diejenigen, die sich nach dem Selbstmord des "Conan"-Schöpfers Robert E. Howard (bzw. nicht direkt danach, ein paar Jahre später) dem Material um den Barbaren annahmen, wofür man den schönen Begriff "posthume Zusammenarbeit" erfand. Dabei begingen sie folgende Todsünden:
      - Man brachte die Geschichten in eine chronologische Reihenfolge, was nicht nur der Ästhetik der Conan-Saga immens zuwiderläuft sondern in Anbetracht des Umstandes, dass die einzelnen Erzählungen keine Bezüge zueinander aufweisen (außer Conan gibt es keinen relevanten wiederkehrenden Charakter), auch von Grund auf sinnlos ist.
      - Unvollendete Geschichten Howards wurden zueende geschrieben, seine nicht umgesetzten Entwürfe umgesetzt, und als man dann kein Conan-Material mehr hatte, hatt man stumpf andere Fantasy- und Abenteuererzählungen Howards zu Conan-Storys umgeschrieben
      - Die zahlreichen, dadurch aber nicht minder qualitativ äußerst bescheidenen, Pastiches der beiden (dass statt Meisterwerken wie "Der Turm des Elefanten" oder "Die Königin der Schwarzen Küste" nur die formelhaften "Conan hilft (halb-)nackten Jungfern in Not"-Geschichten, die Howard nur in Geldnot schrieb, nachgeäfft wurden, gibt einem eine gute Vorstellung vom Kunstbegriff der zwei) haben sie dann tatsächlich dem Werkkanon zugerechnet, den nun die von ihnen herausgebrachte TB-Reihe bildete.

      Das ist alles in allem sehr kompliziert und ambivalent. Einerseits muss man de Camp und Carter zutiefst dankbar sein, dass sie Robert E. Howard vor dem Vergessen bewahrt und so gut sie konnten bekannt gemacht haben, andererseits werden sie für den Kuddelmuddel, den sie angerichtet haben (es hat Jahrzehnte gedauert, aufzudröseln, wie Howard das in Wahrheit alles geschrieben und konzipiert hatte) völlig zurecht bis heute verdammt.

      Nicht dass ich Elio und Linda sowas ernsthaft zutrauen würde, aber die Situation könnte ja noch äußerst "verlockend" werden ... :(
      Ah, ok. Nein, sie sollen natürlich auf gar keinen Fall Romane in seinem Namen schreiben, und so wie ich sie einschätze, würden sie das auch nicht tun. Ging mir nur um das bereits existierende Material, was nur noch nicht veröffentlicht wurde. ;)
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      Mir ist das Buch gestern mal in die Hände gefallen, und ich finde GRRMs Beitrag dazu ziemlich billig.

      Denn es ist einfach die ungekürzte Fassung des Beitrages, den man in den Annalen der betroffenen Könige in der "Welt von Westeros" auch lesen kann. Nachdem ich mit GRRMs Beitrag durch war, kam mir das alles so vertraut vor. Da gleich daneben in der Buchhandlung auch die Welt von Westeros lag, blättere ich gleich bei den betreffenden Stellen nach, die zum Drachentanz führen, und siehe da - 1:1 die selben Sätze.

      Da "Der Bruder des Königs und andere Kurzromane" im selben Design wie das Lied erscheint, ist das für Nicht-Eingeweihte, die das ganze vielleicht als Geschenk machen wollen, schon eine ganz schöne Lesertäuschung. Bei den 20 anderen Autoren kannte ich nur Abercrombie, sonst war kein mir Bekannter drunter.

      Fazit: Ist ja schön, dass GRRM jungen Autoren unter die Arme greifen will, aber die Methoden sind doch ein wenig zweifelhaft.
      Und: Unter Originalbeitrag verstehe ich was anderes.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      In Die Welt von Eis und Feuer wurde eh einiges gekürzt. Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube es waren an die 400.000 Wörter aus Notizen, die George für andere Werke wie Fire and Blood - von Sword noch ein paar Posts weiter oben erwähnt hatte - vorgesehen hatte. Elio und Linda haben das Projekt eben mitgestaltet, weswegen dieses Buch auch nicht vollständig ist. Und auch weil viel Rausgekürzt werden muss.

      Manche Geschichten in Anthologien zu veröffentlichen ist nichts neues vor allem nicht für Martin. Hat er mit seinen anderen Geschichten auch so gemacht. Ich glaube Danys Kapitel aus AGOT ebenso gesondert, wo das Detail mit dem Haus und der Roten Tür verändert wurde.
      Für EuF-Fans dürfte es sicher nicht so verlockend sein, sich nur für eine Geschichte (Rothfuss ist aber auch bekannt) zu kaufen.
      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)
      Stimmt, Rothfuss habe ich übersehen.

      Wenn ich allerdings an die Anthologien denke, in denen er z.b. die erste Heckenrittergeschichte erstveröffentlicht hat, war das doch ein wenig was anderes. Hier wird mit einem inhaltlich größtenteils bereits anderweitig veröffentlichtem Beitrag Geld gemacht.

      Bei der Gelegenheit fielen mir übrigens auch das Büchlein mit der "Sammlung der besten Tyrion-Sprüche" auf. Das ist das schon pures Recykling. Es ist schon bemerkenswert wie die Marketing-Maschine rollt.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ssnake“ ()

      Ja ich finde auch manches ist wirklich Geldmache :/. Siehe das von dir oben aufgeführte Büchlein. (Ich habe mir die Leseprobe bei Amazon angesehen) Wenn jemand nun etwas dazu geschrieben hätte, wäre das noch hervorragend - also Sprüche oder Philosophien analysiert/interpretiert. (Das hätte einen Mehrwert gab bei Star Trek ähnliches - siehe Die Ehre der Klingonen).

      Ich glaube die Legends Anthology wurde auch von jemanden anderem betreut. Bei Martin und Gardner Dozois handelt es sich, soweit ich weiß, um Freunde die sich seit den 70er Jahren von den Hugo Awards und Conventions kennen (halt Martins vorrangige SF-Zeit) und auch viele Anthologien zusammen betreut und editiert haben. Vielleicht kommt es wirklich auf die Verbindungen der Editoren oder die Vorlieben an. Kommt dann noch dazu, dass bei sowas ein Thema feststeht - eben "Rogues" (der Originaltitel) etc.

      Ich will aber auch keineswegs Geldmache bestreiten. Oder dass Martin die Geschichte einwirft um seine Fans ein bissel bei Laune zu halten (sieht man mit Book of Swords und Sons of the Dragon).
      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Aki-chan“ ()

      Aki-chan schrieb:

      Ich will aber auch keineswegs Geldmache bestreiten.


      Solche Kommerzialisierung scheint so ziemlich bei jeder populären fiktiven Weltenschöpfung zu passieren. Bei Star Wars ist das ja auch so gewesen. Ein wenig enttäuscht von GRRM bin ich aber trotzdem. Ich hatte wirklich gedacht, dass er besser als das wäre.
      „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (Gandhi)

      Der Sinn des Lebens sollte nicht darin bestehen zu tun was wir wollen, sondern das zu tun, was vernünftig ist.