"Crowd Interview" mit GoT-Darstellern

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      Artikel: Game of Thrones - Lieber ein gutes Serienende als noch ein Buch

      George R.R. Martin ist der Bestseller-Autor der Stunde. Mit Das Lied von Eis und Feuer hat er die Vorlage für Game of Thrones geliefert. Jetzt will er der Reihe endlich ein gebührendes Ende geben. Aber muss er das überhaupt?

      George R.R. Martin könnte sich eigentlich ausruhen: Der 70-jährige Autor ist mit der Reihe Das Lied von Eis und Feuer weltweit berühmt geworden. Heute meldet unter anderem Das Wall Street Journal, dass sich der Autor in ein Versteck auf einem abgelegenen Berghügel zurückziehen will, um sich endlich dem nächsten Band der Reihe zu widmen. Fans warten schon eine gefühlte Ewigkeit auf das Buch. Der bis dato letzte Teil A Dance with Dragons (deutsch zweiteilig Der Sohn des Greifen und Ein Tanz mit Drachen oder einteilig als Drachenreigen veröffentlicht) ist 2011 erschienen.

      7 Jahre viel Game of Thrones, aber kein Das Lied von Eis und Feuer-Finale Immerhin liegt das nächste Buch schon über 7 Jahre in der Schreibtischschublade, auch wenn George R.R. Martin so gar nicht faul war. Es gab diverse Kurzgeschichten, Sammlungen von Zitaten, Landkarten und Bildbände. Erst vor kurzem ist mit Fire and Blood: 300 Years Before A Game of Thrones - A Targaryen History (deutsch: Feuer und Blut - Erstes Buch: Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros, erscheint am 20.11.2018 in Deutschland) ein weiteres Buch erschienen, welches viel über das Westeros-Universum erzählt, aber mit der ursprünglichen Geschichte nicht mehr viel zu tun hat. Erwähnt werden muss natürlich auch die Zusammenarbeit des Autors mit HBO an der Original-Serie Game of Thrones, wie auch dem sich in der Pre-Produktion befindenden Game of Thrones-Spin-off und den noch geplanten Spin-offs.

      Nun also endlich, werden Fans sagen. Aber die große Frage meinerseits wäre, ob George R.R. Martin das geplante Buch, das bereits mit dem Titel The Winds of Winter aufwartet, überhaupt noch schreiben muss. Hier einige Gründe, die dagegen sprechen.

      Game of Thrones - Buch und Serie laufen nicht mehr parallel Einer der gewichtigsten Gründe dürfte sein, dass das Ende der Bücher mit dem Ende der Serie nicht mehr viel zu tun haben dürfte. Schon ab der 4. Game of Thrones-Staffel liefen die Vorlage und die Serien-Umsetzung erzählerisch nicht mehr durchweg parallel. Große Handlungsstränge wurden weggelassen, in Kleinigkeiten verändert oder entwickelten sich in komplett andere Richtungen. Der Serie hat dies gut getan, denn so konnten sich die Macher auf Personen und Handlungen konzentrieren. Bei den Büchern uferten gerade die letzten Bände in langatmigen Erzählungen und Wiederholungen aus, die nicht mehr viel Neues zu tage förderten. Werden sich Game of Thrones-Leser überhaupt noch für ein Buch interessieren, wenn sie das Game of Thrones-Finale im April 2019 auf dem Bildschirm sehen?

      George R.R. Martin ist vorbelastetGeorge R.R. Martin hat intensiv am Drehbuch von Game of Thrones mitgearbeitet, aller Wahrscheinlichkeit nach auch am Finale und an den Veränderungen, die die Serien-Adaption im Laufe der Zeit vorgenommen hat. Sein nächstes Buch muss in einer inneren Logik der geschriebenen Geschichte funktionieren. Es stellt sich die Frage, ob dies überhaupt noch möglich ist, seitens der Geschichte und seitens des Autors, der natürlich jetzt selbst durch die Serien-Adaption vorbelastet ist. Das Schreiben an sich ist bereits ein schwieriger Prozess, das zusätzliche Mitdenken der seriellen Entwicklung dürfte dies um einiges komplexer machen. Ein Autor braucht Ideen für die Geschichten. Gibt es diese fürs Buch überhaupt noch, ohne ein Abklatsch der Serie zu sein?
      Erwartungen der Game of Thrones-Fans sind nicht zu erfüllenWenn nach langer Zeit endlich das ersehnte Objekt der Begierde erscheint, sind die Erwartungen derart hoch, dass sie sich kaum erfüllen lassen. Bei dem geplanten The Winds of Winter dürfte dies der Fall sein. Muss sich der Autor diesen Erwartungen überhaupt noch stellen? Von mir kommt ein eindeutiges Nein, denn George R.R. Martin kann meines Erachtens nur verlieren. Notgedrungen müsste das Buch anders enden als die Serie. Also würden sich die Fans über die Unterschiede beschweren. Oder das Buch wird eine Übernahme der Serien-Entwicklungen, dann muss sich der Autor ebenfalls der Kritik stellen, keine neuen, eigenen Gedanken eingebracht zu haben. Alles zweischneidige Schwerter im Lande von Eis und Feuer.

