Smalltalk des Grauens

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      Maegwin schrieb:

      Das wird dann an deinem wunderschönen Dialekt liegen.


      Es gibt speziell in Österreich viele Gegenden, in denen man auf meinen Dialekt eher allergisch reagiert. Dennoch halten mich auch dort die Blinden für wunderschön.

      Ich tippe auf eine Verwechslung. ;)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Allgäuerisch ist irgendwie wie audielle Vergewaltigung. :D

      Nachdem ich jetzt so ziemlich alle öst. Bundesländer punkto Frauen durch habe und jetzt auf sechs jahre mit einer Kärntnerin und aktuell vier Jahre Nicht-Beziehung mit einer Salzburgerin (die sich im Heimatdialekt anhört, als wäre sie direkt aus dem Cast vom Bullen von Tölz geklettert) zurückblicken kann, verweise ich das ins Reich der Legende. :P


      (Oder vielleicht dem Umstand geschuldet, dass ich mich zur Not als Niederösterreicher tarnen kann, dann fällt man nicht so auf. Oder vielleicht auch dem Fakt, dass, wenn man in Wien studiert/arbeitet, abgehärtet wird.)

      Naja, Bayern wäre natürlich ein hartes Pflaster. Es gibt zwar die Legende, dass Wiener Dialekt in München gut ankommen soll, aber vielleicht hat das auch die Münchner Tourismuswerbung in die Welt gesetzt.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Pekkorino schrieb:

      Niemand mag Wiener ausser Wiener!

      und die mögen vielleicht sich selber nicht. so habe ich manchmal den Eindruck.
      dazu fällt mir Kurt Sowinetz ein;


      also ich merke schon auch die Unterschiede zwischen 2 Nachbarbezirke also von OÖ. Ich habe da mit meiner Verwandtschaft das beste Beispiel. In einem Praktikum habe ich auch mitgeholfen Tonbeispiele von Wörter in verschiedenen Orten von OÖ zu archivieren. Das Highlight war wie ich sogar zu einer Aufnahme mitfahren durfte.
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

      ssnake schrieb:

      Allgäuerisch ist irgendwie wie audielle Vergewaltigung. :D


      Und dazu bin ich gebürtiger Unterallgäuer und habe die Datschiburger (Augsburg) Einflüsse dazu. Nicht die Allemanischen, die die Ober- und Ostallgäuer haben.
      Hört sich, wenn man sich selbst hört, richtig Scheisse an :D

      Aber immer noch besser wie der Hochdeutschsprechende Münchner.

      Den grantligen Wiener, den man bei uns aus alten Filmen kennt, der wird in der Regel schon gemocht, aber der Reale sich immer wichtig machende supertolle Wiener, den mag niemand.
      Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren, imaginaeren Freund hat
      Sächsisch, was ich leicht spreche, wird in ganz Deutschland verachtet oder belächelt. Dafür kann ich mit Bayrisch und Schwäbisch mal so absolut gar nichts anfangen.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Das erinnert mich an ein Seminar, wo ich mal war, wo die Runde aus ganz Deutschland zusammen gewürfelt war und wir dann irgendwann auf Dialekte und Hochdeutsch zu sprechen kamen. Ich meinte dann irgendwann scherzhaft, das wir in PB uns ja einbilden würden Hochdeutsch zu reden.
      Daraufhin meinte dann eine Hessin im vollen Brustton der Überzeugung "Naaa, wir in Hese spresche doch hochdeutsch!" :rolleyes:
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Pekkorino schrieb:

      Den grantligen Wiener, den man bei uns aus alten Filmen kennt, der wird in der Regel schon gemocht, aber der Reale sich immer wichtig machende supertolle Wiener, den mag niemand.


      Da tauchen schon mal Missverständnisse auf!

      Den näselndes Schönbrunner-Deutsch grantelnden großbürgerlichen Wiener mit dem doch goldenen Herzen, der immer nur entweder im Urlaubsort, im Ringstraßenpalais oder im maximal pittoresken Wiener Vorort mit einem Glas Wein in der Hand auftaucht - das ist doch eine Erfindung der Ufa- und Defa-Filme, erst des Austrofaschismus, dann der Nazis und am Ende eines Konglomerats daraus im Nachkriegsfilm.

      Der in der Realität unbeliebte Wiener in Restösterreich ist stets ein Urlauber, der sich nicht so gerne übers Ohr hauen läßt wie die deutschen Touristen, weil er doch so ungefähr über die Preis-Leistungsverhältnisse Bescheid weiß, und im Gegensatz zu den Deutschen und Holländern aufs Geld schauen muss, denn in den prägenden 50er und 60er Jahren des ersten ganz großen Tourismusbooms galt Österreich noch als Niedrigpreisland, in das z.B. Deutsche und Italiener mal kurz zum Einkaufen rübergefahren sind, weil die Preise da so billig waren.

      Über Gepflogenheiten bei Kurtaxen, üblichen Trinkgeldern etc. hatte der das Geld zusammenkratzende Wiener halt öfter eine Meinung zu äußern als der ausländische Gast, der das mit einem Achelzucken ohne groß zu fragen einfach mal bezahlte.

      Das sind alles natürlich Klischees, die sich im Laufe der Jahrzehnte abgeschliffen haben. Und eines gehört auch noch zum augenzwinkernden Tourismusschlager: Jedem deutschen Gast MUSS westlich von Salzburg-Stadt erzählt werden, dass die Pie.. äh ... Deutschen nie so unbeliebt sein werden wie die Wiener!

      Das stärkt das Willkommensgefühl - und dadurch kann man dann die Kinder durch die eingenommenen Devisen wieder in Wien studieren lassen. ;)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Ja, ich habe es weg gemacht, weil ich mir nicht sicher bin, wie das mit dem Urheberrecht aussieht. Da habe ich mir gedacht, dass ich stattdessen lieber alle Nicht-Wiener Österreichs runtermache, was min. ebensoviel Berechtigung hat.
      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Kasimir“ (Heute, 17:14)