      Quelle
      moviepilot.de/news/game-of-thr…als-noch-ein-buch-1113327
      Ja, da hat der gute George sich echt selbst in Schwierigkeiten gebracht. Ich finde es aber wichtig, dass die Bücher beendet werden, denn:
      1. ich möchte wissen, wie es Arianne in Sturmkap ergeht und ob sie nicht doch noch ins Gras beißt,
      2. ich möchte wissen, was aus Aegon wird, dem "echten" Aegon, dem George-Martin-Aegon,
      3. ich möchte wissen, wie Alayne sich weiter schlägt und was mit Harry the Heir wird,
      4. ich möchte wissen, wie die Sandschlangen King's Landung aufmischen, und
      5. ich möchte inatürlich viel mehr über die Anderen und ihre Kultur wissen.
      Natürlich stimmt es, dass die Geschichte sich endlos verzettelt hat. Der erste Band ist noch recht stringent erzählt, aber am schlimmsten finde ich persönlich den vierten Band. Aber GRRM auf einem Berghügel? Das kann ich mir so gar nicht vorstellen. Und wenn man zur Ablenkung bereit ist, kann man sich sicher auch da ablenken lassen.
      Ich stimme Hildegunda in allem zu. Persönlich interessiert mich das Ende der Serie nicht die Bohne und wenn die letzte Staffel nie erscheinen würde, wär mir das relativ latte.
      Ich habe aber noch viele Fragen, die nur in den Büchern geklärt werden können, weil die Serie schon seit Ewigkeiten in diesen Punkten von der Vorlage abgewichen ist.

      Die Kommentare unter den Artikeln sind übrigens zum größten Teil der gleichen Meinung.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Lann schrieb:

      Snow White schrieb:

      Lieber ein gutes Serienende


      Für ein gutes Ende braucht man meistens auch einen guten Rest. Also könnte da genau so gut "Lieber Weltfrieden als noch ein Buch" stehen. Wäre wahrscheinlich eher machbar.


      Auch wenn ich den starken Qualitätsabfall der Serie in den letzten Staffeln ebenfalls bemängele, so hat sie wenigstens ein Ende. Das ist immer noch besser als ein halbfertiges Epos welches womöglich nie beendet wird.
      Es würde mich auch nicht wundern, wenn die erste Spin-Off-Staffel oder sogar alle noch vor TWoW erscheinen. Und ob die Qualität von Winds dann so gut ist muss GRRM auch erst mal beweisen. Nach dieser langen Wartezeit ist alles andere als ein Meisterwerk eine Enttäuschung. (Mindestens) 9 Jahre Wartezeit für Mittelmaß würden ihm wohl viele übel nehmen.
      Die Serie hat vor allem zu Staffel 7 hin definitiv abgebaut - allerdings nicht so krass wie die Bücher. Die haben mit Storm of Swords ihren Höhepunkt erreicht, danach folgte hauptsächlich zielloses Geplänkel. Ich würde nicht davon ausgehen, dass GRRM in Winds of Winter, falls es erscheinen sollte, zu alter Form zurück findet. Der Mann hat in diesem ganzen Jahrtausend noch kein gutes Ice and Fire-Buch veröffentlicht.
      es ging ja auch vorrangig um die Information, dass GRRM jetzt wohl doch noch mal mit aller Gewalt weiter schreiben will.


      Was für eine Art von "Information" soll das sein, nachdem er nie behauptet hat, dass er nicht weiterschreiben will?
      Der Artikel gibt erstens nur die (aus meiner Sicht bockendumme) Meinung des Autors wieder und enthält keine Informationen - weder alte, noch neue - und zweitens ist dieser Thread hier für Interviews mit GRRM.

      Irgendein Moderator müsste es netterweise verschieben und dann ist alles gut.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Lann schrieb:

      Mr. Belvedere schrieb:

      Auch wenn ich den starken Qualitätsabfall der Serie in den letzten Staffeln ebenfalls bemängele, so hat sie wenigstens ein Ende. Das ist immer noch besser als ein halbfertiges Epos welches womöglich nie beendet wird.


      ...nicht für mich.


      Und ? Soll GRRM sich jetzt an dir ausrichten ? Ausnahmen bestätigen die Regel und jeder hat andere Qualitätsansprüche.